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Kasseler Abendzeitung

10» Jahrgang.

Dienstag, 7. September 1920

Nummer 206

Fernsprecher W1 und 952.

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Meter Neueste Nchnchtm

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

Der Gühnegang der Minister.

Für Sberschlestev

Die Rusten wolle« Frieden.

8e= 30.

Wirtschaft ist in einen Zustand geraten, von dem aus mat mehr röt Schritt jum Stoatsbankerott

die Russen zu röt an sofortigen Waffen­stillstand bereit siDärt haben und hur- ictniich der Grenzfestsehimg auch keinerlei Schwierigkeiten mehr bestehen.

Die Konferenz in Riga.

Rotterdam, 6. September. (Eigene Drahtmel- dnng.) Das .HollmMch Nteutvsbureau' meldet ans London, daß die Verhaudttmken von Riga am Mittwoch oder Donners-tay beginnen werden« Mn Dienstag wird sich der polnische Minister des Aeußern zur Wiedereröffnung der FriedenS- v er Handlungen nach Riga begeben.

HÄten wünsche. Der Minister fuhr dann fort: Derselbe Wmlsch erfüllt die deutsche Regierung. Sie mißbilligt auf das entschiedenste die Bor- gängc in Breslau, die sich durch gewisse Um­stände und Ereignisse erklären lassen, aber nicht gerechtfertigt werden können. Die deutsche Regie­rung bedauert alle Zwischenfälle, deren Opfer französische Vertreter oder Staatsangehörige worden sind und wird die in der Note vom

Sin schwerer Gang.

EntschuldlgungSbesuch Simon« «. Severings.

Msme Drahtmeldung.)

Berlin, 6 September.

Die Minister Simons und Severing fanden sich am Sonntag nachmittag auf der sran zösischen Botschaft ein. Außenminister Dr. Si- mons gab eine kurze Erklärung ab, in der er auf die bekannten Breslauer Vorgänge und auch aus die stühereu ähnlichen Ereignisse, sowie auf die Erklärung der französischen Regierung hin­wies, daß sie mit der deutschen Regierung in einer Atmosphäre der Beruhigung und Arbeit friedliche Beziehungen zu unter

Man Will iMS den ZUgallg eiben unb gleichzeitig die M- i sich reissen. Dochttch. alle Gründe auseinartz» /ecktserftgen. ohr beton«

August geforderte Genugtuung gewähren.

* e *

Die Antwort des Franzosen.

Berlin, 6. September. (PridMelegrammsi t.ci französische Botschafter erwiderte auf die Ec- klärun>g des Außenministers: Im Namen der RcgierMüg der Republik nchme ich Kenntnis von der Erklärung Ew. Erzellenz und der Zusage der Rerchsrogienung, daß sie die ihr mitgeteiNen Wiedergtnbtchungsfotdenmgen erfüllen wird. Lassen Sie mich, Herr Minister, der HoMnng Ausdruck geben, daß sich ähnliche Vorgänge nicht wiederholen und dass die Beziehun­gen DsutMmrds zu Frankreich auch im Geiste friedlicher Zusammenarbeit gestaltet werden können, die für den wirtschaftlichen Wiederaufbau und das Gedeihen beider Teitt so wünschenswert und nötig sind.*

•

Was die Polen fordern.

Berlin, 6. September. (Stgene Drahtmel- dung.l Nach .^nformatiomen aus der hiesigen polnischen Gesandtschaft erhebt Polen anläßlich der Breslauer Vorgänge mir die Forderung nach Erstattung des durch die Zerstörung des Konsulats angerichteten Schadens. Mehr ist bisher nicht gefordert.

Russische MSerlage.

Die Engländer melden eine Katastrophe.

(Eigene Drahtmeldung.)

