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Kasseler Neueste Nachrichten

wurden.

Eichsfelder Tabak.

Ms der Hekmat

Der ASba« der Preise.

öehnien; tj scheint mir auch das , . bestimmt zu fein, daß ich in meinem ganzen Le­ben nie gLückkich sein soll Wie dem auch sei: trotz allem will ich mein Unglück mit Geduld auf mir nehmen. ES hat alles einmal ein Ende?

mal der britischen GeMckte, ist vmn Einsturz be­droht. Mit dieser Schreckensnachricht rufen eng-» Ische Blätter tu einer großen Sammlung aus, die die notwendigen Summen für M» ErboltUna des Bauwerkes znsammenbrinoen soll. Es find mindestens bunderttcmsend Pfund notwendig, um die Fundamente der Kirche zu stützen und damit den Zusammenbruch zu verhindern, wäb- rertb die Ausbesserungen am Mau-rwerk und die anderen Arbeiten zur Erhaltung des Bauwerks einen sehr viel größeren Betrag erfordern.

Nr. 158.

Zehnter Jahrgang.

Börsen- «nd Marktberichte.

Wirtschaftliche Rundschau.

Beilage.

Dten-tag, IS. S«R 1920.

Aus Duderstadt Wi-tzd unS geschrieben: SeÄ dem 15. Jahrhundert wird im thüringischen EÄsfeld und im angrenzenden südhannover­schen Gebiet sowie im Werratal Tabak gebaut. Welchen großen Umfang diese Kultur hier er­reicht hat, ergab die kürzlich in Duderstadt abge- haktene Hauptversammlung deS Verbandes Eichsfelder Dabalbauvereine, dem einundzwanzig Tabakbauvereine mit etwa Mölfhuusert MU-

sprechung geendet; gegen daS Urteil ist Berufung eingelegt. Dennoch worden unter völliger Nich- achtung des Urteils in Parlament und Ptzesse fortdauernd die maßlosesten Angriffe und Be- schimipfungen gegen unsere Studenten gerichtet, die Matbittger Universität geradezu alsMör- dorzentMe" bezeichnet. Reistor und Deputation müssen dagegen die schärfste Verwahrung oinle- gen. So günstig die Ergebnisse bet Gerich'sver Handlung für die AngeAagten gewesen sind, so bleibt die Universttätsbehorde verpflichtet, mit ihrem Urteil vor der Oefsentlichkeit bis zur end- giltigen gerichtlichen Entscheidung rurückzuhalsten. Nm ist das Eine nochmals mit allem Nachdruck zu betonen, daß d>.rs StudenetnkorpS nicht, wie ihm nachgesagt wird, im Dienst einer Umsturz- beivegung oder einer Partei, sondern aus die Aufforderung der Regierung M ein Teil der mf kitärischen Macht aus gerückt ist, um daS Land gegen Aufruhr zu schützen. Daß unsere Studen­ten in der Stunde der Not diesem Rufe der Re- aierumg in opferwilliger Hingabe gefolgt sind, dafür schulden wir ihnen nach wie vor nur An­erkennung ttrreb Dank?

Kopfsvvße» Hagel.

Ein HageGturm, bei dem ungeheuer groß« HageASrner niedergingen und schweren Scha­den anrichioten, hat das Land in der UmgeLnmg oer «ngWchen Ortes Richmond Verwüster. Ddo Londoner M-etzovolcg. GefÄlschaft Hat die ein­zelnen Hagslkörner sammeln lassm und gpuer gemessen Außerdem wurden W-totoaraphteil von dem Hagelsturm ausgenommen. Die Hagel­körner ftnb hMrmiKch gefrorener Regen, und die Grbße, in der sie die Erde erreichen, hängt von der Strecke ab, die st« die ihrem Fall durch­messen, und von der Temperatur der Luft, dusch

