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KMM Resche AMrWes

Verlage.

Freitag, 30. Juli 1920.

Nr. 173.

Zehnter Jahrgang.

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ebte »atSrNchs Zentral«

um

fntio.

feit ersch, stein, 'bie

Hauses mir einem Gewshr msrösräterte, ans FahMMMt erschossen.

sm logen äußerst füll bei tem vexchtdertsn Kur« feit. Die Mark wurde aus der Schwei, mtt 14,05 Geld unb 14,16 Brief gcmrtbet.

ir»tmma der Krankheit von rarem Jahr LUff Var andere vormitteln Tauerfporeittrüüt:, t*e fub-n den ertrank:en Teilen der Knolle biäben. Wenn diese In Fäulnis Lberstegangen ist, so bltübrn b;e Dporerrfmchte im SSdben. Ank befallenen Fel­dern dürfen drei tiS vier Jahre keine Kartoffttn aedaut werd«; ebmfo dürfen Karwsfsln van solchen Feldern itisr aus Saat verwenrer werden. Schalen und M fälle erkrankter Kartoffeln wer- den am besten veldratMt Erkrankte Stauden mäffen mögsichst rrühzeiMz mit den Knollen au?« gerissen und verbrannt werden, eh, Nm» Weiter. bcit>«ttima möglich geworden ist

die Erve bsdeckt und kokte 23ta6x wehen. Fegt bi< Stadt Ehaudssoigives, wo »S seit Vielen Jahre« keinen Cfen und keinen Dampfkiefsw mehr dfbt Kohl« iM HoEz sind iwr&efanttf, m«> in dieser Stadt mit zwÄtaUtettd Emwovnern «S «ei. nett Schorrfträr. Dir E^lSrung hrerMr Regt

lsberg, 29. JiÄ. (1ta8 Fech-läfSs- Die ISjhr. Maria Ai. von Mrich. mt Gastwirt Horn in Grebenhain

zxa hstngm tirtb ________________ den Lisch sehen. Die Wäscherinr-en treffen sich an der allgemein«« Waschquelle. kaffen dsS lochend« Wasser Sv« die Wäsch? laufen und find schnell mit ihrer AlSeit

betamrte Ghemikalier^irma Brunner und SBtottto (ofsenLar waschechte EnglLndery hat jetzt mit einem Kapital von fünf Milkt»»«» Pfund eine EÄfellfchafi zur Herstellung von Lust st ick st off c.eui&gt Die Gesellschaft Wer- nimnrt mehrere FobrAen» die üm Kriege M RechniMg des Staates kn der Nähr von. Angharn gebaut worden sind. Man will vorläu» sta Hunidert Tonnen Ammoniak täglich herstellen, hat aber eilte ErwekteMng auf drechundert Ton- non TageSerzeugun« in 'Aussicht genommen. Die Roaioruna hat der Gesellschaft bat uubefchränk- ten Gebrauch beutsche, Herstellung

von Lufksalpeter hat Maß­

nahmen getroffen, daß keine Mim in die Hän­de von AlEnüxsn kormM».

nicht einacrichet «nv Privarmmitüre s m dm Woh-w.ungsuot sehr beschränk.

hört, gebertfi der Dreis G-rSfekd brami EinfüHrun« einer Kurtaxe den «gor verkehr auch seinen Frnanzbedürffnisser,

Au§ der leimet.

Der Kartoffelkrebs.

Bor einigen Jahren hat man au veveLnGÄten Orten i-m Westen deS PreußischPN Staates eine neue Kartoffelkrankhett beobachtet, die äußerlich eine gewisse Ähnlichkeit mit dem allbekannten KohlSropf hat Stark befallene Pslauzen tragen anstelle der Knollen vollsÄiMg entartete, tun« irftfl« Gebilde von Wolnußgröße, hi« in seuckssem Boden alSvakd der Fäulnis anyelmfallen. Schwach ertiranlte Shtofl-en erreichen oft gewöhn, liche Größe, bilden aber verschieden gestaltete, warzig« WuSwÄchse und Wucherungen. Die

mn eine Apochekersaattin aus .Leipzig und deren Töchter handelte. Die drei gäben an, sie Hütten sich auf dem im Hotel Wagner angefetzten Som- mernachtZvall eine Ga>M machen wollen." Für eine solcheGaudi" fti*e die München« sagen) scheinen die Zeiten doch wohl etwas »u ernst zu sein.

