Einzelbild herunterladen
 

M KMMch. Wr. T*;

Kaffelsr Neuefle VaHrschben

jchleuderst! Bin ich dir Werl« nichts als die Börse, aus der du deine Wünsche befnedigen

Eine neue EntwaffnungS-NoLs.

Rotterdam, 25. August. (Privatrelegramm.)

Berrehrs-KMLroüe.

Der Eingriff der Eifenbahnes» (Privat-Telegramm-s

ffik die P. P. N. berichten, Äußerte sich Lord Robert Cecil etem Aeriungsvertreier gegenüber folgendecmaßen: »Auf Grund des ersten Artikels der Bölkerbundsatzung bann ssder selbständig« Staat oder Kolonie ort® Mitglied durch eine Zweidrirrolmehrh-eii der Bolkekbundversamm-

H«m»r in ernster Zeit.

* fatale Mitteilung. Sagen Sie Ihrer Frau nur, sie braucht sich wegen dieser leichten Ge- dächftrisschwäcke nicht zu beunnrhigen das ist narr ein eichen des h«annohenden Alters" Eh 6m Doktor, möchten Sie ehr das nicht lieber selber sagen k"

(DraHtmeldungj.

Berlin, 24. August.

du es nicht?"

Ich will nicht, daß du immer nur Geld ver-

Berlin, 27. August.

Durch den selbständigen Eingriff der Eisew bahn«, Transporte anzuhalten und ihre We- tsrbeförd.:rung zu verweigern ist eine Lage ge­schaffen worden, die nicht ernst genug be­urteilt werden kann. Die Konferenz der Dpitzenorganisation des deutschen Gewrrkschafts- lmnbes, der beiden sozialistischen Parteien, oes Eisenbahnerverbandes und des TranSportarb _>i. «Verbandes werden auß «ordentliche scharfe Richtlinien üb« dir Derkehrskontrolle ausge­stellt, über die Wohl kaum ei« Einverständnis mit den Regi'NmoZsteLen erzielt werden dürste. Rach diesen Richtlinien, sollen die örtlichen Aus­schüsse die Verpflichtung haben, so lange jeden verdacht gen Transport austchasten, bis eine Entscheiduna der Zentral-Justanz in Berlin ge- fallÄk ist. Bei der Unzahl der täglich angehalte- tren Eisenbahntransporte würde die Eiseubahn- verwwlinug schvn dadurch allein vor eine tech­nisch sehr schwierige Angabe gestellt werden, daß sie nicht mehr in der Lage wäre, über ihre Waggons frei zu verfü­gen. Ruf der anderen Seite Würde ein solch selbstständiges Ein greisere aber auch die Gefahr schärfster Konflikte mit der Entent« herauibeschwören. Dazu kommt, daß die einzel­nen örtlichen Stellen den großen Ueberblick kür das dem Gesamtwohl Nützliche nicht b»- ben; was schon daraus hervorgeht, daß auch ein- Kontrolle über dir Muniti oms trans- Porte für die Reichswehr getätigt wer­den soll. Was ia schon in dem stalle auf dem Stettiner Bahnhof irr Berlin zu größten Schwie­rigkeiten geführt hat. Es geht unseres Erach- unrs nmb' auf keinen stall an, daß in dieser Weise in das Vevfügungsrecht von Behörden eiüge- griffen wird. Nach der Meldung eines Berl»° ner Maites sind in dem Falle d« Zurückhaltnna sws dem Sartin er B-abnihof nicht, weniger als nennstgtontsend Mark Verlust entftandelL

Eine Konferenz in Kopenhagen.

