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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

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Hessische Abendzeitung

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Nummer 163.

ffernkvrecher 951 und 952.

Getmfag, 18. Juli 1920.

Fernsprecher 951 und 952.

10. Jahrgang.

EllNuschllllg über die Unterzeichnung.

Meder eine Schlappe.

Unsere Niederlage in Spa.

Eine bittere Enttäuschung schleicht durchs Larid. Die deutsch« Abordnung in Dpa tft um- gefallen. Damit ist uns alles Unheil beschert, zu ressen Abwehr unsere Delegierten g-rabe dorchrn geioitht worden waren. Aber sie hoben es nicht abgewehrt, haben sich von den schlauen und na- türlich auch mächtstvren Gegnern einschüchtern Lassen, bis sie schließlich die Bedingungen, hie die Alliierten vom ersten Tage an gestellt hatten, unterschrieben Haden To ist nun wie durch die Elttwa.sfnung zu Beginn der Konferenz Teurschlands E-rtstcorigung neu bekräftigt wurde auch Deutschlands Ausbeutung durch die deutsche Unterschrift gutgtheißen worden. Angeblich wurde eine Milderung in dun Abloni- rnen über die obcrschlesische Kohlimüsferumg ge­schaffen. Aber cs ist schon heute so gut wie sicher, daß dies Inn völliger Ausgleich ist, denn.- die Verpfliritttng der Kohlenlieferung an die Polen und Tschechen ist uns dadurch keinesweg erlas­sen worden Es ist also wahrscheinlich, daß wir die Abmachung, in den nächsten sechs Monaten Avoi Millionen Tonnen Kohle monatlich an die Entente zu liefern, nicht werden erfüllen können, wcs die Alliierten dann als eniolich er­reichte Geügenheit zum militärischen Ein­marsch nehnten werden. Die Entscheidung übe: Zwangsmaßnahmen soll schon nach drei Monaten erfolyiL Wenn für die nächsten drei Monate, also bis zum 15 Nov'mber die verl.rng- tcn sechs Millionen Tonnen nicht voll geliefert fbth w'll der Alliiert enrat sein.- Trrchpsn in deutsches Gebiet, in den Mainaan oder ins Ruhr- gcbie* schicken. Tann sind wir trotz Miserer Be- rcitwilligkbit und Nachgiebigkeit wrcder La, wo Wir am Anfang waren.

Gewiß ist zu verstehen, und der gute Wille ist anzarerlenn« n, daß unsere Delegierten das Un­glück eines neuen feindlichen Einfalles verhüten wollten. Fremde Besevuna des RuhrkohLenze- biates hätte die Stillegung der größeren Betrte- b? von fast ganz Deutschland zur Folge gchabt, da die Bergarbeiterfchast gestreikt hätte als Pro­test gegen die Vergewaltigung. Was dann wei­ter geschehen wäre, kann kein Mensch wissen. Völlige AiLcitslosiflkeit mit all ihren Unruhe- Erfcheinungen wäre unvermeidbar getvesm. Aber haben wir tx-nn jetzt die Gewißheit, daß das Elend von uns a b g ew e nd et ist? Neides ist sogar wahrscheinlich, daß es uns doch noch bevor steht, mid dann vielleicht in schlimme­rer Form Tic Franzosen wollen unter allen Umstanden ins Rnhrg-biet. deshalb stillen sie Forderungen, von denen sie toiff.nt, daß wir sie nicht erfüllen können. Mögen wir auch noch fo diele Lernunfigründ- daaegen Vorbringen, sie scheitern oll« cn der bösen Absicht der Gegner. Haben wie also erkannt, worauf Ims hina-us- wollen, dann hätten wir nicht we.dw zurück­zucken dürfen, sondern nein sagen müssen. Jetzt war der Äeltfunft, eine Entscheidung hrrbcizu- sühren, für uns günstiger Äs jemals, denn der größte Teil LeS Volkes sielt in dieser Foaige ge­eint da. Di- Industrie erhob Einssmch, rmd auch die Arbeiterschaft will sich die Unterdrückung von den Alliierten nicht mehr gefallen lassen Ter Bergarbciterverband und der Gewerkschafts- bund Haden rechtzeitig protestiert Standen die Kohlenschächte gänzlich still, dann hatten die Ert- tentetiertreter schließlich emsehen müssen, daß mit Bcjonrtten keine Kohle gefördert werden kann Das Einfahren von französischen Bergar- blitern kam nicht in Frage, weil Frankreich feine Bergleute selbst braucht Wed'r Deutschland noch Frankreich hätte allerdings dann Kohlen be­kommen. Damit wäre der französisch« Fanatis­mus auf di, Spitz» getrieben und Hütte schon nach kurzer Zeit uim kläMchn Scheitern an Lei Wocht der Wirklichkeit führeil müssen

