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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Nummer 158

Fernivrecher 951 und 952.

Dienstag, 13. Juli 1920,

10. Jahrgang.

Fernsprecher 951 und 952.

Site Raffelet Neuellen Nachrichten erscheinen wöchentlich sechsmal und zwar abendS. Der »donnetnentSprei« beträgt monatl. 6.00 Mark bet freier Zuftellunz inS {-au«. Bestellungen roerben ieber»;ü von der @ef*dftäfteUe ober ben Boten entgegengenommen. Druckerei, Ber^g unb Redaktion-. Schlachthofftrabe 28/30, Für unverlangt eingesandto Beiträge kann bie Redattion eine Berantwortunx ober E-wahr in keinem Falle übernehmen. Rückzahlung bei Bezugsgelbe« oder Lniprüche wegen etwaiger nicht ordnungSmäbiger Lie'erung auSgefchloflen

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Deutsche Vorschläge zur Wiedergutmachung.

Mlciin ht den letzten Monaten sind über zwei

Kritische Zwischenfälle unvermeidlich

eingetroffenen Teilergebnisse lassen einen grc. gen deutsche« Erfolg erwarten-

für Polen abgegeben worden, trotzdem 95 Pro­zent der Wähler a b g e si i m m t Haden, sind die polnischen Ergehn "sie lächerlich klein. In Die- trickswalde, wo d-e Polen ganz best ürmt die Mehrheit y erzielen hofften, und erst noch in den letzten Tagen mit gewaltigen Geldmitteln gearbeitet haben. hab<nr sie mit 151 Stemmen, de­nen 276 Deutsche ge nüberstehen, den einigen

der Festzng

acht. deS Trachtenfestes MMelpmckt. Vornewog beiittene Polizei und Bauern tn ben Hellen Trachte» Dann kommen die Baurrnftiibver tat rofenglsthmüchren Wagen sogar die Lutsch« Haden ihre Peitschen mit Siefen umwunden; eine Bsuernkapelle und der Kreis Ziegen-

(Privat-Telegramm.1

Spa, 12. JiÄi.

Der Gegenvorschlag der deutschen Sachverständigen auf die alliierten Forderungen in der Kohlenfrage lautet: Unter der Vor­aussetzung, daß die bisherigen Teilförderunqen im Durchschnitt pro Arbeitstag erhalten bleiben und daß diese Teilförderunqen in der Höhe der­jenigen deS Monats Mai 1920 zur Verfügung deS ReichskSmm'ssars für die Kohlenverteilung in Deutschland bleibt, bieten wir den alliierten Mächten eine Menge von vierundvierzigtausend Tonnen im Dmchschnitt pro Arbeitstag für vor- berechtigte Lieferungen. Die deutsche In­dustrie, Landwirtschaft und der Haus­brand wird bei unserer Produktion, unter Bc- rüSsichtigung unserer Lieferungen an die En­tente und unter der Annahme, daß gegenüber 1913 kein wesentlicher Mehrbedarf eingetreten ist, nur mit rund 58 Prozent des Verbrauchs von 1913 beliefert, was die beifolgenden Tabel­len beweisen. Bei Berechnung dieses Prozent­satzes ist der Mehrverbrauch infolge der starken Qualitätsverschlechterung der Kohlen nicht be- rüüsichtigt worden. Wir bitten die Wiedergnt- machungskommission zu veranlassen, einen ent­sprechenden Beschluß zu fassen. Es ist unmög­lich, ein starres Progrmmn für die Kvhlenv-r- teiluug aitf$ttftcöe» und einzuhchten.

Berücksichtigung der deutschenZndusirie

Sm die Kohlenliesemns.

Schwierige Verhandlung in Spa. (Privat-Telsgramm.!

Spa, 12. FuD.

