Meier Neueste Nachrichten
Kaffeler Abendzeitung Hessische Abendzeitung
gnfertümipTttfe« »» etne«tmtf*< «icktra,»: ®te «tuspawg« ttatet8«n-8eite «. LOO, Me etxfpatttg« Reklame,eil, St 150. b) «uSwärttge «nfträg«: Die «tnlpalttg« «n,eigene«« M. LM. »t« etafpeitige Reklame,ell« M. 175, alles emsetzlteMrch D-aerung»,ufchlag unb «n^tgeaflraer. — Kür Me Rtchttgkett aller durch Fernsprecher aufgegebenen «x,eigen, s-mie für Lnfnahmedatrn «ab Platze tarnt eine «emLtzr nicht Sb«momme» »erd«. — Druckerei- «chlachthofstr. 28f». «eschäftsstelle: «olutsche Str. S. Leleptzo» Ste. 951 e. 551,
Nummer 178» Fernkvrecher 951 m» 952. Donnerstag, 5. August 1920 Fernsprecher 951 und 952.10» Jahrgang»
LU Kasseler ««testen Nachricht« erscheinen Ivbchentll» sechsmal tmb poar abend r. Der »bonnementspret« betrügt monatl. 6.06 Mark bet freier Zustellung in« Hans. Bestellung« werd« feder,ett eee der SeschaftSftelle ober b« Beten «utgegengenommen. Druckerei, »erlag und Ftebattton-. Schlachthofstratze 28/30. zur unverlangt eingefondt« Seitrüge tmm bte Redaktion eine Verantwortung oder »ewühr in keinem Falle übernehmen. Stück,ahlung de« BezUgsgeldes obte Rnsprüche weg« etwaiger nicht ordnungsmäßiger Lieierung ausgeschloff«.
Verzögerung des Waffenstillstands.
Sie Amnestie.
Straffreiheit fir politisch« Vergehe«.
Wohl keime Epoche der deutschen prSiÄschem Geschichte ifft mit einer solchen Fülle von Am- neftten bepackt, wie der Abschnitt der letzten <m- derchavb Hcchre. Vottviegend wurden solche Stvaffrsiherten für begangene politische Vergehen oder Verbrechen gewährt Mm ging dckboi vieSMtia vom der Eävägung aus, daß die LeideiKhaMWeit unserer Tage und Lbe gange Lrmere UmmMMng, dke sich in den ArMhe« voLzagen hat, nachösm alle chre Hoff- tiuugen jäh Msarumeilgestüirzt waren, st« M HarMunaen hmrttz, für die zuweilen doch das richtige Wtgemimß Ur die Tragweite fehlte. DeS toeiterat wurden Aminestten aber auch Ur die AuLschrettmigen und Vergeben bei wirt, schastlichen Vewegangien, als Folgen von 'IwsAs und dergleichen gewährt. Sodann haben Wir zahlreiche Ammestien auf steuerpolitischem Gebiete erhalten, um die ©teuer« ichrltchSeÄ wieder auf eine festere Basis zu stcl- ten. Ueber den Grfolq solcher Ammestien kann man sehr verschiedener Meinung sein. Me haben gewiß sehr viel gute Seiten, aber auch die Nachteile soll man nicht verrennen. Sie Mgen zumeist darin, daß ein starker Anreiz zur Meder- hokung alter Straftaten im Vertrauen auf eine später doch wieder erfolgende Gewährung von Lrrafftechsit gegeben ist.
