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Kasseler Sreueffe vrachttchLv»

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ZK dsMche MgWst.

Wiederaufnahme beS deutschen Luftverkehrs.

Wie wir hören, kann infolge größerer An­fuhren van amerikanischem Bem in den Lustvet- keürsgesellschaften wieder Deiriebsstoff »ur Ver­fügung gestellt werden, sodaß mit der Wieder- omfnabme der Lustp o stlini eu inncrihalb Deutschlands bereits für die allernächste Zeit zu rechnen ist. So nahm die Deutsche Luftreede-

Tas kZKftige deuLschs Heer.

Zweiundeinhalh Milliarden Mark.

In der MittwochS-Sitzirwa des ReichS- rais, die vom Postminister Ki.'LDcrts weleit.'t wurde, gelangieu zur Annahme vom Noterat die Haushalte des Ministeriums für Ernäh­rung und Landwirtschaft, des Rechwungshofts, deS Reichssmanz Ministeriums mud des R:ichs- wehrministeritmts. An der Rcgierungsvvrlage wurden nur Keine Veränderungen vorqen.un- men. Unter anderem wurde im Etat des W-hr- mimsteriumS die Stelle eines GenerÄleutnantS gestrkchen. Der W e - r et a t enthält die Forde­rungen für d»? künftige Heer von hunderttausend 9Jhntn.. An Besoldungen wird das neue Heer jährlich nach der neuen Besoldungsordnuwg 850 Millionen Mark erfordern. Der Gss'anr'- jabrsAhedarf an sächlichen und persönlichen Ko­sten ist auf etwa -welenhakb-'MMarLen zu ver- anschlg'sen. TaS Tiäwngesietz für den Reichstag wurde nach den BesckWssen, die der Reichstag zu der Regierungsvorlage gefaßt hat, angenom­men. Dagegen erhob der Rejchsrat Esnstwuch gegen das andere aus den Initiativen des Reichstages heraus, beschlösse're Diätengesetz, um aus diesem formellen Wege Lösses zweite Ersetz zu beseitigen.

10* Jahrgang. get. 156. '

Reichsverband Ostschutz.

Die Gründung einer Ortsgruppe des Reichs- PerbandeS OsLchutz, der amtlich anettannten Zn- tereffenvertretung der ostmärkischen Flüchtlinge, fand dieser Tage im »Harker* statt. Zahlreich waren die Ostmärker und auch einheimische Freunde der Ostmark der Einladung gefolgt. Auch Vertreter des Ostmarkenvereins, der Wsatz- Lochringer und der Oberschlesier waren erschie­nen. Anttsgerichtsrat a. D. Uecker, früher in Posen, erinnerte an die verlorene schöne Ostmark und an die Leiden der zurückgebliebenen Deut­schen und betonte das Znammengehörigkeits- gefühll in der neuen Heimat. Er führte beson­ders aus, welch ein wehes Gefühl es sei «nach all den Bedrängnissen durch die Polen Überall als Eindringling e angesehen zu werden, trotzdem ohne zwingenden Grund wirklich nie-G nwtnb di« tiodgewordem! Ostmark verlaflen hat und zumal dies in allen Fällen nur unter schw >r- sten Verlusten an Hab und Gut überhaupt mög­lich war. Hierauf sprach der Hauptecschaft-Mh- rer des Verbandes, Bcrlagsdtrektor Ginschel vom »Posener Tageblatt*, 'jetzt in Berlin, Wer die Gefchich'e des Polenaufstaudes und die Ziele des Verbandes, der schon viel erreicht bat. 'Ihm ist die glänzende Fürsorge für die aus dem Osten Vertriebenen Übertagen, und er hat bereits viel Elend durch Einrichtung einer Darlchusraffe, durch eine Fürsorge- und Brra- mngSstelle, durch Beschaffung billiger Kleidung u. a. zu lindern vermocht. Eines seiner Haupt­ziele^ steht der Verband weiter in der Unterstüt­zung der deutschen Brüder und Schwestern in Polen, der Erhaltung des deutschen Kulturle­bens und vor allem der deutschen Schulen in den abgetretenen Ostgebieten.

