Kasseler Abendzeitung
10. Jahrgang
Sonnabend, 21. August 1920
Fernsprecher 951 und 958.
Fernsprecher 951 und 952
Nummer 192
jnf etile« «»reife, a) etn»etmtfd>« «eftrd»«: »te eintpatttge enietgen-Sette 1» U0. Wt etnfpatttg« «etlameirtle SLUO. W UuswärNge auftrage: Dt« etnfpaMg« «njNgmieU« M. IX. Ml etafpultige Reklame,eUe M. 4.74. alle« eiukchktetzlich rcuerung4,uf4tag un* anjetaenfleuet. - ftür Die Riditigtett aller durch lferniprecher aufgegebeneu An,eigen. ^h.a»m?»at„ m» »Ute kann NM«« toltnemmm »erb* - Druckerei: SchlachlhoMr. 44/ro. »eschäfttfiell«: «Slnifche Str. 4. Delepdo» Rr.VlN u.S44.
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Mete Neuck Nchrichtm
Kasseler Abendzeitung O Hessische Abendzeitung
Neue Stmßenkämpse in Kattowitz.
Wetterwolken
men
alle Deutschen ffar sein, die müsse Sn russischen Siewn
lern.
den
England tu« Von Wränget ab.
London, 90. August. (W« Drahtmeidung.> Lloyd George verfolgt feine PEftk »nent- wegt werter und hat dem KenenÄ Drängel mit- <$deiy, daß dieser sei« Angriffe gegen Rußland auf eigene Berantw »rtnng um-rnei men müsse, da England für die Morgen nicht «oßtejhcu 13mm.
Mische Cfrfefe, mische Friedens.
Ar SilUfitioM in Kattowitz.
Die Franzosen feuern rücksichtslos.
(Eigene Drahttneldung.)
Kattowitz. 90. Auguffi.
I WWt schwere- Wetter- . .------noch wissen wir nicht, tote
t-CT weienhaifte polttrjche Fvasm-Kompler des
Der TempS meldet aus B e u t h e n: In Rat- towitz haben Donnerstag abend die Unruhen wieder begonnen. Gegen sechs Uhr eröffneten plötzlich die Besatzungstruppen das Foaer. Zunächst schien es sich nur um SchreckschLsse zu h-n- deln bis stärkeres Maschinengewehr- feuer die Straßen abstrmte. (Sofort gab es eine Anzahl Verwundeter. Die Sicherheitspolizei versuchte vergeblich d-e Massen zurückzutre'- ben. An höherer Stelle wurde um schs Uhr versichert, daß die Lage außerordentlich ernst ist. Gegen sieben Uhr setzte sich das Panzerautonw- bU und eine Anzahl anderer Automobile der Be- satzungstvlippcn in Bewegung und durchfuhr rücksichtslos feuernd die Straßen. Wo immer eine Anfannnlung sich zeigte, wurde daS Feuer eröffnet. Wieder gab es eine größere Anzahl Berwundtter. Ueber die Zahl der Toten ist bis $ur Stunde noch nichts bekannt. Um sieben Uhr wurde der Telephon- und Telegta- phenverkehr in und auS Kattowitz eingestellt.
Kattowitz zeigte gestern ein vollkommen geändertes Bild. Während vorgestern kein französischer Soldat aus der Straße »u sehen war, zeigte sich gestern das französische Militär wieder als Herren der Situation^ was wahrscheinlich ans den Kommandowechsel znrückznsühren ist. Der Bormittag verlief ruhig. Bon Mittag an zeigten sich größere Menschenmassen an den Stätten der Verwüstung, vor allem vor dem „Deut- scheu Haus" daS vollständig abgesperrt war. Gegen drei Uhr marschierten die französischen Besatzungstruppen, Kavallerie. Infanterie und ein Panzerautomobil, auf dem Theater- platz auf. DaS Theater wurde bis in die ober- ften Räume besetzt. Es wurden Posten mrsge- stellt und Kavalleriepatrouillen gegen dir an«r6
sieben Uhr tSendS fuhr das Panzevauwnwbii mit weiteren besetzten Automobilen durch die Straßen und feuerte rücksichtslos auf die sich zeigenden Ansammlung«,. D« Zivilisten mit roten Aimbinden. die km Auftrage der S:- werkschaften versuchten, die An.sammlun««l zrmi Lusetnandergehen zu bewegen, hatten in den meisten Fällen nut führ wenig Erfolg. Infolge des »jicksichislosen Vorgehens der Besatzimystruppeii kam es zu unbeschreiblichen Szenen Von sieben Uhr an war der T-lephon- und $efe- graphenverlehr vollständig eingestellt. Alle nach der Straße hinEsgehenden Fenster tmrften nicht beleuchtet sein Dolche Folgen eine Uebeteretung Hafet letzten Anordnung nach sich zog, beweist die Brrrtalitüt. mit der die fta-n^flschen Truppen gegen Neugierige »ergingen. Man hörte auf den Straßen entsetzliche Schreie der harmlos aus den Fenstern Sehenden, aus die geschossen wurde.
