Meier Neueste Nachrichten
Hessische Abendzeitung
Kasseler Abendzeitung
Kummer 325
Fernsprecher Sol und SSL
Donnerstag, 25. Dezember 1919.
Kernsprecher 951 und SSL
Noch kein Friede auf Erden!
A
bet Thorner stolz auf sein reines Deutsch.
Trotzkis Mutter.
unter der polnischen Herrschaft zu leiden
-habt: die Polen beraubten sie des Stapel-
in Batum fest genommen und nach Nowr
Amerika nab der Frieden.
btänaitna durch des Slawentum hat Ü4 doZ
, m und
gxferrtotrfpreife *) etneelmtf« eufträg«, DU «tnf»atttg< ttrneigen. 3eHe 80 Wg. (et*. fd.ltcttt<6 Xeueru*g*f*l*l«fl). *W rt*fpaHlge Steflamejette Ä 1 JO eetnschkeßNch teeereng». ,Uschlag,. », Äutroarttge Auszug,: »te etnfoalttg: Stajetgerjett« 40 «g. **d ro-l. Zcuerueg«. Mchlag. >t« elu(p«lUg« Meneaeieik 9. !.1O w* 60% r« eru*g«,uschlag. — FSr Me Sirtttflteit aller durch Ferulvrechek aufgege»ene* «njetge«. fowte fftr RefnaSmcOat« tmt> State (eine ®emi*t. - «eschLsUllelle: «lutsche «träte s. relevdan «r. 041 u, MX
Dtenschcn eingeborene Verlw Und ist es freute anders?
Sie Kasseler Neueste» Nachricht« ericheiu« wächeutlia» 'echtmat uud rocr a t e n t> 4. »er Krpnneniepifrreie betragt men eil I JO Marl bet freier pufieüung t»r Haus SefleBung« »erb« eb et fett eee der •ef<täti4(lelie ober den Soun entgege*oenomme*. 1 ruderet, Serlaa UNO »edoltieu Echlachtbosslrabe »chO. PUr von erlangt etugeiaudte Seitrage lau« die Oiebeltton eine ercmtwertime oder Gerdahr i* lebtet« .'alle übernehme». Nachzahlung des Se,ues«eides ober»nt»rü*t roeaen eh»oUet»l6lorbnuneen’6t'oer Sie erun«ausgeschlossen
dEnaeflutot. 1454 kmpörten sich die Bürgel --eaen die «r Willkür gewordene Ordensherr- 'tDrst, ftikmten inch zersprengten die Ordens- "nra und traten 1464 als frei« Stadt unter die 7>berhesteft Polens. Thorn hat schwer
Basel, 24, TN Die Basler National
Basel, 54. DeMNfrer. (Lekegraphrsche Mc bintp.) Ter Vertreter eines Pariser Blattes mci bei aus Warschau, daß die MutterTrotzkiL
Mehr Liebe
Weihnächte,! 1919. Von
auch Kranken und Schwaben sind es gewesen, die sich hier ansiedelten, und noch freute ist
d«S Bedürfnisses der HandelSkrcise nach dein Friedenszustand 'n der Rattf kotionSsrage allseitig «u Kompromiß gesucht wirb.
ruber. (Prrvattettgramm) itung berichtet ans Paris-.
9. Jahrgang.
Jas deutsche Thorn.
Line Stätte alter Geschichte und Kultur.
3« diese» Sage» lft die feind.iche nad> dem deut chen Osten gereist, die die «de tretuna »ennehen Gebiet« an Palen "»erwachen w.DiestmEedlctsverlnst widmet dieZeitichrif „cheimatknnst" folgenden jeltgemLtzen Aufsatz
Das finstere Schicksal, da- Thorn. den aV ton Wachtposten deutscher siulttwan derLech. sei. den Polen in die fxmfrr fltbt, to.irt feine Schatten voraus. Um fr» salzen derrtscher Kunst, an den-» die Stadt nach Möglichkeit »u wahren, hat man beschlossen, di« ehrwürdig großartigen Ruinen desgalten Or. densschloffeS unter einen besonderen Tenlma.S- schmn in stellen, und die modernen Denkmäler frie den Polen ein Dorn im Auge sein könnten, das Standbild Kaiser Wilhelms I, die Bismarcksäule, wohl auch das Krlegerd-nkmgl Mit seinen kunstvollen Mosaikbildern und d-e Skulpturen der EisenbahnoEcke, foHeii vb.r- frattbt entfernt und nach dem Khslhau- s e r gebracht werden, um dort besserer Zeiten zu
Mrieden ffir Rußland.