Der neuen Orts grupp.' traten sofort 114 Mitglieder bei. In den Vorstand wurden ge­wählt: Amtsaerichtsrat a. D. Uecker, Wilhelvts- tzöher Allee 29, als Vorsitzender, Stadtrentmei- ster S-Hebitz als Stellvertreter, Justizvbwsekre- titt Leslien als Geschäftsführer, Recknungsrat HanuMe als Kassenführer, Landgerichts rat Os- bergbaus, Oberlandes« erichtZrat Götte, Fran, Sanirätsrat Dr. Witte, Eisentzahnobersekretär Haupt und Lehrer Süftel als Beisitzer. Der Ortsgruppe ist ein« Bevattmgs- sowie Füpforge- stelle angeschlossen. Parteisekretär GadomW, der hiesige Vorsitzende des Hilfskmudes der El- saß-Lotbringer betonte die gemeinsamen Ziele beider Verbände und verwies auch seinersstt? auf die Erhärtung der deutschen Sprache in den eh-mals deutschen Gebieten. Dir eindrucksvolle Versammlung verklang mit einem Werberuf. -

rmd Förderung der industriellen und rci am 1. Fnli ihren Dienst zwischen Ham- landwirtschafrlichen Produktion, bürg und Westerland auf, anschließend Zusammenfassuug der landwtrtschafAicken Pro- beginnt mn 15. Juli ein Dienst Berlrn-Warne-

Ciy torMter MMd.

Tie Not der kleinen Rentner.

Nachdem sich die kleinen und mittleren Rent­ner zur Wahrung ihrer wirtschaftlichen Inter­essen zu einem Bund zusammeugestMossen ha­ben, wenden sie sich an den Staat um Derücksich- rigung ihrer durch die Geldentwertung verschlech­terten Lage. Sie protestieren gegen die Hohe Be­steuerung des ITcintn Einkmmnenz ,md gegen den zchnprozentigen Lohnabzug. Sie führen an: Den kleinen und mittleren Rentnern fehlt es an Davmitieln. Wie sollen sie leben von Leist, was sie vordem K r ie g e hatten bei den fetzi­gen zehn- und mehrfach gestiegenen Preisen? Sie können sich nicht an dem Wettrennen ;wi- sch-en Preisen und Löhnen bezw. Gehältern be­teiligen.

Deshalb forbent sie: Verbesserung des.stapi- tacerträg-Steuergesehes. Einkommen Per- Mägen bis sechstausend Mark müssen von der Steuer völlig befreit werden, für die weiteren S-tirfen müssen.Milderungen geschaffen werden.. Bei dem heutigen Leben und der Entwertung des Geldes sind neuntausend Mark in den Stödten <M Existenz,Minimum für ein« Familie angusehen. Wer geringere Einnahmen hat, ist gezwungen, vom Kapital zu zehren und die Folge wird sein, daß nach Verzehr des Vermö­gens der betreffende Ro>ttme- der Armenkasse anhewfallen wird. Die Folgen müssen rechtzei­tig verhütet werden.

duzenien in Genossenschaften unter ausreichen. der Znwechanrg von Tünscmitteln, Beschaffung maschineller Kratz sowie Zuchtvieh. Tatkräftigste Unterstützung der ländlichen Diedlungspolittk 2. Einsetzung von Schiedsgerichten, in denen Produzenten, Handel und Verbraucher unter MitwilPung des Reichswirtfckastsrmez die Preise ermitteln und festsetzcm. 3. Ausschaltung bezw. Auflösung aller ViehihandelSverbände, Kriegsgesellschaften und der die Waren unnötig verteuernden überflüssigen ZwischenhänLLrr. An- gssauiimelre Uetzerscküsse der Verbände und Ge- sellschasten sind an das Reich zu üherweisen.

