Mder Neueste Nachrichten
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Hessische Abendzeitung
Kasseler Abendzeitung
10, Jahrgangs
Fernsprecher 951 und 953.
Freitag, 27. August 1920
Fernsprecher 951 und 953.
-Nummer 197
Moskau ruft zum Luvkampf
er einen bequemen'
vor diesem
Au« dem Politik-Theater.
weiden.
hinveißen taffen.
NtMschieben. Der Polenhetzer Korsamy hat es'ia Pole« die Verhandlungen jnMinskhinaus- (Ktm deutlich ausgesprochen, tetfc der overschl'- schiebe«, weil ste diese nicht md)t als ernst-
’.!?3n RZ^ne^Ä Äin®ut^& ihre Vertreter an die polnische Regierung gc- Lrh ^n39tol«t Hilfe iföei Ta'u-rg brav wandt und den Wunsch ausgesprochen, daß P-icn
$05 Rätsel oon Minsk.
Die Komödie dauer« an.
<Ei«en« Drahtmeldimg.)
aus Warschau Mitnahmen, beantwortet wurden. Die polnische Regierung hat noch die Nachricht erhalte«, daß di-se Gegenforderungen überreicht sind, »vorauf nichts mehr vernommen nmrde. Inzwischen läßt sich dir englische ReMerun« ü6cr Moskau von dem weiteren Verlauf der Verhand
lungen orientieren und hat dort vernommen, daß di« Ristfen die Auffassung haben, alS wollten die
Rfcfe Brand eiw'acht sei van Deutsche« und d-rß die deutschen Demoirstrationen boklchewtsti-
s ch e » Gepräge trft— °*-A
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h<M wird man Polen Hilfe über Danzig b.
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nung darauf warten, wie sich Leirin-Trotzky der in Luzern erhobenen Faust gegeuüb« verhalten
Rach der Rückkehr des Reichsernähnmgsmint- sters Dr. Hermes aus London ist eine Sitzung sämtlich« Enrährmtgsmtaifier in Berlin ta Aussicht genommen. Bei dieser Zusammenkunft fol- len Maßnahmen für den Uebergang in die freie Bewirtschaftung von Fleisch und Karlos- fel«, die Versorgung «tt Brotgetreide und deffen Ziffannnenstellimq, die Regelung detz Vertriebes von Bierund der zulünstrgen .Zulker-Bewirtschaftung zur Behandlung komme«.
gemeinte FriedenSverhandlun^n betrachten. Darawhi« hat sich die englische Regierung durch
fischen und btlrischKi Mirglr-der ZK Rares wohnten der Besprechung bei.
Die Ernährung der Wett.
New York, 26. August. (Eigene Drahünel-
/t'v " . ’Se n t m er - Ver -
London, 26. August, s
Wie eS mit den Friedensverhandlungen in i MinSk steht, ist «och immer ei« Rätsel, da feit dem ! 18. August auf polnischer Sekte feine Antwort von 1 Minsk mehr eingetroffen ist. Am 17. August haben die Ruffen Ar« neue« Bedingungen fifre»
ageS unternehme, rün Mm Frfehen kommen. An ernstlicher Weise ist der polnischen Regierung gerate«, die Verfolgung der Ruffen nicht weiter auSzudehnen, als die polnische« Grenzen «eiche« und jede weitere Offensive zu unterlasse«.
Die Ko«fer«rz abermals vertagt?
Kattowitz, 26. August.
Die Franzosen sehe« dem Treiben der Polen bisher untätig zu. Oberst Lauchart hat gestern erklärt, daß in seinem Kreise Kattowitz sich fein bewaffneter Pole mehr befinde. Im Gegensatz hierzu steht die Tatsache, daß in de« gestrigen Nacht eine Baude von fünfzig mit Maschinenge, wehren und Handgranate« bewaffete Pole« den unmittelbar vor den Toren Kattowitz gelegenen Ort Calenze überfalle« «nd heimgesucht hat. In Koschnowitz wmde der Borfitzende der dortigen Ortsgruppe Heimattreue« Oberschle- fier mit seiner Fr«u von de« Polen fortge- schleppt, in das Gebäude der polnifche« Par- tet gebracht, t,n Ketten gelegt, mit Stöcke« geschlagen und sechs Stunden seMehal- ten. Sämtliche anwesende Pole« spien ihne« ins Gesicht. (!) Er wurde dann zn^i Tage lang bei Waffer «nd Brot gefesselt seftgchalten. Während dieser Zeit schosse« die Polen auch durch das Fenster auf ihn, ohne jedoch z« trefft,,. Schließlich wurde er von einem französischen Offizier befreit «nd flüchtet«.
