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M. N8. --- ro. MWMMA

Raffelet Neueste Nachricht«»

^-sttrsröLüg, ö» VAYSU TTOh

lockt, so batarerte mir der Reisende ta Letaen und StacheMmcht und dann uüd um ta But­ter, kein n-och st» schöner An-srrich die Wrümmtycn tn die krsbevollen Arme, der dritten Güte $urud. Lieder schwitzt man tot, als daß das fitadbaft teure GM> berappt wird! ta-

Tarifvsrträge.

Dem RegiemrogSpräsident erläßt tat Amtsblatt eine Bekanntmachlurg, die für die <nt einem Ta- rtfiWTJtnxg atä Vertragsporteien beteiligten Ar- bei,qe!ber und wirtschaftlichen Vereinigungen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern von großer Wichtigkeit ift Diese sind danach durch Gesetz verpflichtet, von jedem Larisvertrag, einerlei, ob er für aLgemein verSindLich erklärt ist oder nicht, zehn Abdrücke dem RegiertmgspvLsidentm vorzuLogen, insoweit Beiriede der Vertragspar- teieu im RegterMtgsbezirk belegen sind. Auch Ergänzungen und Acndernngcn der Betträge müssen angeizeigt werden, ebenso ist die Aufhe­bung oder Kündigung eines Tarifvertrags, letz­tere durch die kündiaende Dertraaspartei unter Angabe des Zeitpunktes, an dem der Tarifver­trag abläuft, tn gleicher Weise mitzuteilen Die Einreichung der Tarisverträge ufw. hat kostenlos und ohne besondere Aufforderung zu erfolgen, Tarifverträge, die bereits abgeschlossen sind aber noch laufen, werden ebenfalls von diesen Be­stimmungen betroffen.

Demonstration der Arbeitslosen.

Heute Morgen fand eine große Demonstration der Kasseler Arbeitslosen ftott. Gegen 10 Uhr bewegte sich ein aus etwa fünf- bis sechs­hundert Personen bestehender Zug durch die Straßen der Stadt. Die Teilnehmer bestanden aus Arbeitslosen. Verschied eite Schilder wur­den mitgefühtt. Am charakteristischsten war ein Schild mit der Aufschrift: Gebt uns Brot! So bewegte sich der Zng in Stille und Ord­nung, geleitet von Ordnern, durch die Straßen rum Rathaus, wo er Halt machte. Eine große Menschenmenge sammelte sich an. Allem Anschein nach hat sich eine Abordnung in das Rathaus begeben. Die Ruhe wurde nicht gestört.

Rach kurzer Zeit verMef sich wieder die Menge und. das Straßenbild nahm fast normales AuA- sehen an. Die Demonstranten versammelten sich mif der Wetzen Freitreppe mtd warten mm das Ergebnis der Verhandlungen ihrer Abordnung eb. Diese verhandelt anscheinend mit dem Bei. geordneten Stadtaak Jordan. Die Arbeitslosen hcch«n vermiedene Forderungen aufgestellt, dar­unter, wie aus einem Schild im Demanstrations- zug zu schließen D, die Bef-iKauma eines Hiffs- mtbeüters tat AtzbeHtsamt, dtr die Kontrolle über die Orbeftslos«« anSübt und sich vermutlich miß- K-big gemach» hat. Bei Schluß der Redaktion dauerte die Demonstration noch an.

Lokalrrachrichten vom Tage.

's- Steuererklärungen »um Reichsnotopfer. Das Fimrngamt gibt bekannt: Die Steuererkla- rumgen $rmt Reichsnotopfer sind bis ziem 28. August abgugehen. DerMtyerung der Frist wich nur ausnahmsweise aus besonderen Gründen gewährt, di« M bescheinigen sind.

