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MisuenMeu durch Plünderungen

Minister Dr. Braun betonte, daß vom Ministe-

darüber und b>

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er er­

braust). Bister wurden drei Tote und z«hlreist>e

der Belagerungszustand über Lübeck verhängt und gleichseitig die Einwohnerwehr alarmiert. Das LandesversorgungSamt und die Betriebs räte der Lübecker Werke setzten die Lebens, mittelpreise bedeutend herab. So wurden die Preise für Cfcft und Gemüse um dreißig bis vierzig Prozent, für Fisch« um fünfzig Prozent verbilligt. BiS Mitternacht waren srchsund ochtzig Verhaftete im Polizeigewahrsam ein. geliefert worden, darunter einige Russen und Frauen, die die Menge zu Plünderungen auf gefordert hatten. An der Nacht waren die Stra­ßen infolge der Verhängung des Ausnahme zustande^ menschenleer. 52 Verwundete sind in den Krankenhäusern eingeliefcrt worden.

Hum alles geschehe, mn die Wohnungsnot, wegen des Kohlen- und Brcnnftosfmängels schwert werde, zu bekämpfen.

die er-

Sefterreichische $lonatt6i#en?

Enthüllungen in »er Schweiz.

(Eigener Drahtbericht.)

Schreckliche Finanznot.

Troße Schuldenlast und endlose Ausgaben.

(Priv at-T elegramm.)

Beschluß des Aeltestenrats.

Berlin, 1 Juli. (Prcvattelegr.rmm.) Der Aeltefrenrat des Reichstags hielt gestern eine Sitzung ab und einigte sich dahin, daß- bei der AnSsprache über die allgemeine politische und finanzielle Lage des Reiches von jeder Frak­tion ein «v e i t e r R e d n e r zu Worte kommen soll. Taurit wird der Plan, die Beratungen in dieser Woche abzuschließen, hinfällig.

Ausschreitungen in HambMg.

Hamburg, 1. Juli. sDrtyatlckliigcamm.) Hier ist cs gestern spät nachmittags zu vereinzel­ten neuen Kundgebungen und Ausschrei­tungen gekommen. In den Vorstädten Sk. Pauli und Bahrenfeld versuchte die Menge von neuem die Geschäfte zu stürmen. Sist-erheits- wehr vertrieb die Demonstranten und nahm eine Anzahl Verhaftungen vor. Die Nacht ist ruhig verlaufen. Heute früh wird in vielen Be trieben Altonas nicht gearbeitet, um die Zurück- nähme der Reichswehrtruppen zn erzwingen.

Schnelle Unterzeichnung.

Der verdorbene Friedensvertrag.

Es ist in letzter Zeit die Red; davon gewcse.l, daß T-uvschlaiw durch feine zu rasche Berei'wrl- Itgjeit zur Unterzeichnung des Versailler Ver­trags im vorigen Jahre sich selbst die beft n Sluisstchlen verdorben habe. Als der Vertrag to«n Allvierlenrat ackgefaßt wurse, habe Frant- reich zwar weilg- hendc Forderungen ' gestellt, aber die anderen alliierten datiert ab»

Berlin, 1. IM.

Im HanSHaltsausschuß des Reichstages gab bei der Beramna des Rot-Etats Retchsfinanz- minister Dr. Mrth ein trübes Bild über dir schlimme Finanzlage des Reiches. Zweihundert- Mnfundsechzig Milliarden Mark Schulden, dazu eine Menge großer Ausgaben und weiteres Verlangen um Gewährung von Reichsmitteln für alle möglichen Zwecke. Die Regierung wird sich heute im Plenum darüber äußern. An die Forderung von vierhundertsünfzig Millionen Black für Wohunngszwecke knüpfte sich eine längere Aussprache., in der ReichSarbeits

Sie Teuerumrstawalle.

Schwerer Schaden der Lübecker «-schäfte. (Privot-Telegramm.)

Lübeck, 1. IM.