Allgemeine Lager Große UnstchmHeit und Ungewißheit beherrschte weitet unser ge- samteS Wirtschaftsleben . Der Preisabbau ist dort am stärksten, wo sich der Konsum am besten einschränken läßt. Geldmarkt: Mit Span, mmg sicht di« Börse dem Endergebnis von Spa entgegen. In der letzten Woche herrschte bei vor­wiegend fest« Tendem wiederholt auk verschie­denen Gchieten ein lebhafteres Geschäft. Im Mittelpunkt des Interesses stand der Fndusttte- Mienmarkt. Industrie: Für den Weder- aitfbau Nordfrankreichz und Belgien« wird die deutsche Industrie mit Milliardenausträgen be­dacht. In der Rheinpfalz und in Rheinhessen haben di« Sckmhsavriken ihren Betrieb eingestellt. Die Zuckerindustrie erwartet zum 1. Septem­ber die Aufhebung der Zwangswirtschaft. Die Kraftwaaen-Indnstrie fordert die sofortige Auf- bebumg aller Beschränftmgen, da man sonst wegen Stockung des Absatzes mit Schließung der Betrte- be rechnen müsse. Kohlen und Metalle: Bei Lübeck sind in letzter Zeit Kohlen- und Erz- ousschlüsse gemacht worden. In der Kleineisen- industrie sind weitere Preisermäßigungen einge- freten. Der Eisenwirtschaftsbund Wird rn

hat, die Hm im ganzen weit über 260000 Mark lingsbracht haben. Anders ist flüchtig; zuerst hieü er sich in Berlin auf, machte dann ein« kleine Badereise und ist am Montag von diesem Ost- fedbäb .unbekannt verzogen". Auf fern« Ermit­telung hat die Eisenbahnverwaltung et-ur na-m- häfte Belohnung ausgesetzt.

* Die Hohkön'gsburg: Französisches Ratio- naldenkural! Stach Berichten Straßburger Blät­ter hat das GeneraKommissariat in ' Urbarem- strmmung mit dem französischen Ministerium den Beschluß gefaßt, die dem ehemaligen Deut­schen Kaiser gehörige Hichkönigsiburg bei Schien- stobt zu einem Naftonotdenkmal für die Wieder­vereinigung Elsaß-LothringenS mit Frankreich

dort eine einzelne große Blüte, Spirale, Ara- beÄ« öder ein geometrisches Motiv aus den lok- keren Falten des zwanglosen Sontutergewanves und verleiht ihm eine höchst reizvolle, dabei ganz persönliche Note. Je bunter und leichter diese Art Stickerei gehMen ist, desto effektvoller die Wirkung.

Das kurze Glockenärmelchen ohne Garnitur, nur mit schmalem farbigen Vorstoß geschmückt, scheint an der Hochsommermvde alle änderen Äermelformen ausstechen zu wollen. Freilich seine Trägerin muß über einen schon geformten Arm verfügen, an dem weder eilt allzu spitzer Ellbogen, noch durch Sport allzu sehr ausgebildete, männlich anmuteubeMuskulatur" sichtbar wird. Reichen doch diese Aerrneiche - nur wenig über die Mitte des Oberarmes, den sie namentlich in duftigem Gewebe, wie Voile, Marquisette, Schleierkrepp, Batist und Mull ganz reizvoll umflattern, denn sie müssen nach nuten glockig Weir fallen, wenn sie der letzten Forderung der Mode gerecht werden wollen.

Die Schlupfbluse von Trikotstoff ist als moderne schützende Hülle für kühle Som­merabende acdacht Einfach über den Kopf ge­zogen, hat sie vor dem Sweater Nur daS vor­aus, daß sic spannlana unter der flachen Run- düng des Halsausschnittes einen Deinen Pilot umrandeten Schlitz cmswcist neben dem große, farbig umrandete Schnürlöcher das kreuzweise Zusammenschnüren oder besser verschönende Der« ichzMcn mit farbiger Seidenschnur gestatten.

Meine Rundschau.

Mngsreich und zugleich anmutig kleidet.

DS r egelloze Stickeretmotivcrnder Sommerklcidimg ist eine weitere Neuheit der Sommermode. Ganz willkürlich auf einsarbi- gen Untergrund verstreut, lugt bald hier, bald

Ein Rleseneinbrnch.

