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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Nummer 184.

10. Jahrgang.

Donnerstag, 12. August 1920

Rernforedjer 951 mtb 959.

Fernsprecher 951 mtb 953.

Bedrohlicher Streik in Oesterreich

lands zwar bolschewistisch ist, beim an

Rußland, wogegen Stioi# George fi friedliche Betl^ung, das heißt für e»

Bese Wirkung in Paris.

Die

irert ist, den sie

des

der Spitze der Moskauer Regierung steht Lenin, i» Wirklichkeit sei eß aber eine russische Ar­mee. Der General stabschef iS Bruffilow, der schon unter der kaiserlichen Regierung eine Rolle spielte. In seiner Umgebung finden sich andere Generäle des Zarenreiches. Die Russen hätten keine Eroberungsabfichten und man könne er­warten, daß ste die Souveränität Polens nicht antasten wollen. Die amerikanische Politik wünscht dje Gebiete Rußlands zu schüt­zen, bi« das ruMche Volk sein« inner«« A« geleaenleiten geordnet hat. Sie hofft, daß da­durch die Wiederherstellung btiB Frieden« thtb dar Ordnung in Rußland beschleunigt wird.

gnferttenipTetf«. a> 6tn!)etmtf*e ttnfträge: »te «tnspalttg« Kn$etg«n. Rette 9t. LOO, bte etafpatttg« StertamejeUe 9L 150. b> XuSroirttge Aufträge: $t« etnfpatttge XnjetgenjeUe M. 1.20, M« etnfpalttge Reklame,elle 9t 176, «He« etnschUetzUch Xeuerung«,Uschlag tmb anjetgenfteuer. — Für Bte Richttgketl «Her Bur* Fernsprecher aufgegebenen «n,eigen, sowie für HutnaBmebaten nxb Platze kann eine »ewähr nicht übernommen werben. — »ratteret: 6d)lad)t|otftr.28/30. «eschüstüstelle: »ölnische Str. 6. Telephon Str. 951 u. 352,

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Zwiespalt i« Frankreich.

Rotterdam, 11. August. ^Eigener Dvahtbe- richt.) Der Rieuw« Rotterdam sche Courant mel- >et aus PariS: Wenn Deutschland nicht so-

zitt rnsftsch-pvlnischvn Frage schr erbost. Der »Temps' fragt, ob Wiffon es vergessen häb-, daß der Frieden von Versailles fern eigenes Werk ft i. Die Sowjetregsierung sei eine MÄitär- laktetur und zwar die inchenalfftischste, welche die Wett je gesehen habe, Er erklärt Zweifel daran, daß Amsvkka zugunsten derPolen eiftgreffe.

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Folge» der Handekkieger.

Die englische KurzfichtkAeit.

Amerika neigt zu Rußland,

eine amtliche Mitteilung.

lEigene Drahtmekdun«.)

Rotterdam, 11. August. Die amerikanische Presse ix Washington ver­öffentlicht das Kommunique des StaatSdepartr-

Ratlosigkeit in der Satrute.

Englands zögernde Haltung.

(Eigener Drahtbe richt.)

London, 11. August

Der Premierminister Lloyd George betonte in seiner gestrigen Rede im Unterhaus, daß die Sowfetregieruugberechtigt sei, in den FriedcnsbedinM.'Ngen den Umstand zu berücksich. ttgen. daß Polen vorher Rußland ange­griffen habe und ebenso Sie Tatsache, daß die­ser Angriff entgegen der Warnung der Alliierten erfolgt fei. Die Sowjetregierung sei auch berech­tigt, Bürgf chaften zu verlangen, wie sie eine jede sich in gleicher Lage befindliche Regierung gegen die Wiederholung eines sollen Angnffis verlangen würde. Aber Rußland dürfe ui chi Vergeltung und Bestrafung in einem solchen Umfange fordern, daß dadurch der natio- nale Bestand Polens vernichtet würde. Das Zick der Alliierten sei, den Frieden ans der Grundlage eines unabhängigen und demokratt- schen Polens zu sichern. Ein großes, angriff 3- lustiges Sowjetreich mit gemciusamen Greuzen mit Deutschland würde eine Ge­fahr (?) für den Frieden Europas bedeuten. Wenn die Konferenz von Minsk erfolglos bleibt, würde der erste Schritt der Alliierten zunächst ein wirtschaftlicher Druck auf Sowjtt-Rutzland sein, um Polen am Leben zu lasset»

