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Die Llnbeugsamkeit der Alliierten.

fliomen enthalte« int wesentlichen, was

der

Vertrag von Versailles in Verbindung mit dem

den

: di» Zahl stieg b-is 1918

send. Heute sind es ein

Protokoll von San Remo festgestellt hat. Alliierten letten dem Paragraphen 18 des

Die An-

die nächste« Tage weitere Zwischenfälle mit Polen für möglich gehalten werden.

Da die Alliierten die Macht haben, so stehen wir vor einem elementaren Zwang.

Haags 2 and des Wiedergntmachungsartikels des FriedeuSvertrages, wie man weiß, so aus, daß er ihnen unter allen Umständen das Recht gitt, «eue Besetzuuge« vorzunchnten. Die deutsch« Auffaffun« bestreitet diese Auslegung grundsätzlich. Kann sie aber wagen, die Konfe­renz von Spa tnt diesen, PnE« scheitern zu

Da wir nach tote vor auf die Einfuhr v«l Kohle und Ockcn angewiesen sind, müssen totr um atrfcrn liefen Kursstand im W.ssten xu um­gehen, den BLick nach Rumänien richten, io» cmster englischem auch sehr viel holländisches Ka­pital steckt Die edlen Aumüumr waren bisher äußerst zurückhaltend zu uns. Aber NoLer- Erse-UMrng bleibt nun mal Ueb.-r-Erzeirgrmg! Und so hat sich beim die rumänische Ätxtienmg bereit erklärt, die Oelausfuhr nach TerttscUcrrL- wieder auszun-hanen. Da dieses Laich groß«« Bedarf an JndustrieerzMignissen Hirt, so eröffne*, sich» «vmsl bei der jetzchen ArbMs-? Wd WS«

ernsthaften plllirischen Ausführungen des Außen minifterS Simons unbeachtet lasten würden.

Die Garung in Irland.

Rotterdam, 9. Juli. (Eigene Drcchtmeldung.) In einer zahlreich besuchten Versammlung bei­der Häuser des Londoner Parlaments wurde die Frage der Beziehungen der revolutionären Be­wegung in Irland zu der internationa­le« Bewegung besprochen- Es wurde erklärt, vast die Sinfeinet sich der dritten Internationale angeschloffen hätten. Außerdem bestände Ver­bindung mit der nationalistische, Bewegung 2»diksS Q'd'PkLvtztenh,

Spa, 9. AM.

Unser Sonderberichterstatter meldet: Die Ver­handlungen über die Entwafsnungsfrage haben in der gestrigen Rachmittagssitzung eine Niclst un­wesentliche Verschärfung erfahren. Zn Ein­gang der Sitzung überreichte Lloyd George die Antwort der Alliierten auf die vorgestern überreichten deutschen Vorschläge, wobei er kurz darlegte, daß die Alliierten entsllstoffen seien, dir Durchführung der militärischen Bestimmungen des Friedensvertrages zu sichern und dah sie zu diesem Zweck eilte neue Vereinbarung Vor­schlägen. Lloyd George legte sodann den Wort­laut der Vereinbarung vor. Diese lehnt sich im Wesentlichen an die £ogS vorher besprochenen Punkte an. verschärft sie in mancher Beziehung und d r o h t für den Fall, datz die Besingüngen nicht in loyaler Weise zu den festgesetzten Ter­minen durchgeführt sind, mit der Besetzung neuer deutscher Gebietsteile, fei es des RuhrrevierS oder eines anderen Landes- teilcs. In seiner Antwort auf die Erklärungen des englischen Premierministers stellte der Mini­ster des Auswärtigen S imo ns fest, daß es sich bei dem heutigen Vorgehe« der Alliierten um eine diktatmätzige Ergänzung des Diktat friedenS von Versailles handele und datz die deutsche Delegation nicht in der Lage fei, zu diesem Vorschlag Stellung zu nehmen, bevor nicht eingehende Verhandlungen mit allen zu­ständigen Stellen stattgefunden haben. Die Sitzung wurde daraufhin auf heute vertagt.

Llohd George trab Fehrenbach.

Spa, 9. Juli sPrivattelegr-rmm.) Eine persönliche Aussprache zwischen Lloyd George und dem deutschen Kanzler wird für den heutigen VerhandlimgStaq erwartet. Die Mini­ster der Entente haben die bei ihnen abgegebenen Karten des deutschen Kanzlers erwidert.

