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Meler 9leuefte NachMm

Kasseler Ab Mdzeitung Hessische Abendzeitung

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Mumme 30s.

Souuabeu-, 6. Dezember 1918

Fernsprecher 951 «nd 952.

FelnsPrechrk äi und 952

S. Jahrgang.

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Sie Verwicklungen nehmen lein Ende.

AlsBolschewist" verhaftet.

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Deuffchland könne die verweigerten Bedingun- gen des Protokolls. die in dem Vertrag selbst nick' vorgesehen sind, bedinaunaslos nickt im» tersckreiben. Herr von Lersner sagte wörtlich: Die mir von meiner Regierung gegeSbenen In- ffruftipnen ermächtigen M'ch. das Protokoll zu rmtersckreiben. wenn der letzte Satz entfernt wird, den Deutschland nicht annehmen kann, da sonst nach dem Friedensschlutz ein fremder Staat unter iraend einem Vorwand, nach dem

Furchtbare Greuel lettischer Truppen.

Thorn, 5. Dez. (Privattelegramm.) Deut­sche Baltikmutruppen, die in ein Darackcnlaqer transportiert worden find, berichten von un­menschlichen Grausamkeiten, die die let­tischen Truppen an ihren kriegsgefangenen Kameraden verübt haben. So haben Die Letten oben zugefpitzte mit Fett und Oel bestrichene Pfähle in die Erde gerammt, die Gefangenen entkleidet, und aus die Spitze eines solchen Pfah­les «setzt, sodaß der Pfahl durch die eigene Schwere des Körpers m den Leib getrieben wurde und den Tod verursachte.

lokale. Auch das Kaffee Goldschmidt, das um diese Zeit sehr stark besucht ist, wurde besetzt. Die Gäste wurden zunächst auf Waffen untersucht und dann mit den Besuchern der anderen Lokale und Personen, die sich auf der Straße befanden, in geschloffenen Trupps, es sollen 500609 Mann «Wesen sein, nach dem Polizeigefänqnis gebracht. Dort mußten alle so lange in dem engen Gefängnishof bleiben, bis die Feststellung der Personalien durckaeMrt war. Personen die sich nicht mrsweisen konnten, wurden verhaftet.

Deutschland die Bedlna'maen nicht erfüllt habe, -nrit bewaffneter Macht ins Land ein» zuzieh-en das Recht habe.

Köln, 5. Dezember. (Prfvatftlegramm.) Der Vorsitzende des Düsseldorfer Arbeiterrates, der Gewerkschaftsführer Agnes, wurde hier mit seinen beiden Söhnen von den Engländern verhaftet, angeblich weil er Bolschewist sei.

leben und gegen bte Vernichtung unersetzlicher Lebensgüter tritt sie in Fällen der höchsten Rot in Aktton. Wie getreu sie sich an ihre Grund­sätze hält, das hat sie mit großer Deutlichkeit ge» erst ip- r»t+en Mtqenklick. als die Arbeft tersckaft W Tätigkeit einstellte, iO von der Streikleittmg zugesagte Anssühruna der Not»

Razzia auf Schieber in Frankfurt.

Durchsuchung der Gastwirtschaften und Kaffees. (Privattelegramm.)

Frankfurt a. M.. 5. Dezember.

Die Polizei hat gestern eine groß angelegte

Strafe für Zollhinterziehung.

Saarbrücken, 5. Dezember (Privattelegramm.) Die französische Behörde hat als Geldstrafe für Zollhinterziehungen in der Rheinpfalz den vierfachen Betrag des zu entrichtenden Zolles festgesetzt. Nach erfolgter Bezahlung der (Strafe wird außerdem die betreffende Ware, die nicht rechtmäßig verzollt wurde, eingezogen.

Reue Zusammenstöße im Battilum

Deutsche Truppen schützen die Ortschaften.

(Privattelegramm.)

Königsberg. 5. Dez.

Das lettische Preffebüro meldet von neuen Zusammenstößen zwischen den zurückgehenden Deutschen und den Letten «ns Litan. ein zwischen Rastiwilischki und Tauroggen. Durch den Ort Tanroggen sind bis Dienstag abend 18200 Mann deutsch« Truppen und 5500 Zivilpersonen gekommen Die ihnen folgenden "Feinde hatten die Stadt Oswiany überfallen und inder der Bevölkerung viele Mordtaten verübt. Die Eiserne Division befreite die Stadt und zog sich dann znm Weitermorsch zurück.

