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gnferttonäpretfet », «inheimisch« «ufträge: $te «üttoattigt «meigen-Zeiie M 1.00. Me «Wattig« Reklame,«Ue M. iso, ») «uOroarttge Auftrag«: Die ewspalttg« «n,etge-,etle Di. 1.20. M* einspaltige Reklame,eile M. 1.75, aller «inschliebllch Deuerimgrzasqlag und «n,«igensteuer. Für die Richtigkeit aller durch Fern'precher aufgegebene» Ln,eig>n. sowie für «uknahmedaten und Plage kann «in« Bewähr nicht übernommen werden. Druckerei: Schlachthvfftr. 28/ri>. »eschäftrstell«: polnische Sir. a. Delephou Nr. 851 u, 852,

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Meier Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

Nummer 181

Sonntag, 8. August 1920

10. Jahrgang.

Fernsprecher 951 und 953.

Fernsprecher 951 und 952.

EDnBKSKaUKBBKfli

Blockade der russischen Häsen.

die Inbetriebnahme

Truppen für Oberschlesien?

Genf, 7. August. (Eigene Trahtmeldung.) Pariser Blätter bringen die Meldung, dass die französische Besatzung für Oberfchlefien um eine Division (!) vermehrt werden soll Die Truppentransporte für Oberschlesien sollen Anfang nächster Woche ab gehen. Der Tcmps" meldet, daß die deutsche Negierung voll den Ablösnngs- beziv. Derstärkunzstransporten bereits otn Montag informiert morden sei.

»älter. Ungerecht sei ferner, daß mit Ausnahme Deutsch-Oesterreichs alle anderen losgelösten Staaten als Ententegenoffrn behandelt werd:». Der Völkerbund sei unwirksam, solange die Besiegten ausgeschlossen bleiben und der Kriegsgeist weiter gesrimtzt würde. Deutsch- Oesterreich sei auch völlig unfähig, die ihm anf- «leste« Pflichten ru erfüllen.

Auch Angarn gegen Rußland?

Wien, 7. August (Eigene Drahtmevdung.) Am 27. Juli ist zwischen der französischen Militärmission einerseits und der ungari­schen Regierung andererseits der Entwurf einer Militärkonvention vereinbart worden, wonach sich Ungarn verpflichtet, eine Armee von 140 OW Mann aufzusrellen, um den Krieg gegen Sowjetratzland zu eröffnen. Frankreich verpflichtet sich dagegen, auf der Botschasterkonfe- renz dahin zu wirken datz Ungarn einen Teil Westmrgarns, sowie abgetretene Gebietsteile wieder zugesprochen werden und ed die rumäni­schen Eisenbahnknotenpunkte loicder erhält.

Das erste Gespräch.

Ans -Königsberg wird über die Eröffmmys» feier berichtet: Die treue SeekabÄverbindüng von Pommern nach Ostpreußen die am Schlüsse der Eröffnungsfeier von Ministerialdirektor Bredow Oftpreu ß e n kab e ff getauft wurde, ist durch Reichspostminister GiesZerts durch das erste, mit dem Reichspräsidenten geführte Gespräch er­öffnet worben. Der Reichspräsident dankte für die Mitteilung,md sprach ter oftpreußifchen Be- vöSerung und der Festversammlung durch ein an das Kabel augeschlössenes lautsprechendes Tele­phon feilte herzlichsten Wünsche aus.

Alle vernichtende Kritik.

Zt«tten gegen die FrkedenSvertrSge.

«S'tfcencT Drahtbericht.)

Rom, 7. AuMst.

A n - »er- der

Polnischer Heeresbericht.

Königsberg, 7. Dezember (Privottele- gramm.) Aus Warschau wird gemeldet, datz Freitag MH P u l 1 u s k von den Polen geräumt wurde. Der Einzug der Russen in Pultusk war Freitag MH noch nicht erfolgt. Havas meldet aus Südrutzland: Die rote Armee ist von General Wrangel vollständig geschlagen worden ::nd »vird von den Truppen Wraugels verfolgt, die grosse Beute gemacht haben, danmtkr mehr als tausend Gefangene, mehrere Panzerzüge und Panzerautos, sowie 150 Maschinengewehre

Beteetelilfe für Sole*.

England blockiert die russischen Häfen.

(Brivab-Telegramm.)

Frankfurt, 7. Awgust.