Steile volnffche Uebergtifle.

Ausschreitungen im Abstimmungsgebiet.

Königsberg, 3. Jüli.

Die Ostpreutzische Zeitung meldet aus dem Abstimmungsgebiet, datz in Marienburg gestern abend große Ausschreitungen der Menge stattfanden. Die Polen hatten in das Hoiel „Drei Kronen" eine Versammlung ehtbe» rufen. Die den Eingang bewachenden polnischen Skcherheitssoldaten ließen fedoch nur einen Teil der polnisch Sprechenden ein. Die anderen wur­de« zurückgewiesen, da sie der polnische« Spnrche nicht mächtig seien. Es kam zu einem Sturm der Polen auf das Hotel. Die Sicherheitspoli­zei wurde entwaffnet und es mußte ein Deta­chement der italienische« Truppen zur Hilfe ge­rufen werden, die endlich die Straße säuberten. Drei Personen wurden getötet, ein» große Anzahl schwer verwundet. Der Bevölle- rung hat sich große Erregung bemächtigt, da für

Sie Matur in Sgo.

Keine Verhandlungen, sondern Zwang.

Preußischer Staakhaushaltsvlaa

Debatte« i« der Landesversammlung

Berlin, 9. Juiki. (Telegraphischer Bericht.) Die gestrig.- Sitzung begann mit Ausführungen des Abgeordneten Ludwig (U. S.), der ben ehemaligen Feinden zufftimmte, daß sie Deutsch- land zur Entwaffnung zwängen Der», ans antwortet« Abg. Stendal (D. Vpt.) ma« müsse sich schämen, daß e$ in Deutschland Abge­ordnete gebe, dt.> in so schweren Stunden ge­gen ihr eigenes Vaterland sprechen HönntcR. Auch sei unerhört, wie der Kultus- rntnister Hämisch in der Presse gegen das Mar­burger Urteil des Zeitsreiwilligen-Proyds- svs Stellung genommen habe. Gagen die Ein­wanderung der Cftjwben weiche man sich nicht deshalb, tocit sie Juden seien, sondern Weil war jetzt keine Einlwand.'rung brauchen könne«. Ohne die Zuwanderung aus dem AuNaMd aübe es in Berkin keine WohnunaSnot (Wider, spruch kinks.i — Minister H ä n i s ch: Don dem was ich beMgKch des Marburger Prozesses ge- sckrtebm habe, nrchme ich kein Wort zurück (Großer Lärm rechts,.> Abg. Sprenger (Ztr.),

Unsere Vertreter in Spa muffen ein geschloffenes VE hinter sich haben Ihre Stellung wird aber durch die Unabhängi­gen nur erschwert. (S-Hr richtig.) Mußte doch einem ihrer AnHLnyer, der derr Er satz der Sicherhertswehr durch englische Sol­daten forderte, der englische Oberkonrrnaud nti sokhst erwidern, sie toben sich schämen. Et hätte für soüÄe SNavenlssÄen kein Verständnis (Levhaftes Hört! Hört!) BeMMch der Land­rste erwarte n auch wir, daß nur Lm-is mit ge-

Unsere Braunkohle.

Fhve Berwondung in der deutsche« Industrie.

Don

Siegfried Reetzer, Weimar.

Deutsche Bürger verhaftet.

Königsberg, 9. Juli. (Privattelrgrarnm.) Wie der Reidenburger Zeitung von zuverlässiger Seite mitgeteilt wird, sind in Soltau die deutschen Mitglieder des Magistrats Böz- heim, Rotkowski und Stachel von den polnischen Behörden verhaftet worden. Ueber den Grund der Berhastung war nichts $n erfahren.

Sitzung des Kabinetts.

