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Mummer 328

Mittwoch, 31. Dezember 1919.

9. Zahraarm

Fernsprecher W1 und 952-

Fernsprecher 951 und 952.

Kundgebung gegen die Teuerung

»dtontreWff.' Sf.ah<aj uno eie 'EUmgeri* iE seinen Forderungen er 6®

Die AuSl eferungsfrage.

ÄuslassM

in letzter Zeit eine Verbesse-

ßs scheint sn

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3»fertten$preife <» «nheN-tsch« Äuftrflge, Dt« dnfpoltige Änjetgen. 3etle SO «M<u «tx. schU-tzNch lnicnmg«e*totdg). M« rtefpatttgt R-kla«-,«tle M. UO iri-lchli-bNch Zeuentng«. ,«schlag). b) ÄuSrocrttge SluftrSge: Di- einspaltig- «njetgenjrtU 40 Pfg. und 50»/. Leuerimg«. «Uschlag, »ie einspaltig- R-Name,-tl« M. LIO und so»/, Leu-tung»,Uschlag. Für dt» Rtchttgleit aller durch Fernsprecher abgegebenen Anzeigen, sowie für Anfna-medaten und Platze leine »ewStzr. - G-schSttSslell»: Kölnts-de SiraS« 5. Telephon Re 961 «. 952.

Xie Kasseler Sleuefte» Nachrichten erscheinen wöchentlich lechsenal und paar a de« d 4. Der Bd-nn-inenlLprets betrügt w.onati. löv Mark bet freier Zustellu», ins Ha«r BeMtrugen werden i-derzetl von der «eschättlflelle oder den Boten «ntgtgengenomme«. Lrucherei, Verlag and Redaltton Echlachthofflratze 28,30. Für «nyerlangt eingesandte Beiträge lann die Redaltipn ein« Verantwortung oder Sex-ähr in letneui Falle udernehtne». Rüchzahlnng de« VezugSgelde« oder Ansprüche wegen etwaiaernichtordnmigOwSüiaer Lie'erung ausgefchloffen.

-=^- -----------------nck zu verleihen.

Der Bitfl löste sich dann VUI - Zwischenfall avs.

Zug begab sich Unter den LeFden entlang zum Reichstogsgebände cho Ansprachen ge­halten wurden und versicherlLe>de. der Deutsch«

Preßstimmen über das Gelbbuch.

Rom, 30. Dezember. (Eigene DrahtmeN-unA.) Das französische Gelbbuch über die italienisch- srenzösischen Abmachungen von 1900. bis 1902. 1ne den Wert des Dreibundes mit Rücksicht auf Frankrcnh schon damals illusorisch machten, läßt die i t a l i e n i sch e Presse, die den Inhalt durch diese amtliche Zusammenstellung er. fährt, ratlos über den Zweck dieser Veröffent- lichrrng. Aus den Kommentaren derfranzö- sischeu Preffe schimmert die WWeLrmg durch. Italien habe also mit der Neutralität nichts als eine Vertrags mäßige Pflicht getan. Es verlau­tet. daß im Parlament eine Anfrage übet den Denn der Veröffentlichung eingelarffen ist.

Sa» Berkehrswesen.

Wiederaufbau und Verbesserungen.

Einer unserer wirtschaftlichen Mitarbeiter schreibt uns: Nach dem Waffenstillflandsvertrag mußten wir mehr als ein Sechstel der Loko­motiven und etwas weniger als ein Viertel per Güterwagen unseres Bestandes vom Jahre 1914 abgeben. Die Folgen einer so einschneidenden Verminderung der Betriebsmit­tel unserer Eisenbahnen machen sich nunmehr an allen Ecken und Enden unseres Wirtschaflslebens geltend. Um die Versorgung der Großstädte mit Lebensmitteln und Kohlen aufrecht erhalten zu können, mußte eine vierzehntägige Sperre des Personenverkehrs eingelegt werden. Die Hoff­nung auf eine nachhaltige Besserung der fast un­erträglichen Zustande schwindet aber immer mehr dahin, da nicht $u ersonnen ist, daß ein neuer Geist in die Verwaltung unserer Verkehrsansial- ten erngezogen wäre. In der Deutschen Berg- wercks-Zeitung streitet sich das Zentral-Eisen- bahnami mit einem Mitarbeiter dieses Blattes

l wird berichtet: Der deutsche Ge- d'm Mt der Alliierten zwei die '-ie svrgge der Ablieferung a t e r i a l s- und die Auslieferung T e u t sch e n betressen. Der

Berlin. 30 Dezember.