Stockholm, 24. August. (Privcrt-Telegramm.) Ende August sollen in Koveschagen die Sftmts- imv Außenminister von Dänemark, Nor­wegen und Schweden zu einer Konferenz zusammentreten. Gegenstand der Verhandlun­gen dürste die Vertretung der skrndi'Zwischen Staaten ihn Völkerbund, die Aaalmrds- frage und die Lage in Polen fein.

luma zugelassen werden, wärm

trögt. Ena, mach' mir die Freude, trage die Stoffe mit dem Schamck! Wenn es dir auch remib und uuaewohnt erscheinen mag, laß mich Freude daran hab em solange du bi« im mein« Heimat bist." .

T. hatte er wieder in dem ichme-chclndeu Ton besprochen, dem sie nicht widerstehen konnte. Er bat darum! Und da die Zeit doch bald ver­strichen sein mußte, erwiderte sie: »Ich will es tun, weil du es so wünschest."

Vom Fürsten ist noch keine Nachricht einge-

Neues ans Kastel.

Her Stmrd unserer Zsduftrie.

Im Urteil eines AmerikanerL (Privat°Telegrrnmn.s

Washington, 24. Nutzust.

Der deutsch-amerikanische Großindustrielle Ferdinand Thun, ber erst vor kurzem aus Deutschland zurückgekehrt ist, schreibt über seine Eindrücke in Deutschland und üb« die wirt- cchastliche Lage: Ich will tutr ganz allgemein agen, daß die wirtschaftlichen Zustände trau­rig und fast hoffnungslos sind. Ich habe ui« Wochen an einem großen Projekt ge­arbeitet uftd ein Syndikat in Sachsen zusammen- gebradyt. um von hier gelieferte Rohbaumwolle in fertige Fabrikate umzuwandeln Nach unend­lichen Sitzungen haben wir einen Vertrag unter- zeichnct; die Rohbaumwolle ist vmr hier getiefett und finanziert worden, und die erste Sendung Waren ist jetzt in Rcwyork und stellt sich so teuer, daß sie einen fünfzigprozentigen Zollzuschlag nicht v«trägt und nur mit B«lust verlauft weiden kann. Wir müssen dah« unsere Gefchästssteunde drüben auf den eigenen Markt verweisen, das heißt, ihnen lange Kredite für die Rohbaumwolle geben und uns an die Hoffnung klammern, daß Deutschland nicht untergehen kann, wen« nicht ganz Europa mit unter- gehen soll. Tatsächlich ist die deutsche Indu­strie heute nicht exportfähig, von wenigen Aus- vIrinnen abgesehen, und dies trotz des Umstan­des, daß, an Kaufkraft gemessen, bet deutsche Arbeiter itt einer Woche nicht mehr verdient, Hie­bet amerikanische Arbeit« in einem Tage.

BeutWand Md der BStterbmÄ

Erklärungen Lord Rob«t Ccrils.

Refidcnztheatsr»-

Abschiedsabend Adalbert As-k-olke.

Strindbers-Totentanz". Eine unheimliche Stimmung. Die Wohnung eines Kapitäns aus bofemgier Fusel. DaS Volk nennt sie die kleine Hölle. Früher war's nta$ Gefängnis ... Der Posten schreitet aus und ab, ab und aus. In dem düsteren Gemach reiben sich zwei Menschen feit fünfundzwanzig Jahren auf. In grausamer Ehe. Liebe und Haß sichen gegenüber. Strind- brrascke Gestalten. Wiederholt ist dieses Schau­spiel seziert worden. Beim Wegin«-Gastsipicl.

Schiüsalswege.

34) Roman von Matthias Blank.

Erschrocken lehnte sich Ena zurück und fragt? mit blassem Gesichte:Was ist das? Sind es Raub«? Gilt es uns ?"

Ueber das G-Ocht des Fürsten huschte ein Lächeln, gls « erwiderte:Räuber? Nein! Es sind die Leute von El Arisher, die uns auf ihre Art empfangen. Kola Tobraisar wird sie verstän­digt haben. Sie wollen dir eine Freude maeheu."

