Kasseler Neueste Nachrichten
K
ifyr~n 'Jfuocn tefc i<6. bte Tiefe ihres Gemüts'.
WaS in ihnen
kichtstille Weikmachtswefenheit.
liegt über
Und Fritzchen ist das Adoptivkind der
verlosen geworden.
!
k
in unseres Verlangen
Seele. — Und heute?
Eine schwere, ftirrntootie Rächt bei- ^»irischen Lande.
ist ein Wühlen und Branden Volkes Seele Ein Drängen nrfb
»Aber ich hob dir doch den Schein geschenkt.' Der Kleine wich rot und schweigt verlegen. »Nun, wo hast du denn das Geld gelassen?' Und weinend antwortete Fritzchen: „DaS hab' ich Muttem beschert — aus dem Grabe liegt es eingebuddelt -
>u tiefst lag. war wach geworden und klang empor irrtb war Andacht und Weihe. Es war das Wachwerden »n dem Heiligsten der deutscher»
Weihaalytsserle.
Sine stille Vorfest Betrachtung.
Bon
Reinhold Brann.
Ein Feldpostbrief aus dem Jahre 1916 liegt OOT mir und da lese ich die Worte: »Das innige, gemütstirse tembeutKbe L ad her heikgeu Narbt erklingt im FestlnigSbcrncke unseres Schützen, grabens. Andächtig lauschen wir bei Hnmnels- botschaft und unsere Seelen lösen sich ganz bom Kriege los. Traumversnnk n steh n wir imb halten unfern Atem an. Liebwerte Kameraden meiner Kompacm« stnd's. die uns überraschen. Die Töne einiger Mundharmonikas, vermischt mit feierlichen Glockenklängen — die ein abgebrochener Spa'en abg'bt — trägt der Abend- Hauch an unser Öhr und weil »ber die Brüstung des Schützengrabens hinüber ht den seindlt>chen Wald. C du fröhliche o du selige,gnadenbrin- «ende Weihnacbtsreit! Das also sind die Freudenboten der diesiäbrigen. heiligen Nacht. In
In dun Rechtsstreit, den der ehemalige Fürst von Waldeck und Pyrmont gegen den Freistaat Wasidcck-Pvrmmtzt angestrengt hat, :ft neuer Termin auf den 3. Januar 1920 vor der st ibists,immer 2 des Landgerichts staffel anbe- raurnt worden. Amb in diesem Termin wird <cher der interessante Prozeß noch nicht verhandelt werden, da eine von beiden Parteien ernannt" Kommission die Möglichkeit eines Vergleichs prüfen soll. Diese Kommission wird in den ersten Tagen des neuen Jahres ihre Tätig-
Bellage. 1 >
Mittwoch, 24. Dezember 191».
An« der fieimet
Das Waldorfer Domanium.
Wendung itn Prozeß des Waldecker Fürsten?
WethnachiSleele • sein, jeder in seinem Kreise und an seinem Platze?
Weibnachtsseele - fein, daS heißt: „Ich rlau- i>e an den Gott der Liebe, an den Steg alles dessen, was der größte Liebesmensch aller Zei. trn gefühlt, geda-stt und getan bot, wasBr er geworben ist Ich glaube an den kommenden Frieden m un'erem Volke nab wenn's auch noch
Bnnte^ ME.
Sie Ob*r »mb ihre <Sef*i*fe.
