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Kasseler Neueste Nachrichten
Hessische Abendzeitung
Kasseler Abendzeitung
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p. Iahrqanff
Dienstag, 18. November 1919
Nummer 294
Fernsprecher 951 und 952.
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Askruse zur Herausgabe der Mgsgesaugeneu.
Absperrung der Reichstags-Auffahrt.
Berlin, 17. November. (Privattelegramm.) Für die Auffahrt des Feldmarschalls von Htn- deisburg zmn ReichstagSgebäude am Dienstag, wenn die Vernehmung des FeldmarschavS durch den Untersuchungsalisschuh fwttftndet, sind weitgehende Absperrnnosmatznahmen der Sicherheitswehr vorgesehen, um eine Wiederholung der Vorgänge vom Freitag und Sonnabend unter allen Umständen su verhindern.
tawf etnzüstellen und sich im Kampf gegen di« Reaktion zusammenziffchlstb en. — Weiter wird aus Berlin gemeldet: Am Sonnabend forderten in den Berliner Fabriken gedruckte Zettel zu Massendemonstrationen der Arbeiterschaft itn> der ichomalicren Soldaten gegen die Hindenburg- Ehrungen der Deutschnativnalen aus. Am Sonn- abend abend fand im LehrervereinRnnis eine Sitzung der revolutionären Obleute statt, in der ein Aufruf an das Berliner Proletariats be- Mossen und der Wortlaut bestimmt wurde.
wohn-rn besuchten Kundgebung, in der gegen die Zurückhaltung der Kriegsgefangenen drirch Frankreich Protest erhoben wird, leate die Ver- sammlungsleitltng eine Entschließung vor, die von der Versammlung als nicht energisch genug bezeichnet wurde. Z'ii der verschärften Entschließung wird die Regierung dazu ausge- fordert, die Erfüllung der rm Friedensvertrag übernommenen Verpflichtungen solange zu unterlassen, bis die deutschen Kriegsg-- fangenen von Frankreich freigegeben wüiden sind
Verlange« «ach Gegen-Weigernug.
Esse». 17. November. (Privat-Telegramm.) Fn einer gestern lwn vielen Tausenden von Ein,
Deutsche Spur-Prämienanleihe 1919
Appell an bie Regierung.
Magdeburg, 17- November. (Privai-Tele- grmnm.l Ein« ans allen Kreisen der BevöKe- runa der Stadt dsiiuchte Versamnilung für tue Herausgabe der mach in Frankreich befindlichen Kriegsgefangenen' fand im Magdeburger Tom statt. ES wurde eine Entschließung angenommen. die von der ReichSregreruna die Aufbietung aller' Möglichkeiten, fordert. d:c schleunig« Heimkehr unserer Kriegsgefangenen nach Deutschlanid-Äu erwirken.
Für unsere Krsegsgessugenen.
Aufruf an das »Gewissen aller Läiwer. (Privait-Telegramm.)
Frankfurt a. M.. 17. November.
Eine allgemein« von dem .Bund zum Schutz« der deutschen Kriegsgefangenen", dem .Frauenbund"' und dem .Reichsvcrband ehemaliger Kriegsgefangener" Wr Sonntag nachmittag in die Paulsiirche einberufene Versammlung für di« Herausgabe der noch in Frankreich befindlichen Kriegsgefangenen «rftaltete sich zu einer eindrucksvollen Kundg'chung. Es wurden einstimmig zwei @iuid>n<riUtwn angenommen. Dian appelliert an das Eicwissen Frankreichs und aller Kulturländer angestchts der «n- fäglichen Leide«, der großen Not und des bis zur Berzwäi-flung gesteigerten Kummers. die durch das Verhalten Frankreichs 116.1 die Kriegsgefangeiwn und ihre Angehörigen der. hängt sind. Man beklagt die sckiwere Gefährdung. die der menschlichen Gesellschaft dadurch widerfährt, daß drirch die Zurückhaltimg der Gefangenen die Achtung vor den rechtlichen und sittlichen Grundlagen jeder menschlichen Gemeinschaft erschüttert wird und erwartet, daß die MenschenwLrde nicht länger mit Füßen getretein werde.