Berlin, 9 Juli. (Privattefegrrmm) Die ia Berlin anwekettden KabinetlSmitglie- der trete» heute vormittag zu einte Sitzung zusammen. In Berlin wurde der Reichstag und Reichsrat benachrichtigt. Zur Eutscheidung über die Haltung der Delegation dürfte es heute kurz vor Begin« der rntscheidnngsschweren Sitzung in Spa kommen. Tie Stimmung ist ernst. Nach dem Verlauf des gestrigen Tages und den Be­richte« der englischen Preffe, mit Ausnahme der sehr gut unterrichteten „Times", war diese schroffe Wendung nicht zu erwarten. Man hatte auch «icht cmgcuommeu, datz bfc SvUerteu die

daß ifrre Kinder sich normal enstvickelten. Das Ergebnis war, daß mit dem vierten Quartal 1915, also zu Beginn des zweiten KrteqswinterH. in dem die Ernährlrngsv?rk>ältnisss in Deutsch- land sich zu verschlechtern anfingen, die Zahl der Mütter, die genügend Milch hatten, um ihre Kin­der vollständig zu stillen, abnimmt. Eine wei­tere Verschlechterung tritt dann in dem berüch­tigten , Ko hl r ü b enw i reter " von 1916/17 ein. Dan« hebt sich die Kurve in den Sommermonaten 1917 wieder etwas, fällt aber erheblich im Mnter von 1917 zu 1918 und erreicht ihren tiefsten Stand im Winter 1918/19.

Eine auffallende Besserung

der Siillsöhigkeit setzt dann ;u Beginn des Win» ters 1919/20 ein. Nun macht sich die größere Einfuhr von Lebensmitteln bemerkbar, die auch den Minder-emittckten gestatten', sich eine besser» Ernährung zu beschaffen. Diese hocherfrculicho Besserung har dann anaehalt-n und sooar noch Fortschritte gemacht, sodaß im ersten Quartal 1920 die Friedcnsverhältntffe wieder erreicht wurden. Von 309 Fraueir stillten in diesem Quartal wieder 295, das sind 95 Prozent Es ist als- dadurch bewiesen, daß sich die t aurigen Prophezeiungen ans englischem ÄtuNde über die Wirkungen der HnngerHlockade für die deutsche Volkskraift bewahrheitet haben W.mn der eng­lische Journalist F W. Wile schrick', daß die britische Blockade die Nnterernährung der Kin­der bereiks im Mnttcrfeib erzwinge, und der eng­lische Arzt Salcrbv erklärte. Zehnt.rusenden von noch ungl-dorenen Deutschen sei ein Leben kör» perkicher Minderwertigkeit vorbestimmt, so haben ste leider recht behalten.

Folge« des Haagers.

Der Fluch der KriegS-S««gevbl»ckade.

«• find in le»'et Zeit wieder ffrt)ebungett ba> rüder anaefteüt worden, wie weit sich Bie Ad. len Folge» der von den Feinden gegen um verysngten Biotkade im Kriege unb später d» mertbae machten. »iS ungeheuren Schäden flut aue nachstehenden Ausführungen ersichtlich.

Welch schwere Schädigungen die deutsche VoWSgefunöheit durch die feindliche Hunger- blwekade erlitten hat, ist bereits vielfach erörtert inorden, und wir sehen es an den surchÄaren Folgen, unter denen wir leiden. UnSMtannt aber war bisher, daß Mütter und Säuglinge in einer ungeahnten Stärke zu den Letetrageu- ben des Krieges gehören. Dies weist Dr. Moarau in einem Aufsatz der .Münchener Medizinischen üäochenschriste nach, in dem er die durch die HMb- gechlockade

herrchgesetzte Stillfähigkeit

der deutschen Frauen behandelt. Mit der zuneh­menden Wirkung der völlige« Abschnürung Teutschlauds vom Weltmärkte tarntet man be­obachten. wie sich die Neugeborene« und Säug­linge immer schlechter entwickelten. Uitterfuchua- gen der Muttermilch ergaben aber, daß die Zu­sammensetzung der Milch durch die Kriegs ei n- fiüffe feine Veränderung erfahren hat. Es lag daher nahe, angunehmen, daß die Menge der Muttermilch herabgesetzt Warden war. DteS ist mm durch Berechnungen an der Freiburger Franrnttinik erwiesen worden. Es wurde festgr- stellt, wieviel Mütter in den Achten 1913 bis

ftchrstockung eine Aussicht auf 8 ieferuug deutscher Erzeugnisse, besonders land, Wirtschaftlicher Maschine«, Kraftwagen ufto. Hier wäre eine Gelegenheit für die heumsrbe Indu­strie, durch Ausfuhr Beschäftigung zu stNdai und gleichzeitig indirekt dazu beizütrageu, daß ihr selbst der Breun-, Schmier- und Be- triebsstoff verbilligt wird, svdaß sie dadurch wieder vorteilhafter arbeiten und weil- bewerbsfähig bleiben karm.