Drohungen der Entente mit Gewalt.
lPrrvattelegramm.s
Basel. 24. Dezember.
Artur Brausewetter.
Ein gestorbenes Volk. Bon den stolzen Fein- ben zertreten, innerlich zerrissen, in ungezählte Parteien zerspalten, tm Geistesleben erstarrt, einst angesehen und leuchtend unter den Völkern, jetzt ein auSgelöschteS Lickst; so sah Israel aus, ecks der Retter dem Lande erschien und der Morgenstern leuchtete Wer dem dunkel«» Lande. Und nicht anders war es tm heidnischen Lande. Abgewirtschaftet die alten Kötter, verloren und beriacht der alte Glaube. .Wir wissen nichts!* die letzte Erkenntnis der Weisen. Hochmütige Weltverachtung auf der einen, skeptisches Genießen und AnSkosten freS letzten, leeren, fchlech» ten Augenblicks auf der anderen Seite. Und auch hier nur die eine bonge Frage, die eine zehrende Sehnsucht: .Wann luirb der Retter 'mimen diesem Lande?- Was aber mehr als alles fehlte, hier und frort, das war die versöhnende Macht der Liebe. Alles befehdete sich: politisch, national, religiös. Pharisäer wider Sadduzäer, Israeliten wider Samariter, Heiden wider Juden. Kein einigendes Band, keine Mö-qLichtett der Verständigung.
Da trat Christus in die Welt. WaS war das Besiegende und Ueberwaltigende seiner Ersehe'- nung? — Ein neu Gebot gebe ich Euch, daß Ihr Euch untereinander liebet, gleichwie ich Euch geliebt habe, aus daß auch Ihr einander lieb habe! 1* Das war daS Ueberwälttgende seiner Botschaft und Tat. Denn Liebe ist im letzten Grund Tat, ist Opfer, ist Hingabe freS Besten und Letzten für den Geliebten. Indem eS ChrostuS gibt, Wird seine Erscheinung ..er Quell- punlt eines neu ausblühenden Lebens. Di« Offenbarung in der biS zum Tod« getreu'n Liebe crcOert die Welt, nicht nur di« heidnische und md'sche, sondern vor allem di« germanische.
Was Liebe ist? Es gibt darauf nur eine . tawort: Liebe ist Todesbereitschaft. Nur den tiubst du, Mr freu du jeden Augenblick freudig und ohne mit der Wimper zu zucken, dein Leben in den Tod geben kannst. Prüf« dich» für wen du eS könntest — und du wirst erfahren, wie wenig Liebe du hast. Prüfe dich, wer eS Mr dich täte — und du wirst wissen, tote eng her Kreis deiner Lieb« ist. W» könnte ich den lieben, für den ich nicht, wenn eS fein mutz, mein Letztes zu geben willig wäre? K'e könnte mich der lieben, der nicht ein Gleiches Mr mich täte? EHristuS bestand die Prüfung der Liebe. Er' frei» kündrte nicht nur das neue Gebot der L'.efr« — er starb für sie. Freilich, der Boden für ein so neues Gebot mußte vorbereitet sein. Und er war «S. Denn unter allem zersetzenden Zwiespalt, unter der glimmenden Asche des tötenden Hasses lebte und webte die still« Sehnsucht, das den:
spalt und kein Hatz ertöten können: daS Verlangen nach Liebe.