land trage die Schuld an all dem Elend, Deutschland habe die Ströme von Tränen entfesselt, die durch Europa fluteten, l ü g t hundertmal! Und wär's anders, wem wär' damit gedient? Mit hämischem Grinsen stehen unsere Feinde vor solch häßlichem Schauspiel. Das Volk aber, das deutsche Volk, hat nun gemtg und muß Verwahrung gegen derartige „Aufklärungsarbeit" eiiinlegen, es darf nicht zu- geben, daß es noch weiterhin vor den fanatischen Feinden in die G^sse geworfen wird, daß die trostlose Laz«, in der es schmachtet, noch verschärft wird, durch unfruchtbare Unterhaltungen über die „Schuldsrage". Der preußische soz-ial- demokratische Minister Heine hat kürzlich in Dessau eine Rede gehalten, in der er sagte, daß cs ein stbleS Beginnen sei, nach Deutschlands Schuld itn Dreck z«. wühlen. Wer es gut meint mit seinem Vaterland, wird dem rückhaltlos zu stimmen und Helfserich dankbar sein, daß er in so drastischer Weise Schluß mit der Sonnabend-Vorstellung machte. Gehlruhig nach HauS! ... * *
Seht ruhig nach Haus.
Et« Aktschluss im UntcrsuchungS-AuSschuß.
In Berlin muht man sich seit Tagen schon, die Frage zu klären, inwieweit Deutschlands Schuld am Kriege reiche und wer denn nun eigentlich di« Haftbaren seien. Dem sogenannten Untersuchungs-Ausschuß war die wenig erhebende Aufgabe zugefallen, Licht in das Dunkel zu bringen, und zu diesem Zweck« lud man die leitenden Männer der verflossenen Zett zur Vernehmung. Den Wenigen, die darauf harren, daß Deutschland als der schuldige Teil an den Pranger komme, ist bis jetzt kein Heil widerfahren, denn das, was die advokatischen Kreuz- und Querfragen förderten, war kümmerlich bis in die letzte'Einzelheit Nun hoffte man im Kreise Derer, die Deutschland verdammen, daß der ehemalige Vizekanzler Helfserich in die Enge getrieben werde, und man wartete deshalb mit besonderer Spannung ans di« Dinge, die da kommen sollten. Und sie kamen. Allerdings wiederum wesentlik anders, als man erwartete. Unbarmherzig riß der Zeuge den Schleier von dem scheinheiligen Gesicht Wilsons, mit scharfer Logik entwickelte er seine Gedankenaänge, mit eiserner Energie wehrte er sich gegen Uebergrifse des Ausschuß-Mitglieds Cohn- Nordhausen, ohne auf dessen direkte Fragen zu antworten. Urtd daun brachte der Sonnabend den aufsehenerregenden Schluß des trübseligen Schauspiels, das di« Verhängungen in Berlin bis jetzt dem deutschen Volke geboten: Helsferich gab die kategorische Erklärung ab. auf keine Frage Cohns zu antworten. Groß« Aufregung im Ausschuß, lange Beratung, Geldstrafe in Höhe von dreihundert Mark für den Zeugen, Niederlegnng des Vorsitzes durch Warmuth, Helfserich verläßt den Saal, nachdem er dem Beisitzer Cohn vorgeworfen, daß er am Zusammenbruch Deutschlands unmittelbar beteMgt sei, da er russisches Geld für revolutionäre Zwecke genommen habe. Dann senkte sich der Vorhang und man ging nach Hanse.
