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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Nummer 191

Fernsprecher 951 und 952.

Freitag, 20. August 1920

10. Jahrgangs

Fernsprecher 951 und 952.

Wechselnde Kriegslage im Osten

Fernsprecher-Elend- l

Große Finanznot überall! fi

m

i «~/=V V inne anvere Armee

wW sich fluchtartig zurück Am Mittwoch früh

die Polen yn erwecken vermag.

:8 der

Deutsche und franzöfische Lieder.

K a t t o w i tz, IS Ang Die französische Besät, zimgstruppe ließ sich nicht sehen. Die Besät Jung und die Offiziere der interalliierten Kam-

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Fernsprechamt Kattowitz antwortete auch freute früh noch nicht. Polnische Trupps, die von Bogurschütz nach Kattowiy marschirren wollten, wurden von der Bevölkerung angerissen und wuroen von der BevöAcrnna angc griffen,

Mission haben gegen Abend das Gebäude fluch!» artig verlaffen und alles ftrheu und liegen ge­lassen. Tie Franzosen zogen singend ab. Tie wurden aber von der Menge, die sie begleitete, übertönt mit dem LiedeSiegreich wollen wir Frankreich schlagen." Das

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die vierzehnte polnische Division die sech­zehnte russische Arme« Gerüchten zufolge, zwi­schen Iwangorod und dem Warschauer Brücken­kopf geworfen. Die sechzehnte russische Armee wurde total zertrümmert und in regellose Hau­fen verwandelt. Bisher wurden lausend Ge­fangene gemacht, vierzig Geschütze und zahlrei­ches Material sollen erbeutet worden fei«.

Sie Krawalle in Sberschkfien.

Blutige Ereignisse in Kattowih.

fPrivat-Telearamm.)

Katrowitz, 19. August

Von den gelchentlich der gestrigen Unruhen im HcktelDeutsches Haus" verhafteten siebzehn Polen wurde einer an Ort und Stelle stand­rechtlich erschossen, weil er sich zur Wehr setzte. Zwei Personen wurden von der erreg­ten Menge erschlage«. Von dem Hotel ...Deutsches Haus" zog die Menge nach der pol­nischen ZeitungGazetta Lodowa", deren Räu­me völlig demoliert wurden. Die Maschinen, teile wurden auf die Strasse geworfen. Andere Trupps zogen nach polnischen Geschäften uns ein Trupp auch vor das Hmis des Polenführers C a p n i ck ÜFder der Menschenmenge aus -dem Fenster ziHrh und durch provokatorische Reden die Menge reizte, die sich anschickte, das Haus zu stürmen. In diesem Augenblick wurde aus der Wohnung geschossen. Die Menge blieb vor dem Hause stehen. Eie Schüsse wurden immer häu­figer gewechselt. Um Mitternacht war die Ak­tion «och nicht beendet. Weitere Trupps plün­derten polnische Geschäfte, darunter auch das KaffeeRheingold" das gleichfalls einem polnischen Unternehmer gehört

Sie Sberfchlefier.

Eindrücke während einer Studienfahrt.

Siner unserer Mitarbeiter hatte Gelegenheit ans einer Stndienfahr» durch Oberschlefien Land und Leute näher kennen zu lernen. Cr gib« un6 über di» gewonnenen Eindrücke folgendes Bild;

Nach dem guten Ergebnis der Abstimmung Ost- und Westpreußen sind die Wicke Allei

Die Franzose» atmen auf.

Paris, 19. August. (Prrvattele gramm.) Tic ganze Hoffnung der französischen Presse ist heute auf die Erfolge an der polnischen Front gerich- tet Die Meldungen von der endaultigen Ret­

tung Warschaus verstärken sich, namentlich die ZeitungExcelsior" bringt ganz b e ft im tn-t c Mitteilungen darüber. Andererseits wird ans Warschau mitgeteilt, daß die drohende Besetzung dos Korridiors und Danzigs nunmehr ver­mieden (?) fei. Tie Gefahr halbe bestanden, daß dieser Korridor durch das Andvängen der boüfchöwistischen Dvuppen entzwergefchnirlen worden wäre. Nunmehr stehm aber die Eisen­bahnlinien von Marienburg nach MlÄwa und von Thorn nach Warschau in vollem Umfange wieder zur Verfügung. Die Rettung des Dan­ziger Korridors sei auf di- Pläne dos Generals W e y g a n d zim'icknrflihren, der bm Polen ge­raten habe, dort sine Gegenoffensive einxulei- ten. Diese habe gestern Abend begonnen

Was die Ruffen melden.