Ein Rieseneinbruch in die Dills Olbrich des Darmstädter Künstlers Kolonit stellt sich als eine unglaublich freche Tat einer Diebesbande dar Ter Einbruch fand gewissermaßen unter den Augen der Polizei statt. ES ist festgestellt, daß eine Schmiere stehende Frauensperson mit den patrouillierenden Schutzleuten sich kaltblütig unterhielt, während die DiebeSgenosseil in der Villa hausten Die Diebe brauchten zu ihrem Einbruch mehrere Nächtc ES wurde alftS nad) genauer Besichtiaung gestohlen, was wert­voll war. Untzi anderem auch sämtliche Sammlungen, Kunstgegenstände. Auszeich­nungen und Medaillen des verstorbenen Künst­lers, die einen außerordentlich hohe, Wert mich kunsthistorisch besaßen. Weiter stahlen die Diebe sämtliches Bettzeug, Wäsche, Anzüge und son­stige Garderobe, goldene und silberne Bestecke, und veranstalteten außeidem in jeder Nacht Zech­gelage. Die Wein- und Likörv errate wurden vollständig geplündert. Nach Abschluß ihrer Tat malten die Einbrecher cm die Wände daS Wort »Vampire*. Auf die Enzr.'iftrng der Ein- brechet ist eine Belohnung von fünftausend Mark aukoefetzt. Der Wert der gcstohlenm Gegen­ständ« beträgt annähernd eine halbe Mil­lion Mark. Die Witwe de« verstorbenen Künstlers ist mit einem Kölner Großfabrikanten Wiederverheiratet. Sie bewohnt die Davm- fätier Villa noch, war aber mehrere Wochen chwesrud.

* Der Dcftandant am Fahrkartenschalter. Seit etwa einem Jahr war am Fahrkartenschalter des Anhalter Bahnhofs in Berlin als Dirnstwnsänger der nsunzehnläbriae Kurt AnocrS beschäftigt; cm 30. vorigen Monats meldete er sich krank und ist seitdem nicht wieder zum DIepst erschienen. Dar eirigcn Sagen stellte sich heraus, piß An­ders am letzten Tage seines Dienstes die Tages­kasse mit einem Betrage von etwa einhundert- fünftausend Mark nicht abgelisfcrt hatte; weiter' Nachforschiungen führten zu der Entdeckung, daß Aitders Mich durch Fälschungen In der Buch­führung ziemlich erhebliche Betrügereien verübt

wurden vom ReichsWirtsch-crstSmtnistcr am L Fnft 1920 bis auf weiteres nute Preise festge­setzt- sie gelten für je ein Kilogramm Reinge­wicht beim Verkauf von hundert Kilogramm und mehr und betragen 4,66 Mark tn Kesselwagen, frei jeder dänischen Station, 4,78 Mark bei Be­zug in Eisenfässern, ab Saget deS DetkmcketS 5,38 Mark bei Bezug in Loltzsasseat cch Lager des Verbrauchers (eichchließ- lich des Holzfasses). Bei Lieferung von 100 Kilogramm und winiger darf der Preis für je ein Liter Petroleum 4,35 Mark nicht Werstei«m Bet Liefedumg aus Straßentankwagpn kst btt Verkäufer berechtigt, ohne Rücksicht auf dir «- gebens Mena-, für je ein Liter Petr oleum stck Haus des Käufers bis zu 4 Mark, wem» der Sttoßcntankwagen oder Petroleum auS Sh« vom Orte der Befüllung, ab geholt wird, bis ja 3,95 Mark zu foidern. Die Kleinhä.Mer dürft« das Petroleum ah Laden nicht höher <68 445 Btark!das Liter und bet Lieferung frei HcmS des DrrblM.chers nicht höher als 4^5 Mark das Liter hereckmen.