Fürwahr trostlose Zustände: Richt nur in den Auswirkungen, die sie vorläufig gefunden, sondern m ihrem ganzen Verlaus. Betrachtet man die Zwecke, di« mA der Veranstaltung des Untersuchungs-Ausschusses verbunden waren, zieht man die Beweggründe in betracht, die zu den Vernehmungen früherer deutscher Staatsmänner führten, so muß man zu der schärfsten Ablehnung kommen. Unser armes Vaterland blutet aus tausend Wunden. deS Winters Bahrtuch deckt di« deutsche Flur, die noch einen Teil der Ernte birgt. Rot nach jeder Richtung gilt es zu überwinden, das Gespenst des Hungers gilt es zu bannen. Und da sitzt man m Berlin zusammen und will die Frage klären, wi« weit Deutschlands Schuld am Kriege reiche, da verhandelt man über die Frage, ob es technisch möglich gewesen sei. die vor dem Feinde liegenden Tauchboot« zurück;unffen. da sucht man durch das Aufgebot aller Schläue festzustellen. ob Wilson ein (ihrenmann fei oder ein Schurke. Das ist unerhört, und jedem, dem noch ein Funke von dem stolzen Selbstbewußtseiu in der Brust glüht, das uns Deutsch« so lange gekennzeichnet, zcdem, der offenen Auges di« Nöte unseres Volkes siebt, krampst sich das Herz zusammen. Unser Geldwert ist im Auslände fast aus dem Nullpunkt angelangt, man sperrte (ein einzig in der Geschichte des Landes dastehendes Ereignis!) zehn Tage lang den Personenverkehr aus deut- schen Bahnen, man friert und hungert und ... in Berlin redet man km Untersuchungs-Ausschuß Tag um Tag von Wilson und dem See- - krieg. Was Wilson war, was Wilson ist, das wußten und wissen alle Einsichtigen. _Was wir über ihn im Untersuchungs-Ausschuß hörten, bat das Urteil der Unbefangenen «icksi pt entkräften vermocht. Warmuth fragte, SinzheiMer fragte, Cohn fragte, Gothern jtnb all» andern fragten, fragten, fragten. Und sie erhielten all« Antwort. Nur Cohn erhielt keine Antwort, weil Helfferich ihm, der russisches Geld genommen, als echter Deutscher nickst antworten wollt«, nickst antworten konnte. Und dieser Mann, der bestgehaßten Einer bei seinen politischen Gegnern, riß durch sein Verhakten den Vorhang über die Szene, auf der sich so Abstoßendes, so UeberflstsstgeS abivielre ... und ging nach Hause! (gilt« befreiende Tat!
Ob man nun dem Zeugen, der solches unternahm, vor dem sagenhaften Staatsaerchrsho- zitieren'wird, bleibt abzuwarten. Ist an und für sich auch völlia gleichgiltig. Das Ein« bleibt bestehen, daß sich Einer fand, der in der Tragikomödie dieses Alltags mit starker Faust ein Ende machte. Wer da zu behaupten wagt, Deutsch-
NachMlMMdeNdArg-EKrtmg.
Protest der sozialdemokratischen Partei.
(Eigener Drahtbericht.)
Berlin, 17. November.
Die von der sozialdemokratischen Partei für den gestrigen Sonntag einberufenen Protestversammlungen gegen di« deutschnastvnalcn Vor- konmrwisse der letzten Tage nahmen einen ruhigen Verlaus. Es sprachen die Abgeordneten Krüger und Heilmann, ferner Udemann und Redakteur Kultner. In allen vier Versammlungen wurde nachstehende Entschließung angenommen: Die Versammelten sind gewillt, die revolutionären Errungenschaften mit allen Kräften und Mitteln zu verteidigen. Sie fordern, daß die in entscheidenden Stellen des Staates und Reiches tätigen reaktionären Beamten u-nd Offiziere rücksichtslos und ohne Pension entfernt werden. Ebenso sind alle Schulleiter ohne Pension zu entlassen, die die Teilnahme der Schüler an den deutschnationalen Demonstrationen während der Schulzeit veranlaßten oder gedukdei ha.
Erlaß gegen Schülerbetelllgnng.