Rotterdam, 6. September,

Die Londoner Moruingpost meldet aus War­schau: Die Niederlage der Russen gleicht einer Katastrophe. Die Polen haben hinter Brest-Litowsk wieder Kölbel ge­nommen und rücken von neuem aus Minsk vor. Art der Rordfront ist Grodno abermals von den Polen besetzt worden. An der L e m - berger Front verloren die Russen innerhalb der letzten sechs Tage zweiundzw anzig - tausend Gefangene und fiinfundvierzia Geschütze. Die Niederlage der Russen kann auch durch Heinere Teilerfolge der Russen an der ost. preußischen Grenze nicht mehr anfgehal- te n werden. Wie in Kowno verlautet, wird das polnische Heer seinen Vormarsch einstellen, wenn cS zehn bis fünfzehn Kilometer jenseits der iopv graphischen Grenze ist. Die Alliierten haben sich damit einverstanden erklärt, daß Polen soweit vorrückt. Die Grenzwailsen bei K r a j e w o sind seit Freitag früh wieder von den Polen besetzt. Einer bis jetzt unbestätigten Nachricht zufolge ist es dem Heere Budjeanys gelungen, ohne : allzugroße Verluste sich in Sicherheit zu dringen.

Bei Lemberg ziehen sich die Polen zurück.

Bietet eine Sete!

Die Deutschen iw Oberschlefie«.

(Privat-Telearamm.1

Berlin, 6. September.

Die neueste Oberscksiesien betreffende Note der Reichsrrgierung an den Präsidenten der Frie­denskonferenz bringt eine Anzichl einwand­freier Feststellungen besonders empören­der Gennftttaten gegen die Deutschen in Öfter« schleflen zur Sprache und verlangt, daß eine an den Vorgängen in Oberschlesien unbeteiligte Stelle die erforderlichen Feststellungen macht. Die dentsche Regierung schlägt vor, zu diesem Zwecke dtte von Deutschen und Polen und den alliierten Hauptmächten zu wählende Kommission ans Angehörigen solcher Staaten, die nicht zu den Signatarmächten des Versailler Vertrages gehören, zu wählen. Die Regierungen in Paris, London, Rom und Warschau, sowie der Päpst­liche «fttchl sind von dem Inhalt dieser Rote in Kenntnis gesetzt worden.

* tu •

Polnische ‘Brutalität.

Königsberg, & September (Eigene Draht- mcföitng.i Nach einer Meldung aus Marten- Werder sind in Thorn am letzten Mttwoch drei Deutsche wagen angeblichen .Hochverrats hintzerrchtet worden. In Graudenz ist gd den deutschen Rechtsanwalt Partikel! gleich- faW daS Hachverratsverfahren eröffnet worden.

ist. Mit dem politischen müßte Deutschland unweigerlich den wirtschaftlichen Ban­kerott erklären, falls die Entente in Genf keine Vernunft annimmt. Das aber unseren Gegnern schon heute mit aller Schärfe klar zu machen, ->st eine Aufgabe, die auch nicht mehr.eine Munde AUffchub verwögt. S.

Unsere Roch Gefangenen.

Die Kundgebung in der Stadthalle.

Sm Rahmen einer WAlrätigkeitSveranstal- tun«, über die an anderer Stelle berichtei wird, veranstalte am Sonnabend die Reichs-Bererm- guwq ebemaliger Kriegsgefangener — Orts­gruppe Kassel — eine Kundgebung für unsere Kriegsgefangenen, die sich noch in Sibirien befinden. Oberlehrer Dr. Abbäe sprach über die mit der Sowjetregierung getroffenen, aber durch die rote Armee in der Ausfüllung verhinderten» Maßnahmen ~ zum Rücktransport. Neuntausend sind bereits ab- transportieri, aber 11000 sind noch zurückgeyal­ten. Ein Zu« ist unterwegs Die toten Trup­pen rissen aber die Schienen a«f. Sehr viele ha­ben daher die Heimreise auf eigene Faust ange- treten. Teils als .blinde Passagiere", teils auf Kohlen zögen. Unter größten Schwierigkeiten streben sie der Heimat zu, unter fortwährenden Gefahren Viele haben auf der Flucht ihr Le­ben lassen müssen. Auch ihnen gebührt ein Ruh­mesblatt in der Geschichte unserer Helden. Das Gewissen der Heimat muss geschärft werden, daß