Immer noch erschreckt, blickte Ena aus die Reiter, dir gestikulierend und schreiend neben der Postkutsche herstürmten» Verwegene, torlbe, knochige Gesichter hatten diese Stornier, und selt­same bunte Trachten. Die kleinen, aber sehr be­henden Pserde trugen wertvolles, blinkendes Zaumzeug.

' Unter diesen haWwiLden Menschen sollte sie einen Monat leben müssen, dachte Ena beklom­men. Sie sehnte jetzt schon den Tag herbei, wo sie Wied«, bei der Abreise, von diesen Gchellen begleitet werden würde. Was sie sehen konnte, gemahnte sie an Asien; «les machte ihr einem so befremdenden Eindruck, daß sie beuflid) empfand, nie etwas suhlen ju können, das sie mit dieser Welt verbinden würde.

Endlick» war das Ziel «reicht. El Arisher lag vor ihr, ein langgestreckter Bau in halborien- tälischem Stil, der sich aus einem Hügotkamm «- hob zu dem eine Straße emporführte. Eine Terrasse streckte sich, vor dem spitzbogigen Ein­gang zum Schloß. Höhe, schlautgesormte Türme tagten empor. Das Aärusrweri ließ ertennen. daß der Bau fett manchen Jahrhunderten dort oben lag. Nur d« Mittelbau und d« rechte Flügelreil schienen -wd> bewohnbar zu fein.

Auf der Terrasse kam ihnen Kola Tobraisar entgegen. Nach kurz« Begrüßung führte der Fürst Ena in das Schloß. Jan rund angelegten Borarum, der mit bunten Steinplatten belegt war, erblickte sie ein Becken, itt dem Helles Wasser glänz«, aus dem bunte Steinplatten aus dem Grunde schimmerten. In der Halbe warteten btW gekleidete stemdvrtigc MusKcmten sowie mehr«: Tänz«, die ab« mehr lärmten, als durch

Ti,-

Hz gM Abschied zu nchuren von Adcckb«t ft scho kke. Daß es auf Leiner Mihne war, wo Wit Hut xum letzten Male Beifall zollen ollton __ es mutete etwas eigen an. Abbruch

»afs nicht getan. Striindberg hat diesen Kapitän mit breiten Pinselstrichen schwarz und weiß hin- aeLeat. ftichoMe folgte Hm getreu Es war eine einer beit.ti Leistunfteu Maria Reichardt von den seligen Rordau-Kammerfpielen tn bester Erinnerung stund dem scheidenden Künstler vomStaaÄichen" nicht nach, »spre Mice canz Strindbergsche .FTauengestmt, ganz Raffinement, lauernder Haß, auflodernde Leidenschaft, jpruntzhastes Temp«ament!

Den lßurt gab gestern Leopold Manger. Aus dieser Bühne kein Fremdling. Bis aus die tritt zu junge Maske das fast auSgeMckene . Spiel harmonierte nicht mit dem Gesteht eine äußerst befriedigende, ich möchte fast sagen Lber- 'asckende Arbeit. Die Trägerinnen bei kleineren Rollen da es keinen Theaterzettel mehr gab, fehlen mir die Namen fügten sich stilgemäß m den düsteren Rahmen. Tas Publikuim ver­zichtete gottlob nach bett ersten Szenen aus Bei- fallsspenden. Desto ehrlicher, inniger war der Abschiedsgruß nachdem der Vorhang eNdMtig gefallen war Mit den Kranz- und Blumnnsspen- den am Sonnabend, dem wegen Erkrankung des kür die Kuri-Rolle vorgesehenen Schaujipnlers verunglückten Abschiedsabend, zusammen ergänz­ten die Knuden den Beifall in reich« Weis'. Beste Wünsche begleiten den Künstler zur neuen Wirkungsstätte. & H-

Die Kommunksken.