In einer zweiten Entschließung wird zum Ausdruck gebracht, daß an einen Abbau der Söhne erst gedacht werden könne, nachdem, die Preise für Nahrungsmittel und B charfSgegcn- ständc wirksam herabgesetzt worden feiert.

PrelsabSaN oder Lshnaböas.

Stellungnahme bet Arbeiterschaft.

DaS obengenannte Thema wurde am Dienstag ht einer Versammlung der Betriebsräte-, Ob­leute und Gewerkschaftsvorstände im Orrsaus. sttzu-b Hannover rr-örlett, »vtf&ct auch der neue hannoversche Oberprästdent Noske anwesend war. Die Ausführungen der Redner gipfelten in der nachstehenden Entschließung: Die Ver- Sammlung legt schärfste Verwahrung ein gegm die immer unerträglicher werdende Verteue­rung der L e b ens Haltung. Sie vrotästiert entschieden gegen die Erhöhung der Fletscht, reise, gegen di; durch nichts gerochtfertigte Festsetzung des hohen Kartoffelpreises sowie graen den Obst- und Gemüsewucher. Wenn seitens der zu- ständiaen Stellen nickt unverzüglich eingesck rit­ten wird und zweckmäßige Maßnahmen ergrif­fen werden, sind schwere Erschütterungen unseres gesamten Politischen und wirtschaftlichen Lebens unausbleiblich. Wir fordern deshalb einen so­fortigen und schaffen Abbau der Preise. Von der Stadtverwaltung verlangen wir die Einsetzung eines Wirtschaftsausschusses, der, gebildet aus den Vertretern von Produzenten, Groß- und Kleinhandel, Verbraucher itnb Magistrat, je - veiks di? Lebensmittelpreise fcstsetzt.

Von den Staatsbehörden und Parlamenten fordern wir: 1. Eine planmäßige Gestaltung

lügender Vorbildung ernannt werden. Zen- trumAeute wurden während des alten Regi- mes fast nie zu Landräten ernannt. Eine völlige Aufhebung der Zwangswirtschaft ist -nicht mög. lick, solange Anzebot und Nachfrage sich nicht die Wage halten!. (Sehr richtig.) Die Regierung sollte endlich die Staatsanwälte zu energischem Einschreiten gegen den Wucher anhalicn. (Leb- hafte Zustimimung.) Auch ich halte es für sehr bedenklich, wenn ein Minister in ein schweben­des Gerichtsverfahren eingreist, wie es Herr Hönisch getan hat. (Sehr richtig.) Tte.Be­sprechung schließt. Der Etat geht an den Haus- haltsauSschuß. Es folgt die erste Beratung der

Mittellandkanalvorlagr.

Die Vovlaqe geht an einen besonderen Ausschuß. Es folgt die zweite Beratung des Gesetzentwur­fes über die Neuregelung der Verfassung der evangelischen Landesvircke in den älteren preußischen Provitt-en. Die Vorlage wird in zweiter und dritter Lesung und fodann gegen die beiden sozialdemotratjschen Parteien angenommen. Das AuSf ührungsgese h zum Landes st eu er gesetz gehr an den Ausschuß. Verabschiedet wird der Antrag Friedberg und Genossen, diejenigen auf Aendeninq des Land- und Forstpolizei gesetz es, str- ner das Gesetz zur Erhebung von Nachtrags­umlagen für das Steuerjahr 1919, ferner der Notechat und eine Novelle zur Hinterlegungs- ordnung. Es folgte die zweite Beratung der Novelle zum Gesetz über die

