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Kasseler Abendzeitung
«te «efielir RtutfU» Äa*TW«t erf<nt*en wichrrNUch ftdjämal mto paar a >t«M. »ec eb*nttx ntt«vrd« beträft eieeatt MO Stert bei freier gustellu», M <««*- eefteHungex werben jeberjetr »en her •etoäfWeae ober de» Boten entgtgengenommen. Druckerei, Verla« rob Rebattten •. «chiachthofstrabe 28/30. Für mro er langt etagefanbte Beiträge ton» bU Rebettto« eine tSerantrrortnng oder Bewähr tu keinem Falle übernehmen. Rückzahlung des Bemfigelbe« «der Ansprüche wegen etwaiger nicht ordnunfsmShtger Lieferung ausgeschlofsen.
Hessisch« Abendzeitung
3nfertto*<pretfet ch «nheimtsche Aufträge: »te einspaltige Sn,eigen. Zelle SR. LOO. bte etxfpaUtge ReNamezelle et MO. b) Auswärtige Aufträge: Die eNllpaMge Antigen,eile St MO, btt ettfpelttge Retlame^tte St 174, olles etnschvellllch »euernngS,Usch lag und eneetfenfteurr. — Für bte RichNgkeit aller durch Fernsprecher aufgegebenen Anzeigen, sowie für Ausnotzmedaten mW Plätze kann eine Bewähr nicht übernommen »erb«. — »ruderet: GchlachtHoffir.28/30. Geschäftsstelle: «Slnische Str. ». »elephon Nr. 951 u. 90.
Nummer 18V. fketukprech« «1 und S8L
Sormabevd, 7. August 1920
Fernsprecher 951 und 951. 10. Jahrgang.
vedrohung her deutschen Neutralität.
Nom wieder ausgenommen worden. Daher dtelpÄnisth-jugostavifchen Berchandütnaen vetschta- jetzt MfsbanchenÄen Nams« etwa ist Fmge kom- gen. Aus Belgrad wird berichtet, daß sämtlich« moNder Persönilichkeiten. J. B, juyoftadischen BWtter sich gegen neu« Abenteuer
I« Serger6eitet-Ämtett6.
in den allernächsten Stunden M rechne«. i>mt, daß die deutschen Bergarbeiter «I
Rumänische Hilfe?
erste
St als Trup»
Deutschlands ReutralitSt.
Schwierigkeiten durch He Entente.
auch diese GefeWschaften sollen eine Verein- fachvug und veribiWsste Lrymtesatian erfahre«. Damit ist ein Anfcmg gemmdt. Die siutberi« behördliche Einschränkung rm Berbrcmch von Le» bensmrtieTn, di« doch nicht.etnochrskten wnrd«.
Teilnahme der Mllierten.
Basel, 8. August. (Eigene Drabtmeldimo.s Laut „Matin" hat die französische Regierung im Bewußtsein deffen, daß die Unter- stütmna Polens fite Frankreich von größtem An tereffe ist, den Alliierten in diesem Timte Vorschläge gemacht. Man meldet, daß die französischen Truppen, die sich in der Nähe des Kriegsschauplatzes besinden. bald Befehl zur Teilnahme an den Operationen erhalten.
Basel, 6. August. (Eigene DraHtmeödung.) Dem .Echo de Parts' zufolge hat b« rumst- nische Regierm '
Berlin, 6. SbuMst.
Wie hier mitgeteilt «Kd, dürften durch ein« etwaige Einnmrschforderm^ der Enjtrnte oder Einmarsch» ersuch neue Schwierig, leiten eintreten. Zunächst müßte dann der Reichstag zusammentreteu. Der RrkchStagSauS- schuß für auswärtige Angrlegmcheitens ist bereits einberuftm worden Einige führende Reichstags- Mitglieder sehen die Lage trotz der Ausfiihrungen des Außenministers Simon nicht als ernst an. Sie erblicken in dem Umstand, daß «ußemnini- ster Simons auf Urlaub fährt, die Tatsache, daß von einer Verschärfung der Situation kaum die Rede sein könne. — Dazu wird von anderer Seite berichtet: In politischen Kreisen rechnet man laut Berliner Tageblatt mit einem Gene - ralflreik der gesamten deutschen Eisenbahner, wenn der Verband tatsächlich Anstalten treffen sollte, die deutsche Neutralität zu verletzen und Truppen durch deutsches Gebiet nach dem Kriegsschauplatz iw Pele« zu dirigieren.
könne, und ist btertt einem solchen Versuch mit internaKonalen Mitteln Widerstand zu leisten. Er ist weiterhin der Ansicht, daß die Kochten- vedürfnisf« der Welt nur befriedigt werden Stetem, wenn der stapitakisums endMÄg aus t>?i Bergindustrie beseitigt und durch National',- sierumg ttrtb Sozialisierung ersetzt wird.