Königsberg, 19. Aitgust. (Privattelegramm.) Rach russischen Meld-rngen hohen die bolschewi­stische Truppen die Eisenbahnlinie Deutsch- Eylau-Thorn Nherschritten, Lessen und Reh de n erreicht. Südwestlich von Zjiechanow ist der Entlastungsvorstoss des polnischen Nord- flü stets zum Stehen gebracht. Zsivchanow ist in die Hände der Bolschewisten zurückgcfallen.

Vie Echlacht bei WMchM

Ein Umschwung z« Gunsten Polens.

(Privat-Telegramm.)

Etwas anders sind die Verhältnisse auf denk Lande geartet. Da die Landbevölkerung im Unterschied zur Stadtbevökkerung meistens was- scrpolnisch (nicht polnisch) spricht, glaubten die polnischen Agitatoren der Landbevölkerung ein- rrbeit zu können, sie sei polnisch rmd muffe daher für Polen stimmen. Dank der deutschen AnsAä- rnnasarbeit siiid auch hier anfängliche Erfolge der polnischen Agitation im Schwinden begriffen. Die Einteilung der ober schlesischen Bevölkerung rn Derktsche und Polen gemäß ihrer Mutter- 'prache ist eben durchaus falsch. Es gibt nur »olr.kssch- oder deutsch-sprechende Oberschlesier. Dabei unterscheidet sich das oberschlesische Pol-

Wien, 19. August.

Na» einer Aleldung aus Krakau wurde eine von den vier russische« Armeen, welche Warschau umzingeln total vernichtet. Eine andere Armee

Die Rrrffen zurückgedrangt!

Genf, IS. August. (Eigene Drahtmeldung.) Nach einer Depesche ags Paris ist der Erfolg ?ds der polnischen Gegeno-ffenswe, P^.en die feEicheu Linien, die stellen­weise brs dreißig Kilometer vor Warschau frer= ,c,Hmsnnddreißig und vierzig Kilometer lei,ra " «* d-tben. Nach einer anderen Drahtmäldung stehen die Polen wieder vor ^e Gefahr der Kapitulation War- ^us^n als beseitigt angesehen wer- 2nric Radzymin östlich von War- .7. n°ch von den Russey Sehakten. Auch h.er nehmen dre polnischen Gegenangriffe w

Ddlich von Warschau, * polnische Gegenoffensive gleichfalls begonnen.

nisch wesentlich von dem Hochpolnischen. Die Leiter polnffcher Gesangvereine, die polnischen Schullehrer ufw. müssen sich ost deutscher Aus- drücke bedienen, um sich den oberlchlesisihen Kin­dern verständlich 31t machen, da die entsprechen- den polnischen Ausdrücke in Dberschlesien einfach nicht verstanden werden. Vor allem auf di- Kreise Rhbnik und Pleß mit vorwiegend ländlicher Bevölkerung hatten es polnische Agi­tatoren und Polen abgesehen. Aus leicht begreif­lichen Gründen! Bilden doch diese beiden Kreise die Zukunst Oberschlesiens. Die großen Kohlen- Vorräte im Kreise Rybnik und Pleß sind bis jetzi noch wenig abgebaut, während das heutige In­dustriegebiet schon stark ausgebaiit ist. In den letzten Wochen stlchen die Polen die Bevölkerung dcr beiden Kreise einzuschüchtern, indem sie ihnen vorgeben, diese Gebiete würden ohne Ruckst chi nwf das Abstimmungsergebnis zu Polen fallen Gerade in diesen exponiertesten Gegenden Ober- schlestens liegt jedoch die deutsche Llgitation, wie wir uns selbst davon überzeugen konnten, tu durchaus zuverlässigen und tüchtigen Händen. Dank dem unerschrockenen Mut der deutschen Agitatoren, die sich vor polnischen Handgrana- ten und Gummi-Knüppeln nickt fürchten, die im Gegenteil bei jeder Gelegenheit durch packende, derbe Art der polnischen Heuchelei begegnen, hat sich die Stimmung schon sehr (besonders in den letzten Tagen) zum Besseren gewandt, wenn dies vielleicht auch nickt ösfenMch zahlengemäß durch, den Beitritt in denVerband heimatstreuei Obcrschlesiei" hervonritt. Manche in den Grenz- : dörserr- wohnenden Deutschgesinnten fürchten sich eben, ihre Gesinnung offen zu bekennen, da sie sonst am anderen Tage zu erwarten hätten, daß ihnen der rote Hahn aufs Tack gefetzt wird, oder sie aus dem Hinterhalt eines Tages von den Po­len überfallen und zu Tode geprügelt würden. Die. Abstimmung, die hoffentlich recht bald statt­findet. wird zeigen, daß der polnische Terro, zwar die Leute einschüchtcru, aber keine Liebe'

