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Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Tie Raft eiet Sieuefien Oladjtlttien etfdjetaen n>«ü,enlUcb ftdjfmal uns zwar a S«n8 6. Ter LbonnemenlIpreiS betrügt nronatl. 1.60 Mart bet freier Zuftevung in« Hau« Bestellungen werdenesetjett von der eefdäftlfteHe oder den Loten entgegengenotnmen. Truckerei, Lcrlog und Redaltion. Ltblacbthossirade 28/SO. Für unverlangt eingefanbte Beiträge kann di« Redatttvr-. eine -Serantwortung «der Sewähr in keinem stalle übernehmen. Rückzahlung de« Ltu-dügelbe« oderAnlprüLewegen eiwaiperni<htorbnung«mäb!gerLieietung au«gescbtossen.

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Nrrwm^ 312.

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Fernsprecher 951 und 952

Mittwoch, 10. Dezember 1919.

Fernsprecher 951 und 952.

OB

S. Jahrgang.

Drohung mit Krieg und Blockade.

Polk hatte, ist gestern nach Landon abgercist,

Schreiben nicht annrhmen konnte, daß die fe<?e " '5ra'5r.T.nr^ JeH % ai|f 3>^- Flotte versenkt Werden sollte. Trotha macht ans- Tagesmärsche, das heißt, fünfzig Kilometer in drücklich darvnf aufmerksam daß ja noch gar nordöstlicher Richtung, erstrecken. Dadurch wür-

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Mittwoch entschieden sein. Der Oberste Rat besitzt absolute Vollmacht. DieMorningpost" mel­det, daß der englische, der italienische und der belgische General st absch cf bis Ende der Wockw in Paris bleiben. Bis dahin muß die Annahme der Beringungen der Alliierten durch die deutsche Regierung vorliegrn.

nicht darüber entschieden sei und erst bei den lnnstiaen Verhandlungen die Entscheidung falle.

Kegen ein militärische? Vorgehen.

Basel, 9. Dezember. (Eigene DrcchtmelLung.) Die Straßburger Preßinsormation erfährt aus Paris, daß sich Amerika, Iavan und Ita­lic n g e ge n eine militärische Aktion in Deutsch­land, auch im Falle der Verzögerung der Unter­schrift der Ententesorderungen, ausgesprochen haben. Es wird bestätigt, daß Clemenceau und Lloyd George mit Unterstützung der Nationa­listen die Besetzung weiterer rechtsrheinischer deutscher Gebietsteile für den Fall der AÄeh- nung der Unterzeichnung des Protokolls durch Deutschland eifrigst befürworten.

nirgends die Rede. Die deutsche AdmiralitSt. wie die deutsche Reichsregterung sind der Auf-

den die Kruppschen Werfe unter die Kontrolle der Alliierten kommen. Die Angelegenheit müßte bis

die Drohung der Alliierten gegen Teutf-Nand zirr Ausführung gelMgt, werden die Engländer

Verkehrs-Beschränkung.

Karlsruhe, 9. Dezember. (Privattelegramm.! Ter direkte Verkchr zwischen dem Elsaß und Baden ist wieder durch französisch-enMche Maßnahmen unterbrochen worden. Die Garni­son in Kehl ist am Samstag beträchtlich ver­stärkt worden. Zeitungen aus dem Elsaß kom­men nicht mehr nach Baden. Die deutsche Reichsmark wurde am letzten Samstag mit nur 7 Cent, in Zahlung genommen. Gegenwär­tig sind Verhandlungen im Gange über die Er- richtung eines französisch. Zollamtes netzendem badischen Zollamt auf der rechten Rheinseite in Neuort bei Mükhüm. Die Eröffnung der fran- zösischen ollstation wird, wie beabsichtigt ist, An­fang Januar erfolgen.

HcherrMr traurige Lage.

Die Schmälerung Wiener Waldes.

(Privattclegramm.)

Wien. 9. Dezember.