An der deutschen Grenze.
Berlin, 6. August. (PÄpatstleammm.! Aus Königsberg wird gemeldet: Zwischen Lyck und G r a j e w, sammeln die Russen Artttleriemaffen Man steht jenseits der Grenze das Auffahren schwerer Geschütze. Es kann nickst mehr geleugnet werden, daß die Reissen oeoen Ostpreußen Truppen in Bereitschaft setzen fiir den Fall, daß die Entente den militärischen Transport über Deutschkand erzwingen sollte. Auch südlich von Rekdenbnrg steht russische Artillerie, während his dahin nur angesammelte Kavalleriemassen wahrznnehmen waren.
zu eitotirten. — Tie BÄvivtschaftrrwg des Fleisches soll« nach übereinWmMMder Mei- Nirntz der Ernähritngsminrster im Laufe dieses
gegeben werden — Um die Preise für toe lamd- wirkschafskichen Erzeugnisse ahzubaaeen, Wirt» ntit (■Ken Mitteln danach gestrebt, die Düngemittel-Preise zu ermäßtgen older doch zu stab-M- fieren Tie KEifereng der ErnährUN-ssmAriste» nahm noch mit Befriedigung Von dem bereits erMg-fot Abbau der KriegSa-sellschaften Kenntnis. Mm ist fn6 einig, daß nur diese nitzen Ge- ellfchoOsn noch bcftibm bleiben tellen, welche
Forderung des SechSstundsulag«.
(Eigene Drachtmekdung.)
Genf, 6. M-gusi.
Auf dem internatitomaiten BergarbetterfimWeß kam gestern Me EuHchließnng des Vorstandes Wer die DterchfKhmmy te® SechSstnnden- tages zur Verlesung. Die Entschließung Sautet: Angesichts der gefährlichen und aufreizenden Arbeit ter Beraarbeiter erNSrt sich ter Kongreß siir die Sechsstnndeuffchicht ter Untertagearbeiter. Der Kongreß ervärt ferner, daß ter Rückgang ter Produkts!»« tn ter gangen Welt durch eine DeMngevustg ter Schichtzeit gegen ten Mllm der Arbeiter nicht aufgehMem werten
und EimnifchttNg gegen Räterußland ausgesprochen haben und daß die jugoslavifche Regierung tat HinMck auf die innerpokitischen V.ihSkt- msse eine Trnppeuhilfe gegenüber Palen anS- drückkich abgelehnt hat.
Warschau ist bedroht.
®ie Regierung siedelt nach Krakau Stet.
(Eigener Drahttericht.f
Wien, 6. August.
Aus Warschau wird gemeldet: Der polnische Staatsrat hielt Mittwoch nacht eine Sondersitzung ab. um die Lage tot der Front zu beraten. Allgemein wird bte Lage als seit gestern kritischer geworden angenommen. ES wurde Widerstand bis zum Letzte« beschlossen, gleichzeitig aber auch ein neuer dringender Hilferuf an alle alliierte« Kabinette gerichtet nach Beschleunigung ter Polen zugesicherwn mi NtSrischen Hilfe. — Die polnische Regie- rung und die Ententeoertreter habe« Warschau verlassen und befinden sich bereits auf dem Wege nach Krakau In Warschau selbst herrscht Panikstimmung nnd man befürchtet, daß die NSterepublik auSgerufen wird. Da die ruMche Kavallerie in de« letzte« Tagen fast ohne Aufenthalt von Baranowitschi bis Siedler ritt, ist mit dem Eintreffen »en Kosaken vor der
rnmct in der BewirtschaMW wtzck öfter bei Gs» treide, auch bei Milch, Butter und Isla ndskäse «Pcht erfolgen Dagegen wird die sofortig' Aushebung der BÄvi^rtschnftuntz Mr Oelfrüchte ges,ordert. Damit wird einer wichtigen Forderung ter Landwirtschaft entgegxnge- Somme«. — Eine FrÄtzave ter K artvffekn Wird nfoLgmr, wenn Vie MtgenbAcklich eLntzcki- tetc Prüfung des vorauZftchMchen Ernteertrages
Sie zwangswirtschast.
Erleichterung und teilweise Aufhebung.