Die Zeit, die wir jetzt durchleben, hat mancher einntal festgegttindeten Wettan-schautrng! einen Riß zugeMgt, frei sich nicht mehr schließen will, manchen Glauben erstickt, einmal so groß und nrutia, daß er Big- versetzt«. Ter Glaube an das Große und Gute ist gestorben und will nicht wieder auferstehen. DaS ist das liefe Leid, an dem wir in unserm Vaterland« heute kranken. Unter unüberwindlichen Eindrücken sind die Mächte des Zweifels und der Verneinung wach geworden. Wir sind irre geworden an der Liebe Gottes und der Menschen. Und doch geht durch die ganze Welt ein Schrei nach Liebe. Je kürzer hie Tage und je länger di« Nächte unseres Le- bcnS werden, umso mehr wächst dieser Schrei. Wer wäre ein Mensch utä> dürstete nicht nach Liebe? — Ta kommt Weihnachten. Ein der- schlossener Himmel öffnet sich Die Liebe erscheint in ihrer eigensten Gestatt auf bei armen, umdunkelten Erde, ruft und lockt die Menschen: .Laßt Euch versöhnen mit Gott!* Tas Licht tft da. Das ermüdend« Gleichmaß der Tage weicht vor ihm und die grämliche Sorge der Rächte. Die Toten weiden lebendig und wandeln in seinem Scheine. Die Unversöhnten reichen sich die Hände. ^Frtede auf Erden!« ist seine befreiende Botschaft. In das in Zweifeln ringende Herz, in das ungelöste Dunkel des Dergeheirs und Stechens ßleitet sein Hauch
.Mehr Siebe!* Weihnachten will uns die zanze Sehnsucht dieses RufeS in die Seele prägen. Mehr Lieb«! Im Verkehr von Mensch zu Mansch! Im Leben des Hauses und der Familie! Mehr Liebe im britischen und im sozialen Leien! Mehr Liebe, mehr Verständnis in frei Stellung, selbst im notwendigen Kampf der Par- tc’-cn! Mo-.' iefre ober auch im religiösen und kirchlichen Leven! Da» tote Dogma und der
der unsere Feinde nur einen bekurlden: uns. die bereits übergenug Gedemü- ti-gten, fr»3 auf den Grund unseres Seins zu vernichten, auszutilgen und auszumerzen deutsches Wesen und Wirken bis zum Letzten,' in einer Zett, in der im eigenen Lande alles sich freJäntfrft und befehdet —ein» hat kein Zwie-
2utzer7ich« Schematismus haben heute in der Kirche Christi keinen Platz mehr. Sie können die DolkAirch« nicht schaffen, die wir brauchen. DaS Evangelium Christi, das Weihnachten unS kündet. ist das Evangelium der großen Liebe. Die soll man predigen in allen Sprachen und Arten, soll sie ttmsetzen in di« Tat. in den Glauben, der tätig ist in der Liebe. Wir fragen nichts nach Richtungen und Lehrstreitigketten. in allem Schwerem, das wir durchleben müssen, hungern wir nach einer Religion der Lieb«, nach fron ihr erfüllten Menschen, die sie uns bringen, gleichviel in welcher Sprache sie eS tun, nach dem lebendigen Christus, ihrem Künder und Erfüll«! fr iS in den Tod. .Dafrei wird ieb ermann er- lemren. daß Ihr meine Jünger seih, so Ihr Liebe unteieinander habt.' — Wir haben bisher in religiösen Dingen zuviel Wert aus Lehre und Wissen gelegt. Wir haben vergessen, daß nicht daS, was wir frören und erlernen, unser inneres Eigentum wird, sondern was wir erleben. Weih- irächten ist die Tat der großen Liebe. Erst wer di« in sich, erfährt, der- erlebt, was ihm kein Lernen und Wissen zu geben vermag. „Wissen ist nichts/ sagt der Weise, »Wissen ist eitel, Gnade ist alleS/ — So komm, fru Helles, heiliges Weihnachtslicht. Komm, mache uns stark und wieder frei itrtfr froh.
Welt.war verloren. Christ war geboren. Freue dich, freue dich, o Christenheit!
Reue Frieden?-Verzögerung.
Ein Entgegenkommen der Alliierten? lPrivattelegramm.)
Berlin. 24. Dezember.
