Donnerstag, X. FuN 13267'.
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Nr. 148.
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ab lehnt zu zahlen.
Rach Artikel 130 Absatz 2 der ReichSverfaffung
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Ae BtntMuimner mWltzSkilei.
litische Mehrheit verloren hrbe, diese zurück- zuerobern. Dos Handwerk könne seine w>rbr: Freiheit m$r dadurch erreichen, daß es srch im Di-rate die kam «HüHre-ch- wii-ffchtrWiche Stel-
Berlin, 30. Imrü. kPrivaftslegiamm.) Ende April waren der Unterstna sfeftetär Tr. Busch und Ministerialdirektor Löhei n in den enrstweiL- pen Ruhestand versetzt worden, weil sie auf die Aeusterima des FinanzminrsterS Lüdemann: Die Höheren Beamten, die ihn in Finanz fache« beraten, müßten auch politisch sein Vertraue,», haben keine befriedigende Erklärung abgegeben hatten Die deutsche Dvlkspartei richtet setzt fol-
mitgühe, drv werde vom Rade der Zeit über« fahren und verschwinde An den Vortrag schloß sich eine rege Aussprache, an der sich buicptsäch- lich Bäckermeister Bornemann, Schreiner» meister Schmidt, Schneiderohermerster Müller und Buchdruckereibesitzer Stöbt auLKaffes beteiligten: ferner Buchdruckereebesitzer Vogt aus Hüssisch-Lichtenau, Bäckermeister B r e i - düng aus Homberg und Sekretär Laue vom Bunde der deutschen Zimmermeffter. Eine An. zähl von Innungen meldete ihren Beitritt.
-r- Keine Aeberstunden füt Beamte, lieber- stuirden werden den Beamten nicht besonders bezahlt. Grundsätzlich ist jeder Beamte verpflichtet, feine volle Arbeitskraft dem Staate zu widmen. Wenn die dienstlichen Verhältnisse es erfordern, muß er auch über die Diensiftunden hinaus arbeiten. ohne daß ihm tofüir w besondere Ent schäd-gung gewährt wir». In letzter Zeit sind einige Behörden von diesem Grundsatz al>gewichen. ES soll aber auch künftig ausnahmslos dirrchgefuhrt werden. So hat der Landwirt schaftsminister jetzt angeo-rdnet, diese AusnEme" akstokd wieder zu beseitigen, um so mehr, als die Bemntenbesokdungsreform den Beamten auskömmliche Gehälter sichert. Eine VergützMg von Neberstunden an die Beamten darf wsvcr mittelbar durch Auswamdseirtschüdigungen für VerpfleMUg oder Fahrt usw, noch unmittelbar über den 3"L März mehr erfolgen.
--- Ein frecher Einbrirchsversuch. In der Nacht MM Montag versuchten zwei bisher uneiinittelte Personen einen Einbruch in die Reitbahn der 107er Kaserne in der FrarikflKterstratzer. Dort sind einige Krafiwagen aufbewahrt. Ein Ställ- vosten, den die Eindiinaei antrafen. wurde geknebelt und am Schreien verhindert. Ms dann verschiedene Personen herhcikamen, flohen die beiden Einbrecher und entkamen unerkannt.
-z- Anzahlungen auf das Reichsnotopker nur }e 92 oder 96 Mark Auf das Reiwsnotohfei können bekanntlich schon jetzt vor der Vevanlagiuna Za>h- limgen gemacht werden, für die bis zum 30. IM eine Deraiitung von 8 Prozent und vom 1. IM bis 3L Dezember 4 Prozent gewährt wird. Der ReichSmintster der Finanzen hat nicht nur die Reichsbanke, nstäften. sondern, auch die inzwischen eingerichteten Kaffen der Finanzämter mit der Annahme beauftragt» Wo noch feine Finan-kaffen eingerichtet sind, beauftragt das Laudesfiiianz- amt andere öffentliche Kaffen mit der Annahme. Die Vergütung wird im voraus abgezogen., so daß b'i Eini'ahkrmgen von je 92 oder 96 Mark Beträge von je 100 Mark als ge ilqt angsrecknez werden. Beträge, dir nicht durch 92 oder 96 Mk. teiStor sind, werden nickst <ntgenommen. Die
Der Abbau der Preise.
