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Hessische Abendzeitung

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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Nummer 155.

Femkvrecher 951 und W2

Freitag, S. Juli 1920.

Fernsprecher 951 und 952.

10. Jahrgang.

Zunehmende Verständigung in Spa.

Wiedsrbefetznng d?S Mamgaus?

s int polttischeu

Tenn na* focurn ift miZ

gegmhalten: falls die Alliierten unsere Vertreter

!l

inter-

eine

weitere Ausforhm'U!

tag in Spa verhandelt werden. Zur Teilnahme an den Beratungen Liber die Kohlenfrage sind von der deutschen Regierung als Sachoer- stn n d i g e folgende Herren dringlich nach Spa gebeten worden: Hugo Stinnes, Geheimrat H i l g e r, Geheimrat A r n h o l d, Herr Lüb­ser, die Arbeiterführer Hu«, Jmbusch und Pieper, sowie der Reichskohlenlommissar und Generaldrrektor Kongeter.

^Weitere deutsche Delegierte.

Berlin, 8. FuN. lTelegravhische Meldung.) Der Preußische Minister des Innern ®a>ering, dem die Sicherheitspolizei untersteht, wird heute nachmitt. - nach Spa a''reifen. Wie verlautet, soll die «»hlenfrage bereits am Donners-

derbcihen und versprochen worforn, und deren R'ichtMnilN allein konnten uns damals dazu be ivegsn. nnHesicyt die Wasf.n ustdsrzuleLen. -es-

bei rot zu bilden sein, dessen Arbeit in Fach- ausschüssen zu leiben wäre. Au fördern sind mich die Kur- und Badeorte, deren Bedeuftmg ebenso ans dem gesiMcheitlich-theravewtischen wie auf dem wirtschaftlichen Gebiet« liegt. ES

Berlin, 8. Inti. (Vrivattelegnamm.) Auf eine Anfra^ des ostpreutzischen Ei kaussvereinZ teilte das ReichSmirtschaftSamt nut, daß eine weitere AusdehM'Ug der bisher zur Einfuhr srcigegebenen Auslandsartikel für die

ausreichend gerüstet zu fein, mehr a$8 bisher für die Notwendigkeit der Praxis wrierwiess» und besonders auf dem Gebiete der

sozialen Hygiene

ausgebildet werden Bei der ständigen Weiter«

nicht als Gleichberechtigte anhören wollen, formt! ist d-ic Kcnmereng für uns überflüssig. Die Zu­sammenkunft hat nur dann einen Zweck, wenn die Verhandlungen von einem neuen Geist

Aufruf eines Bayer».

München. 8. Juli (P rivatteLgramm.) Der bauernbündlerische Abgeordnete Stegemann veröffentlicht in den Blättern einen Aufruf zum Abbau der Lcbensmittelpreise. Gr er­klärt sich bereit, mit den LebenSmittelpreisen auf den Stand vom L Juli deS vergangenen Jahres herunterzugehen und während zweier Monate diese Preise einzuhalten, um den übri­gen Produzenten lebenswichtiger Befoarssartikel ein Beispiel zur Nachahmung zu geben.

*

Beschränkte Einfuhr und Rationierung.

Die Wohlfahrtspflege.

Ausbildung «nd Fortbildung der Aerzte«

Da« Wohlfa-rt«mtnift«»ium ha« w«itg«hende Pläne aur S«6»ng der öffentliche« Gesundheit, worüber der preutzifcheDottSwohlsahrttminister Ategerwald einem Berliner Preffevertretrr folgend« interessanten Mitteilungen «achte;

ftUN di-lc

durchdrungen sind. Ist das nicht der Fall, daun wird Spa für den Weltfrieden nichts bedeuten, bann wird die Hoffnung der Menschlichkeit tote, der einmal auf Lange Zeit hinaus geüäufckw seim. Me" dessen sind wir sicher: Es ist auf die Dauer

Am grüne« Tisch.

Was wir von Spa erwarten.

Die erste Aussprache im Schloß Fraineuse hat den Unwillen der Alliierten erregt, als der oeutsche Reichswehrmiwist.r sachlich darlegte, daß di« Heeresveiminderung eine Gefahr für Lentsch- lanid bedeute. Wenngleich die Svannung noch in derselben Stunde durch den Außenminister

Freundliche Aurshrschr.

Lloyd Georgs «nd Außenminister Simons.

(Erzener Drahtbericht.)

Spa, & Juli.