Kundgebung auf demKasseler Friedrichsplatz

RÄSSSIStt tuns »«rgrangefea au» dem «»ftimmungegeMtr In Massen hatten sich die Kasseler -ms dem Kriedrichsplatz versammelt. Der Himmel, dec noch eine Siundc vorher schönsten Sonnenschein verschwendet hatte, drohte mit Regen. Aber dt schwarzen Walken behwlten ihren jetzt zU retch- KW für sich All- ParteirichunS-n batten Vertreter entsandt, doch Partetpottttk blieb -ms dem ernsten Spiel. Die bereinigten Verbände heimattMuer Oberschlcsier tn Kassel und der Verein der Schlesier kamen von der Neuen Tante am Ständevlatze aus tn S«Mosse. nc1l, «uge. Voran die schon bekannte Bertz nmnnsaMvve mit ihrer Werbe-Standarte, stwch rin Bild wurde mitgeführt: Rotkäppchen mit btt cberichlesischrn Industrie im Körbchen, ansc- letscht vom poetischen Wolse. ^vn Lastautos ierab sprachen dann fünf Redner ch ber sich um te herumscharenden Menge. Stadtverordneter Mittelschullehrer Mütze setzte auselnandet um was es sich handelt: Oberschlesien tst der Mitttl- vnnkt Europas und der Brennpunkt des Verkehrs fi SÄr ^uaaua

zum Osten abschm wattigen Natnrsch , ruhig setzte der Redner der, die den deutschen Protest rt Swdwerordneter Arbeitersekretar B o te: In dieser Frage gibt es

überhaupt noch leisten tonn, bleibt ihr Geheim­nis. Es ist desüMb noch lange nicht notwendig, daß wir der Entente Ziffern und Zahlen neu­nen, die schließlich von ihr entsprechend ausge- nutzt werden könnten. Aber ganz allgemein müßte es doch möglich sein, die Grenze der Lei­stungsfähigkeit Deutschlands bekannt zu geben, und der Reichsfinanzminisrer hätte allen Grund Gelegenheit zu nehmen jetzt bei den verfchie- deilsten Anlässen ein unzweiveutiges Mild der trosüosen finanziellen Lage unseres Reiches zu entwerfen. Die Whnen Erwartungen der En­tente auf neue Milliarden würden dadurch sicher­lich herabyeschvambt weiden

Wenn man sich an unseren leitenden Stellen ht Berlin der Hoffnung hingibt, daß die En- teitte durch die restlose Erfüllung des Spaer Abkommens, die Deutschland jetzt, allerdings unter einer nicht unerheblichen Beeinträchtigung seiner eigenen Industrie, gelungen ist, zu einem Entgegenkommen in Gent sich -bereitfinden werde, so wird man wohl dieselben Enttäuschungen wie ju Spa erleben. Frankreich ist noch immer maß- imd ziellos in seinen Forderungen, an denen sich fett Juli, wo sie alsbald nach Beendigung des Spaer Abkommens die Runde durch die fran­zösische Presse machten, nichts geändert haben wird. Man dcrrs bei uns nickst übersehen, daß es Frankreich weniger auf die Erfüllung, als vielmehr aus die Nichterfüllting seiner Forderungen ankommt Das klingt pvar para­dox, entspricht aber durch-ms dm Tatsachen; denn dec Einmarsch ins Ruhrgebiet ist für die französischen Politiker nach ihrer kwzsichtigen Llüfsassnng ein größerer Gewinn, als alle Ent­schädigungen, dre Deutschland sonst zu leisten imstande ist.

In Gens istfiirTeutschlandalles zn gewinnen und alles zuverlieren. Es tst di- letzte Etappe der VerhaUdlungen, die mit dem Waffenstillstand be-gaunen und mit dem • Versailler Friedensvertrag ihren vorläufigen Abschluss fanden. Wenn es uns in Genf nick» gelinst, -m die Stelle der Gewaltpolitik der En­tente röte vernünftige Zusammenarbeit Deutschlands mit der Entente *u setzen, dann braucht man sich bei uns keiner TAuschuug mehr

keine Parteien.