Unter den Darbietungen deS Theaters fuiM die Over immer mehr Frerrnde, und mit der Liebhosterm wächst bei Vielen der Wunsch, mit mebr Verständnis in das Wesen der Over ein- mbritwn. Da wird eS lebhaft begrüßt werden. daß der bekannte Musikschriftst-a-r und Dschi-neomvonist Edaar Isi«c „DaS Buch der Over- f Verlag Hermann Hesse, Berlin W. is) nrm Preise von neun Mark be-ausgeo-beu hat. Er gibt darin eine lebensvolle Darst-stuna ir*b erschöpfende Analyse der bedentt-ndst-n O"ern unserer deutschen Meister und -war sowohl des musikalischen. als Mph dramatischen Tertts dar Over. In erster Linie ist das eigenartige Wer* für die Krr'se bestimmt, d'e stch r’n,,f,x u-n ' a' Verständnis deS wesentlichen Problems der Oper bennaoen. Auch die Mustkstud'g-e--'' m "nh der vorgeschrittenere Fachmann und Künstler werden :n btefem reichhaltigen mit zablr-icken Notenbeilviel-n «"schmückten Bande eine reiche P'-ndarnbe wissenswerter Daten imd anre • end er tz>rch-»-ken finden, so daß es auch als Weihnachtsgeschenk ;m empfehlen ist.
SVe *«« Srdlnnern.
Nn et**« Rede. Me Dir Sharkes Bm-kons. ^er Erstader ter nach >dm benannten Dampfturbine, kürzlich in Lenden hielt, redete er einem dem Plane das Wort, ein Bohrloch von neunzehn Kilometer Tiefe in das Erdinnerezu treiben, ein Unternehmen. daS nach Parsons Berechrmng eine Arbeit von fünf--';
Wb« «Der Wett.
<?in Schurkenstreich.
Ans Lübeck wird geschrieben: Einer angesehenen' Breslauer Prosessorensamilüe ist durch den Schurkenstreich einer wegen Diebstahls und 11 n- 'erschlaauna vorbestraften Menstlen übel mitge- ’Meft worden. Die Tochter des Universitä'spro- f-ffors. wes,s-r sich mit der Mutter in Lübeck auf- lnelt lernte dort den Miahria-m Handlungsge bilsen Rast ans Leivzia kennen. Als di« Frau des Geheimrates Aufklärung über die Annäh-- tnug an ihre Tochter verlangte, stellte sich ihr Rast als „Syndikus Dr, iur. Rast- vor. Der Geheimrto gab das von Rast swiftli-ch nabge- s"chte Jawort und die Verlobung fand statt Rast verfckiwiea den vertrauensseligen beiden Damen, das: er in .Hamburg bereits verheiratet und Vater zweier Kinder fei. Die Hoch'«!» des Paares fand in Breslau statt und der Geheimrat richtete feinem Schwieg-rsobn in Hamburg -ine elegante Wohnung ein: in Tambur« n»*fh»*e auch die erste Frau des Rast. Um mm Geld für »'en Lebensunterhalt ,u schaffen, beging er Ur- lundenfölichungen. auf welche er von einer Lübecker Bank zwsinml größere Summen überwiesen erhielt. Rast haste sich fetzt vor dem Lübecker Schwi'raericht zu verantworten. Seine uniige Erklärung war. ygtz er nicht wisse, wie er 'n der gana-n Sache a-ck-mm'en sei. Di- Unstr- "''ch>'ng in der Hei^nstalt Strecknitz hafte erae »n. daß er. abgegeben von reizbarer Nett-osit't R» auf e'n» Verschüttung im Frede zurl'ck’ufsih, -cn sei, arist'g normal sei. Das Gericht erkannt- -ns eine Strafe von swei Iabr-n imd drei fy^ngten Gefängnis, woraus sechs Mona'.- und vierzehn Tage Uasters"cku ngshaft schon als verbüßt angerechnet wurden.
Fritzchen.
Ein Grotzstadt-Wechnachtsbild.
Von Paul B!i6.
♦ Willingshausen. 23. Dezember. ftGedächt, niöfeierü Hier fand kürzlich für die Gefallenen unseres Ortes ein« Gedächtnisse'er m der gut besuchten Kirche statt. Unser nur 600 Einwohner xöiberfbe Ort beklagt 28 ihrer Söhne al« Gefallen«, während noch 2 als vermißt gelten.
* SchreckSbach. 23. Dezember. (Neuer Brandmeister.! Für den als Brandmeister ansgsichie- denen Bürgermeister Eisenach in Holzburg wurde Johannes Dietrick daselbst al« Bezirk«, brandmeister für den Bezirk Holzburg, bestehend auS den Gemeinden Holzbnrg, Schrecksbach, Röllshausen, Salmshausen, Alt- und Reu- Hattendorf bestellt.