rigkett tet der
Schiffbarmachung der Weichsel vollbracht. Seitdem bet Weichfelstrom mit da Basitzn-chMe durch den Deutschen Orden k» di« Geschichte eintrai. hat die deutsche HaS> dem Mgebürdiaen Wüten des FlnssäS %wEbenMt tSinMt geboten, und im Lause WS 19. Aahr. hundemö -st durch die preußische Re^eruna das große Werk der Regulierung des SttonÄaufeS vvMwachr worden. Wesipre-ußens Krass qEe soin Ackerbau, stammt auS den wegen ihrer FruchÄxroteit berühmten Niederungen. die «röst. feirfeifiS im UebersckmxmnmtngLgebittlieaem Von Anfang an kam es daraus an, dtese VWhend M Lättdeveten vor den verheererchen Wrrkun^n des rasenden Flusses su f-Mtzem Mtt dtefemKEr- werk begannen schon tue MSnner de« Den»schen Orden« und der Landmeister M^chassd wa Otterfcrrt erbaute in den LdEren die
Für die damalige .W «roßa^ta angtteaten No- ^»gvämme. Doch waren alle diese vom Deutschen Orden geschaffenen Dämme SemEdeiche, boett von ueireaekmäßigem Verkauf, wms man »ichs anMWeWch dem Sauf d-S Stroms» Ww fprtbem die EUhebmraen des Derroins mitb«n»tzoe. Dadurch entstanden ungewöhnssch gnvste Deichweiten, mit denen vicT ertragreich« Ämd premsaeqsben wurde, ^nmwrhm ihat der Orden mit fernen Dammanla^n «taffen. Besonders ««8J« ter■JDtarfertwntK* Niederung, deren urdeussche Art der Macksspruch d« Feinds freu* dergewolstat. Wer dtobta- bettben Fluren und «wrnttgen O«chg«en, aletchkam >nn rohem von dem breiten Stlber * band der gebändigten Weichsel, durMvarchm, der wird nicht sslMtben wollen, daß vor Jab^ femd orten dies gange Gebiet eine^-. MN nsst Vtnmch und Robr bewaMene StmwMa>fvwar. Die Deiche de» Ordens waren fee«ch umw». tommen; Noch tot aA+t rat sie mtr Nvött Fuß dock und wurden dwm in wnwr tmWa$i<vr Arbeit M< w vtenmdurantta Fuß «Atefüfrrt ?Mt M"gen Swnvt mtt dem nassen Element hab«» f» bme d«ttsch«t Siedler WeffwrewßenS dem Lande m» vem Strom Mi ffularrsüie abgernngen, bis tn
Nach den heute -pärlicher vorliegenden Mel- dunyen vom rnffssch-polMschen Krieasschaupkatz scheinen sich die grohm Siegesmeldungen der Bolen allerdinas mit Einschränkungen zu besstl- tigon. Der polnische Gegenstoß scheint den Bolschewisten völlig Mferrafchend gekommen zu sein.
Sin dotztzelter Gegenangriff.
Dee Dormarsch de« General« Wränget.
(Privab-Telearamm.)
London, 20. August.