Aber Leider rst diese Macht nicht zur Mrklick- kcU geworden Das kläglich.» Fiasko ist wieder einmal auk unserer S-ütr. Welch ttauriges Schauspiel hat Misere LDordnung der Welt vor- geführt. Zuerst redet man in hohen Tönen. Der RckchAvehcminister wollte zum Beispiel auf keinen Fall das Hweihtrnderttaufend-Monn- Hcer Verneinern kass.m. Auf der Konferenz hat er zwar auch mannhafte Worte gefprock-en, aber di: Worte verhallten im Winde, und die Abord- ui'ng beeilte sich den Msstrich von ^rnd-ritau- senid Mann zu unterzeichnen. Herr Feh- reübach und Dr S-mous schworen dann hoch und hrikg, daß sie nichts unterschreiben wollten, was sie nicht verantworten könnten. Die l>era- tenrcn Se-chverst.i>'digen Stinnes und Hus er« klarten es für unmöglich, daß rot» mehr als eine Million und einig« hunderttausend Tonnen mo­natlich liefern könnten. Trotzdem htt unsere Ab­ordnung die gegnerische Forderung cirf zwei Millionen Tonnen unterzeichnet. L'lovd Georg« und Millerand sagten, sic könnt? t nicht nachhause zurückkehren, oha« ein befried, lendes Ergebnis rmiMbrir-.g.-n, weil sonst politische Iln-- rrchen .n Frankreich »« befürcbron wären Hie: hatte man einhaken sollen Wir hätt.u den gco- ßtn Herren mcht zu ihrem billigen Erfolg ver­

Helsen dürfen. Schwie-rigkeitcn b»i uisirn Fein­den können wrS dreh nur erwünscht s.in. Wenn wir einen solchem Verteil nicht auszuoutzen ver­steh'n, haben wir allerdings kein-n Anspruch mehr daraus, eine Weltmacht zu sein. Uirsere in 2 p a we elenden Minister haben, svw'ir man es heute beurteilen kann, und bei aller Anerken­nung ihrer Mühe, einen großen politischen Fehler Organen Die Veratttwonmtg fällt über ebenso auf die in Berlin sitzend-n Minister, drc öen Unwillen des deutschen Volkes tonnten und ähren Kolleg m in Spa den Rücken hätten starkeit müss.n Wir haben den Alli.ertcn ge­nug Bewerfe dafür gegeben, daß wir bei der Wiedergutmachung utitheffen wollen, ab.r unsere Tetsitrngssäihigkeit bat eine Grenze. Icdnnfalls laben unsere Delegierten in dm Äwaerr der Welt k.ine Lorbeeren geerntet. Französische Blätter bi'inerZtnr schon t»r tinigen Tagen böhnisch, daß die Deutschen schließlich roch unterzeichnen, was sie vorb.-r als unmöglich erklären Und Mar­schall Foch ninnte sich bezeichnend'rweike den Dolmetscher»; w.an Deutschland die Sprach» d>r Alliierten tririt verstehen welle, brauche er nur mit frhvm Militär jtt drohen. Ja ja- wer d'-n Schaden^ hat, braucht für den Spalt nickt JM sorgen K F. Dr.

Iie Unterzeichnung.

Da- Nknds der Konferenz in Spa.

(Priv at-T elegramm.)

Spa, 17. JuK.

Gestern «Beith gegen 9 Uhr ginn dkc Tpnci Konferenz zu Ende, nachdem rn der Kohlen- frage endgültig eine Einigung erzfekt worden war. Im Namen bet deutschen Delegatkon ha­ben Reichskanzler Fehrenhach und Herr Dr. Simons pie von den Alliierten überreich­ten FestfetzlMgen in der Kohlenfrage vertrags­mäßig unterzeichn et. mit ausdrücklicher Ausnahme der Einmarschklausel. Das Ergebnis der Konferenz ist kurz folgendes.- Der Artikel 7 der gegnerischen Vorschläge über den Einmarsch ins Ruhrrevier ist fallen gelassen, da sich die deuttche Delegation entschieden wei­gerte. diese Bestimmung zu unterzeichnen. In der Oberfchlesienfrage wurde ein Ein­verständnis dahin erzielt, daß die verweigerten Erklärungen Lloyd Georges über diesen Gegen­stand- die der deutschen Auffassung entgegewkom- men, in das Protokbll ausgenommen worden sind. Im übrigen wurden die Bedingungen der Alliierten gestern ahcnd tu später Abendstunde schriftlich angenommen.