«he, txe großen Ferien beginnen, di«, toettnl «ich reicht irmner, zur ... ach gar so gern an» getretenen rommerreise verwenoet werden, so doch nur daS von so vielen heiß ersehnte Aus- ftpanFen mit sich bringen, hat Die Mode unterer Frauenwelt noch einmal allerlei reiwolles Bei­werk b,'fchert. Ta ist zunächst da« Plissee $u nennen. Don der bescheidensten Brette an, u« Meter saumartia cttle Dolants, die Aermslränder, den unteren Rand deS glatten LetbcheuS und den Halsausschnitt begrenzend, bis zur vollen Hohr d«S Rockes, ist es an den letzten Svmmermodellen *t finden, «eben dem Plissee aus gleichfar- digrm Stoff behauptet sich mcht minder reizvoll das andersfarbige. Ja, es scheint so, dti würde das schlichteste Sommergewand, die bescheidenste Musterung eines SommergewandeS zu höchster Eleganz verfeinert, wenn in stark knirastieren- der «arbe das gtcqiöse ®efäI6d fern gebrann­ter Plissees daran zu größter Wirkung wmmt. Selbst die Sonnenschirm« zeigen sich ttt diesem romirttAtn Schmucke. Bald sind sie nur erwach von abstechenden Plissees umrandet, bald aber auch in kühnem Bogen damit besetzt; und daß t« auch an den waschbanm Pompadours und luftigen, gcbauschten Beuteln zum Bergen un- «ntbeyrlicher Kleinigkeiten al« reizvoller Besatz uichr kehlt ist selbstverständlich, jedenfalls ist unser er Frauenwelt damit ein Mittel in die Hand gegeben, das. ohne kostspielig zu sein, bei «wem Geschmack und Kombination« gäbe größte Vielseitigkeit in die sommerliche Kleidung zu hatn-zen vermag und die Trägerin in der Zeit zwv, ^ier.cenirffe« immer wieder abwechsc-

sonders aber die Industriearbeiter, em Fnterrss: an orr Derbilliaung der Lebensmittel hadern so mögtN sie auf oie Landarbeiter einwirken, daß sie ihre Forderungen ermäßigen.

* Rotenburg, 12. Juki. sDienstbotenstreik.) Das hiesige Tageblatt berichtet aus Obergude: Nicht allein in den Städten bricht der Struk aus, sondern in unserem sonst so stiMichen, von den Auskäufern des Allhermers umschlungenen Dörfchen, ist der Streik ausgebrochen, und zwar unter den Dienstmädchen. Es war beraten wor­den, als Lohnerhöhung eine Kommode zu fordern. Diese Forderung stellten nur zwü Dienstmädchen; aber die Forderun« wurde nicht bewilligt, worauf diese den Dienst verließen. Tie Herrschaften machen eben nun die Arbeit so gut wie es geht, selbst und zeigen einmal, daß Bauer auch nicht alles sich braucht gefallen zu lassen.

* Fulda, 12. Juki. (Feuer tm Dorf.) ®m Schadenfeuer brach gestern in Ho:as in dem Anwesen des Hüttners Jos. Gärtner aus Durch di: Futicrvorräte sand das Feuer reichlich Nahrung und verbreitete sich auch auf das «ecbbarhaus Tie Tawsiurle beider Häu- s-r sow e lic Eärtncrschc Lch<.une wurden 'in Rcub der Mammen.

» Neustadt, Kreis Kirchhain, 12. Juli. (Hamstererschicksal.) Auf dem diesigen Bahnhofc beschlagnahmte Feldjiäger Paridon 24X Pfund Butter, die der Lebensmittelstelle überwiesen

mein. Die .Körner- aber, die bei einem Hagel­sturm tm Avrfl 1907 in Judo-China ftstgefte« wurden, waren fe groß wie der Kops einer anöp gewachsenen MmmeS und wogen ie än volle» Pfund. Die HagcMmer dez jünaKen SturmeS in England hatten durchschnitrlich einen Durch- Mgtz von tz7 Zoll Nsstz warm kr-tsruu^

** Franksurter Börsenbericht. Am 6arm< gbcnd war das ofsizielle Geschäft wenig MsH c-bwohl eine zuversichtliche Stimmung «n ver­zeichnen war. Dagegen entwickelte sich M freien Verkehr größere

stiegen Oelw ertc. Deutsche ErdölAttien stce- gen von 1500 auf 1615, später auf 1700 und Mo­den auf 1690 stehen. Deutsche PettoLum A-G. von 860 auf 875 Von deutschen Werten waren SchiffahrtSakrien knapp behmptei^ oder leicht niedriger, Bochums 2-85 s-jr 3) Pv^t, Earo etwas (um % Prozmt) fester be« Prozent, Oeborbedarf 215 (- 1'£)