Die über die Bewegungen von Wranqel vorliegende« Meldungen konstatieren den Beginn eines BormmscheS der Armee Wrangel tn der Gegend von Ulexandrow-k und Nikopel. Gleichzeitig habe« die Polen tm Südosteu ihrer Front oxgeriffen. ES besteht der Plan, die Russen im Süden von zwei Fronten zu bekämpfen, damit sie veranlaßt »erden, thre Reserven an der beffarabischen Grenze ins Gefecht zu bringen. General Weygand, der z« der polnischen Cffenftoe geraten hat, ist davon Aber- zeugt, daß dies die teilten russischen Reserven sind, deren Stärke fortwährend abnimmt, weil sie ihre Front in Nordpolen nicht schwächen tonnen und für Besatzungstruppen größere Kontingente von der Front fortnehmen mußten. Auch so« von den nlrainifchen Truppe« Gebrauch gemacht werden, soweit diese nicht ta den Bolschewisten toergeringen sind. Französische Offiziere in Rumänien nntersuchen, «aS zwischen Krim und Südpolon eu PRderstand «^znbieten notwendig ist. General »ürangel soll jetzt über mehrere französische Fliegera-teLungen nerfügen.
Mit ernster Sorge mutz man die bluÄg-'t iusamflnenftötze Vorsorgen, die sich in KattMvitz uitib anderen oberschleiischnt Stödten toäfjretfo ter letzten Tage abgesptelt haben. Man wird jrrmit rechnen müssen, daß unserem vielgequälten ^ande erhebliche autzenvolitische Schwierigkeiten ,rwackfen werden Der französische Komnumdant in Kattvtvitz hat das bereits angeDeutet.
Die Lage in Oberschlefien
Blutige SchreckeuSszenen in der Stadt.
Oste irZ sich losen wird. ES wäre nicht mtr tfo richt, sondern fpiKerhofter Leichtsinn, wemr tote unsere Sympathien nach dieser oder jener Richtung geben wollten. Deutschlands Lage ist rem geographisch auch in diesem Falle denkbar un. glücklich. Born Osten bedroht, vorn Westen bedrückt, so sciÄePpt sich keuchend der todkranke BoKskörper vorwärts. Wie stark die Siedehitze ividber einmal gestiegen ist, daS beweisen die Mutigen DoryLnge in Kattowitz. Sie werden uns, so fürchten wir, neue Demütigungen unserer Peiniger eintragen. Wbei sei'S drum! Dieses jähe Ausslamm 'N der DoTSscele wird trotzdem nicht seinen Eirtdrnck in Paris und Lcmdcw r-rsschieu. *•*
und Bernmeitsgründen zugäualich wird, dann wollen wir diesen Wandel froh vermerken- fern men wir in naher Zukunft zu einet wirsschaSt. llchen AnnabENg an Rußland, so wird damit MeiselSfrn unseren Irrtereflen rbenso gedient den rufsisthen. Aber eto Anlatz, die "6 1X6 Beste ier aus dem uns von der Entente awerfeßten kanid mischen Ivch mi ggruif^toimjui uns erst daun m Frage tem- sich die wirWichen Absichten des Dolo- TEichl^^zoMEer klar enchüllt »ft die L-Ae im Osten imge.
