Preiserhöhung für Brot und Kartoffeln
Martkurses gehen unsere fttgsien Güter und Waren
töriftfen Vorbereitungen im besetzten Gebiet
Ergebnis geführt haben. <58 wird lediglich en«
reTnf a iTh gestern eingestellt worden. Die UiloubSsperre
imtetbakL deS alliierten DesatzuwMheereS wurde
alle, tour-
-Komp. 78
FranzSsische Anleihe in England.
Haag. 17. Dezember. (Eigene Trabtmrl- huny.) Der Nieuwe Rotterdamsche Cour nt b«- richrct au3 London zu der Red« Llodd Georges, die von Reuter veröffentlicht tourt«: Heizer das englisch-französische Bündnis sagt Lloyd George nichts. Hieraus wird abgeleitet, ban d e Besprechungen darüber zu keinem praktischen
aufgehoben. Man schließt daraus, daß die deutsche Note wirklich ein- befriedigende Aufnahme im Nlliiertenrat gefunden Hai.
eingeMßt. Kurz vor Metz, in »en »vir von einem Poften der
ausgegeoen, die zur Besserung des Wechselkurses dienen soll. Der Betrag der Anlech» soll 300000 Pfund Sterling betragen. Di: ,Mor- nmgvosf meldet aber, daß die Verhandlungen zu einem Bündnis geführt haben, obgleich es untoahrfcheinlich sei. daß man amtlich die Br- zerchnung BündmS dafür anwendr.
Sie Wrrkmq der Wdjrn Ugte.
TeutsckMnds Versöhnlichkeit wird anerkannt.
(Prrvattelegramm.t t
Paris, 17. Dez.
Der Oberste Rat in Paris v rsammelte sich gestern morgen unter dem Vorsitz ClemencwuS in dessen Wohnung. Der Rat prüfte zunächst die deutsche Antwortnote vom Montag. Es nr.tr- de besMossen, daß eine Konferenz zwischen den Alliierten und denifchen Sachverständigen heute switfinden falls nm den Tcff der Rote zu erörtern, der sich auf die infolge der VerftuAmg der Flotte in Scapn Flow geforderte Wihorant- machuna bezieht. Frankreich wird in d'eser Kommission durch Adm'ral Savaffeur vertreten sein. Gewisse Teile der d«'ktsch-n Antwort rott -, den zur Prüfung im die s-rristisch: Kommissen N«iterssegeb<». Die Vor reftr der Alli'ertcn haben insgesamt den versöhnlichen Ton der deutschen Note gebilligt. Die Antwort wird vorbereitet und der deutschen Delegation gegen Ende dieser Woche übergeben werden.
EinsteNun« der VMitärmsßnahmen.
Basel. 17. Dezember. (Eigene Trahtmeldung.f Nach einem Pariser HavaSbericht sind alle nrili-
29 000 Mark erfordert«. Aehnlich liegen die Verhältnis^ bet den anderen Bebötdm.
französische Anleihe in
Dann stellten sie sich ff, Tpkßrutengaffe mit Knüppeln und Brettstücken bewaffnet, aus und hießen uns einige Male im Semd hindurch. ', laufen, wobei wir wiederum schwere Schkäoe auf die noch blutenden Wunden und Körperteil», er-' hielten. Unter Fußtritten flogen wir wiederum in die alte Zelle. So wiederholte es sich jede Stunde, bis uns nachmittags um 4 Uhr Gendarmen gefesselt nach ihrer Station brachten. Nach den Aussagen der gefangenen Kan,'roden der Kompagnie 78 sind sie eine derartige Behandlung gewöhnt. Sie erzählten auch, daß sie seit Mai d. I. eine derartig schlechte Verpflegung >»ätten. daß sie alles Grün, paS der Erde entwuchs, pflückten und zirr Suvve kochten, z. B. Et-ublätt.'r nstv. Dies? Erlebnisse können von uns unter Eid fedor-k't bekräftigt werden. Jen; staden wir voraussichtlich nach sechzig Tag«
Zer BsKsrat Wr Thürmgen.