Ohne militärische Klausel.

,Spa, 17. Füll. (Privattelegramm.) In der militärischen Klausel sollte der veutscke Vorbehalt lediglich durch den Satz mtsgebrütfi werden, daß dieses Pro ololl für Deutschland nur bedingt gelte So konnten die Deutschen das Protokoll nicht unterschreiben. Inzwischen wur­den die Minister gerufen, die um 8 Udr eintra- fen. Auch sie stimmten bet Ansicht Simons zu. Es würbe lange verhandelt, bis de la Croix einen Brief anbot, der bett betrieben Standpunkt bestätigen sollte. Ein mtroefrnbct Herr erzählte, man habe die energische Stimme SimonS bis auf den Gang gehört, baß et sich bie Metbode, der Delegation und bem brutschen Volke Ohrs ei- gensngeben.umfle nachher in einem Briefe zu roibertufen, nicht gefallen lasse. Der Oberste Rat zog sich baraitf ans bem Konteren-- sattle zu einer längeren Besprechung zurück unb die benischen Forbe.ungen wurden bewilligt.

Verteilung der Beute.

Beratung der Alliierten über das Ergebnis (Eigene Drahtmekdung.)

Spa, 17. IKK.

Gestern abend ist der Vertrag zwischen de.i Alliierten über dir Verteilung ver Kriegs­entschädigung sowohl nach der motcricUch wie nach der sinanziellen Seite hin beleuchtet worden Um 5 Uhr erschienen bie deutschen De­legierten im fkonferenzsaalc unb überreichten bie Antwort tntf tue Kohle anote ber Alliierten. ES wurde längere Zeit verhandelt, dann zogen sich die Delegierten zu einer neuen Besprechung zurück. Es fern im Sitzungssaalc wieder zn neuen AuScinanderscriungen. Weiter wird be­richtet: Von bet Kohlen vi enge, welche Deutschland gemäß dem Abkommen v"n Spa zn tiifern haben wird, werden die B< irsnisse Bel­giens zu acktzig Prozent vom belgischen Be­darf, hje der französischen Industrie zu 72,2 Prozent vom sräuzösischen Bedarf und der italienischen zu 68 Prozent befriedigt wer­

den. Die deutsche Industrie soll angeblich ihren Bedarf zu 72,4 Prozent befriedigen können. Italien wird von der KohlenMcnge 200 000 Tonnen, Belgien 240 000 Tonnen uns Frank­reich 1550 000 Tonnen erhalten.

e

Zahlung zur Wiedergutmachung.

Genf, 17 Juli (Eigener Drihtb.»richt.) Der PariserTrmps" m.ldct, daß in der Wiedergut- niatfjamgSifroge bie tu Spa beschlossene Stelletng- nahmie "ber AMierren dahin q>hr. d,tß Deutsch- lanid Hund ertfünfnnd d re i ß i g Milli­arden Gold mark zumglich der Zinsen seit 4. August d. I -ahlcit soll Durch die Verzöge- tung in der Kohlenfrog« fei dief-r Punkt in Spa auSg«schkden worden Es sei sonst anzu­nehmen gewesen daß auch in b.t Wi dergimra- chuirgsiroW die Deutschen sicki einem Uttimatum mrter Drohung des Einmarsches gebertgt hätten.

Eine tznttSuschung.

Die Meinung im Ruhtkohleugebiet.

(PrtvcwTelearckmm.)

Bochum, 17. IM.

Die von bet deutschen Regierung der Entente gemachten inhaltsschweren Zugeständnisse, die bie Verpflichtung zur Lieferung von zwei Millionen Tonnen Kohlen enthalten, sind hier mkt starker Enttäufchung aufgenommen worben. Sowohl von ben Vertre'ern der Arbeiter wie ber Unternehmer wirb die Erfsillimg für un­möglich gehabten. Man sieht, zumal für bie nächsten Monate, keinen Weg, bie KohkenfSrbe- runit zu steigern, was nach bem UNS aufgezwnn- genen Vertrag nötig wäre. Aus Brüssel wird berichtet: Die Belgier hoffen bestimmt, mit einer Division an der Besetzung des Ruhrge- bietes teilztrnehmon rmd zwar sollen sie bie Ge­gend zwischen DMeldorf, Duisburg und Elber­feld befetzen. Brüsseler Blättern zufolge Bleiben in Erwartung bet Ereignisse ber nächsten Wochen bie für biefe Division einberufenen Reserven km MolibMstand. (Trotz ber Abmachungen? D. R.)