• Wetter, 23. Dezember. (Kommunales auS Weiter.! In der letzten Stadtverordnetenver. samtvlunq wurde der früher gefaßte Beschluß, daß die freigewordene Büraermeisterstelle ausgeschrieben werden solle, aufgehoben und beschlossen. daß di« Stelle n-cht ausaeschrieben wird. Damit hat sich die Stadcherordneimversamm» lung dem Mag'-fratsbesckluß angeschlossen, welcher auf Rickta-'sschreibung lautete. — Für den erkrankten Lehrer Hensingrr dessen Dienst von dem Schrrlamtsbewerber Briel aus Wollmar berfebm wird, wurden die Ver-retungskosten biA 1 April in Höbe von 400 Mark bewilligt. — Für den neu zu wählenden Schulvorstand wurde die Zahl der Mitglieder auf sieben festoOsetzt und Vornahme der Wahl in der nächsten Sitzung beschlossen.
* Wetter. 23. Dezember. (Die streikenden e>olzhaner.s Mit dem Einschlag des städtischen Holzes ist noch nicht begonnen, da sich feie Holr- hmter weigern zu dem von dem Meg'sirrt mit dem Holzbauermeister geschlossenen Tarifvertrag zu arbeiten. In einer Büraerversamnttuug hatten sich die Bürger erboten, das Holz selbst zu den festgesetzten Richtpreisen zu fällen. Eine Entscheidung ist noch nicht getroffen.
* Marst'ira. 23. Dezember. lGründnng einet Bolkshochsschnteü Auch für den Kreis Marburg ist die Errichtznrg einer sooenannten Volkshoch- schzcke ins Auge gefaßt worden. Im Landrats- omt sand beretts eine diesbezügliche Besprechuns statt.
Aus den Nachbar-Gebieten.
* Thal-Ittor, 23 Dezember. lFabrikbetrieb.s Die im herrlichen Ittertale, zwischen hier und unserm Bahnhöfe belogene alte Phyierfabr'k ist von einer Rubosstädter Firma käuflich erwarben, hie bi« nute Wasserkraft auszunutzen gedenkt.' Welcher Art die Fabrikerzeugung sein wird, ist n»ch nicku bekannt.
sein als bisher. Tatsächlich ist in weiten Kreise« der Wakdecker Bevölkerung ein Stimmungs- umschlag zugunsten des Fürsten «inge» treten. Hierzu kommt, daß in diesen Tagen em Gutachten des berühmten RechtSlehrerS der Der- liner Universität, Geh. Justizrats Professors Dr. jur. Otto von Gierke, eingegangen ist, das die vom Fürstenhaus erhobenen Eigentnmswünsche für gerechtfertigt und bie vom ihm erhoben« Klage in allen Punkten für begründet erklärt,