Die gestrigen Plünderungen nahmen int Laufe des Tages größeren Umfang an. Sie dehnten sich nach und nach auf die Geschäfte fast sämtlicher Branchen auö. Allein >n dem großen Warenhaus von Rudolf Karstadt wurden M i l l i o n c n w e r t e geraubt. Sämtliche großen Spiegelscheiben wurden zertrümmert und die Menge drang von allen Seiten in das Kauf­haus ein. Auch die S ch u h l ä d e n der inneren Stadt find fast ausnahmslos geplündert, des- gleichen die Geschäfte der BekleidungS- brauche. Die Scherben von Hunderten von Schaufenstern bedecken die Straßen. Die Poli­zei machte wiederholt von der Waffe Ge

der Großstadt auf 11 Uhr ausgedehnt worden. Der Deutsche Gastwirtstag in Frankfurt hat be» schlossen, dahin zu wirken, daß die Polizeistunde einheitlich für daS ganze Reich aus 2 Uhu nacht- festgesetzt wird. Das Beste ist, abzuwarten, wel, chen Erfolg die dieSbe-üglichm Schritte zeitigen. An der Aussprache beteiligen sich Wetter Richter! Göttingen.. Hikdemann-Mavbnrg. Kkippert-Wal- . bau und Schneider-Kasiel. Es kommt zum Aus. druck, daß die Polizeistunde viele Freunde hat. wenngleich sie natürlich jetzt zu früh ist. Aber der alte Zustand möge nicht wiederkehren, daß sich der Wirt bis morgens früh einigen Starten» spielern wegen hin setzt. Der Beschluß dcS Vsr- baNdstages geht dahm. den Frankfurter Schritt zu unterstützen. Interessant gestaltet sich die Aussprache über einen von Hildebrandt Göttingen begründeten Antrag für Aufhe­bung der Zwangs bewirtfchaftung von Fleisch. U. a. berichtet Holzhauer, Kassel über eine Unterredung an maßgebender Stelle. Auch die Behörden hegten den Wunsch, bald von der Zwangswirtschaft koszukoinmen. Augenblicklich sei es aber noch nicht möglich. Nach Grenzebach-Kassel ist die Zwangs­wirtschaft bereits zvsmnmengebrochen. Wird sie t aufgehoben, wird der Landwirt wieder für die

Tagung der Gastwirte.

Mitteldeutscher Gastwirte. Verband. I v Zwangswirtschaft und Polizeistunde.

Bebra, 1- Juli.

Der Himmel über dem stadtähnlichen Bobrs weiß nicht, ob er lachen oder weinen soll. Eine dumpfe Schwüle kennzeichnete die letzten Tagt des Rosennumdes. Düstere Wollen ziehen hin und wieder über die Sonne. Der Ort selbst aber stecht int Zeichen eines Kongresses. Der Mit. teldeutsche Gastwirte- Verband hAtz als Gast des Wirtevereins Kreis Rotenburg hier seinen 26. Verbandstag ab. Schon am Montag kamen zahlreiche Abgeordnete der Mrteversin« teils weit hei ins geschmückteDeutsche Haus", wo sie im Hotel des Kollegen Auch emp­fangen werden. Dann gibt's bei Rchs im Gast­hof Röse eine ernste Vorstandssttzung und vor­gestern früh beginnt im Beck'schenFrankfurter Hof" auch er wie alle anderen Gaststätten des gastfreien Ortes mit Guirlanden nnd Willkomm' schildern geziert die Hauptverhandlung. De, Saal ist dicht besetzt.. Als Vertreter der Behörden erschienen der Landrat von Rotenburg und die Bürgermeister von Rotenburg (von Kupsz) so­wie Bebra. Der RotenburgerEngel"-Wtrt Schirmer. Vorsitzender des Kroisvereins ent» bietet freundEiche Gruße und Verbandsvorsitzen, der Rcttskeller-Wirt Hartleb- Kassel eröffnet die Tagung. Er verweist dabei auf das Unge­mach, dos das Wirtsgewerbe gerade in der letz­ten Zeit mit der drückenden Steuerschraube durch» zumachen hat und avvelliert an fr'# Wirpe. tttoer. zagt und vertrauensvoll in die Zukunft zu sichen mit dem Treugelöbnis des Verbandes: Alles für und durch die Organisation! Landrat Geh- Re. gierungsrat T u e r ck e heißt die Tagung im Kreise Rotenburg willkommen und bemerkt rn der vom Vorsitzenden gekennzeichneten schwieri­gen Lage im Wittsgewetbe: Es ist bedauerlich, daß gerade der ordentliche und solide Gastwirts, stand unter dem Krieg und seinen Folgeerschei­nungen am meisten zn leiden hot. Es sei nur hingewiesen auf die Schwierigkeit, die Speisen und Getränke für die Gäste zu beschaffen. Wenn, was Gäste verlangen, nickt geliefert wird, so ist es zu verstehen, daß ans Quellen geschöpft wird, die nicht gerade erlaubt sind. Die Preise dies« Sacken haben gegenwärtig einen derartigen Hochstand erfahren, daß sie das Publikum kaum noch zahlen kann. Darunter muß der Gastwirt leiden. Dazu kommen noch die polizeiliche« Maßnahmen, die da Gewerbe einschränken und einschnüren. Vorzugsweise fällt dabei die Fest­setzung der P o l i z e i st u n d e ins Auge, die das ginte Reich erfolgte und Eiuschrünkunaen im Gefolge hatte, die das Maß des Zulässigen hinausgehen. Den untergeordneten