SSt« tote t«legrat>5>f» kur, melbet«*, tote» »le 3toettg»toirtroaft jetzt erleichtert. Selfrvchte, Rartoffeln «nb Aletich werden teiltoeg« oder aani fretgegeden, bat Brotgetreide Würfet er hrtzt. üe:>er die DefthMss, der «rnShrung» Minister gibt nachstehender Bericht 2tuMar.fl NeberauS wichtig- Entschlüsse ta test Fragen
SteSunsnahme >ee Vertreter.
Senf, 6. August. (Eigene DvahtmeLdmig.) Sm Namen ter Deutschen b'Mrwortete Rose Vie RosvÄrtwn Über ten SiechSstuntenlLg. Ter Franzose Bartmrl erklärte sich nicht iürtbe= dtaFt gegen Vie Resolution icher ten SechSstun- beniiag. äußerte oster Bedenken vom franzö' stschen StcmdtztziE aus. Der Vertreter iter fr am-
Botschafts-Fragen.
Deutschland und Italien.
Dte Vor etnSgen Tags« von BeM« verstrei- fek MeLmug, daß Fürst Bülow als Botschafter $n Rvm anSÄschen sei, ist inxweschon witerrusen Worten. Maser Botfchafrerpasten, ter kürzlich
Im einzelne« ist MgenteS zu hattest: WaS Ml Brotgetreide «ngecht, so mwß ftklMte Br- wrrtsckoftMva und schärfste Erstrfsnmtz bestehen bleiben Ms eine ter Wichtigsten Aufoaben bet ErnÄhumgÄwirtschaist von Leute Wird die möglichst sofortige SchafMng ausreichonder Getreite- Reserven tn ten verschiedensten Teilen deS Reiches bezeichnet. Dementsprechende Maßnahme« sind eirogefeTitet Die einzelnen Länteai Weiten
Vorbereitungen im Wests«.
Karlsruhe, 6. Awgust. (PrivatteleigraMM.) Aus dem hiesigen Rangierbahnhof befindet sich zurzeit eine größere Anzahl Waggons mit Kriegs gut und Munition, deren Weiterbeförderung nach Polen von dem Eisenbahn personal verweigert wordeu ist. Weiter find hier zahlreiche Waggons mit Güter» nach U n - garn bestimmt, deren Beförderung ebenfalls von den Eisenbahnern abgelchnj worden ist. Der Vie sigen EisentahndireNion wurde von der ReichS- regierunq mitgeteilt, daß über vierhundert Wag SmS, darnnter hundertfiebzig Waggons mit ett, zweihundert Waggons mit Flugzeug material nnd hundert Waggons mit Uniformen nach der Tscheche - S l ow akei befördert werden solle«. Da aber der Betriebsrat der Eisenbahner die Befürchtung hegt, daß auch dieses Material für P o l en bestimmt ist, lehntet de« Transport ab.
Tran-port-Vertvsigeruvg.
Leipzig, 6. Auigust. (Privatteletzvamm.i Die Effenbahnbetriebswerkstätten Sachsens und der Deutsche Eisenbahneiverband, Bezirk Sachsin, erlassen eilten Aufruf an bte sächsischen Eisenbahner, der diese auffordert, alle Trup- pentransporte, sowie die Beförtermm von Muntition und sonstigem Heeresgut unter allen Umständen abznlehne«, nackchem bte Reichsregierung ihre strikte Neutralität gegenüber den krtegSführenben Mächten erklärt habe. Es sollen überall UeberwachungSausschüsse gebildet *er^?v^,5.a5frof kchli-tzrn sich die Parteien ter Mehrheitssizückrsten. bet Unabhängigen, der Komnmnisien, der Kamm. Arbeiterpartei imd der Allgemeinen Arbeiter-Union Ostsachsen an.
geregelten teplsmaiischen Berkechr baDstgst her- Efielt en. Die teubsch-f-vailieniischeiu Beziehungen b MMMöhr auch teJräfftbgt woaden valdnrch» ß ter Berliner ivcüten-isclfe Botschafter te Martino enge Fühlung mA tem teutschsn Außen- MtnSster getwanmen hat. Bisher waren diesi Dezchhumsert etwas lockerer Ratar. Sie entbchr- tett einer gewiffen Wärm-, weil die itästemsche Politik, Wm»l nach dem neuen MMisteiwechsel und angesichts der BerhaNdlunyen von Spa, sich noch nicht recht auswi-rsin konnte. Der Dochchaff- ter te Martino hat inzwischen in Rom mit tem italienischen Anßenmimisier Sforza über bte besonderen Bezi-ehungsn Italiens zu Teurschüutd auf GrimÄ dis- Ergebnisses von Spa SteMmg genLamnen. Das Resultat dieser Erörternngen bildete auch die Grundlage für eine große Aussprache, die te Martino sofort nach feiner Rückkehr aus Rom mit dem Außenminister Simons fiter die gesamte internationale Lage und dsi Stellung De-irischLanbs in ihr halte. Boi dieser
JlMkftrte und tee m ihr bchchWbgteu Arbeiter die noch nicht freigegetenon RahnmqSiiNittek, wi-k «W »WM*« einigen, daß ober Vie SechWnw- Getreide und Milch ufto. bswirtschufden. Aber tei^chicht bte Ueberstnnden überfliüfftg machen ----- - ------- - - -
würde, weil sie die Produktiv erhöhe. Nachdem dte Kerireter Englands und Hollands d« RefsoÄrtion nachdrücklich untermicht hatten.