Die große Kundgebung der Beamten­schaft von Großberlin galt der Stellung­nahme zu den Teuerungszulagen. Da der Zirkus Busch für die 30 000 Teilnehmer nicht ausreichte, wurden noch drei 91 ebeneorsannnlun- aen in der Börse, in der Singakademie und un­ter freiem Himmel im Lustgarten adgehrlten. In den sehr kurzen Versammlungen, die ledig­lich die Einleitung der folgenden Straßen- d e m o n st r a t i o n darstellten, wurde eine Ent. schlreßnng angenommen und durch Abordnungen dem Reichskanzler, dem Reicksfinanzminister und dem preußisckmr Finanzminster überbracht. Während sich die Abordnungen in die Ministe­rien begaben, formierte sich de/ Ricsenzug, in dem man viele Beamte in Un.form sah. Der

HMchlsmÄ md Hie Mimte.

Beratungen her lebten Friedensnoten.

s (Privattelegramm.)

Berlin, 30. Dezember.

Die deutsche Reichsregierung hat die De ratimg über den Text der Antwort auf die letzte Verbandsnote sofort ausgenommen. Die Fertigstellung der dentfchen Rote dürste jedoch noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Nach einem Neutertelenramm auS Paris vom Sonn­abend ist der Oberste Kriegsrat der Alliierten, der feine Beratungen bis 8. Januar vertagt hatte, bereits am Sonnabend wieder zu einer Sitzung zusammcngetreten. Es wurden die Anträge Fachs die an Deutschland auf Grund des Waf- fenstillstandsvertrages neue Forderungen stellen, zur Annahme gebracht. Rach einer In formation des englischen Preffebureans in Paris werden die Verhandlungen mit Deutsch-1 land über die Unterzeichnung des Protokolls keinesfalls über den 12. Januar fortgesetzt. Die UiUerzetchnung wird die Rechtsgültigkeit des Frkwensvertrages erst nach weiteren acht bis vierzehn Tagen herbeiführen.

Die Forderungen der Eisenbahner.

Berlin, 30. Dezember. (Privattelegramm.) Am Sonntag fanden im Bezirk Berlin einige zwanzig radikale Eifenbahnerversammlungen statt, in denen sich fast alle Redner fiir ein Ul- rimatum an den Eisenbahnminister aus­sprachen, bis 17. Januar die Annahme der Lohnforderungen zu erklären, um einen allze meinen Streik der Eisenbahner zu verhindern.

Eens, Sfc. Derember. (Eigene DrahtmeSUWg.)

Aus P sandte

Rat der AMerten hat entschieden, die. der deut­schen Regierung zugehende Auslieferungs- l i st e auch den sämtlichen Regierungen der neu­tralen Länder zu übermitteln. Zugleich wer­den die neutralen Regierungen ermckt, die­jenigen Deutschen, die sich auf der Ausliefcrungs-- liste befinden, und sich in den betreffenden Län­dern aufhalten, auf Grund des ihnen zur Last gelegten Verbrechens festnehmen zu lassen und den Alliierten auszuliefern. Londoner Blätter melden, ein Verzicht der Alliierten auf Mmrteilulng des früheren deutschen Kaisers wird in unterrichteten politischen Kreisen Eng­lands nicht bestätigt. Eine endgültige Entschei­dung über das Schicksal des Kaisers ist noch nicht getroffen. Eine Einigung in dieser Frage wurde bis heute unter den verbündeten Mächten rwch nicht erhielt. Es steht immerhin fest, daß die französische und britische Regierung auf eine Ver­bannung des Kaisers dringen werden.