Polizeibehörden und Landräten " ist direkt verboten, eine Ausnahme zuzulassen Dann begrüßt Bürgermeister Kraffke den Verbastdstag int Namen von Bebr» Er hofft, daß die Derhandlungen einen anregenden Ver­lauf nehmen und auch den Behörden einen tie­feren Einblick in die Sorgen des Wirtestander gewähren- Zunächst werden hie vorliegenden Anträge erledigt. An erster Stelle steht ein fol» cher von Hanau, der die Polizeistunde be­trifft und eine einheitliche Festsetzung für das ganze Reich wünscht. Auch anderwärts ist diese Forderung bereits erhoben worden. Di« lebhafte Ausfpvache führt Gaumtz-Hanau an. Er stellt fest, daß aus dem Lande fast durchweg nm 10 Uhr. in der Stadt um 11 Uhr abends Wirt- schistsfchluß ist. Vorsitzender Hartleb teilt mit: In einzelnen Landkreisen auch Kassel ist kürzlich die Polizeistunde in Orten in »er Nähe

Besonnenheit in Frankfurt.

Frankfurt a. M 1. Juli. (Privrttelegramm.) In einer Roche auswärtiger Dläti r wurden di: liixttt itienften nnd unwahren Gerüchte über die Frankfurter öffentlichen Kundgebungen gegen cie bihcn Lebensmittelvietse verbreitet. Man las darin, daß Kaffeehäuser geftürtrt und die Gäste mißhandelt worden feien, daß Plünderun­gen stattgeftniden hätten und ähnliches mehr. Hier weiß man nichts von dem. Tie hiesigen Blätter hecken übereinstimmend gnneldet. daß die Kund-'g-ckungen in gemäßigter Form verliefen. Es ist nirgends zu Ausschreitungen ge. fr atmen. Don Plünderungen und Unruhen wir in anderen Stödten ist keine Rede. Die hiesi-re Arbeiterschaft ist gut diszipliniert, und wo sich Anfänge von Ausschreitungen bemerkbar mach-, len, traten sofort die Führer ein nnd mäh ir­ren mit Erfolg zur Desonn-mhen.

tieren, wie die anderen Alliierten eine Lage her­beizuführen beabsichtigt.'!!, die Deutschland als günstig hätte bezeichnen können. Sie taten es durchaus nicht uns zuliebe, sondern nur in dem Bestreben, auf dem Kontinent einen ungefähren Ausgleich der Kläste sestziilegen. Nachdem sie acker herausgesunden hatten, daß di: damalig-.- deutsche Regierung den maßlosen sranzösischen Forderungen nicht genug Widerstand entgegensetzte, ließen sie das Unrecht geschehen. Es ist danach klar, daß Deutschland selbst sein Schicksal verschlechtert hat. -ss=

Zürich, 1. Juli.

ImZüricher Volksfteund" wird in auffälli­ger Form über Habsburgische Umtriebe in der «hweiz und über die Vorbereitung eines mo uaichisttfchen Putsches in Oesterreich geschrieb-en. Reben einer Menge von Einzelheiten wird die Tätigkeit des Prinzen Winbischgräg in der Schweiz und in Ungarn behandelt, ferne- die PropaMmda der Umgebung des Kaisers Karl sowie der Agence Zentrale besprochen. Als Mittelpunkt der Organisation wird Die Schweiz und das Kasino in Wien bezeichnet. Die finan­ziellen Führer feiert Dr. Friedmann, Dr. Reiche- uauer und der Großindustrielle Tchlimp. Tas Kapital betrage zweiundzwanzig Millionen Kronen. Die militärisch« Organisation gründe sich auf di« christlich-soziale Offtziersvereinigmig und dir Gruppe der unpolitischen aktiven Offi­ziere. Die ganze Veröffentlichung wird vom Volksfrcund als von vorzüglich uitf.'rnchteter asterreichi-icher Quelle ausgehend bezeichnet. Er bringt, wie die Züricher Post bemerkt, so be­stimmte Anaaben, daß die zuständige schwetz> risch« Behörde daran nicht achtlos vorüber gehen könne. i

wechselnd gebremst und sogar mruünstige Vorschläge gemacht, die für Deutschland er­träglich und annehinbar waren. Aus diese Sachlage ist schon während des 3tcickstags--Wahl- kampfes vor vier Wochen hingewiesen worden; euch in eiutr Wahlversammlung in Kassel machte ein Redner Mitteilung ......