Sberschlefische Ereignisse
Die Franzos«« sehe« ruhig z«.
Lrotzld ruft Reserven.
Schließung zahlreicher Arbeitsstätte«.
(PvivabTelearanun.)
Zürich, 26. MugNst.
Englischen Zewmgsmeldnngen aus Moskau und Petersburg zufolge hat die bolschewistische Regiermm die Schließung einer großen Anzahl nickt lebenswichtiger Fabriken in Petersburg rmd Moskau angeordnet, «m alle Arbeiter in die Arme« «i«,«stellen. A« alle Männer bis zum vierzigsten Lebensjahre find kn
bc« letzten Tagen Einberufungsbefehle ergangen. Eine Resowtion der Moskauer Gvu- vernanentskonseren, stellt es als unbedingt notwendig hin, die Westfront mit oöen Mitteln zu unterstützen und gleichzeitig die FrontWran- gels z« vernichten. Alle Parteiorganisationen werden aufgefordert, eine schnelle Par- teimobilisieruna durchzusühren und die Frage der Unterstützung der Westfront ru erörtern.
Die Le-ensmittel-Miuister.
ÄASiW’. s^rechü.Nig mtt bnu
c i uigun g richtete an den kcm^lchen Lante wirtschaftsrat ein Er>uchsn, eineKoüfer«H zu veranstalten, an der dfe
die kanadi scheu Laudwwte «nd die LmckEe Lultvaliens teil nehmen sollten um emen ^ret- veMmd dieser drei Produzenten M S-nrndeit. Dieser Verband wmde in der Lage fern, dr.- ganze Welt ausreichend zu «nahten.
M etnbdwttf*« Mufträo«: LU ebtfpatttäs «nz eigen-geil« SR. LOO. M» «etU SLLsa W «uOroirttne «ufträg«! DU «tnfpalttg« »nretgenreil« einspaltig« ReNamezette w-mu. •» ‘ _x s,nenma»iufd>La6 jnb
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LU «affti« Nachrichten ®«***««
«dou-euleutrpre'.r betrügt monati. 5.00 Mart btt tretet 8»llellw,z ' $TOdettl
nm bet »elchäftsslelle «der den Boten «ntgegeugenomut«. maana, 5”?*“ 2$ «ebattton- echlachthotllratze 28/30. Für unverlangt etngesanbre »«Urüge kwm ^7»eb^M-n ei^V^tw°rvmg«der »ewätzr tit keinem Falle überuehmeu.
»eMg«gewe« oder Ansprüche wegen envatger ntcht ordnungemüßig« SUferung auLg sch N .
nun doch die große Erregung?
Ist die geballte Faust nicht BLiff, ist sie nicht Geste, nicht Kuliffrureißerei, sonder« ernst gemeint, daun wird damit vom neuem ein ganzer Komplex vo« Schwierigkeiten geschaffen, von dem auch Deutschland nicht verjchont bleibe., kamt. Wird man sich darüber Lar, und es ist nicht schwer, zu dtefer pofiÄschcn Erfewnluis $u komwen, beim wird man auch lat Foden sehen, dcr von Frankreich i» Oberfchlesie« gu fpün- ueF versucht-wird. Dami wirb man das Bestrebe« richtig ernzufchätzen vermöge«, Deutschland bfe Schüfe an Den polnischen Aufruhr-Szenen
Pariser Aeckumgen melden -rns War^mu die MinSler Koirsevag» autf. den 8. ^fernher abermtzlS Vertagt wwrde. EM« andere MÄdamg
gen rvMvmMg gemacht habe.
*
Polens energische Beschwerden.
