Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung
dnfertioneprtift. a) 6tn6etmtfd>e Auftrage: Di- -tnsp-lrig- Anzeigen-Zeile M IM, die einspaltige Reklame,eile M. 2.50. b) «uSrodrttge Anftcag«: Die einspaltige Anzeigen,eil« M. 1.20, di, einspaltige Retlamezeile M. 2.75, alle» einschließlich Teuerungszuschlag und An,eigenfteuer. — Für die Richtigkeit aller durch Fernsprecher aufgegebenen Anzeigen, forote für Aufnah nedaten und Platze kann eine LewLhr nicht übernommen werden. — Druckerei: Schlachthofstr. 2SM. SefchäftSstelle: Sölnische Str. o. Telephon Sir. 951 u. 962.
Nummer 152. Fernlvrecher 951 und 952. Dienstag, 6. Juli 1920. Fernsprecher 951 und 952. 10. Jahrgang.
Die Rarfeier Neuesten Nachrichten erscheinen wöchentlich sechsmal und zwar abends. Der LdonnementspreiS betrögt monatl 5.00 Mark bei freier Zustellung ins Haus. Bestellungen werden lederzstt von der Geschäftsstelle oder den Boten entgegengenommen. Druckerei, Berlag und Redattion : Schlachthofstrabe W/Sv. Für unverlangt eingesandte Beiträge kann die Redaktion eine Verantwortung oder Gewähr in keinem Falle übernehmen. Rückzahlung des Bezugsgeldes oder Lnlprüche wegen etwaiger nicht ordnungsmäßiger Lieferung ausgeschloffen.
Schnelhugverkehr durch Meldeulschland.
I
Rachepokitik ganz Europa ins UnqWck stürz-m. Wir alle aber, die wir in diesen Tagen nach Spa blicken, wollen unsere Herzen wappnen, damit die Schicksalsentjichrtdung, möge sie günstig oder ungünstig sein, uns auch einig sirrdo!
schreibt das Blatt, Russland als begeisterter Bolschewist betreten und hat es als überzeugter Amerikaner wieder verlassen, der für die Demokratie eintritt und die komm»- nistische Doktrin schärfstens verurteilt. Er hatte Gelegenheit, Rußland eingehender zu erforschen, als dies einem anderen Berichterstatter im letzten Jahre möglich t£r. Lr sagt unter anderem: Der Bolschewismus hat in Rußland versagt. Clahton hat in Petersburg di« als Anarchistin aus Amerika ausge- wiesenr Emma Goldmann ausgesucht. Diese erklärte, sie habe vom bolsrl>ewistischen Russland genug «nd sei zur Ueberzeugung gelangt, dass das beste Heilmittel g e g e n den Bolsäfewismus eine Reise durch das bolschewistische Russland sei.
vom Bolschewismus geheilt.
Ergebnis einer Steife durch Russland.
(Pvivat-T elegromm.)
Frankfurt a. 5. Juli.
Der Berichterstatter der „Chicago Tribüne", John Clahton, war von seinem Blatte nach Rußland gesandt worden und veröffentlicht nun
Sie Konferenz in Svs.
Ankunft der deutschen Abordnung.
(Eigene Drahttnekduna.)
Spa, 5. Juli
Der Sonderzng mit der dentschen Delegation kam am Sonntag nachmittag ohne Zwischen fast in Spa au. Ter Bahnhof war militärisch gesperrt. Die zahlreiche, ausserhalb des Bahnhofs erschienene Menge verhielt sich schweigend. Die Delegation wurde im Zuge außer von dem Ge- neralsckretär der Kons, .-uz, Jaquenin, von bau Grafen Ducatel im Namen der belgische» Regierung begrüßt. Die Delegation begab sich sodann in StaatSantvmobilen in ihre Mstcizrquarirere — Fortgesetzt treffen weitere Delegationen ein. Gemeinsam mit den Vertretern der deutschen Presse kam der Chef der en^ischen Delegatton in Berlin, General Malrolm, in Begleitung mehrerer Offiziere hier an. Bei der heuttgen ersten Besprechung der Staatsmänner wird das Avbettsprogramm der Konferenz festgesetzt.
Menet Weftoft-Brrkehr.
Schnellzüge durch Mitteldeutschland.
(PMab-Tekogvamm.)
Leipzig, 5. Jul,.
