Einzelbild herunterladen
 

Meter Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Nummer 291

Freitag, 14. November 1919.

Fernsprecher 951 mtb 958.

9. Jahrgang.

S)te Raffelet Neuesten Nachrichten erscheinen wüchenMch sechsmal und paar abend«. Der AbonnementSpreiS beträgt monatl. 1.60 Marl bei freier Zustellung inS Hau» Bestellungen werden jeder,eit von der Sefchäftsstelle oder den Boten entgegengenonnneu. Druckerei, Berlag und Redaltton: Echlachthofstrabe 28/30, Für unverlangt etngefandte Beitrüge kann die Redaktion eine Berantwortung oder Pewühr in keinem Falle übernehme». Rückzahlung de« Be,ug»gelde» oder Ansprüche wegen envaigerntchtordnungSMüsttger Lieferung auSgefchlosten.

Jnsertto»«vretse: 4 Einheimische «uktrüge: Die ei>ch«Mge «nzetoe».Zeile SO «fa. M» schkietzstch TeueruugSMschlag), die einspaltige Sdfameiette M. 1.» fetnschSestirch reuernno«» ** *l« «vifturMge «»»eigenrekle « Psg-

^^ ..^-'EnwaMge Revam^eSe M. LIO und 60»/, rener-agSzusch^g. _ gfc bte 8H®ttatett aller durch Fernsprecher aufgegebene» «n zeig en, sowie für «ufnahmedate» u»d Plü»e keine Dewähr. - «esch SfUstelle: «Sl»ksche 6tta»e 6. ftdqfcenSte/Ml a, SE3

Erfolgt eine Verlängerung bet Verkehrssperre?

vierzig Millrone« Tonne« BrmmLchken gevech»

der Absichten des Kaisers, Frieden M mwhev,

Elsaffer gegen Franzpsen

v. Hindenburg in «erlist.

Vorladung zum UntersuchnnaSausschutz.

den hatten? Es wäre zum Frir-dm gekommen «itter affien Umständen, wenn ein Funke dieses ehrlichen Willens bei Miseren. Feinden und bei den Männern der mLbttefiren -.euttalen Macht vorhanden gewesen wäre. <m 12. Dezember ^8 titgfer Frirde^Sengehst hinm:c-

eindkich gesinnte Wett hineinzutvagen? ES wird vielmehr ein Ruhmestitel der deutschen Namens für alle Zeiten sein, daß von Deutsch, land und seinen Verbündeten zuerst die Frage

Me Behandlung Schleswigs.

Kopenhagen, 13. November (Eigene Draht. Meldung.! Die Preßiuformation meldet aus Paris: Der Oberste Rat beschloß, daß alles deutsch« Staatseigentum in dem Teile Schleswigs, der an Dänemark fallen wird nicht Eigentum von Dänemark wird, sondern von den Alliierten beschlagnahmt und von der deutschen Entschädigung in Abzug gebracht wird. Dänemark wird Gelegenheit haben, durch Kauf solche Einrichtungen zu überneh­men. welche m Schleswig notwendig sind.

unseren Kräften Pag, um für die deutsi in Amerika zu werben. Alles, was sich

Amerika und der Völkerbund.

BafÄ. 13 November. (Eigene Drahtmek« dung.1 Nach einer Depesche der Chicago Tri- bitne* nahm der amerikanische Senat außer dem Gesetz über den Austritt auS dem Völkerbund einen Zusatzantrag von hochpolitischer Bedeu­tung an. der dem Präsidenten Wilson das Vetorecht gegen dieses Gesetz entzieht.

hatten. Wir irt die schlerh-

kerrecht aus den Lippen, ordne« aber alles demj Händleriuteressle unter. Das ist der; Wilson, mit dem wir es zu tur * waren der Entente gogerchber im ter Gestellten. Mr haben alles

BefchMsse des Alliiertenrats

Die Friedensbedingungen Mr Nagaru.

(Eigene Dvahtmeldung.1

Mehr Kohlenfbrderung ht Schlefien.

Gleiwitz, 18. November (Privattete- grcrmrn.) Die oderschlesische Kohlenförderung ist in der letzten Woche auf hunderttausend Ton­nen täglich gestiegen, gegenüber einer Friederrsleisiung von hundertdreißsgtausend Tonnen täglich In einige» Bezirken sind die Friedenslestungen bereits erreicht worden.