Berlin, 17. November. (Privat-Telegramm.f Der Kultusminister hat angeordnct. daß der Unterricht nicht ansfallen darf zmn Zwecke der Sckülerbeteiliguna an Straßenkund- oebunaen. So sehr er die Begeisterung der Jugend für Feldmarschall v. Hindenburg verstehe, müffc ci doch politische Kundgebungen der Schüler verbieten. — Daran anschließend wird gemeldet: Aus Aylaß zahlreicher neuerdings er- ganaener Anfragen hat der Minister für Wissenschaft. Kirnst und Volksbildung an die Pro- vinzialschulkollegien und -Regierungen folgende Vcrsüaüng erlassen: Nach der einhelligen Auffassuna der preußischen Staatsregierung ist die Schuljugend, die zu staatsbürgerlichem Verständnis erst hcranaebildet werden muß, vor unfruchtbarem Zwist, sind Erziehung und Unterricht vor daraus sich ergehenden tiefgreifenden Störungen zu bewahren. Das gesamte Schulleben muß daher von p 0 l i t i s ch e n S1 r «i. tigkeitcn aller Art freigehalten werden Daraus folgt: 1. Die Sckule darf parteipolitischen Bestrebungen unter der Schullugend keinerlei Förderuna gewähren. — 2. Die Lehrer müssen jede mittelbare oder unmittelbare Beem- ffuffung ihrer Schüler nach irgend einer Partei- politischen Richtung hin streng vermeiden. — 5. Die Schüler haben sich innerhalb der Schule aller pokitffchen Strciti gleiten und jeder herausfordernder Betonung ihres Parteistandpunktes (z. B. durch Tragen von Abzeichen) zu enthalten. — 4. Die Provinzialschulkollcgien und -Re- oierunaen wollen die Leiter und Leiterinnen der sämtlichen ihnen unteisstllten Lehranstalten hiernach mit Weisung versehen. ____________,
Unsere Gefangenen als Pfand.
Stettin. 17. November. (Prrvat-T«l«gramm.) In den gestrigen Massenversammlungen, in denen gegen die Zurückhaltung unserer Kriegsgefangenen protestiert wurde, stnd zwei Entschtte- ßunaen angenommen worden. In der ersten, die durch Funkspruch an die Völker der Erde verbreitet werde« feffl. wird gesagt, daß der Oberste Rat ferne Verpflichtungen nicht erfüllt hab«. Ein neuer Winter bringe den Gefangenen und deren Angehörigen den körperlichen und seeisischeu Zusammenbruch, so, wie den Tod Trotzdem fordert die französische Presse die Zurückhelltting der Gefangenen als P f a nd und der Obc.usle Rat droht mit Zwangsmaßnahmen. Das deutsche Volk fordert die gesamte Menschheit ans, sich zu vereinigen zu dem Ruf .Sofortige Hewusenduna aller Kriegsgefangenen dieses Rtiegtg". Eine zweite Entschließung verlangt ein energisches Vorgehen der N ati 0n a lv er l ctzinm lun g für die Heimsendung der deutsch<tn Kriegsgefangenen, sowie Anweisungen der R igierUng für die nach Paris zu entsendenden Vertreter, daß für die Zurückhaltung der Kricgsapfsngenen alle Zwangsmaßnahmen ausgeschlossen sind, daß der Abtransport baldigst begiunx und mit größter Beschleu- mguna durchgeführst werde.
AeugnisverweigeruAg.
Erregter Abbruch der Vernehmung.
Die Sonnabend-Sitzung des Untersu ch u n g s - A u s s ch u s s c g in Berlin endet« mit einer Sensation. Dr. Helfserich v»r ließ unter dem Beifall der Zuhörer den Saal woraus der Ausschuß die Verhandlung abbre chen mußte, lieber den Verlaus der Sitzun; liegt uns folgcnocr.Bericht unseres Berlins, Vertreters vor: Nach der Eröffnung durch den Vorsitzenden Abg Warmutb wird dem - Staatssekretär a D. Dr. Helfserich daz Wort erteilt zur Fortsetzung seiner Ausführung aen über den Ubootkrieg. Di« takttschr Notwendigkeit der unbeschränkten Verwendung der U-Boot« wurde von der Obersten Heeresleitung darin erblickt, daß die schwer bebiänafe Westfront auf jede mögliche Weise entlastet werden mußte, vor allem, daß die Zusuhr von feind liefen Verstärkungen und Munition verhin. deut werden mußte. Sollte da der Reichskanzler oder ich. so weit ich mitzureden hatte, es daraus ankommen lassen, wenn Hindenburg und Luidendorff erklärten: Wem, man uns die Mittel wicht bewilligt, die wir brauchen, dann müs. ten wi« erklären, daß wir nicht mehr m'tjpie- len. Diese Argumente mußten wirken." — vuif di« Fragen des Dorsttzenden sägt Dr. Helfferich, daß er der Friedensvcrmitttung Wils cm aus guten Gründen mißtraut habe, auch habe er keine Hoffnung aus das angelsächsisch« amerilanische Volk gehabt, zumal in Amerika eine unerhörte Lügen Propaganda gegen uns getrieben wund«. Während Wilson ew Frieden», note an Deutschland geschickt hatte, erklärt« fein StaotSfZdestl'E Lansing wt einer Unterredung mit amerikanischen Pressevertretern,
Amerika sieh« am Rand« des Krieg«».