Der Generrlsekietstr der Friedens-n cie-rz, Dueastra, überreichte gestern im Mrnistekttnn des Neustem dem Füller der deutschen Delegation, Fretfrrrrn von Leisner, die Antwort der Alliierten auf die deutsch« Note vom 15. Dezember und begleitete die Nebergabe entsprechend den Fnsiruft'onen des Obersten RateS mit einer mündlick^n Erläuterung. Laut HavaS erklärte Fre Herr von Lersner, er fei der Ansicht, daß er wegen der Schwierigkeiten deS drahtlichen Verkehrs seine Regierung persönlich befragen müsse. Er werde noch am Abend mit allen Tach- verständigen ab reisen und in Paris einen ÜScrtreter der deutschen Delegation znrücklaffen. LerSner betonte dabei ausdrücklich, daß seine Abreise in keiner Weise als ein Abbruch der Verhandlungen ausznsassen sei. Die offiziöse Pariser Agentur glaubt $» wissen, Dncastta habe frei seiner Mitteilung an Freiherrn von Lersner hervor, geholen. dass frie Alliierten Verständnis für die w irtschaftlichen Schwierigleiten Deutschlands zeigen und auch den Wunsch hegten, diesen Rechnung zu tragen, Dueastra habe ferner daraus auftnerlsam gemacht, daß eS gelingen werde, im Falle des Nachweises einer lieber, fchätzrurg des gegenwärtig im deutschen Besitz fre. sindlickien Materials, auf der sich frie Forderungen der Alliierten gründeten, diese entsprechend zu ermäßigen. Die offiziöse Pariser Presse äußert sich in auffällig umständlichen Redensarten, frie allem Anschein nach den Zweck haben, MeinnngS- ober Jnteressenverschie- denhetten im Lager der Entente selbst zu verbergen, aber gleickHeitig die Verantwortung für eine neue Hinausschiebung der Frie- densratiflkation auf Deutschland abzuwälzen. Rach den Andeutungen deS gewöhnlich gut unterrichreten Journals" erscheint die Wie- derautmackungskonnnission, d'e fiir den Wiederaufbau der zerstörten Gegenden zu sorgen hat, die vmr Deutschland vorgefckssagene Herabsetzung deS auszuliefernden Docknntterials befürwortsst zu haben, womit jedoch die englische Regierung nicht einverstanden sei. Man hat deshalb vorläufig Deutschland zur Unterzeicknmng des Zu- satzprvtokoüs anfMfordert, ihm aber in einer so- eemmirten Verbalnote die Prüfung und teilweise Berücksichtigung seiner Gegenvorsckstäge zugesayt. Man würde es aber vielleicht m Paris gmiz gerne sehen, fräst Deutschland seine Unterschrift vertage bis zur endgültigen Erledigung der Ersatzfrage, damit man ihm die Scknrld an der Vertagung der Ratifikation znsifilebeu imfr neue Repressalien androtzen kann. rotrS von eini gen Hetzblättern bereits voryeschlagen wird.
harren.
Thom nimmt ja in der ßefdMte be8 beut scheu Ostens eine b-sonbers frervorragciche Stelle ein. denn als bte Bruder be3 Crbcn» -<t Marren auf ihren Holzkähnen über die We-chscl setzten, um bas Preußenland ,n fletot.rmen.ba zimmerten sie frier, wie die Salte er^abtt auS dem Holz eines emzraen rtesigen Eichbaums Ine erste Burg, und jedenfalls wurde „ThuiUa. , fräs wobl .Turm" bedeutet und mit dcr morgen- ländischen Ordensburg der Mcrrienbruder Tho- ron nichts xu tun bat. die .erste Stadt auf preußischem Boden, bte bereits tut Jahre 1233 ^wd>- Lr«f-t erhielt. Niedersachsen und Westfalen aber
Rosw geschafft wurde. Etn umfangreicher echtS. überfielen und v-rgewaltiglen di« Stadt wechsel, der von Stiem Sohn und anderen w -ttaitffrörti*. bis schließlich das Blutbad der schewistenfichrern stammt, wurb« bei ihr borge- Thorner Tragödie- fre-n 1724 bte Ent- _______ _________ _____„___________ T____ftinDen. Im Verlauf« der '---nobmung gab -üfbtua ganz Europas gegen diese polnischen Die neuesten 'e st-a-tS eintreffenden Meldungenifrie Festgewmrmene zu, mir einer Mission für Greuel hervorrief. Aber gerade in dttt-r Be.' ans Am er i-'a hettätigen. fraß unter dem DrücketTrauskatckasteu betraut worden zu fein. frtänaitna durch daS Slawentum hat Sch daH
Sie stohlenmt.