Vorgestern abend hielten die Kommuni­sten im Saale des Arbeiter-Fortbildmr g-vrr- eins eine sehr stark besuchte Versammlung ab, in der ihr Schriftleiter Handke aus Hanau eilten Vortrag über die politische Weltlage hielt und habet zum Ausdruck brachte, daß man vorLLufia keinen allzugroßen Wert aufdicMiß- ersolge bet Russen zu legen braucht. Es konnte sein, daß es ftcb um taktische und strategychr Vorgänge handelt. Im übrigen glaubt er, daß üb« kurz oder laug die deutsche Neutra­lität ernftlid' gefährdet wird Haupterforder- nis für das benttfebe Volk fei, mit allen Mitteln die NeutraKtät aufrecht zu echaltsu. Sollte der «wähnte Fall eiutreten, dann muß die Arbei­terschaft gegebenenfalls durch den General­streik die Neutralität Deutschlands verteidigen An die Rede, die auch die innerpolstichM B«- häWnisfe bcharchelte. schloß sich eine längere Aus- sprach».

Herr Eisenbahn-Arnkmann.

Gelegentlich d« Gründung einer Fak^ep»erh schäft d« deutschen Eisenbahnverkchrsbeamten in Leipzig und anschließendem ersten Fachtag. cm dem als Vertret« des lireises Kassel Rech- nungsvat PlaHmcmn und Eisenbalw-Oberiekre- tär WoigtWnder Teilnahmen, teilte ein Mitglied der Besoldungsrommission im Reichstag mit, daß auch im Eisenbahndicnst die Bezeichnung Amtmann" emgesührt werden wird. Als Eisenbahrr-Amtmünn« kämen voraussichtlich tn Frage die Derkel;rsinspektoren, AnnsvorstaUde und Hauptlassenrenbanten. Die Versammlung hatte für die neue AmtsbezEung wenig Mei­nung und faßte die Angelegenheit Mchr von dtt huimorisüschen Softe auf.

*

Der Vorsitzende der Besoldungskoumission des Reichstages. Obgeordnet« Delius, warnte, auf die Besoldungsreform allzu große Hoffnungen zu setzen, damit die Enttäuschungen nicht zu große sttzd. Von einer einzigen Bemn- tenKaife feilen 30 Entschließungen eingeggnaw- Jmm« werde jetzt sofort mit den fcharssten Mitteln gedroht. Die Besoldungskommifstou werde bestrebt sein, zu v« suchen, die Fordermr- gen der Beamten, foweft sie für gerechtrertigr an- zusehen sind, zu erfüllen. Ich möchte, hob der Redn« hervor, aber kein Hehl daraus machen, daß ich tn»einer Beziehung recht trübe in die Zu­kunft blicke, nämlich darin, ob das, was der Reichstag beschließt, auch alles gehalten werden kann, denn es kann eine Entwicklung etn-teten.

ii« r

graziöse Bewogitngen entzücktem Eim mußte ge­duldig Warten, bis diese Tänze endeten.

Dann zeigt- ihr Fürst Äftfta die verfchicdeni'M Räume, die ab« einen unbehaglichen Eindruck mach-tom Ena bentühtr sick>, ihre Enftäuschung zu verbergen, und es gelang ihr, denn Wuka schien ihre Bestürzung nicht zu gewahrem

Gut gelaunt sagte er:Nun führe ich dich in den Teil, der für dich bestimmt ist."

Es waren hohe, große Zimmer mit anfiallenL schmalen, laugen und spitzen Fensterm die wenig Licht durchließen; ein träumerisches Tämm«- dmtkel lag im diesen Gemächern. Was Ena am seltsamsten erschien, war die Häufung vom Kri­sen, schweren Teppichen, Schlummeirrollen, von ilcütien Tischen, kupfernen Schalen und Becken, alles eigenartig und hrumlhast, ab« für ihr Emp­finden befremdend. Es waren asiatische Ein­drücke, die sie empfing; kein Möbelstück erinnerte sie an das Land, aus dem sie gekommen waren. Es Bog ihr durch den Sinn: Haremsräume! Daran mußte sie immer wieder denk em In dem größten Zimmer ab« saßen in seidenem grell­bunten Kleidern, aus dem Boden hiugekauert, mehrere tiefverschleierte Gestalten, die in den Händen sÄtsame MuMuftrumente hielten: sie spielten eine Melodie von ügemartige-r, fremdlän­discher Schwemmt.