darüber hermn, ob die gegenwärtigen Mißstände darauf zurückzuführen seien, daß sich dieses Amt immer noch nicht über die Preise mit den Rot- standswerken habe einigen können, die für Teile zu bezahlen sind, die diese Werke den Lokomoiiv- fäbriken liefern sollen. Das Zentral-Eisenbahn- amt beruft sich darauf, daß noch frühere Aufträge rückständig feien. Der Minister für öffentliche Arbeiten hat am 21. November mitgeteilt, daß wöchentlich fünfundzwanzig bis dreißig neue Lokomotiven von der Privatindustrie geliefert werden. DaS ist viel zu wenig. Denn die drei großen SSerte von Henschel-Kassel, Haw- nomag und Borstg können allein wöchentlich sechsunddreißig Lokomotiven liefern. Dazu kom­men noch Humboldt, Hohenzollen, Jung, Oren-

Wagen ntnrmt mehr und mehr zu, wie uns ver- Krt wird. Aber trotzdem wird weiterhin über Kohlenmangel geklagt, ohne daß sich fonder- barerweise genau feststellen läßt, wo das eigent­liche Hindernis liegt. Die Zechen behaupten, die Förderung fei genügend, die Eisenbahn sagt, der Transport bessere sich ständig und die Reichs­verteilungsstelle macht andere VerwaltungS- zweige für Verzögerungen verantwortlich. Dieses Ergebnis ist nächst erfreulich. Mag der eine oder andere Teil erfolchteich arbeiten, so genügt es doch raxf) nicht, solange nicht alle Teile Hand in Hand arbeiten und einheitlich auf die Besserung der Verhältnisse planmäßig hinwirken.

BesMteu-Md ArbMsrbMegrmg.

Kundgebungen gegen die Teuerung.

(Privattelegramm.)

schinenfabrik. Diese Werke können noch eine er­heblich größere Anzahl von Lokomotiven liefern, namentlich, wenn ihnen die Notstandswerke T eile abnehmen, ebenso die Waggonfabriken. Die Inanspruchnahme ihrer ganzen Leistungsfähig­keit ist zur Wiederauftlchtung unseres Wirt­schaftslebens dringend notwendig.

Dauernder Wägenmangel bei unseren Eisenbahnen ist schon sehr alt. Berefts 1881 be­schäftigte sich eine Sachverständigenkonferenz in Köln damit. 1904 erreichte er die ungeheuerliche

Ne BolksernShrung.

Nahrungsmenge und Ackerland.

Letze» da« zur «rzeugung de» dlirchschnitt «wen Slatzrungsmengr pro Aoyf nötig' Land ftpreitzt nnö derÖtcformbnnb de« EMSHös«", Bad Nauheim, Fotgendeset Kürzlich ging durch die Presse eine Notiz, wel­che die Auffassung des schwedischen Forschers Ragnar B e r g über die zur Ernährung eines Menschen nötige Anbaufläche zum Ausdruck brachte. Er sand, daß int Mittel VA Dloigen gleich 3750 Quadratnreter pro .stow' nötig seien, wovon 1600 Quadratmeter auf Ackerland ent­fallen. Es wich» die Oeffentlichkeit inte refft et en, inwieweit diese Zahlen durch d » Praois bestä­tigt werden. Eine im Kreise Friedberg (Oberhessen) von amtlicher Seite an gestellte Un­tersuchung gestattet die direkte V-rgieichung der Berg'schen Angaben mit den wirklichen Lei­stungen von landwirtschaftltch'i Betrieben. Tie Ermittlungen in Friedberg beziehen sich

auf die Ablixftrutgsleistuugcn

von 178 Betrieben in der Größe von 10 bis 15 Morgen, 179 Betrieben in der Größe von 15 bis 20 Morgen uno 12 Gutshöfen im Wirtschafts­jahr 1918/19. Es stellt sich durchschnittlich die Ablieferungsleistung dieser Betriebe ie Hektar bebauter Fläche wie folgt: Bei Betrieben von 10 bis 15 Morgen: 1800 Kilogramm Weizen, 538 Kilogramm Roggen. 704 Kilogramm Gerste 656 Kilogramm Hafer; bei Betrieben von 15 bis 20 Morgen: 1914 Kilogramm Weizen, 725 Kilo-w. Roggen, 767 Kilogramm Gerste, 660 Kilogr m Hafers bei Gutshösen: 2727 Kilogramm Wet­zen. 2226 Kilogramm Roggen. 2093 Kilogramm Gerste, 813 Kilogramm Hafer.

