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in -er Regierung

Wirtschaftlicher Ausschuß.

Nimmt, den Feinden die schon gerade gemia <. Rotterdam, 13. Dezember. (Eigene Dvahtmel- mit Haß und Lüge gegen Deutschland ersülü sindtne"t ^ondouer Bericht beschlossen

Vorbereitete Zwangsmaßnahmen.

Berlin, 13. Dezember. (Privattelegramm.) AuS Kreisen der hiesigen Ententekommis­sion wird uns mitgeteilt, daß die Kommsston bei Kündigung des Waffenstillstandes innerhalb 48 Stunden Berlin verlassen wird. Tie Mitglie­der der Kommission sind auf ihre eventuelle be- chlcunigte Abreise bereits vorbereitet. Die militärische» Maßnahme» der Alliierten haben mit dem Urlaubsverbot für die noch mobilen Truppenteile aur Mittwoch begonnen. An Paris ind die Befehlshaber der alliierten Truppen zu- ämmengetreten und haben die Einzelheiten be chlossen, um sofort gegen Deutschland mili­tärisch vorgehe »zu können.

DsAtsÄland md die Entente.

Ein Völkerbund gegen Deutschland.

(Privattelegramm.l

Haag. 13. Dezember.

len kam und die Leute in der Pfelz mit verstör- tcn Gesielnern einander zuflüsterten, daß wohl demnächst die Franzosen ins Land kommen : würden, fee hat es nicht wenige gegeben, die t sich im stillen die Hände rieben. Wenn sie doch ' nur schon da wären, die Franzosen! Dann 1 hätte wenigstens dieses Elend ein Ende: dann bekäme man endlich wieder einmal etwas Or­dentliches in den Magen; dann gäbe cs keine > Zensur und keinen Militarismus mehr, und je­der könne nach Herzenslust miesmachen. Denn der Franzos im Land, das bedeutet Bohnen» : kaffee, das bedeutet Speck, das bedeutet Scho­kolade! Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit! Und überhaupt: »Das wird uns einerlei sein, ob wir den Franzosen unsere Steuern bezahlen oder den Preußen!"

Wenn sie doch nur schon da wären, die Franzosen! Aber wen der Herr verderben will, dem erfüllt er seine Wünsche. Eines Tages waren sie da, und mit ihnen kam Speck, Schoko, lade, Kakao und all die anderen schönest Dinge, die man so lang, so lang nicht mehr gesehen. Von den öffentlichen Gebäuden flatterten die Trikoloren, die Hörner schmetterten durch die braßen, der Wein floß in Strömen, und ah! Es war wie ebn P'olkssest! Es tsi seither wie­der ein Jahr int -tand »

kein Tag in diese!- Jahre, der es nicht selbst ocm Blödesten durch tausend Kleinigkeiten im­mer wieder zum Bewußtsein gebracht hatte, daß der Feind nicht gekommen war. um zu geben, sondern zu nehmen und immer wieder zu nehmen. Für den Franzosen ist das besetzte Gebiet nichts anderes als eine melkeruoe Kuh. Oder dock nicht! Denn eine Milchkuh wird ge­füttert. Es ist für ihn eine Zitrone, ans her er das Letzte herauszupressen sucht. Mit einer geradezu kindlich anmutenden Selbstverständ­lichkeit wcnldet er sich bei allen seinen Bedürf­nissen vertrauensvoll an seine neuen Schützlin­ge. So war um nur ein Beispiel anzusüh- ren die französische Heuernte in diesem Som­mer außerordentlich schlecht geraten. Die Bau­ern jammerten und die Zeitungen sprachen von einem nationalen Unglück, aber der Kommissar

Grundlage für eine Einigung?

Berlin, 13. Dez. (Privattelegramly.) Wie dieVossische Zeitung" von unterrichteter Sei­te erfährt, wurde durch Verhandlungen inner­halb der Zentrums partes die Grundlage für ei­ne Eiväguug Über die strittigen Fragen die an­läßlich der Verhandlungen des Kultus-Etats zei einer Zuspitzung der mnerpokttiscken Laae m Preußen geführt hatten. geschaffen. 2iefe'®im= gung ist im Wesentlichen durch die Bemühim- gen der Abgeordneten Trrmiborn und von Re­chen berg zustande gebracht worden.