Aus V«ris traf soeben die Nachricht ein, daß die englische Regierung mit Rücksicht auf den Fortgang deS russischen Bormarsches in Polen ein Geschwader nach der Ostsee schickt. An der Pariser Börse wurde ebenfalls bekannt, datz England die M o b i l i s at t o n mehrerer Divi­sionen in Vcrbindrmg mit den Ereignissen auf dem russisch-polnischen Kriegsschauplatz angeord­net hat- Der Eindruck in Paris war um fr- grö sser, als nach der gestrigen Morgenpreffe von England eine vollständige Gleichgültigkeit gegen­über der weiteren Entwicklung int russisch-pol­nischen Kriege verbreitet wurde. Run schöpft Frankreich wieder Hoffnung. Der politische Korrespondent des Daily ChroMcle meldet, er habe allen Anlaß zu glmtben, daß infolge der kritischen Lage dem Kommandanten der briti­schen Seestreilkräfte der Auftrag gegcbeu wurde, alle Vorbereitungen zu treffen, damit die Blök . kade der russischen Häfen erfolgen könne.

Genfer SsziEen-K-ngretz.

Belästigung der deutschen Vertreter.

Aus Gens wird berichtet: Bezeichnerrd Wat es, datz bei der Aussprache über das Problem der Sozialisierung eine Gruppe Genfer Lncks- raföi&tler den deutschen Delegierten Molken- vuhr fortgesetzt durch lärmende ZrmHe ttnts«

Arve FüedsllsverhaMlliMll

Die Polnischen Gegenvorschläge^

(Eigene Drahtmeldnng.)

Warschau, 7. AuMst.

Die Bereitschaft der Polen zu einer neuen Zusammenkunft in Minsk ist der russischen Re­gierung in einer Note mitgeteilt worden. Die polnische Regrernng schlägt vor, daß wenigstens für die Dauer der Verhandlungen beiderseits die Angriffe an der Front eingestellt werden sollen. Die Regierung ist bereit zu einem Friedensschluss auf Grund beiderseitiger Anerkennung unbezweifelbare Nationalitä- tenrechte und strebt für die hierher gehören den Fragen eine Lösung an. dir für die Zu­kunft Friede« und Freundschaft zwischen Polen und seinen östlichen Nachbarn sichern. Ium Schluss heißt eS: Pole» kann aber keinesfalls auf eine Erörterung über eine Bedingung ein­treten, die einen Eingriff in die Souveränität Polens durch Einmischung in seine inneren An- gclegenhe?t«r darstellsv würde. Die polnische Regierung «warte von der Sowjetregietung die Bekanntgabe der Grimdsätze, die für die Be- dingunomt des zukünftigen Friedens als Unter­lagen betracht« werden sollen.

Die Besprechungen in Minsk.

Genf, 7. August. (Eigen? Dnchtnteldung) D«Matin" meldet aus Warschau: Die neuen polnischen Unterhändler für die Verhandlung mit Sowjetrußland w«den am Sonntag mittag die neuen Besprechungen nut den Rus­sen im Mheren Gonvernementsgebäude in Minsk aufnehmen. Sie erhielten nicht die von Moskau verlangtenunbeschräntten Vollmach­ten" der polnischen Regiernng.

mons betonte. Die Alliierten werden sich da­durch wahrscheinlich nicht einschüchtern Kissen, sondern würden einen bewaffneten Widerstand nur als Anlaß nehmen, Deutschland als Feind W betrachten, um ein scheinbares Recht zu ihrem Durchmarsch herzustellen. Aber es ist jedenfalls richtig, sie darauf aufmerksam zu machen, daß Deutschland nicht gesonnen ist, Uebergriffe sttll- ichwei/geNd zu dulden. Verdächtig ist, nebenbei bemerkt, daß die alberne Berliner Flaggen- geschichte von den Franzosen zu einer diplo- nmtischen Aktion ausgebauscht worden ist. Wol­len die Franzosen dadurch eine Spannung her- tei führen? Wenneilttch die teutsche Regicruna nur über schwache Machtmittel verfugt, so dürfte den Alliiertem die S t re i k a n d r oh u n g der deutschen Eisen^bah^n« doch «»Mich zu denken getelü k. F. Dr.

Irr rMK-volnische Krieg.

«in polnischer Aufruf in Warschau.

(Eigene Drahtmeldung.)

