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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

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Nummer 199.

Fernsvrecker 951 und 951

Sonntag, 29. August 1920

Fernsprecher 951 mrd 951

10. Jahrgang.

Sn ObeMeflen kehrt Ruhe ein.

Geht Whig nach Haus.

Das Ende der Minsker Komödie.

In Minsk fand die Vorstellung statt. Bol-- schswisten lMÄ Polen wc-.ren die Darsteller, das PiMrkum der Welt saß in Spannung im Par­terre. Nun hat die Komödie geendet und die politischen Künstler, denen die Ausgabe zugefal- len war Friedensengel zu mimen, ließen den Vorhang fallen. Die leisen Schalmeienklange des Vorspiel sind verhallt und an ihre Stelle trat VerstäMes Dröhnen der Kanonen. Es war ein eigen Ding um diese Friedens-VechauLlungen, sie entstanden aus Hinterhältigkeit und mußten in HrnterhAt'igkeit zusammenbrechett. Für uns, die wir in f.-ster Neutralität den blutigen Ereig- raffen beobachtend folgen, stellt der Wb euch d :r Theater-Vorstellung im Verhandlungssaale in Minslk keinerlei Ueberraschung dar Durch das lose Gewebe diplomatischer Verhandlungen grinste die Fratze der Verlogenheit und Unehr­lichkeit, die von beiden Seiten mit Giser und Umsicht gepflegt wurden, und die wirklichen Ab­sichten dieser FriedenSunterbLndler waren lange schon allen Einsichtigen klar. Die Komödie begann mit den nicht funktionierenden Fnnkenftativnen. sie endete mit den gpoenseitiyen Vorwürfen der Unaufrichtigkeit und Täuschung. Nun sind die teilen FrtedensMnge verhallt, und die De- keaierten der Polen sind nach Warschau Mrück- gekchrt.

?Säre die Welt durch die fnrchlbar-m Ereig- uiffe des Weltkrieges nicht völlig abgestumpft, hätte sie nicht verlernt, politischen Ereignissen mit Anter esse zu folgen, dann würde der Abbruch der Verhandlungen in Minsk unzweifelhast eine Würdigamg gefunden Haiden, die diesem Ereignis zukommt. Denn -rimraNd orrmag zn sagen, wie sich nunmehr der Fortgang der Wirrnisse Im Osten gestalten wird, und welche Erschütterungen er nicht nur Europa, sondern auch der ganzen Welt bringt. Das GauDelspicl mit dem Frie­densgedanken ist vorläufig beendet, ob an seiner Stelle in absehbarer Zeit ehrliche Verhandlungen beginnon werden, vermag man nicht $u sagen. Der bisherige Gang der Ereignisse hat gelehrt, daß je nach dem Stande der Schlachten bald in Rußland, bald in Polen Verhandln ngsmöglich- kt.it en erörtert wurden. Heute, wo die BoWche- tristen-Herre in arger Bedrängnis rückwärts ziehen, ist die Frickeustteigung in Moskau stark anSgepräat vorhanden. Uebermorgen wird vtel- leicki die Reihe wieder anWarschau sein. »Bald ' so, bald so. wre's trefft* und je nachdem die Würfel tim Lärm der Schlachten fallen.

Wie sich aber die Zukunft in den Kämpfen der Kriegführenden malt, ahnt m.m, wenn man sich auf der einen Seite den bis zum Wahnsinn gestei­gerten Ehrgeiz der Polen, auf der anderen die wirren Pläne der Bolschewisten und deren Träume von Welt-Eroberung Kar macht. Woher soll da der Friede kommen, woher der Ausgleich ungeheuerer nationaler Gegensätze? Der Hexen­kessel im Osten wird also weiterhin tn Siedeglur stehen, solange, bis nicht eine der Parteien völlig t-erschlagen rän Boden liegt. Daß England, Ita­lien mrd nicht zuletzt auch Amerika ihre Gunst sichtbarlich für alle Welt den Polen zugewendet, hat in die Lage eine Berschärfmm gebracht, die fr-um noch stärker werden kann Ter »Verstoß gegen Treu und Glauben*, über den sich Llovd George so sehr tn Lttzern erhitzte, war zweifel­los ein« geschickt gewählte Phrase, die den Um­schwung der Gefühle dieses" politischen Kuhhänd« lerS verschleiern sollte. Auf sie ist nicht nur Ita­lien, sondern auch Amerika bereingefallen, das sich nach den Grundsätzen Wilsouffcher Gerechtig­keit (die wir Detrtsche fa zu spüren bekommens plötzlich seiner Mission, »über die Kleinen und Geknechtewn zn wachen und dem Recht eint Gasse «t Hähnen* entsinnt. Das war'n die Er- eignUe, die das KomödienspiÄ in L-insk dem verdienten Schlüsse zusWrten, das V.vren aber auch die Ereianisse. die eine neue Ti 'e in den Gang der Ost-V oraänge brachten, ie Polen Mtzten und die Franzosen über ihren Cieg in ein Ti in mpb-Eteheul ausbrechen ließen.