Chemiewerte hatten wenig Gescbaft, AnNrnm- brik Ludwigshascn 437 (+ 2%) Prozent, Th Goldschmidt A-G-, Essen 3M (+ 5K) Pwgmt. Griesheim-Elektron 292 ( 1) Proz-Mt, Schelde- onttalt 503 ( 64) Prozent Angl» Cominental Kuanowerke wieder erholt 250 (4- 10) Prozent, Klever 230 & 232 (+ 2/) Prozent, Licht- «nd Kraftanlagen A.-G. 130% (- M Pr°Z««, «. E. G. schwäche.- 291% (- 2)4) Prozent, ton Maikte der Valutawerte war auch wenig Umsatz, Äroz. Goldmexikaner 350 (ft 2) Pro­zent, Schantunahohn unverändert 676 Prozent» Lombarden 42'4 ( 14) Prozent, Oesterr C«. ditaktien 92% ( ca 2> Prozent, Neu-Guines Go 705 Prozent, Otavi-AMihe 810 (ft m. 25) Mark. Die S%prvz. Reichs anl.nhe Äng um 54 Prozent auf 62% Prozent zurück. Befestigt waren spÄer Phönixaktien bis 410 (ft 5%) Prv- zcnt T eutsch-Luremhurger 278% ä 280 ä 281% Prozent, Bergmann 222 ( 2) ProzerchGelsrn- Archen ca. 297 ( 8) Prozent, Otavi-Anteite 815

Mark. Ferner waren alte Holzmann-Attten 192 & 195 ä 137 Prozent, junge 175 ä 176 Pro- zenl, Sichel 1350 & 1360 Prozent, Scheideanst^t 501 ( 2) Prozent. Auch dir sonstigen JttdG-

lesrn, den der Angeklagte an seine Tante in Kpamdau g-schrieben hat. ES heißt darin unter anderem: »Ich weiß sehr flut, daß wegen meiner ein großes Geschrei entstandm ist, welches im Laus« der Zoit sicherlich bald wieder verstnm- mcn wird Ich Hw« im Augenblick die tröstliche Hoffnung, daß auch Du nicht schlecht von mit denken Wirst, im Gegensatz zu der von der Presse so künstlich aufgeregten großen Masse. Ich habe kttchts Dnanlges getan; wie nnr zur Last gelebt Wird Tas Schwerste muß ich ja nun auf nur

Der Nassauifthe Dandesverbarch schreibt' Seit etwa vierzehn Tagen hat eine Bewegimg Mr den Abbau aller Preise für Lc- benSmittel und GebrauchSgegen- »Snde eing'setzt Allchmein ist das Verlan­gen, daß zunächst die notwendigsten Lebwsmit- tel billiger wnden. Wmn nun auch die Le­bensmittelerzeuger bestrebt sind, mit dem Abb.rn der Preise zu beginnen, so wird ihnen das un­möglich gemacht durch die neuesten Fordemn- artfbut Landarbeiter Der Dem sh« Landarbet- ter-Derband bat dm Bauernschaften einen Ent» - - in innA

tourf ein .'s Tarikverlrages zu geh en lassen *-*»/ Nach dem Stande vom 10 Juli .920. dem er folgende Forderungen aukstellt: .Dfe --- "

Arbeitszeit regelt sich nach den Licht- und Witterungsverhältnissen und beträgt tüa':ch c-ck>; Stunden bezw. 48 Stunden in der Woche. Wo- ftenlöhne für Männer mit voller Ko» ttnb Wohnung: über 18 Jahr« 131 Mark, von bi« 18 Jrbr n 105 Mark, von 1416 Jahren 90 Mark, Wocheulöhne für Frauen mit voller Kost und Wohnung über 18 Irhre 75 Mark, von 1618 Jahren 60 Mark, von 1416 Iah­ten 45 Mmk. Saisonarbeiterinnen erhalten wöchentlich 10 Mark Zuschlag. Ileberftun- den welche bis ,um normalen Arbeitsbeginn unlb nach Arbeitsschluß geleistet werben, sind mit 30 Prozent. Zufchlag zu vergüten. Ied' an Sonn- und Feiet tagen geleistete Arbeitszeit ist mitt 50 Prozent Zufftlag zu vergüten* Durch dies« erhebliche Erhöhung der Arbeitslöhne wird natürlich ein Abbau der Lebcnsmtttelpreise un­möglich zemacht Die südweskdeuischen land- wirtschasilichn Berussverirotunoen haben In ihren Böiprcchungen immer wieder ausdrücklich darauf hinge wissen daß eine Erhöhung der Ar­beitslöhne airtontati-to die Erhöhung der Preise kür. landwirtschaftliche Erzeugnisse zur Folg«! hoMni müfTe. Wenn also die Verbraucher, be-

Dersammlungen Vom 25. üh lu neuesten Gisenverkausspreise as t August W- setzen Warenmarkt: Da« Pnbkirumbeat, sich weiter größte ZnrückhaAmrg «s. Der^Pw«, abbau setzte sich fort Die ofseichliche Bewftt- schaftung getragener KleidungS. to» Wäschestück« wird aufgehoben.