Präsidium aus vier Parteien.
(Pripatielegrammff
Weimar. 17. Dezember.
Der erste DolkSrat für Thüringen trat gestern in Weimar zusammen und wurde durch den weimarischen StaatsmiMster und Vorsitzenden der thüringischen Staaten, Dr. Paulsen, mit einer längeren Ansprache eröffnet. Die Wahl des Präsidiums zeigte folgendes Ergebnis: P-rasidevst M'ber-Jena CMohrheistssozialdcmo- kratl. Vizepräsident Leven-Gera (U. S. V), zweiter Vizepresident Lehnert-Alienburg (De- molratff dritter Präsident Krämcr-G-rt (Deutsche VolkSpmttoff. sodiß vier Parteien im Präsidium vertreten sein werden.
Hohe Kssterr der ArbetterrZte.
Abschaffung der teuren Belastung. (Privattelegramm.
Berlin. 17. Dezember.
Tie Verfügung des ReichspostministerS über die Einstellung der .Gablungen für die lln- terhaltuna von Arbeiter« und Solhatcnräten be- rrrht auf einem E.ssrh deS ReichSfinanrnrinisber? Erzberger b*t feit wng n Monaten bekannt und bei andern Behörden auch dnvchgefiibrt ist. Die Kosten füi Arbeiterräte überstiegen vielfach d^r.vottoeudiae Mab und bedeutetet
Rach der Londoner Ksnserenr.
Das Ergebnis wird noch verschwiegen.
(Eigene Trahtmeldung.)
. Genf, 17. Dezember.
Die Pariser Blätter sprechen von dem Unfall, der Clemenceau auf seiner Reise nach London betroffen hat, mit einer großen persönlichen Zurückhaltung. aber sie geben doch zu, daß Elcmenceau wenigstens noch einige Tage bas Rimmer hüten muß und daß er besonders durch schmerzliche Husierranfalle geguAt wird. Es ist selbstverständlich, daß die Vernarbung der Bruchstelle einer Rippe, besonders in dem hohen Alter Elemenriaus, eine gewisse Zeit er- sordert. sodaß daher Clemenceau im Laufe dieser WoÄe weder dem Ministärrat woch der deute wieder zusaMmentretenden Deputirrten- lamnrer Mitteilungen über das Ergebnis seiner Londoner Reise machen kann.
Die Gefangenen von Seccha-Moiv.
Rotterdam. 17. Dez. lEigenr Drahtmekduna.) Nach einem Telegramm aus London kündigt« Bonar Law die Froilasstmg der deutschen Besatzung der Schiffe von Scova Flow an, wenn DeutMand die Schadenersotzfrage im Sinne der Alliierten cnffchiedw habe.
Enlspannnng der politischen Lage.
Paris. 17. Dez. (Privsiteft-ramnul Die Pariser Blätter sprechen übereinstimmend alS t?olae der deutschen Antwortnote vm einer offrn- sschisschen Etttspl:u.nmg . der prlrsssch-m Lage. Nirm erkennt insbesondere den versöhnlichen Ton der dmtschen Note an. An? den Erflärun- oen Le-Sn-rS geht snrvor, daß das verzögerte Eintreffen der Note von der deut'chen Regierung nicht absichtlich berbe'oe'iibrt worden sek. Allgemein herrscht die Nns'chl vor, daß der e n d g i l. titte Friedensschluss nunmehr bis Ende dieses IghreS zu erwarten fei. — Bon anderer Seite wird dagegen vor nbere'ltem Optimismus gewarnt. An eine schnelle Ratifizierung denke anscheinend in Frankreich noch niemand. was die Sperrmaünghmen an der franz n- sifchen (Grenze bewiesen. Im übrigen würde die Ratkfif'kotion deS Fr'edenS keinen Einfluss auf die Hebung der deutschen Valuta haben, die solange weiter sinken würde, ro t in Deutschland die Soz'asssierung und Pie Vermögensabgabe von der Regierung, weiter betrieben werde.