M. ö i4.
Äeunter Jahrgang
undachtziq Jahren und einen Kostenaufwand von zehn Millionen Pfund Sterling bebincen würde. Die zu erwartenden Ergebnisse müßten allerdings Von höchstem Wert für die Wissenschaft sein inrd außerdem dürfte eine solche Tiefbohrung eine neu« und reich- Quelle hochwertiger Energie erschließen. Der britische Ingenieur verwies in seinem Vortrag auf die in den vulkanischen Ge- kneten Italiens verkommenden natürlichen Tief- sckächte und insbesondere airf die billige Betriebskraft, die mau dnrck Bohrlöcher in dem Städtchen Fardello in Gestalt vulkanischer Gase gewonnen habe. Am tiefsten in die Erde vorae» drimaen ist man in diesem Sommer in Virgima, in den Vereinigten Staaten, bei der Mutung einer Petrolenmquell- Es wtirde eine Tiefe von nahezu zweieinhalb Kilometer erreicht. Als man jedoch in dieser Tiefe angelangt war. zerbrach der Bohrer und gleichzeitig riß mrch das Verbin- dmigSglied. Tie Versuch«, os wiederzufassen, waren erfolglos. V
unter Benutzung von Brennsprritus hergestellt waren, macht der Ueberwachnngsausschuß vom Verband Bremer Sviritusinteressenten di« Wirte warnend aufmerksam. Es heißt in der Lwkannstnachung wörtlich, daß in letzter Zett in auffallender Weise nz,Wirtschastcn Branntweine verschenkt werden, die nachweislich auS Brenn- fpirttus hergestellt sind,
* Postwagenübersall in der Wuhlheide. E'ne WLdweftsvne spielt« sich vieler Tage abendS in der WiMkierde ab. Ein Lau-postwagen, der tässk'ck zwischen Oberschöneweid« und Rum- melSbura verkehrt, wurde um 7*4 Uhr an einer finsteren Stelle der Wuhlheide von zwei Männern ulkt drei fr'"'- " vtiaen Revolvern angebalten. Der Boa- . .a-4 Postwagens wurde abseits «führt und bewarbt, während d-r K"'- fcher aezwunqen wurde, den Dockkosten zu öffnen. Die Räuber entnahmen di« darin en halte« nen Wertpakete, fesselten Kutscher und Bealei- ter mti> entfernten sich dann. Der Kutscher entledigte sich dann seiner Fesseln, befreite den B«- aleiier und kehrte zmn Postamt zurück. Di« bisherige Nnters'tchuna läßt darauf schließen, daß der Kittscher. der die Strecke tägl-ch säbrt. während die Begleiter wechseln, mH den Räubern im Unverständnis war.
* Deutsche Kinder in Dänemark. 1072 dänische Familien haben sich bereit erklärt, deu'sck' Kinder noch vor Weihnachten aufzunehnlxn. D»e Kinder treffen am 19. und 22. Dezember in Dänemark ein.
• «aS. int» Elektrizitätsstreik fn Thorn. Au- Thorn wird berichtet: Wegen der aba«lehnten Forderung einer einmaligen Zulage sind alle Arbeiter der Elektri-zitä^s» und Gaswerke sowie das gesamte Fahrpersomrl der Straßenbahn ht den Aus stand aetreten. Die Stadt ist vollständ'g »hne Licku. Viele Betriebe sind ftiffx'eat. die Zeitungen können nicht erscheinen, der Straßen- bahnverkehr ruht
* Neberkall auf einen Dabnbos. Emen Raubüberfall haben, wie mt$ Hamh 'rg aemeQe" wird, etwa zwan-sg Personen auf den etwas abseits geftzaeuen Nnterell-«-^'ghnf'->f n-r"-b' Si« verf'-ch-len die Güterschttppen zu stürmen und zu pfsiutz.^i. Babnbeamte vere'telteu icbo* d e- fen N?b ufall mit scharfen Schüssen und zerstreu- ten die Menae.
* DaS sterbende Wien. Aus Wien wird gemeldet: E-ne Nnt«rs''chirna hat. we bekanntge- aeven w'rd. das erschreckende Resultat ern bett, daß neunz'a Mrozcnt aller Wiener Schuktinver tiiberknläs sind.
Erhalten Sie die Kasseler Neuesten Nachrichten, sofern Sie außerhalb Kassels wohnen, durch die Bost, und haben Sie b« jetzt noch nicht den Bezug unseres B>atteS für daS erste Bierteljahr 1920 ober für bett Monat Januar erneuert, dann bitten wir um sofortige Bestellung bei dem Briefträger ober bei der nächsten Poftanstait. Zögern Sie nock länger, bann muß damit gerechnet werden, daß Sie am 1. Januar dir Zeitung nickt mehr er batten. Es hängt dies mit einer Benjmmung der Bost zusammen, woran wir nichts zu ändern vermögen. Um also einer unliebsamen Unterbrechung im Bezüge untere« Blattes vorzubeugen, ist e« dringend nötig, die Bestellung bei Empfang dieser Nummer s= unverzüglich bei dem Briefträger oder bei der nächsten Postanstalt zu erneuern. M
Welt am herrlichsten offenbar geworden rst. wieder lebeudia werde in tmfemt Volke, daß der Frickdefürsi Heßmnt bave in uns. daß dock des deutfeben Volkes WeihnacktSseese etnwttl Mt Siegerin äst im Kampfe für daS Gute und Große und für die Lieb«, selbst, b« doch bi« größte unter allen Mc$bt!