Die neue Regierung und der neue Reichs- tag haben nun eine neue Amnestie beschlossen. Firr diese Maßnahme sind auAfchUeßAch politische Gründe maßgebend, wie mich die Arw nesti-e fÄber auf politische HandlMtge« sich beschränkt Die parliamentarischen Borberackmgen uoer Jiefe Frage waren sehr schüvisriger Natur. Das ist erWäklich, wenn man sich daran erinnert, daß in der Hauptsache einerseits die Vorgänge in Bayern, wie sie nrSbesondere zur vorüber- gehenden Ausrichtung der Räterepublik geführt Haven, ondeverseits der Kapp-Putfch and die ihm fotgatbe Bewegung im Ruhrrevier diejenigen Vorgänge stnd, welche ta dieser Frage d-r« Hauptrolle sprelen. Daraus ergibt sich, daß die Meinungen Wer den Umsang und dcS Maß der Gewührung von Sttassreihslt tau irr den Parteien stchr auseiMander gehen. Die i luabhüngigM wollten in die neue Amnestie auch die an deut Räte-Tevror in München urtb ix liayern beteiligten Personen einbegriffen wift fan. Die DeuHhnaticmlalen hinwiederum bean- t nagten, daß auch die beim Köpp-Putsch führend bekvovgetaetenen PersöMchköite» van der Straffreiheit ersaßt werden, während die Sozialdemokraten und Mich die Temolraten diesem Verlangen den schärfsten Widerstand entgegensetzten. Mtderers-etts wollten tite MehrheftssoMisten mit den Unabhängigen aber Ur dieicmaen Personen Begnadigung, die tot Ruhrrevier bei den Ausschreitungen sich beteMgten Die Bayern würden unter gar keinen Umstanden eine Amnestie mit- gemacht haben, die auch dir Mörder, Räuber und tKrpresser der Münchener Räte-Wtotschaft einige« schlossen hätte. Der Vertreter Bayerns gab rm ReichSra-t in dieser Beziehung eine kategorische, in ihren Konsequenzen nicht mißverständliche Er- klärnnv atd. Andererseits glauben die Demokra- ten und vornehmLich die MchrbeitS-Sozialdemo- kraten, eine Straffreiheit der Führer tot Kapp- Putsch ihren Partei-Anhängern gegenüber nicht verantworten zu können.
So kam man »ach langwierigen Vechandtan- gen, die teAweise so zugefvttzt waren, daß dft ernsteste Krisis nicht nur für die Parteien, sondern Ur das Reich seWer in Fräse stcmd, zu dem auf Mittlerer Linie sich bewLiendm Antrag der jetzigen Regsiernlngsparteien, eingebracht Ur das .iattrumt von Becker-Arnsberg, für die Deutsche BEspartei von Dr. Becker-Hessen, Ur die De- mokraten von Schiffer urtb Ur die Bayerische VdMpartoi von Leicht. Das vorgestern vom Sdeichstag beschlossene Gesetz hat folgenden toe- simtSchsteu Inhalt: Für Straftaten, dee zur A b- wehr eines hochverräterische'n Unternehmens gegen daS Reich begangen worden sind, wird Straffreiheit gewährt, eshandeft sich also nur um Abwehr-Toten, hochverräterische Hattdtenyen werden nicht von der Sttaslreiveit erfaßt, wenn es sich nm Urheber oder Führer drS Unternehmens handeLt. Mit dieser BeDm- nutrag sind also die führend beim Kapp-Putsch beteiligten PersSnNchhette« nicht mit e-nbeqrif- fen. Ander», nicht als Urheber oder als Führe: ,tntito%rfertbe* Personen kommen dagegen Ur die Straffreiheit in betracht. DeS weiteren sind strafftet Handlungen, die tot Zusammenhang mit einem hochverräterischen Unternehmen oder f' taer Abwehr begangen worden sind, wobei aber wesenÄiche Boronssetzurtg M daß diese Hönto- lrmgen nicht WdiMch arff Roheit, S^nnutz oder sonWgen nicht politischen Beweggllürtdeu beruhen.