Krakau, 7.'August

Die polnische Regierung hat an die Bevölke- nmg Warschaus folgenden Aufruf erlassen: Bürg« ter Hauptstadt! D« Feind befindet sich nur eine Werst von Warschau. Die Hmwtstadi des Polenreiches steht vor einer grossen Ge­fahr. Wollt Ihr tatenlos warten, wollt Ahr Euch wie Sklaven benehmen? Niemals! Das hekdenlmütige Lemb«g hat für die Verteidigung ter Stadt Taufende von Freiwilligen gestellt, im Augenblick ter Gefahr stand ganz Lemberg unter Waffen. Warschau, das ebenfalls Ruh­mesblätter in fein« Geschichte zu verzeichnen hat, muß dem Bespiel Lembergs folgen. Zur Verteidigung der Hauptstadt müssen alle Bürger in Reih und Glied antreten. D« Tag ist gekommen. Es gi^t keine Wahl. Entweder Kampf bis zum Aeutzerstcn und dann Sieg, oder Sklaverei. Die Hauptstadt wird sich nicht «geben. Bürg«, zu den Waffen! Gezeichnet Witos."

Eine neue Frist.

Genf, 7. August. (Eigene Drghtmckd-lmH.i Havas meldet aus London: Der Sowjetregw- iiitm wurde «fine neue Frist zur Annahme der englischen Forderungen gestellt. Die Frist wird Montag Mitternacht aSlaiefen, wenn bis dahin der Waffenstillstand uichi zustande gekommen ist. Die engKsche An ttoort wurde noch am Freitag ten alliierten Kabinetten zur Kenntnis gebracht. Havas meldet, datz die Generalstabschefs von England und Italien am Sonntag in Paris ein treffen zu Besprechungen militärischer Fragen. Der .Temvs" meldet, daß der alli­ierte Kriegsrat über Lloyd Georges Anregung zur Frage der Hilfe für Polen am Mon­tag eine Entscheidung Men soll.

Sewitterschisffle.

innen» und außenpolitische Spannung.

Marr iamt nie Msscth tote es kommt. Die heurigen Zetten sind so verworren und voll von Usberraschumgen, daß mmr aus altes gefaßt sein mutz, auf Gutes ebenso wie auf Schlechtes. Die Rede unseres Außenministers Dr. Simons hat wieder gründlich eimgeschlagen. Zwar kam sie nicht tote ter berühmte Blitz aus heiterem Him­mel die letzten Wochen war nichts weniger Äs heiter, aber doch einigermaßen Ü6er- vaschcttd. Herr Simons versteht sich überhaupt auf die Schlager: in Spa biederte er sich mit vsm schlauen Lloyd George an, kurz danach hielt er tot Reichstag eine Lobrede aus die Russen, und vorgestern zog er, ebenfalls tot Reichstage, ein Warnungssignal ans, das zugleich nach zwei Setten gerichtet war: zur Beachtung für das deutsche Volk und fürs Ausland. Jedcn- saW sorgt Simons dafür, daß « nicht übersehen tvird. Das ist sehr wichtig dem Auslände gegen­üb«. Es bsgimmt jetzt eine Zeit für uns, in der wir wieder Aussicht haben, als ein gleich- berechttgteiS, Volk betrachtet zu werden. Noch sind wir nicht so weit, aber das Schicksal setzt bereits den Hobel an. Ms aut Donnerstag das Reichsparlamenit seine Tagung mit starker Er» . regung schloß, wußte man, daß die nächsten Tage ober Wochen ernste Ereignisse bringen können. Wenn es sich bewahrheitet, daß tot besetzten Ge­biet Vorbereitungen für die Ueberleitlmg von Truppen nach dem Ostm getroffen werden, fo ist eine Verletzung ter deutschen Neutrali­tät wahrscheinlich," fayte ter IMnister. Das ist eine düse Anftiubignng denn es ist sicher, daß an amtlicher Stelle schon bestimmte Nach­richten üb« diese Bo-rberettmmgen vorliegen. Wen« nicht eine gang cmß«gewohnliche Wen­dung eintritt, müssen die Dinge den einmal be­gonnenen Verlaus nehmen.

