Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung
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Dienstag, 25. Rsvember 1919.
9. Jahrgang
Rrrrrrrner 299
Fernsprecher 951 und 952.
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Eine neue Verkehrssperre ist möglich.
Unsere BollseruShrmlg.
Landwirtschaftliche Vorschläge zur Beffenmg.
Daß unsere allgemeine Ernährung noch in jeder Beziehung unzureichend ist, spürt Jedermann aur eigenen Leibe. Die Zuteilung der Lebensmittel, die brr» nach der Ernte einmal einen Keinen Anlauf zur Vermehrung getan hatte, ist wieder so knapp, daß man gerade damit leben kann, ohne an eine Verbesserung denken ju können. Der Rrichswirtschaftsmiirister hat Avar kürzlich gesagt, es sei keime wirkliche Not für diesen Winter zu befürchten, aber wenn man di« Ansicht der LandwiriSkreise darüber hört, tauchen doch ernste Bedenken aus. In diesen Tagen hat der Reichsausschuß der deutschen Landwirtschaft eingehende Beratungen gepflogen mit sämtlichen landwirtschaftlichen Körperschaften Deutschlands, wobei die Lage der Ernährung des deutschen Volkes besprochen Wurde. Das Ergebnis ist im einer ausführlichen Denkschrift nieder gelegt worden, die in Form einer Kundgebung an die deutsche Reichsregie- i-ung gesandt worden ist. Sie liegt jetzt, außer dem Landwirtschastsurinrster, dem Reichspräsidenten, dem Reichskanzler, dem Reichsrat und sämtlichen Bundesregierungen vor. Es ist darin zum Ausdruck gebracht worden, daß unsere Lage in diesem Jahre außerordentlich ernst ist, und zwar sei sie nicht nur um desw illen so gefahrdrohend, weÄ die Mittel, die bisher die Aufrechterhaltung der Zwangswirtschaft ermöglicht haben, völlig versagen, sondern ebensosehr, WeÄ die Landwirtschaft durch dos fürtf- räbriae Zwangssystem in ihren Grundfesten erschüttert und in ihrer Leistungs- sähigkett beeinträchtigt woioem sei. Ist das in so bedrohlichem Maße der Fall, daun ist es unbedingt erforderlich, ter Bevölkerung über den Ernst der Lage die Augen zu öffnen.
Im einzelnen wird in der Denkschrift das bisherige System der Zwangswirtschaft kritisiert und eine gründliche Aenderung gefordert. Falsch sei vor allem das Verfahren, daß sich die landwi-rtschastkichen Lieferungen nach dem er- rechneten Bedarf der Bevölkerung ruhten müßten. Dabet sei die Erzeugungskraft der Landwirtschaft ganz autzeracht gelassen worden. Infolgedessen sehe die Landwirtschaft sich jetzt außerstande, das deutsche Volk ausreichend zu ernähren. Die Lage werde schlimmer als in den schwersten Kriegsjahren. Die Produktionskraft und namentlich der Viehbestand sei so stark gesunken, daß nur ein schleuniger Aufbau der zerstörten De- trrebsgrundlagxn eine einigermaßen ausreichende Sicherstellung der Ernährung für die nächsten Jahre herbe:führen könne. Deshalb dringt die Landwirtschaft darauf, daß das bisherige System der Errechnung des Bedarfs der Bevölkerung nicht mehr angewandt wftd. Dagegen sollen die Lieferungen sich danach richten, wieviel die Landwirtschaft auf Grund sachverständiger Prüfung durch örtliche oder Kreisorgane aufbringen kann, ohne ihre Leistungsfähigkeit zu schädigen. Was dann noch an Nahrungsmitteln für die Volksversorgung fehlt, soll, so läutet der Vorschlag, vom Auslande bezogen werden. Für diese grundlegenden Aenderungen fei der Zett- punft nunmehr gekommen. Ein Wefterschreften auf der bisherigen Bahn bedeute die wertere Verminderung der Leistungsfähigkeit und eine schließliche Lahmlegung der Landwirtschaft.