Eine Landrsverord-.ung gestattet der Bevölke­rung Wiens, den Wiener Wald drei Kilo­meter tief itnb hundcrtfünfzig Kilometer lang abzuholzen. Man will mit dieser Verord- rnng möglichst dem Schleichhandel steuern, ohne ihn aber ganz verhindern zu körrnen. Durch den Schleichhandel mit Holz wurde nach amtlicher Feststellung kürzlich ein einfacher Kutscher zum Millionär. Der Plan, Holz gefällt abzugeben, scheiterte, da die nötigen sechshundert Holzhauer weder bei den Arbeitslosen, noch bei der Volks­wehr aufzutreiben sind. (!) Das statistische Amt der Stadt Men teilt mit. daß im Monat November die Sterblichkeit doppelt so groß war als im November 1918.

"chcn Reg-erung bespricht. Nächste Woche wird Koblenz ZentröLstelle für den amerikani­schen Po st verkehr in Deutschland werdm. Die amerikanische Obcrpostdirektiou in Pars wird ihre Geschäftsräume schließen und ihre Beamten werden die Post nach Koblenz leiten.

feindliche Truppsnverstarknna.

Düffeldorf, 9. Dezember. (Privattclegramm.) Aus Solingen wird gemeldet, daß im befrtzten Deutschland aut Freitaa und Sonnabend noie belgische und englische Truppen mit klingendem Spiel einmarschäert sind.

Vorbereitungen zum Einmarsch.

Rotterdam, 9. Dezember. (Eigene Draht­meldung.) Aus London wird berichtet: Falls

Auch Admiral Reuter hat in seinem Befehl an die Mannschaft nickts von einer Versenkung ge­sagt. Er brachte vielmehr in diesem Befehl, zum Ausdruck, daß die Flotte, wenn die Regierung es verlange, auch ausgeliefert werden müßte, Mr ewigen Schande derer, die uns in diese Lage gebracht haben". Also auch hier nicht die Spur einer Aufforderung zur Versenkung der Flotte. Der Vorfall beweist wieder, wie die Gegner mit allen nur denkbaren Mitteln nach Beweisen" spähen, um ihren brutalen Gewalt- maßnabmen einen Schein von Recht zu geben. Dem Volks empfind en entspräche es. wenn die Regierung sich auch weiterhin weigern würde, den englischen Forderungen zu gehorchen. Aber was wird sie tun? Die Feinde haben angedeu­tet, daß sie militärische Zwangsmaßnahmen er­greifen wollen. Da wir mit der Möglichkeit rechnen müssen, daß die Drohungen ausgeführt Neiden, hat die Regierung bei den deutschen Jn- dustriellen im rechtsrhein-schen Gebiet angefragt, wie sie sich M folchen Möglichkeiten verhalten würden. Das Ergebnis der Anfrage ist noch nicht bekannt. Es gilt stier, äußerst wichtige deutsche Interessen zu schützen, und bei jeder feindlichen Rote werden wir an unsere Ohn­macht und unsere Schwäche erinnert.

Einführung fremder Verwaltung.

Basel, 9. Dezember. (Eigene Drahtmeldung.) Die Preßinsormation schreibt ans Paris: Der Oberste Alliiertenrat wird in diesen Tagen die Entscheidung darüber treffen, ob time eventuelle Uebernahme der Verwaltung des österreichischen Staates durch den Alliiertenrat erfolgen wird. Ter Rat beabsichtigt die Pachtung der österreichi­schen Staatsbahn für einen längeren Zeitraum.

sammiung auf Zentrmnsautraa bewilligte ' künstlerische Beirat beim Reichsministe-

rtuw des Innern, nur daß es sich hier eben um das Auswärtige handelt.

Für das Pressebüro w'rd man. wenn es gr- deihlich arbeiten soll strenge Unparteilich­keit m der inneren Politik fe-rdern müssen, wie sie der Zentrale für H-nmatdienst nicht von al­len Seiten zuerkcmnt worden ist. Er soll infor» miercn und dazu wxder informiert worden. Seine Tätigkeit ergänzt btt unserer äußeren Missionen, hängt aber auch von ibr ast, Bertre- , ter mit rascher Auffassung, selbständigcm Ur» , teil mit der Fähigkeit, sich tu fremdes Denken eiwznfüstlen vor allem aber mit lauterem Cha­rakter brauchen Wit dort. Dabet bleibt der deut- 'chen Presse im Ausl ende selbst ein weites Feld,. Höchst wünschenswert ist es. daß Korrejpondm- ton großer Blätter wie früher das Ausland über uns und uns über das Ausland unterrichten.

