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Meier Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

D» «offder Haukca »achrichte, «*f*daen wöchentüch tatlmoi tato paar a btwb«. Der ebonaementtprd» betrigt monotl. 1M «ar! bd frdtt 8-stdkt», tu* Hao«. Bdiddmge, werd« leberjett ooe bet »efchSstsPelle ober b« Lot« artgegengcnontm«. Drockerd, 'Beilag utto KebalHon. Echlachthofstrab« 38/80. Für unverlang' dngdaebt« Beiträge kann btt Webattton eine Beambooitimg oder »ewähr in keinem Falle übernehm«. 8todfa6ümg bei Be>ug«geibe« ober Ansprüche weg-» eiwai;er»!chtorbnnng»mätziger Lieiernng anSgefchioks«.

Hesfische Abendzeitung

3wfertt<m#i>rede a) Einheimische aufträge: Die einspaltige Hageigea-^eUe 50 Pkg. (ein- ftVUttzltch r«erü»gtMschlagj. bie einspaltige Reklame,-lle HL 1 JO leinschlietzach Zesenmg«* Mich lagt. b> «uSroarttge ünfträge: Die einspaltige HnjetgrageHe 40 Pfg. und 50»/, $eaenmg*- Mschlag. bie etafpatttge ÄeUamegeOe St LIO and 50*/, Denerrmg»,uschlag. Für bie Richtigkeit aller durch Fernsprecher atifgegebenen Kn feigen, sowie für Lnsmchw «Säten nnb Plätze keine »ewähr. »eschäftsstell«: Äötatfdje Siratze s. Telephon Nr. »61 n. »X

Nummer 303.

Fernsprecher »1 »nd SSL Sonnabend, 29. November 1919. Fernsprecher «1 mW SSL

9. Jahrgang.

Deutschland spart Lebensmittel für Oesterreich.

Amerikas Weigerung.

Wohin geht bk neue Entwicklung?

Heber Nacht scheint Manchem bie politische Sage sich verändert zu Haven; aus der Unwil- üg$eit Amerikas, den Frieden zu ratift- zieren, scheint ungeahnter und unerhoffter Vor­teil zu erwachsen. Ader nirgends als in fran- zöstschen Blättern findet diese Idee Stütze, wird die Heimreise des deutschen Dele­gierten von Simon in solchem Sune aus­gelegt. Glaubt jemand denn ernsthaft, die Ver­einigten Staaten würden uns gegen die neuen drohenden SBebingmtgen, die sich nachträgliche Erfüllungen des Waffenstillstandes nennen, ht Schutz -nehmen? Tie Hauptforderung vertritt E n g l arrV. das die Auslieferung unserer schw innnenden Docks verlangt. Frankreich steht erst an zweiter Stelle, wenn auch seine Begehren, wir immer den Charakter unmittelbarer Drang­salierung haben. Tas deutsche Volk darf aber nie vergessen, daß die gefahr lichffe'n Bedin­gungen nicht diejenigen sind, die unsere Gegen­wart bedrohen, sondern jene, die geeignet und dazu bestimmt sind, Quell und Ausfluß unserer Volks- und Weltwirtschaft in der Zukunft zu verstopfen. Was nützte uns eine Gegenwart, wenn wir keine Zrckunft hätten? Alle Gegen­warts-Gefahren drohen uns von franzö­sischer, alle Zutun ft s-Gefahr«r von eng­lischer Seite. Von nichts Olt der verfängliche Satz, ein Doll von sechzig Millionen könne nie­mals in dauernder Abhängigkeit gehalten wer­den, so sicher, wie von unserem Verhältnis zu Frankreich Das ist trotz allen Svrgeu und Pla­tzen von heute ein eisernes Naturgesetz. Auf nichts rst der Satz aber so falsch angewandt, wie auf Deutschland und England. Was hier die Gegen­wart verscherzt, bringt keine Zukunft, keine Ewigkeit zurück. Es ist ein billiger Einwand, der da besagt, Deutschland habe doch spat erst, gar in zwölfter 'Stunde, die Wege der Welt­wirtschaft beschritten und sei doch in knapp zwanzig Jahren fast bis an die Spitze derer ge­langt, die seit Jahrhunderten diese Bahn zu gehen gewohnt waren. Ohne Konkurrenz gewohnt! Deutschland stellte sich überraschend neben die Kontore der englischen Weltwirtschaft, wo sich niemand eines Konkurrenten versah, wo der Ankömmling zuerst spöttisch gemustert, und dann, als man voll Schrecken erkannte, wetz Gei­stes Kind er war, nicht mehr abgeschüttelt wer­den konnte. Hc ' aber sind die großen, meer- bc fahrenden Nationen gerüstet, stehen im immer« währenden Wettlauf. Neue Mächte Japan und Amerika legen mit ihren neuen Handels­flotten. die die Gunst des Krieges ihnen wett- hewerbslos zu bauen erlaubte, ein scharfes Tempo vor. Wie sollen wir das jemals wieder einholen, wenn wir jetzt am Wege liegen bleiben und später, wenn wir langsam aus dem Drang des Jetzt auf die Verne kommen, den Weg mit den schwersten Hindernisten verbarrikadiert 'ehen?