Nachdem am Sonnabend der deutsche Grotz- induftriells S t i n n e S in febr eindrucksvoller Weise aus die Wünsche Millerands erwidert hatte, hielt auch brr deutsche Vertreter der Berg­arbeiter Hu S eine Rede. Stinnes sprach stchtnd und sah den Gegnern ins Buge. Er wi­derlegte die französischen Zahlen und wie? dar­aus hin, wie viel Deutschland schon geliefert ha­be, ehe es verpflichtet gewesen sei. Was Deutsch. land für die Alliierten leiste, könne nur durch Ucberarbeit ermöglicht werden Es wäre un­möglich, daß di; Gegner durch Gewalt- Mittel, etwa durch schmachvolle Entsendung von schwarzen Truppen inS Ruhrgebiet, mehr erreichen könnten. Eine mrendliche Erschwerung habe die Kohlensrage durch die beschlossene Ertt- wafsnung erfahren. Die Verantwortung für Unruhen und Produktionsausfall fiele« auf die Alliierten zurück. Deutschland werde tun, was in seinen Kräften stehe. HuL erllirrte, die deutschen Arbeiter feien ent» schloffen, durch Ueberschichten mehr zu lei­sten als die Arbeiter anderer Länder, aber das könne nicht iiird? Zwang erreicht werden. Die Alliierten stellten nicht glauben, daß die Diplo­maten am grünen Tisch etwas foftsetzen könnten, wenn die Arbeiter nicht bereit seien, es ausKU- ühren. Millera nd erwiderte daraus, di; Latente halte es für wünschenswert, die Koh- lcnfrage durch Sachverständige zu regeln.

schaftlichem Gebiet anzunehmen, die die Wieder- aufricktung bc-5 deutschen Wirtschaftslebens un­möglich machen würden, so sind bei der ganzen BerhandlungSführung durch Millerand kriti­sche Zwischenfälle unvermeidlich.

Sie devMen Vorschläge.

Dke Kohlenlieferung a« die Entente.

das erste Jahr von jetzt an gerechnet vierzig Prozent, für die nächsten drei Jahre 25 Poizeur. während die restliche Menge zur freien Bertfi- gm« Deutschlands verbleiben must

tSiehe «ich dritte DüteI ,

Staatsftnan'en gestellten Ansprüche gewaltig er­höht. Die Besoldungsreform hat weit grössere Mittel erfordert, als ursprünglich veranschlagt

fxrr. Das unheimliche Anwachs» der 9>erf6Te*en rnb Vergehen hat eine Vermehrung der Fustiz-

Spa, 12. Juli. (Privattelegramm.) Die seutsche« Vorschläge berücksichtigen auch den deutschen Verbrauch. Es heißt darüber: Die Verteilung deS Reichskommiffars must beweglich sein, um den ständig wechselnden Anforderun- ien des TageS, wie sie allein für di« rund acht- undreistigtausend industriellen Betrieb« itt Deutschland bestellen, gerecht werden Hu können. Es ist beabsichtigt, fünfzigtausend Bergleute ,'ohrlrch neu einzustellen und für sie die erforder- lick-en Wohnhäuser zu baue«. Wir erwarten hiervon eine MehrfSrderung von 0,7 Tonnen pro Mann und Tag» Bon der Mehr- Srderung, die bei dem arbeitstäglicheti Dnrch- 'chnitt im Mai 1920 auf rund oier'mdvierzig- tauseiw Tonnen täglich auf 2z Arbeitstage be-

Das Gesamtergebnis.

Menstem, 12. Juli. (PrivatteLegramin.) INS. gesamt wrrrden bei der Abstimmung in Ost­preußen abgegeben für die Deutschen 110129 Stimmen, für die Polen 1131 Stemmen; davon b sherigen Erfolg «rrt ht, den sie überhaupt an- im Kreise Oletzko 21000 Deutsche, eine poln sche; fiihren können. Im Krfe Seusburg, dem vier-fm Kreise Lyck 8329 deutsche, sieben polnische; im zig Gemeinden arrgehör i, wurden im ganzen Kreise Lötzen 30 000 deutsche, neun polnisch«; im mir 2 polnische Stimmen abgegeben. Dir bisher'Meise SeuSburg 25 000 deutsche, 24 polnische;

Milliarden neue Ausorderunaen entstanden, wo­für die Deckung fehlt. Der Mimster verlangt vor allem eine Vereinfachung der Verwaltung und der Justiz. Wie weit ein« St-form notwendig ist 1-nid ob sie sich durchführen läßt, ferner welche Wirkung davon auf die Reichs aus gaben erwartet werden, da? müssen die zuständigen höheren Stellen wissen. W. W.

Rege WahlSeteiligunq

Königsberg i. Pr.. 12 Juli. (Prwattele- E«: Marienburg-Kreis 17 840 deutsche gegen pramm.l Zur Abstimmung find gegen zwrihun- '173 polnische; Marienwerder 7800 deutsche gegen derttausend Deutsche aus allen Teile» d«S Rei- 363 polnische: Osterode 23 000 deutsche gegen 500 ches und selbst aus der Schweiz -» Oflprmtften poln- 'che Stimmen .