In Moskau herrscht DeKsmnn'nq. Man sieht ias über den Schlachtfeldern w.rfsicnnmende Mene Tekel und stbeint sich darüber klar geworden zn fein, daß die Entente zum wuchtigen Vernich- tunysschlage gegen den Bolschewismus auZholt Man droht mit dem Kampf bis aufs Messer, man ruft den letzten Mann zu den Waffen. Die Fabriken Petersburgs und Moskaus stellen ruhen, all« Arbeiter sollen zum Kampfe gegen die polnischen Diebe und gegen die Westmächte ptsanrmerrtreten. Trotzkv wütet geradezu in Be­geisterung Mr die Sache des angeblich die Merrschheit unsagbar beMckenden Bolschewis­mus. Urtb diese bis zur höchsten Grenze dos Famatvsrmts gesteigert« Werbung ist, wie die Din« liegen, nickst ganz unnötig. Denn um die Sacke der roten A nnee stekst es gegenwärtig nicht «ut Dasstr torechen die schweren Verluste, dafür sprechen auch die ungeheuren Ziffern der auf neu­trales Gebiet Ueberyetrchsn.m. Deutschland er­wachsen durch den Z-utairf dieser ungebetenen Küste Schwierigkeiten der verjMedenstr» 9trt

Schwierigkeiten vokitrschu und sanitärer Natur. Es erscheint als eine unabweisbare Pflicht, die Massen der Bolschewisten schleunigst in Lagern dos Jnnenlandes unterzudringen und zu verhü­ten, daß sie sich nicht zu einer Landplage itnlb Gefahr für die Bewohn-r unserer Ostprovinzen auswachsen. Stmmnipst Trotzky neue Bataillon, ans der Erde, dann wird die Welt das wilde Riu- ren zwischen Westdemokratien und Bolschewis­mus sehen, das dann voraussichtlich bis zur Ent­scheidung geführt werden wird. Daß mau die­sen EriMampf aus beiden Seiten für unver­meidbar hält, scheint der Schluß der Kourödie in Minsk anzudeuten. **

State in Lberschlestenk

Die Eingriffe der Alliierte«.

(Drtv at-T elearanrm.)

Bcuth en, 28. August.

Am Iyliche« Oberschlesien kehrt dank der jetzigen Eingriffe der interalliierten Truppen Ruhe ein. Bon Bandenausschreitungen liegen beute keinerlei Meldungen vor. Dagegen vor- schärst sich die Lage in den westlichen Kreisen Oppeln und Erotzstrelttz. Die arbeit wurde gestern in den! Gruben bis zu neunzig Prozent ausgenommen, sogar auf den radikalsten Grube» bis »u sechzig Prozent. Die Stadtver­ordnet«» von Beutheu beschlossen gestern etu- vimmia die von der interalliierten Kommission angordnete Einrichtung einer Dürgerwchr ans paritätischer Grnndlaae. Allem Anschein nach soll diese paritätische Grundlage die Zusammen- setzuna von fünfzig zu fünfzig zur Folge haben. Tie Bürgerwehr wird drei Woche« fungieren und dann von der Abstimmungspolizei ab gelöst.

Wird die Abstimmung beschleunigt?

Beuchen, 27. August. (Eigene Drahtustl- duug.) Nach Siner Meldung deS oberschLesischen Kuriers ist bte interalliierte Kommission in Op­peln von dem Obersten Rat tn Paris benachrich­tigt worden, DorsckMge betreffend eine schnei» leie Vornahme der Abstimmung zu Machen.