Befähigung zum höheren Verwaltungsdienst. Nach den Beschlüssen des Ausschusses muß zwi­schen der ersten und zweiten Prüfung ein Vor­bereitungsdienst von mindestens drei Jahren liegen. Die Vorbereitung beginnt mit einet halbjährigen Beschästiaima als Referendar bei den Gerichten. Die Minister der Finanzen und des Innern find ermäcktiat, Personen, die Mm höberen Justtzdienst befähigt sind, in AusnaH- w-fällen auch a nd e r e Personen mit sachlicher Vorbildung, als befähigt zum stöberen Verwal­tungsdienst zu erklären. Die Vorlage wird mit dem obigen Antrag in zweiter und dritter Le- fumg sowie in der Gesamtabstimmung angenom­men, ebenso ein« Ncuregehma mit Einzelheiten des GemeindebeamtenrechtS, wodurch die Ge­meinden verpflichtet werden, ihren Beamten ein angemessnes Grundgehalt, OrtSgUfchüsse, Ruhe- pebalt, Witwen- und Watsengeld, eine Kinder- beihWe un!b zur Anpassung an die Verändemn- &der Wirtschaftslage einen veränderlichen

LeichAntsMaa zu gewähren. Ein An­frag aller Parteien, daß die bisher militärischen Zwecken dienenden Gebäude baldigst cmfgelösi Znd der Gesundheitspflege für Kriegsbeschädigte and Minderbemittelte dienstbar gemacht werden, Wird einstimmig angenommen. Nächste Sitzung findet am Donnerstag, 15. September statt.

KomMunal-Landtag.

In seiner gestrigen Pleuarsitzuitg bewilligte der Kommunalland tag 30000 Mark zu den Kosten der weiteren Beratung des Werra- kanal-Projekts. Ter Schmalkaldener Abgeord­nete Felde hatte aus die hohe Bedeutung die- .s«S Kanals hiuggwicstn-, mM zuletzt- für die Stobt Knssel. Nunmehr folgt dae Beratung der B e amtenb esoldungä-Vorla ge. Nach­dem darüber eingehender Bericht erstattet, setzte etttt lebhafte Debatte ein, die sich bis in ein; Nachmitatgssitzung hinein erstreckte, in der u. a. der Unabhängig« Pappenheim - Schmalkalden scharfe Angriffe führte und namentlich gegen He Militäramvärter zu Felde zog. Er forderte Be­seitigung des ganzen MNrtäranwärtevshstems und ferner volle Gleichstellung der planmäßigen und nicht planmäßigen Beamten. Im ganzen er ein Dutzend Abänderungsauträge. Di- Vorlage selbst war nach den GrimWätzen der bisherigen! Besoldung der Deamten des B;zirks- verbnndes ausgestellt, die die Beamten gegenüber ihren Kollegen im Staatsdinrst bisher wesentlich besser stellte. Heber die Avs- schußberatungen am vonhereebenden Tage, die bis 2 Uhr nachts gedauert. batten, berichtete Ge­heimrat Dr. Sckröder. -Schließlich wurde ein Antrag der sozialdemokrattschen Fraktion ange­nommen, der grundsätzlich die Besoldungsord- ming für die Beamten des Bezirksverbandes der RsichsbefpsdungSordnung aneepmßt wissen wollte. Die Vorlage Wirde entspreck-nd diesem Anträge umgeatsteitei und weiterhin einstim­mig angenommen. Dann schloß der Oberprä- sident di« Tagung mit Worten des Dankes füt

Kleine MMsche Nachrichten.

FehlgeschlagenerWtenrstreik". In Dort­mund ist ein Elternstreik zur EnÄvaMU'.ta der grün« Polizei kläglich ins Wasser gefallen. Die Elternbetrate sämtlicher schulen hatten sich ge­gen diesen dein politischen Streik erklärt und auf« gefordert, die Kinder zur SchUile zu fchicken.

Die Lage im Ruhrbergbau. In der Gcwer- kenversarmnlmta der Gewcrlscktaft Johann Dei- melsberg in Essen wurde über die Lag- im Ruhrbergbau mitgeteilt, daß in der Steigerung S?r Löhne ein gewisser Stillstand einge­treten sei, und auch die Preise für Materialien seien zuriückgegangen; dagegen habe die Ar­tz e t t S l e i st u n g sich nicht weiter gehoben, son­dern eher wieder verringert. Solange wir nicht gefunde Lebensmivtelvnhältnissc hätten, stj an eine durchgreifende Besserung tier allgemeinen Lage nicht zu denken.