Landwirtschaft: Da« Geweih« vcht pasch seiner Reife entgegen; in bat müSdere« G°- genden hat Vio Ernt« begonnen. Am &W markte schwankten die Prelfe in der letzten Woch^ In Berlin notierte man am 5. Iuft -Vva 134 bis 136 Mark (so?. Abl.), am 8. 119 Mark. Str.o^ krun trotz gesunkener Preise (811 Warf) fäto** rntergebracht werben. Für Nerchou zaMe NE iir Berlin 1821 Mark, in SWddeutsch^ch bmttwer. - D« Weinpreise sind Wester im hinten WJ ftn. Am Hopfemnarkt ist die Stimmung m 1919er lauste man Mletzt um etwa 230£-ä*x> Mark Das Tabakgewerbe erkennt die Einftch- rung der fteien Wirtschaft -5S mrbedingt «wr- derlich an. Viehmarkte: Aus dm weM« m FerkelverkSufen «rrecknetrn wir einen D^ch, WsetlöS von etwa 1S0-L0 Mark W M Bei den letzte,: HäuteMÄtionen stiegen läe Pvn- ft; in Hamburg um um 5070 Prozent für Hüute,^20 Prozent W , Fell«, in Stuttgart um 2080 Protz««.

gliedern und ebner Anbaufläche von rund 20000 Ar angehören. Dieser Verband hat Maßnah­men getroffen, um ein Herabdrücken der Pretse uttter dreihrrndertfünfzig Mark für den ZmMer Rohtabak zu verhindern. Dazu muß vergleichs­weise bemer» werden, daß der Zentner Eichstel- der Rohtabak vor dem Kriege mit sechzehn bis höchstens zweiundzwanzia Mark bezahlt wurde. In sonnigen Jahren ist die Qualimtdcs, E'fts- felder Tabaks sehr gut» In Zukmrst soll im EichSkeld auch der sogenannte QnadtLtsbau in der Weise gepflegt werden, daß, sich einzelne Pflanzer gegen entsprechende Entzchädigung ver­pflichten, ihren Tabak nach Dor schuft zu ziehM.

AuS de« Leben de» Wildes.

Dir ftuliiitr, die daS Bild unserer Landschaft so tiefgehend verändert hat und noch immer ver­ändert, ist eigentlich ein arger Feind unseres Wildes, denn sie drängt den Wald immer mehr zurück. Aber daS Wild weiß sich dm Umformun­gen de« NaturbAdeS häufig in überraschender Weis« cmzupassen. Interessant« Beobachtungen über diese LebmSveränderung der Tier« im Zu- fantmenbang mit der DeiÄnderung der Natur werden im .St. HubertuS" mdgeteilt. Tabin gehört z. B. daS Auftretm des FeldrehrS. Die Wälder tourben geschlagen, Folder entstarwm weit und breit, und man prophezeit« dem Wald- rch dm Untergang. Aber statt dessen wandelte es sich zum FÄdreh und blkeb seinem Standort treu; ja, es hat sich sogar in seiner neuen Le­bensweise wunderbar entwickelt, dmn Felbrehe sind schwerer im Gewicht als Waldrebe. Schwie­riger patzt sich daS Rot- und Damwild ben ver­änderten Lebensbedingungm an. Dafür sind ein Beweis die Vorgänge in der Lausitzer Heio«. Dort warm in dm letzten zehn Jcchren Timserw« von Hektaren zu Tagbauen für Pretzkoh^um- getoaitbeit worden. Alsbald traten als Massen- hewohner der Landhalden Kaninchm auf, bi« man früher bart kaum gesehen hatte. Di« Rehe aber blieben ftvtz des Getöses der Pretzwlerke und wechseltm in Sprüngen sogar durch die Tasschächtz: durch. Tas Hochwild toj sich süd-

