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Somocktend, 4. Nqüuubei NA.

Kaffsler Neueste Nachrichte»

G

KL Jahrgang. Sh. 201

schieden behänd ekn st Der dscksche Wr- berfer Wirtz bsmmich unter der Herrschaft der Bolschewisten mit de« chinesischen KuLs aus ei­ne Stufe gestellt.

Das also kst daS Paradies der Arbeiter unte> dem Sowjet-Regime. Und i« solche Anstände wollten die denHhen Radikalen anck die denchch^ BoVSwirHcha-st und die deutschen Arbeiter stür- z sn. Ja. es gM auch jetzt noch, geführt von Däumig nutz Stöcker, eine große Gruppe imrnHaD der Unabhängigen, die trotz allem itfn Fuß fall vor Moskau yu machen bereit sind und unter die Knute der HÄschrwistischeu BcMngUge" sich beugen wallen. Es ist eine Schmach für den ehrlichen Stammt der deutschen Arbeit und des deutschen Arbeiters, daß denttche Volksgenossen es sind, die, lediglich um ihrer demagogischen «*> vielfach pensönlichen ehrgeizigen Ziele willen, die deutschen Arbenter einem erbärmlichen Da- fein ui. der unwürdigsten Knechtseligkeit unter­werfe« wollen, welche die Welt je erlebt hat.

Referate der Moskarr-Delegierten.

Ans der Sitzung der Neichskonferenz der Un- aÄhängigen beendete am Mittwoch Crispren fein Refevat über den Verlmsf des Moskau« Kongresses. Er tarn zu folgendem Resultat: .Wer die Bringungen der dritten Jnternatio-- male annchrne, der müsse sich die Taktik der dert- schen Kommunisten zu eigen machen. Wo­hin das Dhron könne, der möge das daran er­messen, daß in Deutschland von den Konmru ni­sten jetzt Propaganda für den Krieg gegen Frankreich entfaltet wird. Die Mos- tatter JNternationate ist keine Interna­tionale. Mit Ausnahme dar scharf kritisierten itaNomschen Partei m-d der flandiwaÄi'cheu Par­teien gehörten ihr nur Nein« verschwindende Gruppen an. Lenin lebe in dem falschen Wahn, von Rußland aus die Weltrevovrtron betreiben M lüntren. Dieser falschen Anffefsrma müsse sri- geg-nyeteeten werden." Das Korrefcvtt hielt Däumig. Er gab zu, daß in der dritten In­ternationale eine Meinungsfreiheit im alten demvkraWchen S»:ne nicht herrschen kölme. Aber alle ihre Thesen seien von marxisti­schem Geiste getragen. Mr ihn gebe es nur das Bekenntnis Mk Internationale, der en Borans- setzung natürlich das Bekennmis zur Diktatur des Proletariats fei. Ws Dritter sprach Ditt­man«. Auf dem Weg« der russischen Bolsche­wisten lasse sich kein KarmmMisrnns aufbauen. Er lohne es ab, ans Der Partei eine Sekte zu machen. Als letzter referierte S t ö ck e r, der hef­tige Kritik an der .Freiheit", der .Leipziger DoWstzeitirng" und einem Teil der Parteipressc übte itnh die russsischen Kommunisten in Schutz nahm. Er schloß mit dem Hinweis, daß wir sehr bald vor entscheidenden Käinpfen stehen worden, und daß der Zusammenfchssutz ht der dritten Internationale wichtiger sei als nnbe- qnente BedinyrMgeu.

Hie frste 1920.

Verspätete Mliefernng des Brotgetreides.

Se6er dir ernte dieses Jahres nnb die allgemein serfitsUete Abllefern---i »r« Brotgetreides wird nns von fmhdrrftSnriger Seite gefthrteben.