*

Verlängerung der Verkehrssperre?

Derlkn, 13. November WnkvMeke- -wamm.) Wie wir erfahren, fst beim Reichska­binett von süddeutsche« Eiscnbahnvcrwaltun- gen der Antrag gestellt worden, die Perso. nenverkehrs-Sperre über den 16. dfs. Mts. hinaus z« verlängern. Ob es zu ei­nem diesbezüglichen Beschluß des ReichSkabi- nettS kommt, steht noch dahin.

Unter der Fremdherrschaft.

Französische amtliche Raubmethode.

(Privat.Telearamm.i

Straßburg. 13. November.

Fn Straßburg und Mülhausen wurde durch dw französische Behörde der MarkkurS zwangsweise auf 13 Centimes festgesetzt. I« Straßburg warten seit vorigem Kahre die zu­rückgebliebenen Familien von über achthundert deutschen Offizieren auf die Erlaubnis der Ausreise nach' Denttchland. Die formelle Er­laubnis ist ihnen schon seit Mai die'es Jahres bewilligt, jedoch ohne Freigabe ihrer Hab- ftfiflfeitcn und WohnnngSeinrichtungen. Alle Beschwerden an die Berliner Regierungsstellen durch die in Deutschland weilenden schverbc- ttoffenen Offiziere hatten bisher keine« Erfolg.

Men, 13. November.

DaS Neue Wiener Journal veröffentlicht aus dem Friedensverttaae zwischen der Entente und Ungarn folgendes: Die Grenze zwischen Oesterreich urfi> Ungarn bleibt die gleiche, tote sie tot österreichischen Friedensverttaae vorge­sehen ist. Dte Kohlenbergwerke von Saljo Tartaua bleiben bei Ungarn. Die Grenze mit Rumänien verlaust westlich vom Arad und folgt dann dem südlich lausenden Marosffnsse. Dte allgemeine Wehrpflicht wird aufgehoben. Die Gesamtstärke deS aus Freiwilligen belieben­den Heeres darf dreißigtausend Mann nicht überschreiten. Sämtliche Momtore der Donau, flottille sind der Entente abzukiefern. Hinsicht­lich der Eisenbahn wird dem ungarischen Staat ein steter Verkehr bis znr Adria gestattet. Un­garn gestattet dem tschecho-flowakischen Staat, seine Eisenbahnlinte von Preßburg wach Fiume über Oedcuburg über Deutsch-Westungarn, dem ungarischen Ort Stein am Anger zu führen. Für die Erhaltung dieser Eisenbahnftrccke mutz der tschecho-slowakifche Staat eine Pacht zahlen.

Gestern nacht wurden hier tot Rhemhafeng«. biet Plünderungen versucht Es sammelte« sich einige hundert Personen an, die mit Hand, wagen, Stöcken «sw. Misgerüstet teuren, um die KMenvorräke im Hafen gebiet zu «ruben. Als die Polizei eingriff, nahm die Menge eine buo- hende Haltung ein, sodaß mehrere Schüsse abgegeben wurden. Schließlich wurden 27 Per­sonen verhaftet. Ein Teil der Räuber konnte aber unter Zurücklassung bei Kohlen entfliehen.

(Privat-T elegraurm.) Berlin. 13. November.

Hindenburg der in den nächsten Tagen vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuß vernommen werden soll, ist gestern früh in Ber­lin eingetroffen. Am Bahnhof.-Zoologischer Gar, ten war eine Ebrenkompagnie des Re- giments Reinhard aufgestellt. Zur Begrüßung hatten sich neben anderen Personen, die mit dem Feldmarschall in Beziehungen stehen, auch Ludendorff und der frühere Vizekanzler Helffe- rich eingetonden. bei dem übrigens Hindenburg wohnt. Das Publikum, das sich auf dem be­nachbarten Stadtbahusteig angesmumett hatte, begrüßte Hindenburg mit stürmischen Hoch­rusen. Die Ehrung steigerte sich, als Hin- denburg di« Sttatze bettat. wo sich etoe nach Tausenden zählende Menschenmenge a- -sam­melt hatte. Nur mit Rühe gelang rt den. Go» neralstldmarschall. seineen Wogen zu erreicre '« Die Blätter berichten, daß Rufe, tote .Nieder Z

kommenden Sonntag) abgelaufen ist. Desglei. chen darf man wohl erwarten, daß Wer die Unstimmigkeiten zwischen den eiinzelwm Aemtern Klarheit ^schaffen wird. In so kebenSwichttgen Fragen hat die Oefsentlichkeit ein Recht darauf, zu erfahren, was hinter den Kulissen vorgeht. K. F. v-r.