S'neMsrk-Ms Pfennig
Sinkender Kaustvert unseres Geldes.
Pr'Mren Mr bis LßnMsrtfchall.
Erhöhung der Kartoffel- und Brot-reife. (Privattelegrammff
Berlin, 17. Dezember.
Der ReichSrw hielt gestern eine öffentliche Sitzung ab. ES wurde unter anderem Bericht etftnt'et über den Entwurf einer Verordnung über dir Zahlung von ASliefcrrtngsprä- mien für Brotgetreide, Gerste und Kartoffeln. DanaÄ be rtt-t hie^^bt-er»''»'. -nn N v^""w.ude. tut vergangenen Fahr «der me«. im lartsenden Jahr über eine Million Tonnen. Die Kosten für die Abliestrungsprämieu Srlairsen sich jetzt bereits auf eine Mil- liarde, die durch Erhöhung des MehlpreiseI eingebracht werden sollen. Der MMpreis wird daher um Mark 46,50 für den Doppelzentner erhöht werden, sodass tret Preis für ein Brot im Gewicht von 2350 Gramm auf 235 Mark kommen wird. Die Deckung der Kosten für die AS- lieferungsprämie für Kartoffeln wird eben- falls der Verbraucher tragen »nd »war wird per Preis für den Zentner um 2.50 Mark erhöht.
SefangenenMarter.
Tierische Behandlung in Frankreich.
3t* Lage unsere» San»Sl*ut* tn Frankreich Ist tatsliautch so treftto», kotz man cs nttfit bep.rct ftn kann, wie M-nsKen, eie sich ri bilden, 6.« eer gn fein, n»S> gu Des! cn werden rSnncg
Es itntrbe in der letzten Zeit einige Mal- berichtet, daß deutsche Kriegsssefan.gene aus ihren QtißCTit in Frankreich entflöhen seien, um endlich wieder einmal einen Begriff von Freiheit zu laben. Die Sehnsucht nach der deutschen Heimat hat sie Kn dem Wagnis angrtrieben, das immer mit Lebensgefahr verbunden ist. Nur Wenigen »st die Flucht bis auf deutschen Poden geglückt. Die meisten wurden, da sie nicht Weg und Steg lann'en von den Franken wieder eingesangen. 1 )arm aber auf schreckliche Weise mißhandelt. ES -sst aertidezu blutiger Hohn, wenn der französische Ministerpräsident Elemenceau in der die Gesan- senen betreffenden Note schreibt: „Tas Verblei, »en der Gefangenen in Frankreich, wo sie übri- aenS nicht nur human, sondern mit Wohlwollen Gehandelt werden...* Als Illustration für diese Behauptung des Vorsitzenden deS hohen Rates verSsftntlrcken wir den kolkenden, einer Berliner Leitung Übermittelten Brief eines Kriegsgefangenen vom 28. November d. I. aus einem tranzöstSchen Gefangenenlager:
„Soeben bin ich wieder bei meiner Kompagnie angekommsn. Unser Mtchtversuch ist miß- akückt, und wir haben dabei beinahe das Leben
fünf Pfennige! e? r-J?51 dlssuahme, daß die Schätzung unseres bem Kriege mit 300 Mil- ffarben^Mark richtig war, würbe bei einem heu- twen Staude unserer Mark das deutsche Reich mit all fernem Inventar und mit allem, was die 60 Malltonen Deutsche besitzen vnd am Leibe tragen, iur fage und schreibe. 15 M-.lliardrn Start aufzukaufen sein?! Ein solcher ^tastro- Phaler Zuiammenbruch der Geldwirtschast und damit unserer Kreditwürdigkeit nach außen muß Mch.fur das innerpolitrsche und vorab inner- toinwmstltche Leben unseres Landes von den sthwersten Fowrn sein. Wir stehen, wenn die Valuta nicht oald sich hebt, vor einer, in ihrem Ausmaße setzt noch gar nicht abzuseheichen neuen mtö schweren Teuerung. Je weiter die Valuta imn, umzo mehr wird sich dos Ausland auf uns stürzen und die fabelhafte Kauffraff seines
„Es ist treftraurig daß es vielfach deutsche ^r^nJS0^-?-n iklbst und. die sich, dazu h-rgebe«, Eroentum an das Ausland geradezu N öerschleichern. Alles und Jedes kst in diesem Bei dem fabelhaften Tief- staud c.p deutschen Martkurses neben unsere
GnLe Aufnahme Bet den Neutralen.