Fenseits des Rheins.

Bilder aus dem besetzten Gebiet,

tßa$ schintedst du Schmied? Wir schmieden Retten,

Retten,

Ach, in die Ketten seid ihr selbst «efd)tagen.

Was pflügst du Bauer? Da« Sell soll Früchte tragen.

Sa, für den Feind die Saat, für euch die Rletten 1

Für Euch die Kletten! . . . Als im Somme» 1918 die eisern« Mauer im Westen ins Wan-

Deutschlünd zu übertreiben, wie sie zu unter« schätzen. Lloyd George habe «sagt, daß kei. nerler Meldungen über deutsche Rüstungen vorlägen. Dos Getue der französischen Presse und der alliierten 5krlegÄmnrsterien habe das engli-scbe Kabinett beunruhigt, und Enaland sei es gewesen das den mildernden Einfluß auf das an Deutschland gerichtete Ultimatum ousgetibt habe. Der Parik-»

Streit am den Kulkusetat.

Das Problem der Schul- und Kirchensragen. lPrivattelegramm.)

Berlin, 13. Dez.

Während gestern nachmittag in der Preußi- sckien Landesversammkung über den Kultusetat abgestimmt nmrde. dosten Schul- und Kirchen­sragen einen Zwiespalt in der Mehrheit des Landesparlaments kürzlich verursacht hat, fand beim Reichspräsidenten Ebert eine Konferenz über diesen Konflikt statt. An ihr nahmen dw Zentrumsabgeordneten Trimborn und Spahn von der RcichStagSfraktion, Herold. Horch und Lauscher von der preußischen s».

wie Vertreter der Reichs- und Stantsregiening teil. Nach Anhörung deS Stand'-mtktes der De. Mtationen und eingehender Besprechung der gegenwärtigen Lage, unter Erörterung der grundsätzlichen Haltung der beiden anderen Mehrheitsparteien in der Schnlfrage kam man dahin überein, die Besprechungen austerha b die­ser drei Parteien fortzuführen. Bis sie zu ei­nem positiven Ergebnis geführt haben, sollen die Ausschußberatungen um einige Tage ver­schoben weven.

und sich selbst weißzuwaschen suchen entstell« tos Anklagematerial gegen uns zu liefern, so ist das ent klarer Beweis, daß er absichtlich und bewußt an der Bernichtuug Deutschlands mit» aübertet. K. F. D=r.

Kriegsdokumente..

Alien des deutschen Auswärtigen AmteS.

Die deutsche Antwort ist zurückgehalten.

Paris, 15. Dezember. (Telegraphische Mel­dung.) Die deutsche Antwortnote ist im letzten Augenblick, als sie überreicht werden sollte, tele­graphisch zurückgehalten worden, da von Berlin -ms eine redastion-Le Aenb^eunz dorgeuomtmn werden soll. Die Pariser Morgenzeitungen mel­den: Halbamtlich wird t>ie Presse informiert, das; die Antwort Deutschlands bis Sonntag abend in Paris dem Alliiertenrat vorliegen mutz. Im anderen Falle habe sich Detitschland selbst die Folgen zuzuschreben, die die aber­malige Nichtbeachtung der Vorstellungen der Alliierten nach sich ziehen würden. DasJour- nal" schreibt: Die deutsche Antwort wird im Laufe des Sonnabend erwartet. Sonnabend abend wird Clemenreau aus London zurück- krhren. Für Sonntag mittag ist eine gemein­same Sitzung des Obersten Krlegsrates und , des Alliiertenrates einberufen. .

TempS" kritisiert lebhaft die Haltung her $ er« einigten Staaten, die Deutschland ermu« ttge und die Verbündeten entmutige Einheit- lbches Vorgehen sei nötig. Auch die Londoner Times" wünschen ein einheitliches Zusannnen- arbeiten Englands und Frankreichs, um gegen Deutschland und, wenn nötig, auch gegen Ruß­land vorgehen zu können. Die Aeußerungen der französischen Presse sehen hn allgemeinen die Aussichten für Mitteleuropa als sehr trübe an.