Weitere Roten in Ausficht.

Berlin. 5. Dezember. (Privat-Telegramm) Eine Havasnotc vom gestri«n Tage meldet, dass im Rate der Alliierten Sicherung Maßnahmen zur aewalttamen Durchführung der Waffenstill­stands-Verpflichtungen Deutschlands zur Bera­tung stehen. Danach ist mit dem Eingang weite­rer Noten der Entente in Berlin zu rechnen.

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Verständnis bei den Parisern?

Basel. 5. Dezember. (Eigene Drahtmeldung.) Der Pariser Berickterstatter der Baseler Natio- nalzeittrn« meldet: Der Widerspruch der deut­schen Regierung gegen die Unterzeichnu >a. der Verpflichtung zur Ablieferung von 400 009 Ton­nen Hafenmaterial scheint in Paris ein gewisses Verständnis gefunden zu haben. Man gebe sich Rechenschaft von der Lage der deutschen Regie­rung und will nicht dazu beitragen, daß die deutsche Regierung durch Revolution und Re­stauration zerrieben wird.

Dauernde Unruhe in Italien.

Umsturzpropagauda der Arbeiterschaft.

(Eigene Drahtmeldung.)

Basel, 5. Dezember.

Aus Mailand wird berichtet: Die ob«r- italftuifche Arbeiterschaft hat eine Entschließung angenommen, ht der von der Regierung soft' tiger Abbau der militärischen Rüfttmac Herabsetzung der Mttftärdiensipflicht, weit gehende Sozialisierung der Großbetrieb und Verstaatlichung der Eisenbahnen geford-c wird. Die radikale Arbetterschaft arbeitet syfte mattsch auf den Umsturz hin und unterhalt i ollen-Jn-ustriegegenden eine große Propaamid-

den de« Benraae» iei. ^'öet Äg..es wvllo. .itu feinen -echt

kirchen, wo sein Vater auf dem Sterbebelll ttegt. tersck

, Set Streit um den Frieden.

Eine Erklärung des deutschen Bertreters.

(Privattelegramm.)

Berlin. 5. Dezember.

Ein Korrespondent deS Büro Reuter hatte eine Unterredung mit Herrn von Lersner. dem Vorsitzenden der deutschen Ahordmma auf der Friedenskonferenz. über Deutschlands Absichten wegen der Unterschrift des Zusatzprotokolls M dem Friedensvertrag. Herr von Lersner be-

standsarbeiten unterbunden wurde und alle dar. über bis zur letzten Minute gepflogenen Der. Handlungen als ergebnislos sich erwiesen, erst dann griff die Technische Nothilfe ein und auch hier, bei aller Zielbewußtheit ihrer Maßnahmen, dock jede Empfindung nach Möglichkeit schonend.

So hielt sie mit ihren Nothelfern beispiels­weise den Betrieb in den Charlottenburger und Moabiter Elektrizitätswerken in vollem Umfang aufrecht. Danach mußte daS Elektrizitätswerk Lichtenberg in Betrieb genommen werden, doch konnte die Technische Nothilfe noch am selben Tage di« eingesetzten Kräfte zurückziehen, da die Arbefter wieder zu ihrer Tätigkeit mit voller Schicht zurückkebrten. Um die gleiche Zeit wurde die Nothilfe nach dem Elekttizitätswerk Schö- nos-Teltow, das ebenfalls so lange in vollem Betrieb gehalten wurde, bis Arbeiter des Elek- ttizrtätswerkes Stealitz die Arbeit übernahmen. Aebnliches wird aus Rummelsbura berichtet, wo der Betrieb durch Eingreifen der Nothilfe auf. recht erhalten wurde, Im Werk Golpa bei Bit­terfeld hatten die Arbeiter sich geweigert, für Berlin Strom zu liefern und Berlin abgeschal­tet. Daraufhin wurde ein Kommando der Technischen Nothilfe nach Golpa entsandt. In Mttenbera blieb es in Bereitschaft liegen. Hier zeigte sich die vorbeugende Wirkung der Techni­schen Nothklft, denn die Arbeiterschaft in Golpa sah sich durch da? Erscheinen der Nothilfe ver­anlaßt, ihre ablehnende Halttrna mffzuaeben und wieder Sttom nach Berlin zu liefern. Das Gas­werk in Neukölln wurde von den Streikenden, rntßer Betrieb gesetzt. Neuköllns Einwohner­schaft konnte nicht kochen nd hatte zum grötz- en Teil keine Beleuchtung. Der Magt- strat lehnte die Technische Nochilft ab: die Be- ''öfferung aber, deren weitaus größter Teil den arbeitenden Schichten anaehört, gab seiner Unzu- ttiedenbeit über diese Ablehnung unverhohlen Ausdruck und äußerte sich dahingehend. daß sie die .Technische Nothilfe" mit Jubel begrüßen und in feder Weise unterstützen würde. Die

Ablösung erfolgte überall reibungslos.