BAKa awSgeschlofsen von der Straft ftesthett sind Beäbrrchm gegen das Leben, Verbrechen der schweren KörpervertetzaLvL des schweren Raubes urtb der BvanbstfftW a. Eine bet- etüae Bestimmung eutzprtcht dem gesunLen
Emdstad« txS VvteS. MU Visser Bestimmung Mt somtt auSachprochen, daß die bei der Räte- Wirtschaft, tote auch bei den Gewalttaten tat Mchrrevier BeteÄgten sine StoaffreiheA nicht &gswSrügen Haiden. ES tft weiter vorgesehen, , Usern Straffreiheit gewAhrt wird, die verhängten Dtoason nicht vollstreckt, die archängiigen Berühren eingtstelkt und neue nicht eimzeleitet werden. Bermerke Über Strafen, Wie nach diesem Gesetz «Lassen werden, find tat Strafregister xu tagen. So sehr wir den Grundgedanken, der Visser neuen Amnestie zugrurtde Hegt, bißügen, so sehr haben wir über auch den Wunsch, daß Hefe Amriftie mm He letzte sein möge. Wir müssen wieder auf einen normaLsn Rechtsboden kommen, wenn Überhaupt nufer gefomieS inneres Leben sich devlchtgen soll. JT M.
So» lein Waffenssillftand.
Vie polnischen Bedingungen.
(©igener Drahkbericht.)
Kopenhagen, 4. August.
A«S Warschmr wird gemeldet: Rach einer Erklärung d»S Bizeminifierpräsidenten Saszynski werden dte Polen bei den WaffenstillstandS- verhandlungen an folgmtden Bedingungen festhalten: Polen gestattet den Bolschewisten nicht die Einmischung in die inneren Angelegenheiten deS Landes. Eine Entwafsmmg findet nicht statt. Ms Demarkationslinie wird man die von Lloyd George festgelegte Linie betrachten, jedoch wer- den sich die Polen auch mit einer durch die Steilung der Truppen zurzeit der UnterzeichmWg der Uebereinkunft markierten Linie einverstanden erklären. Als Hauptbedtagmrg Ur den Fric- denSschlutz bezeichnet der Minister die Unberührtheit des polnischen Staates, sowie das Selbst- bestimmungsrecht der zwischen Rußland und Polen liegenden Länder. Ein Sowjetregiment ta Polen sei unmöglich. Aus diese Bedingungen wosten aber die Russen nicht eingehen. Deshalb stnd die polnischen Vertreter nach Warsstw» z u. rfltf gereift, um neue Instruktion zu holen.
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Die polnische Verteidigungslinie.
Warschau, 4. August (Eigener Drahtbericht.) Nedsr den SLaird der BerhrüdLMge« von Bara- nowitischi herrsM völliges Stillschweigen. Die einzige Tatjiache ist vfjienLmdia die, dap die B-Äkschewisten die Zeit zur Fortsetzumg des heftigen Andranges gegen die Wovschvmer Front benutzen. Am Sonntag und Mo-niag wurden die polnischen DertLidisumgslinien arrderostpreu- ßischeu Grenze und d-m Rarew bis zur Frstmlg Qstrolenka Mrückverlegt. Doch scheint m- soLge der Verstärkung durch Freiwillige der Wsstteil der NarewNnie am Momtag jedenfalls noch ta polnischer Hand gewesen zu sein. Der stärkere Andrang ist gepennTärrig auch nicht hier, sondern vielmehr cm Bug und an der Sedlec- dähn und bet Brest-Lttowsk. Am Sonntag wurde bereits um den Bugüberganig bei dem Orte Mein« schwer gerungen. Gleichzeitig waren auch Kämpfe um die Festungswerke von Brest u«d auch schon in der Stadt selbst.
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Anerfüllbare Forderungen?
Warschau, 4. August. (Eigene DraHtme^. düng.) Der Abbruch der Waffenstillstands- rerhandlungen zwischen Polen und Rußland wird auf unerfüllbare Forderungen der Sowjet- tegienmg zurückgeUhrt. Franfteich will eine Festlegung von FriedenSbedingungen, Wie fic hier bekannt wurden, in einem WafscustMstandS »ertrag auch nicht anerkennen
Fleisch md Kartoffeln.
Besprechung der EruShrungSmiuister.
(Privat-Telearcrmm.)
Berlin, 4. August.