* Die rasenden Errtente-Automobile. Aus So» rägSberg i. Pr. wird gemeldet: In ßa^tau vor Cranz überftchr ein Eittente-AutomoMl, das hi ratend« Fahrt ebne Kurv- duwchssaust«, den neun­jährigen Knaben eines Ga-Wirts. Das Auto, das dem VerwalnuugKftoh des militärischen Ueber- wachunaSanSschusses gehört, wollte sich zunächst nicht nm den Knaben Simmern und muAte von EntgezMÄommrnld« jum Hakten unö dazu ge­nötigt werden, den Knaben zu etaem Granzer Arzt zu kwimgen, der schwere SchädeWrüche fest­ste llte.

* Bom RathauSkoMl abgestürzt. AuS «ad Gastein wird osmÄdet, daß die KwMHigjölhriige Studentin der Wiener Universität MmänetN Lei- tot, die ToMer des bekannten vLSkswirtsehast- fitten Schrifsteller. Dr. Fridrich Leiter, beim P-Hsieren dsS KnaybensiWnos aitf dem Vttbaus- knssl Tuet Böch'tein aistgssürrzt ist; sie to t sofort tot Das Unalück ist auf die MowWhesi deS Ge­länders zurückzuMbren, daS infolge des Kriege < volWrchia vernachtlÄffiat war.

Rmtbmord eines Schlafburschen. Die 76jäh- rige Zimmervermieterin Witwe Thtekemann in Berkin wurde in ihrer Wohnung, Kövenik- kerstraß« 102, ermordet ausgefunden. Die Leiche zeigte am Kopfe eine schwere Wunde, außerdem war der Hals mit einem Handtuch zugivschnürt. Der Täter ist allem Anschein nach ein Schlaf­bursche. der bis vor einigen Dagen bei der «lten Fran wob nie und nach Verübung eines Dieb- ftahlS verschwunden ist.

* TI enteret im SlberfAder Gefängnis. Wt' berichtet wind, irberffefen mehrere Insassen des Elberfelder GerichtSgrfönignisseS tosihreich der Nacht einen Asseher und versucktem auSzuibrechen. Die im Gefängnis stationierte Wach« der Mcher- heit-pe<lizei rtinterdrückte die Meutewi.

* DaS gestohlene Brillantkollier derEiser­nen Jungfrau". In HawbuDg ist ein dort unan. oemekd-et wobnendes Ehepaar verhaftet wardnt, daS sich hn Besitz (hier großen D'eng,- von wert­vollen Schmucksachen in Goli und Brillanten be­fand Unter den Schmucksackien befindet sich et« Kollier, dessen Adler vollständig ES Brillanten bestcht; es trägt die Gravierung tDie kri-gs- gtsang--nM Denrjcht-n der Eisi-rn-n Jungfrau". ZwetfeAios ist cS ein« Stiftung für nnc ehema­lig» KriegSnngelMlg und möglich'rwrise ans dem Besitz einer Kommune, die eine Eisern« Jung­frau b-enrwln ließ, gestohlen wordrn, oder es war vieAsichr von privater Seit? ausa-kanst rsnd ist dieser erttttoUldet worden. Tas Kollier hast einen sebr hoben Wert Der Verhaftet«, ein etwa Dtiährißrr Arbeiter G. ans Frankstert a. M. will He gesamten Wertsachen von dem bekannte;, ,.Un6#tannit n* in Haneburg käuflich erwachen bäten. Seine Begleit^u! ist eilte Mjähriere Ehefrau D., khrnfalls auS Frankfurt a. M., die dort ihrem Mann onsgerückt ist Das Pairr hatte auch tmw 22000 Mark G'ld de, sich Wie bisher ermittelt wurde, wird G von FrarMurt aus steckbrieflich wegen TiebstahlS veaHolg-t. Wo­hin daS Kolli!er gehört, könnt- biShar nicht fest- gestellt werden.

Dvesden wird berichtet: Der HaushalisauSschuß bet BoNsVaminer bewilligt« für den Fall, daß vaS ForschrMaSinstitut für Lsd:rindrOrie nach Sachsen kormm, für dieses einen eimnattgen Bei­trag von einer Million und eine laufende Unter ­stützung von jährlich hunderttausend Start.