BeschlasuahmteLebensmittel.

Für Deutschland bestimmtes Gemüse.

(Eigener Trahtvericht.)

Wien, 17. Juli.

Ter Wiener Arbeiterrat bescksiagnahm- te gestetn Hunde,tvieizehn Waggons ungari­sches Obst, welches imch Berlin bestitmut war und durch Oe st erreich durchgeführt wer­den sollte. Die Bahnbehörde erhob gegen das Vorgehen des Arbeiterrats Einspruch unb die Stmttsämter für Vollsernährung und für Ver­kehrswesen ordneten bie Weiterfiihruttg der Züge nach Teillschland an. Trotzdem beharrte ber Ar- beitertat auf Grunb einer schriftlichen Beschlag­nahme-Erklärung des Boykott-Komitees auf der Anhaltung ber Waggons, bie sofort ent­laden wurden. Wien ist daher jetzt mit billigem Obst, Gurken unb Gemüse überschwemmt.

*

Wegnahme von Zucker.

Frankfurt a. M. 17. Juli. (Privat-Tele- gnamm.) TaS Nheinschiff, das den Zucker für von Ptonat Juki enthält, der unter der Bürger­schaft Frankfurts zur Verteilung kommen soll, ist auf ber Fahrt vom Niederrhein und) Mainz von den Franzosen bescl)lagnahmt worden

GntBedte Waffenlaser.

Stoße Funde tm rheinischen Industriegebiet.

(Privat-Telearamm.)

Dortmund, 17. Juli.

In Wermelskirchen wurde ein Waf- fenlager von 199 Gewehren unb zwei Maschinen- geweheren gefunden, in Lennep ein söget vo» 108 Gewehten, zwei leichten unb einem schweren Maschinengewehr. Bei Remscheid wurden von ben Engländern 98 Gewehre und ein Ma­schinengewehr gefunden. Tie Anhäufung von Waffen in den einzelnen Lagern läßt auf bie Absicht schließen, im Augenblick bcS Losschlagens durch gemeinsame Ansrüstimg und Bewaffnung eine vorher bestirnmte wohlorganisictte Truppe zu fchaff-n, deren Sammelplatz bie Wasseulager iu jenen Städten fein si-llte«.

*

Aufforderung zur Ablieferung.

Köln, 17. Juli. (Privattelegramm.) Ein Aufruf des Kommanbanteu bet britischen Besatzringstruppen fotbert die Ablieferung aller in Privatbesitz befindlichen oder sonst ver­borgenen Spafsen im besetzten Gebiet vis späte­stens 20. Juli. Im Weigerungsfälle wirb mit mehrjährigen Gefängnisfwafeu gedroht,

Sie schwarze Schmach.

Siu Protest der Amerikaner I

»ast bie Schänd», bie von ben Kran»»se« dnrch täte beftiaUschen schwarzen Truppen ben Den». )ett im Stttemlanöe zngefiigt Wirb, auch bet «uSiiindern Entrüstung hervorrnst, grHi a»S unchstehenbem Dersammtur-gSdrrich« hrrvor- In der Aula der Berliner Universität fand unter gvotzrm A.Ärang am Donnerstag eine von der Rheinischen Franenltga eiub.nufe- ne Protestv ersamnrlnng gegen die .far­bige Besatzung am Rhein und m zalilreichen Schandtaten statt, die out beut» schom Boden von den braunatt und schwarzen Soldaten Frantreichs verübt Worten sind und noch täglich verübt werden. Die Redner Mdnerinnen waren in Berlin lebend: Ameri­kaner, die in beredten Worten im Namen d:r ÄteuschLichreit gegon die Verwendung sarbwer Trupp -n im besetzten Rheinland Ernspruch erhe­ben und bei der cmss äußerste erregten Zuhörer- schmst stürmische Zstmmutng fanden. In eintet» tender Iiedt erklärte Oberst Edwin Emer­son, daß der Grund, weshalb dte Lersmwn- Puna von AmierrSawern angeregt worden sei, in der Knedebmg d°-r Presse der besePe» GÄnete gesucht werden müsse, die mcht ofssntlich zu Worte komme. S&nn