Berichte aus erster Hand

sind für dte beiderseitige Aufklärung wesentlich. Wir düvfen nicht durch die Brille der A g c n c e Havai oder von Reuter sehen lernen. Leider spielt hier dj« Geldfrage hmefn. Die Teuerung im Auslände und imfetie schlechte Währung macht Korrespondenten dort sehr kost­spielig. Sollen wir nicht zur Vertrustung nach dem Muster Amerikas kommen (United Preß, Associated Preß!, wogegen freilich auch partei- politisclie Hemmungen wirken, so wird man an Staats Hilfe denken müssen, Der leidige Geld- Punkt hat aber schon die Weiter Herausgabe der Uebersichten" über die ausländische Press«! gehindert, die den Rerchsboten noch in Weimar kostenfrei zuginaen. Hier liegt ein wichtrges, ge-, meinsames 7 Uertsg-biet für die Presse wie SU*8"' JIBJ ,

Ni sch aber dem der allgemeinen Nachrichtenab­teilung, Möge dies« Zweiteilung nicht zu Rci- bimgen fiihren. Den Verkehr mit der Presse selbst werden besondere Verbindungs­leute vermitteln. Hierzu sollten Beamte wie Journalisten ohne Engherzigkeit, mir nach sach­licher Eignung und Zuverlässigkeit ausgewählt werden

Den Depeschen-"und Funkdienst behandelt fortan ein besonderer Referent. Die Bedeuiuug des Funkdienstes wächst noch täglich. Hoffentlich verstummen nun die Klagen über den Devcfchenverkchr mit dem Ausland g. Erne nicht rcsffos erfreuliche Erinnerung an den Krieg ist das sogenannte Propagandareferat. Wer weiß ein gutes deutsches Wort dafür? Es umfaßt dte früheren Referate für Bücher, Bro­schüren und Filme. Daneben besteht selbständig das Kunstreferat. Es kann von größter Bedeutung werden. Man denke an gute deutsche Konzerte und Ausstellungen rnt Auslande. Viel, leicht wächst es sich noch zu einem umfassenden Kulturrcferat and, Alles dies liest aus derselben Lrnie wie der von der Nationalver-

Reich Md Preffe.

Ncnordunng der Presse im Reichshaushakt.

Die hohe 'Bedeutung der 'Treffe in der Inneren wie der nutzeren Politic ha« fick! erst rieht'-, wäh­rend de« Krieges gegeizt. Die amtiietzen Stellen Haden ihre früher im Verkehr mit der Press» gemathten Feyter etngesehen ttnb tmn soll «'n» Renordnnng »«ginnen, worüber O». ÄersSiel» Mitgiied der Ttot"onai»eefsttttntuttg, fthrk.bt« Die öfseuÄichc Meinung ist ein schwer zu spie, lend es Instrument. Sie Wird leicht verstimmt. Rur wenige meistern fie auf die Dauer, Einem falschen Tone antwortet eine ganze Disharmo­nie. Gilt das schon für unsere, so für die öffent- licke Meinung des Auslandes erst recht. Sie ist! für Deutsche ein noch schwereres. Weil Weniger! behandeltes "Instrument. Man soll niemanden darauf loslassen, der e§ nicht richtig anzufafsen imd zu behandeln versteht. Das aber will gründlich gelernt fein. Da die Preffe füt diese Erwägtmgen von großer Bedeutung ist, spielten siegle eine Wichtige Rolle bei der Neuordnung desPresseWesens im deutschen ReichS- haushalt Ein Blick zeigt daß dabei der Schwerpunkt mit Recht auf das Aeußere ge­legt Worden ist. Von dem früheren Pressebüro stell:n nur noch ein Direktor und em Vortragen­der Rat beim Etat des Reichskanzlers. Sie eit­lem werden sich noch mit innerpolittschen Fragen zu befassen haben. Von im ganzen zwölf Referaten betrifft solche nur noch daz erste. Alle übrigen sind dem Auswärtigen Amte zugewie--

Aus dem besetzten GOiet.

Amerikanische Vrrkehrszcntmle in Koblenz.

(Privattelegramm.)

Koblenz, 9. Dezember.