* Auch Zirkus Altstoff zerstSrt. AiuS Bamlber^ wird cemroet: Ein Wirbelsturm warf das Ma- nogezelt des ZiMrs Alchoff um. Der Schaden wird auf Mechnndcrtta usend Mark beziffert. Menschenivorluste sind nicht zu beklagen.

* Unpassende Gaudi. In der Mtinchen-Ar«gS- burger Abendzetiiwna ist folgende Noti^ zu lefm: »Großes AiuWchen erregten dieser Läge am KarLSpLotz in München drei Frauen, eine öftere und zwei junendliche, ob ihres sonderbaren Auf­putzes. Zwei von ihnen trugen MirmerAeider mit lanyen Hofen, die dkWe. ältere, unter einem Damennchanq ebenfalls MLnnerkletder mit lan­ger Hofe. Diese Gestalten bildeten den Anlaß einer größeren MeufchenaufanmÄuna. DcMetzkich wröden die drei Fran-n von einem PoLizeilbsamtm zur Bolizst gebracht. Bei der Vernehmung stellte es sich herauf daß es sich

*Ka8 dem Kreise Molfiagen, 29. FuLt. (SBs. ginn WS Hassrfchnitt».) Bargeldern ist «W bem ÄchTreiden des Hafers begoMwn worden. Sonst evfolpt» dieser ®d)ät erst, toeitn der W«s«> ho. eiuaebracht -worden war. Deretiwt ist er* mäßiger.

* Gponzeubors- 29. Su®. (BnA der vtadwer- orbnetensihrmg.s In der letzten Dtad-verordne- trasitzung wurde dem Magrstrat Vie Ermächti- guna erteilt das Entgelt für bas Läuten der großen Mocke bei BrerdigtAtge« bei wirWch be. dürftigen Familien zu erlasse^. Eine rege Aus­sprache ergab den aNgemrinen Wunsch, alle Mt« tef und Wege in BnveMtnq »<t setzen, um «S »n ermöglichen, baß die gepürnte Zi^SrrenstMik nach Spattgenberg gelegt würde. Tto Besörste- rreng deS StadiwukdeS muß neu aereyiÄt werden, weil der auf Brcce aiPestellin -stabMMr Ro­gätz am 30. September au8 Wdtischen Diensten ausscheidet Da es im größten sMtereffe der Stadt liegt, ihre Waldungen tachmann'M beamf. sichtige» |» lassen, w-irrde einsckmmig beschlossen, sofort die Stelle eines UMr-fScherz mrsMschrei. ben. Rach eingehenden Berrchten der Magi- stratsmiteMber beschloß bann die BersamimEMr. die von der ^Eigenen Scholle" verlangt« ErAä- nntfl War die UeberterterunySzuschüffe abzug:. ben. Zmn Dünkte Verfchiedenes gab Dtadtver- ordneter Hermann Spangenthal Amestirngm, Feuerwehr, Bebanung des Me-GekändeK, Kran­kenkasse, Aushangkästen betreffend.

Volkmarsen, 29. Juki. (Einbruch.) Bet et- rwm hiesigen Landwirt toerrbe, als alles im Hanse auf dem FeWe war, ei« Eirtbrrrch verübt. Zufällig kam die Tochter zurück und verscheuchte die Täter, zwei jung« Leute, die das Schlachte- wevk, das sie bereits eimgetzackt hatten, mitsam'. den Rucksäcken zurückließen.

* Bebra. 29. JE («uszrichmrn») Ans Bnfaß der Dollenfnmg seiner 50jährigen Dosnst- zeit wurde dem BahnhofSarbeiter P. Horn hi« ein MückwMis^ch-, Dank« und AnerkenmMgSschrel. ben des Herrn Ministers zatietl.