Das sind die schwersten Sorgen, die die Seele auch des glühendsten Optimisten bedrücken, Wäre es angesichts dieser Lage von Bedeutung, wenn Amerika sich aus dem Ring der Feinde löste? Sicherlich winkte hier Aussicht, in ein persönlicheres Verhältnis zu den Amerikanern zu kommen, als es unter der Formel von Versailles der Fall tonte, und eine kluge Politik, von der rv'T weiter als je entfernt sind, würde sachte ihre Fäden spinnen. Aber das Ausscheiden der Union würde doch auch den Drink Englands und Frankreichs auf uns verstärken. Was will aber ber englischen Gefahr gegenüber die französische Bedrückung, so furchtbar sie auch jetzt und dem­nächst auf uns lasten mag, bedeuten? Frankreich stSieger-, trägt sich mit stolzen Zukunftsüoff- aungen und verrät seine tiefinuerliche Angst doch allzu deutlich durch seine Polit'k. die kaum an­deres Interesse verrät als an eine n guten Wech­sel auf die Zukunft, kaum eine aneere Hoffnung rls einen leidlichen Akterversorgungsposten in einer ihm doch ü6er den Kopf wachsend«t Um­welt. W i r Deutschen aber wollen mehr, wollen hoffen auf eine wirkliche Zrckunft!

Was ernstliches, Zukunft gefährdendes tns von Frankreich kommen könnte, wäre nur mit englischer Hilfe möglich. Wäre es denkbar, daß England oas Rheinland in französische Hände spielt? Das widerspräche der englischen Üeberlieserung, die nie eine kontinentale Macht zu groß werden ließ und das Gleichgewicht der europäischen Mächte auch heute nickst arrs dem Buch seiner politischen Grundbegriffe streichen wird. Aber es fragt sich doch, oh England sich

I nicht einen anderen Maßstab machen, dem viel­leicht zukünftigen Gewicht eines mit Mittel­europa Hand in Hand gehenden Osteuropa nicht ein verstärktes Westeuropa entgegenzustellen trachten könnte. Eine fra n z ö si sche R heiw- grenze läge daun im englischen Inter­esse, und so manche Nachrichten, die aus dem von den Engländern besetzten Gebiet zu uns kommen, nehmen sich recht verfänglich aus. Das Kapitel, das jetzt dort Wer die Pressefreiheit ge­schrieben wird, redet eine eindringliche Sprache. Doch ist es heute noch nickst Zeit, von diesen Din­gen ausführlich zu sprechen. Diejenigen, die es augeht, sind auf der Wacht. Aber das muß heute wieder gesagt werden, wie es gestern und immer schon gesagt! werden mußte: wenn wir zornersüllt Frankreich in die Augen sehen, das uns mit bru­talem Arm schlägt, daun dürfen wir nie über­sehen, wer diesen Arm führt oder ism Lärm des von Deutschland und Frankreich Leib an Leih geführten G egeniwartslämpfes still nrtb heimlich die Quellen und Mündungen unserer Weltwirtschaft verschüttet: England! L. E.

Me für VeuWSestmeich.

Erspartes aus Deutschland.

(Privattelegramm.)

Berlin, 28. November.