4- Lohnende Unterstützung der Polizei? Don dem Geld«, daß bet dem Raub anfall auf einen Kassmbvten k» her Ka.rlflratze geraubt und in der Aue weggewvrfen Wochen ist, fchlen Noch immer 90000 Mark. Alles Suche« war bislang vergehens. Der Verdacht ist daher nicht von der Hand W weifen, daß sich Mr einen Un­redliche^ der unter denen, die der PMzeitat- krWMge UnterfiLtzung^ liehen, die Verfolgung

Q3 Xji iTlli f » ItiiUtfl -jf. >»_1 tt- -tl vCv vUvuiv&lv vtliirDTO JJ0T, =?- ReueS Leben in derMuni". Wie schon vor -einiger AM mitgeteilA wurde, wird von der Firma Chemische Fabrik Grtesh^rm-Glektrom A.» G. im Griesheim a. M. in der ehemaligen >Mwui' auf dem Forst ein Werk .Elektron" ein- gerdhtet. Itztzt Mlamt das Werk auch beim Klsin- baihnhof DetteNhaufen die Anlage eines An­schlußgleises. Der Entwurf dieser An­lage liegt während 14 Tagen tat Zimmer Rr. 69 des PolizeidienflgebältdsS am KönigStor xn I:- devmanmZ Einsicht offen.

sr Aus dem Reiche der Kleinkunst. Künstler- Brettl Winzerff üben. Die Aufmachung har durch Umänderungen gewonnen. Das Podium zeigt eins gefällige Vorhang- und Lichtumrah- mumg. Eine Konzertfängerta, Edith Nelson, eröffrtat dm Reigen dessen, das da -erwartet wird. Zu sagm fft da nicht viel. Dann kommt Willy Dünger. Er arbeitet mit seÄbstverfaßteit

Satiren. Ne gefallea. Auch Heine kommt zur Geltung. Der Vortrag dieses Herrn ift gm. Heber Heinz May, den Flugel-Humoristm, brauche ich nichts mehr zu veMerert. Er sitzt hier fast tat Koch. Wie könnte es auch anders fei». Keiner versteht so zu pointieren, ff> bat -Frankfurter Dialekt jur Wirkung zu erheben. Ammer wieder wich wach ihm veMmgtt Als Pendant zu Het-iz May eine Sängerta am Flü­gel: Wally Santo! Sie singt mit Seele und Anmut aus »Mignon- und dosWeiulied*. Gern lauscht man dieser Musik. Alice van Deykom tanzt mit strurnpstafen Füßen. Sie versteht des schlanken Körpers schöne Linie ins rechte Licht zu setzen. Daun alber kommt Jeanette Falkner: Orientalischer Tang! Anschließend eine Marsch-Phantasie. Was da auf dem Po­dium, das ist -ein in graziösen Bewegungen schwelgendes Gedicht. Linie, Anmut, Grazi- finden sich zusammen im Verein mit fünempktn- dener Illustration der Musik. Eigenkunst wird hier dargehracht. Und das Bild ein Aus­schnitt aus einem Watteau! Daß da lebhafter Beifall gezollt wird ist lediglich eilte SÄbstver- ständlichkeit. Am Flügel sitzt Heinz W eck es­se r, ein Künstler in seinem Fach. Eine beson­dere .Attraktion' verzeichnet noch die ... Wein- katte. Auch Her Preisabschlag. Solche Darbie­tung findet ohne weiteres ihre Gönner!

Zusammenstoß zwiss-en Auto und- Rad fahrer. In der Wilhelmshöher Allee stieß gestern ein Auto bereit mit einem Rad­fahrer zusammen, daß der Radler in hohem Bogen in bnS' B-euzo-lgssäbrt geschleudert wurde und dott unter vermummten Damen und Her­ren saß. Es gab. einen lchhasten Meiuum.saus- tausch. nachdem ter erste Schreck überwunden war und man hätte etwas von .. HwnSfrie- deuSbruch! Da das Rad nur wenig beschädigt war, sprang der Radler aus dem Auto heraus, auf sein .Roß" und entzog sich dadurch der Wei- terspinnuug des Gefvrächsfadms.