Gersfeld, 99. Juli. (Der Fremdenverkehr blüht.) In Gersfeld herrscht zurzeit regster Fremdenverkchr. Kein SiübckieA ist rmlürlegt. Die-

Großalmerode, 29. Juli. (Gport.) vri dem anläßlich des Wistu«,?sfestrz des Frchballve-reins HeMch-Lichtenon stattgsfundenrn Fußballwett- kampfen erhielt die erste Mcn'usckast 'des Fuß- baMudz Großalmerode den 2. Preis der A- Kkosse nebst einem Diplom. Die Mannschaft hat­te zwei Spiele mit fr vierzig Mnn^en Saiel- btotter cmsNtsechten. Das erste aogen Fußbass- verein Hessisch-Lichiemm wurde mit 2:0 gewon­nen. das zweite gegenJrrmgsporf OberkE»n- aen blieb Id unenischeden mit einem Eckenver- hÄtnis 4:1 für Dberfaitfitmyea, Die Nesultate sprechen schon Wir, laß es äußerst spmmende Wrnpfe waren. Hätte Oberkaufunyen bei d'M Entscheidungsspiel nicht 2 frische Spieler, die also tun Vormittag bei den UttSscheidurttzstspirbeu nicht mitgewertet Wien, eingestellt, so wäre der erste DreiS nach @rofa(wrot>e gewandert. Fm Fe:ßhallweitstoß erziele Franz LOchemÄe, bett

Aus aller Welt.

Ein aus gehobenes FSlschernest.

Durch einen großen Handel mit gefälschter 41 tot» und Lebensmittelkarten ist die Berliner Kriminalpolizei einem Fälscher auf die Spur ge­kommen, der einen großanAelsgt.» Betrieb zv.r Herstellung und xmn ißeriiiiot) gesälfchtcr Karten eiiMrichtct hatte Der wiederholt vorbestrafte Liüglcr Julius Schulz, der vor kurzem verhaktet wmden war, war feinem Transporteur ent­sprungen und nach Berlin gekonunen, wo er durch Einbrüche in Brotkommifsio» nen st> viel Geld verdient hatte, daß et unter ziemlich gioßem Kostenaufwand eine eigene Werkstatt zur Ansertigung falscher LebenS- ttrittrftancn eiitridicn konnte. Als die Krimi­nalpolizei di' Fälscheriverkstatt aushob, wat sie tn tottirn Betrieb Zamtliche Maschinen, Plat­ten ufw konnten bi'schlagnadmt werd.-n, anß-er- dem noch achttausend Reisebrotmar- fen, die Schulz bei einem Einbruch erbeutet hotte Die Beamten verhafteten nicht nur drn Inhaber der Druckerei, sond.>rn auch noch meh­rere Ange-stcllie und Händler.

Krankheit ist schon früher in Ungarn, Errgkomd acht Gasthöw imd u. Amerita beobaLtet u. nächnr nrrrerkucht tim-

dein Die wird durch eine» Disti hervor gerufen, den man Chrysophlynis endobio.wa nennt. Der Pilz dringt zuerst aus dem Boden in v.< Snoffle ei» und verbreitet sich dann schirell. Die Ueber-

Unmengeu kochenden Wassers ftrSmen. ttrttet Straßen und Hänfarn wird dwses Wasser kosten« los zu den Bewohnern der Stabt adEettet DeldU bei kältestem Wetter werden dir HLttser itttr da- durch in anaenchmer Temperatur erhalten, baß mau eine Suite km Fußhohen öffnet und tfc WLr. me des heißen Wassers erir-irönten läßt. In de» Straßen sind die Seitiwge» ssöc bei >lße Was­ser mit einer dicken Sage von Stetnen bedeckt. IN den Häusern brauchen die Haus freuen, wen« sie eine Mahl zett »cherettrn wollen, nur die Luk«

Die Hochzeitsreise im Flugzeug.