Auch sonst war Amerika sehr einseitig so wurde der fünsuwdsiedzig Fabre alte deutsche Generalkonsul Drück in» Gefängnis gesteckt, wo er gestorben ist. Diesen Fall macht der Beisitzer Dr. E 0 h n zum Anlaß einer Frage, ob ®X. Helfferich erwartet habe, daß die amerikanischen Behörden eine zu ihrer Kenntnis gekomm-ene Itebertretnna ihrer Gesetze verfolgen wollten? Dazu bemerkt der Vorsitzende, daß dies« Frage nicht hieher gehöre, weU das keine Tatsache, sondern ein Urteil wäre. Abg. Dr. Cohn besteht daraus, daß aus der Antwort hervorgehen dürste, was trara von den AuSführ uwg en Dr. HetfserichS zu halten hab«, Dr. Helfferich erwidert dagegen • Ich habe bisher noch • nie Fragen Dr. Cohns direst beantwortet und bitte, mich davon awb weiter w befreien. (Entrüstung bei den AuSschutzmi tgliedern). — Dor- sitzender Warmutb:
DaS bedeutet also eine Zeimnisverweigerung gegenüber diresten Fragen des Aus schirßMitgliedes Dr. Cohn? — Dr. Helfserich: Wenn ich vor einem Gerichtshof stände, toüflbe ich nach der Strasprozeßordnuwg das Recht haben. Dr.. Cohn als Richter abzulehnen. — Vorsitz- zender Warmuth : Die Funktionen des Aus. schustes sind verfassungsmäßig der Strasprozeß- ordnunq gleichzüstellew Sie sollen sinngemäß Anwendung finden. Unentschieden ist noch di« Frag», inwieweit die Destiimmmgm über die Strafprozeß ordnung ans das Zeugnisverweige- rungsrecht zntreffen Aber selbst, wenn das der Fall wäre, würde em Zeugntsvenoemgerilngs- rocht nur vorltegen. wenn der Zeuge sich durch die Beantwortung einer Fua ■■ strafbar machen würde. Fch bitte also um eine Erklärung des Zeugen, ob wir auf bestimmte Fragen des A"S- schußmitgliedes Dr Cohn von ibm slive Ant» Won nicht erwarten können? — Dr. $ elf fett dj: Dr. Cohn hat ausdrücklich erklärt, der Ausschuß solle dazu dienen, festzustcllen. was Mitglieder der kaiserkichen Regierung ve r b r 0- dien haben. — Abg.Dr. SinzheiMer: DaS Gegenteil. Exzellenz. Dr. Helfserich: Ich lasse mich gern bekehren. — Vorsitzender^ Warmutb: Wenn Dr. (£o6n_ das gesagt hätte, s» hätte ich fefort dagegen Stellung genommen. — Dr. H elfferich. Wir wollen uns doch keinen blauen Dunst vormachen. Ich M- lc mich hier vom ersten Äugenblick an als Angeklagter. Wäre dies nun ein Gerichtshof, so würde ich Dr. Cohn als Richter ableh- n e n. Di« Herren werd wissen, worauf ich ab« ziele und ick bitte, sich ‘ dieser Andeutung zufrieden zu geben, nm rörfen zu vermeiden. Wenn man mich aber zwingt, so werde ick auch darauf Auskunst geben. — Vorsitzender Warrn u t h t Der Ausschuß wird hierüber berate«..
Wer zeichnet, spart und gewinnt!