Smmnersest her Gastwirte. Der Wirtever­ein für Kassel und Umgegend WA gestern im Garten des sein Sommerfest ab. 9tad)

dem Regenguß am Nachmittag wurde der Aus- enthM unter den grünen Blättern noch ange­nehm und gemütlich. Die Kinder bekamen hübsche Ueberraschimgen und dursten eine Pos-ouäse für ich ausführen. Inzwischen übten die älteren HerrschgstAt auch Damen! am Schießstand die Fertigkeit mit der Waffe Anders waren be- quemsr. Sie «trogen ins .süße Loch', wo's Liköre gab. Für dke Kinder konnten übrigens auch Süßigkeiten erstanden Werden. Später trat der T a n j tat Saale in seine Rechte. Alles andere trat dahinter zurück. Gastwirte sind die Träger der deutschen Gemütlichkeit. Wenn sie aber unter ich sind man erlebt fröhliche Stunden!

-4- Weitere Preissteigerung für Papier In Sicht. Unter den Gegenständen, die stark ver­teuert sind, befinden sich auch die Geschäftsbücher. Vielfach wird mit Besiellungen zurückgchalteN, wleil ebne Preissenkung erwartet wird. Wie verlautet, muß unter den Verhältnissen eher mit Preiserhöhungen und Liefmtngsstörungen, ver­ursacht durch späteren Moterialmangll und Fa- brikationshiuderniff«n gerechnet werden. Die für Geschäftsbücher in Frage kommenden- chervapiere sind noch ständig gesucht, hoch im Preise und Vorräte davon, infolge msn-elhafter Belieferung der Papierfabriken mit Kohle, nir­gends vorhanden. Kohlenmangel und Anzi-Hen der Kohleupreise haben zweifellos in Kürze Pa­piermangel und Anziehen der Pgpierpr-ise zur Folge! Aus PreiZrückgana für GeschäftZbücher ist somit nicht zu rechnen.

-T- Die Welt des Films Zwei Filme stellen augenblicklich in Kassel das Gespräch des Tages dar. Bei beiden überrascht die Kühnheit des Er.twurfs und der Dtkrchfüh-rung. Damt und wann geht zwar die hochgeschranhte Phantasie etwas durch, doch die Gewalt der Datttellung, di« Hemnziebung der schwierigsten Hilfsmittel der Filmkunst verblüfft und regt zugleich an. In den tt. T.-Lichtsmelen gastiert .Zirkus Woff- on' Dem alten Romanvorwurf Liebe zwi­ckten Fürst und Zirkus find sind nette Setten ab gewonnen. Prächtige Zsrkusknnste werden wrgesühtt. Da osht daS Erinnern des Be- "chauers gern ta Zeiten alter Zirtasberrliclfleit zurück, als es u. a. noch Wasserpantwmümen gab Atttnlose Stille waltet im Saale, wenn das Zirkttsmädchen am Blitzableiter eines hohen Fabriffchornstetnes emporklimmt, um das von einem Affen dorthin entführte Kind des Fütt'ten des Vaters auch ihres Kindes zu retten. Was der Film an Zirknszaub<n entfaltet, unter- streicht noch die mit künstlerischem Schneid durch-

geführte musikalische Ausmalung der Hctasdaxellr unter Leitung von Kapellmeister Emil Streiter. Diese Komposition ist ein Ganzes von Wett für sich allein. Fn den Chassalla-Lichtsptelen wird ein Detektiv-RoMM von hinreißender Knast al>- gerollt. Der geheimnisvolle Name .Fuder" W nicht zuviel Alle Geheimnisse der Kttw-Dunkel- kammern sind heranyefühtt. Scho« die Länge der Sertie fetzt in glattes Grftatnm Bei all-:r GroteAe des Kampfes eines Abenteurers gegen das VerLrechen, dessen Vernichtung er ersttebt berühren sich die Esgenisätze: Das Abstdtzende zieht an! Auch hier werden wunderschöne Bri­der zmn 9tatmen der Handlung gMommen. Daß zwei Kinder mit Hauptrollen bedacht sind, fesselt namertltch die Frau-enweti. Kindesanmut ffr Verein mit einem frifchen Spiel erhöhen erfah­rungsgemäß den Reiz. Mim sr«K sich bei bei­den Films: Welche Höhen will eigentlich Me KiNokunst noch ersteigen?

s- Wie wird das Wetter? Für morgen, Donnerstag, liegt folgende Wettervorhersage vor: Wärmer, teW wollig, teilZ heiter, Moack-e umlaufende, meist südliche bis westliche Winde, strichweise Gewitterregen. Sonst tvocken.