Wer seither im Besitze eines Fernsprech- Anschluffes war. las schon feit Monaten davon, was ihm bei der nächsten Zahlung der Gebühren bcvorstand. Trotzdem wird bei vielen Teilneh­mern die Ueberraschung nicht unerheblich ge­wesen sein, als die Telegraphen-Behörde ihre Rechnung für das dritte Vierteljahr schickte, uns Mancher wird lebhaft bedauert haben, daß er sich dieser Plötzlich so hochwertig gewordenen Errungenschaft der Kultur nicht entäußerte. Was da kaufmännisch spezifiziert wird, ist in der Tat im höchsten Grade unerfreulich In Kassel kostet beispielsweise jetzt ein Haupt--Anschluß für ein Jahr nicht weniger als sechshundert- achtzig Mark. Leistet man sich dazu (weil's dringlich erforderlich ist) noch einen Neben­anschluß, dann zahlt man dafür achtzig Mark extra, und wenn man zwei Kilometer vom Amt entfernt wohnt, dann kostet das rund vierhundert Mark fürLeitungslange" Dazu kommen noch sonstige mit liebevollster Sorgfalt zusammenge- tragene Kleinigkeiten, die den Preis für die häufig zweifelhafte Annehmlichkeit, Fernsprech. Teilnehmer zu sein, noch mehr in die Höhe trei­ben, kurzum, wenn es rn diesem Tempo weiter geht, dann wird sich kaum noch ein Geschäfts­mann den Anschluß an das Telephonnetz gestat­ten können.

Die Ereignisse der letzten Wochen auf deck Kriegsschauplatz zwischen Polen und Rußland halben- wesentlich zum Stinnnungsumschlag beige- tragen. Die Oberschlesier sehen in den Bolsche­wisten vor allem die Gegner der Polen und be­grüßen daher ihre Erfolge. Die polnischen De- ch teure, die beinahe täglich über lie Grenze »eiüberkommen, sind übrigens sie besten Zeugen gegen K 0 r s a n t y s Sügenagitation. Tie Mär- cken von der Kuh und den sechs Morgen Land ziehen nickt mehr recht. Wan gLaufrt Den WL-

nach dem oberschlesischen Abstim- mnngsgebiet gerichtet, wobei man ost die Befürchtungen hören kann, daß die kommende Abstimmung in Oberschlesien bei weitem nicht so günstig aussallen würde, wie dies in Ost- und Westpreußen der Fall war. Es gibt sogar viel« Leute, welche Oberschlesien bereits für verloren holten. Eine Rundreise im Abstimmungs-gebier, die aus Einladung desDeutschen Schutzver­bandes* erfolgte, belehrte uns eines besseren ... In den ersten Tagen nach der Revolution war allerdings die Stimmung für Deutschland sehr gering. Dank den Methoden der polnischen Agi- tokion und der französischen Besatzung hat sich ~ die Stimmung sehr rasch geändert, sodaß sie heute im großen und ganzen als für Deutschland günstig bezeichnet werden kann. Vor allem die Bewohner des Industriegebietes, das durch das Dreieck Gleiwitz-Kattowitz-Beuthen bezeichnet werden kann, können unzweifelhaft als die Zuverlässigsten bezeicknet werden. Die Kcwerkschaften bilden in Oberschlesien eine Macht, vor der die Besatzuuysbehörde am meiste« Respekt hat.. Von vielen Seiten wurde die mehr­heitssozialdemokratische Partei als die am stramnisten deutschgesinnte bezeichnet. Sogar die 'Unabhängigen'haben sich durch den polnischen Chauvinismus von ihrer Gleichgültigkeit gegen die nationalen Ideen otoringen lassen, sodaß jetzt gewillt sind, für Deutschland eMzutreten.