Warschau, 26. Awgust. (Eigen« Drahtmel- duwg.) Dem Ostdienst wird von zuständiger Stelle mitgeteilt: Ungeachtet aller bisherigen bei der Sowsetregienmg eingereichten Proteste und Beschwerden wird der potni- schvn Delegation ta Minsk nach wie vor jede Verstundiguingsmöglichkeil «tit der Regierung in Warschau unterbunden. Di« ockgesandten Kn- uieve werden zurücktzehalten. Bis jetzt ist kein einziger Kurier ttt Warschau angekommen. Die Polen wünschten infolgedessen! einen Änderen VerhandÄrngKort. In erster 8-«rkr wird Warschau von ihn« vvrgeschlagen.
FrÄMlcksMche in ungezwungenem und doch «n- erÄlich bedeutungsvollem Geplauder sitzen, war man gleichzeitig davon durchdrungen, daß am DierwaÄstätter-See eine neue Friedens-Konfe-
Sie freie Bewirtschastung.
Deratnnge« der 8r«ähruugsmi«ister.
(Eigene Drahtmeldmtü.z
Berlin, 26. Attgnst.
Immer weiter zurück!
Genf. 26. August. (Privat-Telegramm.) Aus Warschau wird gemeldet: Von Brest-Litowsk aus sind polnische Truppen auf der Bahn nach Kowel vorgestotze«. Die Russen weichen auch an der Südfront, nachdem der AngM auf Lemberg mißglückt ist. DaS linke Buauf« ist von den Russen gerAmri. Der fluchtartige Rückzug geht aus Dowel. Nach einer in Paris eingetroffenen Depesche ist der Rückzug der Russen immer noch nicht zum SEstand gekommen. Die Operationen der polnischen Rordarmoe gestabten sich $n einer g r o - feen Umfassung der rufsischeu Front.
*
Flucht Vor der Gefangenschaft.
Berlin, 26. August. (Eigene Drcchtmeldung.) Die Zahl der über die Reichsgrenze übergetretenen Russen betrügt jetzt 50-60000. Da seit gestern noch drei Divisionen tot Uebertrttt begriffen find, rechnet man nach vorsichtiger Schätzung jetzt auf siebzig- bis achtzigtausend Ma-nn, die bäe Grenze inzwischen übertraten.
Die tiefere Schuld
an den aegenwürtigen blutigen Ereignissen fallt also auf ine Polen und die Franzofemwewt SÄ4 KääJwSs siach^datz franzöfisthe Kavalfene de« tow strationszuge folgte, «rch so äai
paffer spielten, auf die Bwolkerun« Mtfvenz^d wirken mußte, so ist es doch verwund^l'ch datz eilte unbewaffnete Volksmenge^d« «« MaM- nengewehren «ut «saernstefe Schwadron ange- g^ffen^rben so««.
»af«« baben «icht Mur twe . äußerst gewann-- ©thmmov« ^"vorgttuf^ine schsie^tch enEl «sbreche«
Hau taiaer fxanb vorberstet und «e §^an»a>en d^powifch-tePlchien,w)Le 5t
«Kl Er brach dann mrs, als Kor^anty^einen «uriev nach Zetestochau fchöckde^ u«d um Hilfe bat. Das war das Zeichen für d« Socols zum Losschlagen. In. diesem IusEnerchange erscheinen auch die Waffenfchiebnn^nder ver- aanaenen Wochen to etoem ^5’
aleldit man dann noch die Dotomente, die sie Schfesische Volkszeitung' M Wochen und Monaten regelmätzia im Orig-n^TfN zu ver- n, w-NM- öffentlichen i« der Lage war.-
i OberÄent zweifelhaft hervor, dax ine VonMe tu Karro- «ff äex ätzßeren willkommenen Anlaß zur
SbeMleste«.
«ine Betrachtung zu den u«k«h«».
Ben eine» b.fenl>«r«nÄennMbCT
jä»srÄÄffisy.»
Der zum Jahrestage der letztjährigen Erhe- bmm aeAmrte Polenarrfstand ist
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stellen. Sie wollen also den ^Ä^Mck?^w-r len, wlcher ihnen letztes Jahr nuMlucki ■ UML SÄ «5*0* tat Ä«**r*«e..sa|5.K2eiS!.Sie?i?Srton:
reicht, die am 18. August nm der polnischen De
legation mit der Ueberreichung eines ersten ^mer»rnÄhe"garmer-Ver
mas vo« Gegenforderungen, das fk rid^n an^t kanadischen Land
fipfirtßfp Sauft ®«w - - - .