Die Brotgetreide-Versorgung kann nach dem Ernteergebnis aus der rnländischen Erzeugung nicht während des gangen Jahres aufrecht erhalten werden. Gegenüber dem von der Reichsgetreidestelle errechneten Bedarf fehlen nach der amtlichen Ernirschätzung fast Kvri- undeinhalb Millionen Tonnen. Die rechtzeitige Erfassung der Ernte wurde schon durch die Verspätung der Ernte um drei Wochen sehr erschwert und weiter noch durch die Landarbeiter- streiks in bedauerlicher Weise geschädigt Aehn- lich steht es mtt der Kartoffelversor- gung. Auch hier ist die Lage durch den die Schätzungen nicht erreichenden Betrag und die erhebliche Verspätung der Ernte ganz wesentlich verschlechtert worden. Die in diesem Monat — November! — von der Regierng erlassenen Ermahnungen und Prämien an die Landwirte haben nur wenig Wert, weil infolge des früh einsetzenden Frostes ein großer Teil der Hack- früchie erfroren ist oder aus dem vom Schnee durchwe ichten Boden nicht mehr gerettet werden kann. Hinzu kommt, daß durch den Achtstundentag. der für die Arbeit in der Landwirtschaft eine planmäßige Schädigung bedeutet, eine Arbeitszeit von drei bis vier Wochen verloren gegangen ist. Diesen Verlust können die neuer- dftrK zugelassenen Ueberstunden nicht mehr einholen. Millionen Tonnen von Kartofseüi und Rüben gehen nun dadurch zugrunde. Di« Fleischversorgung Legt bereits gänzlich darnieder. Dre Anlieferung von Vieh versagt in den meisten Kreisen des Reiches, während andererseits Fleisch ohne Marken zu haben ist. Ebenso mangelhaft ist die Versorgung mit Milch und Fett, was durch den Rückgang des TietzbÄSsdes-verursacht worden ist. Erne Bes
serung steht aber für diesen Winter nicht in Kommunisten wegen Waffen- und Munitions- Anssichr. _ fchmuggels für dir Spartakisten verhaftet wordeu.
!um daran ge-
duvch sie gefördert würde.
von Ainsscheinen an den FAligkritSterurinen wird in Zukunft fortfallen. Abgesehen von Len wenigen Zinsscheinen, die gegen Bescheinigung der Finanzämter in bar eingewechselt werden, werden alle übrigen ZinSschrine von den Banken im Woge der B « ch u n q ihren Knuden gut- gcschriäben werden. Die Weripalpierbefltzer erhalten also bei Fälligkeit der Zinsscheine ein entsprechendes Guthaben bei der Bank wo sie ihre Papiere hinterlegt haben und werden im
Verhaftung von Kommmristen.
Berlin, 24. November. (PrivattelegrMMM.) Hior sind in den letzten Tqgcn toi«*"1- «wöge
Deutsche Me für Men.
Linderung der schlimmsten Rot.
Berkin, 24. November. (PrivattelegrammO Aus Oderberg (Schlesien) find Kvhlenzüge mit deutsche» Kohle« nach Wien ’m Au- rollen. Aus Mannheim find Getreide- Transporte nach Wie« unterwegs. — Wie auS München gemeldet wird, berät die bayerische Re- g-erung über eine Hilfsaktion für Wien,.
Aussicht.
Angesichts M dieser Zustände fordern die landwirtschaftlichen Körperschaften, daß anstelle der jetzigen Bedarfsberechnun« die Prüfung der tatsächlichen Leistungsfähigkeü tritt. Wenn den
Andauernde BerkeSrrnot.
Die Möglichkeit einer neue« Sperre.
(Privattebegramm.)
Zahlung für Scküden im Ausland-
Die Rrichsrsgieruckg hat, wie bereits in der Presse nrrtqeteiÄ worden ist, einen Teil des An, leihetrcdfts für Zahlungen zur Verfügimg gestellt, durch rofl&fi# Deutsche für ich-e im Ausland erlittene« Schäden Ersatz erhalte« solle«,
Toseilfeker für Abgeordneten GrÄder.