Hier gilt's nur deutsch denken und dewffch Han. dein. "Besonders wandte er M an die Arbei. te r u-nd setzte auseinander, was es sttt ste heißt, wenn Oberschllesien ntit seiner ^ndUsttie dem Deutschtum verlustig geht. Oberlehrer^Dr. Becker und Ingenieur Schlatz verbretteten sich ebenfalls über bte ungrheMe Bedeutung der vberschlestschen Frage für das deutsche Volk. Alle Redner forderten vor allem den Abzug der Fran­zosen, die infolge ihrer Beaunsttgung der Pole« nickt als unparteiisch angesehen werden können. Länger als verabredet sprach Studienrat Hof­mann. Er rief den Polen zu: Hande weg von Oberschlesien. Was deutsch ist, muß deutsch blei» ben! <5tn Verlust Oberschlesiens bedeuteter- uichiung des gesamten deutschen WtrtschaftAe- bens. Der Redner sorderte zUm GlaubenSbe- keuntnis für die Lebenskraft deS deutschen Vol» kes auf und den Opttmismus nicht zu verlreren. PessimiSms ist der einzig Mist, aus dem nichts wächst. Sämtliche Redner, denen lauter Betfall gezollt wurde, brachten Hochrufe auf Obcrschle» fiett und das deutsche Vaterland aus Einsttm- mia zur Annahme gelangte, während für wenige Augenblicke die Sonne aus den Wolken br»ch, die solgrnde

EntschUeßnng:

Die Einwohnerschaft von Kassel protestiert hierdurch auf daS schärfste gegen die ganz wider­rechtliche nnd gewalttätige Besetzung oberschle- sischer Grenzorte durch polnische Truppen und die unablässigen Versuche der Polen, die Abstim­mung hinauszuschieben oder unmöglich zu ma­chen. Zugleich wird dringend ersucht, die ftan- zöfische Besetzung zurückzuzichen, dir in äahlr^. chen Fällen die Unparteilichkeit nicht gewahrt und offenkundig die polnische Gewaltpolttik «n- terstützt hat; ihre Ersetzung durch andere Tmp» pen, die ernstlich gewiM sind, di« auf bte Ab­stimmung bezüglichen Bestimmungen zu erfM- len und die deutsche Bevölkerung gegen polnische Neberyrifte zu schützen, erscheint notwendig.

Basel. 6. Srptembrr. iPrivattelegrammf Roch einer Meldung aus Warschau ist von ein drahtloses Telegramm ei »getroffen, nach dem sich bahnern angehatteu worden.

Sie Konferenz in Genf-

Letzte Etappe der Verhandlungen.

Nachdem die bsütiffch-russische Affäre, die in -er letzten Zett die Entente, mehr als chr fteb tz»or, beschäftigt hat, allm-Mich ihrem Ende sich xuneigt, beginnt man sich in London und Paris neuen Aufgaben zuzuwenden. Im Vordergrund stöbt naturgemäß die beretts zweimal vertagte Genfer Konferenz. Sie sollte ursprünglich am W. August; dann am 5. September stattsinden. Die beiden Termine konnten von der Entente nicht eingöhalten werden, und zwar war es in erster Linie England, das infolge der starken Be- fchöstigung der eagKfchen Di-plomatie mit oe>n rufsischen Problem die Vertagung der von Frankreich gewünschten Konferenz herbeisührte. Noch steift es nicht fest, bb der 24, September tatsächlich der Tag des Beginns der Derhano- hutgen in Genf sein wird. Aber darüber kann doch kaum mehr ein Zweifel bestehen, das Ende dieses oder spätestens Anfang des nächsten Mo­nats die Vertreter der Entente und Deutschlands zu den Beratungen über die WiederMtmachungs- frage Msammentreten werden.