*rlv jjvVUllKr o •»•»!*♦ Wxgx noch der Schlagbaum der deutschen Reu-
' tralvtat Dillse Neutralität aus der Welt zu
schaffe«, dadurch, daß man Deutschland anltafft, sie zugunsten Rußlands verletzt z« Haben, ist das perfide Ziel all« BeMühung-ew Düse Tatsache erwähnen heißt ab«, sie in ihrer Bedrohlichkeit vor Augen Mr en. In tmferer gestrigen Ausgabe veröffemtlichten Mr Aeutzeruw
«ÄWe veröffentlicht werden Datz die Unabhängiger wck die lEdltche Pesse, vorab die französische, alle Schuld auf ^enen bet denischgöflmwen Oberichlesier finden, dürs-e nicht weit-« überraschen. Demgegenüber.ist dcch unbedingt daran festzuhalren, daß die ftauz -
Besatzung und die polnischen Agitatoren b üX ter SchuLd an dem ZwaM' menstofe des 17. August in SlattoWlb und art ^ca tnfumiwii iinrn6en haben. Obwohl die Grenze ”*> “ää’«1 w.e. tausend Mann starken Stotztnchps fiaMestlu- d^t dab-m mnsite, durch franzostiches M-lftar besetzt ist. Hai man merkwürdigerweise nichts L^einE Zuf^nsiotz zwischen scheu Bauder, und der französische GEzwcche gehört. Es scheint, dafe die SWl n K* Pflicht, Oberschlesiens Grenze zu bewachen, feyr leicht genommen haben. Dieses
Sympathisiere« der Franzose«^ mit dem Nationalpolen «mißte das Empfind^ d« deiutschgesinnien OberstMs^r <mfs verletzen, und ist zweisellos ein« d« Houp^ gründe für den Ausbruch des Unmutes, der M Kattowitz zu so bedauerlichen Folgen geführt hat. Wahrend die deutschen Demonstranten imm« fahr scharf bewacht wurden, kam es ost vor, da« di« französischen Truppen zufällig gerade eine Hebung machten, ober irgend wo. and rrs benötigt wurden, wenn eine polnische Deinonstrano« ftattfand. Dafe die Franzosen mit tem We« im persönlichen VerWhr in der OeffentlichLeit auffällig ihre Polen-Freundlichkeit zeigte«, konnte ebenfalls das Vertrauen der Bevölkerung in die Unparteilichkeit t*r granjofen nicht star- ten. Geaenüber den Fällen polnrichen Terrors zeigten denn auch die FMnzoien eine unglcnch- liche Nachgievigferi, und waren von voricher- ein geneigt, die Schuld auf ^Serien der^d«rtsü^ gesinnten Bewohn« zu finden. bq* letzien Wochen mehrten sich diese Terror-,ralle auffallend. In deutschen Kreisen schrieb man fie bern Bestreben sw, dadurch plamnaßeg dre Abstia^ mtina zu sabotti«en. In dem ^Verband he>- nmtÄrcner Ob«schlesier-- Haffen dre Polen emen erfolgreichen Gegn«
Sie suchten nun ein V«bot dieses Verbandes scitoes der Entente-Kommission zu .erwrrken, indem sie ihre Stoßtrupps in alle Ven<munlun- gen schickten, nm dort Streit hervorMrufen. Angesichts des polnischen Terrors «üd d« offenen und versteckten Begünstigung der polwschenAg^ wloren seitens der Franzosen wußten «chl^tz- sich auch die gutmutrgen Oberchlesier die Geduld verlieren und fab M umüb «legten Taten
«terwMDitamr-Wee mix neue r^rf mir knüdlten daran den Aus-
ssäimk äse s
Fremtdichlfi m dre Brüche S«hen worde. Ha^ Tiefen BEne^ragern d« .Gesittung, find feine es doch Millerand gewagt, einen fMstänIdr^n , fcbledirt sofern fte sich--
Schritt (gewissernmßen als Heransßorderrmg Al- M^-^U^ b^f mit h ö. bioms) zu tun und die Regrerung des Generals ta-no wenoen. »«ui wii um v „ Wrangel tat Süden Rußlands anznerkennen. > Rur p-okitische Kind« konnten d« Ansicht fein; , daß d« britische Diplomat feinen Äusenthstt an den Ufern des VierwÄbstätter-Sees zn ausgiebigem Baden (das Reiirlichkeitsgesuhl Lloyd Georges in Ehren) benutzen werde. AW Lloyd George den Kanal überquerte, um sich im dre Schweiz zu begeben, wußte man auch ohne große Kmnbimrtion, daß der rührige Alte wiederem Eisen im Feuer und eine politische Frage sthw« im Magen habe. Man kennt ja die Gchfflogem betten dieses Gentleman zu genau, um ihm rmcht -chuenden Geistes folgen zu können^ Wa^ da «n- tcr dem befreienden Schutze des Erholungs-Ur- laus zwischen Giolitti und dem Engländer besprochen wurde, das war nicht für den Marfi der öffentlichen Meimmg bestimmt, jedenfalls aber war es höchste Politiik.