äußerst kräftige Antwort Frankreichs ersolyen. Diese wird in simer ausgiebigen Demonstration mit französischen Truppen bestehen. Nach der Vollmacht, die die Konferenz von Spa gegeben hat für den Fall, daß Teuffchfimb am 10. November nicht die festgesetzten Mengen Kohlen geliefert hat, ist os Kar, waS darunter zu verstehen ist. Würde man Deutschland znge- tehen, den Friedensderttaq tot Osten zu sthan- den. dann würde der ganze Vertrag inS Wasser fallen. Man werde dCfo schon jetzt eine« Druck auf Deutschland auSüben. — Die unifizier- tenfranzösischenSozi allsten haben be- chwffen, die größten Anstrengungen zu machen, um die PWne für die Hilfe, die man Polen cm- gebechen lasten will, z« durchkreuzen. Heute wird eine Veofammlumq der untfiztert« So­zialisten und der Drbettef-lAewetkfchaften Frank­reichs zur Beratung über die in mtbetracht der Sachlage zu ergreifinden Schritte statefindsn.

Der mMch-voknische Krieg.

Rampfbertthte von den Fronten.

(Prtvat-Telearamm.)

Berlin, 11. Awgust.

ofBer Nordflügel der polnischen Armee, der die verantwortungsvolle Aufgabe hatte, Warschau im Norden zu decken, ist unter dem Druck der 4. russischen Armee in Auflösung. Von dem ersten und zweiten kaukasischen Artil- leriekorpö begleitet, haben die 1L, 18. und 54. russische Division die vordere Linie über­schritten. Sie haben hinter sich mkst weitere In­fanteriedivisionen und das dritte kaukasische Ar­tilleriekorps. Die Stoßrichtung ist gegen Thorn angesetzt, dagegen ist die frühere deuttche Grenze im Nordzipfel des Soldauer Kreises von den russischen Patrouillen nicht überschritten. Die russische Front geht über Mlawa-Cchanow-Zozen. Die bei Oftrolenka kämpfenden Truppen habe» die bis Zozcn ge­hende Linie besetzt. Die Entscheidungsschlacht zwischen Ostrolenka und dem Bug scheint von den Polen nicht angenommen zu sein, da sie sich tellenweise beschleunigt zurückziehen.

friedliche Beilegung. das heißt für «in Nach­gehen gegenüber Rußland ist. Es entwickelt sich letzt eine dramatische Spannung. Die menschlichen Schwächen, mit denen gerade die etffien Herren von Paris und London so ftarf behaftet sind, werden ihnen bald zum Verhängnis. Wie immer

’ infame Spekulation f-Wschlägt,

Aursiand in Lrftemich.

StSoxng des Fernsprechers und Delegraphen.

(Privat^ elegramm.)

Wien, 11. Awgust

Der Fernsprech, und Telegraphen- beamtenstreik in Oesterreich gestalt« sich zu einem großen Zusammenbruch der Verwaltung. Da der AuSstand noch nicht beendet werden konnte, haben die Streikenden ein Ultimatum an bte Regierung gerichtet, in dem sie bis hertte mittag 12 Uhr eine bindende Erklärung darüber verlangt, daß unverzüglich ein KabinettSrat einberufen werden soll. Sollte diese Erklärung bis zu diesem Zeitpunkte nicht gegeben werden, dann würde der Streik sofott verstärkt werden. Es würden auch die Feuerwehren, Spi­täler, RettungSgesellschaften und der ErnährungSdienst, die bisher Tele Phonanschlüsse erhielten, ebenso ausgeschaltet werden. An diesem Falle steht aber auch schon das ganze Personal der Post bereit, um gleich­falls in den Streik yj treten. Ein Ersuchen des tschechisch-slowakischen Gesandten in Wien, in die Telephonverbinduna eingeschaltet zu wer­ben, wurde von den Streikenden mit dem Hin­weis aus di« Berfolguna des Brüderorganisatto- neu in Deutsch-Böhmen durch die tschechisch-slo­wakische Regierung abgelehn».

fürchtet man, daß in der Zett der Waffenruhe eine Koalition von kleinen Staaten gegen Ruß­land zusammengebracht werden kSnnte. Au die­ser Befürchtung fiegt vielleicht keine Ursache vor, denn, wie unsere Telegramme g-stern meJbeten besteht in der Tschecho-SDowakei, in Ungarn und Rumänien, ebenso in den nördlichen RmMtaotsn keinerfti Neigung, sich die Finger zu verbrennen. Es wäre auch zu schade, wenn die engltfch-fran- zöstschen Abenteurer noch Dumme fänden, die für ste die Kastanien aus dem Feuer holten. Mille- rand unib Lloyd George müssen verurteilt fein, sE die Frucht öfter touflifchen Saat zu ernten & F. Dr.