ZeppeUne für Italien. Italien erhält zwei Zeppeline ,B. Z. 61* ttrtb .53. Z. 113*; die Ende JuK auf dem Luftwe-ar dort eintreffen sol­len. Ferner sind hundert Flugz-euge und drei­hundert Motoren, die auf fünfzig Waggons ver­laden stnd, von Deutschland unterwegs:

SchwedischeHäflichkeil". Ein schwedisches Geschwader unter Fuhruna enes Admirals, besteheud aus den PanzerkreuzernAran*, »DrWshetrn* und .Manliaheren* imb ES dem Torpedoboote »Wale* traf, wie uns aus Kiel gedrahtet wird, von Karlskrona in Kiel ein und fuhr, ohne die deutsche Flagge mit Salut begrüßt zu Hatzen, durch den Kanal nach Am-steroain Wester.

Der König von Tänenmrk wird am 10. Juli aus einem Schimmel die aste Grenze Nordschleswigs überschreiten. In ganz Tän;- mart werden die Glocken fäntte! An diesem Tage findet auch das Fest aus dem Düppler Schanzen start.

Der 18. Marz vor Gericht.

Verhandlung über den Kasseler Aufruhr.

Im weiteren Verlaust der gestrigen Ver- haardlung werden noch zahlreiche Zeugen, ver­nommen. Die ärzssichen Gutachten stellen Hand- wer? E einen haltlosen, erblich belaftefeit Mmp" hin, der aber für feine Handlungsweise betont- wörtlich ist. Hof ist hemmungslos. Sodann teiid in die Beweisartfnahme hinsichtlich der Hei­den Angcllagten Weber eingerrekn. Unter an­derem wird ein Neunzehnjähriger namens Sohl vernommen. Gegen ihn fchwctzt ein Verfahren iregett Teilnahme an dun Aufruhr. Dauu erklärt eine int Hause des alten Weber wohnende Frau, Weber habe zu ihr. aber auch zu anderen Hms- bewr.hmru gesagt: »Ich habe eben einem im Auto eins attsgebtamtt; er hat gleich mit dem Kopse genickt!* Webet will von einer solchen Aettßevmtg nichts wissen. Heute vormittag gibt d« Berliner GeiichtSckemiker Dt. Jeserick fein mst Spannung erwartetes Gutachten tib Er st llt fest, daß nach mikroskopischer UntersttchunÄ LeutttEt SeilbetgÄ -durch ein Milstärspitzgeschoß Kalibct 7,8 getötet worden ist. Nacklcyr noch eitrige Zeug, n vernommen, stellt der Vorsitzende att' dte vetsckiedenen Angeklagten einige An­fragen. Han dwe rk gibt wieder zwei Schuß gu. Er habe einen Meter rechts vom Auto au- gehalten und ruhig gezielt. Der Vorsttzenbe weist darauf hin, daß dies Im Widerspruch steht zu der Erklärung, er sei sehr erregt gewesen, ttrtb wendet sich eindringlich an dm Auge klagten: SSas würden Sie sagen, wemt Ihnen nachge- wäesen würde*, datz der Leutnant gerade durch

mumde-Kchtachagen-Malmo. Erfreulicherweije die umfassende Arbeit des Hauses und der Ai^ hat dte Regierung einen Subventionsbetrag geordneten.

von^ Millionen Mark zur Verfügung gestellt, infoem-fte gleichzeitig die Bedingung machte,"'d«z jede Lu-ftverkehrsgesellschast auf der von ihr be- rriebenen Linie pro Tag einen Hin- und Rück­flug tortetnimmt uatb dabei 100 Kilogramm Postsache befördert. Gleichzeitig ist von einer südd-eirtfchen Gesellschaft für den Herbst ein Luft­dienst zwischen München und Berlin in Aussicht genommen.

dem sie rogshörte durch Geburt und Erziehung. lihr Herz nrch heute in dankbarsttt Mrehnrngi Was aber stand ihr bevor? Sollte sie immer hing.

fremden Mensck-en dienen, sick ihnen fiigen und Das stille feine Heim in Magdeburg, das rüh- angstvoll sparen, twurt chr Alter fernem Man- rmee Verhältnis zwischen der taps.-reu hinster-

End«.