Der französische Ministerpräsident C l e m e n- eean hat sich, ohne dem Minister des Aeußern Bescheid zu sagen, nach London begeben, wo er mit dem britischen Ministerpräsidenten' Lloyd George wichtige Fragen verhandelt. Wie aus London mitgeteilt wird, ist das Programm wie folgt festgesetzt worden: Eine starke militä- rischeEntente zu schassen zwischen Frank­reich, England und Belgien, wenn mög­lich mit einem interalliierten Generalstab, ferner etne gemeinsame Lösung der türkischen und russi­schen Probleme, Jotoie der Adriasrage zu er­zielen. Die gestrigen Verhandlungen zwischen Llohd George und Clemeneeau sollen heute aus breiterer Grundlage, unter Hinzuziebung des italienischen Ministers des Auswärtigen und des amerikanischen Botschafters fortgesetzt werden, lodaß also außer der frankosisch-enfflischen auch eine interalliierte Konferenz gebildet wurde, die man als eine Fortsetzung der Friedenskonferenz bezeichnen kann. In der stanzösisch-englischen Konferenz wurde die Lage in bezug auf die Aus­führung des FriedenSveriraqes und die Hal­tung Deutschlands besprechen. Ter Besuch Clemeneeaus wird in der enalischen Presse eifrig erörtert. Der militärische Mitarbeiter des Lon­doner MattesCflobe" sagt, es fei gerade fo ge­fährlich, die militärische Bedrohung durch

schen BucheS betrifft, so ist eS offenbar, daß sie unserer Sache iin Auslande ungeheuren Schaden zu gefügt hat. Selbst neutral« Mütter haben sich al»sc.'!ig über dieses Verfahren Koutskys auSge« sprockien. Der Rotterdamsche Nieutoe Courant schreibt zum Beispiel:KautSky hat dabei nicht toi« ein Historiker gearbeitet, der vor allem das Material n Auge bat, sondern wie ein Ankläger, ber rauh ^.aterial sucht, um die Schuld der beut« {eben Negierung zu beweisen, von der er schon iin voraus überzeugt ist." Er gibt jeder einzel­nen Randbemerkung deS Kaisers die schlimmste Deutung, um ihn bloß zustellen und daraus alle Schuld herzuleiten. Wenn eS ein Mann unter«

Seit ewiger Zeit ist in der Presse viel die Rede von den amtlichen Aktenstücken, di«, soweit sie die dänische Poliiik betreffen, Auffchluß geben über die Vorgänge, die zum Weltkrieg führ- ieu. Um den heutigen Sachtierhalt über di« Ver- öffeiitlichung der Akten genau darziisiellen, muß nian auseinauderbalten. daß zweierlei Verösi- sentlichmigen bestehen, die die Gemüter jetzt bc« sckKstigen. Einmal ist es die als amtlich bezeich­nete Zusarnnieii stellung von Schriftstücken, Tele- grammen, Hunderten von diplomatischen Berich, ten, Weisungen und dergleichen; zum andern ist es em von dem Sozialisten KautAy heraus­gegebenes Buch, das dieselben Dokumente ent» iah, benen Kautsky politische Kommentare hin­zu gefugt hat. Das hat sich folgendermaßen zu- aclragen: Der bekannte tschechische Sozialdemokrat Kautsky, der in der deutschen Sozialdemo­kratie schon in den letzten zwei Jahrzehnten eine große Rolle spielte, aber erst in diesem Jahre m der neuen Republik Deutscher geworden ist war unmittelbar nach der Revolution von der VoKsregierimg beauftragt worden, die Akten "des Berliner AuAvärtigen Amtes über den Weltkrieg zu sammeln und herauszugeben. Im Mai dieses Jahres wurde er damit fertig. Spä­ter ist diese Sammlung vom Grafen M o n t g e - las und Professor Schücking im Auftrage des Skaatsmlnisteriums überarbeitet und druckfertig gemacht worden. Di« amtliche Veröffentlichung war immer wieder verschoben worden. In- zwifchen hat aber Kautsky, der gegen seinen Wil­ken an sge schältet wurde, sich eine Abschrift feiner Arbeit anfertigen lassen. Auf Grund dieser im amtlichen Dreist der deutschen Regierung ertoor. venen Kenntnisse hat Herr Koutsky sein Buch garchrreben. das eigentlich erst nach der Verrf- scnÄichmlg deS amtlichen Materials erscheinen sollte. Sern Verleger aber hat dieses Buch sofort ' a ®tnrcn. englischen Verlag verkauft, fo kam