Vie Wirkung der Sperre.

Zwiespalt Mischen einzelnen Aemtern.

ES ist jetzt Jedermann begierig zu erfahren, tote die Einstellung des Personenverkehrs auf den Transport von Kohlen und Kartoffeln wirkt. Ueber bett Kartoffelttcknsport liegen bisher keine amtlichen Mitteilungen vor. Da­gegen haben sich über die Beförderung von Kohlen einige amtliche Stellen geäußert Sehr änderbar ist aber, daß dabei auffallende Wi- zu verzeichnen sind. Der preußische Ei ister Oeser »um Beispiel sagte in

der Landesversammlnng, die Kohlennot sei nicht nur durch den Wagen- und Lokomokivmange l verursacht, sondern es seien da noch andere D inge schuld. Infolge der EinAlkmg deS Personenverkehrs seien genug Wagen vorhan­den. Im Ruhrgebiet ständen jetzt sogar tausend .Wagen mehr als verwendet werden könnten. Wenn also dort nicht alles abgefahre« werd«, so liege es nicht an der Eisenbahn. Leider werde dte Eisenbahn-Verwaltung selbst schleckt AM Kohlen versorgt; mindestens fünfzig Pro- zent aller VerkehrSschwierWeitcu lagen am Mo H le nm angel. Wenn die Bahn nunmehr Lem« Kohlen bekomme, müsse er sie einfach be- schlagnghmen. Neben diesen merkwürdigen An- Uaben teilt das preußische Eisenbochnmin-i- urit, die Tatsache, daß in der ersten Halste der vorigen Woche mehr Wagen als sonst

Vorbereitung für bett Völkerbund.

Basel, 13. November. (Eigene Drahtmek- bintKt.) Die Preßinfornmtion berichtet aus Brüssel: Die erste vorbereitende Sitzung des Dölkerbundkomitees wird am L Dezember i« Brüssel stattfluden und von Delegierten aller zuaelaffenen Staaten besucht werben. Es sind nur zwei oder drei Tage für die Ser- Handlungen in Brüssel vorgesehen.

krieges auf das Verhältnis zu de« Reuttaleu, besonders den Vereinigten Staaten. Die Frage des unbeschränkten U-Bootkrieges dürfe keine Prinzipienfrage fein, sondern sie war dte Frage der militärischen und politischen Krieg­führung, deS zweckmäßige« Handelns Wir mußten uns der Siüration anpassen. Wer heute von einem Va banque-Spiel spricht, hat keine Ahnung von der Pflichttreue, mit bet'; alle diese großen Entscheidungen gettoffen wor­ben sind. Wtt mußten darauf sehen, daß wtt feiten® Amerikas reicht schlechter gestellt wurden, als unsere Fentde. Wilson führte das

nen Tonnen Steinkohlen und dremudsürttzig Millionen Tannen Braunkohlen gegenüber, so­daß man also mit einem erhehfichen Minder- ergebnis rechne« mutz Daraus ergibt steh die Notwendigkeit einer starken Einschränkung unserer Industrie durch Rationierung, wie sie bei bett Ziegeleien und ?,erocntfabratett schon besteht. Teilweise werden Fabriken ganz still- liegen müssen. Auch Gas- und Eleftrizitüts- werke müssen voran ssichilich weiter eingeschränkt werden. Weitere Notwendigkeiten sind, tote der Minister sagt, eine ausgedehnte Güterverkehrs- sperre und eine außerordentlich starke Zurück­haltung tot Personenverkehr. Ferner müsse auch der Hausbrand herabgemindert wer- den. Das sind gertibe$n niederschmetternde Er-

meksten herbeifehuten. feien dtejmigat Me sie letzt am meiste« verwünschte«.

Der Markkurs tat Saargebiet.

Saarbrücken, 13. November. (Privaiteke-

Untersuchungsausschuß.

Dr. HÄfferichs Auslage« gegen Wilson.

(T-rearaphischer Bericht.)

Berlm. 13. November.