Dis Mbliefsrmrg des Brotgetreides im Jahre 1930 ist bisher außer ordentlich schlecht gewesen. Das ist äbSr, wie wir von znsMMger Stelle erfahren, nicht auff de« böse« Wille« der Land­wirte Mrückznfirhren. Einmal hat der Roggen «licht den Ertrag gehabt, den man wegen seines (rtrten Standes tm Frühjahr erwartet hatte. Er blieb auch erheblich gegen die Erträge der berflmeaetoen Fahre zurück. Der frühe Begin« des Wachstums hat üppiges Stroh gebracht, die Körnerbikdrmg hat aber anscheinend darun­ter «Äitten. Iw Jähre 1917, wo das Wachs­tum erst im Mat begann, war zwar die Stroh- errtte gering, die Körnerbilduug aber ausgezeich­net. Die Roggenentte wird daher kaum eine gut» tt Mitte lernte fein. Die wagen des Wetters erfolgte späte Bestellung des vorigen Jahres und dir mangelnde Düngung haben natürlich auf de» Erwog der Ernte ebenfalls stark eingc- teerA.

D»M kommt, daß die Landwirte in diesem Jahr noch nicht Zeit gefunden haben, den Rog­

gen $n dreschen Die frühe Vegetation brachte es mit sich, daß alle Getreidearten fast gleichzei­tig reif wurde«. Ehe der Roggen eingefahren werden konnte, mußten schon der Weizen und selbst der Hafer gemäht werden, weil sie sonst überreif geworden und die Körner ausgefallen wären.» Während in anderen Jahve« die Land­wirte die kurze Pause zwischen der Roggm- itmS> der folgenden Körnerorrtte benLktzen konn­te«, um wenigstens einen Teil ter Roggenei «te zu dreschen, und so früh Brotgetreide auf den Markt zu bringen, mußten sie irr diesem Jahre ohne Pause mähen und einsahren.

Es ist anzunehmen und zu wünsche«, daß die Landwirte die jetzige Regenperiiote benutzen, um ihren Roggen $w dreschen, denn wenn die Ernte der Hackfrüchte (Kartoffeln und Rübe«) angefan» ö?n hat, beginnt gleich die Zeit der Neubestel­lung ttrtb dann wird vor der Mitte des Novem­ber ein Ausdreschen nicht mehr möglich sein. Es ist aber unbedingt erforderlich, daß bald frischer Roggen auf den Markt kommt, damit das Brot in den Großstädten und besonders in den Fndustriebezirken, von deren Arbeit jetzt Deutsch, lantzs Wohl abhÄigt. endlich besser wird.

ErmihruWs-ArrOchLerr.

Dr. He'm sicher Prc snbbnu.

In der Sitzung der bayerischen Landeebaurrn' kammer, die an einem der letz'-en Täte stattfand, gab der Vorsitzende Dr. Heim- Regensburg er- 11 en Ueb erblick über den Stand und dz« A u s - sicht en der Volkser nährung, ter kein besonders erfreuliches Bild bot. Dr. Heim er­klärte unter anderem, die Getreideernte sei zwar nicht glänzend, aber befriedigend. Die Hoffnungen ter Konsumenten seien in mehrfa­cher Hinsicht unerfüllbar Mit keinem Wort se> noch so viel Mißbrauch getrieben worden, als nut dem Wort Preisabbau. Es sei ein Ver­brechen, die Hoffnung zn erwecken, als ob ein Preisabau möglich wäre zu einer Zeit, da das Tauschmittel Geld im Werte immer mchr sinke.

Große Hoffnungen knüpften sich an die Freigabe der Viehwirtschaft am 1- Oktober Neunzig vom Hmrdert der Landwirte hätten die Freigabe ersehnt. Nichtsdestowen'ger halte er es für notwendig, daraus hiuMweifen. daß sich die Hoffnungen der Konsument^ und Produzenten nicht restlos erfüllen würden. Heute schon sei eine Zurückhaltung von Vieh festM- siellen. Vom 1. Oktober an Wörbe der Preis für Vieh kolossal i« die Höhe gehen. In Bayern werde eine gewaltige Abwanderung vo, Vkeh mrck dem Norde« emtretert. Der schran­kenlosen Abwanderung müsse durch ein gemein­sames Vorgehen der Konsumenten und Produ­zenten ein Riegel vorgeschoben werden. Bei ten Kartoffel« werden sich die gleichen Erscher- mmgen in der Preisgestaltung und in der Ab- wcmderung zeigen Wie heim Vieh. Am trübsten sieht Dr. Heim die KnAge Mrkchversor- g u n g an, da die Landwirtschaft nichts für ei­nen Ausgleich tuin könne. Die Maul- und Klauenseuche habe ht di-eser Richtung ehtc ver- teemvte Wirkung. Dazu komme das Fehlen der Futtermittel; solange ein Zentner auslän­disches Futtermittel das Doppele koste als ein Zentner Weizen, könne man den Bauern den Bezug der ausländische« Futtermittel «ächt zu­mute« Bayern wird im nächsten Frühjahr kaum noch ein Stück AroeitSvich haben. Entweder, so sagte Dr. Heim, gehe« wir dann der Anar­chie oder einer neue« Zwangs wirt- schäft entarten-