Eine bedeutungsvolle Verkehrstagung fand auf Einladrmg der Handelskammern Frankfurt a M., Hanau und Breslau dieser Tage auf dem Leipziger Hauptbahnhos unter Vorsitz der Handelskammer Leipzig statt- Zur Erörterung stand die Frage der Schaffung eines Westostver- k e h r s butth Deutschland unter Anschluss an die bestehenden außerdeutschen Flugverbindungen. Vertreten waren unter anderem sünn- liche sächsische» Handelskammern, sowie die Handelskammern u. Stadtverordnetenversammlungen von Frankfurt a. M., Leipzig, Breslau, Schweidnitz, Erfurt, Wiesbaden, Mainz, München und Bayreuth. Der Vertreter der Handelskammer Frankfurt a. M. und Hanau führte aus, daß die von der Entente geschaffene Schnellzugsverbindung Paris-Warschau mit ihrer Um- aehung DeutsMands die Veranlassung zu der Tagung gegeben habe. Es gelte jetzt di« Schaffung einer Mitteldeutschland von Westen nackt Osten mit kürzesten Fahrzeiten dnrchschnei- oenven Eisenbahnverbindung. Der Weg führ« über Thüringen, Sachsen und die Lausitz. Rach einer außerordentlich lebhaften Aussprache fasste die Versammlung fchgcndr Entschließung: Die Versammlung fordert je ein« durchgehende Schnellzugsverbindnn« mit kürzesten Fahrzeiten von erster bis dritter Klaffe auf den Strecke» Wiesbaden, Mainz, Frankfurt, Er. furt, Leipzig, Dresden, Breslau, möglichst bet Tage mit Anschlüssen einerseits an die auSläudk- schen Verbindungen, andrerseits an die anschließenden inländischen «trecken. Der anwe- sende Vertreter der Reichseisenbahnverwaltung erklärte seine Bereitwilligkeit, die aufgeworfenen Fragen dem Reichsverlehrsminister znr weiteren Prüsimg zu unterbreiten.
Sie entWigungsfmnme.
Der Streit nm die Verteilung.
«Kgener Dnchlverichk.)
Paris, 5. Juli.
Die französische Presse scheint die Streitigkeiten Wer die VerteiLmg der deutschen Kriegs- entschSdigung jetzt awßerordeniKch M beklagen. Ne HM hervor, daß man vor all«» Dingen darauf hinarbeften müsse, daß Deutschland überhaupt bezaMe. Bevor eine dahin - gehende ErkWrung nicht vorhanden sdi, habe eS gar keinen Zweck, sich über die Verteilung der Summe zu veruneinigen. Dor Politiker Gustave HervS weist daraus hin, daß die französischen Po- Wker Deutschland noch immer fo betzandeür, als oh es das 2anfc vor dem Kriege sei. Man mässe sich aber vergegewvärttgen, daß Deutschland durch den Krieg ungeheuer an Reichtümern
Der deutsche Standpunkt.
Berlin, 5 Juli. (Privaitelegttnnm.) In der Besprechung der Ministerpräsidenten der E i n z e l st a a t e n, die vor der Abreise der deutschen Delegation nach Spa in Berlin stattfand, wurde dem Reichskanzler Fehrenbach einstimmig die Zustimmung der Ministerpräsidenten ausgesprochen zu dem Entschluß des Kanzlers, nur dann an der Konferenz in Spa teilznnrhmen, wenn die deutsche Delegation mit gleichen Rechten wie die alliierten Delegationen zngelaffen ist
Poluifch-rMche Kämpfe.
Die Polen sind in Bedrängnis.
(Eigener Drahtbericht.)
Wien, 5. Juli
Don zustäichiger Stelle verlautet, daß die mi - litärische Lage der Polen als ernst aber noch nicht als verzweifelt angesehen wird, jedenfalls steht fest, daß die Wiener Gesandtschaft schon seit einigen Tagen ohne jede Nachricht ist. Man weiß noch nicht, ob Ministerpräsident Grabski mit seinem Verteidigungsrat eine parlamentarische Körperschaft oder eine neue Regierung bilden wird. Zweifellos ist richtig, daß maßgebende polnische Staatsmänner um ihre Entlassung gebeten haben. — Da die Polen die Brüsseler Ententekonferenz um Hilfe gegen die Bolschewisten ersucht haben, befaßten sich die militärischen Delegierten bereits mit dieser Frage. Frankreichs Vertreter sprach sich für die Unterstützuna der Polen gegen die Bolschewisten aus, damit diese nicht durch Galizien durchbreche» und in Polen eindringen könnten
Die Bolschewisten rücken vor.