Auf niederen Schemeln lagen schwere Seiden- siofst, goldene Spangen und Ringe. Verwun­dert fragte Ena: »Hi« soll ich wohnen?"

Ja! Ist das nicht schön?"

Da seine Augen freudig üb« die ihr b«eitete Ueberraschung Mnzt.'n, antwortete sie:Gewiß! Ab« wo holl ich schlafen? Aus diesen Kiffen und Decken?"

nimmt. Zwölf kleine Staaten habe» schon um die ftulaffung gebeten. Was diese Bsdinaun- gen des Artikels 1 anbetrifft, so «hebt sich die Frage, wer entscheiden soll, ob sie erfüllt oder nicht erfüllt sind, bevor ein neues Mitglied zu- gelassen ist. Im gesamten Jnt«esse d« ganzen Wett isi es, daß D eutschland seine Auf­nahme als Mitglied beantragt und zugelassen wird. Ich hoffe sehr, daß dies der Fall fern wird."

Wie die M-wningpost meldet, wurde in d« Ent- ----- waffnungssrage eine neue Alliierten- « wirksame Note am Morrtag an die deutsche Regierung

Willst?"

Du wolltest mir doch jeden Wunsch erfüllen. Du hast es einmal gesagt, und so rasch wiW du dich nicht mehr erinnern?"

.Du bist im Begehren unerfäithot.®

Was machst du mir Vorwürfe i*

.Ich werde nicht bezahlen!"

.Du wirst es tun!"

.Rein!"

.Willst du, daß ich zum Gespött werden soll?- ,Jch muß mich zu schützen suchen!"

Frau Ada erhob sich, ihre Gestatt reckte sich es war wie ein Wachsen zum Angriff. »Gegen mich? Du willst knausern? Und an dtesen alten Dien« hast du Taufende bezahlt, wozu du nicht verpflichtet warst, wozu dich niemand zwin- gcri konnte!"

Axel von Regensperg wich erschreckt zurück; seine Hand itmStemmerfc die Lehne eines Stuhles. Kein Wort kam über sein« Lippen.

(Fortsetzung foSgt.)

du die Juwelen gekauft, hast du den PÄz kom­men lassen?"

Ja!"

'Trotzdem du wissen mußtest, daß ich nicht etnberiftanbät war, als du mich darum gefragt hörtest?"

Frau Ada machte eine Bewegung, als wollte sie fagen: Du langweilst mich.

Tas sind wieder fünsbausend Mark. Ich soll immer nur zahlen, zahten und zahlen. Da zer­rinnt auch das höchste Vermögen. Das Erbe des alten Daroits ist zu erschöpfen."

Und deine Drsinduttg? Früh« «agteit du immer, mit etwas Geld könntest du durch die;e Erfindung Millionen erwerben. Weshalb tust

nnb SnftflireiitreSte und Rüstungswescn an-ft en Enftr os\ >mngsmaßnahmen anzergt.

Rissem'chiebnngen.

Flugzeuge und Waffen für Polen bestimmt. ' 'Sie ein Berliner Blatt mclBct, ist man grogen " -richiebnngen w« .4eere««naterial auf bic SP:r gekommen. E« ioll fld> dabei um Echte. vur.a<n von aUergtägtetn Umfange handeln.