Eine Hochzeitsreise tut Flugzeug ist kürzlich in Aürich catKgesührt worden. Das Brautpaar spürte kaum die goldene Fessel am Finger, hatte kaum die Wünsche und Küsse der neben Berwanoten und Freunde entgegengenommen, kaum ange­stoßen und gefrüMicki, als die Sehnsucht, end­lich allein zu fein, sie ans Hotel, Straße, Stadt, Familie und sonstiger menschlicher Gemeinschaft trieb. Retten wir uns? Hinauf in die Säfte I Und da das Weib gehorsam fein soll und dem Gatten untertan, ihm dorthin zu folgen, wo er hmgeht, fo eilte das frischsestempelte Ehepaar schleunigst zum See hinaus, schwang sich in die gsschLossene Kabine eines.Ad-Aftra-Flugzeuges und zog hinauf. Richtung siebter Him- mel! lieber die Mpen ging die luftige Hoch­zeitsreise, bis in die Gcgend des Gkärnisch führte sie der als Luftkutschenlsnker atmende Fliegerleutnant, der diesmal höllisch diskret fein mußttz, um technische Blicke nach rückwärts möglichst zu vermeiden. Halt dich fest, Büblein, daß du nicht herunterpurzelst beim Hintcnaufsit- zen! Komm mir nicht in den Propeller, rutsch nicht in die Schwimmer, zertritt mir nicht die Flügel der Ruttoe, verbieg mir nich, die Spanne drahte, schieß mir kein Doch in die Kabine mit deinem Pfeil und Bogen! Ja, auch Amor muß untiernett in unserer modernen Zeit Die Hoch- -eitsttike dauerte drei Viertelenden, das ist zwar «-ivas kurz für einen solchen Anlaß, dafür über br><b, eigenartig und sie verlangt Mut. aber besagter Mut gehört in den heutigen teuren Zei­ten und der Wohmmgsnot ja fo wie so schon zu ben Requisiten des Heiratens.

«nelife^e Pst-nlraubee.

Kurz » ich dem AusbnnH des Ktteaes eMLrte, wie ertnnnlich, England die d'eut,chen Pa­rente für n og eIrrel und gab der engli- rd%n Industrie Lizenzen für ihre Bemitzung. Aus bleiern Raub, der durch den FriedetrSV' - trag fanktioniert worden ist, beeilt sich die eng- Uschr Jndustric den größtmöglichsten Nutzen zu ziehen, und besonders ist es natürlich dte «ner-

Siebte Runvschau.

®ae Wohngebiet der Dögrl.

®fe leichtbeschwingten Bewohner der Lust, die jetzt wieder nach langen WanverunHen aus fernen Gegenden bei uns roeilm, erscheinen rmS als ein Syrnholb rastloser Beweglichkeit, «er- ho.ben Wer den Raum". Dieser Arrffaffung ge­genüber betont aber Werner Sunkel auf Grund neuester Forschungen in der «Naturwissmschtss- lichen Wochenschrift* die zcitweiltge Seßhaftig­keit der Vögel, während deren sie auf ein sebr enges Wohr gebiet beschränkt sind. Es ist focksch, wenn man annimmtdaß her Wändertrreb bei den Vögel« das Ursprüngliche sei und daß die

stückcS in einer ganz bosond-ren Lage im Mund «halten wurde. Wem gehörte nun btc Zigarren­spitze ? Dem Toten keinesfalls, beim er hatte keine unräaelmößigen Zähne. Aber ÄaS Gebiß feines Reffen weist Unregelmäßigkeiten auf. und die Markierungen des Mundstückes »tffett durch- aus M feinen Zähnen. Diese Tatsache führt zu der Verhaftung das Neffen, der bann den Mord einaeftebt.

Besonders wertvoll hat sich dta Untevsirchung deS Staubes erwiesen. Staub und Staub sind für den Detektiv sehr verschieden-.' Dinge. Der Staub z. B-. der hn Rock eines Schlossers gefun- ien wird, ist ein gcm-z anderer Ätaub als der. den man rm Rock eines Müllers feststellt. Aus dem Staub eines Kleibitngsstückes l-isson sich da­her sehr wichtige Ausschlüsse über feinen Dräger gewinnen. Wird am Tatort eines Verbrechens ein Kleidung«Mck gefunden, fo ist es am besten, das Kleidungsstück tu einen- festen v.wfchließba- ren Papiersack zu tun und dann gehörig auSyu« klopfen Der in dem Sack Mrückgtbviebeue Dtaich wird dann chemisch imterfudn In einem Falle fand man einige seht pulverisierte Holz- teilchon Das Kleidungsstück mußt.' a-ffo einem Zimmermann, Tischler oder Brettsch-rcüber ß> hört haben. Unter den Staubteilchen entdeckte man aber auch noch etwas pulverisierte Gelatine und Schm. Zimmermann und Btt'ttfchneider ka- men also nicht in Bettacht, sondern nur ein Tifchlw, itrtb in einem Angehörigen dieses Handwerks entdeckte man dann den SchuMgra