Rach einer kurzen Unterbrechung der Sitzung sagte Lloyd George in längerer Rede, daß den Forderungen der Alliierten nicht ein Misstrauen gegen die gegeuwürrige deutsche Regierung zu- gründe liege. Es liege jedoch eine Gefahr darin, Vie der deutschen Regietnng einen Schauder er­wecken müsse, dass drei Millionen Gewehre und zahl-eiche Munition im Lande zerstreut seien. (?) Er würde jedenfalls einen solchen Zu­stand nicht drei Tage dulden. Tie deutsche Re- giertmg habe jetzt Gelegenheit, einen Beweis ihrer Macht zu liefern. Die Frist von einem Vierteljahr lehnte Lloufo George ab und erklärte, das Amisserste fei eine Verlängerung v >a zwei Monaten. In der heutigen Sitzung werde die Entente hierüber eine endgültige Antwort erteilen. Bon der deutschen Regierung ertoar.e man. daß sie den Besitz von Massen durch Gesetz unter strenge Strafe stelle. Der Minister des Auswärtigen SimonS erwiderte: Der Ansicht, daß der gegenwärtige Zustand für Deutschland gefährlich fei, pflichte er bei, die Macht der deut- fchen Regientng sei infolge des verlorenen Krie ges und der Revolution beschränkt. Es fei auch felbst der starken englifdien Regierung bis in die letzte Zeit hinein nicht möglich gewesen, gewisse Entwassnungen vorzunehmen Am Schluß seiner Rede betonte Simons wiederholt die Notwen­digkeit einer längeren Frist.

Abba« der Preise?

Mrd die weitere Papierteuerung verhütet?

(Privat-Telegramm.)

München, 8. Ault.

Ter Abgeordnete Dr. Schltttenbauer, der tm längst in der Presse einen heftige» Feldzug gegen wucherische Papierfabriken unternommen hat, teilte demBayrischen Kurier" mit, daß seine Aktion nicht ohne Wirkung geblieben fei Wie er hört, soll auf den bereits in Aussicht ge nommenen neuen Zuschlag von 50 Psg. für das Kirlgromm vom 1. Juli ab verzichtet worden fein. Tr. Schlittenbauer erklärt, es müsse unter allen Umständen sofort ein weiterer Abbau der derzeitigen Papierpreise erfolgen.

Vertretern keinen Widerspruch hüten wollen, allem Sinn n nach bet Verwirklichung der Gc- Wenn foer britische Premtenmintster sich zu foer wallt foie Forforrungrn der Menschlichkeit ur.fo Aeußerung bewogen MMe: falls Deutschland RechttiMeit stoben Denn nach beim ist uns den Friedenspertrag nicht erfüllen wolle, sei folc seinerzeit die Beendigung drs nnscligen Krieges Konferenz überflüssig, so können wir ihm en:*--> - - *

bie Berufsarbeiter auf dem Gebiete foer gesund­heitlichen Wohlfahrt des AoLes, die Aerzte und beamtet en Aerzte. Rur wenn ein gut unterrichteter Aerztestand und gut aus- und fortgeblldete Staatsarzre foie Bemühungen der MefoiLinallbehörden aus dum Gebiete der öffent­lichen Gesundheit unterstützen, kann foie ösient- liche Gesundheitspfloge erfolgreich sein. Es rst deshalb eine bedeutsam» Ausgabe des Wohl- fcchrtsministeriums, die Ausbildung und dw Fortbildung der Aerzte und Amtsärzte im­mer aus foer erforderlichen Höhe zu halten. Dl« angechenfoen Aerzte müssen, um für bie Behänd»

cntwicklung der ärztlichen Berusswissenschast muß foie ärztliche AusbiVmng durch eine geeig­nete ärztliche Fortbildung bauernd ergänzt wer- r den, wenn der Beruf leistungsfähig erhalten werden soll. Es wird eine besondere Aufgabe , des 23ohlsahrtÄministeriums fein, die dagu not»

roenbiaen Einrichiunaen irrrfo Anstalten zu tr.-f. fen und zu unterstützen. Wichtig rst namentlich foie Ausbildung der Aerzte zu Fürsorge-, ätzten für bie Bekämpfung foer Tuberkuwse, 1 foer Geschlechtskrankheiten unlfo foer AWoholschü- : den, sowie für foie Säuglings-, Kleinkinder- und SchuMindersürsorge, für die Avbeitarfüvjiorge ia gcwerbLichsn Belieben nsw., endlich für die

Tätigkeit als Kournrurralarzt.