Wie wir schon in der gestrigen Ausgabe mitteilen konnten, werden inbezug auf den Preisabbau FordeMnqen seitens deS Dllgememen Deutschen Gewerkschaftsbundes der Arbeitsgemeinschaft freier Angestelltenvcrbände und des Ortskartells des Deutschen Beamtenbuudes vor- gebracht, die uns von dem Wirtschaftsausschuß für den Preisabbau in nachfolgendem Wortlaut übermittelt werden:
Erstens: Lokale Maßnahmen. Bildung eines Ausfchuffes aus Vertretern der beteiligten Körperschaften und der sonstigen Verbraucher unter Hmzuziebung des Groß- und Kleinhandels, des Gewerbes, der Erzeugerorganisationen. der in Frage kommenden lokalen Behörden, der Bezirksstellen, der Regierung und des Oberpräsidrums, der die Preispolitik und die ganze Organisation der Lebensmittelversorgung ständig zu überwachen hat.
Zweitens: Zentrale Maßnahmen. 1. Abbau allßi Preise auf der ganzen Linie vom Erzeuger bis zum Verbraucher. 2. Unbedinq e Beibehaltung der Zwangswirtschaft für Getreide und Mühlenprodukte, Milch und Zucker, aber keine Preisgabe der öffentlichen Bewirtschaftung der anderen Lebensmittel, ohne daß der gesamten Bevölkerung auf einem anderen Wege eine ausreichende Versorgung zu ihrer Kaufkraft entsprechenden Preisen gewährleistet wird. 3 Umgestaltung der öffentlichen Bewirtschaftung mit dem Ziele der Verbilligung. 4. Sofortige Aufhebung der Viehbandelsverbände und Beschlagnahme ihrer Ueberschüsse zum Zwecke der Verbilligung von Lebensmitteln. 5. Planmäßige Förderung der landwirtschaftlichen Produktion.
Zar MschWgrmgs Problrm
Trübe Aussichten für Frankreich.
(Eigener Drahtbericht.)
Paris, 30. Juni.
.z-lUptlchrtftl-it« «arlstr>edrt«Dr°ßl°r. B-r»nlworlU» ür ben pol tischen unb augeutsutrit $>tl: Satiffrireri® Tr-tzler. Fürb?n «taten Teil- S- «• S-rlstrublich LreSter. -ttir q.. Anzeineeteil. Waltee Rose. Witwl unb Ctxtea itaffiltr Neueft» R« »richt«!, (g.rbtnand »och > sLmtNch in ft-ff-l
dann die giinstigen Erfolge, die der NorÄwest- dculsihe HandwerkerbuNd bei ben letzten Reichs- togSwahlen zu verzeichnen gehabt habe. Auch aus die Organisation des 9iordwaftoeutschen Handwerkorbundes ging der Redner näher ein und gab die Anregung, in ähnlichun Sinne auch hier in Heffen zu arbeiten. Durch biie Gründung des Reichsverbandes des deutschen Handwerks sei nunmehr eine Jntaressenvertr.'tung für das gesäurte deutsche Handwerk geschaffen ,die sich der neuen Zeit anzupaffen wisse W'r hier nicht
Deutsche Vorschläge?
Paris, 30. Juni. (Eigene DvahtmeS>wtg.A Mmi vermutet, Deutschland werde in Spa vor-« schlagen, eine Gesamtsumme von sechzig Millmr-z den Goldmark zu zahlen Davon muffe aber: dann die Summe abgezogen werde«, für welche! die von Deutschland geliefert en Handelsschiffe zu bezahlen seien, sodatz tm ganzen die von DeutsMand zu bezal,lende Endkimme vierzig Milliarden Goldmark ergehen würde, bie Deutschland in Jahresraten vo,! fünfundsiebzig Millionen Pfund Sterling bezahlen wolle. ES würde selbst de« Vorschlag machen, diese Rats zu erhöhen, wenn sich das wirtschaftliche Leben- beffern würde. Ebenso würden die deutschem Vertreter in Dpa fordern, daß die Stärke dar Reichswehrtruppen unbedingt auf zwei- tzwcherttausend Mann belaffen werden müßte.
Der Zettfreiwillig«»-Prozeß.