Die Entente verfolgt bezüglich der Verhaud-- knngen von Genf die gleiche Taktik, wie bei der Konferenz in Spa. Deutschland soll wieder einmal überrumipett werden. Man umgibt sich tz« «ondon wie in Paris mit einem undur-si- briuglichen StzMer über die Ziele, ine man in Wirklichkeit verfolgt, und nnfere deutsche Diplo­matie ist ungeschickt genug, die gleiche tmseligc Takttk der Geheimniskrämerei zu verfolgen, und die OeffentliMe'it über das, was sie in Genf eigentlich will, möglichst lange im Unklaren zu «chatten. BK jetzt herrscht an den Berliner Stel­len der bekannte Offtimismus, der dann in dem Augenblick wo die Konferenz angesetzt ist, und die ^sanfte Ententepresse aus ein gegebenes Stickwott ihrer Re-gieningen wie eine Meute kläffender Hunde über Deutschland herfMt, in

Pessimismus sich verwandelt, der schließ- dann von dem Gang, der Verhandlungen zu u" serem Schaden auch bestätigt wird. Man hätte tlauven mögen, daß unsere Regierung aus den Verhandlungen von Dpa etwas gelernt hätte Tas scheint aber leider.nicht der Fall zu sein Wieder wartet man geduldig auf den Augenblick wo die französische Presse neue ungeheuer­liche Forderungen stellt und alle Register des feindlichen Presseapparates gezogen sind, de­nen gegenüber Deutschlands St-mme ungehöri verhallen muß. Wartmn sich die Regierung nicht entschließt, klip-p und Kar in der breitesten Oes- fentttchkeit schön jetzt zu erklären, was sie nach den niederdrückendön Bedingungen von Spa

Hanau und Stuttgart.

Die heutige Lag« der StreNdewegrnrg.

(Priv-ch-Tclearamm-l

Hanau, 6. September.

Der Lesamte Arbeitgeberverband hat au den Oberbürgermeister ein Schreiben gerich­tet, in dem folgende Forderungen aufgestellt wer­de«: Alle dem Gesamtverband der Arbeitgeber von Hanau und Umgegend angeschloffenrn Fir­me» sind bereit, alle enttaffenen Arbeitnehmer wieder einznstellen. Kündigungen, die vor Aus­bruch des Streiks rechtmäßig erfolgt find, bleiben bestehen. Die Arbeit wird in allen Betrieben trat Montag wieder ausgenommen, soweit dies tech­nisch möglich ist, und bte Betriebs- bezw. Arbe-- terräte haben sich rechtzeitig beSwegen zu erkun­digen. Maßregelungen bürfen beiderseits mcht erfolgen. Die Bezahlung ber Streik­tage wirb bestimmt abgelehnt.

ArbeUsbeglttn in Stuttgart.

Stuttgart, 6. September. (Eigene Drahttnel- intna.) Der endgültige AbbrnchdesGene- ralstreiks ist gestern van dec erdrückenden Mehrheit der BetrM>sräteversammluugbeschlos- sen worden. In den Daimler-Motor- werken gebt die Bewegung In Form von Tetl- stteiks weiter, da sich die Arbeiter der Deretn- bc rang nicht angeschlossen haben.

Kfmbahner und Minister.

Ein befristetes Ultimatum.

(Privat-T eteaianun.)

Berlin, 6. September.

Am gestrigen Sonntag haben weitere acht Be­triebsräte der Eisrnbahnbirettion Berlin sich g e - gen bcn Erlaß bes Reichsverkehrs- mivisters Gröner ausgesprochen, dessen Rücknahme unter Androhung der Arbeitsnieder- lrgung innerhalb acht Tagen verlangt wurde. Die Richtbefolgung dös Erlasse- wurde in allen Betriebsräteversammlungen te- kchloffe». Heute werden die Bettiebsräte der Eisenbahnwerkstätte in Berlin zu ber Angelegen­heit Stellung nehmen. Inzwischen sind gestern wieder in Eberswalde, Birkenwerder und Ber­nau Munitionstransporte für die ! Reichswehr eigenmächtig von den Eisen-