Die Hungersnot in Wien und Deutsch- Orsterreich überhaupt nimmt eine so gefährliche Ausdehnung an. daß das Leben von Millionen Menschen bedrolst ist. Das Land ist verödet und kann sich nicht mehr selbst retten. Wenn nicht von außerhalb Hilfe kommt, geschieht das trau­rigste Ereignis, daß mitten in Europa unter BrudervoL durch Hunger zug- nnde ®fe.' ~;.-v Feinde, die daS ganze Land verschuldet haben, denken nicht daran zu helfen, obwohl sie eS tun könnten. Also müssen wir Deutsche helfen, auch wenn wir selbst wenig haben. DaS Ber­liner Reichskabinett hat bereits eine umfassende Hilfsaktion für Wien beschlossen. Für De­zember sollen von jeder Brotkarte in Deutsch, lmw 50 Gramm weniger mrsgegeben werden und die gesamte Ersparnis es kommen rund 40 Millionen Nichtselbsterzengcr. also Brotkar­ten, in Dettacht von zwei Millionen Kilogramm in der Woche soll den Wie­nern zur Verfügung gestellt werden. Der Deutsche Städtetag wird ebenfalls noch in dieser Woche die HilsStätigkeit unterstützen.

Getreide- und Kohlenzüge.

Wien, 28. Nov. (Eigene Docchtmeldung.) Hier sind gestern die eisten vier Züge mit deutschem Getreide und Mehl aus Re­gensburg und Mannheim erngetroffen. Auch iünf KoÄenzüge aus Oderberg werden für heute erwartet Ohne die Begonnene deutsche Hilfe wäre Wien am Mittwoch kommender Woche außerstande gewesen, mehr als ein Viertel der Rcktion noch auszugeben.

Sie GehmgeMN als Geiseln.

Pariser^AuSreden und Widersprüche.

(Privattelegramm.)

Berlin. 28. November.

Die Festhaltung der deutschen Gefangenen in Frankreich stellt sich als gemeine Absicht heraus, sie als Geiseln zu verwenden, um jederzeit neue Zwangsmaßnahmen gegen Deutschland anwen- dm zu können. Die französische Regierung ver­wickelt sich bei ihren Ausreden und Verdrehun­gen in immer größere Widersprüche. Am 18. September hat sie dem deutschen Vertreter in Paris mitgeteilt, die Kriegsgesaue enfrage fei erledigt und die Transporte toiirfcen unter« brachen vor genommen. Also haben die -Gescheh­nisse von Scapa Flow oder die baltische Ange­legenheit gar nichts mit der Sache zu tun. Die Note des Alliiertenrats stellt die Freilassung der Gefangenen innerhalb acht Tagen in Aussicht, wenn Deutschland die letzten Forderungen der Entente ohne neue Einwendungen un­terzeichnet. Tie Kriegsgefangenen sollen also nochmals für die Auslieferung der Bagger into. verkauft werden. Um sie zurückzuhekommen, soll das Recht der Entente anerkannt teerten, auch fernerhin alle militärifchen und anderen Zwangsmatznahmen su ergreifen. Wer

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einen

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junger Leute, die sich erdreisten, ihnen bekannte junge Damen anzusprechen.

Keine Aendernng zu erwarte«.

Rotterdam, 28. November. (Eigene Trahtmel. düng.) Die Times melden aus Paris: Im Rate der Alliierten ist eine neue Note an Deutschland beschlossen, die die Erfüllung der Waffenstill- staNl^verpflichtungen bis Ende Dezember ver­langt. Zur deutschen Antwortnote an die Alli­ierte» wird gemeldet, daß die Note Clemenceaus keiner Antwort durch Deutschland bedürfe. Nach der Stellungnahme der Alliierten sei an ein Abweichen vom Inhalt der Clemeneeau-Note sei­tens der Alliierten nicht zu denken.

Zustimmung den Kriegszustand in den Frieden hinein verlängert und dennoch das Los der Kriegsgefangenen nicht gemildert. Die deutsche

Es ist schon ost gesagt worden, aber es mutz r immer wiederholt gesagt werden: Mele der zu­künftigen Bürger Deutschlands geben wenig Hoffiunng auf eine Gestrndu-ng unseres schwer geprüften Vaterlandes. Es ist eine alltägliche

FranzSfische Spitzfindigkeit.