Berkin. 21. November. (Privat-Telegramm) In der WandeAalle des Reichstages fand gestern mittag in Gegenwart deS Reichspräsidenten. des Reichskanzlers und der Spitzen aller Behörden unter Teilnahme zahlreicher Abgeordneter die Totenfeier für den verstorbenen ZentrnmSführer Gröber statt. Die Vertreter der katholischen Studentenschaft hielten an dem mit prächtigen Kränzen geschmückten Sarge die Totenwacht. Gin Trauermarsch und Gesang des Hedwiakftchenchors eröffneten die Feier. Sodann gedachte der Reichspräsident in warmen Worten der Verdienste Gräbers um den deutlichen Reichstag. Die ciflentMe Trauerrede hielt Abgeordneter Trimborn. der den Verstorbenen als VolkSmann und politischen Führer feierte. Gesang beendete die Feier, worauf die Leiche in feierlichem Zuge nach dem Anhalter Bahnhof geleitet wurde zur Fahrt in dre württembergische Heimat.
Wie die Berliner Zeitungen -melden, ist mir der Möglichkeit einer neuen Berkrhrssperre zm rechne«, nachdem die Witterung den Zweck der erste« Sperre größtenteils beeinträchtigt hat. ES wird gegebenenfalls die Personenverkehrssperre mtt einer kurzfristigen Ankündigung in demselben Umfang wie bat der ersten verhängt werden. — Die Anregung dazu geht wieder von Süddeutschland an«, wo immer noch große Rot m der Kohlenversorgung herrscht. Da auch in Rorddeutschland die Großstädte von einer Sttllegung der städtischen Werke und der Industrie bedroht werden, ist es möglich, obwohl das preußische Eisenbahttministerium sich gegen eine zweite Sperre ausgesprochen hatte, daß doch wieder eine verkehrslose Zeit kommt. Der Verband reisender Kaufleute hat eine Eingabe an die Regierung gerichtet, worin aus die große Schädigung hingewiese« wird. Die Eingabe sagt aber zugleich, wen« doch eine Sperre nötig werde, möge sie in die Zeit vor Weihnachten, also Mitte Dezember, verlegt werden.
Lrauerfeiern am Lotmsouutsg.
. Eine Red« deL Reichspräsidenten. (Eigener Drahtbericht.)
Berlin. 24. November.
I« Berün sanden an vielen Stellen Versammlungen und Veranstaltungen anläßlich des Totensonntags statt, in den«» man drr gefallenen Krieger gedachte. Unter anderen Feiern hielt der Reichsbuud der,Kriegsbeschädigten im Zirkus Busch eine Zusam- menkunkt ab. an der etwa 6000 Personen teilnahmen. Musikalische Darbietungen wechselten mit ernsten Rezitationen. Rach einer Ansprache des Bundesvorsitzenden erhob sich zur Ueber- raschung aller Anwesenden Reichspräsident Ebert. Er betonte in seiner Rede, daß er und hie Regierung alles, was in ihren Kräften stehe, tun würden, um die Rot der Kriegsbeschädigten und der Witwe« und Waisen der gefallenen Krieaer zu lindern. Er appellierte an das Weltgewissen und sprach die Hoffnung auS, daß es doch noch $u einer Völkerversöhnung kommen werde, in der kein Raum mehr für einen so furchtbaren Krieg Vorhanden sei. wie ihn die Wett setzt erlebt habe. Einige hundert Teilnehmer formierten sich vor dem Zirkus Busch zu einem Zuge und legten aus dem Garnisonfriedhof Kränge nieder an den Gräbern der gefallenen deutsche« SÄdaten und auch an Grabern derjenige« feindlichen Soldaten, die hier in der Gefangenschaft gestorben sind.
allgemeinen zweckmäßieerweise nicht mehr, wie bisher' sich .den gesamten Gegenwert der Zins- schritte bei Fälligkeit za Lasten Hres Kontos bar airSzahle« lassen, sockdern werden nur Beträge erheben. Wie sie sie für ihren Haushalt jeweils asbranchen. Würden sie außerdem sich an den! Gebrauch von Schecks zur Begleichung ihrer Rechnungen gewöhnen so, würde die Verird. mmq noch das Gute mit sich bringen, daß der bargeldlose Zahlungsverkehr in hohem Maße
Die RürrmMg des BalMrrms.
Die deutsche« Truppe« kehren zurück.
(Telegraphische Meldung.)
Berlin. 24. November.