Die AusWhrungen Dr Heims wurden mit Zu­stimmung aufgenommen. Im weiteren Verlaus ihrer Tagung machte die Laudesbauernkannner eingehende Vorschlaye zew Vorbereitung eines Preisabbaues tttüb erhob Einspruch argen die geplante Einbeziehung der landwiri- schastlichen Arbeitnehmer in die Bauernkammer.

Besveechttngen in Berlin.

Berlins 3. September. (Drahtmeldung.' Aus der Konferenz der deutschen ErnahruNgS- ntirofter, die am Mittwoch hier stattfand, stattete Dr. Hermes Bericht über die Konferenz in Lon­

don, die voraussichtlich m den nächsten Tagen in Italien ihre Fortsetzung finden wird, ab. Bai dem Abba« der Zwangswirtschaft müsse unter allen Umständen ein gemeinsames Vorgehen der Länder und des Reiches erzieht totrbeu. Bisher fei e5 gelung! n, die Einheitlich­keit aufrechtzuerhalten. Der Minister eröffnete sodann die Debatte über die einzelnen Punkte der Tagesordnung und zwar über die F r e i g a- be der Fleischwirtschaft und die Berett- siellung einer Reserve an AnslaudSfleisch, die stets so groß gehalten fein soll, daß eine Wochen - ration für längere Zeit sichergestellt ist. Gegen­wärtig sind 55 000 Tonnen Fleisch vorrätig. Der Bestand soll dauernd auf 30000 Tonnen gehal­ten werden, fo daß 16 Millionen Versorgungs­berechtigte drei Monate lang nut 125 Gramm wöckMrtlich versorgt werden können. Es w.üne anerkannt werden, daß die Broigeirrcidegc-stel- lnng tn den letzten Tagen eine Besserung er fahren habe, wenn sie auch nicht ausreicht, um die Brotration in genügendem Maße sicherzu­stellen. Er hoffe, daß die bessere Ablieferung an Brotgetreide unter der tätigen Mitwirkung der landwirtschaftlichen Organisationen noch wci-.er anbalten werde, auch auf dem Gebiete der Preis- bikdMg Müßten die landwirtschaftlichen Organi- fatioiten mitanrten. Der Reichsminister gab die Erklärung ab, daß er die Verawworw.ug nicht übernehmen könne, die Freigabe des Schlacht­viehes ohne Sicherung einer Flerschreserve vor- znschl-tacn. Auch die Sicherung der Brotration, die zur Stelle sein soll, wenn die Fleischbewirt- schaftung cmfgegeben werde, sei absolut nowcn- dig M die Sicherung der Versorgung.

Die AbUpferung des BroLgetreidss.

Karlsruhe, 3. September. (Eigene Draht- melbunfl.) Nach Mitteilung des Ministeriums für Ernährung und Landwirtschaft ist die Ablie- ferimm von Brotgetreide im Reich aus der ieuen Ernte an die R-eichsoetreibestelle bis jetzt durch­aus unbefriedigend. (Das sieht im Widerspruch mit den Mitteilungen des Mini­sters Hermes, die wir schon mit geteilt hab en.) In der amtlichen Pressenotiz wird darauf hinge- wies-en, daß die gesamte B-roboerforgung der Äe- dölkerung im späteren Verlauf des Jahres als gefährdet angesehen werden muffe, wenn die Ablieferung nicht erheblich verstärkt Wird

Bas Frkd«MiAr.