So gestaltete fi» daS erste größere Eingreifen der Technischen Nothilfe zu einem vollen Erfoft für Organisation und Leitung, der auch weiterhin dadurch in Erscheinuna trat, daß sich in Groß- Berlin über tausend neue Mitglieder >er Technischen NoWlfe anschloffen. Der kom- -- >nde Winter, der Mr unser Wirtschaftsleben Irlich noch viel Gefahren mit sich bringt, 'n denke rett an die drohende Kohlennot u. a.

wird auch die Technische Nothilft noch vor -ße Aufgaben stellen. Um diese zu lösen, be- -f sie einer großen Anzahl von Mitgliedern, -shalb ist eine ganz Deutschland umfassende 'riTcmifation geschaffen, die er ermöglichen soll, -! allen Orten- Deutschlands bei Ausbruch von ~ reikbewegungen in lebenswichttgen Betrieben ffe unbedingt erforderlichen NotstandSarboiten 'rzunehmen. Ehrenpflicht eines leben Man- -?. in dem menschliches Emp^"^'" noch nicht stotben ist. und der nickt w Frcmen, nder, Greift. Kranke. WSch-en etc. die nschitldigen Opfer von Lohn- und Klas- ukamvf werden, ist es. sick der Technffchen Rott hilft zur Verfügung zu stellen. Nur dann ward es der Technischen Nothilfe möglich fein, den. Gcdarüen der Menschlichkeit wieder in nr

bißen Dasein hinauszuarbetten für ihre Zwecke beschlagnahmen wollen, scheint doch WirAichkett werden zu sollen. Dieft Befürchtungen hat be­kanntlich» der Reichsstmmzminister Erzberger immer mtt der nichtssagenden Bemerkung abge­tan, daß die Alliierten so etwas vöAerrecktlich nicht tun könnten. Was schert dft Alliierten das Völkerrecht? Nach ihrer Methode geht Gewalt vor Recht. Run weiß der deutsche Steuerzahler wenigstens, wofür er in Wirklichkeit zahlen soll. Auch dir Inhaber von Kriegsanleihepavieren, die im ganzen VoWe verteilt sind, können sich bei den Alliierten bedanken, wenn eines Tages die Zinszahlungen aufhören sollten. Aber noch sind ioir nickt ft wett. Es ist gut, daß die Kunde schon fttzt ans Paris zu uns dringt, während gerade in diesen Tagen, heute beginnend, die dcuffche Regierung und die Rattonalverfamm- ftmg sich mit den neuen Steuern beschäftigen. Da hierbei die ganze Steuerftage von einem neuen Schlaglicht beleuchtet wird, muß die Erör- tcruua notwendigerweise ein besonderes Kapitel daraus machen. K. F. v-r.

französischen Vertreter bemächtigt, die die bösen Geister, die sie riefen, nicht mehr los werden. Sie sind in ihrer Selbstverhimmelung so hoch gestiegen, daß ihnenbei ihrer Gottähnlichkeit bange wird'. '

Der Generalstreik ist ei« Fehlschla--

Zürick, 5. Dezember. (Eigener Drahtberick Der Züricher Anzeiger meldet aus Mailan Die Generakstreiksbewegung beschräM sich ar" das norditalienische Industriegebiet. Der Gene ralstreik ist ein Fehlschlag. In Mailand arbeitet ein Viertel, in Turin über ein Drittel der Ar­betterschaft. Die Truppen verhindern rücksichts­los jede Maffenansammlung und Terrorismus.

Aus den besetzten Gebieten.

Die ftemde Besatzung am Rhein.

' (Privattelegramm.)

Köln. 5. Dezember.

AuS Paris wird gemeldet, daß der Alliierten­rat am Dienstag der allgemeinen Verstär­kung der Besatzungstruippen in Deutschland zu­gestimmt hat. lieber die neue Verfügung des Alliiertenrates werde D-eutschland benachrichttgt werden. Aus Wiesbaden wird berichtet: Eine Bekanntmachung des stanzöstschen Militär­verwalters für den Rheingaukreis Wßt erken­nen, daß die Ortschaften des RheingaueS zukünftig nicht mehr mtt Truppen der Mtterten belegt werden sollen.