Frau Mode, «renhetten de« Hochsommer«. Don Eva Marie.

wärts in das sächsische Waldgelände zurück» fand dort Ruhe. Doch diese Ruhe dauerte nicht lang«, denn in dm hier zusammmstatzenden WÄdorn Preußens und Sachsms entstand ein großer Artillerieschießplatz, und ein gewaltige» Donnern ließ nun alltäglich den Boden erdröh­nen. Da? Edel- und Damwild aber gewöhnte sich an diese Riesmdetsnationm und äste habet vergnügt in Rudeln von 825 Stück. Ein Bei­spiel ftir die Veränderuim b?8 Wildbestanbe» durch Austrocknen von Wasser gibt der große SÄroteich, bei infolge Versiegung der Zufdrsses cmstrocknete. Rasch entwickelte sich hier ein Pa­radies für Mederwtld: Kaninchen, Has«, Fafa- nm und Füchse wurdm in großm Mengm hei­misch. Wo sich WaflcrÄimpel neu bilden, ba fin­den sich außerordentlich rasch Eutm und Fischot­tern ein, denn wmn daS WWwasser im Mesen- lanb Löcher reißt, dan-n wittern die Fische reiche Nahrung und mit ihnen kommt zahlreiches Was­sergetier. Das wittert dann aber auch daS Was«

Aus aller Wett.

Der Falkenhagener MaffenmSrder.

Der Angeklagte Schumann verlegt sich dau­ernd aufs Leugnen und behauptet immer wieder, von den ßtimmatoeamten bei seiner Verneh­mung zu dem Geständnis gezwungen worden zu fein. Amtsrichter Wielan, der,tls Zkirge ge­hört wird, har den Angeklagten Merst vernom­men. Er war fast entsetzt darüber, wie ruch-ig rmd sachlich bet Angeklagte auftrat Er zeigte ouch nicht tie geringste Erregung. Als ihm die Protokolle vorgehaltm wurden und er befragt wurde, 0b denn all das Entsetzliche wahr sei,

hat der Angeklagte die meisten Mord­taten glattnKg zugegeben, bei der einen Mordtat aber ben Raub bestritten und gesagt, er wollte die in Besitz genommenen Wertsachen auf- bewahren, um sie den Eltern der Emwidetm als Andenken (!) zuzustellen. ES sei ganz cmSgeschloflt-n, daß dcr Angeklagt'. daS Geständ- ris abgelegt habe, ohne daß er die Taten wirklich bigangen habe. Auf ben Vorholt dis fernen an den Argcibagtim, ob er beim gar kein Gefühl dafür habe, welch mtsetzlicheS Elend et tibi ganze Familien gebracht habe, hat dieser nur ge» antwortit: Ja, cs istwahrl ... Aus Antrag des DcitcidigerS wird sodann einBtiefver-

auSizubaum.

* Räuber-Romantik. Zwei bewaffnete Bon- bltert drangm am hcllichtm Tage m di« Eisen- bahiOattonskassr in der Mniropstratze in Düs­seldorf ein, schluam den allein anive^cnden Kai­senvorsteher zu Boden und raubten eine halbe Million Mark. Sie eNtkamm imbehelliat.

* Schillers Dienstmädchen. Ein Hannovera­ner Fabrikant erwarb «in Bild Schillers mit des­sen eigen-HÄndiger Nndetschrift. Das Bild stammt von der Ebeftau eines Scblossermeistars Krancssd aus Köthen in Av-bast. Die SMosset- meistersftau bewahrte das Bild als ein Andenken aus der Zeit, als sie bei Schiller als Dienstmäd­chen tätia war. Sie erhielt es von ihm ollS Ge- sftenk als sie sich verbdiratete. Das Bild ist em? Photographie des Dichters, wie er am Schreib- T1?-n d seine Arbeit gelehnt sitzt * Marburg, 12. Juli. (Der Stndenten-Prozetz.)

in G^abr. Die !st Marburger Universitäts-Deputatton veriss- ^«mvvenfmöl-r sentlicht solgende Erklärung:Der Prozeß gegtn ® in Enaland dittchfeine Gr^derckmal.r Marburger Studenten hat mit deren Fre:- Wie Erinnerungen das wichtigste Nwron-DenI a-->nvet: aeacn das Urteil ist Betufuna