W Zn den nächsten Tagen beginnen wir mit einem neuen, H außerordentlich spannenden Roman. M Machen Sie Freunde und Bekannte darauf aufmerksam

gel ausgesetzt war? Dieser Gedanke war qual­voll: denn welch lauge, entsetzlich lange Lcbens- ipanne lag noch vor ihr!

benden Mutter und dem vornehmu.t, nichts­ahnenden Sohne, das wat die Oase in ihrem Dasein gewesen. Gertrud grübelte, wo er fein mochte.

gen.* murmelte sie und hielt, die Abmdso ire Elendend, die Hand über die Augen, um bes­ser zu sehen.

Darm 'fptaug' sie empor und starrte dem AnkömtiÄing fassungslos eutgegen.

Er kam immer eiliger, zuletzt fast lautend heran.

Sie säb ihn plötzlich vor sich, füLfie wieder das reine schwesterliche achtungsvolle Empfinden, das et ihr abgerungl n hatte und das noch heut« in ihr so Vic! Schones und Gwes auÄöfte. Warum war Georg Wiesen et nidtt wie Ernst Hoeiue gewesen? Warum glich Lindner ihm nicht? Warum hatte sic ihn nie wiedergefmrden, ihn, d-r ihr wie der liebste Bruder, der er» gptzeuste Freund in Worten und Briefen begeg­net wat?

Gertrud sah eine schlanke MLnnergestäkt die sich nach dem Meere binuntetsmk.-nde Terrasse schnell binabkommen und sich nach der Strand- siiie wende», wo sie faß. Ihre scharfen Angen erlctoitEn bald Einzelheiten der Persönlichkeit.

i Schon sah sic die strahlenden Witzen in dem bartlosen Antlitz, sah die schlanke Gestalt, schoa hörte sie im Tone höchster Glückseligkeit den Rus: »Fräultin Gertrud! Gertrud'*

Und dennoch stand sie wie versteinert, un­gläubig, an sich und der Wirkfichkeit zivcifelnd, und gl-cn'Lte zu träumen

»Gertrud,* jauchzte er, vor Ihr anxüaugt, er­at iff ihre beiden Hände und tief: »Endlich! End. lich! Nun habe ich Sie gefunden, und nun lasse ich Sie nicht mehr! Gertrud, sprechen Sie doch! Kennen Sie mich nicht mehr? Sagen Sie mir doch nur ein einziges Won!*

Und da sprach sie dieses erfleht: Wort, lang­sam, heiser vor innerer Erregung. Es war nichts weiter als ft in Name, nichts als: »Ernst!*

Da riß er sic on sich, und willig, weinend und lachend in einem Ucberschwang aussodern- den Gefühlcs, warf sie sich an seine Brust.--

Eine StuuLe (tätet riß bet Kelln er die Tür zum Saale auf, in dem die Damm 5 irrten.

»Dl kommen sie endlich!* riss Fräulein Wald.

Die Laron'ut erhob sich und schritt dem Ain» in Ann cintreicubttt Paare eiitgczen. Ihr grei­fet gütiges Antlitz strahlte in reiner Mtsreudr. Sie streckte ihre Hande auS:

»Gon segne Ihren Bund, meine lieben K -u bet!* tief sie laut, ohne sich um ihre Umgebung M kümmern.

Ein Seufzer, der einem au8 tiefer Seele kom­menden Acchzen glich, entfuhr ihr. Sie war sich klar, daß es so nicht mehr lanoe wetterglna. AuS all der Qual und der Verzweiflung nach Georgs Tod war eine neue Sehnsucht geboren. Ihr Herz suchte Verstehen, schrie nach einem neuen Jdeaß an das es sich klammern konnte. Immer wieder "ersuchte sie, sich Lindner, den prächtige« braven Lirtdner, ins Gedächtnis zu mifen, sich an eine Zukunft zu gewöhnen, die sie an seiner Seite, von ihm treu unchegt, In ernster Arbeit ...