Berlin, 30. Juni (Privat - Telegramms Die „Deutsche Zeitung« bringt folgende Erklärung des ehemaligen Studeuten- korps Marburg zu dem Marburger Gerichtsurteil: Der Richterspruch lautet auf Frs- sprechunq. Unser bisheriges Schweigen, das für uns Pflicht war. um nicht den Anschein zu erwecken, als ob wir Gericht und öffentliche Meinung beeinflnffen wollten, werden wir brechen. sobald das Urteil rechtskräftig geworden ist. Erst dann können unb werden nur mit allen uns zur Verfügung stehenden Rechtsmitteln uns- Genugtuung verschaffen von denen, die sich mcht gescheut haben, mit Verleumdung und Gehässigkeit den Prozeß gegen die Angehörigen des Marburger Studentetzkorps für ihre parteivoli- tischen Jntercffen auszubcuen . Gez. Das ehern. Marburger Studentenkorps.
Die Frankfurter AniverfitLt.
Franffurt a. M.. 30, Ium, (Pkivat-DeLe- gramm.) Das Fortbestehen der Universität. die infolge des Krieges in finanzier Schwierigkeiten geraten ist, wurde gestern durch Bewilligung von 750 000 Mark seitens der SMdtverordnetenversammluug vorläufig weiter gesichert. Die sozialdemokratische Fraktron machte die Bewilligung von der Angliederunfl einer Arbciterakademie an die Universität abhängig. Der Magistrat stimmte der Forderung zu und machte sich anheischrg. die Anstalt mit Beginn des Wintersemesters 1920 »ns Leben zu rufen.
Gestn»ungsfreiheit für Beamte.
l at die Staatsregieruu g - getroffen, um den Finanzminister wegen ferner Verletzung dicher Bestimmung der Reichsverfaffnng enthaltende» wiederholten Verlangens an die höheren Beamten seines Ministeriums zur Rechenschaft ztr ziehen und weitere Verletzungen der Rerchsver- faffung durch preußische Staatsbeamte W be*
Hühneraugen??
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nen sich auf Zimmer 43 der Kriminalpolizei
LokLlnachrichren vom Tage.
-z- Einspruch gegen die RejchSiagswahl Dix Deutsche demokratische Partei in Hessen-Nassau hat, tote uns von der Geschäftsstelle der Partei mftgeteilt wird, gegen die Feststellung des Ergebnisses der Reichstag swahl Protest eingelegt. Im Wahlkreisverband Hessen (Mnisaffend Hessen - Nassau und den Freistaat Hessen) fehlen zur Erlangung eines zweiten Mandates nur 43 Stimmen. Der demokratischen Liste sind 3409 Stimmen ungültig erklärt worden. Unter diesen befindet sich eine größere Anzahl von Zotteln. auf denen der Name Schücking allein stehen geblieben um die anderen Namen durch - strichen waren. Da eine Ungültigkeitserklärung solcher Stimmzettel nicht ftaiifinben durste, be- stehr die sichere Aussicht, auch den zweiten Kandidaten der Liste dulchzubringen-
-T- Tagung des Kommunallandtags. Die LandesverwalMng des Bezrrksverbandes für den Regierungsbezirk Kassel hat bei der Staats- regierung den Antrag gestellt, den Kommunal- landtag für Knrhcffen für Miwvoch, den 7. Juli cinzuberusen. Die erste öffentliche Sitzung ist auf vormittags zehn Uhr vorgesehen. Der Koinmunallandtag wird sich in der Haupt',-.l mit der Neureaelung der Gehälter, Ruhegehälter und Hinterbliebencnbezüge der Beauricn des DezirtsverbandeS M beschäftigen haben.