Das Reich hat es aibgelehut. auf den Steuer- Lbzn-g glatt M verzichten. Es kann das auch nicht, weil dann der mühsam berechnete Haus­halt völlig m Unordnung geriete. E nige der neuen Steuern weiden ohnedies nicht die vorder, arrsck/lagten Erträge liefern Fällt nun auch die Einkommensteuer ans, so läßt sich der Haushalt nicht mehr aufrecht erhalten. Immerhin sollen mm gewisse Härten des Steuerabzugs be­festigt werden. Durch rein formale Bestim­mungen kann das nicht geschehen, da ja alles ai'f die besonderen VerhÄInisse der Steuerpfl cb-ti- aen cmkommt. Nach der neuen Milderung sollen Familienväter mit Kindern berücksichtigt werden. Unberücksichtigt bleibt aber, daß der Geldwert je­denfalls noch Weiter sinken wird. Bis jetzt we­nigstens Hst die Regierung keine Mittel und We­se gezeigt, um auf die Erzeugnisse der Noten­presse verzichten zu können. Im Gegenteil, di« Poft- und Eisenbahnbeamten haben neue Mehr, forderunoen angeküiMgt, die zusammen allein drei Milliarden Mark ausmachen. Nun wird zwar mit höheren Papierlöhnen auch der Ertrag deS Steuerabzuges wachsen. Aber dieser @rtraa sieht nicht im Verhältnis zu den Ausgaben, dir unverhältnismäßig größer sind, und größer sein müssen, je stärker die Entwertung des Papiergel­des zuninrmt. Erst die Neuordnung der Währung und die Gesundung unserer wirt- fchaftlrchen Zustände wird den Steuerabzug zu Hom machen, was er im Sinne der Quellen Theo­rie sein soll: Eine steuer technische Maßregel, welche die Steuer unmittelbar da erfaßt, Wo sie mit dem EiAkommen entsteht.

' Wie bet Steuerabzug von dem Betroffenen vielfach ÄS Härte empfunden wurde, so ist auch das neue Steuerverhältnis zwischen Reich und Ländern be'jto. Gemeinden viel kritisiert worden. Länder und Gemeinden ompsinden e$ als eine Beschränkung ihrer Bewegungsfreiheit. Am 6. Juli h«t der preußische Finanzminister Lüde- rncmn 1» der Landesversanrmlung ausführlich über die Lage der preußischen Finanzen gespro­chen und dabei Feststellungen gemacht, di« für alle deutschen Bundesstaaten, sowie für be Ge­meinden ael'ert Während früher die Einnah­men des Reiches beschränkt waren, sind gegen­wärtig den Ländern imd Gemeinden mtr febr wenig eigene oder durch eigene Beschlüsse vermehrbare Einnahmequellen belassm- $k Wichttasten Einnahmen der Länder sind die Prozente, die sie am Erttag der Reichs-einkom- mensteuer erbeten. Finmrzmiwfter Lüdemann klärte die Erschließung «euer Einnahme« für erforderlich, vermag aber irrt eine ErhShurg vo» i GeLühren und Geldstrafen in Aussicht zu stellen. ,Dl» Entwicklung der letzten Jahre hat die an bte

int Kreise Allen stein 16752 deutsche und 349 polnische- Aus Marienwerder wird berichtet; I« We ftp reust en wurden abgegeben in Marienburg- Stadt 9977 deutsche gegen 256 pol-

Spa, 12. Juli lPrivattel.-gramul.) Der

Minister beS Aeusteren, Dr S imons, der sonnen mgttm nur ?z «rve rsrag« oe- auch gestern wieder nach der Slbung der Konst- rechnet wird, erhalten dir alliierten Mächte für renz den deutschen Pressevertretern eingehende * -----

Mittellungen gentatfft hat, ist von den Ergeb­nisse» der gestrigen Tagung keineswegs be- riedtgt. Da die deutschen Delegierten ent-

[d)foffen mld, keine Vereinbarungen auf wirt-,

Bauern-Kundgebung.

Oberhesstsches Bauern» und Trachteufeft. Kundgebung für die Landbund-Beweguug.