Wolken, aus denen sich dröhnender Gefchützdorrner tn Polen lost, lagern unheilfchwer im Osten, und senden ihre Ausläufer 648 an unsere Grenze. Da erscheint immer wieder für Deutschland die Mahnung anaebracht. mit kühler Ueberlegung und freiem Mick nach Osten zu schauen und sich durch keine, wie auch immer aeartet-n psychologischen Momente aus dem Stadium strengster 3«- rstckhaltnng bringen zu lassen, und sich di« Tatsache vor Augen zu halten, daß wir im Zweifel darüber fein müssen, welche der ktiegsriHreuden Parteien uns amfernsten steht. Als die Russen siegreich in die Städte und Dörfer des .Korridors" einrückten, da wehten von den Häuserr. die deutschen Fahnen, und der Bevöllkerurra bemächtigte sich große Freude. War eS das Froh- gefühl, daß es gerade die Russen waren, die tzren Einzug hielten? Mit Nichten! Roch schwebt ja über vielen dieser nun vom Polenjoch befreiten Orte daS düstere Erinnern an die Zeit vor nunmehr sechs Jahren, als die ruMchen Hör- den raubend, mordmd und sengend die Bevöl- kenmg der deutschen Ostprovinzen in Angst und Entsetzen hielten, noch erinnern Trümmechausin an das Wüten der damaligen Zareicheere. Richt das Gefühl der Freundschaft für löste den Jubel der deutsche« BeEkerung aus, sondern die wilden Hoß-Empsttodumgen den pol. mischen Unterdrückern gegenüber
Das darf nicht außer acht gelassen werden: Di« wertes überwiegende Zahl der Bewohner de» .Korridors' sicht in den Russen «äste, benw m«t mit Vorsicht zu begegnen höbe und deren Schwüre mm, nicht allZrernft neunen darf. Und taä mit jftabt Das Programm der Senkt und TrvtzV) ksi klar vorgezeichnet, sie ztchon nicht in eawn ßnaa rmr den .Korridor' wieder «i fce* fteien und Deutschland erstarken zu lassen w na-
menden Menge in Beweguna gesetzt Bis sechs Uhr kam es zu keinen Zusammenstößen. Die Sicherheitspolizei, die wesentlich verstärkt wor- den war, trug zum Teil Gewehre. (Italienische Truppen sind in Kattowitz eingetroffen, waren jedoch nirgends zu sehe«. Gegen sechs Uhr gingen französische Kavalleriepatrouillen gegen die Menge vor und feuerten auf die Mensch e n m a f f e. Hierbei gab es verschiedene De t- mundete. Nach sechs Uhr eröffneten auch die Maschiueugewehre und daS Panzerautomobil in kurzen Zwtschenräumen da» Feuer.
*
Unbeschreibliche Straßenszenen.
Kattowitz, 20. August (6iaffle Drahtmel- düng.) Ueber die Anzahl der Op'er der gvstrigen Zusammenstöße ist noch nicht» bekannt. Gegen
Da» blutige Ringen im Osten.
Will man den während den letzten Tagen aus Warschau gekommenen Nachrichten Glauben schenken, dann hat sich das KriLgsglück in auf fälliger Weisc zugunsten der Polen »etvenbet. Nicht nur, dich es ihnen gelungen tst, Warfchau aus der eisernen Umklammerung der Russen zu besreikn, hrt man auch tm .Korridor" ecreichl daß der Vormarsch der Sowstt-Truppen ins Stocken graten ist Zieht mast ober auch mancherlei von den offenbar stark übertritbenen Polenmeldungen atz, so Kerbt immerhin die sehr venterke^Stoette Tatsache bestehen, daß die polnischen Legionen doch noch nicht so zermürbt und kriegr-Früde waren, wie man ei nach dem Tempo des russischen Vormarsches annehmen muhte. »Sa». in erster Linie dieses Auf flammen polni- ■fen AngnsssgeisteS herbeigesichrt hat, ob es *n Auftreten starker Freiwillüzen-Verbande, der Veokiirzunig der Front, oder einem Wechsel tat Oberkommando zuzuschretbe« ist, das entzieht sich angesichts der offenkundig von beiden krteg- führenden Parteien betriebenen Verschleierung beute noch einwandsteier Bsurieilung. Aber das
Rach der gegenwüottgen Kriegslage werden die Bolschewisten also vor neue, nicht gerade leichte Ausgaben gestellt. Es Wird ihnen nichts übrig bl-eiben, als ihren in Südrußland känch- senden Truppen von der polnischen Front Hilfe zu bringen. Vielleicht ist das schon geschehen, so daß die dadurch stark geschwächten Verbäsche dem unerwarteten vvlnischen tSegenangriff nicht mehr gewachsen waren und schwere Schlappen erMten Wie dem auch fein mag: Die politischen Wetter-
Au der Weichsel.
Wa» deutscher Fleiß vollbrachte.
®«e deute««» deutsche« 0r»nu»sSssU» und deutsch« r-chn» an den Usern der »elchfel geletstet, da« M Dielt eictit nicht allgemein s» iekauut, wie e« der gaU sein miiftte, um da« »rutale Unrecht, da« den, deutschen Da», im vste« durch «ine rachgierige Feind««schar |U- acfliat iuurd«, »u »rlennen. Der nachstehend« Artikel «utwtrs« ein tlare« Bild wa« »enssch. land an den Ufern der Weichsel geschaffen ha«.
