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Mr Neueste Nachrichte

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Sfttmme-. 318.

Mittwoch, 17. Dezember 1919

Fernsprecher 951 und 952.

Fernsprecher 951 und 952.

Die versöhnliche deutsche Antwortnote

Nirdof Blohm, ferner Geheimrat E t ch vom

Peltzer von der Hambura-Amerika-Lin:<. ®i-

waren, wobei Bürgermeister Brunm, tot dem ausgeschiedenen Stadtrat Wagner die sät.

V

erhiltintg Teutsch- n,k,r e i ch, das so

ersehnten Frieden berbeizuführen.

Die Sachverstkrrtdigen-Kommission

dem gehören ihr an als Vertreter der Arbeiter Herr Paul Müller, als Vertreter der Wersten

3nfertton»prttf«: a) Ltnhe'.mtsch« Eu'troge: Sie etnfpaltige aiyitgen-3e:Ie 50 Pf«, (ein- licßltL $eutrung«gufd#lag). Ile etwfpatttge R»Name,eile M. 1.10 'etnllitlefiUd) Teuerung», auf*lag), b) Luewarllge iUiftrige Die rtnfvartlg- An-eigenzeUe «0 Pfg. imd '0»/, Teuerung», aufdilag, die einspaltige NeNamezeile TL 1.10 mrt 50»/. Teuerung«,Uschlag. - Für die Richtt.Ieii CD er durch Fem-precher aufgegebenen «Neigen, sowie für Anfnah», «baten und Bl «e keine Bewahr. - ®efa üfMflene «Slnische S'.raBe 5. Telephon Nr. 031 u. 052.

der Erftcnkung E lemeneeaus wird der Oberste Rat wieder Tier' rg früh zusammentreten und dann seine Bese 'sse über die Deutschland ge­genüber zu treffen".". Maßnahmen fassen. Er wird mich den Staatskanzler Renner empfangen.

re.'toT Dr. T eien S von der Wescrwerft Bremen und ein Vertreter der Hamburger Regierung

Keine mündlichen Verhandlungen.

Europas Zukunft.

Die englisch-französisch« Konferenz.

«..." .....«« Nlunbrenn nur!, Vertrages an mrfar,;'.*n U' d d m'f den vn *

ru ^nust? werden zu lassen Es ,ft ja br* deutschen Volle wir von d?r a nvi Welt so h- f >'e alte britische n-e <nsfr. s.» cr-.-.e. t.... 13 y" b

Berlin hofft weiter.

Berlin, 16. Dezember. (Privattelegramm.) In Berlin wird eine Stellr.nonahme der Alliierten zur deutschen Rote nicht vor Mittwoch oder Ton- nerstag dieser Woche erwartet. In leitenden Ber­liner Regierilng-ssteisen hüll man es für nicht wahrscheinlich, daß die Allnetten b:e wetteren Verhandlungen abbrechen, oder sogleich zu mili­tärischen Zwangsmaßnahmen übergehen.

Li« Rafleln Sinir, er- Siottnftten erscheinen wo<t.enliici leettmal und jraar atenb». Ter *lt>onnestwt«rrei* t-eträgi n er.ati 1.50 Wart bei freier Pufiedun, in« f aus «efteHungen ners-en xMgc* von der ffiefd-clUheUe ober den Voten entgegenpenommen. Iruderet, teriag «xb Siebattteo. EchiachthoNtrahe 28/80. ?>ür mroerlangt etngelanble Beitrage iann »te Rena Stan eine k-eraatwertung ober Bewahr in Ieinem 7>alle übernehmen «üdeablung de« Vexnc^aelee« orrtttnipriirtr wegen etroataern rSt ortnung«mäfi'ner sie erung au»gef<t)loffen.

MZKnftißkS Anlellsr-FrstebM.

Im Inlande sind 3,8 Miüiarden gezeichnet.

(Prtvattelegramm.t

Berlin, 16. Dezember.