Basel, 17. Tez. (Eigene DrahtmeKung:) Die Jnsermation berichtet aus Genf: D<ie deutsche Note an die Alliierten hat bei d:n neutralen Ländern ein" sehr gut« A"fnahme gefunden. Man aibt allgemein der Ansicht Ausdruck, daß die Nätisiziemng deS Friedensvertraqes noch vor Neujahr besffmmt erfolgen tottb. An den Börsen zeigte sich nach Bekanntgabe des Jni- Halts der Note une gehoben Stimmung '-ud Kauflust. Die attslänbischen DcvisenkMse sind überall anwestiegm.
Em wrrtschaftspolitischer Mitarbeiter schreibt MS: Dor einigen Tagen war die deutsche Mark tot Auslande aus einem ungeheuwu Tieistande rngekommen. Sie gatt in Holland nur noch tuns Pfennige. Tieie Tatsache ist von einem er- kchutternden Ernste. Immer noch ist man sich im Lande m weitesten Kreisen bis selbst in die Jn- telligenz hmein gar nicht klar über die geradezu katastrophale Sltrmtron, in bet wir uns augen- kErch beftnlden und über die zwanaSIL'ffige Entwicklung, welch« die Dinge nehmen müssen. Wenn m Holland nicht weniger als 2000 Mark kür 100 Gulden und in der Schweiz für 100 Rranfen nktrt weniger als 1000 Mart zu zahlen Md, wahrend der FrtedenSwert von ICO boMw- "Ww etwa 170 Mart und derjenige 100 Mwerzertscher Franken eLoa 80 Mark betrug, ’? fon1^n wir nicht mehr sagen, wir stehen v o'r einer Katastrophe, sondern wir müssen uns Ne:' cnjchast dafür geben, daß wir m i t t e n i n dreier Katastrophe uuS schon Lesinden. Wie die Dmae heute liegen wird das ganze deutsche den Geschastszngrtffen deS Auslands wehrlos prerSgegeben. Man hat das Wort vom .Ausverkauf Deutschlands' gedrägt stud^s trifft M vollem Umsange zu. Wenn" man dura) die deutschen Gaue refft, so macht man fc^rr/bI>fr^L Erfahrungen. Die SchnellMge sind vollgepfropft mit auMndischen Händtern, dre größten Reiseenrbchrnngen kein Hin- Perm» sind, um den Deutschen abzuschröpfen, uur immer möglich ist. Wie Hyänenstürzen
S das deutsche WirffchafiSleben und sie reißen sich um die Beute.