Die hiesige amerikanische, Zeitung melde!: Der amerikanische Vertreter in der Rheinland- kommMon, der in der letzten Woche in' Paris weilt» und eine Konferenz mit Staatssekretär

Eill ueves Msnöder.

Die Feinde bestehen auf ihrer Forderung.

In der Antwortnote der Entente, deren Ueberreichung heute erwartet wird, ist auch die Angelegenheit von Tcapa Flow behandelt. Die deutsche Weigerung, ohne weiteres eine Entschä- fcigitng für unsere eigenen versenkten Schiffe zu zahlen, wird von den Engländern nicht an­erkannt, auch der deutsche Vorschlag, die Frage einem Schiedsgericht zu unterbreiten, wird be- zelchnenderiveise abgelehnt. Dao eg en soll der deutschen Negierung gnüdigst gestattet sein, um ihr entgegenzukommen, daß sie selbst b e st i m- men darf, welches Werftmaterial an England aus geliefert werden soll. Diese neue Bestim­mung ist der reine Hohn, denn so viel ist au unseren Werften gar nicht mehr übrig geblieben, daß wir noch lange auswäblen könnten. Di« verlangte Menge von vierh"nderttausend Ton­nen reicht gerade hm, nm die Werften vollständig lahmzulegen. Der bisherige Widerstand der deut­schen ReKerunq ist aber in London doch nicht ganz ohne Eindnlck geblieben Man weiß selbst­verständlich, daß die Forderung absolut unberech­tigt ist. Um ihr aber Vor der Welt einen Schein von Berechtigung zu geben, sucht man mit allen künstlichen Mitteln eine Art Beweis für die Vcrmitwottlickckeit" und dieEntschädigungs- Pflicht" Deutschlands zurecht zu zimmern.

Zu diesem Behufe sollte der Nachweis ge­führt werden, daß die deutsche Flotte auf direk­ten Befehl von der Heimat versenkt wurde, um damit die Verantwortlichkeit Deutschlands fest- zustellen. Dieses Mittel glaubt die englische Presse nun in einem Schreiben des Chefs der deutschen Adnriralität, des Lldmirals Trotha, an den das internierte deutsche Geschwader von Scapa Flow befehligenden Admiral Reuter gefunden zu hoben. Es ist aber wieder ein un­taugliches Mttel, wie nachfolgende, auf direkte Nachforschungen cm maßgebender Stelle zurück- gehende Ausführungen darzutun vermögen. Ad­miral Trotha bat das Schreiben am 9. Mai ab­gesandt. Zu diesem Zeitpunkte war der Inhalt der gegnerischen Friedensbedingungen in Ber­lin noch nidrt bekannt. Diese wurden erst vom 7. Mai ab bruchstückweise von Versailles nach Werkin herübergegeben Die maritimen Bedin­gungen waren jedenfalls dem Admiral Trotha bei Abfassung seines Schreibens dem Inhalte nach nicht zugänglich. Das Schreiben Troihas hatte folgenden Zweck: Tie Mannschaften der in Seapa Flow internierten deutschen Schiffe wa­ren wegen dieser Internierung sehr beunruhigt: über ihre Lage und ihr künft'ges Schicksal war nichts zu erfahren. Die Uebergabe der Ftie- densbedingungen in Versailles verzögerte sich immer mehr imd dieses Worten zehrte nament­lich an den Nerven der Leute, die da draußen, abgeschnitten von der Außenwelt, sich befanden. Admiral Reuter batte nach Berlin gemeldet, es müsse etwas geschehen, um die Mannschaften über das. was geschehen sollte, M beruhigen. Aus dielet Stimmung heraus faßte Trotha sei­nen Brief ab. Er legte in Form einer nüchter­nen, nihigen Darstellimg die damals gegebene Rechts- und Sachlage dar. Er erklärte, daß da? Schicksal der deutschen Flotte bei den Friedensverhandlungen entschieden würde. Die Gegner schwankten zwischen Versenkung und Aufteilung der Flotte. Er betonte das auch von den Gegnern niemals widersvrochene Eigen­tumsrecht des deutschen Reiches an diesen ©dürfen. Die Internierung habe man nur in Kms nehmen müssen, um den Gegnern die Schwächung der deutschen Kampfflotte zuzuge­stehen. Die Internierung in einemseindlicken" Hafen sei M Unrecht erfolgt und dageocn erhob Trotha Einspruch. Er betonfe, daß das Schick­sal der deutschen Flotte nicht otzne Mitwir­kung von Deutschland aus bestimmt werden könnte. Eine Auslieferung der Schiffe an die Feinde bleibe jedenfalls ausgeschloffen. Di« Offiziere wurden gebeten, bei ihren Mannschaf­ten die Hoffnung zu nähren, daß die Schiffe unser Eigentum blieben. Bei Vorhanden­sein eine? solchen Geistes würde den deutschen Unterhändlern der Rücken gestärkt werden.