DaS Ergebnis der Zeichnungen auf die deut­sche Skaryrämienanleihe betrögt rund 3.8 Mil­liarden Mark. Das Ergebnis wird sich aber vielleicht noch durch die auS dem Ans'ande ein­gehenden Meldimqen erhöhen. Ein abschließen­des Ergebnis wird Ende dieser Woche erwartet. Besonders hervor,zuheben verdient die außeror­dentlich große Anzahl kleiner Zeichnungen auf 1 >md 2 Stücke. Der Erfolg ist nicht günstig, denn der Reichsfinynzminister hat noch biS zu­letzt in allen Besprechungen mit Parlamenta­riern von einer 4bfachrn Neberzrichnung der neuen Anleihe gesprochen. Schon die Verlänge­rung des Zeichnungstermins ließ vorauSsehrn daß nur bescheidene Zeichnungen im Verhält niS zu den Erwartungen eingegangen waren.

9. Zahraana.

S-s,

Berlin.16. Dezember. lTe'egr-ph'sch« Me' dtvh.",f Die deutsche Sachver'iändigenkomm's sion ist gestern nach Paris ab gereist. Sie

Aus dem besetzten Miet.

Einfuhr von ausländischen Lebensrnitteln.

(Privattelegramm)

Mainz. 16. Dezember.

Der DesehlMaber der französischen Rhein- avmee teilt in einem Erlaß mii. daß die fianzö- ststlie Behörde sich genötiat sah, die Bevölkerung deS befehlen Gebtet-s mit Nahnnngsmittein aus den EntentelLndern zu versorgen. Die zur Zer, im unbeetztrn Deutschland begehende Lebens­mittelrationierung habe im besetzten Gebote keine Geltung. Rach Verzollung der Lebmsmit'el und der Einfuhr ins besetzte Geb-iet sind diese zum Verkauf frei und die Wr ren dürfen keinesfalls aus Befehl der Berliner stellen beschlagnahmt werden.

i

Verminderung der englischen Besatznna

Basel, 16. De-entber. (Eigener Drahtbericht.) Aus London wird gemeldet: Im Unterhause wurde von der Neuerung mttgeieilt, daß inner- 'xito des nächsten Vietteljahres die britisch« Be- satzungsarmee im Rheinland um 75 000 Äann vermindert werd«. Die Gesamtstärke des englt- scheu Heeres in der Besanungszon« werde nidn weniger als 395000 Mann b-rraaen. Eine Nobernachme englischer Abschnitte durch di« Franzosen werde vorläufig nicht erfolgen.

Zwangsmaßnahmen nnr Geltung haben soll, bis durch die Inkraftsetzung des Vertrag'? der Fttedenszustand hergestcllt ist und daß nach die­sem Zeitpunkt die Erfüllung der im Protokoll vorgesehenen Vervstichtnugen mir durch b:t all­gemeinen Bestimmungen deS Friedensvettrages sowie durch die allerem einen'kerrecktl'cken Verfahren Sorten gewährlc stet sein wird. Unter diesen Umständen fallen Vt v n der d'Uts l«n Regn.-runa wegen des Schlußabfatzes bischer er, bobenen Bedenken fort. Die deutsch« sie. arrung nimmt ferner Kenntnis davon, das: nach der Absicht der Alliierten die

Freigabe der Kriegsgefangenen sofort nach dem Austausch der Ratifikation'in runden stattfinden soll. Beziigsich der Ver- senknna tot deutschen Flotte bei Sc«, da Flow wird betont, daß d-'e Regel-!na d-S stve.t,alles an den internationalen schi edShof im Haag die aerech este Lösung gebracht haben würdeNm sedoch soweit es a» ihr liegt. jedes Hindern s fiir die schnell- W - derberstelluug des Friedens aus dem Weae zu raumen, erklärt fie sich bereit, d e n Schaden der den alliieren und asson'etten R'^iem-ge^ durch die Versenkung der Schiffe entsta-d-n ist

eJ nntzumachen Sie -ist aber anker stände, den Lckadrneriah in der im Protoko't Hom 1. 11. vorgesehenen Art zu leisten dun Sn'2 Statte Prüfu-g hat ergeben, das- h ^urchfithrung der in dem Protokoll gestell er- Forderungen dem deutschen

Nachdem di« unbesoldeten Beigeordneten Dv Schröder und Jordan, sowie Stadtras Rechnungsrat Hoffmann in ihre Aemter ei#»

Ztadtparlament.