Wien, 5. Juli. (Eigene Drahtmekimng.) Nach einer hier eingetroffenen Meldung haben die Dowiettruppen Lemberg erobert. — Nach weiteren Berichte» von der Front sind die roten Truppen in Minsk eimnarschiert. — Aus Südrußland wird gemeldet: Odessa ist von den Ukrainern und Polen geräumt.
Hohes Gras-Feft.
Dreissig Jahre Hohes Gras-Turm;
Das gestern anlätztirh der Erinnerungsfeier HU das 30 jährig« Bestehen de» Turmes auf dea, Hohen Gras S>»m GebirgSderein veran.
Haltet« Volks, und Heimatfest verlief in jeder Beziehung niustergtltig und vorbildlich. Unfer jum HohenLraSentfandterMitardeiterderichtetdarilder; Um die MittagWmtde schewrt's, als oh alT die ldngerwoigenen schöllen Pläne zu Wasser treiben, fallen. D^fschwarze Wolken geben sich <rm Himmel ein bedrohliches Stelldichein. In eigentümlich lvässc rig-ge tbgritTieti Schein ge- taucht, liegen die Bannsberge, der Brasselsbcrg und WÄHÄmshlöihe. Toch^ ftohe Wanderwelt läßi sich du-rch Wettertücken nicht erschrecken. Mit Lau- tenkkang zieht die Jugend dem Hohen Gras entgegen. Die Mitglieder das Hessischen Gebirgs- vererns sind unverkennbar. Lachend wird der
aufgeweichle Weg überwunden. Wen am Turm herrscht schon 'fröhliches Leben. Schmetternde Blechmusik empfängt. Es sind Angehörige der Henkel-Kapelle Der dreißigjährige Turm hat ein hübsches Festgewand angelegt. Tannenkränze zieren ihn und hessische, Kasseler Fahnen. Longe Wimpelschnüie ziehen sich von der Kreme 7nm Sockel herab. Viele Schilder rufen den Wandergrutz „Frisch auf!" entgegen. Von allen * Seiten strömen indessen neue Aaste heran. Die i Herkules-Bahn mußte Doppelanhänaer führen. , Auch viele Landwirte kommen zur Feier. Stadter und Landvolk sind einträchtig vereint. Bald ; gcht's ein fröhliches Gewimmel unter den grü- i »enden Buchen. Zeltbahnen und Baumstümpfe ■ dienen zur Rast, dieweil die vielen Sitzgelegen- Herten länmt nicht ausreichen. Sogar eine Hängematte. wird angebracht. Zum Brech«» voll ffrs in der Tnrmwirtschaft. Ab und zu kommt die . Sonne heraus, und dann bietot sich vom Turm i aus eine prächtige Fernsicht. Heber Marienhagen her winkt sogar Schloß Waldeck. Ringsum lachende Berge, Wald und Wölken und Him- melsblau. Es wird bereits wieder warm. Hn» : icrin Turme lagert sich eine Horde Wander- ; Vögel. Jungens und Mädchen. Von dort her singts und köingtzs den ganzen Nachmittag und sorgt immer aufs Nene für das, was allgemein Stimmung genannt wird. Gin Hornsignal und über dem Turmzugang sichend, spricht Lehrer K l e i m markig und seinpointierend einen ideenreichen Prolog aus des Heimatdichters Valentin Traudt flüssiger Feder. Darin erzählt der : Turm vom Hohen Gra und was er sah und . sicht. Stolz klingm die Worte:
Als erster will ich euch die Kunde bringen Wenn über Wetternacht steigt neues Licht, Wenn sieghaft klirrend unsre Ketten springen, Der Freiheit Sonn «.durch die Wolken bricht.