gefangen. Man Mrte nnS auf die Wache, wo UNS die französischen Soldaten zur Begrüßung
mit Faust- und MwehrkvlbenfchlSgen
ms Gesicht und Es den Kopf empfingen, wobei ■’ne viel Blut dcrlvven. Mit brfonrerr: R. '.'di. tat sich der Adjutant dieser Kompagnie hervor, -er un.s, im Verein mit sechs oder sieben Soldaten auf die Erde warf, wo wir mit schw-rgena- ackten Schuhen solange bearbeitet wurden, bis uns das Blut aus Mund und Nase kam. Diese Bebandlung dauerte eine ballbe Stunde bis wir unfähig waren, uns zu rühren, und wie leblos liegen blieben. Auch halben sie uns währenddessm --sie mefsten Kleidungsstücke geraubt: Mantel, Rock, Stiesel, Strünrpfe und Hosenträger. Dann kamen wir in den f»genannten Arrest, eine mit Vielen Löchern behaftete B r e t. -erbude..durch die Mnd und Schnee ihren Eingang fanden. So faßen wir bis zum nächsten Morgen, ohne Decken barfuß und auS dm erlittenen Wunden Wütend, zitternd, hungernd ■frtb frierend in dieser schrecklichen Bude. Bei unserem Eintritt in den Arrest saßen schon drei Kameraden drin. Der Posten, der die Tür öffnete. ergriff mit den Worten „Heraus" eine schon bereit sichende dicke Latte, mit der er auf die drei Kameraden unbariMevzig und ohne jeden Grund l-osschlug, bis sie m einer anderen Zelle verstbwanden. Daraus sperrte mau uns unter Fußtritten und FausiMägen in die freigeworbene Zelle. Am anderen Morgen hoffe man uns nm 9 Uhr wieh?r heraus und gab uns Rock, Mantel und Stiefel wieder $urM
Hosenträger und Strümpfe
batten unterbauen . schon Liobbaber gesunden. Dann brachte man uns zum Ehef der Komp. 78, wo deutsche bedauernswerte Kameraden in einem alten Waldlager untergebracht waren, hier mrrden wir von dem Kommandanten der Kompagnie verhört, nach dem V.'rhör wieder unter Fatüstsch'lägen und Fußtritten in einen ssetonuntnstand gebracht, der alS Arrest dient:. •Rot diesem wurden wir zimächlst in 20 Zentimeter hohen Schnee bis ansS Hemd entkleidet, bann begann dieselbe Behandlung wie tags zuvor. Wiederum schlug man uns mit Stnüttrtn unter Vorhaltung deS RevoEvers und unter Hohnwor- :en, so daß wir unS in Schmerzen wanden, im Hemd, ohne weitere Kleiinmg der Kälte preis- gegeben. Etwa eine Stunde später traten zwei Soldaten ein und fragten unS, oh wir mm zu- 'ried.-n wären. Wr konnten vor Mattigkeit keine Antwort geben. Dann verschwanden die beiden, kehrten aber gleich w.'t ihren sechs Komvlicen zurück, rissen die Tür auf und ließen «nS her- auNlettern. /
Güter und Waren M einem Spott- und Schleuderpreis an das Ausland ab. ES handelt sich dabei nicht allein um FertiAwgren und sonstig Erzeugnisse iudu- n£‘JX'cn und handwerklichen Fleißes, auch Gegen- l^u-e, an denen wir selbst bittere Not leiden, E,,/5.kbst Nahrungsmittel werden durch deuffche dnn AuMartde ver- Mil tMclfäTtig'cin StitfftMdcr ttvu^ bairn auä d»ese ehedem deutschen Güter
zur Befriedigung seiner eio«. wieder hieretnyolen Wie tief errrgeircssen dieses Uebel schon ist, mag auS fol- ^^"lichen Beobachttmgen des Verfas- Selegentltch einer Reife nach Suddeutichlarrd dargetan sein:
S^dezn mwlEichen Mengen werden Te-sipiche, vor allem achte Tep. atrttke Gegenstände, selbst Schreilmaschroen und derg^ichon von den Aus- uvd über die nen W beobachten tott«
nen, wie «mslandtiche Käufer — es handelte sich um Mwetzerksche Auskäufer- ’a f0®ar die klein- Dörfer tn Baden gekommen sind, um dort thren Besitz au seltenen Einrich-
8»
Sh^isi’ Kommoden und sonstige Gogen- Die gebotenen und erschrenen tm Nennwerte 2U.erb.ng5 recht hoch, aber unter Berückfichtiguna mtslaninschen Valuta stellten sie für die Auf- ^tor em lächerliches Spattgeld dar. Tie Land-- 'n Einigkeit und Geschlossen- MU Front machm gegen eine derartig pietätlose Fchnilienbesitzes an das Aus- kA^^A^rweffe ist das auch vielfach ge= Jft auch eine Bewegung in Gang ge- «rden, diesem Ausoerkanf. bet
unseres Vaterlandes, aber auch die Mrchterliche Zerrüttung der Moral unserer Zeit rundet, zu feuern.