rftf sich auf entsprechende Aeuß«

zöstschen Mnistecs Tardieu, eines Mitarbei­ters des vormaligen Ministerpräsideiittn Clemen- cenn. Dies« Mitteilung wurde sofort in der links-radikalen deutschen Presse bestritten, aber di« Beh-mptungen blieben trotzdem bestehen, und »war mir Recht, wie sich jetzt herausstellt. AndrL Tludieu hat abermals Feststellungen über die Atlgelcgenhcit gemacht, die sich auf das fran­zösische A kienmaterial gründen.

Am vorigen Freitag hielt nämlich der früher- Ministerpräsident Bri and in der französischen DeputiertenkaMmer als Vorspiel m eigentlich.-n Frage eine große 3tebe, die gewaltiges Aufsehen erregte, weil sie als eine Anklagerede gegen Cl> menceau erschien. Eigenartig id.it, daß er er-

M* ^jglanver als Sleaiiften ge- --»»»»»,. iviukk am Lvir «uo nepiteiaie

Beimnitdere feftgestellt. ALendö um 7 Uhr wurde geg- n.'ber beim Alsschmtz des Waffenstillstandes - - -

SU sentimental gewesen. Diese chauvinistische Auf- faffung wollen wir hier zunächst einmal wieder- atven, weil sie sehr bezeichnsud für die ftaiuö- srsche Denkweise ist. Briand sagte:FrantteiL lat 1871, hat Sedan, hat die Entweihung von Parik erduldet. Nach vier Kriegsjahren ist es überall, aus seiner Front und im Orient sieg­reich, es hält Deutschland in einer furchtbaren Zange ... und die deutsche Armee marschiert ab, mit ihren Fahnen, ihren Gewehren, Musil voran, und kehrt unter Triumphbögen Herrn. (?) Edelmut! Menschlichkeit! Daran erkenne ich dich Frankreich! Das ist schön, das ist groß! Ader m welchem Maße hat eine Ration dis Recht, edel­mütig und menschlich, bis zur Opferung ihrer eigenen Sicherheit, zu sein gegenüber einem Volke, das vielleicht, ich hofft es, anders werden tt'i-rt) als es war, das aber vierzig Jahre lang wir zur Anbetung der Gewalt erzogen wurde wid nichts anderes gekannt hat als die Gewalt?"

Die Rede Btiands. die diesen durchaus ftan- zösiscken Hymnus über den veimuntlich zu weit cctricbenen Edelmut enthielt, füllte die Vormit- tagsschung ans. Rachmittigs nahm Andrs Tardieu, Clcmenceaus ehemaliger Mitarbei­ter und tr ernste Stütze, das Won. Er gab, mit vielen Daten, eine sehr eingehende Darstellung der damaligen Ereignisse. Rach verschiedenen Awischeubcmcrkungen fuhr Tardieu, rrm 61»-- ntenremis Verdienste zu zeigen fort:Man ver- »angte von uns die sofortige Zulasfung Deutschlands zum Völkerbund; keine in- teraüh«*!; Besetzung des linken Rhernusers: auch keine sranMsch« Besetzung, es sei denn für eine Periode von achtzehn Monaten- Zrartkreich zahlt cm Deutschland für alles offintliche Eigentum in Elsaß.Lothrin­gen (Zwischenrufe, Länn); keine Abtre­tung der Saargruben an Frankreich; kein Sonderregime für die B-völketung des Saarzebietes; in Pauschrle festgesetzte Bezahlung her Lchaden, die dem Besitz nnd den Personen kugcfügt wurden, bis zu vierzig Prozent (Zu Nkfe. Lärm); Deutschland ist nach dreißig Jahren Von jeder EntschädigungSzahlung frei, welches auch die bis dabin von ihm g-e- »aHlte Summe sei (Lärmende Rufe); die Hälft' Hiner Dcku-ld zahlbar in PapirraeD (AuSruf-j LertmluuH der Handelsflotte nach Matz der KruMrisen (Lärmende Ruf-',; Berechtiguna Oesterreichs, sich mit Deutfchlanld zu Ser» rmtgen (SÄrm. Stufe. - Verfch»L«ne Stimmer links: Wer forderte das?) Tardieu fort« fahrend: Glauben Sie, daß, da gewifle unserer Alliiert«» diese Thesen vertraten, Clemen- ceau mühelos dahin kam. den Vertrag so. wie er nnt.rzeichmt word-n ist, zur Annahme zu brin­gen? PWiWrrruf: Wer hat uns solche Vor- sbläge gemacht?)