Da bricht auch wirssich die Sonne durch schimmert in Den Buchen, küßt den Gcburtsiags- tnrm, belebt das Bild, das der Festplatz bteiet, und geht erst wieder fort, als hinter den west- lichen Wäldern ein glühender Ball untertaucht „Bergauf!" So der Ausklang des Vorsprucbs. Dann singt der stattlich vertretene Kasseler Männergesangverein, vom greifen Konstantin Schwarz mit Jngendfrtsche gelei- tet, Wander- und Wakdlieder — mancher der Sänger war schon vor dreißig Jahren dabei, als der Turm bei einer genau so sengenden Hitze wie am Sorenabend geweiht wurde, — und von der- Kien Stelle, die den Vorfpruckr ents.iodte, spricht erste Vorsitzende des Hessischen Gebirgsver- eins, Jnsttzrar Wenning. Das deutsche Volk, io verkündet er. har jetzt den Weft und die Bedeutung des Wanderns begriffen. H-essische Höhenluft der unser kürzlch verstorbener Heinrich Bettelmann einen Altar errichtet, muß man geatmet haben, nm den Reiz des Wanderns zu verstehen. Von den Männern, di? einst den Turm auf des HabichtAvaldes höchster Erhebung geschafscn, ist nur einer noch an leitender Stelle, das Ehren-mitglied Privatmann Lorenz. Er befindet sich unter den Festteilnehmern. Für die Bevölkerung von Niederhessen und Kassel gewann der Turm außergewöhnliche Bedeutung. Er ist ihr lieb und wert geworden, ja ans Herz gewachsen. Und wie er ans dem grünen Kranz der Buchen herauswächst so wurde er neben dem Herkules ein Wahrzeichen von Kassel. Brausend wird das „Frisch aufs" Mr de» Hes. irschen Eebttgsvercin cmsg'nomnien Der Redner rennzrichnet noch die großen AufArbeu des Vereins: Ergänzung und Erweiterung derWege- bezeuhnungen und Rcuerrichtung verschicdener Anssichtstürme: Aucnbcrg, Heiligenberg, Al- Heimer — auch der vorn Odenberg fängt kchver an zu wackeln. Für den Pentersrück, r Turmbau- Fouids üb erwies Herr Friedrich Stück als Festgabe 300 Mark — solch Beispiel mahnt zur Nachahmung! Tie wirbligste Auf gab« aber ist di« Förderung der Jugendherbergen. Dieser schön, n Sache dient später ein» Sammlung. Sie krängt 150 Mark. Freirdig bewegt sagt Turn- inspektor B-mlnna:t zu mir: „Da können wir wieder sieben Betten kaufen!" Auch Künstlerpostkarten werden für die Jugendherbergen verkauft. Sic kindn» willige Abnehmer.
Nun wickelt sich das Programm Ar rcffcher
Um imfer Schicksal.
Die Tagung beginnt.
Am heutigen Montag findet die Zu-sammm- Ornst der deutschem Delegierten mit den Vertretern der Entente statt, um die Tagung zu beginnen, von der Deu.schiands und vielleicht Europas Schicksal abhängen wird. Um sich von der Bedeutung und der Tragweite t>cr Verhandlungen in Dpa einen rechten Begriff machen zu können, muß man sich vergegerftvärtigm, was dort »rr ^Debatte steht. Es handelt sich um zwei Grundfragen. Die erste betrifft die nähere Festlegung der im Friedensvertrtg von Versailles nur im allgemeinen Rahmen nmschcrobmen E r> t s ch ä d i g u n g s su nr m e a» die Alliierten. Die zweite wichtige Frage betrifft di« E n't'- waffnung Deutschlands In Spa soll also erst im einzelnen sestgelogt werden, was in Versailles in einer Skizze beschrieben wurde Spa soll die Folgerungen aus Versailles ziehen In Spa sMeu die Einzelheiten dessen ssstgelegt werden, was wir schon im Ganzen auf Grund der Devsailler Beschlüsse als unerfitlübar bezeichnen mußten. Aus-sührungsbest:mmungen zu einem unnlöglichen und mterfüllbaren Verlangen sind unsinnig. Aber diesen Widersinn kontraktlich sch- legen, schicken sich in der Tat die Alliierten in Spa an. Dort wollen sie alle Verpflichtung' n tut einzelnen genau fest legen, die in allgeutetnen Formeln tn Versailles unter dsm Druck der Zwangslage von uns mit unserer Unterschrift gedeckt wurden.
Daraus ergibt sich die ungehsuve Bedeutung von Spa. Gewiß werden wir formell als gkeich- herrchttgte. als paritätische Konscrcnztrilnebmer betrachtet. Oh wär aber auch als fcilch: behandelt werden müssen wir erst einmal ab warten. Die Stimmung tn Frank'' eicb ist mach" Nicht e,re. gegen Deutschland geworden. ' Man fordert dort heute genau in der gleichen Weise ein Diktat für Spa. wie man es seinerzeit auch für Versailles verlangte. Frankreich hak es aus ix» Truck jener Kreise drtrchgesetzt, daß. von der, von England und Italien gehegten Absicht, von Deuifchlcnrd eine bestimmt festgel-rgte Summe an« gusordern, abgewtchcm wurde. Dian will uns nun auf eine Reihe von Jahrzehnten hinaus jährliche Milliarden-Anflagen ansinnen. Damit soll Deutschland in eine dauernde knechtische Abhängigkeit zu den „Siegern" gebracht werden. Nmti sind wir heute al'er in einer anderen Lage als vor einem Jahre. Gewiß sind wrr einem WaffenAwang aegensiber völlig webrloZ Aber Deutschland hat gerade im verflossenen Jähr? den ehrlichen Willen an den Tag gelegt, einmal ülbernommeite Verpflichtungen nach besten Kräften ,zu erfüllen. An dem Punkte der Erfü llnmgs u mnögkiäckeit muß es nun aber eine Grenze geben.