Geldes auSnützen, um alle noch verfügbaren! eine schwere B:la'stuna der Staatskasse und b1- W:rffchaftSwerte an sich zu bringen. Tas w.rd.mit der St".terzahler. So betrugen zum Bei- bcdeuteu, daß die LebeuSmitielpreffe eine un- spiel bsi der RcichSdruckerei b:c Koftf für ft erhörte Höhe annchmen müssen, und das wird Arbe terräte für daS erste halbe Etatsjahr wreterum einen in ihren politischen Wirkungen 39(00 Mark, während das Ges.mridirrttoiiu.it gar mcht abzusehenden Knmips um Loher- und in der gleichen Zeit einen Aufwand von nur Gehaltserhöhungen tm Gefolge haben- und dies«----- — . - -
Schraube ohne Ende läuft weiter unb weiter!
Die Unsicherheit der Verhältnisse wird noch gesteigert durch den riesigen Papierberg an Banknoten und Kassenschemen. Es Handeft sich da nm 45 Milliarden Mart, die keine Teckung besitzen. Nicht zuletzt kommt in Bettacht, daß die Steuerpolitik der Reichsregierung sowohl im Jnlande wie im Au-slande vielfach mißtrauisch beurteilt wird, und auch diese Taffache ist nicht geeignet, unsren Kredit zu verstärken. Ti« durch rie revolutionär en Streits des FrühfahrS und des Sommers verursachte Kohlen- und Trans- Porflrise krönt schließlich alles wirtschaftliche Elend, auS dem auch die äugestatmtr'ftn Bemühungen uns nicht herauszuretten vermögen, weil eben die Grundlagen, auf denen wir sieben, durcktaus morsch und wankeitd sind. Nur eines kann uuS retten! Außer der Rückkehr zur Arbeit müssen die Grenzen kontrolliert werden.
Hessische Abendzeitung
Nummer 319
Donnerstag, 18. Dezember 1919
Fernsprecher 951 und 952.
9. Fahrgana
Fernsprecher 951 und 952.
Rar ein U.niei en 9lad.ri<Lten erlttetnen rooaentltct ‘«e*mal im» float a 6 e n 6 *. Za KbonneBienterreti tetragt matiatl. 1.60 Marl bet frei« gafteCimn tn» Han«, «eiiellimgen werken lederje« rav ter TeMältsilelle ober den Boten entgejengenominen. Ztnfieret. Berloq and Sieballton: SglaLtdogltade 28/30, itiir mroerlangt dngefanble ¥«Urape tann bte Siebattton eine t-erenteottunp oder «ander tn Ieinem Rolle tiberneimen. Siüdjablung twä Bejnaigeibe« oberStntprüetewegen etwalgerwedlordnungSmäStga8te erung auSgetcSlolTen.
Jnfernonsprafe: *) StnheimUSe Cu'trage: Die etnfgatHge Cnirtgex-getle M «fg. leta. fdiltctlt* Tcnaungr-rtschlag), die dnfttattifl« NeNarnezeUo $L 1.10 ielnfchlletzNch Teuerung». jnfiStagl. b) au«roartige aufträge: Ile einspaltige tlnjetgenjetle 40 Pfg. und so«/, Teuerung«. jufÄtag, bte etn reu tilge Rellamezelle M. L10 und SO/, Tetr etunn«iuf<1) lag. — Für bte RichNgkelt aller durch Fernsprecher aufgegebenen Anzeigen, sowie fit Aufnahmedaten ratb $l «e keine Tewahr. - Oeiidfttftene: nilvische S.rabe ö. Telephon S»r. esi n. 952.
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