Die harten Bedingungen.

Berlin, 9. Juli. (Privattelegramnr.) Aus Spa wird gemeldet: Die gestrige Nachmittags- Sitzung hat zu dem vorausgesehewen Diktat der Alliierten geführt. Es ist in einer unerhört schweren Form erfolgt. Der Vorsitzende te-lte gleich z« Anfang mit, datz, wenn die Sicher­st e i t S - und Einwohnerwehren fosort entwaffnet würden, die Reichswehr Aufschub erhalte. Bis zum 1. Oktober nriiffe sic aber auf 150 000 Mann, bis zum 1. Januar 1921 auf 100 000 Mann entlassen werden. Ferner wird Vernichtung der Luftfahrzeuge bis zum 1. August dieses Jahres, Zerstörung der überflüssigen Waffen innerhalb kürzester Frist und Durchführung der Marineklausel. ferner Er laffuny ton Gesetzen gegen die allgemeine Tienschflicht und die Zurückhaltung von Waffen (lefmbert Im Falle der Richtamuchme dieser Bedingungen behalten sich die Alliierten vor, das Ruhrgebiet oder a,teere deutsche Gebiete zu be­setzen. Simons erklärte: Dies seien nicht aus der Verhandlung hervorgegangene Bediuglteien. sondern ein Zwang. Die deutsche Regierung, in deren Namen er spreche, muffe sie entnehmen. Die Verantwortung für die Folge« treffe die alliier­ten Mächte. Tie Nnterschrist der vorgelegte« Be- dingmmen durch Deutschland wirv von de« AM

Immerhin sind, durch die Kriegsmst geirio den, große Fortschritte in der Au'snut- z u n g der Braunkohle gemacht worben, um die für u«S so lebensnotwendigen Stoffe tote Ben­zin, Treiböl. Schmieröl, Asphalt und andere aus ihr herzu stellen. In Deutschland wurden aus einheimischem Rohstoff erzeugt 1912: Venzin und berat, Petroleum, Miu.-ralöte ins- kvstMit 132600 Tonnen, dagegen wurden ein» geführt 1913: Benzin und bergt, Petroleum., Mineralöle insgesamt 1290706 Tonnen, also fast zehnmal so viel! Durch die erheblich: Steigerung des Kraftwagen-, namentlich des Lastwagen-Ver­kehrs, als Hilfsmittel beim Versagen der Eisen­bahn itfto. brauchen wir ungeheure Mmgen die­ser Kohlenwafferstoffe Einstweilen bereitet die sstewinnung dieser Stoffe aus der BraumSohle dm Technikern noch viele Sch>'ioteriqkeiten. Aber sie schreiten wacker vorwärts auf der Dahn, Deutsch sand immer mehr vom Zwange der Ein- sirbr zu befreien. Recht hemmend wirken dabei noch die Lochnverlhältniffe und die Unzu­verlässigkeit der Förderung, die durch Streiks br- einträchtiyt wurde Bei der Steinkohle betoug bisher der Anteil der Löhne an dm Selbstkosten 60 v. H . bei der Braunkohle ^mtr* vierzig v H. T-abei ist die Arbeirszctt Verringert und die Be- l-rschaft bedeutend vermehrt worden. In 1914 wurden hier dirrchschnittftch dreiundvierzigtau- ferte Arbeiter beschäftigt; die Zahl stieg bis 1918 ouf drviundsünstztatausend. Heute sind es ein- bundertdreißigtcmseird Mann. Dabei ist die Ar- beitsleist ng stark gesunken. Sie betmg te Monn und Schicht: 1914 4.7 Tonnen, 1919 2,2 Tonnen, 1920 1,8 Tonnen Kohle, und in den gleichen Fahren 1,50 Tonnen, 0.46 Tonnen, 0,37 Trunen Briketts Letztere Zahlen sind nach den Ergebntffen des ersten Vierteljahrs 1990 tnr" das ganze Jahr berechnet.