Die gestriae Sitzung wurde zum grüßtest Teil mtt der Vernehmung Tr. Helfferichs aus­gefüllt, der einleitend M Protokoll gab, daß aus der Tendenz der Fragen, die von gewissen Beisitzern gestellt werden, heivorgehe, daß nur die Mitglieder der alten Regierung als dte Schuldigen hingestellt ^werden sollten, aber nie­mand aus der jetzigen Regiermrg. Ihn (Heisse- rich) hätten, niemals andere als vaterländische Gesichtspunkte bei seinen früheren Handlungen geleitet. Er fuhr dann fort: Der Vorsitzende hat die Fragen geteilt in 1. die Wirkungen des

meine Erregung. Für den französischen Fran, tat wurden zuletzt 4.80 bezahlt. In verschiede­nen Massenv ettsamMungen wurde stürmisch dl« Einführung einer eigenen Geldwah- ru n g für das Saargevre, gefordett. Auch hat in den Zeitungm eine lebhafte Propaganda für sofortige Einstich cnng einer Saavwächrung «tt* gesetzt. General Andlauer erklärte, toegert die­ser Frage feien bereits entsprechende Schritte in Paris unternommen worden.

L J^tatb^ stt nur auf minderwertiges «flv. Mrückzuflihren, und mm hott man, daß daneben infolge inne­ren Derwaltungsiwistes mancherkei-Mbkei- ten nicht ausgewitzt worden sind. Wohin solche Zustande führen können, kann man leicht aus- 5.^bnen, we7m man außer anderen trüben siu- «tnttsbckdern dte Angaben des preußischen H«^ersmmtsters Fisckbeck prüft, bte^r^r 4 Landesverfammlung vor gelegt hat. Nach seiner Lusste^ung bewirft ohnehin schon die geringere. Kohlenforderunz eine drückende Rot. hervorg«-^' rufen durch BeErzung der Arbeitszett und f-y-lechteS ArbeftsmateriLl. Bei imgeftörier Pis- Mtftroit kaum in den fün' Wtotermonaten bis pirn April ILM nur nttt dretondvierzig Miüis-

tet werden sollte. Wenn aber der Erfolg so ge­ring ist, dann könnte man ja glauben, daß die ganz« Maßnahme nutzlos gewesen wäre. DaS ist doch unmöglich anMmehmen. Sofortige amt­liche Mitteilung über die tatsächliche Wirkung der Verkehrseinstellung und über die wirkliche

Offenburg, 13 November. (Prwattele- oramm.) In den letzten Wochen sind abermals «Hlroiche elsäßische Flüchtlinge hier eingetrof- ,ett Ueber ftrsjimmend wird von ihnen er- 'zählt. daß die Stimmung in der elsässischen Be. vökkermig aegenifter den Franzosen sich 1äK«h verschlimmert. Die Franioien hätten durch ihr lterrisches Auftreten alle Hym.

>- -v'r>~7 pachten her <£Baffer verscherzt. Die <Äieir^e.

«en <BnüflPwrer Steinkohlen und mtt« >,feri-n Elsuiser, hie die Frauzo^on rftrst am

bet Die Munitionslieferungen waren vMer- vechkkich vielleicht zweifelhaft Sehr zrveifelhvfk waren sie für WÄson, der während des entert- kcmischen Bürgerkrieges die MunttionsauSfuHv verboten hatte, wett sie praktisch nm einer Par­tei zuautekam. Damals wandte er sich selbst gegen die papierne NeuttaKtät Im Weltkriege!^ aber eutWied er sich für die Papier ne Neu-, tratltäi, weil sie einseitig der Entente zu­gute kam. Diese papierue Netrttalrtät hat bat Krieg um Jahre verlängert, hat Millionen von Menschen getötet und zu Krüppeln gemacht' Warum tat bas Wilson? Oberst House hat es dem Grasen Bernstorff gesagt: Wilson wollte bas Geschäft ttiebt sWren, baS darin bestand^

ans Europas Tränen amerikanisches Gold z« uttrnzen. (Lauter Beifall im Zuhörerratmt.s Tas deutsche Volk war sich auch völlig über die Lage in Amerika klar. Erst später wurde dieser kluge Sinn durch die Lobredner WilsonS verwirrt Das deutsche Volk wußte, welchs Verfländ-ntslosigkett, Unattfrtrhttgkeit und Kalt­herzigkeit in Amerika bestand. Schon am 1L Aprfl 1916 telegraphierte Bernstorff, daß Wil­son in einigen Monaten Frieden stiften möchte. Aber Wochen und Monate vergingen, die uns Sttö-me deS besten deutschen Mutes kosteten, und Wilson tat nichts. Unsere Lage spitzte, sich zu. Wtt fragten beim Grasen Bernstorsf fortgesetzt an, erhielten aber niemals eine be­stimmte Antwort Auch Gerard brachte aus Amerika keinen bestimmten Bescheid mit Nun fing der rmnänische Feldzug zu Ende. Nach einer erfolgreichen Durchführung dem Kriege Einhalt zu gebieten, lag in der Lust. Am Oktober erstetttete der Kanzler dem Kaiser Be>- richt über die Lage. !