Ta die Aufgaben foer Mrdizinalperwaltnng uns dem Gebiete der sozialen Hygiene ganz erheblich gewachsen sind, muß auch foie Ausbildung der staatlichen Gesunfoheitsbeamten, her Kreis­ärzte, m sozialhygi.mischer Richtung ausge­stattet werden. Es ist in Aussicht genommen, für die Ausbildung der Kreisatztarwärter und Kommunalarztanwärter in der sozialen Hyg'cu« einschließlich der besonderen Vorderütttug für den Schnlarztdienst, UnterrtchtSstStten im Anschlüsse an geeignete städtische Ansstattea vnd Einrichtungen des Gosundheitswosens zu begründen. Die Fortbildung bet Kreisärzte! wird ebenfalls erweitert werden müssen. Um bie Kreisärzte zu befähigen, sich mit ihrer ganz-n Persönlichkeit her Pflege foer öffentlichen Ge­sundheit und foer sozialen Hygiene in ihrem streite zu widmen, ist es nötig, sie ans dem ärzt­lichen Wettbewevb und aus der freien PrariS herauszuheben und durch Vollbesoldung nuabhÄtgig zu machen. Nur so werden sie da» nnrinaeschränfte Vertrauen der Aerzte ihreS Amtsbezirks gewinnen, das für foie WiSsam- feit der kreis ärztlichen Lätigkeit unerläßlich ist. Aus demselben Grunde wird es aftrch nötig fein, die gerichisärztttche Tätigkeit mehr als bish'r von der krcisärztlichen zu trennen und beson­dere Gerichtsärzte anzustellen. Wird so bastle -efergt, daß foie BerufO-arbeiter auf dem Gebiete der öffentlich m GesundheitSpfkeae ht ihrem Wissen und Können auf das beste ausgerüstet weiden, so wird man ihre Leistungen auch ent- 'forechentd entschädigen müssen. Deshalb ist W Abänderung foer Gebühren für die Aerzte, Zahnärzte und für die beamteten Aerzte 'n Dorbertttuaa. wie die derzeitigen TeuerungS- u-rdb Gskfoberchäktn isse es erfordern. Don bet größten Bedeutung für bie öffentliche Gsfund- heiissgflege ist foie

Herauziehuna des LaienrlementS und von Vertretern der breiten Schichten bei BovSKeruna für die DorhrreÄung und Durchfüh« runa gcsunfoheiflicher Maßnahmen. Es tst daher in Erwägung genommen, für bie verschiedenen L-eistunaen der Verwalstma (Kreis-, Bezirks«, Zentralinstanzf Gesundhettsbeirät e M lchafsrn, die sich aus allen Schichten der BevÄ» kerung: Arbeitnehmern. Arbeitgebern, Landbe­sitzern, Vertretern der straukenkassen, Berufstzr- nossenschaften und VerssicherungsanstMen, Ver- wgltungAbeamten, GeiMchen Lehrern, Tech­nikern, Baubeamten usw. zusammenfetzen. AIS Gesundheitsbrirat für das SSoblfahrismiwste- rlum würde ein Lande syefundheiis»

W.t begrüßen ss, daß unseren Vertretern Ge­legenheit gegeben wird, ihre Auffassung über bt» Lage Trutschianfos und die militätischen Notwendigkeiten angesichts unserer Heu- tts-n, immer noch nicht ruhigen Verhältniisse dar- zuLegen. Wenn cs auch in diesem Augenblick noch nicht erlaubt ist, aus der Tatsache dies->r peeiönlichen Aussprache optimistisch« Schlüsse zu z-.eb-m. so darf man doch hosf.-u, daß die En­tente sich ein anderes Bild von den tatsächlichen Verhältnissen macht, als es sich ihr jetzt in ten- denztösen Berichten anscheinend spiegelt. Daß auch ein Zwcthmiderttausend. Mann. Heer tu Deurschbanfo eine ernstliche Gefahr für die Nach­barn, insbesondere Frankreich, bedeuten könne, kann ja niemand im Ernst glauben, zumal Frankreich jetzt datangeht, ein ledetzeit zur Be> rorischast stehendes Heer von etwa fünf Millio­nen Mann sich künftig zu schaffen. Wenn ti nicht die ausgesprochene Absicht unserer Gegner fern foll, uns um jeden Preis zu demütigen, dann muß unbedingt in dieser Frag: ein wei­teres Entgtg-nkommen Platz greifen.