-T- Beschlagnahmte DietzeSbeute. D>e Kriminalpolizei beschlagnahmte folgende anscheinend von einen Diebstahl herrührende Gegcn- Mvde: Eilten Borlege-, zwölf Etz- und zwölf Teelöffel aus Alpaffasilber mit ziseliertem S iei, einen graubraunen Rucksack, ein Brebeisen, zwo: grnnc Fliesdccken. zwei wollene Decken, drei Tischtücher, wie sie in GastwirffckRfien gebraucht werden, drei Servietten, zwei Weiße Kiffenbezüge mit eingesticktem ,1". ein Hand-,
Ovtstelcgramme sind jetzt vom Thef der Heeres- keitimg bis. der Heeresverwaltung verboten worden. Die EdhSbumg der Gebührensätze für Telegramme und geringen vevföabmren Mittel im Heeresbansholt zwmaen zu Einschränkumaen auch auf dem Gebiete des militärischen Tele- graumtverkebis. Die Aiffoabe von Telegramme^ an einen Adressaten am gleichen Orte muß deshalb ganz nuterbkeiben. Die Uebersendling solcher Nachrichten hat durch Boten. Brief oder Diktat durch den Fernsvrecher zu erfeloeu Fn Bor Ttrt besteht eine besondere militLrische TÄIegra- phenartläae. die noch wie vor aber ausschließlich benutzt wird.,
3tsfnnriTtenf<6(*tfi bet Rentner Der Reichs Reutner-Ver barst lSitz Hannover?, der sich den Zmannnem'chlirn aller deutschen R miner zwecks Mahrung ihrer Belange zUm Ziel gesetzt hat, und schon über zalbkröiche Ortsgruppen im ganzen Reiche verfügt, wünscht auch hier eine Ortsgruppe ym gründen. Der Vorsitzende, Geheime rat O.ttentin’ ist gern bereit, genau AuSstnift zu erteilen and bittet die hiesigen Rentner sich an ihn ui wenden. Er wird dann die Bildung eines Ausfchuffes bet mitein. der die Sache in die Wege leitet
— Das Wetter am Donnerstag. Unser Wet- terberichterstatter stellt für den moaglgen Donners Aa in Aussicht. Wärmer, wechselnd be- wölkl, zAtweif« heiter, schwache nordwestliche Winde, trocken.
-l. Vera,tstaltnngen am Donnerstag. Neues Theater: 7.45 Ubr: Sie har ’n Knar. — Kaisersäle: LlbsMedsabend. — Winzerstuben : 8 Uhr. Medastra. — Kino des W e- ste n s : Die Rose von Stambul. Ehassal- la-Licht spiele: Marquis Tun,
Der Himmel im Juli.
Noch hat sich, gegenüber ihrem höchsten Stande zur Mittsommerzeit, die sche'nbare Position der Sonne am Homutel nicht wesentlich verändert. Die nördliche Abweichung vom Aequator beträgt am 1. des Monats noch 23 Grad 10 Mn.; aber si? wird am 31. Juli bis auf 18 Grad 26 Minuten obgeiromrnen haben, sodatz die Mittagshöhe des Tagesgestiirrts. berechnet für das mittlere Norddeutschlaud, im Laufe der nächsten vier Wochen immerhin Grad auf 56 Grad adninrmt. Auch bie Zeiten des Sonnen-Aust und Untergangs verschieben sich nach unb nach im Sinne einer längeren Dauer der Nacht, und während die Sonne am L des Mou rtz um 3 Uhr 49 Minuten früh erscheint, geht sie am Monats: enibe erst um 4 Uhr 24 Minuten vormittags auf, währentb sich in der gleichen Zei: der Sonnenuntergang von 8 Uhr 30 auf 7 Uhr 50 Minuten abends, berechnet für die geogir.'phrsche Lage von Berlin, verschiebt.
Anfang Juli befindet sich bk Sonne in Erdferne, und 'Ivar in einer Entfernung von 152 030 000 Kilometern. Für die Erwärmung fpielt die größere oder geringere Annäherung bcr Erste an bis Smr.ie freilich leine rrenurnswcrle Rolle; die Untersihkoe sind zu gering, da die Ellipse, in bei die Erde die Sonne umwandert, von einer Kreisbahn nickt weit entfeint ist- Auch die Zeit bei Hellen Nächte geht allmählich ihrem Ende entgegen; im mittleren Nor^bcutschlanb hüt während bei letzten Juliwoche um Mitten nacht wiedei völlige Durrkelheit ein.
Dei Mond stehl Anfang IM in seinem vollen Glanze; denn auf den eisten Monats’ag fällt diesmal bei Vollmond. Am 9. z igt der Trabant der Erste sein letztes Viertel, am J5. tft Reu' mond, unst am 22. steht der Mond wieder im ersten Viertel, um am 30. des Monats uns zum zweiten Alale in diesem Zeitabschnitt seine voll- belcuchtete Oberfläche darzubieten.
melden.