'dernng «Eigenes Heim auf eigenem ®ntnüy“, die in der besten Zett deutschen Wirtschaftslebens nur in besonderen Fällen zu verwirklichen war, in die Aufgabe hineinverflochten, es wird ge­fiedelt. Wenige Glückliche erhalten so durch Hergabe ungöheuerer Summen ans öfftnÄichen Mitteln Eigenhäuser, die den idealen Forderun­gen der Wohnkultur und noch darüber hftmus- gehertdeu Wünschen zu entsprechen suchest, wüh-

Krufter Zwiespalt.

Verdruß zwischen England und Frankreich.

Der Ausgang der Konferenz tn Hythc, an der aus englischer Sette Lloyd George nebst Mar­schall Wilson und Admiral Beauty, aus französi­scher Seite Millerand nebst Marschall Fach teil- nsthmen, ist sehr unbefriedigend für beide Teile verLaufou. Was beschlossen wurde, weiß man noch nicht, denn die Teilnehmer bsschränken sich nur auf Andeutungen, aber gerade ihre Zurück­haltung gibt die Mißstimmung deutlich $tt erken­nen. Die kurzen Meldungen besagen, Mille­rs n d bestehe hartnäckig auf dem Krieg gegen

zuerst da« Nützliche, das cn-ch feine Schönheit hat, getan toetitat, Kos wäre hier, Wohnungen zu schaffen. Immer mchr wird von Sachverständigen die Erkenntnis offen­bart, daß der Kleinhausbau nicht das richtige Mittel zur Bekämpfung der Wohnungsnot ist So zum Beispiel erst Angst auch von Stadtrar Rcidel-Mannheim, der berechnet hat, daß mit denselben Kosten wie 1571 Zwei-Zimmer-Woh- mmgen in dreistöckigen Häusern ange­legt werden können, nur tausend in EinfirmMew- HÄrserrr geschaffen werden, bei Droizitmner-Wvh- rmngeu ist das Verhältnis sogar 1888:1000, als» 57 bezw. 89 v. H. Wohnungen mehr! Reben der Kostensrage aber müßte m. E. eine andere Ueüerlegung den entscheidenden Ausschlag «den, das ist der Heizmaterialbedarf. Trotz- dem immerfort von der Wichtigkeit sparsamster Kvhlewirtschast geschrieben und gesprochen wird, ist diese Frage bisher nicht genügend beachtet. Nach meinen überjchläqlichen Berechmmyen er­fordern die üblichen Siedlungshnuser an Hei- zrrwgsuutterial, je nachdem, ob eS sich nm Ein­zel- oder Doppehhänftr handelt, mirtdestens sech­zehn begto. acht Zentner Kohlen mehr im Jahre als gleichgroße Wohnungen itt eingebauten Etayenhäusern. Welche Belastung des Haushal­tes dies bei den heutigen Kohlenpreisen bedeu­tet, kann sich jeder ausrechnen. Der Schaden aber, der unserer Volkswirtschaft aus solcher Kohle- vergeudung erwachsen muß, ist kaum abwägbar. Es steht auch im Gegensatz, einmal die Berg­arbeiter durch Häuserbau zur Kohleforderuug ansporneu zu wollen, aus der anderen Seite aber gerade durch <Redlungsbauten den Kohlever­brauch mehr als nötig zu erhöhen. Richt der Mietkaserne, dem Produkt der Baufvekulation, soll hier das Wort geredet werden. Es gilt da unserer Zeit angepaßtes

städtisches Wohnhaus zu schafseifi das den Erkenntnissen unserer Wissenschaften fct würmetschnischer und hhgienischer Beziehung entspricht, das gerade auch dadurch die rationellste LÄfmrg bietet und so zum lebendigen Aus- >ruck unserer Zett wird, in der rechte Spar­

zahl von Klagen Wer den Startd des Wirt« schaßtslebens. Essauben Sic nicht auch, daß die Schließung fo viÄer deutscher Han­delshäuser auf ber ganzen Welt «unit zu tun hat? Diele von ihnen tauften Dextü- waren, und zwar zum größten Deck von Eng­land. In Hougvony allem wurden neunundswb- aig deutsche umd österreichrsche Firmen liquidiert. Wenn eines unserer heimischen Handehshäuser seinen Stad von Rettenden von zwanzig auf fünfzehn reduziert, so bin ich sicher, daß niemand behaupten würde, daß däefe siinszahn ebensoviel

Sie AedlerhSuser.