Was Deutschland höchstens zahlen kann.

(Vrivat-T eleaiamm.)

Berlin, 3. Sptember.

Der englische Professor Keynes, der durch seine vernichtende Kritik des Frie­de nsvertrages von Versailles Weltruf ge­wonnen Hai. erWrte jetzt in einem; Aussatz in einer NeLvyorker Zeitschrift daß er heute Nichts von dem, was er damals sagte, zurücknehmen wrrde. Er berichtet dann aufs neue unter An­führung eines unwiderleglichen Zah­lenmaterials, daß von Deutschland kerne größere Zahilnug als von vierzig Milliarden GoldinaÄ, oder zw ei Milliarden G old- mark jährlich, erwartet werden könne. Er iügf noch hinzu, daß er unter allen gegenwär­tigen Umständen glaube, daß Deutschland noch n t ch t (tomdE soviel bezahlen könne. (Damit hat der Engländer das Richtige getroffen. Red.)

Belgien und FrsEeich.

Unterhandlungen über ein Waffe«-«dnis.

(Privat-Telegranmn.)

Haag, 3. September.

Der diplomatisch; Mitarbeiter eines Lon­doner Blattes teilt Mit, daß die Militär- artilel der belgisch-franzöfffchen Wlianz jetzt sirtiMestellt worden sind und daß nunmehr die politische« Artikel bchandclt werden solleiu Der belgische Anspruch bezüglich Limburgs

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und der Scheldtemündung Hollarch gegen- über, fall von dieser Verpftichtung Mit umfaßt werd««. Betaten hm die MttüärLonvc ultan vog der französische!« Zusage zur diplvMatis.chen Uu- tcrstütznng abhängig gemacht Die MMtärEon- vention besagt, daß Belgien künftig eine Armee von hunderttauf-ind Manu ins Feld stellt. Frank­reich seinerseits foll sich verpflichten, eine Arnuc zu unterhalten die bei Kriegsausbruch Belgien zu Hilfe gesandt werden kann, die auch gleichzeitig mit der belgischen Arm« (ine Truppe bildet, die ihre Befehle von der» lranzösischen OberbefMAhabern erhält.

Neues aus KMel.

Dakerländischs Gedenkferern.

Die Deutschnationalen in der Stadthalle.

Den Tagen von Sedan und Tannenberg war die gestrige vaterländisch; Gedentfeier oes Deutschnattonalen Vollsvereins tm aus vertäu ?- titn großen Saale der Strdthalle geweiht. Wart- pflanzen, Lorbsevbäums und schwarz-weiß-rotes FtagLtenuich schmücktw das Podium. Feierliche OrgeWänge lieiteten die Feier ein. Stehen^ sang die Versammilung das alte Trutzlied Luchers: Ein feste Burg ist unser Gott ...!* Dann sprach Major Kühne. Er betonte, daß die Feier hu Zcichem ernsten Gedenkens u.co der Trauer über nufer uugilücklücktes Vaterland stehen fall. Tas Schwerste ist, daß wir das GeLüttMis an Er­rungenschaften, wie sie tun anderes Volk auf­zuweisen hat, in Zeiten tiesster Schmach und Er- niedrigMvg begehen müssen und obendrein in dem Vewußtssin: D.rs deutsche Doll ist an dem Unglück in diesem Umfange selbst schuld und versteht nicht, fein Unglück mit Würde zu tragen, wett ihm die national» Ehre abhanden gelorn- ntoit ist. Dann folgte ein Vorspruch von Kar! EbHardt, dem Held der StaMirheu Schau­spiele, maMg, Herz und Gewissen rührend, zum Vortrag gebracht. Seine Kollegin von der Oper, Fran Alice Tanner-Wüusch, sang Schu­mann und Strauß Ihr Gatte, Kapellmeister Dr. Tanner, begleitete am Flügel. Und tote« ter remitierte Kar! Ebhardt. Prachtvoll gelang ihm vor allem derChoral von Leuchen". Die DoÄsänger Eck, Müller, Schröder und Wttkr vom Kasseler Lehrergefangvesein stellte.» Beethiovens Hymne an die Nacht an die Spitze ihrer wvMmgsvollen gesanglichen Darbietangen d'bgeordneter Dr. Ritter