Sie feindliche Faust.

Unsere Schutzorganisation und unser Geld.

Eine vorläufig noch unerklärliche Nervosität macht sich auf der Sette der Feinde bemerkbar. Als ob Deutschland ihnen noch gefährlich wer­den könnte. Sie begnügen sich nicht damit, Deutschland an Kohlen, Maschinen, Vieh und Schiffen auszupWndern, auch unser Geld wol­len sie möglichst rasch haben. Im Friedensver- tra-S ist uns die schwere Verpflichtung auftrlegt worden, Hunderte von Milliarden für Jahrzehnte hinaus zu zahlen. Und diese Verpflichtung ist leider für uns bindend, nachdem die deutschen Dertteter unter dem Zwang der brwasfnettn Gewalt in Versailles unterschrieben haben. We dem auch fei, mag dieser Druck auch noch ft hart sein, Deutschland wird versuchen, soviel zu tun, wie in seinen Kräften steht. Warum aber werden wir trotz der wiederholten Zusicherung und trotz der tatsächkichen Beweise der deutschen Regierung immer weiter verdächfigt und be­droht? Je mehr die Zett fortschrettet und je näher wir dem wirklichen Frieden ftmmen soll­ten, desto kriegerischer geberden sich die Gegner. Es ist, als wollten sie dem gehetzten Volke keine Ruhe geben. Fast keine Woche vergeht, ohne daß den fiebernden Köpftn in Paris eine neue Aus- aebirrt ihres verwirrten Gefftes entspringt, und das alles zur Befriedigung ihrer Rachelust und »ur systematischen Knechtung Deuffchlands. Warum ist noch feine Aussicht aus Versöhnung? Die Erklärimg für diese Frage verdichtet sich mehr und mchr zu einer greifbaren Antwort. Es ist die Furcht vor sich selbst, die Erkenntnis

Dieft Furcht flößt ihnen ein unsagbares Mßttauen gegen Deutschland ein, und ft glau­ben sie in ihrem verbrecherffchen Gewissen, daß das bis zur Verzweiflung gequälte deutsche Volk einmal die Ketten zerreißen könnte Schon jetzt malt sich ihnen, wie jedem Uebeltitter ht schwacher Stunde, das Bild der Vergeltung in ihrer schwarzen Seele. Und doch ist Deutschland so ohnmächtig-, Gott fti's geklagt. Aber die Alli­ierten sehen in jedem kleinen Vorgang eine große Gefahr. Daher mrch die jämmerliche Fnrcht vor unseren Schutzorganisationen, vor der Sicher­heitspolizei und den Eiuw oh n er­wehr en, die gerade noch genügen, um die innere Ordnung auftecht zu erhalten In der Ausrüstung, in den Uebungen. im Konttolllappell, in der Art der Verwaltung und Führu-ng, kurz fit jeder Einzelheit sehm sie ein militärisches Dftrkmal und fordern deshalb die sofortige Aus­lösung dieser Formationen. Die Spione und Kommissionen der Entente, die in Deutschland offen und versteckt auftteten, scheinen andauernd unter Fiebertemperatur zu stehen und jeden feld­grauen Rock für eine Bedrohung zu halten, denn anders könnten sie nicht ft wahussnnige Berichte absenden, daß dft Pariser das Gruseln lernen. Die deuffche Regierung erklärt ausdrücklich, daß die Heeresstärke auf das im Artikel 163. M- satz 2, des Fried en Übertrags zunächst vorgesehene Maß von zweihunderttausend Mann zurückge­führt wird. Die Verminderung ist fit vollem Gange. Daß sich die Pofizeibehörden der ein­zelnen Länder im Laufe des Jahres angesichts der bedrohlichen Verhältnisse im Innern Deutsch­lands genötigt sahen,durch die Auffftllung von Sicherheitspolizei. Einwohnerwehren und Zeit- freiwilligen besondere Einrichtungen zum Schutze der Allgemeinheit zu treffen", ist Jeder mann bekannt und auch vor Monaten dem AM- ftrtenrat mttgeteilt worden. Die deutsche Regie­rung hat selbst angeregt, daß die Einzelftagen mit den Vertretern der Entente besprochen wer­den sollten, aber d-^u ist es infolge der ewigen Unruhe der Entente noch nicht gekommen. Wür­den sich bte Kontrollkommissionen einmal näher mit der Sache befassen, so sähen sie die Unsinnig­keit ihrer Geftensterfurcht.