Dranchbnre und unbrauchbare Pläne.

®a« ®eftreb«Kr bte L-hnungSuvt durch bM »an bett {leinen Käufern nach MSglichkett M Itobeett, hat mancherlei «anputne hervor, gebracht, lieber brauchbare mtb nnbraatbbare -ptLtte schreibt C. N. SeineCe, (nttnranUHber »an . «achverNSitbiger, nachstehende Seiten.

gehenden Wünschen zu entsprechen futi rend Tausent-e nicht die bescheidenste S lichkeit finden können. Eine Statistik über dks bisherigen Wohnbedürsnisse der Siedlunsshaus- besitzer und Gegenüberstellung der neuen Wohn­verhältnisse dürfen intereffanre Feststellungen er­möglichen. Gewiß hat der Gedanke, int eigenen Hause wohnen zu können, für jeden bodenstän­digen Menschen eiste besondere Schönheit. In der Not muß aber

Hunbetttousendc von Wohnungen müssen ge»- schassen werden, wenn der Wohnungsnot adge- iplfeit werden soll. Llllcin im Kohlengebiet sÜK h-underrsäntztatansend Wohnungen Mr Berg- arbettsr gvfordett worden. Da Mio man mei­ne«, daß vor alkem versucht würde, die Frage dechirrgehend zu beanttvorten, wir mH den zur Verfügung stchendon ©litte I n die größte Zahl von zw sckmäbigen Wohnungen geschissen werden kann. Matt dessen wird die ideckle For-

zu besehuldi- ___.... nicht mehr ist die- ;er Hinsicht allein da. Das erbauliche Schauspiel wiederholt sich jetzt bei den AMierton. Im Ge­gensatz zu Frankreich will die englische Presse nichts von einem mMtärischcn Eingreifen wissen. Tie .MorninWpost- zeigt sich von der Haltung der englischen Arbeiterschaft lebhaft bsunruhigt. Die »Daily News" nennt einen Krieg der En­tente gegen Rußland ent verbrecherisches Unter­nehmen. das den Genorasstrcik Hervorrufen nchffe, und klagt Frankreich an. daß feiste un­versöhnliche Haltung die Ettmgkett in Gefahr bringe. England müsse sich zurückbalten wie Italien und dürfe sich nicht ist einen europäi­schen Krieg hineinziehest lassen, f-mdern müsse

Der .Manchester Guardian' vom 8. August druckt den Bries eines ÄaitfniaronS ist Manchester ab, der fernen Landstatten zu tewetfen sucht, ^ß dLe Wittschastskrrsis, unter der sie heute leiden, zum nicht geringen Teil auf den Handelskrieg «rrückzufüht gegen Dertlschkand während geÄchtt haben und zum Teil noch führen.

Brief tautet :

tagung kritisiert der .Manchester Guardian' alle Beteiligten, tn erster Linie Palen wogen der früheren Angriffe ans Rußland, dann England. vaS die polnische Politik damals ermuttgt habe, aber Frankreich falle die größte Schuld zur Last. weÄ eß die Polen zu dem kriegerischen Vorgehen veranlaßt halbe. .Daily Chronicle', das Matt Lloyd Georges, jipricht von der Sehnsucht des englischen Ministerpräsidenten, den Frieden auf­recht zu erhalten. Den Gipfel der Unverfroren« hett erreicht aber der .Observer', der kühn schreibt, es sei zu «wägen, ob es nicht für Eng­land geboten wäre, fich ebenso wie Amerika aus allen europäischen Angelegenheiten zurückzu- ziehen! Ja, aus einmal ist Eugtand wieder friedliebend, wett es ficht, daß die neueste Krieas- fpekulatiou mißlingt.