dickt darr» die Festansprache Er stellte Taruien- terg in feiner Größe und Bedeutung über Se­ien. Beide Tage ober haben eines gemeinsam: Einmal war daS ganze deutsche Völl einig! Wir brauchen solche Tage, um uns einzuprägen was heißt, rin einiges Volk zu sein, uns cmszu- rirttckn, daß wir Nicht in der Erniedrigung stek- ken bleiben Unser Gut ist uns genMnm-n, unn dürfen wir nicht auch die deutsche Seele ver­lieren. Kein DE kann beben, wenn es seine Seele vergißt In dieverfluchten" Großstädte gepreßt, wurden wir zn Heimat-, glaubens- und feenÄienlofen Massen, der Krieg wurde von der Heimat als Häridlerkckeg aufgefasft und die Schützengrabenkrieger, die tu die Heimat kamen, trauerten darüber, daß man dort Nicht wüßte, warum draußen gekämpft und gelitten wurde. Ein Volk wird nur groß dnrch Leiden und Not. Die Not kommt, die Leiden kommen für alle! Immer noch wird aber dem goldenen Kalb nach­gerannt obgleich es seit dein 9. November 1918 im Dumpfe versunken ist. Im Kampfe gegen alles Faule und Mvrfche muß der schwerste Sieg crrnngen werde«: Der Sieg über uns selbst! Wir müssen wieder zu einer wahren Volksge­meinschaft der Deutschen kommen, die den starken, unbändigen Willen zur Freiheit hm. Der Ruf nach Freiheit muß gWhend weiden, bis sich wieder die KönigS-StaNdorte über dem freien deutschen Vaterlande erhebt Den Nest des Mbenlds füllten Gesangs- und Dorttagsdar» bl-tau gen der erwähnten Kräfte ans. Tas Lied der Deittschen gab du .Kundgebung, die diese Fettr dcrefjvlllre, den Abschluß. -im.

Bei den alten Kriegern.

Zur gleichen Zeit hatten im Gvgl. Vere.ns- haus die Kasseler Veteranen- und Kri-r-

M unsere Frauen

Sei »ichtwetterwendisch" l

DaS iss eine Mahnung, deren Beherztalmg Mm nur jede-musM aufs beste empfchle» kann. I« c<mst besonderen aber möchte sie sich an die EÄsvn lted «u alle diejenigen, die mit Lindern in Berührung kommen, richten. Launenhaftigkeit ist schon an und für sich nichts Schönes, Kin- besu gegeustber aber tat« sie viel Unheil anrich- teit und die fchLimmsten Folgen zeitigen. Nichts ist *» Beispiel für ein Kind schwerer zu er- tDWm, ctt- wenn etwa der Vater es an dem einen Tag nach beendster Arbeitszeit heimkeh­rend fröhlich herzt, am nächsten Tag aber das ihm lachend entgegenfpringend e Kind mürrisch drijrite schiebt. Mag sein, daß der Vetter letz­tens int, wM er tm Geschäft oder sonstwie Steifet hätte; aber das weiß das Kind doch nicht, imh vor allem können wir es 1hx6 nicht dafür büß sn lasse». B-stafticher Aerger bleibe, wo er htaigLhärt, in fein Heim, in den Fmnilien- fteU, Lasse man bat Störenfried nicht gelangen' Und weitet: Wie nachteilig muß es «tf das KindergemÄt Wicken, wenn es da, wo es eben «och großi-e ZärtlichLett empfing, auf einmal rücksichtslos (jawohl: rücksichtslos! Oder heißt es titeEfeW Rücksicht auf das Kind nehmen, wen» wir den Aerger, den andre uns zufiigten, ihm «mtgÄten lassen?) abgewiese« wird. Wie leicht ist dem Lebebedürftigem Ätaderherz eine Wunde suneftigt, deren Schmerz der Erwachsene nicht «»chftWen tarn. -Ja, und wenn man auch vieSckcht in wLter Erkennttlis de« begangenem Fshberz das Ktad nett doppelter Liebe umgibst ei« Stachel ist doch bei ihm zurückgeblieben r der Stachel bei Mißtrauens, und das läßt sich nicht Widder gutmachml. Wie soll aber auch das Kind dyCTofterfeft werden, wenn wir selbst haltlos hin- «ch herschwanken? Heute stöhlpl> mit ihm spicken und ihm traickich erzälchta und morgen «ns irgmchwckcher Laune unfreundlich sagen: JBn$ «Och fet Rrcheft Wir müssen dem Kind