B e r l r n', 28. November. (Privattelegramm.) Elemenceau schreibt an den deutschen Vertreter in Paris, daß der Beschluß des Obersten Rates betreffend Bordatierung des Zeitpunktes der Ra, tifikation des Frieden svertrages mit Bezug auf die Heimschasfung der Kriegsgefangenen ausge­führt worden sei. Die Heimsekmffung habe mit der Rückführung der von der brittschen. ameri- kanischen und belgischen Armee gemachten Gefan­genen begonnen. (!) Die Fortsetzung hänge von der Erfüllung der Verpflichtungen seitens der deutschen Regierung »md des deutschen Vol­kes ab. (!) Diese Verpflichtungen seien gröblich verletzt worden, weshalb beschlossen worden fei, die Heimkehr der Kriegsgefangenen gemäß den Vertragsbestimmungen mtt der Inkraftsetzung des Friedensvertrages su verknüpfen. Die deutsche Regierung habe es in der Hand, daß binnen acht Tagen endgültig ratifiziert werde und die ©rtnwuea zrirüükel/ren, wenn die Ver­treter der Verbündeten von Deutschland über die praktische Durchführung der die Ostgebiete he. treffenden Bestimmungen verständigt und da« Protokoll über die vollständige Ausführung der Bestimmungen des Waffenstillstandes und über die Strafen für dessen Verletzung ohne neue Einwendungen unterzeichnet werde.

Mehr Höflichkeit.

Bedauerliche Verwilderung der Jugend.

Di« nachsteh»«»« leibte begründete Klagt lesen wie in eine«Berliner Zeitung. Da­bei wird mancher Erter auf den Gebaute» kommen, Satz man auch in andere« ffirofi. nabten solche Beobachtungen machen rann.

ständige Dame kann eS manchmal nicht wagen, vor emem Schaufenster stehen zu bleiben und die Auslagen jn besehen, ohne daß sie fürchten muß, von irgend einem grünen Lassen ange­sprochen zu werden. Es wäre Sache der Schutz­leute, tu dieser Hinsicht ehr besseres Augenmerk auf die Straß envorgänge zu hüben. Mkstrg und Unhöflichkeit, in welcher Form sie sich auch äußern mögen, sind leider immer ein böses Bei­spiel für die Kleinen. Es ist schon soweit g«> kommen, daß Berlin den Ausländern durch ost geübte Rücksichtslosigkeit tatsächlich als ernt Stadt der Barbaren erscheint. Man kann nich verhindern, daß die Schamröte einem ins Ge­sicht steigt, bei dem erstaunten Vorwurf, den man von befreundeten Ausländern hinnehuren muß:

Warum erzieht man die Kinder so schlecht?"'

Regierung wird nach all den Erfahrungen in der Kriegsgefangenenfrage und nach den zwei­maligen nicht eingehaltenen bestimmten sprechungen das dritte Mal sich nicht auf solchen unsicheren Rechtsboden begeben.

garantiert dafür, daß auch nach Friedensschluß unterZwangsmaßnahmen- nicht auch die Ein­stellung der Kriegsgesangenenttansporte zu ver­stehen sein wird? Damit hätte die deutsche Re- gienmg einen letzten wertvollen Teil des deut­schen BEsvermögens verschleudert, durch ihre

Neue Drohung mit Zwang.

Pans, 28 November. (Eigener Drahtbe- richt.) In den Wandelgäugen der Kammer san- gen die Nationalisten bereits an. Sttmmrmg zu machen für eine Verschärfung des Versailler Friedensvertrages, falls Deutschland sich den neuen Bedingimgen der Entente nicht sofort un­terwerfen würde. England, so rechnen sie. sei entschlossen, die Blockade gegen Deutschland wieder anfzunehmen und Nordamerika würde sich tm schlimmsten Falle neutral halten, sodaß kei« derrtscher Widerstand zu erwarten sm.