Lasset ums Ml die Kerzen in jedem Haus onzüNden und lasset in ihrem Schein solch« Gedanken mäcktig in uns feint
Ja, du fiebe deutsch- Wekhnachkrsoelq, «S geht durch Nacht zum Licht!
Professor von Gierke
stellt in seinem ausführlichen Gutachten fest, daß daS Waldecker Tomanlum ein einheitliches, allein dem Fürstenhaus gehörendes Sondervermögen fd. Ter Staat habe an diesem Eigentum keinen Anteil irgendwelcher Art, sondern hab« lediglich den Anspruch, daß di« Erträgnisse dieses fürstlichen HausvermögenS zmn Teil zu den Staatsansgaben verwendet werden. Gierke führt aus, daß das fürstlich« Eigentum am gesamten Dornanium auch durch die Revolution und die Entthronung des Fürstenhauses nicht befeittgt fei; insbesondere tritt er entschieden der Ansicht entgegen, daß der Staat durch die Entthronung des Fürsten Eigentum am Domanium erworben habe. Die Ausführungen des berühmten Gelehrten werden nicht verfehlen, unter der waldeckschett Bevölkerung großes Aufsehen zu erregen und den Zweifel zu bestärken, ob W bisherige Haltung der Waldecksckdn Landesversammlung gegenüber, dem Fürstenhaus« der Gerechtigkeit und Billig- leit errtspricht.
Hugo Rkeinann.
Im Juki dieses Jahres, acht Tage vor seinem siebzigsten Geburtstage, ist der b-kanute Musik- schnftstell-r Hugo Riemann gestorben. Zu seinem Geburtstage hatte die Verlagsfirma von Max Hesse, Berlin W. 15, eine Iubilänms-Aus- awe von Riemanns Musiklerikon vorbereitet, das jetzt in mu-si er gültiger Ausstattung (gebunden Ml. 71.50) vorliegt. Es ist ein einzig dastehendes Nachschlagewett der gesamten Ton- ki-nst und Mttsikwissenschaft. Ob mau sich über bvzautinrsche Musik, über Cboralrhvtbmus, über Kirchenmusik, über ben Bau von Instntmenten über mrEbeorettsche Fragen, über Palestrina ober dre Modernsten — als Beweis für die pein- ?,-?guigkert sei angeführt, daß bereits d Alberts Oper „Tie Revolutioushockzeit-, die Ende 1919 avferführt wurde oder „Der Tod der ^rfti« «ufaenmnmen sind — orientieren will, überall wird man staunen, welch« ungeheure bMorifcken und bkbstogrophifchen Ma- tertaks kn er verarbeitet tst. Die rntleaenen De- tatlstagen werden ebenso wie die Funiptfunda- mente und Grundprobleme der Musikwissenschaft rntt aletcher Gründlichkeit und Tiefe behandelt Für feder Diuscker mtb Musikfreund ist es ein
* Bergifttmss durch BremtsnirituS Aul Brr- u«,, 1!Vlli-u ,^«3 iVtc «.an«*
giftunaen und Erblindungen dur<b den Genuß kett beginnen.'Die Aussichten auf einen ongemes< von Branntwein und Branntwe'nf-'brikoteu. di« fenen Vergleich sollen im allgemeinen gün>stiam
Ist er gut zu d.r?-
M't tranendurchzitterter Stimm« antwortete der Knabe: „Wenn ich verkauf« und Geld mrt- orin'g«, ist er gut. wenn irb ohne Geld komme, krieg' ick Keile und mutz hungern.-
Der Mann langte in d?« Brieftasche und gab dem Kleinen einen Schein. „Hier, das schenke ich dir zu Weihnachten, Fritzchen. Weiß du mich wieviel das ist?-
Mit glänzckrrden Augen lächelt« der Knab:: Ein Fünfmal kschrin ist es!-, dankte und lief jubelnd davon.