*

Die polnischen Banden verschwinden.

Oppeln, 28. August. (Eigene DrahtmeMmng.) Von maßgebender Sette wird gemeldet: I« Oberschlesien ist bte Lage wesentkich ent­spannt. Dir Arbeit wird von den PoLen in größerem Umfange wieder aufgenomme«. Eine Folge hiervon ist, daß die bewaffnete« polni­schen Insurgenten allmählich von der Straße verschwinden. Besonders im Kreise Tanmowitz ist eine Besferuina der Lage zu melden.

Sie Breslauer Krawalle.

Folgen der «»überlegte« Handlung.

(Eigene Drahtmeldung.)

Breslau, 28. August.

Rach der schon gestern gemeldete» Verwüstung des polnischen Konsulats hat Oberprüfident Zimmer in der Rächt um ein Uhr dem fran­zösischen Konsul die Entschuldigung auS- sprechen müssen. Der Empfang soll äußerst kühl gewesen sein. Der Konsul erklärte, daß die verwüsteten Räume photographiert wer- den und die Bilder nach Paris ge» sandt würden. Er befürchte, daß eS darauf- hin den deutschen Vertretern in Frankreich ähn- lich ergehen könne und rät für sie Vorsicht an. Fm übrigen hat fich der Stellvertretende Reichs­minister des Auswärtigen, Gesandter von R o- senberg, gester» zum französischen Botschaf­ter und zum polnischen Geschäftsträger in Ber­lin begeben und ihnen das Bedauern der deut­sche« Regierung über die Vorfälle ausgesprochen.

Verhaftungen in Breslau.

BreSla«, 28. August (Eigene Drahtrael- dung.) Infolge der Ausschreitungen gegen das französische Konsulat sind in Breslau dreizehn Verhaftungen vorqenommen worden. In einer Anzeige an dir Polizeibehörde beziffert das französische Konsulat den durch die Demolierung angerichtetsr Schaden aus mehr als huw- dertausend Franken und behält sich die Forderung nach Buße vor.

Arrkirndigungen aus Paris.

Berlin, 28. August- Privat - Telegramm.) Der französische Botschafter io Steril« «Hielt

heute nacht den telegraphischen Auftrag seiner Regierung, gegen die völkerrechtswidrige Zer­störung des ftanzösischen Konsulats in Breslau schärfsten Protest im Auswärtigen Amt zu erheben, mit der Ankündigung von Regretz­ansprüchen Frankreichs cm das deut­sch Reich. Der französische Botschafter wird heute mittag hn Auswärtigen Amt vorsprechen, mn bett Auftrag seiner Regierung austzuflihiren.

3m Wogen der Kamvser.

Hebert ritte und Niederlage«.

(Privctt-Triegrauun.)

Königsberg, 28. AuMst.

Die Königsberger Allgemeine Zeitung meldet: Im Bezirk Lyck, hauptsächlich bei,Prosrtzken, sind weitere achthundert Russe« über die Grenze getreten. Bei G e h s e u traten ein DivifionSstad mit -weihmldert Mann, das Oberkommando und Reste der vierten Armee, im Ganzen über drei- tausend Mann über und wurde» entwaffnet. Ter Armeeführer ist General Gat, ein alter za­ristischer Offizier. Bitt dem Uebertrift »och wei­terer russischer Truppenteile ist zu rechne«. BiS Freitag mittag hatte« der Allensteiner Zeitung zufolge über siebzigtansend Russen die ostpreutzischeu Grenzübergänge alS Kriegsge- fanget» passiert. Rach Meldungen aus Jado- pönen hocken die Russen Verstärkunge« er­halten. Große Transporte sind bt Richtung En­ni alkt und Auguswwo befördert worden. Des­gleichen sind 36 Waggon Munition, durch Suwalki gegangen. ZivSMchMnge von der Front find infolge des russischen Gegenangriffes zurückge- kehrt. Die polnische Bevölkerung hat fich bei Su- walki gegen die litauisches Behörde« aufgelehnt. Am Rordflügel sind die Pole» nicht weitet über die Linsie Krajewa-Oflowilsch vorgerückt. Bei Byalistok fanden vorgestern abend heftige Kämpfe statt. Oestlich von Lemberg mW am Westufer deS Bug wird gekämpft.