Beobachtung, die hundertmal gemacht werden tarnt: das Verhalten der halbwüchsigen Jugend bei jeder Gelegenheit, die sie ins Leben und m den Kontakt mit ihren Mitmenschen führt, zeigt sie als Verächter der gangbarsten und selbstver­ständlichsten Höflichke: tSregeln. Man soll die Wirt tinrg dieser Mißachtung gesellschaftlicher Formen nicht zu leicht nehmen. Wenn ein halbwüchsigei Junge, wie es leider jetzt schon die Regel zu sein scheint, sich in der W erfüllten Straßenbahn des ersten freiwerdettden Sitzplatzes bemächtigt, obgleich er steht, daß neben ihm ältere Männer und Frauen, besonders Frauen, denen dasselbe Recht auf diesen Platz zustande, zum $3 eiter« stehen gezwungen sind, so läßt das allerdings trübe Ausblicke frei. Daß ein ursächlicher Zu­sammenhang besteht zwischen dem zu hoffenden Wiederaufbau unseres Vaterlandes und dieser Verwilderung der Heranwachsenden Jugend, ist keine müßige oder schwarz seherische Behauptung. Das Land, das am Boden liegt, hungert, friert und leidet (vielleicht noch viele, viele Jahre lang), braucht selbstlose Bürger.

Wenn aber Riwber und ganz junge Menschen, also die Generation, auf die wär unsere Hoff- mmg setzen müssen, unfähig ist $u einer win­zigen Tat der Selbstlosigkeit, so werden fie auch später, in ernsteren Fällen, versagen. Werden an sich denken erst komme ich! wie der schöne Wählspruch der Jungen heißt und sich dm Teufel um 'das Gemeinwohl scherm. Schlim­mer ist eS aber noch, wenn man erleben muß, daß junge Burschen lärmend und Allotria treibend über die Straßm torkeln, Frauen und Mädchen durch unflätige Worte belästigen oder sie gar berühren. Und so etwas geschieht in verkehrsreichen Straßen. Es ist höchste Zeit, daß sich wieder Männer finden, die solchem tot» fug nicht gleichgültig z-Nsehen, sondern durch handfeste Zurechtweisung dm Flegeln einen

Zer BettrebsrSie'Gesetzentwmf.

Noch keine Einigung der Parteien.

(Privattelegramm.)

Berlin, 28. November.

Wie die P. D. R. erfahrm, habm die So­zialdemokraten beschlossen, hmte eine klare Stellungnahme des Zentrums zu ver­langen. da sie nickst weiter in der Lage seien, eine Aufschiebung zu verantworten. Das Zentrum lsttt bisher erklärt, die Verantwortung ohne Mit» Derantroorrang der Demokraten nicht tra­gen zu könnm. Die Zeutrumsabgeordneten toerdeu sich nun trotzdem schlüssig werden müs­sen. Die strittigen Punkte im Betrieb srätege- setz über die Aufsichtsräte finp beretts ent, sprechend den Forderungen der Sozialdemokra­ten erledigt wordm. Es handelt sich nur noch um die Bilanzeinsicht. Sollte es heute zu keiner Beschlußfassung oder zu enter Ablehnung der sozialdemokratischen Forderungen kommen, so würden daraus die größten Folgen erwachsen.!

In Amerika, in Frankreich, in <5n~Tmö>, in Skarr dinavien überall, wo zivilisierte Menschen wohnen, huldigt man Höflichkeitsregeln, die nun einmal für gesittete Menschen allgemein gültig sind. Daß man aber von Müttern, deren Kinder sich pflichtschUldigst erheben wollen die Zurochtweisuug hören kann: .Du bleibst sitzen, du hast deinen Fahrschein bezahlt!', das ist aller- dings Wohl nicht einmäl in JckutSk möglich Aber in SSerlin geschieht es alle Tage. Piri! leicht könnte sich die Schule dieses traurig ver­nachlässigten Faches aunehmen und Höflichkeits- Viertelstunden entlegen, in denen den jtinfcern die notdürftigsten Regeln des Umganges mit Menschen beigebnacht werden. Wie man das Lesen und Schreiben auch nach der Schule wen ter übt, so würden vielleicht den Schülern auch jene unerläßlichsten Gesetze des Anstandes in Fleisch und Mut übergehen, die man nun ein­mal in der Gesellschaft ferner Mitmenschen nicht entbehren kann. Ein Kind, das es fertig bringt ältere Leute vor sich stehen zu lassen, aber jungt Burschen, die vor den Frauen keine Achtung haben, werden auch als Erwachsene Verstöße

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