Wehmütig sahen di« trauernden Eltern ihm nach.
„Sv groß Knute unser Fritzchen jetzt mich schon fein-, fache leise dre Frmt
Drei Sku"ben später.
Versteckt, im Glatten eines PortlS, fleht der freine Fritz den Arm voll Pavierpttvp-n: mit dsinnem St'mmchen ruft er '.rnausgesetzt - . Einen Grosmeu der Hamvelmann!-
Acktlos gehen Me an dem frierenden kleinen ^e"t vurüber. Manchmal wam er einen kleinen Vorstoß noch dem Bord des Büraerste-aes hin; 'aum siebt er dort, kou-weu drei große Lümm->ls -uaerauntz dix a»s ßbn losfchl-oen mit ben Wor- *:n-. „Haut ben Hamnef-naun!- und ihn wieder 'n feitet dunkle Ecke lurück'agen.
Wie alleror'en im Leben, so <nt* hier: im Naurus mns Dasein schlägt der Große den Kleinen.
fdritzchen verknscht sich dann wieder ängstl-ck 'wd rvft mH zitternder dünner Stimme fein wo» nown«S: „Einen Groschen der Hamchebnemn!-
Es hötte ibn it;etttoitb. Da endli-b üb-r- ntannt bt- Anackt vor dem Psl.'"eb<rter den kleinen Kerl; vttentb denk' er barmt, wenn er be'm- kommt tttth alle schne Ware w'eder m-tbrinm >wt Voro-ta-bl du- Mr"ael. bfe feiner harren, be- -'nut er seich -n w'mmern.
« st-tz- terna-d >.»» tbnr
.Wbor. »u wa'-'m m-Wg tut de-m?»
Nit t.-änenkeeckn-'- A"»en ych--
auf f-d e-k'nn» den M«nn. ber ibn heute auf dem K rchbos beVbenk^ hatte.
„Nun, was fehlt dir denn?-
Wimmenrd antwortete der Kleine: „Ich hab' noch nichts bertanft-
nach einem Neuen. Ein Gären tmd A fdrech n des Tiefften. Aber ich fig* euch: Unt re« so furchtbar enttäuschten und geschlagenen V-ldS Seele wird wieder gestmden! Die Wogen werden wieder zur Ruhe kommen. Und was der, der die Sätze jenes Feldpastbriese« Web sagte: „$>n ihren Augen fefe ick die Tiefe ihres Gemüts', wird wieder lichte Klarhezt sein. Die deutsch« Seele wird sich wieder als Weihnachtsseele offenbaren.
Freilich jeder an seinem Te'l« muß zu triefet Dffcitbantna helfen und seins Herzens Bestes heben.
Die Glaubensgewißheit, daß unser so dor» »envoller Weg einmal in Lt<btbeit mündet, ist schon ein Stück Weihnacktsweseuheit. Und das Wollen zr-r großen Liebe tft eS auch.
Beim Wollen aber darf eS nicht bleiben: rrrs»rn es m'-st Tat werden.
Laßt einmal den Spott über das Wort: deutsch« Weihnachtsseele, der gar zu leicht über eine Lippen tu dieser Zeit kommen kann, bet Sette, sckiüttelt arte Mutlosigkeit ab, bebt euch selbst jeder für sich, ht feine evgue Weihrachtlichkeit tmvor! Es wird vielen nicht leicht werden; ober ihr fr'T.'eift. wieviel Stäick«. wieviel Liebe, wieviel Glaube in auch leben' Hier hüß: eS: Vor sick und vor seinem Gotte bestehen, oder »in nutzloses und nt verwerfendes Nichts sein! tlnd das Letzte wäre doch für dich und dein Liebste^ und Mr deine Kinder daS Aller- schlimmst«.