Die gestrige Stadtverordneten»Sitzung. Bodensragen. Steuern, Wurst und Theater.

Staffel, 16. Dezember.

lieber der gestrigen Stadtverordneten-Veri sammlung brütete drückende Gewitterschwül« Zur Entladung kam sie nicht, aber hin und wie, cer wetterleuchtete es. ... Die Wahl eines zwei» ten Stellvertreters des Vorsitzenden der Vev sammlung wurde abgesetzt, weil sich die Freu , Bürgerlich« Vereinigung, die diesen Vertrete» nach dem Verhältniswahlsystem zu stellen hat, über die Personenfrage noch nicht einig war

>'r alte britische Politik, bie' Völler beS Je st. «nbcä gegeneinander zu Hetzen und sich geaen- «itig auffrc)ji*u zu lassen, damit das große Bri- pnnien umso ungestörter rind mächtiger iiber lang. Diese List ist England wie )n früheren Zetten, so auch setzt wieder geglückt md turn ist es ein Leichtes für bie schlauen Her- «» ** her Them-e, über Europas Zukunkt

Bern, 16. Dezember. (Eigene Trahtmekdung.t Nach in Paris verbreiteten Nachrichten wird der Oberste Rat der Alliierten sich auf kein« münd­lichen Verf""dlnngen einlassen. Nach Prüfung der deuts' -ttwort wird auf jedes Dokument, das vor c wird, eme formelle Antwort er­teilt. Die Gesamtantwottnote wird den Eharak- ter eines Ultimatums tragen und den Zeit­punkt für die Unterzeichnung des Protokolls und

Sie !ta*en in Shmdm.

Reue Forderungen und Bedrohungen. lPrivattelegramm.)

Berlin, 16. Dezember.

In Spandau haben kch d°e Unnthen in de» wrt>en Swatkbetrwsten am gestrigen Ta e et» aeurtt. Die Beamten der Dirrl. on wurden

Wirtschaftsleben unheilbaren Schaden zufügen und jede Mögfichkeit einer Durchf'h ntua ber übrigen ungeheuren Vervfrich-ttm--en cnrs dem Iriedensverlrage vollends v."n'chten ieT 9?ote vom 8. 12. haben sich die. Alliierten bereit er'Iärt. in ehe dEng d^ Iraae einzntretm, soba'd ihnen da^ Verzezchuls d.derf'schen Hifenmaterials über, brutsche N'gieruna möchte den Alli-erten^ schon »etzt diese und die sonst'gm erforderl'.chen Nachweisungen übennitt'In, aus ^?r.nfr kEben wird, in welkem Meße b e Ansfuhrung der gestellten Iord-ru-gen die wlrtsck-aftliche Leiftungsfäh-gkeit Deutschlands lahmen wurde. S.e hat e ne Kommission von s achverstLndigen kvauf ragt, den Vertretern der alliierten und affoziwrten Mäet . wese Nachweisungen vorzulegen und aussührlich m , erläutern. Nachdem nn b:e de t'cke Remeruna sich grundsätzlich zu e-iw Eutst-ötz-- tMlg für die Versenkung der d:üts en K»i gs- ckr.fe bereit erklärt hat, glaubt sie erwarten ru bitrfen. daß die noch immer ztt"ck- ha' en B e s a tz u n g unverzüglich f r e i q e l a s s e: wtrd. Die dwtsche Reg'eruna arfrt sich h- Ho'-' rmna bin. daß es aus dem angegebenen Weg' oe lnaeu wi d. sofort b e Unterze'chnnna des Protokolls und die I n k r a f t s e tz u n g des

von den Kriegsbeschädigen mit Erschießen be­droht. Berslnnmlun-»en der Kommunisten und der Kriegsbeschädigten in den Staaisbetneben fordern dj« Unterstelluna der Werke unter revolutionäre Betriebsorganisa io- nen. Morgen soll über den politischen General- hM. fli-RS k>re» in Spandau zur Erzwingung der Forde,

w'gch geführt von Stefceimrat Seliger 1-#*».^ «bpestharsi ^rde^

?k«tschkands AnLWZtt.