4- Veranstaltungen nm Donnerstag. Neues Theater: Spezialitäten, 7ss Uhr. Resi­denztheater:Verlorene Töchter', 7% Uhr. Theatral. Vor ein 1908: .Dichter u. Bauer", Stadtpark, 7% Uhr.Hessenland: DopPÄ- kongert, 4 Uhr. Republikanische'r Füh­re rb und, Prvteskversammlnng, Hacker, 8 Uhr.

Letzte Meschen.

Ter rMch-volnische Krieg.

Ein polnischer Heeresbericht.

sTigeue Drahtmeldung.)

Warschau, 4. August-

Nördlich der Gegend von Kolno und im Vor­feld des Flüßchens Sehwka Patrouillengefechte. Die Besatzung der Festung Lomsha wies alle An­griffe der Bolschewisten ab. Südwestlich von Lomsha haben die Abteilungen der Heeresgruppe des Obersten Ludzynski die 18. Sowjetdwision zersprengt, die frei DroAow den Narew über­schritten hatte. ES wurden 500 Gefangene ge­macht, 8 Geschütze und 430 Bagagewagen erben- tet Zwischen Narew mtb Bug und der Li­nie Zanrbrow-Fablenka-Cochanowie erbitterte Kämpfe. Südlich ist die ganze Bttglinie in an« ferent Besitz. OestliMvon Kowel haben unsere Abteilungen bei Sokal bolschewistische Angriffe abgewiesen. In der Gegend von B r o d y dauert die Schlacht mit unverminderter Hefttgkeit an. Wie unsere Krieger berichten, ist der Feind von unseren Abteilungen mnzingelt und sucht durch- zuvrechen. Unsere Gegenangriffe entwickeln sich günstig. Wir erbeuteten bisher 23 Maschinenge­wehre and machten eine größere Anzahl Ge fangene.

Ci« bolschewistischer Bericht.

Paris, 4. Augiust. iEigene DrcchrmeSmng.) Havas veröffentlicht folgenden Bericht der Bol­schewisten vom 2. August: Fn der Gegend von Lomsha wurden die Ufer deS Bobr und deS Na­rew überschritten. Die Offensive wird energisch fottgesetzt. Im Westen von B t a l y st o ck wurde die Stadt Bolsk besetzt. Fm Norden von Kobryn haben die bolschewistischen Tnrppen den Widerstand des Feindes gebrochen und diese Gebiete erobert.

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Die Ententehilfe.

Rotterdam, 4. August. (Eigene Drahtmfl- diung.> Aus London wird berichtet: Im Unter« Hause teilte Iloyd George mit, für Polen seien mehr als fünfhundert schwere Geschütze der Al­liierten unterwegs und zum Teil schön an der Front tättg. Die Bolschewisten müßten einse­hen, daß sie niemals Posen und den Allfietten ihre Friedensbedinguugen aufzwingen könnten, auch dann nicht, wen« sie Warschau besetzen p Dien,

Fürst Bülow al- Botschafter.

Berlin, 4. August. (Privattelegramm.) Wie das Berliner Tageblatt aus dem Haag erfährt, wird dem Daily Chronicle von seinem Spezial-

korrespondentrn tu Sete gemeldet, daß Fürst Bülow wahrscheinlich »um deutschen Botschafter in R o m ernannt werden wird. Die italienische Regierung hat bereits «t erkennen gegeben, daß die Person t*e8 Fürsten Bülow willkommen sei.

Reichswehrtrrrppen «ach Zttta».

Dresden, 4. A-vMst. (PttvatteLegvllmm.) Die Reichswehrtruppen sind im Vormarsch ausZittauin Bantzen eingerückt. Heute wird der Einmarsch tu Zittau erwartet. In Zittau Hai der Aktionsausschuß gestern ehe Atzzaist Bürger als Geiseln festnehnren lassen. Es beginnt eine Mäßigung unter den Streikenden. Heute soll eine Urabstimmung ta den Betrieben über die Weiterführung deS Streiks vorgenmumen werden. Bon den früheren Forderungen der Ra- dikale« fei nicht mehr di« Rede. Man verlange nur dir Aufhebung des Belagerungszustandes. Ausschreitungen find nicht vorgekommeu. Der Btamverkehr ist wieder aufgemnmneu worden.