Da diese Zahlen nur die reine Mblieferung

Selostvärsorgerration hinMreckmcn. Das ae- schieht auf folgende Weise: In den Dcitttten von 10 bis 15 Morgen waren ausweislich der Wirtschaftskarten auf i Hektar beackerter Fläche 1.394 Selbstversorger zu verköstigen, wöbe' dir Selbstversorgerraiion 108 Kilogramm G«tteide betritzg, 1394 X 108 Kilogramm gleich 150 Ki­logramm; schlägt man die Selbsteersorgerr«Non von 150 Kilogramm Brotgetrcide mtf die Rog- genliesernng dazu, fo haben sie Betriebe von 10 bis 15 Morgen an Roggen ergeben: 538 und 15o Kilogramm gleich 688 Kilogramm. In glei­cher Weise berechnet ergibt sich bet den Betrie­ben von 15 bis 20 Morgen: 1,086 Selbstversor­ger zu 108 Kilogramm gleich 117,28 Kilogramm Die Roggena bliesertrug stoigt von 727 auf 842 Kilogramm. Bei den Gutsbetrieben waren ie Hektar bewirtschafteter Fläche bloß 0,304 Selbst- verfovger zu beköstigen tmb das machte 33 Kilo­gramm ans. Die Ablieferung erhöht sich hier von 2226 Kilogramm auf 2259 Kilogramm.

Rn Brotgetreide

Ziffer von 175 645. 1905 hatten wir 442 334 Gü­terwagen; diese Zahl verrnehrte sich 1910 auf 565 340, 1913 aus 667 048, 1914 auf 696 488 und 1915 auf 725 071. Da auch in früheren Jahren, zum Beifviel 189698, der Wagenmangel zwi­schen 36 000 und 92000 Stück schwankte, häufte die jährliche Vermehrung um rund 30 000 Stück jedenfalls nicht genügen, um die starke Bean­spruchung der Ei senbahnbetriebsmittel durch den Krieg auszugleick-en. Fortgesetzt hatte sich die Industrie über Wagenmawgel, insbesondere in der Erntezeit, soev'.e darüber zu beklagen, daß die Eisenbahn ihre Bestellungen in der Zeit auf- steigenden GeschästSlebens vergab, statt zurzeit des Niedervanys die Lage der Industrie und die ArbeitslosiAeit der Arbeiter durch Vergebung großer Llufträge zu erleichtern. Trotz der großen Not'unserer Volkswirtschaft scheint die Bureau­krane ihre alten Geleise nicht verlassen zu haben. Die mechanische Entladung der Wagen drrrch Selbstentlader oder Kipper wäre zu empfehlen, Hum die Wartezeft der Wagen zu vermindern, die auf drei Stttnden Fahrzett 21 Stunden beträgt. Don Privatbetrieben, die große Mengen von SchüttMtern m bewältigen haben, ist die Maß­nahme bereits eingeführt worden, leider aber noch nirgends von her staatlichen Eifenbahnver- lvaltung.

Das Wohl und Wehe der ganzen deutschen VMswirtschM verlangt aber mit allem Nach­druck eine gründliche Beseitigung der Ver-- kehrsnot. Sie ist die Hauptursache aller an­deren. liebel. Hier und da. zum Beispiel in Qberfchlesien. hott man, daß die Bergwerke die wieder reichlich geförderten Kohlen auf die Hal­den stürzen müssen, weil sie nicht abgefahren werden können. Dabei frieren und hungern die GroßWdte wegen Kohlenmangols und wegen der pnntoglichkeit. die Kartoffeln beranzuführen. Mancher Jndtsstriezweig der Großstädte und von Mittel- und Süddeutschland muß wegen Brenn­stoffmangels feiern. Das Vertrauen des Aus­landes zu nuferer Wirtschaft kann auf diese Weife nicht steigen. Unsere Währung sinkt immer tte- fer. Wird aber die ganze Leistungsfähigkeit des Verkehrswesens wieder hergesiellt, so hört die Nrbeitslosi-Mit auf, die Industrie kann die Auf­träge ausführen, die ihr überretchläch von dem kntsgehtmgerte.t Markte zuftießen. Tie Ausfuhr kamt wieder in Gang kommen. Mit dieser na­türlichen Entwicklung unseres WirtschaftÄebens wird sich auch das Vertrauen des Auslandes zu nierer Wirtschaft neu beleben und damit unsere Währung heben. Mit dem Streit über die Grnnd- iitze der Sozialisierung und die aebimhene Plan- v irisch ast ist Zeit genug vergeudet worden.