Die Hmrvtiät« sind, wie gemeldet wird, Aus- ' sand«, die zahlreiche Agenten über das gesamte Reichsgebiet verteilt haben und ans Een nur denkbaren Schleichwegen Heeresmaterial für Polen mtfiaufen. Es gelang den Erfos- j sungsbeamten des Reichsschotzministenums, Hunderte von zerlegten Flugzeugen zu beschlag­nahmen. desgleichen Waffen und Ausrüstamgs- gegenflände im Werte von vielen Millionen Ueber diesen v«brecherischen Schmuggel, der das größte Aussehen hervorzurufen geettznet ist, erfährt man folgende Einzelheit en:

Den ersten Fingerzeig zur Aufdeckung dieser umfMtgreichen Diebstähle und Schiebungen von Hoeresgut erhteft die Behörde in Magdeburg. Ton war eiin Mann wegen irgendeines Deliktesi in Haff genommen worden für den bald darauf ein Paket mit Lebensmitteln abgegeben wurde. Als es durchsucht wurde, sand inan darin etn Vermögen an TEsendmarffcheinen und ver­schiedene wertvolle Brilliantringe. Die Ermifte- lungen ergaben dann daß der Häftling zu einer ©djieberbanbe gehörte und durch Bestechung d« Gefängnisbeamten versuchen sollte, aus dem Ge­fängnis zu emlkourmen. Die Bande hatte n a. B«biudung zu Wasstudepots und Befleidungs- ämtern und v«suchie hi« Waffen, Bcuniiaon, Patronenhülsen, Konserven und Bekle'dmrgs- ssücke nach Polen zu v«sch,ieben. Der Wert dos von den Beamten im letzten Augenblick festge­halteneu Heeresgutes bezifferte sich auf

viele Millionen Mark.

Ein Teil des Gutes war b«eiis zu den Sam- melstellen der Bande in anderen Städten abge- gangeu oder dürste noch aus Eisenbahnen rollen. Die Ermittlung dies« Güter ist außerordentuch schwteaig, da die anscheinend über tmgeheure Mittel verfügende Schieberorganisation leider imm« toteber Personen findet, die sich durch den mühelosen Geldgewinn zur Teilnahme an den Schiebungen knreitstnde-n. Gleichzeitig kamen die ErfastUMasbeamten ein« von derselben Bande versuchten Schiebung von Waffen und Flüg-- zeugen auf die Spur. Bereits vor einigen Ta­gen stellte sich heraus, daß in der Gegend von Wittenberg und Halle wiederholt Flugzeuge ca.lsstiogen und nicht wiederkchrten. Diese Flug­zeuge sind anscheinend von den Polen aufgekauft worden und haben die deistsche Oflgrenze Lb«- flogen. Es soll, sich um sechzehn FoSermaschmen handelu, die auf dem Luftwege nach Polen ge­langt sind. Eines der Flugzeuge mußte an d« düuifch-pvlnischen Grenze eine Notlandung vor­nehmen und wurde vvft der Sicherheitspolizei angehalten. Da d« Flugzeugführer jedoch Pol- iiischc Papiere bei sich führte, ließ man ihn wie­der aussteigen, ohne zu ahnen,- daß es sich hier um eitle Verschiebung von Flugapparate« han­delt. Allerdings steht in diesem FEe noch nicht fest, ob es sich um Maschinen aus der Flug'.ndu- strte oder Heereseigsntum handelt. Anders da gegen liegt die Stehe bet einer weiteren Schie­bung, die in die Gegend Von Weimar weist.

Donnerstag, 26. August 1920.

wesentliche Kredithilfe erhMt. Um so notwen- tiger ist es, alles zu tun, was den deutschen Ex­port fördert, da er allein imstande ist, mit d«

Neue Besprechnuge» itt Berli«.