auch einmal ein Opfer bringen können. Das ist es wohl wert. C. Hg.

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Mittel gegen Flecke«.

Don Kaffee: Glyzerin und Nachwaschcn mit lauwarmem Wasser. Wzarintinte: Verdünn­te Wrinsteimsäurc; je älter der Fleck, desto stärker die Lösung. Vorher prüfen, ob die Farbe des Stoffes es gestattet; bet Seide Aether oder Ben­zin. Gallustinte und Rost: Einige Tropfen von einer Talgkerze auf den Fleck, dann Auswa­schen mit einer Lösmrg von Phosphorsaurem Natton in heißem Wasser; bei Seide keine Hülse. Stockflecke: Bei Wolle«- «nd Baumwollenzeug Seifenwasser mit etwas Potta fchezufatz; bei Lei-- non verdünntes Chlorwasser, dann nachspülen. Stearin: iH.br eiben mit stackem Weingeist. Ockfarben, Firnis, Hcrrz: Gereinigtes Terpen- ttnA, Benzin, nemrziggrcidlger Spiritus; daun Seife. Teer und so weiter: Benzin, dann mit stack verdünnter Salzsäure und später mit Sei­fenwasser nachwaschen. Obst, Rotwein, rote Tinte, Pflanzenfarben, Gerbstoffe von Leder, Rritncn Nußschalen, Dee, Kaffee nnb so weiter: Bei Leinen ^hwefeLdampf, heißes Chlorwasser, RtadertaLg mit grüner Seife, Weichlauge^ starke Lösung von SBetafteinfiSacne; bei Baumwolle, Wolle und Seide laues Serfenwaffer oder ver­dünnter Salmiakgeist Flecke von Gerbstoffen ausgenommen, gegen letztere je nach ZackheA des Stoffes und Färbe, mehr oder weniger ver­dünntes heißes Chlorwasser tropfenweise auf den angeuÄßten Fleck, dann mit Wasser nach- ft'ülien. Fettflecken aus Papier, auch veraltet: Benzol-Magnefla aufschütten, mit dem Finger au-reibcn, dann abflopfem; aus Zeng: Benzin,

Praktische Winke.

SonntagSsuppe.

Eine Helle Mehlschwitze ans 75 Gramm Maismehl und etwas Mar-garine wird mtt V< Liter Wasser und % Liter Magermilch glatt ge­rührt. Em halber Kopf Blunrenkochl mutz etwas in Wasser weich kochen, wird dann durch ein Sieb gestrichen und zu der Suppe gegeben. Sie wir» mit M'Ertnus, gehackter PckWsilte und

SnppenwürHe abgeschmeckt und mit eurem Ei­gelb abgezogen.

Pflaumensuppc mit Wasserspatzen.

Man kocht eine siche PftEmensuppe, die man. mit einem Eßlöffel Mehl bindet. Darauf bereu -et man den SPahenteig aus einem Pfund Mehl, etwas Salz, einem ViertsAiter Milch und einem Ei. Man muß den Teig solange rühre«, bis er Blasen wirft. Dann sticht man mit einem rn kochendes Wasser getauchten Lössel Klöße aus und läßt sie eine Viertelstunde lang kochen. Dte Pflaumensuppe wird darüber gegossen

Falsche Bratwurst.