V ^i^r einseitigen Darstellung

in England bekannt wurde, noch ehe dos amtliche Material in Deutschland veröffentlicht war; sehr ZU itnfernt S<baden.

m-~te amtliche Zusammenstellung (in vier ift nmtmeb-r von Berlin auch der Oef« seMichkeit übergeben worden. Der Inhalt, der die Dokumente vom Juni 1914 an bis zu' den Kriegserklärungen an Rußland und Frankreich un <;ulr 1914 behandelt, bietet eine ungeheure RÄ5a^^^rial für die Politiker und Ge­schichtsforscher. Wr« dl« Herausgeber im Dor- ünd auch die Urkunden gefam» weit, ^e »um L-tndium der entfernteren Vorgeschichte des Weltkrieges erforderlich sind und die von dem Würzburger Professor Men -

El3 so h n-Bartholdy besonders herausge- i>cn vorliegenden fcie zusammen neunhundert Druck- umfassen, werden über elfhundert Akten- erste Band umfaßt das Ma.erral vom Mord nt Serajewo bis zum Ein- ^kölschen Antwort; der zweite Band re.cht bis zur Bekanntgabe der russischen allge­meinen. Moorlmachung; der drittr bis mit

"U isrankreich; der vierte bis zur Oesterreich-Ungarns an Ruß- bemerkenswert ist. daß die stückt? fVrn fl01fV8 w den Atten- Mcken und Telegrammen alle mit auf geführt schreiben die Herausgeber' Welche grundsatzlickfe Hutung ihnen für Ga^ i~+r rr^rC; beizimlessen ist, kann an dieser Stelle nicht untersucht werden. Gelegentlich er- vibt sich aus den Akten selbst, daß die Rand-

.,,i.., (s d- um für die noch irgendwie verwertet werden «aer£bir eln erffiLt sich aus den » Meinungen handelt, die

gekommen sind. Sehr c§ si^, osfonsichtlich nur um den Ausdruck einer gelegentlichen Stirn muttg. Zur Erläute.ung, welchen Einfluß ^keudelue kaiserliche Meinungsäußerung gehabt regelmäßig vermerkt, wann das amrtb^-'stenstück mit den Randnoten zur zuruckgesandt wurde und wann »ür bei zuständigen Berliner Stelle

zur Kenirtnis gekommen sind

den Akten nicht alles er» ^n.ter den beteiligten Personen ssuiser und Kanzler oder mH den d^bandelt wurde, denn Vieles ist ? ' pack'riesen oder mündlich besprochen wor« & »nmer l« kritischen Fallen, wenn uottnt. ^ichieht. Wie die Verfasser felbst ^'"sEokeii nmß es aus diesen Gründen auch da- h-ngestellt l'keiben. ob nickst die Lückenhaftigkeit dm militariichen Lltuationsberlchte in dem amt» ticken Material sich dadurch erklärt, daß Vieles mündlich vorgetragen wind«. Aber selbst wenn Mizer Material alles Wckenlos vorhanden toim tonnte man em objektives Urteil doch nur bann gewinnen, wenn «nchdie feindlichen Staaten mit drrsekben Offenheit ihre Urkunden der ganzen Welt verlegen würden.

Was mm noch die eingangs erwähnte vor­zeitige private PerssferUlichimg des KautÄY»

Lloyd George und Clemeneeau, die Verhand­lungen über die wirtschaftlichen Fragen hinans- zn sch leben und einem A u s s ch n ß von acht Män­nern zu übertragen. Bezüglich der politischen Probleme wurde am ersten Tage ferne Einigung erzielt. Es wurde in der Besprechung der Er­wartung Ausdruck verliehen, daß Amerika trotz der großen Schwierigkeiten den Friedens­vertrag und die Ausführungen des VöSerbmid.'s mit verschiedenen Vorbehalten annehmen werde, Wgegen aber, nach Ansicht der französischen Diplomaten, em völliger Rücktritt Amerikas vor­zuziehen fei. Frankreich und England sind ent­schlossen, alle Vorbehalte des amerikanischen Se­nats, auch wenn sie den Ansichten des Präsi­denten Wilson widersprechen, anzunehmen.

des besetzten Gebietes wußte Rat zu schaffen. Die Boches in der Pfalz hatten ja Heu im Uebersluß. Sogar den Ziegen der kleinen Leute 1 wurde der Heukvrb hochgehängt. Der Preis für 1 das reaitirrette Heu war lächerlich niedrig -und 1 zudem in Mark berechnet, deren -Kurs man ut= zwischen noch weiter heruntergefetzt hat. Für ; die Requirierungen aber hat letzten Endes der i deutsche Steuerzahler auszukommen, sodaß der Franzose vollständig unentgeltlich zu seinem , Heu kommt solange die Sonne von Versailles scheint.