wirrte sie tem ZmrtelausMrtz ubn®eten.
dieser Tage an Den zuständigen ReichMeLen gesetzt worden. handelt sich Darum, den Ab - ha« der ZwanHsw irtschaft «ton mit ottem Nachdruck dnrchsufiihren. Unter der Leitung des Ministers Dr. Hermes haben im Re ichSmi nistet rum fiir ErnM-mg mch LanMvirGchaist NesprechunMt mit den ErnAhi vnngsministern der süddentscheR Stachen^ Bayern, Sföurttemycrg und Hesse« ftatiige» stmd-M — Baden wirr in der Sitzung nicht vertreten —, bte sich auf alle wichtigen Gebiete bet Ernähamig tejogen. Bezüglich der Beurteilüng der heutigen Verhältnisse tote auch der zu ergreifenden Maßnahmen herrschte eine vvMom- men einmütige Auffasstmg. EisihcjLich war auch der WMe, mit dem Abbau brr AwontzMoirtschch nnmneHr gemeinsam vorzugchen. Besonders wichtige Aendernngjen wurden beschlosssn für die Dewirtschaftung von
OelfMchten, Lattofstln mtb Fleisch.
Der msM-volnssche Krieg.
A««UfhSrlicher rnffischer Vormarsch.
sPrlv at-T ekear<nmn.s
Königsberg, 6. August.
Nach einer Mekdmrg aus Graubenz haben die Kliffen Skempe, düs den Zugang zmn polnischen Korridor deckt, schon am Donnerstaa vormittag besetzt. Graudenz mtb Thorn sind cäe Gefahrenzone erklärt. Die militärischen Transporte nach Warschau haben schon am Donnerstaa den Korridor nicht mehr passiert, dock, soll die Stockung mrf GseisbeschSdfgnngen znrückzusüb- ten sein. — Das Extrablatt meldet: Di« Missen haben die Festung Fwangorog zwischen Lublin tmb Warschau besetzt. Die polnische Hauptftont ist südNch von Warschau bis Radom zutückgenommen worde«. Das Ariilletsifenet bei Kowal gilt der Durchbrechmig bet letzten polnischen Dtellnng westlich von Warschau.
Myon «u lassen, Mrd nnverzügKch die Etalftchr und möglichst auch die BerbiMguinjg der Futter- mrttckl tnS Werk gesetzt. Die Einfuchr von MaiS tell sofort sieigeWs-n werden. Die Fleisch, karte soll tofort Aifgehoben nnd durch die Kundenliiste erjetzt werden. Die SchLrchtdich- K werden eine ErmLtzignrug von dnrchschnitt- erzitz Mark für den Zentner Lebendgeüoü-t erftchren. Eine neue Klaffe D für geringwertiges Dich ntit einem Preissatz von 180 Mark wird gefordert. Sehr wichteg ist ein weiterer Beschluß, wonach bte Aufhebung der Ztoantzs- wirtfchvft des Inlanüsfleisches als
einheittiche Maßnahme
und zwar gletchzerti-g für das gesamte ®iWtt der Bichlvürrschaft im Lause des Herbstes er- Ätzen soll. Eine vorzeitige oder gesonderte Freigabe auch nur cknzelner Vicharten oder tn- nechalL einzelner Länder wird dagegen abye- sih-nt. Die Bertreter der fiiddenffchcn Starrten haben eifÄäTt, für diese Beschlüsse chnzutreten. SosiM Mtgegenstehende Verordunnsen schon erlassen sind, werden sie rückaitagig gemacht. Mt Baden werden direkte VechateÄungen eüngelei« tet. — In der F ettwirtfchaft W die bereits vorgenommsne Freigabe der MaiMrit« ge- Wssitzt wtorden. Das Jnlanbsfchmaljz wird mit der Freigabe des Fleisches eb-mfatts nicht mehr, bewi werden. — Dagegen wird die Be-
des Zucker s vorerst noch aufrecht Eine Senkirng der Preise wivd an- Sfftrebt. Außerdem soll künftig der Bedarf an Mmnachez-ucker vor dem Bedarf der Mnrme- kaden-FabMen berücksichtigt luerben. — Rah-
Spa, sondern Eh im HimMck auf die denmöch- ftigen VedhamWnngen in Genf erörtert worden. Dabei htalwi-deruim spielt die Wiedemnt- mach.nriWfMtze und die SteWuna. Vie Mckien dadei ernnirmm, eine toesinMche Ralle. MS E-r- Sednis der Besprechungen darf man übrigens auch den EntMnß bechrachten, so rasch a® möglich die deutsche Botschaft in Rom wieder zu errichten. Die itälteuische Regierung wird mit daM beitragen, der deutschen Vertretung leine geeignete Wochnstätte z>u schaffen.