--- Etnziehmig von Geldmünzen. Nach behördlicher Anordnung sind Halbumrkstücke, Einmarkstücke. Dreimarkstücke und Fünfmarkstücke, sowie die in Form von Denkmünzen geprägten Zweimarkstücke einzuzieheu; sie gelten nicht mehr als gesetzliche Zahlungsmittel. Von den Reichs- und Landeskaffen werden sie bis ,zum 1. Januar 1921 zu ihrem gesetzlichen Werk in Zahlung genommen.
-T- Die Abstimmung in der Ostmark. Don der Kesseler Arbr irsgemein schast für die Abstimmung in ben Ostmarken (Stäudeplatz 19) wird uns geschrieben: Jeder Abstimmunzsberechtitgte, der sich bei uns gemeldet h,it erhält Fahrschein, Wahl- ausweis unb Verpflegnn qsbesche in igamg drrcki zugesaNdt von ber Zweigstelle des Schutzhunstes in FranSsurt, Glauburgstraße 89. Er muß dann den Sensterzrrg benutzen, der in seinem Fahr- 'schein genannt ist. Wer unabhängig von den Son- r^rzügen reifen will, kann dies tun, wenn er wenigstens seinen Wahlausweis in Händen hat. Er bekommt dann später die Kosten der Reise lPevsonenzug dritter Klaffe, auch Seeweg) erstattet, wenn er nachweist, daß er an der Abstini-- mung teilgenammrn bat. Solchen alleinreisenden Personen wird die Benutzung des SeowegeZ Sw ine mmrde-P illau empfohlen Wer als Ein- zelreiseuster den polnischen Korridor durchfahren will, bedarf eines Paffes mit d:m Visum des polnischen Konsulates in Berlin, Kurfürsteustratze 133. 'Sollten ibm dort Schwicrlgkeitcn semacht werden, so wende er sich an die Hauptftelle des Schutzb-untbes in Berlin. Schloß, Bellevue.
— Revision gegen ein SckiwurgerlchtSurteik. T'ct am 26. Juni vom Schwurgericht wegen Meineides mit drei Jahren Zuchthaus uns zehn Jahren Ehrverlust bestraft- Arbeiter Friedrich Ebeling aus Altefeld hat durch feinen Vertei^ digrr. Rechtsanwalt C. H. Israel, gegen daZ Urteil Revision eingelegt.
Wer hat Neisebrotmarken? Don der städtischen VerteiAMgszentrake wird uns geschrieben: Schon vor einiger Zeit wurde iu den Zeitungen darauf hinaewiesen, daß die jetzt im Umlauf befindlichen Reisebrotmarken in der allsrnächsten Zeit ihre Gültigkeit verlieren würden und deshalb eine baldige Einlösung erforderlich sei. Um späteren Unannehmlichkeiten aus dem Wege zu gehen, weisen auch wir nochmals daraus hin, daß alte Reisebrotmarken keinesfalls in Marko» neuern Musters umge-auschr werden.
Eine Kundgebung der Arbeitslosen. Eine KundgeLung der Avbeitsloseu fand am gestrigen Dienstag nack,mittag aus dem Friedrichsplatze statt. Zunächst bildete sich eine kleine Gruppe von etwa zwanzig Personen und schließlich hielt ein Teilnehmer aus einer offenen Tür der Markthalle an die Menge, die sich nach unb nach ein gefunden Hatte, eine Ansprache.' Er verlas die Fiorderungen. die der hicsiae Bund der Erwerbslosen dem Magistrat übersandt hafte. Dann zog man durch die Königsiraße zum Arbeiter- FortibiWmrgsdsr-ein.
— Ein netter Kamerad. Bei einer Famflie tm PHilosophenweg weilte ein junger Mann ’it Besuch, der den Sohn des Hauses vom Felde her kannte. Beim Weggang wußte der Gast es so einzi'-richten. daß niemand von der Familie zu Hause war. Er nahm dabei einen größeren Geldbetrag. Wäsche irrtb Kleidungsstücke von erheblichem Werte mit.