Mangelnde Transportmsttel.

Genß 4. August. (Prkvattelegramm.)Echo de Paris" meldet, daß der alliierte Wirtschafts­rat die Lieferung der Güterwagen für die Kohlentransporte ans Deutschland, die auf Grund der Verpflichtnngen «ach dem Spaer Abkommen gestellt werden müsse«, festgesetzt hat. Infolge der Transportschwierigkeiten können französische Güterwagen nur aushilfsweise und nur ohne Verpflichtung in beschränktem Umfange zur Verfügung gestellt weiden.

Ameriranssche Finanzhilfe.

Haug, 4. Awgust. (Eigeme Drahtmeldung.? Eta Mitglied der Firma Kuhn, LSb «. Co. er­klärte, daß sowohl seine Firma wie auch andere amerikanische B«Mers Bereit seien, eine Anleihe im Zusammenhang mit den Sohlenlieferungen zu finanzerrn. Di« Zentral News fügt Hinz«, daß tat allgemeinen die Abneigung der amerika­nische« Bankiers gegen die Uebernatzm« enropäi- schcr Anleihe« fortbestehe.

Oesterreichs Notrnf.

Wien, 4. August. (Privattekegrarnm.) Dl« österreichische Gewerffchaftskommissimt hat itn Zusimwrenhann mit dem BorfM d« Fürsten­felder Waffenraubes einen Appell an die englischen, französischen und italienischen Ge­werkschaften gerichtet, dem österreichLschen Bolle in feiner schwierigen Lome gegenüber Ungarn beizustehen.

steine tschechische« Rekrut«».

Men, l Awgust. (PrwaMilegmmm.) A«S zahlreichen Orten der Tschecho-Slowakei werden starke Bewegnngen gegen di« bevorstehende Rekntten-AnShebungen gemeldet. Ans Asch wird berichtet: Zn der vorgestern anberammten Mu- sterng hatte stch kein einziger GtellungSpflichttger eingefunden.

Vor Lemberg.

Men, 4. Awgust. (PrSvattelegommu.) Das Lollsblatt" meldet Dienstag früh, daß die bol­schewistischen Truppen noch dreißig Kilometer von Lemberg eittfernt fetal, nachdem fie am Montag Krasnow eingenommen hatte«.

Di« Bolschewisten und Rumänien.

Men, 4. Awgust. (fMvat^elvgnmNU.) Wie die Blätter melden, haben die Bolschewisten in Bukarest di« Erkkärnng abgegeben, daß fie den territorialen Besitzstand Rumäniens unan­getastet lassen werden. Die roten Truppen haften Bessarabien wieder verlasse« und auch Ki- schtaew, das sie vorübergehend besetzt hielten, wieder geräumt.

Revolutionär« in Pol««.

Königsberg, 4. August. (Privattelegramm.) Nach hier eingelaufeuen Nachrichten hat sich am 3. Fuli auf polnischem Gebiete ein vorläufiges ret olutionäres Komitee Polens gebildet. Die­ses wendet sich an die werktätige Bevölkerung Polens in einem Aufruf, in dem es heißt: Ge­waltig nälurt sich «ns die rote Armee mtb die Lofimg ist, für unsere und eure Freiheit einen bau- «rnden Frieden zu erhalten, der zwischen einem sozialistischen Rußland und einem sozialistischen Sowjetpolen möglich ist. In den Stödten wer­den die Arbeitcrräte die Gewalt übernehmen. Fn den Dörfern werden Sowjets gebildet.

Eugenies Hinterlassenschaft.

Rotterdam, 4. August. (Eigene Drahtutel« dring.) Aus London wird berichtet: Das hinter­lassene Äermögen der früheren Kaiserin Eugenie wurde mit 550 Millionen Mark ermittelt.

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