' Dl-völlige Veränderung der Grundlage von Detiatlles muß aber mit im entscheidentsten PmtSte auch für die ftnanqiellen und wirtsckast- Itche'n Prolfleme in Sha erzielt werden. Die For- - wnuaen müssen in Einklang mit unserer Lei- '--^gsiähigkeit gebracht werden, lieber Selbstverständlichkeit sollte man augenblick­lich gar kein weiteres Wort zu vorlieren brau- chon Aber eS ift leider nur zu wahr, daß in den Augen unserer Gcgmor sich foie Dinae in Deutschland ganz anders spiegeln, als sie in Wnflichkeit sind Mit Recht haben foie deutschen Denkschriften geltend gemacht, daß wir heute intserer Produktionsauellen beraubt sind, derer Fcfolen mrS jegliche vositive Berechnung unserer künftigen Leistunasfährgkeit einfach zur Unmög­lichkeit macht. Man muß in Sfor tvieder real bergen lernen! Man mit ft sich oo>i form Rauch und Nebel von Versailles fvermtchen. Man muß aus dem Siegesgewölk heivibsicigen aers den Böden fort nüchternen Tatsachen Ter Lebens­wille und der Lebensmut des deutsiheu Volles

auSgeHlichen wurde, zeigte doch bie scharfe T'o'n'a r t Lloyd Georges, daß die Geauer sich als Diktatoren fühlen und von den deutschen Bettretern keinen Wtderfpruch Haren wollen.

zumal lassen sich aber nicht erdrücken. Reiche kömtut untergeben, aber bie Potter werben le­ben Man kann uns in ein Joch von Forma­lien und Verträgen spannen, man wird aber den Geist, der in uns lebt, nicht in Ketten zu sästa- gtn l.erwögen. Ein Sieger, foer es nicht ver­steht, die lebendigen Kräfte des gemerrfdrert Volkes sich zunutze ?u machen, vrrw'irtschaftet sinnlos kostbares Gut Abo: mit materiellen Gesichtspunkten allein ist diese ganze große Wel'» schicksolssroge nicht zu lösen Auch der Geist schafft es! Dva muß die Wende s.in itrob kann sie auch fein wenn über allen Grdanken und über

Sie Konferenz in Spo.

Glatter Derlatrf foer Derhanblnrrgen. fPrivat-Telearmnmtt

Berlin. 8. Juli.

Die ssrstrige Sitzung hat die Etwartungea der Optimisten teilweise bestätigt. Es ist von deutscher Seite sofort mit Tatsachen und bestimmter» Vorschlägen begonnen wor­den. Fahrenbach, Simons und von Seeckt haben gesprochen. Seeckt hat den richtigen Ton gefun­den. Die Lebhaftigkeit der Besprechrmgen hat der Sachlichkeit der Verhandlung keinen Abbruch geta.n TaS vorgestrige Gemüter hat Klarheit geschaffen. Ans dem amtlichen Beeickst geht her­vor, daß durchaus in der Plenarsitzung der Punkt ei reicht ist, tm dem die ganze Angelegenheit zur EMscheidung an eine Kommission von Sachverständigen reif »st Diese Kommis­sion tritt beute zusammen. Tort werden Foch, Henry, Wilson und die anderen militärischen Bevollmächtigten über nähere Einzelheiten be stimmen Bis morgen mittag zwölf Nhr muß ein gemeinsamer Vorschlag der Kommission der Plenarsitzung vorgelegt werden. Ich habe bett Eindruck, daß mmmehr die Derhaitdlungen auf gutem Wege sind. Es wird hier erzählt, daß 1 Lloyd George sich nach den gestrigen Berhand- > luugen für sehr befriedigt erklärt hat ES seien ' nun bestimutte Zahlen ttnb Tatsachen genannt 1 worden. Es lägen die bestimmten gewünschten Vorschläge vor. Am Tage vorher habe er nur leere Worte gehört. Ich glaube, daß wir weiter < kommen werden. Lloyd George war zu Be- ginn der Sitzung nicht ablolut eisig. Er er- ( schien als Letzter mrd nickte bei seinem Ein- ' tritt Simons und Fehreirbach begrüßend zu.

unmöglich, den unruhcvollen Zustand und dir ungewisse Lage für Deutschland und auch für foie übrigen Länder fortzusetzen. Es tic«t im Inte, esse Otter beteiligten Länder und Völker, fociß eine cügemeine europäische B eruh isuug Platz greift

Vl-jLimmte deutsche Vorschläge.