Ein naß) Marburg entsandtes Mitglied »ufere» Sivriftlettung Ubermtttelr uns runtzstehend» SchNdernng de» groften, tn der alte» Lahnftadt, ndgehalteuen Bauern- uu b Trachten­feste«, da« e»m BerirkSver band der Dauer», schast Kur heften «nd Walde« veranstaltet wurde Mrs Mo ist das große Strüdichoiit der hessi­schen Drachten! Ganz Marburg prangt in Fav- benfnttbe. Und die Sonn» meint es noch be­sonders gut. Am Bahnhof har man eine Ehren­pforte gebaut Hetzer und über au» Tanne«. Und P-arburg hält in jeder Bezsthmig autz gute alte Zeit dcu dekorativen Schmuck geben Sie Faiben Schwarz-weiß-rot. Fast ans jedem; Maiburger Hause flattert solche Fahne. Zur Ab­wechslung flattern hessische und Marbmger Fahnen. In Schaufenftsrn gibts solche in den Reichsfarben vor der Republik. Jeder Zug läßt gewaltige Menschenmengen in.die Stecht strö­men, Auf allen Landstratz.-n nach Marburg rol­len laubgeschmückle Wagen, aus denen schon von fern die bunten Trachten leuchten Und Trupps^ und Trüppchens Bauerndurscken kommen siir- baß ihre Sttoße gelogen im Kittel und mit dem Knotenstock Alles final und lacht. Es geht ja zur gioßen Kirmes. Wer in Marbuirg mod-rne Kteidlmg trägt, fallt an diesem Somttag urfbe» Nngt cuf. Der Studio, der etwas tu das Hin­tertreffen geraten, wählt den besseren Teil: Gr macht mit! Beim alten lieben Bekannten, An­dreas Schmidt, dem Mitt der schöEN Lederers- Terrasse, eine Stärkung und dann in eine große^ Baueruversammlung in den Stadtsälen.

Seid einig deutsche Bauern!* so ruißts von einem Schild über der Bühne. Es ist die Lo­sung, die für den Trachtentag von Marburg avsgegeben wurde. Markante Gesichter, die an den Baucrntag ia Kassel erinnern» tauchen in diesem Saale auf und wer noch nicht wußte, welchem Zweck das Fest gewidmet, der erfährt es hier: Eine große Kundgebung des Be- zirksverbanoes der Bauernscho.st Kurhessenz unb WaldcckS, die gleiche Ziele verfolgt wi: die.

vielen Or.schäftcn ist nicht eine einzig« Stimm- ^b Westpreußen Das Ergeb» s ist prozentual - - - - für Ostpreußen hundert deutsche gegen eine

polnische Stimme, in Westpreußen zwölf zu «ins.

.... -........ . , , __ Berlin, 12 Juli. (Privattelegramm.) Die

den der Steuerveranlagung das Einlomm'u nte, cs einzelnen städtischen Bezirken, besonders aber heute friih vorligeenden Resultate von Ost- und mals vollkommen erfaßten. Nicht einmal daS aus ländlichen, wo frercif$ en Teil der Liste» Westpreußen ergeben eine» glänzenden Ab- rem Arbeitseinkommen unterlag voll b?m stsu-nachmittags geschlossen werden konnte. In sehristimmungssieg der Deutschen in Öst­erlichen Zugriff, da ja allez auf ore ftaa sbür-'--'** «»»*»*»« <&«» «-«-« ;» ..-.«»..-r

«erliche Gesinnung des Steuerzahlers ankam. Die Pflicht zur Steuerzahlung wurde vielfach nicht nur als lästig, sondern auch als eine Ein­richtung angesehen, die so gut wie möglich umgan­gen worden darf. Eine höhere ©Ja wmora! läßt sich nicht einfach erzwingen, sie muß, w e fo vieles im Leben, anerzogen werden. Um weniasteus das ArbeitKeinkomMeu zu erfassen, pellten Wissenschaft und Praxis den Grundsatz auf, es schon bei der Entstehung vorwegzuneh­men. DaS ist aber Einfacher gelacht als getan. Dadurch wurden die Arbeitgeber mit dem Steu- «reiuzug beauftragt, was in normalen Zeiten er­träglich gewesen wäre, nicht aber t» Zeiten wirtschaftlicher und sozialer Krisen. Weiter ßommt hinzu, daß unsere Währung gegenwärtig vollkommen zerrüttet ist Der GeLwrrt jft immer mehr gesunken, sodaß sich ein annähernd festes Verhältnis von Preisen und Löhnen überhaupt picht feftstellen läßt MS damals der Steuer ab» ßug im Rahmen des EinkomMenistenergesetz?s reschlossen wurde, war nicht voraus-zusshM, daß der Geldwert immer mehr sinken würde . Heute oiejiett-en PEoieu, welche damals die Besttmmung über den Steuerabz'«g unb«»stan­det passieren ließen, ihn wieder abg-ändert. Die Masse der Lohn- und Gehaltsempfänger hat oufbegehvt. Sie empfindet den Abzug als ungerecht, well er ja tatsächlich einer Lohnkür- ......