Zustimmunaen zu den Allkierten-Forderungen- (Telegraphischer Bericht.)

Berlin. 16. Dezember.

D-i« deutsche Antwortnote, bi« durch dm Ver. tretet in Paris. Irhrn. von Seiner, dem Vor­sitzenden der Iriiabensko-nserenz über'eben wor­den ist, enthält im allgemeinen die Zuftimmu-g .zu den Forderungen der Minierten. Es wrd darin gesagt, daß di« deutsche Regierung i're Zustirmnuna zur Inkrastsetzung des IvnLenk- Vertrages niemals von der vorherigen Regelung der Ausleferunassrage abhäng g gem'chi hat. Di« deutsche Regierung nümmt davon 5dnnt- nis. daß nach tot Absicht des C-bci^y das in dem Schlustchsah des ^vzok'ns rom 1 November vorgesehene Recht ,u militäri­schen und sonstigen

Wie di« Herren sich dann den .Völkerbund" denken, kann man auch daraus wieder erkennen Cun Bund geaen Deutschland soll verwirklicht werden. Di« Anfänge dazu sind setzt in Limdon anscheinend gemacht worden. Ein neugebildeter Aebneroat, der den bisherigen Fünferrat der IriedenZ-konferenz zu ersetzen bestimmt ist, soll den Grund legen zu Meser deut sch - fe i n d - lichen Koalition. Dir Frage ist nur, ob sich die Pläne verwirklichen lassen und ob bie beabsichtigte Kründunq die vorläufig noch ist auf die Dauer Bestand haben w:rd. Rach imferem Dafürhalten brauchen wir bte neue Gefahr nickst allzu schwarz anzusehen. Man betrachte nur einmal die.Sonderbestrebun- flen der einzelnen Länder jener Gruvpe. A m e - k' k a hat noch immer nicht den Iriedensver'raa ratrfrztert und wird es auch nicht tun. Bedent- same A^nderungen sind im amerikau-schen Se- tat vorgesMagen worden, und sehr bezeich­nend Frankreich und Enaland erklären sich sogar bereit, den amerikanischen Sonderwünschen nachzuaeben. Diese Nachgwbiakeit en'biifft bie Leichtfertigkeit, mit der der Versailler Vertrag gemachst worden ist, ein Werk der Keschäftspoli- tiker, b:e mit sich handeln lassen. Nur dem, der sich nicht wehren kann, setzen sie die Pistole auf ;äe Brust. Amerika will aber M't dem eurovä'- schen Wirrwarr überhaupt n'chts mehr zu tun beben. Immer mehr kommt dort der Grundsatz ker Monroe-Doktrin wieder zur Gelwng, daß «ine fremde Machst sich nicht in die Anackeaen- pctten der Vereiniaten Staaten einzumischen hat «nd daß künftig bie Vereinigten Staaten nicht Mehr in europäisch« Ding« eingreifen wollen kenn sie haben jetzt genug mtt sich selbst zu schaf-

Dann ist Italien näher zu betrachten Dort bestecht vorläufig auch keine Neiaunq, sich Weiterhin der Entente anzuvecttauen, bie so vick Ennauichung gebracht hat. Italiens beißeste Wun^he, bie Ausdehnung nach der östlichen : BI7 werben von den Verbündeten nicht heruSucht! gt, ja sogar hintertrieben.

So bleiben noch Frankreich und England. Di« betd'n allerdings haben gemeinsame In­teressen in Europa: die Niederhaltimg Deutsch- «mDs und Rußlands. Fra n,k,r eich, das so sl:ndwutjg nach neuem Blutvergießen schreit, >as vn ganzen Lande den Chauvinismus züch- jet, w-e neiden kürzlich erfolgten Staatswahlen jetzt auch die Gemenibewahlen zeigen, steht auf ienk Festlande allein. Sollte Deutschland je vieder einmal erstarken, so wäre Frankreich nur Plf die Hilfe Englands angewiesen. Das be­deutet aber, daß Frankreichs Politik ganz von >er englischen abhängig wird. Um dieses Ab- fangigkettSverhältniz zu mildern, erstrebt Cle- neneeau, diedeutsche Gefahr- zu verringern ?n, London sollte jetzt der Ven'uch gemacht Wer­sen. ^.entichland für alle Zeiten schack'm'ft tu ktzen Ta stellte sich aber l-ekaus, daß Eng. '5 nde.n Interesse daran hat, Frankreich nick'..