Nach den Erörterungen der CrnLhruugsfragen durch den Ernähruussminister des Reiche-, sowie die Minister von Bayern, Württemberg und Hessen soll die Bewirtschaftung von Brotge- treibe, Milch, Butter und Inlands- käse unverändert bleiben, Ur Fleisch und JchlaudSschmalz wird die Bewirt- schaftung iro Herbst aufgehoben werden. Pie Buder .Bewirtschaftung soll in ihren Grmwzügeu aufrechterhalten werden und die Einfuhr von nicht bewirtschafteten Nahrungsmitteln, z. B. Salzheringen, freigegeben werden.
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Freigabe der Kartoffeln.
Berlin, 4. August (PrivattctoswMM.) Der BcilswirtschaftSaussüMß des Reichs nahm dert Zentrumsautn^ einstimmig en wonach bei Aufhebung der Zwangswirtschaft Ur Kartal felu
dne Reichsreserve von zwanzig MiMonen Bent« nein geschaffen werden soll. Ein gemeinsamer Antrag der Deutsckfen Volkspartei, der Demokra- ten, der Bayerischen Volkspartet und der deutschnationalen BottSpartei, die Zwangswirtschaft für Kartoffeln unverzüglich' auszuheben, wurde mit sechzehn gegen zwölf Stimmen der Sozialdemokraten und Nnabhängigen angenommen. Abgelehnt wurden Anträge der Unabhängi. gen und Sozialdemoftaten, die den Kartoffelpreis aus 15—20 Mark den Beniner heraüsetzen wollen.
$« tuMch-volllifche Krieg.
Anbaverndsr Vormarsch dar Rosse».
lPrivaHLelearamm.)
Berlin, 4. August.
Wir der Berichterstatter der Rationalzeitung von der polnischen Front meldet, geht der Bormarsch der russischen Truppen weiter in Richtung Warschau. Während die Kavallerie- divtfionen am Nordflügel die polnische Berteidi- gungslinie ander Pissa-Narew bereits er. reicht und an einigen Stellen durchstoßen habe«, fiehen die Truppen der 4. Armee vor Mazi- Wieck im Kampfe gegen polnische Nachhuten. Bolschewistische Reiterei ist in Lonscha bereits eingebrungen. Ostrolenka ist noch in den Händen der Polen. Da aber der pvlnischc Nord- slügel völlig zerschmettert ist, kSnuen bie russischen Truppen ta zwei Tagen den UdöUichen Zipsel des polnischen Korridors erreichen und dann den Bahnverkehr zwischen Danzig und Warschau so weit gefährden, daß die Polen nicht nuchr auf die im Danziger Hafen angelemmeiten Waffen- und Mmtiftonsftansporte des Verbandes rechnen können. Die Entschlossenheit der Russen, die Polen aus dem Korridor zu vertreiben, wird von bat Russen allgemein betont.
Warschau in Gefahr.
Königsberg, 4. Awgust. (PrfvattÄegmmnn.) Die polnifche Rordftont bei Lstrowo ist von neuem zurückgenommeu worden. Damit tft die Frontlinie aus Unfziq Kllometer der Hauptstadt Warschau nähergerückt. In Warschau herrscht unverkennbare Panikstimmung. Die wohlhabettoen Kreise flüchten auS der Stadt nach Lodz und Petrika«. -- Die Entente meldet: Die Lage an der polnisch-russischen Front ist nach Auffaffuna der ^ntentroertreter in Warschau von höchster Gefahr. Die polnische Heeresleitung hat am Montag abend den Ge- fahrenzustand in Warschau erklärt. Ost- rolenka ist nur noch wenige Tage zu halten, da es im Westen von den Russen umgangen ist.
Sie Genfer Kongresse.
Die Enttänschung de» Sozialisten.
(EWner Drahkbericht.)
Genf, 4. August.