Eine ruffische Rote.

Berlin, 28. August. (Eigene DrcchtmeDrm^) Die Sowjetregierung richtete durch den Berliner Sowjetvertreter KoPP eine Rote an die deutsche Regierung tn der grawe der Inter- nierung der Russen. Die Rote lehnt unter anderem eine Einmischung der Entente bt der Frage der Internierung oder Rücksendung der GefÄlgene« db und stellt über die Berpfle« gumg der Gefangene« Vorfchlüge der Svwjetrsgtevwng tu Aussicht.

Andauem Des Mckzugs.

Wilde Gerüchte über die Kriegslage.

(Eigene Drahtmekdung.)

Königsberg, 28. AugtO.

Neber die Kriegslage schwirre« an der deut­schen Grenze wie in Suwalki die unglaublich­sten Gerüchte nm. «Le derartige« Grenzgerüchte sind mit größter Borficht auszunehmeu. Sicher ist, daß der russische Rückmarsch über Angustowo fortschreitet. Im Rücken der russische« Truppen» erheben fich die polnische« Bauern, die bat Uebertrift russischer Truppen auf deutsches Gebiet verhindern wollen. Die jü­dische Bevölkerung flieht heimatlos vor den Po- len im Lande umher. Neber all berichtet mau von entsetzlichen Greneltate«, die die Pole« beim Rückzug begangen haben sollen. Die Zahl der Hingeschlachteten soll nach Tausacke« zählen. (?) Eindwandfreies Material war bis­her nicht M «lange«. I« Suroalfi find Gerüchte im Gmrge, worin von dem Ende der polni- scheu Offensive die Rede ist. Im Pe­tersburger Sowjet beleuchtete Simon», witsch eingehend die veränderte Kriegslage und betonte, bet Umschlag vor Warschaus Toren ver­lange erhöhte KriegSaustrengmrgen. Petersburg und Moskau würde« helfe«. Die Gegen­offensive stehe unmittelbar bevor»

Reuer Polen-Erfolg?

Warschau, 28. «uyttfl (Prsturttefagtemtm.) Die poknffchen Truppen Hub« einen neuen Er- fofa m der Gegend des Dnjepr und des ftn- ken Uf?vs des Bug errungen. T« bolfchebvisti- fche« Truppen, dte das rechte Ufer deS Dmjepr erreicht hatten, wurden dte» den Poten zu- rückgeworfe«. Hierbei ergab sich ritte bol- fchewMfche Brigade von viertaufand Wann.

Bolschewisten-Land.

Ei«e Schilderung rnsfischer Verhältnisse.

Sn der letzt«».?«» hat inetutf<»l««u» Me®e»«H< See« ben ruffifthcn ®el|<6«»t<mu» in» D»rder> ernnb deSJntereff«« gestanden,»-« d«v d«d«r<tz di« AnN Ltc u geklärt worden tvären. Don »efe» deren- Werte »ttrfen aber stcherli<h di« Gedanke» sein, di« ein nach »entschland gekommene» eufüWee llrrioersttärc.Lehrer entwickelt, «h «ntn«6mtn feinen «nlfiihmngen einige «ort» Sofauge ich in Rußland war, habe ich mich immer gefragt, woher unsere bolischew-sstisch« Regierung soviel Energie UUÄ SchW-iMAkrafl ffltt Durchführung der erfalyreichen Kriege gegev die vevschtedcneu Feinde der Svwjeftegierun- und zuletzt gegen Polen schöpft. In SftlMnr selbst tarnt von einer pofttifchen McissendeLvegunr irgend Wilcher Art gar keine Rede sein. Der haupchächlichste Teil des n^Wn BofteS, b%t Bcmerrvsck/aft, Verhält sich vollkommen Passiv Hot nur eene Schnlsucht: Neber Haupt nicht rvgien zu werdeni Unfiprümgilich waren die russischer, Bauern gegenlükber den Bolschewrsten wrWwol- lend neutrcck, toeif fte iw tonen die Beschützer tret der drohenden Rückkehr der GroßgruNÄxKtzet erd kickten. Nunmehr hat sich