Die wirren Verhältnisse in den baltischen Provinzen scheinen jetzt eine Klärung dadurch zu erfahren, daß die vielgenannt« »Eiserne Division" nach Deutschland zurückkehrt. Die Räumung von Mita« ist bereits unter Zurücklassung vielen Materials durchgeführt. Das Freikorps Brandis ist vorläufig noch zwischen Mitau itttb Baus! in schwere Kämpf« verwickett. da litauische Truppen angegriffen haben. Die Bahn Mitau-Murajewo ist westlich von den Letten unterbrochen. Der deutsche Panzerzug, der zum Schutze der deutschen Eifenbahnbrigade im Baltikum zurückgeblieben war, ist entgleist und verbrannt. Freikorps, bie westlich Bausk stMÄen, sind vom Westen und Süden sehr stark von Litauern eingekreist. Auf lettischer Seite kämpft in der Hauptsache die kurländische Division, die von der bolschewistischen Front herbei- aezogen worden ist. Der Eifenblchnzng, in dem sich Bermondt befand, wurde ergebnislos angegriffen. Bei Radstwilskt wird erbittert gekämpft. Tauroggeu ist von regulären litauischen Truppen besetzt. Auch be Prekulen greifen die Litauer an. Die Bahn Tauroggen-Prekwlen -st unterbrochen. General von Eberhard befindet sich in Schaulen. Die Enttntekommifsion für das BaftÄwm hat sich nach Tauroggen begeben. — Di« deutsche Regierung tritt mit, daß trotz dieser Hindernisse die deutschen Truppen m die Heimat zurückkommen, da von Deutschland aus Geld und RahrmrgSmittÄ gesperrt worden feien uttd amch die Eiserne Division sich mm dem Re- gienrwObefohl gefügt habe. .
lung zu nehmen. ES wird vieVach angen ommen, daß dies auch nach dem 1. Dezember noch zulässig iiit ES muß aber ausdrücklich sestgestellt werden, daß nach dem 1. Dezember ketuerlei ZinSscheine von Banken mehr eingeläst werden dürfen wenn Nicht den Bcdiugungeu der Verordnung vom 24. Oktober entsprochen wird.. Es werden also sowohl Privatpersonen wie Geschäfte, Fabriken und Behörden gut tun, schon jetzt keinerlri ZinSfchriine mehr i« Zahlung zu nehmen «ckd alle die Zrnsscheine, di« sie in der letzten Zeit eingenommen und noch nicht eingewechselt haben, sofort, spätestens aber bis zum 30. November sich bei einem Bankhaus ein» Wechseln zu lassen Wer «ach dem 1. Dezember noch einen Zinsfchrin heoeimsimmt, «ruß damit rechnen, daß der Gegenwert dieses Zinsscheines für ihn verloren ist.
Die Auszablumg der ZinSscheine wird in Zukunft sich in ganz anderem Rahme it vollzie» hen als bisher. Wenn auch jetzt schon vielfach Wertpapierbesitzer ihre Papiere Danken zur Per. waltirng übergeben hatten, so schnitt doch der größte Teil aller Wertvapörrbefltzer die ZinS- schrine ssDfi ab und brachte sie kurz vor den Fälligkeitstagen seinem Bankhaus, indem «r sich das bare Geld dafür geben Keß. Der Andrang zu deck Kassen der Banken zwecks Umwechslimg
werden sie gut tim, die Hinterlegung der Papiere bis Ende Dezember vo-rzuuehmen. Sie kann aber auch später erfolgen, nur muß sich der Besitze« der Papiere dann darüber klar sdim, daß er Nie JanttarMSschein s auch erst später bezahK bekommt. Bei der große« Zahlungsmittel» knappheit, die tot Vorjahr, als t*r WasfenstA- stand geschlossen wurde und die Revolution tarn, rintra-t, wurden d-ie Jammr-Zinssche in« de- süiM-vozentigeu KriegSarÄeihe zu gesetzlichen Zahlungsmitteln sm Verordmrnasivege gemacht.
Infolgedessen hat sich das wöhnt, Zins scheine drr Banknoten und Darlohnst
den Spitzel tot* und in der Diskussion forderte ein junger Kommunist zu Gewalttätigkeiten auf und erklärte, einem solchen Kitzel müsse man den Schädel einschlagen. Mau müsse nur gut züschkagen und ckiomals daneben. Dies« Aufforderung schien auf fruchtbareu Boden ge- fMen M sein. Bald daraus sand um den jungen Marrn vor dem GewettschcHtÄhaus bk«t- überström, Legen. Augengeugeck, die ihn nach der PMMvache brachtm, erklärten, daß er mehrere Wunden am Kopse hübe und rin Auge aus dem Kopfe hervorgeguoAen sei. Seine Kleidet waren mit Wut besudelt. Bon dem bewach» barten PoLzeirevier begab sich ein KriminaWe- amter nach der Versammlung, um die Ursachen des Ueberfolls ftjftznstellen.