Aus dem Sozialistenkongrest hielt gestern Eduard Bernstein eine Rede, in der er ansführte: Wir Deutsche müssen sagen, dass gerade die- fettigen, die ht Deutschland das alte Regime von jeher bekämpst haben, durch den Friedensvertraa mn stärksten enttäuscht wurden. Die Haltung, die man in Versailles der deutschen Revolution gegenüber einnahm, war derart, daß sie gegenüber dem alten System Wilhelms n. nicht wesentlich anders hätte sein können. Wenn man einwende, daß in Deutschland durch die Revolution nur die Fassade geändert fei, so übersehe mau, dass der ganze Schwerpunkt doch verschoben worden ist- Die Haltung der Konferenz in Versailles hat erst in Deutschland den Bweifel hervorgerufen an den Erfolgen der Demokratie. Durch Versailles find erst die Mächte, die man besettgon wollte, ungeheuer gestärkt worden. Der Kongress beschloss, die Resolution über den Döl- kerbuud einer Kommission $t überlassen.
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Entschließung der Bergarbeiter.
Genf, 4. August. (Eigener DraWettcht.) Auf dem B«gardeiterrongretz «folgte die Annahme der englischen Resolution botteffertd die MrtiomÄsienmg der Bergwerke. Die Sekretäre veosch-iedener Länder gäben Bericht über die Lage der SOeogaafeeiter. Hüsemann schilderte die Vorteile, fcfee aus der pvftrffchen UrrtwAzuino ta Deutschland hervoMekovrmen seien, taSb^onvere den gfertfütgen EirMrß der Betriebsräte. Er stellte dem Ud-mn die Schreckliche LebenSmittek» teu erung gegenüber die jeden Fortschritt iün- fv-rksch mache und betonte noch die uudedivate AMvenVig'eit der ZusanmtenarLeit Mer Regte- rungm, dcrmtt die ErnahrungAverMtaiffe ge- dcssort werden, wovon allein v» SoVestproldük- tiou obhSose.
Poluifche Flucht.
Begegnung an der deutschen Grenze.
«ine Srgegnett« mit polnisöhen Srnpprn un» »en t>«rf»lg<nben Stuss»» hatte de» SerichterNatte» eine» ®<«tinec S4et.ee, *»» diLDorgitnge wie folgt schildert.
In der Nacht war ich cmfsebrocheu, um die Grenze zn Mersihveitew iurtt» den Bechach zu miternshmen, möglichst weit ins Polnische vor- zudriMgen und irgörtdww die Kampffront $a erreichen. Eine Ulche Sampfsront existiert tadessen «ichtmehr. Alles D in AufloUngbe- oriWstr. Man tyafte mich sSvarnt» ein Ueber- sitzretten der Gttftze würde nicht gelinvM^ da sie von polnischer FÄ^mLattnerie b cwocht sei, die oietnattben dwwtzüasje. Eta MchLwerk brachte mich zur dentjschen Gemmckunig Der weitere Weg sollte zu Fuß Mrückgelsgt werden. Es war dies schon WH» ttoimnfciitt Weil, wie man mir mitgeteckt hatte, KveifMos ein Wagen, ein Auw oder «n Pfo-d von Polen oder Russen ohne weiteres requipiert, mit anderen Worten mir tortgetBotOTCtMt worden wäre. Gegen vier Uhr früh war die Grenze erreicht. Die dentjichen Posten, denen gegMü'ver ich mich auswieS, ließen mich pausieren. Sie hatten ja auch keine Ursache, mich zurtickUchalten. Jin Därnmerlicht deS gran- ertben MWonS tog die LainLsiraße da. Weit und lweit fein poMfcher Posten zu sehen. Ein- KmÄett und Sttlle ringsum. Offeuibqr waren die pMMHen FeWgeudMmen bereits geftoHen. SierM hatten f« auch Anlaß, denn das ganze ÖTcttRgetoet von Suwakki, Grajewo, Sruifchin hinunter nach Kölns wAd bereits von den Russen beherrscht und von ihren Batrrnttllen aVgMochV^^ie vusifchen Truppen be» Sndon sich «mnitteMy. <gt dm, vcui schen Grenz:.