TeiÄ seines Kochlenreichtums. Die erMose.t Reiber-neu mit der Wiedergunnaehungskommis- fion sind bekannt. Jedenfalls ist das Ergebnis, daß Wir mit den uns belassenen Steinkohlen bei weitem nicht auSreichen. Aber ist es deim ein Wunder, wenn wir trotz der nngcherrrcn Mehr- einstilllung von Bergleuten bis jetzt nur auf 75 ,v. H. der Friedensfördemng geraten sind? An­gesichts dieser Nöte ist nun die schlichte Braun­kohle auf einmal zu hohen Ehren gekommen. Sie ist gewissermaßen en ödeckt" worden aus der Such» «ach Brennstoffen als Ersatz für die Steinkohle. Hat doch schon einmal vor vielen Jnhrzehätten die Schweinnidustrie rm Westen die Braunkohle, wenn auch nur versuchsweise, be« rutzi. Nun aber haben sich die Kalt-Jndusttie, die Deutsche Erdöl-Akt.-Ges.. der Anilin-Kon­zern und viele andere große Werke über sie her- gemacht und sich um die BraunkohlengMben ge- rissen. So ist das bescheidene Aschenbrödel auf Tirana! jur Prinzessin geworden.

Dir erste Gewinnung der Br.rnnLchle reicht bis inS Mttetalter zurück. Die Förderung blieb aber sehr gering: 1860 betrug sie in Deutschland viereinhalb Millionen Tonnen, 1895 etwa fünf­undzwanzig, 1913 eitoii sieku nundacbtzüg Millro- n«t Tonnen lgcgen einhundertneunzig Millionen Tonnen Steinkohlen), und 1919 etwa dreiuud- nrunzig Millionen Tonnen, während im gleichen Fohre die Steiickohlenföiderung — ohne Elsaß« Lochringen — nur noch Hunden Milvionen Ton­nen betrug. Mau sieht, die rSraunkohle macht alle Anstalten, ihre allere Schwester zu üb.'rslü- flp$rt tutb sich zu einet Säule des zukünftigen deutschen Wrtschastslebe'ls auszwachsen. Nun muß man aber berücksichtigen, daß es bei der Nutzung nicht nach dem Gewicht geht. Die deutsche Steinkohle entwickelt etwa siebent.rusend- sünffMtdert Wärmeeinheiten, die Broar-ckohle da- gogen infolge ihres erheblichen Wassergehaltes (46—55 V. H.) nur durchschnitÄich Aweitmrsend- füufhundert Wärmeeinheiten. Die chemische Zu- sautrnensetzung der Brmmkohle macht außerd.nn. ihre Benutzung in Hochöfen zur Gewinnung von Nohelsen umnöglich. Und ferner totranen die auS Brmmko-Hle erzeugten Cefe, Benzole und deren Derivate denen aus Steinkohle bei wei­tem teicht gleich. Die Steinkohle ist also in mauch-r Beziehung unersetzlich

NevrlotionSre Bewegung.

Aufruhr i« llnter.Ztalieu.

(Eigener Drahtberlcht.)

Mailand, 9. Juli.

Die Blätter veröffentlichen Rachrickte« aus Bari über die ernste Lage i« der dortigen Ge­gend, die sich immer meffr zufpitzt. Die Tele vho« und Telegraphenverbindungen sind durch- skhnitten. Die Stadt ist isoliert, da das Perso­nal der Eisenbahn zwischen Bari unp Barletta i« den Streik getreten ist. ES kommen keine Lebensrnittel in die Gegend. Auf einem großen Gute wurden beträchtliche Mengen Ge­treide in Brand gesteckt. Es sollen zehnmusend Zentner Getreide zerstört toorde« sei«. Der „Se- colo" berichtet von neuen Gewaltakten trag der Provinz Verara, wo die Landarbeiter die Arbeit teilweise wieder ausgenommen hatte«.

6s bleibt kein Ausweg.

Die Stoaegilege unserer Vertreter.

(Eigener Drahtbericht.)

Spa, 9. Juli.

Die deutsche Delegatio« hielt gestern nach­mittag eine längere, jedoch ergebnislose Bespre­chung ab. Die Delegation hat beschlossen, abzu. warte«, bis die in Berlin befindlichen Mit­glieder des Kabinetts, sowie die Par. teien zu der neuen Lage Stellung genommen habe« und wird heute, kurz vor Beginn der Sitzung, einen endgültigen Beschluß fassen. Im gegenwärtigen Augenblick hängt n«n alles da­von ab, datz die Sachlage möglichst klar und deutlich erfaßt wird. Die gestrige« Bedin-

Kasseler Neueste NüchMen

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

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10. Jahrgang,

Sonnabend, 10. ZnN 1920.

Nummer 156

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