Amerika ist immer noch «nschlüsfig.

Zürich. 5. Dezember. (Eigene Drahtmeldung.) Nach einem Bericht aus Washington besteht Mr die Rafiftzievuna des FriedenSvrrttages durch die Vereinigten Staaten mir noch eine sehr ge­ringe Aussicht. WAson sei nicht in der Lage, ben Republikanern mehr als formale Zu­geständnisse zu machen, sodaß die Volksbefra- mttut durch die Wahlen unvermeidlich wirb. In England verstärtt sich angesichts dieser un- oünstigw Aussicht Lord Cecils Tendenz, den Frieden als geschlossen zu erflären. Es fei un­verkennbar, daß diese in englischen Handelskrri- sen enfftaickene Tendenz einen aroßen E'nfiuß cmf die englische Regienmg ansübt. Die in Chicago neugegründete amerikanische Arbei­terpartei hat einstimmig den Friedmsver- trag von Versailles und den Völkerbundvertrag verworfen, weil beide nicht im Einflang mit den 14 WAsonpunkten stehen und den Interessen der arbeitenden Klassen zuwiderlausen.

bt'I ftefielhcffttnSp! eks wtt Völftrschicssal-'n Wie gespenstischer Albdruck lagert die Angst über .

dem ALfiertenrak und hat sich namenMch der

Ist der Irrwahn über unsere militärische Macht schon bedauerlich genug, ft ist die wettere Folge noch viel schlimmer für Deutschland. Das geringe Vertrauen auf die spätere Zukunft ver­anlaßt die Alliierten, beretts in der Gegenwart so viel wie möglich aus dem geduldigen Volke herauszugueffchen. Don dieser Msicht aus geht die. Vorbereitung einer neuen Note, wonach di« Feinde das Vorrecht auf die deutschen Steuereinkünfte beanspruchen. Dft For- dciung geht sogar so wett, daß die große Ver­mögensabgabe nicht zur Zinftntilgung der deut- scheu Kriegsanleihe verwendet werden soll, ftn- bern zuerst den Alliierten zur VcrKgung gestellt werden müsse. Diese offene Beraubung spricht Ker Gesetzlichkeit Hohn. Was von mancher

rft schon befürchftl wurde, daß die Feinde azzia auf Schieber durchaefiihrt. "Kurz"nach unsere Gelder dft wir unter schwerenivier Uhr erfdrien ein starkes Polizeffichcs Anf- Cpjem cufzickring-n bet<4 sind, um unser Va- gebot in der Allerheiligenstraße. sperrte diese bis ftrland zu retten und ist?'-'Wer gu einem wür-!zur Zeil ab und besetzte dft umliegenden Schani

Technische Rothilse.

Der edft Zweck findet Anerkennung.

Die r««k>ni?che Skothklfe wird immer mehr an«r fannt. «u<6 in Arbeiterrreisen sieht man ein, da« die Einrichtung lediglich zu»> Dien«» für die »e famthett geschaste» U»«rde, um die BevSlkermu vor dem «angrl am Rotwrndizsten ju schütze» Der Streik, einst eine wirtschaftliche Wafft zur Sicherung und Eristenzbedingung der Arbeit ter, hat in unserer Zeit als em politische- Machtmittel Anwendung gefunden, durch da- Bevölkerungen großer Städft in unerhörter Weise terrorisiert worden sind, wir verschiedene Beispiele gezeigt haben. In solchen kritischen Augenblicken trat die Technische Nothilfe als Retterininder Not auf. Die Technische Rot. Hilfe, eine freiwillige Arbeitsgemeinschaft von Technikern, Ingenieuren und Ar. b eitern, hat bei dieser Gelegenheit sich nicht nur als eine für die Gegenwart leider unabweis, bare Notwendigkeit erwiesen, sie hat auch der» Beweis erbracht, daß die von ihr vertretenen Grundsätze höchster Menschlichkeit vereinbar sinh mit jeder vernünftigen politischen Anschauung, ja, daß sie eigentlich eine Verkörperrmg des ideck» len Kerns des sozialen Gedankens ist:

Mes für Alle, nichts für fich felbstl" Darum wird sie allen gegenteiligen aufgestell- ten Behauptungen zum Trotz, sich nie dazu hergeben. Streikbrecherdienste zu leisten. Nur als Schutz gegen die Gefährdung von Menschen»