Gerade weil es so still war nm Lloyd Georges idyllische Villa, Mlcßte die Nachricht von dem völligen Wandel in den Ansichten des Briien- Mlnisters über Sowjet-Rußland 'wie eine ungeheuere Sensation erschemcn. BW jetzt wirkte Lloyd George in der OeffenMchleit tut Sinne rin« baldigen Versöhnung zwischen Polen mid Frankreich und ein« baldigen wertnuasruchen Verständigung zwischen London und DtoÄam Umso mehr mußte es daher überraschen, daß Lloyd George plötzlich in heiligem Zorne (er kann sich, wenn « es für angebracht halt, auch in solchen versetzen) die Faust gegen das Lsnin- Tvotzkysche Rufelmid «hob und erklärte, daß kein anständig« Staat mit den Sowjet-Vertretern verhandeln könne, weil sie in London f al sch e Friedensbedingungen für Polen mrterbreitet hat- , wn Rußlands Vertreter in London, Kamenew, habe ausdrücklich erklärt,. an eine Ein- ' Mischung in die inneren Verhältnisse Polens werde in Moskau nicht gedacht, in WirKichkeu beabsichtige man ab«, die militärische Gewalt in 1 die Hände der bolschowisten-frcnndllchvn Klaffe zu logen und damit die Polen zwang sw eise zu bolschewisieren. .
Geht nun die Drohung mit der geballten staust, die Lloyd George beliebt, über den Bluff hinaus, hat er sich tatsächlich für ein Eingreifen in den russisch-polnischen Zwist entschieden, dann wird dadurch eine Lage von kontrnentaler Bedeutung geschaffen und die Welt wird noch lange nicht zur Ruhe kommen. Zwischen Polen und Russen klaffen nationale Gegensätze, und Ler- denschaften flammen aus, die dem Bolschewisten- hö«s Freiwillige znführten, die mit dem Bolschewismus als solchem ganz gewiß nichts zu tun haben Diese Gegensätze könnten auch nicht durch cinen vielleicht von der Entente zuwege gebrach- tun Sturz dn Sowjets ausgeglichen werden, sie würden weiterbestehen auch dann, wenn Rußland eine von der jetzigen völlig verschiedene Staatssorm «hielt». Anoererfeits ab« kamt die WÄt teilten Frieden haben, solange Rußland nicht in diesen Frieden einbezogen ist. Es hieße die politischen Fähigkeiten eines Lloyd George und seine Fähigkeit, Ansichten zu wechseln tote Hemdkragen, zu gering eiuschätzen, wenn nmn daran zweifeln wollte, dafe nicht alle, selbst tote feinsten Zusammenhänge in Luzern gewürdigt wären. Auch darüber, daß m Rrchland -wischen V«sprechen und Halt«« feine grofeen Skrupel sichen, wird man sich schon vor ten Zusammen- hnift am DrerwalvsiÄwr-Seo tn den m Bewacht kommenden flöbinetten klar geworden fein. Und