Versammlung der Mehr heitssozlalisten

Berlin. 30. Dezember. (TelegvaphisLe Mel­dung.) In 20 Versammlungen nnhmen die Mehrheitssozialistcn zu der neuen Lebens­mittelverteuerung Stellung. Die Red­ner betonten, daß hi« Bewilligung von Wbkiefe- rungsprämien Zwar allen sozialistischen Grund­sätzen widerspreche, unter den gegenwärtigen Umständen sich aber nicht vermeiden lasse. Es soll unbedingt dafür Sorg« getragen werden, daß her Mehraufivarrd von den Arbeitgebern geirag-u wmde. Andernfalls werde der Ar­beitsminister selbst vor den schärfsten Maßnah­men nicht zurückschrecken.

Kaffckr Neueste Nüchrichtm

Kasseler Abendzeitung Hesfische Abendzeitung

(Weizen und Roggen zusammen) wurde also einschließkich der -AelbsiversorgerratiLn abgelie­fert: Von 178 Betrieben von 10 bis 15 Morgen auf 2 Hektar 2488 Kilogramm, auf 1 Hektar 1244 Kilogramm; von 179 Betrieben von 15 bis M Morgen auf 2 Hektar 2756 Kilogramm, auf 1 Hektar 1378 Kilogramm, von den 12 Gutshöfen- «uf 2 Hektar 4986 Kilogramm, auf 1 Hektar 2493? Kilogramm, Eine verforgnngsberechtigte Per­fon (Städter) hatte Anspruch auf eine Tages­kopfmenge von 240 Gramm Mebl. b t im Jahr« 87,6 Kilogramm Mehl zu 94 Pro- m Ausbeute gleich 93,2 Kilogramm Getreide. Demnach konn­ten von 1 Hektar mit Kriegsbrot versorgt wer­den Durch die Betriebe von 10 bis 15 Morgen 13,35 Personen durch die Betriebe vor. 15 bis 20 Morgen 14,78 Personen, durch die Gursböft 26,75 Personen.

In den Kleinbetrieben vcrsorat also 1 Hektar rund 14 Personen mit her Kriegsbrot- Tatton Nun entf el auf 1 Hektqr Roggen- : *~ Woizenlmrd in Hessen laut Reichsstaristik 1 ELr 1918 ihrs uns dir Zahlen augenblid nicht zur Hand) 1,19 Hektar andern» ges land (Hafer, Gerste, Spelz, Kartofftzln), s.-n zur Versorgung von 14 Personen in den betrieben des Kreises Friedberg eine K- - ackerfläche von 2,19Hettar gleich 219UY Ouor Meter erforderlich war. Auf eine Person < fi-el 21900:14 gleich 1560 Quadratmeter Es i zu beachten, daß nach der ReichsstatiMk die Ern- teertrSgr des Reiches in Weizen und Roggen sich zu 'den-Ernteerträgen Hessens wie 0.86:1 verhalten (im Fahre 1916). Berücksichtigt man ferner, daß der Kreis Friedberg in her kornae- segneten Wettera« goaenüScr dem Durchschnitt Hessens auch wieder höhere Erträge brinat. so wird man das Verhältnis mit etwa 0.75:1 fest­setzen können. Demzufolge entsprechen 1560 Quadratmeter in Friedberg einer Ackerfläche von 1560:0,75 gleich 2080 Quadratmeter im Rercke.