umh.wziehenDe'k Vcgelscharen, sow-rit sie zu fege« nannten .Staichrögelitt wurden, erst nach isnfb nach daS Wendern eingestellt haben. Die Vögel simmnen nämlich von wenig fluggÄv-andten Sauriern ab und müssen bei ihrem Drutgr- schÄft unbedingt einen festen Wohnsitz Haden, um ein Rest $u b-c-u-kn, die Eier zu leg.m und auS« 31161 üten und di« Jungen heranzuziehen. Die Möglichkeit eims ununterbrochenen Wwderle- bräs besteht nur bei den verhältniSrnätzig selte­nen Brutfchmarotzern, die ihre Ei-w in fremde Rosier legen und eine Ausnahme? ischei mng sind. Wenn der Vogel im Frühjahr nach feinem bei« ntatllchen BrutgSbier zurückkehrt da hört das Zig-survrrleben auf; er wird seßhafter und häus­licher, alS man wobl im allgemeinen anzunech- m-en geneigt ist Jedenfalls ist das Wohngebiet der meisten B->gel sehr viel kleiner, als man rn- genomm-on hat. DaS größte Wohngebiet besitzen die Raubvögel, unter denen besonders Ad-l-er und Falken auf ihren Jagdzügen vorn Horst ans wet­te Strecken durchstreifen. Viel weniger weit vom Brntplatz entfernen sich sckon Bussarde, Krähen, Wildtauben fctole die Sumpf- und Wasservögel. Untsir dm Singvögeln haben die Schwalben den größten Fkugbezirk. sodann di« Star«, die z. T. in Kolo.itea zuicnnmen nisten Die gesellig brü­tenden Stare fliegen ziemlich weit vom Bruk- vlatz weg. weil sie c«f entfernten Wresen und Fekdern shr« Nahrung suchen. Die mMmFrei- lnüter^ dagegen, wie Moiftn, Rott!chw8nztt»n. Fliesenschnapp-er ufw, dulden in d-r Nähe Nistplatzos lein zweites Paar ihrer e>igen«n

Bei ihnen liegt nämlich das Jagdrevier nabe um den B-mtort hKum: sie entfernen sich sthr wenig weit vom Rest und lassen deshalb keine Artgenossen an ihren engumgrenzten Nißptatz, der zugKsich ihr Wohn-- und Fazdgebürt ist.

zu machen. .....

* Reustadt, Kreis Kirchhain, 29. JE. (Do« Bauernverein.) Dieser Tage tagte unftt bau ©-r tz des Landwirts Ferdirravb Gies in dem Saal« :S Schützcrchofes W OrtSgrikpve d«S hiesigen .'aueruvereins, um über den PrelKrbbkm dee lebenSnuätet Stellung zu nchrnen. ©ew W>- haste Diskussion setzte eiR Lber das Für u* SB*« der des PretsssittRes. Nach onrrgntder Aus­sprache beschloß die stark vertretene Berfamsted«« einstimmig: Es wird sich damit ehwerKwde«

1,50 Mark enf 1,20 Mark r.rtb für das Pprnv Fleisch LeberLgewlcht btt Rindvieh von 4,20 Mk. auf 3 Dtark herabgesetzt wird, jedoch mttcr der BedinMrng, daß auch eins aligerr.etn« ©a*mg der Preise für die wichtigsten BedarfsMÄteß der Landwtrkschccht als Stusiftefimgegr, Mafch-inm «tc, sowie der BÄeidunasgegenstände erHÄA Ei» gleichlautender Beschlu<ß ist auch von dmn SeeN ernbeieitt SpeckAoiniel gesoßt worden.

Neustadt, Kreis Kirchhain, 29. Juli. (Prellte gekrönte Radfahrer.) Brf dem Von dem Rad- fcchrerverein «WanoerÄ^t' in Sp-eAatzpej an« Anlaß feines lOjährigen SLftrmgsfefleS vesan- itattetra Wettfahren auf der 28 Kilometer tauge, Reimstrecke Schiesi'appÄl Ebsrsawrf Tota- ruhMsen Neuentztin Dillich Mtendors Frielendorf Shießkoppel errangen in *et Klasse D, Abterlirng für TonvSi«Sder, unter 15 Bewerbern s-Kgeude Mitglieder des htestaen Radfahirerverems «Ueber Berg und SW Preise; Ehrenpreis Theodor Gnau 31 Minuten 19 Sek, 2 Preis Hermann Ebel 82 Mir 1« Sek., 3. Preis Eugen Nees 32 Mm. 57 ÄL, 5. Preis Han» Roes 33 Min 3L Sek. Anßerdem «Hielt der Verein selbst im 2 skorfofahrcu dm ersten Preis Ans dies; schöne Evfolgs darf der Berel, stvtz sein, zumal die Rennstrecke sehr bergig war ueta starke Biegungen erittziM.