Berlin, 27. August. (Eigene Drahfrnelduttg.f Im Reichsv«kehrsmmisterium traten , am Dienstag nachmittag Brrtroter der C<Äv«lftbaft Deuffcber Eisenbahnier der Reichsatwerlschaft der Ei set.bahnboamten und des Allgemenrrn Giisenbahnerverband-r? znfiammvn, um gegen die Einfetzuna des Reichs ons sch Uf­fes und d« Ortsausscfiüsf e Stellung zu nehm.«, die von N'chtei.tenbahn«n und Ange- körigen P-Äfilcker Parteien duvcksetzt sind und die deSb-rl^' gleich ben Perdtebt erwecken könn­ten. daß sie nicht kedialich von sach- sickien Grundsätzen, sondern von Par­te ivori tischen ErwägunE kteMistmßt wierdrn. Sfs Stellung bet Der-Ände ist:Die Kffetchcch« den Ersenbvbuerti!" Aus diesem Gründe hoben "die genannten Verbände ihren MitEebern die Anweisung gesebsn, die nenoe- stkaffenen MssnBahniW «Iwach.ungs - AuAschüff e nicht anznerkenn en.

troffen?"

»Nein!"

Er muß doch schon in El Arissher angenom­men sein?"

.Möglich."

»Ena wird dir doch geschrieben haben?" Nein!."

Du scheinsr heute nicht gut gelaunt?" fragte Frau Ada von Regensperg spottend, da sie nur einsildige Antworten erhalten hatte.

-stxol von Regensperg, der in einem Lehnstuhl saß, erhob sich- legte die Hände auf dein Rucken, ging eine Weile schweigend auf und nieder und blieb bann dicht vor Frau Ada von Regensperg stehen.Nein, ich bin nicht gut gelaunt."

Soll ich diese Laune entgelten?"

»Ja? Meine MiMmmung wendet sich immer gegen die Uritehe."

»Soll ich die Urstuhe fein?*

Jia! Ich fugte ss."

.Willst du nicht deutlicher werden?*

Frau Ada verlor ihre BehÄvschunz nicht; sie sprach ruhig und gleickigültig. wodurch uch die Erregung Axels steogertr.

Hier' Heute kam bt-Jc Rechnung von Stem bni> Hart, dann diese von Rosenfeld. Stimmen diese Beträge?"

Er hatte aus d« Brusttasche zwck Briefe, ge­nommen und hielt sie dicht vor die Augen sein« Frau.

Gelangweilt zog Ada die SchuL«u hoch und erklärte:Wie soll ich das wissen, da ich die Rech­nungen nicht zu lesen befam. Die Namen der Firmen sind so gut, daß die Summen richtrg sein w.wdeu "

»Es handelt sich nicht um oeu Betrag, ob der um ein paar Mark höher oder gering« ist Hast

ÄeMchlands tzutwafstmug.

ein Aufruf des Reichspräsidenten.

(Eigene TrahMeldung.l

Berlin, 25. AuMst.

Der Reichspräsident «läßt einen Aufruf an das deutsche Volk in dem auf die schwere Bedeutung des Entwaffnungsgesetzes und auf die unabsehbaren Folgen hingewiesen wird, wenn die Entwaffnung nickst gelingt. & heißt dann: Wer fein Vaterland nicht aufs neue in schw«e Gescchr Mrzen will, darf sich der For­derung bet Waffenabgabe nicht entziehen. Sie wird qferchmäßig und unparteiisch gegen je- ben durchgcführt werden, ganz gleich, ob « in fein« politischen Anschauung recksts oder links stehe. W« säumig oder wioerwilltg ist, den mutz auch die schwere Strafe des uns in Spa adgesorderten Gesetzes treffen.

Ja! Hi« gibt os nichts anderes, und du wirst weich gebettet sein und köstlich ruhen."

Aber diese dort?"

Ihr Mick wandte sich den verschleierten Ge­stalten zu

»Sie werden dich z«streuen, dir bienen mit allem, was du von ihnen wünschen wirst. Sie »weben dich auch kleiden mit den Stoffen, die ich aus Kabul und Jspahrn für dich bringen ließ."

Erstatten schaute sie ihn an.Aber das sind ja Meiocr für einen Maskenscherz!"

.ES sind Kleider, die man. in meiner Heimat

>