Das dumpfe Grollen ferner Geschütze war zu vernehmen, die ta regelmäßiger Wieder» fthr ihre Arbeit verrichtttM, was, wie ich strätar erfuhr, einem Nachhutaefecht gabt, in hps fliehlÄide Polen mit ve-rUtzerchsrr Russen veriwtt- keL waren. Ich schritt auf der ©taafce von Prvftkmi in der Nichümg nach Grajewo vorwärts. — Bald tonnte ich mit eigenen Augen sewühventz welchen Umfang diese Mrcht. Vie all- ceetoeün war, angenommen hatte, Keren schon gegen ST/4 Uhr mengens stiess ich auf verstwenyte polnische Truppenteile, Vie ta namen- Mer Unordnung, völlig artfeeföft ohne ta- C' Wie Verbände ritaguhalten, flSchteten, taron sich von dem Grade der herrschertdvn VevwsirÄrrtg Seinen PegKsi machen: Die pvlnü» kchen SvAraten, Mto an mir vorbeizogen, waren auf® äußerste erschöpft, sie hatten Tornister, Gewehre und alle WLaüftanasgogenstande einfach so-rtzewvrsen und eiten um dem Aufgebot der Setzten Kräfte, von wilder Panik gepackt, Wetter, ohne Bient ohne BsfthL, ohne Führung. Mannschaften und Offfizrere dttrch» einander. Dbe letzteren, die jede ArttarttÄ verloren zu haben schienen und nicht einmal den Versuch müetttahmen, die DiÄMffta herzuM. len, wußten üvechaiupt nicht, wo fie sich befanden. Karten vesaßen fte keine. Eta polnischer Hanpt- marm zm Pferd, der mich am Strastervoamd stehe« sicht, rettet auf mich zu und fragt hösÄch: »Können Sie Mir vielleicht Auskunft geben, wo wir uns befinden?* Ws ich, urtwillkurltch lächelnd, ihm antworte, macht er eine verzweiftte Handbewegung: .Wenn Sie wüßten, wenn Sie wüßten ... «s W fuvchtibar, grauertvoll!' — Der Trupp zieht Wetter. ,Wo stad dir Rrtffar?' rufe ich noch «ach. Mnitze wenden sich «m trrtb weisen auf die Samdstooße, die hdrtetr ihnen kiegL, D ann hmniveln sie Wetter, so schnell fte können.
Die erste« Russe«.
Um nenn Uhr ertönt von ferne her Pserd« aetrttppeL. Eine kckchte Staubwolke wttd ficht» bar, und wenige Mnutttr später sche ich mich einer KavalleriepatronilVe gSMillber. Es find Steffen, die Vo-rlmiftntze der Truppen. Ein OhckÄerttrtant M« fie. Er und seine Leute Sdie aWen riufsi-chen Unfformen, auch die R-angahzetchen. Der Offtzier stellt mir Fragen. Als ich ton nach dem Waffen- sttlfftaNd frage, sagt er: »Davon W mir nichts taJanta.* Er macht den Eindruck «taes gedL- deten Mannes, er spricht RttffHch, Poürrsch. FnnqSstsch und recht gut Deutsch. Me er mir noch miiteklt. hat er in der Zarenarmee als Leut- nata geMent und den gönnen Krieg rnttgemacht. Er warnt mich weiterzÄgehen!: »Str würden auf gväßere Truppend erdände unserer Leute stoße« urtb ... na ... man kann für nichts garantieren. Sie könnte« vom ihnen festrenvMMM taftÄtat. Ich «rte Ihnen, kehren Sie Leber um."
FrlmrWscher Birrtfcyte i« örftni
Waffengewalt gegen! E-fenbahuer.
Am Somvab-cUd kam eS wieder, wSe sihott etoitze State vorher, -wffchen dsuchchen Eisim. bahndeouttM tmd MSttärtoaNKwrtm der En- tonte M «totem Zrrsam-nenftotz. Die Deumtm- und Arbetter Leßon tast LtMspvtt auf ata totes LLcks tot eben «nd teklie» dem TramSwEbver
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