Wird Amerika helfen?

Washington, 19 August. (Eigene Drahttnel- dung.) Es fanden Massenversammmlungen statt d'* /um Attsdruck brachten, d'-> ameri-' k°n-sche Hilfe für Polen zu erbitW

Ansicht, daß alle Hilfe fiir Warichau und Polen zu spät koinmen würde.

Eine ruMche Niederlage?

Siegesmeldungen des polnische« Heeres.

(Eigene Drahtmeldung.)

französisch« Militär hat sich in die Kasernen zu­rückgezogen und verbarrikadiert. Um Mitter­nacht herrschte in der Stadt Ruhe. Grössere An­sammlungen fanden noch statt. Es werden aus Bog-itschütz polnische Stoßtrupps er­wartet. Diesen wurde von Kattowitz die Sicher. heitSpolizei ent gegengeschickt, begleitet von be. waffneten Zivilisten, die die Stosstrupps auf- fangeu sollen. Es liegen Anzeichen vor, daß di« Polen eine Gegenaktion planen die weitere oberschlesische Städte berühren würden.

Keine Bahnverbindung mit Kattowitz.

Breslau, 19. August. (Privat-Telegramm.) Der Eisenbahnverkehr von uns noch Kattowitz ist eingestel t. Nach einer Meldung aus Kö­nigshütte ist die letzte Nacht in Kattowitz ruhig verlauftu, nachsem bei dem gestern Abend vor dem Gebäud: der polnischen AbstiMrrmngskom- mifsion stattgesunden en neuen Feuergefecht aber­mals sechs Personen getötet und sieb­zehn verwundet worden waren. Das

Heber diese Tatsache ist man sich denn auch m den weitesten Kreisen des Publikums voll­ständig klar, und aus diesem Vewußtseiu rührt zunächst die lebhafte Opposition, die gegen 5i>> geradezu ungeheuerliche Verteuerung des Fern­sprechers überall im Lande getrieben wird In­nerhalb kürzester Frist sind mehr als s-chzig Ortsgruppen begründet worden, die mit aller Energie poogeheu und alles aufbieten, nm eine Aenderung der jetzt vorliegenden Verhältnisse zu erreichen. Und zwar richtet sich der Kampf der Unzufriedenen nicht nur gegen die Verdoppelung der Gebühren, sondern mrch, und das jnit voll­stem Recht, gegen die ZwangSanleihe in Höhe von tausend Diark, die jedem Fernsprechteilneh­mer aufgezwungen wurde. Man will den Reichs- tag im ein« dringlichen Eingabe ersuchen, das Inkrafttreten der neuen Bestrmmungen solang» hinauszuschieben, bis man zu einer anderen und zwar zn einer gerechteren, hie Sachlaae mehr differenzierenden Lösung der Frage gekommen fft. Man weist ferner darauf hin, daß, wenn das Gcfetz nicht einer Revision unterzogen werde, insbesondere die Streichung der Zwangsanleihe mcht erfolge, zum Quartalswochsel eine gewal­tige Zahl von Fernsprechteilnehmern den An­schluß aufgebe. Ob das Vorgehen der Vereinig­ten Orgamsatwreen irgend welche praktische Bedeu­tung haben wird, muß bezweifelt werden. Es wird ein Entrüstungsschrei fein, der (wie so viele andere) wirkungslos verhallt.