Unmenschen in französischer Unisorm ihre ungezügelten Gelüste an wehrlosen Frauen und Wädckit n ouslassen, so sei das seld-stverständ- lich ein Verbrechen des Einzelnen, aber auch die SchilW» des ganzen Systems. Was dir Wilden jetzt ht Europa gelernt haben, werde sich noch fütchteMch an der ganzen weißen Rasse ra- ch e n (Stürmischer Beifall.) An der Tatsache der Ävargsweisen Einrichtung von Bordellen sei erwiesen, daß in der Sache des Lasters die weißen Franzos, n ihren schwarzen und braunen Untereren mit bösem Beispiel vorangehen. Die Frmtzosen zeigten durch ihr Bcrhalten, wie wenig sie sich um den Ekel ihrer Mitmenschen nicht nur in Deutschland, sondern in der g-mzen Wellt kümmern Ein Hinweis des Redners ans die wahrscheinliche Anwesenheit stanzöstscher Spitzel in der Versammlung löst- emtporte Zn. tuife aus. Nachdem eine Anzahl fchristlicher SvmpatläeerNärun gcn namhafter amkrikantscher Bürger bie sich gegenwärtig in Deutschland aus­halten, zur Verlesung gelangt war, nahm die bekannte Schriststellcrin Ray Beveridge, die sich um das Hilfswetk an dewschm Kindern hochverdient gemacht hat, das Wort. Jn terrp^- rcmrentvMen Ausführungen verwarf sie die Ver- Wendung farliger Truppen in Europa, wofür nickst nur Fvanknick, sondern alle sogmannten Siegerstaaten verantwortlich gcm>rcht werden müßten. Vor allem aber sei Wilson M tadeln, der ein gläubiges Volk dazu vermhrte, einep Frieden zu schließen, der eine solche Schmach an die Ufer des Meins verpflanzte (Spontan-: Zustimmung,) Es schiene, als oh Me leitendes Männer der ganzen Welt

ben Verstaub verloren heben, denn blindlirgs stürzen sie die weiße Raffe, bie weißen Frauen in den Abgrund. MH Bevertttge schilderte dann die grauenhaften Zustände, tzstc infolge der farbigen Besatzung im besetzten Ge- Met herrschten und appellierte an das Gewissen der Kmzen Welt, vor allem riber aller weißen Frauen, nicht nachzulassen tm Kampf Kn die Verwendung farbiger Truppen am in und überhaupt in Europa. Ein schwerer V orw rf laste mich auf denjenigetk Deutschen, die das deutsche Volk gelehrt lKttm, an da» Ausland zu glauben Wie anders wäre cS gewesen, wenn während der Waff-mstillstMdK- tvnld Friedensverhandlungeu Hindenburg rmd Luder-dorff an der Front gestanden hätten! (Zu- ruf: Das müssen wir uns von Ausländern sagen lassen!) Wenn die dri>lsch:n Frauen sich nicht auf die leitenden Männer ht ben Ragienmgen verlassen könnten, so müßten dis Frauen ber gangen Welt sich Vereinigen, tmt ihre Schwestern im besetzten Gebiet zu befreien. Die Rednerirr apillierte ferner an alle Männer, die dieses Ro­mens noch wert sind, in ihrem Komps: gegen die schwarz,: Schmach nicht nachzulassen, rmd es lie­ber hart aus kart kommen zu lassen. Nachdem sich der stürmische Beifall, der dm Worten der Rednerin folgte, gelegt hatte und fpontan «ms- gebrachie Hochrufe auf Deutschland verklungen waren, bestieg dar amerikanische _ Schriftsteller Hrrmamr George Scheffaucr die Rednertri­büne. Er berührte das verhängnisvoll: Negsr- p--oL'lem dr Vereinigten Staaten. Durch die PreiSaabe der deutschen Frauen an ihre Farbi­gen drtten die Franzosen di» Gelüst? des am» rikonischen Negers auf die amerikanisch^! Frau­en nicht nur gesteigert, sondern auch grrigeheißen. Nur in zweiter Linie seien bie Wtkden ans Af­rika an diesen UngcheuerÜchk-ttten schul». Hinter ihnen stünden

bie Wilden aus Paris,

die sie anfhitzen und in Schutz nehmen '(Leb­hafte Zustimninug.) Schfleßlick zeigt» der Rev- ncu daß am Ende die allerschwerste Schuld und VerarMrootrma auf dem großen VollSversührer,