Katastrophale Lane im Siegerlartd.
(Pirfrattelegramm.,
Siegen. 24. Dezember.
Di« Wirkung der Kohlennot nimmt in den Diegerländer Infruftriefrefirteu geradezu kata- strnphale Ausdehnung an. Das ganze Gebiet steht bei einer Fortdauer deS je-n.gen Zustandes vor dem Anssammenbruch. Emo Re.he von Erzgruben liegen bereits still. «St iere «er. freu in den nächsten Tagen znm Sttll'egen kom- men. Einige Gruben stehen in Gefahr, zu e r - saufen und damit auf Fahre hinaus perloren zu gelten. Die Hammerwerke stehen znm grüsiten Teil still. Hochöfen fmb «eschlossen worden. Cb eS gelingen wird, sie wieder^ in Gang zu bringen ist mehr denn fraglich^ .Aus dem Dillkreise wird ebenfalls Über Stilllegung von Gruben berichtet. Eine Ver- sammlung von Vertretern der verschiedenen Werke und ihrer Arbeiter, an der auch bte Abgeordneten Hne und Fiedler von der Nationalversammlung. sowie der Abgeordnete FrieS von der Prenstisck>eu Landesvcrsammlung tetlnah- men. faßte eine Entschließung, in der sie a n die Bergleute d'e dringliche Bitte richtet, auch ihrerseits alles zu tun. nm die fr'e siaen Werke vor Sfillegung und die Siegerländer und nassauische «rbeiterbevölkeruna vor dem «n- hetlvollen Leben der Arbettslosigkrtt zu schützen.
bett Sechssib«nbe«»Tar?.
Hamburg, 24. Dezember ^Telegraphische Melfruna l Der Beirat der Kohlenwir.schg-iS- stelle Hamburg, der atis Arbeitgebern und Arbeitnehmern zi'sammenaesetzt ist »läßt «ine Er- klärnng gegen frie Verkürzung der Arbeitszeit im Bergbau «ns sechs Stunden täglich. Er weift aus die jetzt schon geradezu katastrophale Kohlmlaar hin «nd erklärt, dass eine Verkürzung der Arbeitszeit ans terfi8 Stunden verhängnisvolle, ja katastrophale Folgen fraf-en würbe für unser gesamte« Wirtsll aktslebeu. ftn Altona wurde rtcüent d'e Gai Herstellung und Ablieferung eingestellt. da die Kohlenvriritte des Gaswerkes gänzlich erschöpft sind.
Konstant!nspess MitM.
Bor der „Lösung" der tütfifchen Frage? sPiifrattelegiamm.^
Rotterdam. 24. Dezember.
Engfische Blättermeldunaen besagen, frie türkische Frage siebe jetzt vor der Lös-mq durch den Obersten Rat. Schon jetzt sei, so gut wie sicher, dass Konstantinopel mit der Meeresenge durch den Völkerbund vermaltet wird. DaS bedeutet im Grunde das Ende der europäischen Türkei. Nack einer weiteren Meldung beerbt sich Llovd George in Begleitung BalfourS nach Paris, wo in spätestens vierzehn Tagen eine Konferenz stattfindet. bei der es sich lediglich um die türkische Frage handelt. Als Vertreter Ftal'.PiS wird Nitti erscheinen. Lord Robert Ceeil bat das engltech« Kabinett etnarlafrcn, soweit wie möglich über diese' Konferenz der M'nisternräsiden- ten in Paris Auskünfte z„ a-ben "nfr richte' freute im Nnterfra'se an Llovd George die Fra"' welches frie Probleme fist’’, d'e in dieser Ko" renz verhandelt werden sollen.
Da- ltnke Rheruufer.