Im Osten läßt fichder Zusammenbruch Polens nicht mehr auslEen Die Russen Haben ten Polen soeben wieder ein Angebot zu Frtedxnsverhaitdlnngen gemacht, und die pol­nische Regierung ist tereit, nochmals Vertret« W .entffenftero, wenn die ständige telegraphische rder telephonische Verbindung zwischen Reaäe- rumg ttttib Delegation zugessichert tote. Das be- teutet «stens, daß RußMnd die Entente auszu- fchalten bsabsichttgt und nur mit Polen allein verhandeln will, zweitens, daß Polen, durch den gewaltigen russischen Vormarsch in Bedrängnis ©ernten, den Bedingungen des Siegers gefügig w:rd. Was dabei auf dem Spiele steht, weiß man. und bchonders genau wissen es die A l l i - terten, denen durch die Auflöfuna des polni­schen Staates ein Eckpfeil« ihres imWschen Versailler Friedensgebäudes zertrüm» wert würde. Wäre erst ein Loch im die Mauer gerissen, dann würde bald mehr abbröckelm. Diese Katastrophe müssen die AMerten unter allen Umstanden zu verhüten suchen, wollen sie nicht ihr mühsam anißgebcmttes Machwerk etostürzen sehen. Ettwnal fordert es das Ansehen vor der Welp dann ab«, was das Wichtigere ist, gebie­tet es ihre ganze politische, wirtschaftliche und finanzielle Zukunstsberechnung, die sie aus der Grundlage des Friedensvertragss ausgestellt haben.

Im eigenen Interesse ist also die Entente ge- zwungen, Rettungsversuche in Polen- zu unter« nehmen. Ob sie Erfolg haben werden, ist eine andere Frage. Fast scheint es, als wäre es schon zu spät dazu. Eine militärische Unterstützung ' vom Westen h« erfordert unter ten schwierigen ' Umständen 'ein« Neutralttätstevletzung viel Zeit und besond«e Vorsicht. Ehe ein MagkrSf- ' nges He« mit allem Zubehör tu Polen gesam- ' melt werden könnte, würden Wochen v«gehen, , während deren die Russen die polnische Armee . über den Hausen rennen könnten. Sollten sich, ab« doch die Kämpfe bis zunn Herbst od« in- : folge weit«« Ententemaßnahmen bis zum Win- ! t« hinatehsn, dann hätten die Russen ihr weites ' Hinterland offen, um den Gegnsr In unwirtliche Gegenden locken zu können. Dann würde die Ententearmee an mangelhaft« Versorgung zu Gründe gehen. Die Aussichten sind flir die Alliierten die denkbar schlechtesten. Der PariserStemtti" hat ernstlich gewarnt, daß ein Feldzug, mit ten Deutschen im Rücken, eine sehr uu/tehere Sache sei. Wie es auch kommen mag, ob die Entente wirLich Truppen oder mir Kriegsmaterial durch Deutschlmtd sendet, eine 1 Verletzung unser« Neutralität fft sebr wahr- 1 scheinlich. s

I«rch Lust und Baffer.

Flugpost und Kabelverkehr.

OeSer groß» »rfolge, Mt Wiede» einmal Triumphe der deutschen Tochnit batfteac« und tie ungleich innerhal» weniger Tage I» verzeichnen find, wird uns geschrieben; 'Trotz einer Wirtschaftslage, ia welcher than« ches andere Land von Heller Verzweifümg er­faßt und unfähig zu positivem Schassen würde, sind in Deutschland unermüdlich die besten Kräfte am Werk, um der dentschen Technik und deut­schen Wissenschaft freie Bahn zu schaffen. In der Tat ift dieses Streben mit am besten geeignet, die Unentbehrlichkclt deutscher Jnittative und Schaffenskiast und die tolturförterrtbe und ba­ut it völkerterbindende Wicteraufhauarbeit zum Wohle all« Boller ter Erde zu leisten. Nnn ist ter Luftverkehr Berlin-London zur Tatsache ge­worden. Was ihn aber ganz besonders wertvoll und^vichtig macht,* ihm auch vom auf er.* pEttschen Standpunkt ans gesehen, eine beton- der- Bedeutung verleiht, ist die Tatsache, daß es sich um eine