Man kocht ein halbes Pfand Reis in einem Liter Wasser mtt zwei Brühwürfeln weich, ^r- zwischen wird in etwas Fett eine feingeschntt- tewe Zwiebel gedüustei; dann läßt man dann einen Löffel Mehl schwitze« und füllt etwas Was­ser nach, daß eine dickflüssige Masse entsteht, dre man mit etwas Maggi verrührt. Darauf kommt alles Nl dem Reis, den man mit Salz und ein wenig Pfeffer abschmeckt. Man hat sich vom SchlÄhter einen Darm besorgt, den mmr gründ­lich reinigt und dann mit der Masse fiUli. An böidsn Seiten wird er fest geschloffen und dann in heißem Fett gebraten.

Gebackene Sagospeise.

Ein viertel Pfund Sago Wb sauber gewa­schen und nachdem er ansgetrocknet ist, trc eine vorher anSgefetteie Auflaufform geschüttet. Darm rührt man drei EMflel Zucker mft ttnem Mdot- ier fchauimig, fügt einen halben Liter heiße Much unter ständigM Whren dazu, würzt mtt etnan Eßlöffel Zitronensaft und Sah, gibt dvei Eß­löffel eingeweichte Rosinen und den EierschMe dazu und schüttet die Schairmmasse über dte Sa- gokörnvr. Dann läßt nut das Gericht andert­halb Stunden im heißen Ofen backen und gibt :g mit aefdmorten Fvüchrs!« oder Fruchtfast yt Tisch.

Gerstenplumpsack. <

Man läßt in einem halben Lfter Wasser ein halbes Pfund Gerstengrütze unter stämbigem Rühren aufkochen, salzt inti> stellt dann den Topf «och 2 Stunden lang in dte Kochkiste. Ist die

Grütze genügend aufgeguollen,kommt sie wieder auf mäßiges Feuer. Damr schüttet man 40 Gramm Korinthen hinein nnb läßt die Grütze fertig kochen. Inzwischen hat man einige Aepfel geschält, in Scheibe« geschninen Uno reichlich in Zucker ziehen lassen. Die Aepfel kommen bann in die heiße, kochende Grütze, doch dürfen sie nicht mehr mitkochen, sondern nur noch ifl Mi­nuten darin ziehen. Dte Grütze wirb mit Obst- faft gegessen.

KmttschMchläuche zu repariere«.

Gegen das Sprödwerben .der Kautschuk- schläuche ist es vor allem wichtig, die Schläuche an einem Orte aufzaubewachren, bet keinen gro- pen Temperatur-S chwauchrngen unterworfen ist Kleinere Löcher werden mtt Trtcpemtinöl um­strichen und mit einem Stück erweichter Gutta­percha, WÄche-s man tn$t entern heißen Eiftu glatt streicht, verschlossen. Bei einiger Uebmtg man die Rchaaotur en den Schlauchen fMst sehr hübsch ausführen und die Zeit der Braüchbackett derselben wqfenttich verlängern.

Marmor z« reinigen.

Marmor reinigt man am rascheste« und leich­testen, indem man zunächst Petroleum auf die Ptatte gießt, dies einige Zett darauf stehen läßt, dann nichtig mittels eines wollenen Lap­pens reibt, bis alle Nnreurkichktti entfernt ta. hierauf seift man die Platt« ziemlich trocken ein und reibt so lange mtt eineto tauberen Wvlllap- pen, bis der Marmor trocken und Wie ein Spie­gel tzWuzeud ist.

Ratt« zn vertilge«.

Ms Mittet gegen Ratten wird das Lege« vom Leingsschäitener Baldrianwnrzel empfohlen. Das fall oemrqen, die Ratte« von dm betteffen- ixy Räumen fernzuhalten. Umgekehrt soll die Wurzel und fesbst bfe Pflanze bi Eigenschaft haben, durch ihren Geruch die Katzen anNrzie- heu, fo daß ihre Antomdung in bbiget Be- ziehuny von doppelte- Wirkfamckeit ist. Da nun nichts leichter ist, alS sich die Wurzel anjufeiafe feu, weil sie in jedem Mater uttwarsngeichiftt zu haben ist, so ÄüLfte >.>S sich für solche, di« unter der Rattenplage zu leiden habe«, lcchnvn, eineu Boesuch mtt dem bstreffsws« Mittel ru machen.