Dieser Standpu-nkt ist auch int Reichstage, von den llvahWingigen abaeseben, eininütia zum Ausdruck gekommen. Di« Parole, daß die Re- gievung in Spa Ansprüchen, die absolut nicht erMt werden können, ein entschiedenes „Netn entgegensetzen müsse, wurde von fast Een Partiten aufgenommen. Wir verkennon nicht, daß wir, wenn die Gegner iats.ickrlich auck» jetzt wieder dMieren wollen, in ein« sehr emstr Lage g.bracht werden würden. Das gilt iowvhk Mr die Finanz- wie für de EntwaffnunvSfraae. Wurden wir aber auch jetzt, da es sich nicht mehr um allgemein umschriebene Verkan^n mid For- dviunMn, sondern um in ihren Wirkungen uns Konftquenzen im einzelnen abzuschätzende Ansprüche handelt, dc-n Drobuugen und dem Druck der Gegner weichen, drnn würden wir nichts in unserer Lage gebessert haben. Wir würden dann tn lednn Augenblick, in wllchnn wir ancb nur arecm Seil der neu übernommenen nn-rfülldarm VeLpflichürngen nicht nachfemmen könnten von 22^ Sc6ett Werben, um schli-Wch erhchmlich ÄA Minnde zu geben. Wenn man uns dieses SejJ^mt bereiten will, dann wollen wir uns
uns sekber und vor der Geschichte den CV. . , ' . . * , "11't■ unsere eigen?
dahin kommen müßte, deutschen Volkes. Ver- -lüllt werden müssen, unter aü...nlim^aiid-n zu erfüllei: zu such»-», wie m* ™ C! Bereitwilligkeit Deutschlands, Wiedergutmachung der Ä im tttohbT” ^Eckiäden i-och Möalicheit miizuw lrken, krirz an d?r V ertraaS- treu« der Deutschen kann es nicht den SeSefien geben. Fehrenbach und dir^i,7«^ &» einen ichn»eren Gang narb Spa ^tan Ist dürfen aber überzeugt fein, daß das tn ieiner eitorüdciroen Mehrheit mtt peiM» Herzen bei ihnen und thrmt o»irken we-lr. Wnm der Appell an die Einsicht nnfer™ Z^ .Mtch'.los bl,ebe, wrnn sich Fraukrilch nicht von dem Wahn, befreit daß rtn zutiammengebrockunes, zahlunasunfäbw-s
Waffen- und wchrsches r. ■<» nrcht nur nichts nützen, sondern es selb « iL-ch ,!Ul jn den Abgrund reißen wird, dinä freilich mog-r di« Verantwortung für die Folaen : au: rar Häupter derer kommen, die mit ihrer
eingebaut habe und man muffe danach in seiner Zeittma feine Eindrücke. Er Üat, hsudeüe Mid die Kordenmye- ermüßtzgem
Die Haltung der Alliierten.
Rotterdam, 5. Juli (Eigene Drahtmeldung.) Die Lmstwncr „Daily News" mekdrt: Lloyv George hat vor seiner Abreise nach Brüssel MAgki«v«r der englischen liberalen Partei und der Arbeiterpartck empfangen. Er gab ErMrun- gen cch, wonach er in Spa di? Einigung zwi-- schen den Alliierten und den Deutschen zu erreichen bestrebt fein werde. Seine Äussühnm» gen fanden die Zustimmung der Parteivertreter. — Die Parrscr „HmnanitS" erfährt, daß die französischen Delegierten nach Spa mit bindenden Instruktionen des Ministeriums ab« gereist sind. Tas Blatt fragt, ob man bei dieser Sachlage der Verständigung mit Deutschland näher vomme, müßten die alliierten Staaten selbst entscheiden — Reuter meldet ans Rom: Der italienische Ministerpräsident Gtokrtti hat auf He Reffe nach Brüssel und Spa Wegen drüngender Abhaltung verzichtet.