Fünf-Länter-B«bindung" handelt. Der Flug geht nämlich von, Schto e« den üb« Dänemark, Deutschland und Rolland nach England. T« erste große Europa-Nordw«st-Fl»vg tourte am 3. August un- temomtnsn uatd zu dollem Erfolge gestchri. Der Abflug in B e r l t n wurde morgens 7 Uhr voll­zogen, 9,10 Uhr Landung in Bremen, Start noch Amsterdam 4,2d Uhr, dort Ankunft abends y,8 Uhr, die AnscMtsse von Kopenhagen wurden durch AbKuy dort um 8 Uhr hevaestellt, Ankunft in Warn'.wftnte schon 10,15 Uhr, L-rndung 1 Uhr» in Hamburg, 2,45 Uhr in Bremen. Um welche Strecken-Ersparnis es sich handelt, mag man daraus ersehen, daß d« Weg von Bremen nach Alrnfterdam in ter Luftlinie nur 280 Kilo­meter, beträgt, während die Strecke zu Lende 390 Kilometer a-usmacht. Von Amsterdam nach Lon­don sind noch drei FPugstunden zu rechnen. Man sicht daran, datz die VerwirKichung ter Flug­strecke Berkin-Hambllrg-Älmsterbam-London unter zentraler, in Bremen w «folgend« Zusammen» fasstmg all« Anschlüsse von Dänemark und SMveden in allernächste Räche gerückt tst. Das bedeutet einen außervrtenÄtchen Erfolg deutsch« Technik und deutsch« Wissenschaft.G- Bei dieser Gelegenheit sei noch folgender Triumph deutscher

.. italtettiftte Kammer 6ertet gestern über tue Ratrflkaäon des österreichischen Friedensver- trags. D« Ausschußbericht empfiehlt wohl d'e Annahme kritisiert Moch das ganze Fric- deuswert gmadezu vernichtend. Es fei vollstän­dig ungeeignet, das oerlüiidete ZielAusschal­tung aller Ursachen künftiger Kriege" zu erre -- chen. Ein Frieden, der das deutsche Boll politisch versklavt, es auf Aahrzehnte hinaus zum traurigsten Elend, zum Frondienst für Fremde verurteilt und ihm als Arbeitserttaz nur den nackten Lebensunterhalt läßt, muß not- wendigerweffe weitere und noch größere Z u - sammenbrüche herbeifiihrcn. DaS " schlussverbvt für Deutsch-Oesterreich

In feiner Reichstagsrete hat Dr. Simons einen felbft bewußt en Ton angefchragen. Im Hinblick aus die Vorbereitungen ter E ir- tettf e im besetzten Gehr« sagte er:Cb besetz­tes otet unbesetztes Gebiet, das Geltet bleibt deutsch! Unfer Abkommen besagt, daß kein Ge­biet einer neutralm Macht muh Lperationsgebi-t gemacht werden darf.' Die deutsche Regi«ung will die Machtmittel, die sie hat. anwenden, wenngleich sie nicht hofft, daß die Ttowendung von Waffen nötig fern wird, sondern die Mittel., ter Ueberzeusuno und Derftänbigung, tote Si-ivllhnt die proklamittte Leibtzbeftimmung

des deutschen

Seekabels nach Ostpreussen

statt. Damit lvird die lWige poetische Kontrolle des deutschen Telegraphen- umd Femsprech-V«- kchrs künftig cmAgeschMot. Das von dem Karls- werk ter Firma Felten und Gnilloaume in Köln hergestellte Kabel geht von T entitten an ter somlandisch-n Küs - nach Seda in Pommern. Es enthält stoicTf Fea t sprech- umd drei Delegraphrn- Drähte. Je zwei Fernsprechadern bilden eine Spvechlcitumg Durch Anwendung außerordent­lich fein ersonnen« Schalttmysmethodeni wird es jedoch möghich fein, daß üb« das Kabel zu gleicher Zeit neun Fnugespröche und echs telegraphifcke Mitteilungen gesandt Wer­ren. Die neue Leitung, bereit AuSdehnutm ein» huntertstebzig Siloniet« beträgt, stellt das längste Unterseefernfpreclckapel dar, das es auf d« Erde gibt. Die von derselben Firma vor kurzem g> bairte Berbtttdung D entschland-Schw eben und alle FernisprockMbel, die England mit dem Fest­land verbinden, sind bedeutend kürz«. Angesichts ter außerordentlichen physikalischen Schwierig- ketten, die sich dem Sprechen durch lange See­kabel entgeaenstellen, handelt es sich um einen c>«gewöhnbirhoit Erfolg. Den Sabclarbeiicn stellten sich ganz «hebliche Schwierigkeiten in den Weg. Unsere Kabel schiffe sind bekann-klich infoltoe des Frictensverirages ter Entente aus- gekiesert worden, fo daß man jetz genötigt war, erst Frachtdampfer umzub au en und mit den nötigen Hilfsvorrich-ttmyen, Kabelräumen. Dampfwinden, Bremsen nstv. zu versehen.