Die Wieder - Errichtung der deutschen Botschaft steht nun itrnnitteS&ar bevor. Aus diesem Anlaß durste ein Rückblick enrf die Geschichte unserer Vertretung in Rom von allseitigem .Interesse sein. Der Palazzo Caffarelli, der täte Sitz btt dvuHchM Borfchaft in Rom auf dem Kapitol, ist bei Ausbruck» des Krieges mit I halten von der damaligen italienischen Regierung als tinlieni« fches Staatseigerrtum eingezogen worden Die gefchichhlichen Erinnerumyen an dos alte Rom, die sich an den Motz dieses PaLaWv knüpfen, gaben den Beweggrund für diese dem Völkerrecht widerMechende Btaßmchme ab. Die do- malige itafienifche Regierung war sich des Rochtsbruchs wohl bewußt und gast der Schweizer Gesandtschaft, die mit der Wuhnnehmung der deutschen Interessen beanftragt war, die bestimmte ErWärung ab, sie Werve nach der Wiederherstellung geordneter diplomatifther Beziehungen zwischen Deutschland und JtÄten dafür sorgen, daß Deutschland ein anderes geeignetes Gebäude für die Botschaft erhalte. D>e Wnrichtung des Palazzo Caffarelli blieb unan-- (sitastet. — Nach Abschluß dos Frtedensoerrrages wollte nun die italienisch« Regierung ihr Ver- fprech/en etWfen, und als Herr von H e r s s, unser vorläufiger Geschäftsträger, in Rom eintraf, wurden die Verhandlungen eröffnet. Me Krank- • hedt Herrn von Herffs, die dann auch seinen Tod herbeiführte, und die in gang Lurzen Zeitabständen aufeinander folgeifden drei Krisen des Ka- dinettts Nitti verzögerten die Berhamdlun- aen. Graf Sforza, der neue Außertminister im Kabinett Gidlitti. hat bei seinem Amtsantritte die Frage der brutschen Botschaft auch aus po- kiteschen Gründen als sehr dringlich erkannt. Er mutzte aber zunächst zur Konferenz nach Spa reisen und kannte sich der Botschastcrftaae erst widmen, nachdem er nach Rom zurückgekehrt war.
In einer Bofdrechung Mischen dem Wiuister- PrasiLemen GiolÄtr, dem Minister des Aeutzern Graf Sforza untö dem zu politischen BeraMrngen nack) Rom berufenen italienischen Botfchafter in Berlin te Martino wurde beschlossen, die Ange,- tegenheft mir größter Beschleunigung ah- zuichlreßen und ragu auch wieder bte Teilnahme der deutschen diplomatischen Vertretung zu exW. ten. <-chou Ministerpräsident RW batte mit mehreren Besitzern von Palazzi VerhanWimgen fiep ringen, doch waren diese an den übernuissigen Prsissorderungen gsscheitert, fodaß die Reaie- Dung auf den Gedanken kam, einer der schon fcr Wütern Besitz befindlichen StaatZaedäude an Deutschland zu überlassen. Keines dieser Lmu- aber kormie els geerntet bezeichnet werden.
E« blieb daher nichts Übrig, als »och wiche- nach einem Privatgedäude Umschau zu halten Runmchr sind neue Verhandlungen nach mehreren Seiten ausaenommen worden und es besteht, wie erwähnt, begründete Aussicht, daß oder die artbere in den nächsten Tagen zum Wsthluß gelangen wird. Nlcichzsitig sind zwi- tom der Reichsregierung und der rtakternschen : Regierung auch die BerhariLtNgsr wegen Gute i keütemg eines deutsche« Botfchgfters nach;