Berlin, 8 Juli. lDrivattelegrammtt Un- fer Sonderberichterstatter meldet: Zu Beginn der gestrigen Sltznng sprach Reick)skanfler Fehren- bach sein Bedauern ans, daß angesichts der Schwierigkeiten in der Entwaffmmgsfrage die Gegenseite nicht damit einverftanacn fei, die militärischen Hauptfragen im Zusammenhang zu besprechen- Minister Simons wies darauf hin, daß Deutschland hoffen dürfe, auch seiner seitS gewisse Erwartungen erfüllt zu sehen. Zu­nächst dürfe die Entwassnung nicht im ganzen Reichsgebiet gleichzeitig voraenommen werden. Sodann wäre es nötig, daß die Alliierten in wirtschaftlicher und finanzieller Hinsickst Deutsch­land Unterstützung angeveihen lassen. Ferner hege man auf deutscher Seite die Erwartung, daß die Entente foie Bemühungen Deutschlands, den Waffenschmuggel in dem besetzten Gebiet zu untorbinden, unterstützen werde. General von Seeckt zeiate hierauf an Hand mnfangreichen statistischen Materials, dessen amtlichen Charatter er einer Frage Lloyd Georges gegenüber betonte, den gegenwärtigen Stand der Entwafs- nung, sodamr der Zerstörung des Ma- terials. Er betonte, daß ein Termin von einem Bierteliahr notwendig sei, und zwar vom 1. Oktober 1920 ab. Bierteftährftch sollen zehn­tausend Mann, sväter vierteljährlich dreißigtau- feno Mann entlassen und in demselben Mas?e b-e Brigadestärke herabgesetzt worden. Ge­wisse einzelne Fragen sollen mit den militäri­schen Tachverüänforgeri auf der Gegenseite in be­sonderer Beratung besprochen werden.

Parts, 8. Juli (Eigene Dr ihimelfour.g.f Den Pariser Abendblättern zufolge mrzcichriet foer SiMitoncT »Daily Gravhic* das in polttischeu Streifen Loi'lfovns umgemnd- Gerücht, fonß die französische Regurung Maßnahmen füi foie Wrsderblsttzuny Frankfurts und Umgebung, das heißt Mannheims unfo Heidelbergs für nächsten Samstag treffe, da es jetzt wepl sicher fei. daß bis zu foi.ssem Tage bie Entwaff­nung der Reichswehr nicht durchz-nsthrt sein werbe. (Solange in Spa verhandelt wirb, ift sicherlich nicht an die Verwirklichung foer fron« zösische-n Drohung zu denken, aber bas in Lon­don uimgehenibe Gerücht kennzeichnet deutlich den dröhestbM Ernst der Lage.)

Die Weltgeschichte schreitet unerbiMch ihre B-ahn! Das Schicksal der Völker wechiselt wie d-erS Meer in Ebb« und Flut. Mir sind im ticf­it en Tale und wir seufzen nach der Höhe und dem Licht. Pie ist ein Mort im Leben foer Völker ernster und wahrer als dieses: Wer steht, sehe zu, daß er nicht falle! Ein ernstes Lsirnetekel für die Ententelstnder ist die auaenhsickliche m i l i - 'tärische Lage Polens/ Polen ist unmst. telbüT in Gefahr, von den ftarfen und wie foie serchp-evstäindigen Bericht« üdereinftimmend lckuten in MdSigozeichneter Diszipttn sich be- flNbttchen bolschowistischen Truppen überwälltar zu werden. Ws eine Sll>icksalsfügung möchte man diesos (SreigmS angesichts der Konferenz von Spa uitib des Geistes, der nad> dem Wunsch und Willen einiger Biächtiaer auch dort noch ob­siegen soll, betrachten Die Flammrnischrift an der Wand! Es bi elfte nicht vergessen werden, daß als her einzig wirksame Wall gegen die rote FlM sich bisher immer »noch Deutschland trotz seiner entsetzungSvvllen Lag« eowiesvn hat. Die­ses Deutschlatch nach innen und auß m entwaff- nen und vollständig wehrlos machen zu wollen, wäre Wahnsinn. WuS foer Tatsache, baß foie En- tentebertrettcr in Spa neue Vorschläge be» Reichswehvministers wünschten, konnte man schließen, daß sie, entgegen den von der frangö- sischen Presse verkündeten Mittelungen, mit Deutschland doch noch über die Emiwassnungs- frage verhanbeln wollen.

näcksste Zeit nicht in Aussicht genommen fei. ,ie ____________ _______ __

Auch die Herausrmhme inlöndifcher Lebensrnittel ist daher auch die besondere PMcht deS Wohl- den bisl^.igen RatlonierungS -Bor- fahrtsminksterrurnS, diese Heilstätten zu «rtwik- schnsteu werde zum Herbst nicht vorbereitet. Ifctn und nutzbringend ru machen fco Srttereffe