Schon bei B e r a t u n g der Vorlage haben wir auf die ungeheueren Schädigungen hingewiesen, die durch eine Verteuentng des Telephons für das gesamte Geschäftsleben, insonderheit aber für den Kleinhandel und den GewerbestanL, her- Lusbeschworen würdeit. Es muß immer wieder als -lss höchst bedauerlicher'Zustand bezeichnet wer­den, wenn eine so lebenswichtige Einrichtung, wie sie das Fernsprechwiesen für Handel und Verkehr darstellt, so verteuert wird, daß man sie nur mit schter unerschwinglichen Opfern ihren ureigensten Zwecken nutzbar machen kann. Sei­tens des Postministeriunis hat man errechnet, daß nur sieben vom Hundert aller Apparate der Behörde zur Verfügung gestellt worden feien, mgji scheint damit sagen zu wollen:Seht, unsere Maßnahme ist ja gar nicht so druckend!" Diese Schlußfolgerung würde allerdings völlig ah- wegig sein. Haben sich ht der Tat nur sieden Prozent von ihrem Telephon gelöst, so kann dar­aus lediglich der Schluß gezogen werden, daß her Rest, vorläufig wenigstens, den Anschluß aus dringenden Notwendigkeits-Rücksichten nicht entbehren konnte. Jedenfalls darf der Herr Post- Minister überzeugt fein, daß die Entrüstung über die ungeheuerliche Verteuerung durchaus nicht ab geflaut ist, denn diese Verteuerung stellt eine vorkohrsfeindliche Maßnahme dar, ebenso wie die Erhöhung der Bahn-srachten und der Petsonen- tarife. Wer davon betroffen wird, und zwar rn fortgesetzter Folge, der wird sich nickt damit beweunden können. Daran ändert auch nichts die Mitteilung, daß manbemüht" fei, in Zu­kunft die Gebühren anders und zvmr nach der Zahl der Gespräche zu berecknen. um eine allge­mein gerechtere Belastung der Teilnch- mer herbei,ii führen

Wann dieseallgemein gerechtere" Belastung kommen wird, das steht allerdings in den Ster­nen geschrieben. Gehören doch dazu technisch« Einrichtungen, deren Herstellung nicht nur vi»l Zeit, sondern auch vi"l Geld kosten wird. Woher aber will der Herr Postmiutster angesichts ' Bankerotts-AuSweise des von ihm geleiteten In­stituts drefts Geld nehmen? Wir befürchten, daß dazu nicht einmal die .zahlreichen Millionen aus- i eichen werden, die man sich aus der Zwangs-

Paris, 19. August.

D'e französischen Blätter stellen einen Um­schwung in der Schlacht bei Warschau zugunsten Bolcns fest, warnen aber vor übertriebenen Hoffnungen und meinem daß dadurch die Be- svrechnngen in Minsk Innerer dauern nifirben 018 erwartet wurde. Es ftbeine, daß England die MunitionStransporte drrrch das Danziger Gebiet nach Polen «erböten habe während Deutschland Munition für die rote Armee nack Svwjetrusslanh schaffe. Die Blätter silueihen em moralischen Faktor die größte Bede« *'?? bei den polnische« Erfolgen $u. Die pol- inftfie Offensive, die zangenförmig znfaßt, kann als von französischen Offizieren ausgenrheitet angesehen werden. General Henrys« der erste General dec Linie, Bilotti sei der Chef seines Stabes und ein anderer General stehe mit deut polnischen Oberkommando iu^ Berckindung.

Anlcshe errechnet hat und die man mit dem haltlvlien Zustande zu rechffertigen suchte, in dem sich Me Elunchtungen der Fornjprcchämter be- tcmdcn. Wenn über die zu der angödeuteten AenSeruna erforderlichen automatischen Zähl- Uhren nicht eingebaut werden, dann kann auch von enter AeUdcrtmg des Systems nicht die Rsde sein. Denn nach Zähl - St i ch t a g n und Schät­zungen laßt sich dos nicht machen Vielleicht hofft man auch, daß sich inzwischen die erregten Teil­nehmer beruhigt haben rmd willig die enorme Lasten tragen werden. Uns dünkt aber, daß bi- Mnze Wirtschaftslage und vor allem die Finanz­lage des Einzelnen, nachdem einmal die Steit-c- fckraube anMzogen^ ist, nicht dazu angetan er- ichetnt, d,e optlmistrschon Erwartungen fm Post- mmifteriwm zu rochlfertigen. Das Fernsprech- Elend als eine Folge der großen Bankerott-Wirt­schaft ber der Posst ist jedenfalls eines der schwe- b,e M^mmeugebrochcnes Wntsckaftslebcn am Boden halten. Bringen wir M Ä? Hierin bald ein Wan­del emtr aen wird . * * *