Daraus erklärte Tardieu mit beförderen. Nachdruck:Dies« Thesen wurdm von unse­ren Alliierten, bald von den einen nnd bald vor» den anderen, vertreten, und ich mutz baren erinnern, mn zu zeigen, welch autzeror- »rritiich« Leistung Elemence.v.i vollbracht«, indem er in. engerem Einverständnis mit unseren Mi- ierten das Zustandekommen d-s Fri-edeuHver- ftag.'s endlich nach harten Kämpfen durchsetzte." Soweit die Vorgänge in der französischen Deptttierlenkammer. Man wird in diesem Falle Herrn Tardieu wohl als ernwandfreren Zeirgen Helttn lassen müssen, denn er wollte ja dokmnen-

3m neuen Aeichrtaee.

Eine Kuid ebung der Lnabhangigrn.

(Privat-Telegramm.)

Berlin, 1. Juli.

In der gestrigen Sitzung des Reichstages hat die unabhängige Fraktion ein ausdrückliches Mißtrauensvotum gegen die neue Regie, ruttn eingebracht Hierzu schreibt der Vorwärts: Tatz dieser Antrag von der bürgerlichen Mehr­heit des Reichstages nicht angenommen werden würde, daran haben die Unabhängigen auch kei­nen Augenblick gezweifelt. Sie verfolgten also mit ihrem Sntrog augenscheinlich nur Demon- stralionsabsichten. Insbesondere wollten sie die sozialdemokratische Fraktion vor die Llltcr native stellen, entweder dem SRißtrauensvotum zuzustimmen, oder eS abzulehnen. Sie wissen sehr gut, daß die Zustimmung der Soziatdemoftalei« zu dem Antrag aber der Regicrmig den Boden entziehen würde, auf dem sie stehen muß, um in Spa verhandlungsfähig zu fein. Auk diesem Grunde kann die sozialdemokratische Fraktion dem unabhängigen Antrag ihre Zustimmung nicht geben Sie hat gestern abend nach Schluß der StcichStagssitzung bereits eingehend über den ?Snfr»g »erb'-npr-rt und ist dabei zu dem rinmii. rigrn »Entschluß gekt.Mmea, ihn aOjiUetjnru.

Lebensmittel-Vevirtschastung

Antrag zur Besserung de» Ernährung.

(Privat-Telegramm.)

Berlin, t Juli.

Die drutschnationale Fraftion hat im Reichs­tage einen Antrag gestellt, die Regierung zn er­suchen. die öffentlich« Bewirtschastuna von Le­bensmitteln. mit Ausnahme von Brotge­treide und Milcherzvugniffert, aufzuhebcn und Maßnahmen zu treffen, um durch die Stei­gerung der Brotzetteide- und SRilcherzeugung die rasche Beseitigung der gesamten öffentlichen Bewirtschaftung zu ermöglichen. Ferner bean fragte sie, um ein Verderben erheblicher Teile der Ernte zu verhüten und dir Bolks-Ernährung sicher zu stellen, unverzüglich eine Verordnung zu erlassen, durch welche Arbeitseinstellungen unb Aussperrungen im landwirtschaftlichen Betrieb, insbesondere während der Saat und Ermezeit vor Anruf der Entscheidung der zuständigen Schlichvungsaus- schüffe verboten werden. Terroristischen Ausfchreittmgen jeder Art müsse mit aller Ent- scksiedenheit entgegen getreten werden.

Kasseler Nemste NachMtm

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

Kummer 149

Freitag, 2. Juli 1920.

Fernkvrecher 951 und 952.

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gnfertionSpretfe-. a) 6tnt>etmtfc6e Auftrage: Pt« etnftotttge Anzeigen. Z«tl« M. 1.00, die -inspaltlg- Reklamezeile M. 2.50 b) Auswärtige Auftrag«: Di« einspaltig« Lnz«tg«ngetlr M. 1.20, di« einspaltige Reklame,eile M. 2.75, alle» einschliellltch Leu,rung»,Uschlag und «nzeigensteuer. Für die RtchttzkeU aller durch F«rnlprecher -ufgegebenen Anzeigen, sowie für Ausnahmidaten und Platze kann eine -«»ihr nicht übernommen werden. Druckerei: Tchlachthofftr. 28/30. LekctzäftSslell«: Kölnische Str. 4. Telephon Nr. 951 u. 952.

10. Jahrgang.

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