-4- Ein schwerer Junge. Ein schwerer Junge hatte sich am Dienstag in der Person des sehr erheblich vovb«straftcn früheren Steinmetzes Heinrich Hahn airs Pollmarshausen vor der Strafiomimer zu verantworten. Halm, der als letzte Strafe neun Jahre ZuchKrauS verbüßt bitt. Hatte es verstanden, sich in den Vollma's- Häuser Arbeiterrat einMschumggeVt unb alK „ Sachverständiger" PMzeigewaft auSzuüben. Die Auflage warf ihm schweren Einbruihsdieb- llahl vor, den er in die Garage einer hiesigen Firma verübt haben soll. Der Verdacht hatte sich auf ihn gelenkt, weil er einen Autoreifen an eilten hiesigen AutohäUdler verkauft haft.', der bei her bereifenden Firma gestohlen worden war. Äor Gericht bestritt Hahn, den Autoreifen selbst verkarfft zu Haben, er tobe lediglich das Gchchäft itoi'cknr einem Unbekannten und d.rm Äutohändler vermittelt und imr zwanzig Mark Provision bekommen. Auch den Diebstahl leugnete er und konnte einen Alibibetocis für die fragliche Nacht führen, fo daß das Gericht in diesem Falle nur zu einer Verurteilung wegen Hehlsrai kommen konnte. Ta er auch noch in einem entern Falle, in dem er gsstohlene Deklen ankauste. sich der Hehlerei schuldig gemacht batte und auch schon früher wegeir Hehlerei bestraft worden ist. kam das Gericht unter Versa- ming mildernder Umstände M einer Z u ch r - haus strafe von fünf. Jabren.
Militärische Nachrichten. Laut Versüguna des Reichswehrministeriums vom 28. Mai 1020 wurde der Leutnant bcr Reserve Hartmann Stiegel (J.-R- 83). Papierfabrik bei Kassel, zum Oberleutnant beförbert.
_L- Zusammcnschluf; des Handwerks in Heffen. Nachdem vor einigen Wochen in Kaffel die Grüu- bungsversummluvg des Handweiterverbandes für Kurhesseit und Waldeck unter reger Beteiligung von HanLw cikervertretern ans dem ganzen Kc-mmerbezirk stattgefunden hatte, konnte der Vorstand des Verbandes für Sonntag bk erste iftößere HaudN'erkerversammlnug cb-üfall- nach Kissel berufen Aus Kurheffeil und Waldeck hatten sich zahlreiche Hanbtoerksmusier unb Ju- nungsvertreter ei-tg 'fuuden, auch der Vorsitzende des Hgndwerkenv.rbandes für Nassau, Obermeister Schneider aus Wiesbaden, war erschienen und überbrachte die Versicherung, daß man mit dem sttrhessifchen Vetbarde Hand in Hand arbeiten wolle. Nachdem Däcker-ckcrmeistcr Ludwig - Kaffel die stattlickx Veriammluug mit Nerzen Worten begrüßt hatte, verbreitete sich Dr Vogel-Hannover, b*r Generalsekretär des No rdwestdeuisch en Haudweikerbunld' s, in einem länaeren Vorträge über die Lage des Handwerks und die Ziele der neuen Handwerker- bcwsgung unter besonderer Berücksichttgung be- Ausgaben der Ha ndwerkerverb ändc. Wenn das HimAwerk seine Zukunft sichern wolle, bann müsse es auch einen Teil der politischen Macht zu erkämpfen suchen. Zu diesem Zwecke gelte ei, in den Gemeinden, wo das Bürgermm die Po
lung zu verschaffen suche. Der Redner evwähuttlkole Negierung ans Ruder kommen werde undi dann die giinstigen Erfolge, die der Novdwest- daß Deutschland dann niemals werde bezah- deutsche Handwerkerburtd bei den letzten Reichs- len können, oder das TeuffchlandreoiggnisterH wird und unter eine Regierung kommt, tue eA
hindern
VerkehrSstreik in Berlin?