»Nein!"

öetrub tief es laut, denn selbst hier in dieser Eiusamkeit. in diesem schmerzlichen Söhnen nach einem einzigen treuen geliebten Menschen, ver­mocht» sie nicht, sich als Lindners Frau zu den­ken. Hastig wandte sie dem Meer den Rücken und nahm ihren Sitz derart, daß sie den Ort Nervi vor Augen batte Dort oben saß wenig- fttns eine greife gütige Frau, die für Gertviid Meinhard Zuneigung verspürte.

Aus ihrer laugen Irrfahrt, feit sie das Vater­haus verlassen hatte, waren eS drei Damen ge­wesen, die ihr zugetan waten. Frau Angelt ht Hambuog Frau van Graunitz urtb jene hold, wundervolle Bcvstotbene: Frau Hoerne. an der

ftün foriwähtend in rastloser Bewegung die Färbe wechselte. Weit und breit war kein menschliches Wesen zn erblicken. Gespenstephaft eßtten am Horizonte dann und wann die Um­risse »on Schiffen wie Schatten vorüber.

Zuerst atmete sie die scharfe SalzLfft erquickt drt, ernp-fand sie ihre Einsamkeit wie eine Etlö- fitng. Gertrud umklammerte mit beiden Hän­den den Felsen, und langsam stieg die Kälte des Steins in ihr empor und durchdrang sie.

Wenn sie die Baronin verließ und wieder die Stellung dner Gesellschafterin suchte, wenn sie sich langsam emporarbeitete und vielleicht spü- tet doch in das leergewordene Elternhaus zu dem kteinitimten Paare heimkehren konnte...

Nein! Rein! Sie war ihnen fremd gewor­den. Mißtrauen und Zweifel würden ihre Ver- «rtgenbeit umlau-tn, ihre Gegenwart vergiften.

Humor in ernster Ze!«.

* Traumdeutung. Als jemand bemerkte, daß eqzbei der Bibclcrzahlimg vom Tram» des Pha- tao nie habe dagreifen können, wie sieben mager« Kühe sieben fette aufzehren könnten^ ohne daß man es ihnen ansehe, erläutert? ihm dies ein Ehemann folgendeimaßen' »Ich habe es begrif­fen, als ich eine Frau nahm. Ich hatte mehr alS sieben ^roß« und dicke Kassa- und HandütttaS» bücher tn mein'm Geschäft, mei ne Frau ar«t mir ein kleines Wirtschaftsbuch. Und doch hatte daS ffieine Buch am Ende Les Jähres all meine großen aufgezehrt, und man sah es ihm gar nicht an. Seit «r Zeit glaubt jch an Len Traum däi - Mawp^ -

M AM M MW.

15) Roman von Ernst Grorgh.

Sie saßlN noch ein Weilchen tm Freien. Dann «urd« es kaü, und sie Mußten sich in das Hotel urückzichen. Eine halbe, eine "ganze Stund? Erging. Schon schalt Fräulein Wald recht kräf­tig über die uiurhörte Rücksichtslosigkeit. Schon »erfolgte die alte, müde gewordene Baronin mit LngedMd die Zeiger der Uhr und verbarg hinter gen hastig dergehalttnen Hande» ihr? GLHnlust. pie wollte nicht den Zorn ihrer treuen Wald roch mtfyr gegen die saumselige, vslichrvergossene vertrnd, die ja schließlich, obgleich sie eine Mi- risterStochnr, doch noch immer ihre bezahlte sswnqfer wir, entfesseln. Sie ließ die ander-' gelten und malte sich unruhig aus, was La «außen votigcgangen sstn mochste----

Fest in eine der Klippen geschmiegt, hatte Gertrud Meinhard ganz allein angesichts des Meeres gesessen. Ihre Augen hingen überwäl­tigt an der tosenden Wassermasse, die vom tief-

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