Diese Zahl ist irm etwa 30 Prozent größer als die Angabe Ragnar B e r g s . doch erscheint hie Uebertnnstiurmuna für U-berstblagszwecke ge­nügend. nm sowohl zur Verläßlichkeit der Bcrgs- ichttt Zahlen, als auch zur Richtet eit der hier

Aeberschwemmung in den Vogesen.

Straßburg. 30. Dezember. (Privattelegramm.) Die Straßburger Blätter melden, das W e i - lertal in den Voaesenusowie die Stadt Mar- kirch sind vollständig überschwemmt. In Mar- kirch steht das Wasser VA Meter in den Stra­ßen, in denen ;nan mit Booten umh-rfährt. Der Zugverkehr nach Markirch und Weiler ist ebenso wie der Drahtverkehr unterbrochen. Außerdem sind Hesteiet. Benfekd rmd Darr tu den Vogesen vollkommen und Schlcttstadt teilweise überflutet.

Men aus BsttMszetten.

Ans dem ftanzöstschen Gelbbuch.

(Eigene Drahtmekdung.)

Gens. 30 Dezember.

Die Feststellungen in dem französischen GeLb- buch vom Fahre 1900 bis 1902 beweisen, daß man sich in den damaligen leitenden Kreisen Deutschlands optimistiicben Selbsttäuschungen bingegeben hat. Das Gelbbuch enthält in dieser Bestehung einen Bericht des ftanzöstschen Bot- schast-rs in Rom vom Frühjahr 1902 über Mit­teilungen, die der italienische Minister V r i n e t t i Über seine Begegnung mit dem Für­sten Bülow in Venedig hatte. Prinetti teilte dem Vertteter Frankreichs utit, daß er vergebens versucht habe. Bülow für eine Aendcrung des Wortlautes des Treibuüdvertragcs zu gewinnen. Er sei deshalb bereit, sich mit Frankreich über die Möglichkeit einer Rückversicherung zu urtterhalten. Zwei Jahre nach dieser Venediger Urttcrredung mit Prinetti hat aber Fürst Bülow im Reichstage die Verhandlungen Italiens mit Frankreich, wie man sich erinnert, scherzend als harmlose Walzertour bezeichnet.

Weileres Neigen des Hochwassers.

Schäden im Rhein- und Moseltal.

(Privattelegramm.)

Koblenz, 30. Dezember.

Nach erneutem Steigen deS Hochwassers stand der Rlfeinpegel gestern abend mehr als sechs Me» ter über hem normalen Stand. Die tiefer gele­genen Lrtsteile von Ehrenbreit st ein, Pfaffenberg und Nenendorf, foroie die meisten Ortschaften ober- und unterhalb von Koblenz stehen durchschnittlich ein bis zwei Meter unter Wasser. Der Verkehr zwischen den oberen Stockwerken wird notdürftig durch Nachen aitfretl)* erhalten. Die kleinen Bäche im H nsrück und tm Westerwald weisen ebenso wie die Mosel mich den neuesten Meldungen wei­teres Steigen auf. In D ü s s e l d $. t f ist dar-: ' r1 r 'y "A'1

,verft bis über einen Meter überfl'uVt. Auch der am Rhein gelegene Kaiser-Wikhelm-Park ist überschwemmt. Das Wasser steigt weiter.

ttirchen. Tie Zahl her repn-.gei

>>hauten Lokomotiven undiTi

Kaiserbriefe an den Zaren.

Zürich, 30 Dezember. (Eigene Drahtmekdung.) Boi her vom PariserJournal* angekündigten Veröffentlichung der Privaibriefe Wilhelms des Zweiten mit dem früheren russischen Za­ren handelt es sich um 7 3 B r i e f e und zwei Entwürfe von G e h e t m v e r t r ä g e n. Die an- ,üblichen Briese und in englischer Sprache ge- ichricbert und sollen photographiert sein.

des H der heu

Gesandte kündigte Ferner eine Llnvvort- note fe gi.truntz MtMdie letzten Forderun- gen deMWMr: tirMSchftcn Tage an.

m-ihe: aus Paris: Der