Aus diesem durchaus einwandfreien Brief lieft nun die englische Presse eine Aufforderung : $itr Versenkung bet Flotte heraus. Davon ist 1

.lww , Die sechs Abteilungen des Nctchrtchtcn-

wo er die Rheinilandanaelegenheit mit der briii- 'dsenstes entfprechen den neuen sechs Landergrup- ~ ------- - Pen imd unterstehen deren Direktoren, priss.trch-

3m Srtoattimfl her fiele.

Drohung mit Wiederaufnahme des Krieges.

(Privattelegtamm.)

Basel. 9. Dezember.

Das Sekretariat der Pariser Friedenskonfe­renz bat der Presse mitaeteilt, daß die lieber« reichumg der vom Fünferausfchizß gebilligten Schlußnote an Deutschland, die für Sonnlachon- acküttbigt wat, um ein oder zwei Tag« veistbo- ben worden ist. TerPetit Parisien" gibt als Gn'nd an, daß der Bevollmächtigte einer der fünf Großmächte erst Auskunft von seiner Re- gierrmg ab Wart c, also seine Zustimmung noch nicht gegeben habe. Die Telegraphen-Ylgentur Havas, die diese Angabe de? Petit Parisien wei­ter verbreitet, fügt hinzu, daß es sich nicht um den Bevollmächtigten der Vereinigten Staaten handett. Ein anderes B^att erklärt die Verzög»- rung der Zusstimmung dieser Großmackst damit, daß ihre Regierungmit Rücksicht auf die Sonn- taKruhe" erst am Montag antworten könnte. Wenn es sich aber dabei nicht um Nordamerika handelt, so kann dieser Hinweis nur für Eng- l a n d zutreffen, und in der Tat scheint der nach Paris geschickte Marschall Wilson den Lieblinas- rlan des Marschalls Foch, die schleunige Be­setzung des Inbuftriegebiets von Essen, und des ür den Eisenbahnverkehr nach dem Inneren DeutsMands so wichtigen FrarÄfurt, ausgeschal­tet zu haben. Tie Entente.wird Deutschland für den Fall, daß eS dos Zufatzprotokoll zum Frie- benSteertrag ablehnen sollte, nicht nur mit be- ti-mmten militärischen Exekütiönen bedrohen, sond-crn mit ber allgemeinen Maßregel einer Kündigung des WaffenstiWonb'es, also einer Wiederaufnahme des Krieges. Die Truppen sollen weiter nach Deutschland mar­schieren und die Blockade soll wieder begin­nen Die Bedeutuno dieses Unterschiedes l egt darin, daß die französische Regierung das Will- kirr-Regimr des Waffenstillstandes in die Frie­denszeit überleiten tvill, während die englische Reaierung sich ausschließlich aus den Boden des Friwensvertrages stellt, der vom Tage seines "chikrafttretens an allein maßgebend ist für die zu 'einer Durchführung zur Verfügung stehenden Machtmittel. In Paris ist mau. wie die Treffe Elemenceaus erkennen läßt, enttäuscht, daß der Schlußartikel des ZufatzprotokoW, der der En­tente das unbegrenzte Recht aus militärische ZwangSmatzregeln auch nach der Herstellung des Friedens geben sollte, von dem Fünferausschutz derart aboeschwächt Wurde, daß er den Zweck Verfehle: den von Wilson misgedachtenVerein der Völker" in den Rahmen eines Vereins der Nationen gegen Deutschland zu erhalten.

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Deutsche Spar-Prämienanl^, v