zuna gleichkommt, während aus der andern Seit« beamten uMt zweitiausend notwendig gemacht, hie Preise für den Lebensunterhalt fabelhaft hoch ....... - -

sind

Steuerabzug unb Gemeinbeeiuuahrnen. ! Sie Sftgebiete bleiben deutsch, i Der Reichstag hat. wie rnitgctdti, eine Aban- Aebertvältigender Abstimmunqserfola am Sountaa.

denrng der Bestimmung über den Steuerabzug I «« r .

beschlossen Grundsätzlich bleibt dabei die .QuZ- E^rn, 12. Juli. (Privat - Telegramm.) feingetroffen. Die Begeisterung fBe bie deutsche lentheone", Erfassung der Steuer an bet'®10 10 Uhr 30 nachts lagen nur private Mel- !Sache äußert sich in prächtiger Ausschmückung bcr Quelle unangetastet. Di« Bestimmung über düngen vor, da bie interalliierte Kommisson bie Bahnhöfe. In Städten und Dörfern ist die den Steuerabzug ist nämKch nicht eine willW'r- Belanntgabe vo» offiziellen Meldungen vor 11 Wahlbeteiligung sehr rege.

Bosheit des GesetzgAers, ,vhr verboten hatte. Diese Privatmeld-ugen 6c- *

. ÄÄ SS t>« M»<.

Landbünde tn anderen Gegenden."" die jetzt fo viel von sich reden machen! Landwirt Kapp, der Vorsitzende, ist der Setter des Ganzen gx- m. infam mit ihm HaivptgeschästSsührerFürft. Zu­nächst spricht der Marburger Oberbürgermeister T r o j e sehr ernste, klug gewoaen? Begrüßungs- Worte mH dem Unterton: S ist Hunger in bet Stabt! An bet Quelle müssen die Preise ge­feit rt werden. Dann folgte eine »K-apuziuer- prrdiatt des Führers vom brandenburgische« Lcr.'bvund, Landwirt Hillge-Spiegewera. Er sagt derbe Wahl heften, tt spricht frisch und frei als Bauer zum Bauer und versteht deshalb, ihn zu fesseln: Ter Bauer verlangt sein gutes! Rellft nd seine Freiheit; weg mit der Zwangs­wirtschaft, die uns demnächst das Brot, daS cigentlich nur 1,80 Mark kosten dürfte, auf ftchs Mvrk erhöbt und straffe Organisation! Er Pers langt von den hessischen Kreisen gleich eine Mll-i lion Mark. Da werden die Gesichter denn doch etwas lang, aber die Begründung ist wieder, mundgerecht. Auch die P r ei s f r a ge wird an- ctoschuitten. Der Bauer will gar keine Frühdruschprämie. Er verzichtet darauf. Aber der Kunstdünger soll billiger fein. Im allgemeinen trägt der Redner, wenn er auch für den Fall eines Generalstreiks von Links Mit Generalstreik der Bauern droht, daS versöhnende Moment in die Verfamm- lung. Er möchte Zustmtmenardeit qllee Stände zum Best« vcs armen VaterlmtdeS. Der Gesang von »Deutschland über alles" he- chließt die Rede und gleichzeitig die Bersamm- hmg. Ein Pvomenadenkonzert in den schönen Parhrrckagen airf der« Schloßplatz die Fäger- kapelle konzertiert vereint erstmalig Bürger- ttmr und Bauernschaft. Inniger Wirb dieses Bild zwei Stunden später. Da ist ganz Mar- bürg auf den Beine« oder in den Fenstern. Werna sie gferode nach de» Straßen Kegen dmch die

ristifchsm. Da rieht, um nur einiget herauszu- aretzsen, ein vollkommener Hochzeitszng vorüber. Die volle Pracht dieser Gelegenheit wild bfer ehcujso entfaltet wie Heä. einem Kirmeszug. So-, gar in ihm Bcttenrckchnnn eines SchwSkmee Bauern gib-ts einen Blick zn werfen. Dann wttdS Erntezeit rmt Erntefest umfo tu brr Spinrstube kickctn die SRäbebnt, jauchzen iüt Burschen. Und aSs» überfloven vo« rwug«. lichr, ummchmtz von den «NertihUkbai HSuikch: t der hrftorffchen, engen und herMtz-n SÄKm eine Dome in den Zufchauerrcihen b-merkt Iref-