* Gelnhausen, 29 JuK. (St«rd jnbilSum^ Dieser Tage wttrve das 7Z0MHrig« J.chWttm detz Stadt Grlnhauifen in würdiger Form gefeiert. Der Freibrief vom 25. JE 1170. durch welchen Kaiser Friedrich Barbarossa dem Gernernweft« GeSnhausen die Rechte einer Stadt verlieh, fall bei erste oewes .r, bei von einem ibatfw einem Orte vnkteheir wot'sen ist.

Ans de» Rachbar-GebLeten.

BSrsen- und MaEderichte.

Berliner Prodteftenmlkrft. Wegen der erst fite 1. August in Aussicht genommene« Startet- lung von Safe, durch den MatzDrm van Aer- ltn -e'tttte sich gestern mehr Kcmftast flrfofont 9« veiLsdende Ware, für die etwas höhere Preise als gestern ongelsgt wurden. In Hülfon- f rüchten ist das Äeschüft etwas tebhasier ge­worden. Von Erbsen sind Vikttetta- und Futter« ep&fen sowie Ackerbochnen^ Wicken und Luptznen in guter gelber Qualität gesucht.

» Fiankfnrtee Vörs-nüericht. Unter starker ZurückhattuWi verkehrte gsstemr die Börse m fe­ster Haltung. Im späteren Verlaufe Bxn eine

Verbrecherwelt.

Erstaunlich, Leistungen bet Detektive.

Dio erstaunlichsten Leistungen der Detektive in den Ro-mcuicn uns Films beruhen dav.Mf, daß Ät8 den kleinsten Beobachtungen weitgehendc Dchküff« gezogen werden. Der geniale Entdecker bett Detektivg« schichte Edgar Allan Po hat die gnßartigen Wirkungen seiner Erzählungen zu­erst auf Vieler Kunst der math-nnansch folgcrich- tigen Kombination aufgebaut Die Wirnichkplt ist diesen Leifp'clen der vorausellenden Phanta« sie rvcch Möglichkeit gefolgt und hat Ebenfalls aus demftoetnen möglichst viel zu Semen gesucht. TatsitaHicki ist kein Dina zu klein, kein Umstand S'i ncb«»fachlich, als daß man sich bei der Ent- eckung eilte3 Verbrechens nicht damit befchaf- tigen müßte, und der Meisterdetektiv kann gar nicht genug Mthoden und Wissenfchastszweig: beherrschen, wenn mich freilich bei aüwissenbc Hcxemneister bei Terektivgeschichte stets ein schö­ner Traum Heiden wirb.

Aus der neuesten Krinnnalgeschichte führt ein Fachmami itniige interessant« Beispiele dafür art, tote solche Kkningkeiten zu Verrätern brr Sei- bleicher werden können. Eines Nachts wird ein Mann ermord-'t ausgefunden. Der Mörder hat feine Mützr bei der Flucht verloren. Man ent­deckt in der Mütze zwei Haare, die einer forgsA- tigen mikrc buchen Untersuchung unterzoqm weiden Daraus ergeben sich folgende wichtige ratfachen: der Dlörder war mittleren Akters, ben kräftiger K örprobi schaffenheit, frät Haar war graumeliert und kürzlich aeschnitten; er hat Anlage zur Glatze Auf Grund btefet Feststel­lungen konnte zur Verhaftung eines Verdächtigen gl schritten werden Hätte man die beiden Haare nicht gefunden und nicht untersucht, so wäre die Entdeckung imtrjcghcb gcwiffen In einer ande­ren Dtordrache wird eine Zigarrenfpitze in der Nähe des Toten gesunden: sie hat ein Bern sie in- mundstück an deut zwei Zahnmark:»MMgen er« lemtbar stich. Eine genaue Betrachtung dieser Markierungen enttttillte die Torsache, drß bi Zahme, die sie hervorqerufen hatten, von unfein cher Särge waren und daß die Zigarrrnfpitze in- fotae des eigenarkgen Aussehens deS Muno»