Forderungen (die wir auf der zweiten Seite dieses Blattes veröffenÄicheu) eutfproche« wird, et» Wien sich die Körperschaften bereis di« ent» sprecheuden Maßregeln der Regierung durch Aufklärung in den Kreisen der Landwirte zu unterstützen und auf rasche mtd vollständige Erfüllung der Lieferungs-Verpflichtungen hinguwirken. Wir hatten es für dringend wotuveudig, daß die maß- aebenden Regierungsstellen die fachkundigen Darlegungen sofort aufqreifen und prüfen, wie am besten und schnellsten mft ben Vertretern der Landwirtschaft gemeinsam eine Besserung unserer großen Notlage sicher herbeigeführt werden kann. Allerdings ist gegenüber einer Aufhebung der Zwangswirtschaft größt« Vorsicht geboten, denn die Erfahrung hat uns gelehrt, daß, wenn keine Rationierung und keine Preisfestsetzung erfolgt, die Preise in® U ngemessene steigen. Bei völlig freiem Handel würde eine Teuerung eintreten., die den Wenigerbemittelten di« Lebenshaltung nnerträglich machen würde. Mögen daher die Regierung und die landwirtschaftlichen Fachleute einen gefunden Ausgleich fmderr. K. F. O-r.
AAsschrettungeu ist Berlin.
Willst Du nicht mein Bruder sei«,...
(Privat-Telegramm.)
Berlin. 24. November.
In der Versammlung der unabhängigen So- zialdemokvaten im Gewerkichaftshaus kam es zu dem folgenden Zwischenfall anläßlich der Totenfeier für die gefallenen Soldaten. nUter dm TeÄnehmern befand sich ein junger Mensch der die Rede der Frau Metz stenographierte. In der Versammlung zeigte sich von Anfang an eine auffällige Nervosität. Die Legittmatwnen der Pressevertreter verlangten nicht mir der Vorstand, sondern auch die Versammiliuntzsteil- uehmxr wollten sie sehen. Der junge Mann ttnttib« auf das Podium zitiert und nun veSündigt« einer der Versammlungsteilnehmer, daß der junge Mann sich weigere seine Persönlich feit anßugeben. ES erhob sich ein gewaltiger Tumult. Musi« erhoben sich und man versuchte
ganz allgemein nur von .Bankhäusern- die Rede war, dieser Ausdruck mtr der Abkürzung halber für all« bankmäßige« Institute be- nutzt wurde, die der Verordnung gemäß zur Mnlösung von Zins-fcheinen gegen die Bescheinigung drr Finartzämter oder bet Deponirrung der Wertpapiere berechtigt sickd. Tatsächlich können Wertpaicre von ihren Besitzern, um der Verordnung zu genügen wicht nur bei Aktien- banken und Privatbankhäuser«, sondern auch bei bankmäßigen Gewoffewschafteil, Sparkasse« und konnnunsren Geldinstituten, wie der Landeskreditkaffe oder der Nassauischen Landesbank hm. t erlegt werden.
Da tu der Verordnung gesagt worden ist. daß die Ains scheine vom 1 Dcq emb er <ro nur noch deck Bestimmungen der Verordnung gemäß rin» gelöst Svüvdsn, wird vielfach geglaubt, daß die Anmeldung der Papiere bei den FinanZämiern oder Me Hinterlegung bei Bankhäusern vor dem L Dezember erfolgen Müsse. Dies ist irrtümlich: die Hinterlegung kann jederzeit auch später gSschehm. Da einer der HailptzinSter.
3er Sepotztvsng.
HinterlegungStermi« und Zivsschrine.
Bon Bankier Karl Pf ei ffer-Skrsssel.
Infolge der kurzen ErläuterM^g der Verordnung vom 24. Oktober, di« ich i« dieser Zeitung gegeben habe, sind mir rirttae Arschristen und Anfragen Mgegaugen> die zeigen, daß trotz des Artikels noch über etnyte Punkt« UnKayhett