Nicht anders ist es mit den anderen Nah­rungsmitteln. Von jeher war die Vorderpfalz ein hervorragendes Produktionsgebiet für Kar­toffeln gernesen, und man hat dort während des ganzen Krieges mit fch-elen Augen auf die Ham­sterer gefehen. die alljährlich zur Herbstzett in endlosen Karawanen den Schatz hinüber ins Baidische trugen. Das hat nun aufgehört, aber der Franzose versteht sich auch auf dirseS Handwerk. Und was die Hauptsache ist, er hat etwas anzubieten. Mit lächelnder Miene zahlt. er fünfzig bis sechzig Mark für den Zentner Das sind nur ein paar Franken und soviel kostet er tn Paris auch Genau so geht es mit Butter, Eiern, Milch itnb anderen schönen Dingen. In den reichen Dörfern sitzt und kauft er mit dem Gerde, das wir. die 'deutschen Steuerzahler, ' ihnen zahlen müssen. Er denkt in Franken und zählt in Pfennigen. Was liegt ihm daran, wenn er selbst zwei Mark für das Ei bezahlt? Es sind nur fünfzig Centimes. So geht es wei. ter und weiter, dieses Wechselspiel zwischen Mark und Franken, das uns langsam das Blut ans den Adern saugt Währenddessen gehen noch heute Tausende von kleinen Kindern in den Städten an Unterernährung zugrunde. Und das soll nun fünfzehn Jahre lang so weitergehen?

Man muß sich fragen, was dann noch an deut­schem Besitz int Rheinlande übrig bleibt. ES wird nicht mehr viel sein. Fremdlinge werden wir sein in unserem eigenen Lande. In den Fabriken und Werkstätten wirdMonsiem" ein- und ausgehen. In den Landgütern der Pfalz wird sichMadame" aus Parts von den An- strengungen der Saison erholen wie etrtft auf ihrem Chateau ht der Bretagne. Der Rhein, der deutsche Rhein ja, der wird der große Luna- park der ganzen Welt werden. Schon jetzt gehen die altberühmten Hotels, eins nach dem ande-

Fslgmmsrer ZelZftb§schuld;gMg

Wie die Feinde über uns herfallen.

(Privattelegramm

Genf. 13. Dezember.

Die französische Presse schreibt zu der deut­schen amtlichen Veröffentlichung der Kriegs- akten, ste sei der größte Dienst, den Deutschland der Wahrheit und der Gerechtigkeit, für die die Alliierten k^kämpst hätten (!) bringe. Aber die Alliierten dürften stch nicht von Deutschland täuschen lassen, das damit seine ge­meinsame Schuld aus wenige Personen abznwälzen suche. Tie Entente würde die SckMldigen in Deutschland, wozu auch Leute ge­hören, die jetzt in der Regierung fitzen, zu finden und abzuurteilen wissen. Die Befür- ivorter des verbrecherifchen U-Bootkrieges int deutfchen Parlament feien genau fo schuldig und zur Verantwortung zu ziehen, wie die­jenigen, die die Verantwortung für den beut- scheu Unterseebootkrieg getragen haben.

DaS Austteferungs-Verlangen.

Genf, 13. Dezember. (Privattelegramm.) Aus Paris wird berichtet, daß die Veröffentlichung der deutfchen Atten zum Kriegsausbruch mit Frankreich für maßgebend erachtet wird, um daraufhin die Auslieferung der fchuldige.t Perfonen von Teutschlatw zu verlangen.

Nummer 316.

Fernfprecher 951 und 952.

Sonntag, 14. Dezember 1919.

9. Jahrgang

Fernsprecher 951 und 952.

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