M bestimmen. Daß Frankreich auS Schwäch« i'Kt> Angst bereit ist, sich dem englischen Willen zu unterwerfen, geht aus den letzten Maßnah-__________ vyww,l, lu, uvm

men Clemeneoaus hervor, der die französische Ministerium der öffentlich en Arbeiten Dire'tor Presse auffordert, nichts gegen EnAland zu - - - - - ~ ----- - -

schreiben und der außerdem di« Minister der Fmanzen und des Aeußern, wie gut unterrichtete Pariser Blätter behaupten, von ihren Posten entfernen wird, weil sie der englischen Inleresscn- politik auf dem F-stlande noch Widerstand ent­gegensetzten. Damit hatte England sein Ziel vorläufig erreicht. Und dennoch wird es das Wiederauferstehen der gegenwärfig am Boden liegenden Völler nicht verhindern können. Mö­gen Deutschland und Rußland die richtige Folge­rung daraus ziehen. Dem wes: europäischen Bund muß ein osteuropäischer entgegengesetzt werden. K. F. ü-r.

Di« in diesen Tagen in London abgehaltenen Besprechungen zwischen Clemeneean und Llohd Georg«, die zu einer firmfereig der Vertreter von England, Frankreich, Italien und Amerika er- wettert wurde, beanspruchefl eine höhere Bedeu- tung, als man nach der stillen, vorher geheim ge­haltenen Einberufung vermuten konnte. Oder vielleicht durfte man gerade diese Stille als ein besonderes Zeichen deuten. Das Ergebnis ist je­denfalls, ohne daß Einzelheiten genannt wurden, der erneute Zirsammenfchluß der alliierten Machte gegen Deutschland. In dem gestrigen Telegramm heißt es: »Gegenstand der Besprechung^war unter anderem ein energisches gemeinsames Vorgehen der Alliiertzen, um das Zustandekommen des Friedens zu sichern, sowie die verschiedenen Hindernisse aus dem Wege zu räitmen. um den Völkerbund endlich zustande zu bringen.' Wenn sich der Zusammenschlich nicht gegen Deutschland und außerdem gegen Rußland richten sollte, wäre der, vorstehende Satz nicht verständlich, denn nach Auffassung der West- Mächte sind Deutschland und Rußland die Fr-e- benSbindernisie, während in Wirklichkett qeratze von England und Frankreich jede Friebens-B«- fierbung ertötet wird. Die Absicht desenerai- sckien und gemeinsamen Vorgehens' entspricht vollkommen der bisherigen Gewaltpolitik d"r Entente. Es ist nip nicht recht ersicksthsch, wie ein «och schärferes Vorgehen gehandhabt werden fill. Schon jetzt ist dieses .Vorgehen' so, daß Europa Nicht aus dem kkriegszustand heraus­gekommen ist. Soll das so weiter gehen oder rar , verschärft werden, bann ist ar, einen .Frieden' 1 überhaupt nicht mehr zu denken. Ein solches verfahren nennen die Feinde aber: .den Frie­den sichern'.

lige Anerkennung nachträglich widmete, wurden 1 die Leiter der Sozialen Kommission uttd deS ° Jugendamtes gewählt. Wie zu erwarten war, ' fiel die Wahl auf Stadtverordneten Häring und Dr. Haar'mann. Vorher gab Professor Hebel für die Bürgerliche Vereinigung fol­gende Erklärung ab:

.Die Freie Bürgerliche Vereinigung steht auch heute noch wie am 29. September auf dem : Standpunkt, daß wichtige Stellen in der Ge- meindeverwattung mir nach Ausschreibung be« setzt werden dürfen; denn nur durch Ausschrei, bung kann sie die Möglichkeit erhalten, unter einer größeren Zahl von geeigneten Persönlich­leiten die denkbar besten zu wählen. Die Mehr« .hett der Schadtverordnetenverfommluna bat dr-rch Nichtausschrcibung der Stellen der Lei­ter des Sozralen Amtes und des IugmdamteS einen Präzedenzfall geschaffen, der in der Nicht- ausfchreibung der Oberbürgermeister­stelle seinen Nachfolger gefunden hat Di« Freie Bürgerliche Vereinigung schiebt die Ver­antwortung für die Besetzung in der Leitung des Sozialen Amtes und deS Jugendamtes den Par­teien zu, die bie Nichtausschreibung durchgesetzt haben, unb enthält sich bei der Wahl der Stimmte,'

Mit 48 und 47 Stimmen wurdet bie Beiden zu besoldeten Stadträten gewählt Es folgte eine tnteressante Debatte über ein am Damm zu er­bauendes F l u ß - S ch w i m'm bad und einen Wettbewerb dafür an anderer Stelle wird dar­über berichtet und ansckffießend über die neue Grund -und Gebäude st euerordnung, wobei sich die Rathausjuristen ordentlich au5- einand ersetzen konnte». .Schöne" Aussichten blühen ton Gewerbetreibenden. Das bestätigt« Bürgermeister Brunner: Da wir demnächst nicht mehr über Einkommensteuern vcisügen, müssen Grundeigentum und Gewerbe möglichst herangeholt werdenl Aps Oho-Ruse von rechts antwortete der Söürgermeier: Es ist nicht anders zu machen! Als dann em Zusck; zu den Fut« terkosten für die Hunde der F e l d h ü t e r bewil­ligt wurde, forderte Stadtv. Horb old einen virkfameren Flurdienst. Die fortgesetzten Dieb- tähle sebbst am Hellen Tags nehmen den Klein­bauern jede Lust zu weiterer Betätigung. Bür», germeister Brunner verwies auf das zu

tief gesunken« RechtSgesühl der DevAkerung. Wenn an jeden Garten eht Feldhüter gestellt würde, selbst dann würde ge- tohlen! Da rief man dem Interims-Oberbür­

germeister zu: Auch ein Standpunkt! UebrigenS empfahl der Bürgermeifter, auf die Einrichtung der Eh r enf e ldhüter ztirückzugreifen. Am ltpend'.gsten war man bei einer Vorlage: Richt­linien für das in den Kai Überträgen über städti­sches Land vorzubehaltende Wiederkaufs- recht der Stadt. Dabei hagelte es Mißverständ-i Nüsse. RechtSunwalt Brill (Fr. bkgrl. Vg.)p Nachdem in Kassel bekannt geworden, daß et» Wie oerkaufsrecht auf Grundstücke gelegt werden^ oll, sind die Preise für die Grundstücke, die um, den städtischen Besitz herum liegen, von 8 auf 14 Mark für den Quadratmeter gestiegen. Das Gegenteil von dem wurde erreicht, was man wollte. Verschiedene Äauflirftigc sind bereits ab- gesprungen. Das Bauen wird teurer und in-! hob tert, der Grund und Boden überlastet und dies iDohnngen werden teurer. Auch andere Stadt»/ verordnete zerpflückten bie Vorlage in diesem: Sinne. Später sagte Brill: Die Linke stchti auf dem Standpunkt, das Wiederkanssrecht steh« orrf ihrem Programm, und daS wird durchf­ührt, ob es für die Stadt paßt oder nicht! Die Sozialdemokraten Häring, Voepel und Theis legten dann dar, und wurden von Bür­germeister Brunner unterstützt, von einer Wiederkaufspflicht sei gar keine Rede. Rur Siche- \ runcen werden geschaffen, daß das von der/ Stadt erworbene Gelände nicht zu Speku- letionS- und Bodenwucherzwecken urSgewatzt wird. Der Jurist Dr. Theis warf dem Juristen Brrll Spiegelfechterei vor und Brill verwahrte sich »egen die Unterster« ttrng, «r wolle Pie Kasseler Bevölkerung absicht­lich vom Kauf Abschrecken. Wollte er das, so brauchte er nur das Erbbaurecht zu enchsehlcn und kein Mensch würde Lnchm Den Dusdnrckj Dpregelfechcherei wieS er akS rrngehörig zurück-.