DaS feige englische Kneifest hat begreiflicher­weise die Franzosenin Nervosität und Ent- nifbmia verfitzt. Der .Temps' bezeichnet cs als ein unwürdiges Entsagen. Niemand dürfe das Spiel auf geben. Man müsse klar sehen und Mut Haden, sonst wäre alle Hoffnung verloren. Das ist zwar recht temperamenwoll äusgedrückt, doch kann aller Mm die Niederlage der Entente in Polen nicht mehr aufhalten. Me der .Temps' fi- versuchen auch andere Pariser Blätter, die EnMnder einMschsich'-rn und ihnen vorzustel- lien, daß der Bolschewismus auch in den Orient, nach Indien, eindrinyest werde. Wenn die ruf- sische Gef.chr sticht gebannt werde, sei die ganze Errungenschaft der Alltierten bedrobt. Dann fei England durch seine zögernde Haltung Schuld daran. RaNrlich wird auch die Hetze gegen Deutschlandwieder bettieben, wobei herMus- Mmerken tst, daß versucht wird, fitt den tot pol­nischen Unternehmen entstandenen Verlust mög­lichst in Derrsschland Deckung zu finden. Der Pariser .Statut' veröffentlicht folgestde Auslas­sungen firnes Konferenz-Berichterstatters: .Wr müssen aus deutschem Gebiet alle Garantten n«ch- w«n, wie sie unsere Verteidigung erfordett. Wir muffen im Westen alle Sicherheiten nehmen, die sich uns bieten, um die Angriffe der Sowjettrup- pen mt Offen aufzuhasten. D eutschland. das die ^owiettegierung ermutigt, muß bezah­le« werm^ es sticht ohne Zögern Beweise fii-

Unsere riesige siegreiche Koalition läuft sorsst Gefahr, vor einem hefte#- tat Feinde und einer Regi rrung von Propaaan- dWen zu tapituKeren.' — Es wäre zum Lachen, wenn eß nicht so ernst gemeint wäre. Deutsch­land, das absolut nichts mit diesen Dingen zu 0«. fill wieder bezahlen ustd außerdem fime Ergebenhett der Entente geg-stüber bettm- den. Bluttger Hohn!

Angriff auf Warschau.

Wien, 11. AuMst. (Eigene DnchtmÄdung.) Das polnische Pressebüro berichtet auS War­schau: Die rote Armee wich seit drei Tagen mn- gruppiert. AuS dem Innern Rußlands find tarke Kräfte im Anmarsch. Der allgemeine Amtriff ausWarschau wird von der russischen Nordarmee vorbereitet. Aus Vorgefundenen Ta­gesbefehlen geht hervor, daß die Hauptstadt durch konzenttifchen Angriff von Norden. Osten und Südosten eingenommen werden soll. — Tie Wiener Allgemeine Zeitung meldet auS fttateu: Die Russen haben den Bug zwischen Bro du und Lemberg überschritten. Tarnopol ist zum zweitenmal von den Russe« besetzt.

Die Beschlüsse vo» Hhthe.

Rotterdam, 11. August. (Eiger«? Dvckht- bericht.) Wie die Times melden, sind in H y t h e Beschlüsse gefaßt worden, die eine Besetzung des ,4>»Irtifd)ett KorridorS" durch die Russen als wahrscheinlich annehme«. Eine solche Beset­zung würde aber den ausgesprochenen Kriegs­zustand zwischen de« Alliierte« und Sowjetrußland zur Folge haben, wie auch jeder erste Versuch, die Grenzen zwischen Deittschland mtb Polen an verschieben, zum Kriege Mischen den AAierteu und Rußland führen müsse.

»gierten sich streiten, rückt der Russe weiter vor und bvnibardtert die pol- uische HauptftÄtt. Er will wohl mit dem Polen verhandeln, aber erst muß Warschau fallen. Den, von ^England vor^schlagenen zehntüqigen Waffenstillstand schlügt er aus, weil er annimint daß in diesen zehn Tagen Polens Laae durch die Hilft der Entente militärisch verbeffert wer­den könnte. In Rußland weiß man, daß in Paris wettgeheude nMtärtfche Plane vorberei­tet werden. Man weiß auch, daß über Danzig .. . _ _ . ________ .

große Mengen von Waffen und Munitton nach ments zum ruMch-polnischen Konflikt. Dte Er- Poleu befördert weiden sollen. Außerdem de- stellt fist, daß die hcutiae «rmre Rutz.