Berlin. 30. Juni. fPrivat . Telegramm.fi Bei den gestern start gesunden en Abstimmungen über einen Streik sind bei der Großen Berliner Straßenbahn 8400 für und nur 1200 Stimmen gegen ben Streik abgegeben worben. Aehnlich war das AbMnmrungsergehnrS bet bet Hochbahngesellschaft. Im ^»ufe be3 heutigen Vormittags wirb der Betriebsrat der Straßenbahner nochmals mit der DirEon verhandeln. Am Abend tritt dann der VnssichtS- rat der Straßenbahn zusammen, «m über bte Forderungen des Personals zn beraten.
Die „Kriegsschuldigen«.
Genf. 30. Ium. (Eigene Drabimcldnng.V Der Temps berichtet: Der alliierte Rat richtete eine neue Notean Deuffchland nm Bekannt- pabe des Standes der non beu Awterten von Denffckffand geforderten Abnrtetlung der namentlich bezeichneten deutschen Kriegsscholdt- gen.
Alliierte Vorkonferenz.
Rotterdam. 30. Juni (Eigene Trahrmeldung.) Ti» Times melden: Die Vorkonferenz in Brüssel trägt lediglich informatorischen Eharafter. Es werden in Brüfle: weder BeMusse getaßft noch Gutachten der Kommission^ gugeuommen.
Die Verhandlnnge« in Spa.
Rotterdam, 90 Juni. (Mgener W bericht.) Dnttv Telegraph meldet: Rach Erfta- nmgen Lloyd Georges im Unterhaus werd Slot* George seine weiteren Entschl'eßungen über die Bebandlung der deutschen Probleore von tor persönliche» Anhörung der deutschen Abordn u n g in Spa abhängig machen.
Der „Temps" schreibt zur Frage der deut- scheit EntsüMigung, daß alle Anzeichen darckuf hindcute.t, daß Deutschland sich auf dem grade» Wege zum Bankerott befinde. Es sei unmöglich mit der dcutsckzen ReZierung über die Festsetzung von Jahresraten zur Bezahlung der Kriegsentschödigung zu diskut-eren. da sie keine Sicherheit zur Bezahlung der Raten geben könne. Es fei auch nicht mit einer internationalen Anleihe für Deutschland zu, rechne», ba niemand Geld in einem Lause a»!e- . „ „ Steimnea 4 Drnoeiie Kslluer
gen werde, das unmittelbar vor dem f-nunz,eilen 4, i 5g
I Zusammmbruch steht. Das Blatt ist der An j Gruner Leg und Drogerie Äeba«, Komgsrr. ^8 'sicht, daß in Deutschland entweder eine cadi «<><»»
Damen: 1. Otte (1,25), L Bittag. 3, Seitz (1.20), o'äm-il. 48), Droikamps für Damen: L Seitz. 2. Schulz. SU Hottewroth (48), 4 mal 100 Meter Dch menstasfel: 1. 48 in 58 Sek. 4 mal 100 Meter Herrenstaffel: 1. 48 in 483, 2. T. u. R- in 481 Sek- Sckwedenftaffel: 1. 48 in 2.13 Min. _ 2.. Sportverein Gotha. 10 mal 100 Meier Staffel: 1 48 in 2.9 Min. 2. ReichSw.Mrt. 11. Olvrnpi- s,cke Staffel: L 43 in 4,4 Min. 2. F. V. Hers- feld. D'e drei letztgenannten Staffeln wurden von den -Mim mit großem Vorsprung gewonnen. Die besten Läufer waren: Hirt, Sckülz, Skimmer, Damm, Walpert, Frerk, Brandt, Reuß Mücke und Wolfram. K. D.
Verzivfima der Abgäbe vom 1. Januar an mit 5
Prozent Höri mit dem Tage ber Efnqaölnng,iMix« tone oemian »ww^uhh 1—
auf. Barzahk'men können auch durch Banküber- fert;c Anfrage an v e preußische Staatsrrgirrnngr wcisuria m* Scheck erfolger»- Nach Artikel 130 Absatz 2 der ReichSverfaffung
-- Ta» Eiserne Kreuz Das Eiserne Kreuz wird allen Beamten Vie Freiheit ihrer Ge- zwekker Klaffe wurde nachträglich verliehen 6n finnung gewährleistet Welche dRaßnahm-« den ZaLkmeffter Heintz-Kaffel unb an den Land- sturmmann Valentin Asmus in Kassel.
Verbot ber misftärsfchen Ortsiekegrammr.