In Jahrzehnten ist von dem Wsichfelstron» nicht so viel gepsrochen worden, wie während der letzten Monate. Ganz besonders ist aber während der jüngsten Tage dieser Strom tn den Vordergrund des Interesses getreten, nicht nnv wegen der fortgesetzten Uebergrtsse der durch ihre Entente-Waffenhilffe getäuschten Polen, sondern auch durch die kriegerischen Ereignisse, die sich wieder im Weichselgebi« abspielen. So blicken wir denn tm ganzen deutschen Reiche nt diesen Tagen mit gespanntester Aufmerksamkeit nach derWeichsel hinüber, deren wilder 2 auf durch deutschen Fleisch gebändigt, Deren verwilderte Ufer durch deutsches Können in fruchtbares Land verwandelt wurden. »Kein größerer l«e- gensatz aW das Bild Der Weichsel ans deutschem und hoknischen Boden! Hier ergießt sie sich ve>- wÄdert und ungebändigt Aber die Weden Ebenen Polens, während sie dorr das deutliche Gr» präge hoher fdulitviernng zeigt. Zwischen der volnischen und deutschen Weichsel ist ein Unter- schied wie tarischen einem rohen NaiursÄhn un» etnan gcLAdeten Menschen. An dem Weichsel- fftvm kommt geradeM die Höhe der Kultur bei- ter Staaten zur Anschauung." Mtt solchen Worten hat vor 20 Jahren Mar Hecht in seine« ansck'uusichen »Wanderungen aus der Ostmark _ den schroffen Gegensatz zwischen Knsiur und Utw hrftur geschildert, wie er sich im Bilde der pol- nffchen und deutschen Weichsel osfenhart. Da. mals ahnte man noch nicht, daß die westtich-n Ktelttirmüchte durch eine brutale VergewalftgMia einstmals der polnischen Unkultur zmn Siege verhelfen würden Aber das, was durch oiefe Fohrmtderte deutscher Fleisch urtd deutsche Tüch-
die den Russen nordweMch von Odessa »n schaffen machen, um ihre dortigen Verbindungen abzuschneiden. Man erwartet Odessas Fall.
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Eine Bauern-Arinee verstärkt Wrangel
Bafel, 20. Awgust. (Wrivot-Telegramm.) Wie englische Blätter aus »anstanttnopel melden, sucht General Wrangel jetzt seinen linken Fläael auf das Cflufer des Dnjepr zu verlegen, vm in die Ukraine «intzudringex und Odessa zu besetzen. Deine Truppen haben durch die « - u. ernarmee von dreitzigtaufend Mann Verstärkung« erhalten und auch die Dontosalen kormuen dem General Wrangel »» Hilf«,
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Erfolge de« polnischen Heere».
KSigtzberg, 20. August Eigene dung.s Fn dem Vorgehen der Bolschewisten scheint iwfoiee der Rstcktoirkun, der Sage vor Warschau em Dttkkstand ein getreten M fein. Stärkere Regtawnter stad aus der Gegend Sol- dan Mlawa in Mvftchrr Rfehnm« vorgezogen worden Die Linie der polässchen Nordarmee ist nach Osten bis an den Stare» erweitert worden. Hier staden Kämpfe statt,
eine sieht jedenfalls fest, daß der krüsiige Gegenangriff des Feindes auch den Russen höchst Über- rafehend gekommen ist und dadurch Wasser in den Wein ihres Siegesrausches goß. Dazu kommt noch, d.tß auch General Wrangel mit autzer- orden-rsicham Geschick und großen Erfolgen in Südrußland «pertert. Die Lage auf diesem Kriegsschauplatz ist bereits so, daß die bolsche- wffttsche Heeresleitting ganz energische Maßnah- treffen muß, wenn sie verbuten will, daß WrangeW Dormarsch weiter gcht. Gelingt es nicht, den Mhnen Heerführcr aufzuhalten, dann ist daimit zu rschrvm, daß ihm das gesamte Dvn- fiebiet und der Kaukasus in die Hände fällt.
Das Ringen nm Polen
Die Pole« erzielte« größere Erfolge.
War die Sranzssen meide«.
Schilderungen eines Pariser Mattes.
(Privat-Telegramm.i
PariS, 20. August.