Basel, 24. Tezemfrsi. (Eigene DrahtmskfrirnH.) Die Londoner LHointergfrost bedauert, daß man in cer FriedenMoerkeren; anstatt Elemenceau den Prckftdenten WLfan unterstützt und das linke Rbeinufernichtan Frankreich gegeben hach«. Ebenso bedauert das Blatt, daß kein Polen gefcfraffer. wurde, daS stark genug wäre, um gegen das deutsche Reich und Rußland als Pufferstaat zu bienen. .
daS dem eine? Westfalen auS der Seflend von Soest und Dortmund anstallend ähnelt. Der mächtige Bau der Ordensburg, frie sia> stolz uver der Weichsel erhob, war mit teinen massig starten Türmen dem sänlenaetragencn firenzgaufl. front mächtig vorsprinaenden DanSker. tu t j r - Glanz frei bunten .stieget und frei stramc». Fenster, den tocitumfrergelagerten Vorvuifle^. so reckst ein Sinnbild der deutschen OrdenSm-ackst, fr!« sich di« Slawenwelt damals unterwarf. Wenn auch vom Schloß nur noch dürftige Reste vorhanden sind, so bieten doch dafür die Kirchen Thorns die wichtüasten Beugen für frie Entw ck- lung der deutschen Orben8bautunft, dieses wundervollen Sills, frei die rttterlrfre Anmut der Gotik mit der nwnmnmtalcn Große einer wmhttaen Wehrkunst bereinint Die Thor, ner St. IohanniSkirche besitzt daS älteste Steingewölbe, das sich in Demschland nachweisen läßt, und da frei älteste Teil d-eseS Domes bald nach 1286 gebaut worden ist, so 'st damit nach den Forschungen Steinbreckts die selbständi«« Entstehung dieser Gewölbeform m Preußen erwiesen, während man früher dieses e'qerrartigste u.nb schönste Merkmal des Ordens, siils mit entaitoen und ssandinavischen Vor» bildern in Beziehung setzen wollte. Auch fr e AssSbikdnn« des riaenartiaen Backsinnbau-S, welcher der Ordensfttnst ihre gedrungene Fcsttg. kett und harmonisch« Geschlossenheit vettechr, lSsit sich am besten in Thorn verfolgen. Wah- vand die Fohanniskirche die Backsteintechnik noch in den Anfängen zeigt, indem daS Maßwerk der Zensier ans Sandstein hergestellt werden mußte, -,-iflt die im 14. Jahrhundert entstandene St.
-kobifirch« bereits die ganze reiche, buntfarbig« Wirkung dieser Architektttt, in der cmßerordent. sich feinen Gliederung der Meiler, in der leben- digen Anmut der bunten Steine, frte «m we-ß- verputzten Blenden wechseln. Großartig bet aller Schlichtheit ist auch die tnrmlosc St. Mw rtenNich«. Ihre Krömmg erfährt aber die Ar- ctiteWtti TbornS in dem wundervollen Rathaus, dessen Fassade <m den Papsipalast . :n Avignon erinnert und das überhaupt mehr Die Sage der Estländer, der Verräter -,er Burg als einem ftiedlichen Düigerbau auf enAißchen Befehl an ihren Helfern, de ,eit »ES albt kaum ein zweites mittelalter-
Deutschen, ist, amerikanischen Drahtmeldn"' rs RaÜ»auS." sagt Steinbrecht. .daS an Um»
utfaige. außerordentlich kritisch. und imposanter Erscheinung dem Thorn«
Wflerten drohen ihnen mit Blockade, { tchkäme — ein Zeugnis der ehemaligen Krötze Estland nnt den Bolschewisten Frieden ichl' ,,-r Stadt etn Denkmal des SelbflbewnßfieinS
Weigern sie sich, den Frieden mft Sowjet-R:. [irer Bürger, in fernen Landen als Wahrzeichen
iartb pt unterzeichnen, so erfolgt andererseits e ( ,ufr Miteelpnnft der Grentstadt brkannf — Einbruch der Bolschewisten in Estland^ Wie vei Fiügeregte und tragisch« Fabrhrmderte sind seit lautet, baden die Framosen frie Absicht, zu i^er flett. da diese Banken entstanden, über Thor» Besetzung von Estland zu schreiten. - - --