ftl der russischen Bauernschaft die NeDerzeuglMig vertieft, daß keine Machk iht den in Besitz genommenen Boden der Groß. etgsMümer streitig machen Hönme. Im schlimm ftett Falle, meinen die Bauern, könnten sie M, Leistung irgend einer Ablösung verhalten Wer. den. Daß ivgend jemand imstande wäre, ihner den.seit d-ver Jahren besetzten Boden wogzunch. mei^ daran glauben die rüfftschen Mujchiks nicht In den Dörfern existieren darum gegenwärtig nur sehr wenige Elemente, die pMtiffch und ma>, teriell «m Fortbestände der bolschewistischen Herrschaft Interesse haben. ES gibt aber auch in ganz Rußland Seine einzige Massenbewegung ober Orsanrsatton, die bebiUgwngsloS tn de« Bolschewisten ihre Vertretung aW« tat würde. AW Beweis Kr diese Behauptung möge die Tatsache dienen, daß seit drei Jahre« keine Aendernng in der Besetzung der wichtigen Posten der b-Äschewistischen PewvawMg vorige« kommen tfL Da man nicht mrnehmen kann, daß die Bolschewisten überall die richtigen Personen cm die richtigen Stellen zu setzen ve-rstmtden W ben, so ist der ScWi-ß zwingend, daß die boksche- loMische Macht «ontrolloS auägcübt Wird, und vaß sogar der Druck von unten» aus der eigene« komuruniMchsn Dcganifatio® sehft. Die fleam- würtig Rußland beherrschende bvDfcheWisttsche Regierung ist astsoliuKstisch, diktatorisch und «ich« c inmal der Ausdruck der kommunistischen Or­ganisation. Woher nimmt aWo die gegenwüv- tiye boftchÄmstische Regierung in Rußland tSe innere Überzeugungskraft, um einer gantze«

Welt von Gleichgültigkeit.

PcWVttät und Feindschaft zu trotzen? Dft Ant­wort lautet: AuS dem AuSlande; aus btt Ueberzeuguug, daß es zu eümer WeiltrevoluÄon kommen wird; aus der genauen Kenntnis der zahlreichen politischen und wirtschaftlichen Pvo- Metne, die Europa bewegen und zu einer gewaft« fatmen Lösung drängen. Der wirtfschaftKche und moralische Zufammenbruck/ der europäische« Wirtschaft und der europAschen PoläKk sind die wirksamsten Bundesgenossen des russische» Bol­schewismus. Die ungeheuren Schuldver. Pflichtungen der europäische» ©tonte« so- woW nach traten wie nach außen, die durch sie hervorgentfanen unertrSglichon Befastungen der gesamten europäischen Produktion, das Verfage« der verschiedenen bei Kriegsausd-mch mit so gro- ßer Emphsse proWarnierten Prinzip-ien sind dte Schrittmacher der crögemehten Zersetzung mck die Borbereiter des bolschewistischen Steges- ziraesl DaS ist Vre Überzeugung der führenden

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die grauenhaften Berhältnisse

in Rußland hinweg. Wenn es in Rußland an allem rack jedem fehlt, wenn in Rußland Pvo- dukfton rack TransporSvesen darmeder Itagen. so ist dSe EntfchtÄdtamrg hierfür der Haß d-S übrigen tapttalistischen Europa, und das HeiS- mittel die kommende WeltrevlLrmm. Die Bol- schewSsien wissen ganz genau, daß alle UnM- frtedenen der ganze« Welt eine Aerckenmg der bestei-endeu Zwftüicke herbeifefate« rack geradezu mystisch-verzückt im Bolschewismus das Allheilmittel erblicken. Tenn wer an­ders als der Bolschewismus kann die Sch-uld- bücker der Deogm-renhert zerreiße« rack eine« Stach ratter das Gewesene machen? Die führen­den Brckjchewrsten gtaatom daß -«nächst das ChaoS eintreten muß, bevor eine neue Weltock- meng aus dem Trümmern der alten geschaffen werden kann. Darum ffk auch jede Hoffnung auf eine Revolution deS rufstschen Bolichcwismus cmssichtslvs. Der von Lenin augcdahrtte Vor- such, staatetavitakstisch zu wirtschaften, ran die rufftsche Produktion zu Heden, tsi MtzLrugs». HouP^ächkich wegen der ger-ckezu

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