Glaube mir in dir liegt mehr Kraft, als du denkst Gerade dieses Weihmrchtsfest muß. daS große Zn^dir-selbst-kommen sein. Die Selbsierweckumr zu deiner Weihnachtsweseuhett! Das ist bie große Pflicht an bem Liebesfeste dieses Jahres! Und wenn so Millionen unter uns diese iVe Pflicht erfüllen, sollten wir da nicht ein Stuck vorwärtskemmen aus dem Wer«, an dessen Ende wir bte lickte Offenbarung bet deutschen W"th- aacktsseele sckauen? Und wenn wir sie sebst nickt mehr erleben, daß wir doch unfrre Kinder ein SMck vorwärts getragen, imsere Jugend und an ttnferm Teile unser ganzes Volk rtn Stück vorwärts geführt haben!
........... ... _____________ triel Euttäusckmna fern wird, viel Kampf und
In ihren Augen lefe ich tri« Tiefe »res Ge- v^ Not, an den Frieden rn der Wett! Ich mttts! Die detttsche WeihnacklSseele! Seht, bas.^ube an d»e Mensckens«be tmd an die Sen- waren dte Kampfer, die vielleicht tägsich im^me deS^denuschen ^M?e5! Ick glm'd« an die finxbtbaren Kampf gestanden hatten und b'< ' ö inb^cht.
mm wie Kinder ihren Weihn.achisgesang san-, DecknacktSeese - lern herßt- Ich wll ton» gen. In diesem Augenblicke war in ihre ©eck j'”’ ^V™'''ro<6 Hecken an meinem Terle. daß an.;«—Mgz jn ihnxn Got!d<-rd,ae toi- e? ,u dem Hei «and der
Da hob der Mann den kleinen Kerl auf, drückte ihn fest an sich, küßie ihn, stieg mit ihm in eine Droschke unv fuhr nach Hause.
Und Fritzchen ist das Adoptivkind der Rin»
DaS Ehepaar, beladen mit dem Chriftbäum» ben und den kleinen Paketchen, durchschreitet die Reihen der Gräber, bis es endlich vor einem kleinen, eseugeschmückten Hügel Halt macht. Hier schlummert Fritzchen.
Die Mutter schmückt ihrem totrn Liebling den WeihnacktSbaum mit bunten Kerzen, Ketten. Sternen und blrtzenrden Glaskugeln, und unter ben Baum legt sie die Kränze von Veilchen und Rv'en und Sckalen mit blauen Ver-rtßmeinn'chk
Der Vater fleht der rührigen Hand seines Weibes zu. und wühr-nd er so int Nachdenken versunken dasteht, wird auch in ihm alles Vergangene wieder wech, und ein paar Tränep stehlen sich ihm in die Augen und rollen Wer die Backen in den Batt hinab.
Keine fünfzig Sckntte davon hockt an einem Grwbe ein kleines hageres Bürschchen, das mit grünen Tannen-Zweioen und bunten Papierblumen einen Hügel schmückt — der Aebesdi-rnst eines ftzindes f"-r die tote Mutter.
Das Bür'chchen ist aufmerksam geworden aus die bunten Herrl'ckkeilen mit bettelt ter Kinder» bügel drüben ausgeschmückt wird, es kommt her» an geschlichen, schüchtern und zaghaft, wie Kinder der Armut sind, rind lugt mit großen neugierigen Augen nach dem bunten Schmuck Hin. Plötzlich wendet sich der Manu um und erblickt den Knaben.
„9hm. Kleiner, komm!-
Schüchtern kommt des Bürschchen heran.
„Warum bist du so allein frier?-.
„Ich bad' bie Mutter besucht — drüben das Grah mit ben roten Roten von Papier, bie hab' ick «rt’tn «emackt. die Hannenzw»g« b-y ich wir schenken lassen -
„Hast bi: kiaen Puter?- fragte die $aut.
„Da'er ist gefallen.-
„Bei wem bist du denn?'
„Der Schuster Sckmid: hat mich angeNRN- •ncs, als Mutter starb.-