Darauf antwortete der Kaiser

mit Mgewbem Brief, der doch auch herange­zogen werden muß: »Der Vorschlag, Frieden « machen, ist eine sittliche Tat die uoüvendig st, trm die Welt auch dte Neutralen, von dem auf ihnen lastenden Druck $n befreien. Au einer solchen Tat gehört ein Herrscher, ber ent <36. vissen hat sich Gott verantworttich fühlt, Herz ür dte Menschheit besitzt und unbeWmmert um Mißdeutungen seines Schritt« den Willen äat, dte Welt von ihren Leiden zu befreien. Ich habe den Mut dazu, ich will es im Vertrauen iE« Gott wagen." Dieser Brief hat damccks

sondern umt Errrschränkungen auf dem Gebiete to« Güterverkehrs, die von einzelnen deutschen Bcrhnverwaltungen schon, eine Woche vorher an- geordnet worden waren. Leider müsse festge- stellt werden, daß die für die Kohle nv er- Uilung zuständigen Stellen die Zeit der Verkehrrtoerre nicht richtig ausnützen, mn bte Kohlenbestände der Eisenbahnen aufzu- strllen Die Zuftchren reichten auch jetzt nach­dem bte Personenzüge ausgefallen sind, nicht aus. um den täglichen Bedarf zu decken. Die Re- serven seien daher so zusammengeschmolzen, daß m Kürze rate ernste Gefahr auch für den » .^^krverkehr entstehen werde, wenn nicht sotort die Ausfüllung der Menstkohlenbefdänbe der Bahnen energisch erfolge.

Die vorstehenden Beschuldigungen der Koh. ken-Vertetlungsstelle sind fo fchwer- wiegender Natur, daß unbedingt eine Auflla- erforderlich ist. Der ReichSkoUenkommis- far Gehermrat Stutz, hat daraus sofort ge­antwortet und es stellt sich durch diese Aus. emmtoersetzung heraus, daß zwischen den bei- den Amttern zwischen der Kohlendertei- kungsstelle und dem Eisenbahn. Mtntsterium, ernste Mißstimmigkei- ten ausgebrochen sind. Der Kommissar sagt in halbamtlichen Mitteilung, bte er entern ^Eebnr«m macht es sei tief bedauerlich, daß einzelnen d« Oeffenttichkett gebracht wurden, statt sie auf direktem Wege möglichst fchnoll zu erledigen. Der Eisenbahnminifter mache die §Ege d^urch nicht besser, daß er Unschul- wge als Schuldtge bezeichne. Dann stellt der Kounn issar folgendes fest: .Msher hatte das preußische Etsenbahnministerium bei Berückfich- ttgung der sonstigen notwendigen Transporte ""genug Wagen, um die für sie . Me von den Zechen abzuholen.

. .E Interesse der Allgemeinhett, wenn ver vreußlsche Ersenbahnminister vor jeder gro- Lch nfit dem Kohlen.

Ernvmrehmen setzte, um das Le erstehen von Wagen zu vermeiden ^dem Mtttebszwan^gesttz für Eisenbahn- dtenfSohle darf das Eisenbahnministerium auf bett 3af«n fast alle Kohlen für sich mit Be- belegen. Diese Verfügung wurde aber om* ^?toerfe nie auSgenützt, um Kbhle zu erhalten, da ja Kohle auf den"stechen Eisenbahn stand, Verfügung ourden ZSrfenbahnwagen, die, nnt Kohle beladen, Mr bestimmt waren, für Bte Ersenmchn m Anspruch genommen." .. . S^ ktehen gks-> Wh« und GegemmVage ,8«b(ktuber. Danach scheinen ja haar-

Sie Kühle«- und Verkehrmot.

Versuch der PRindermra von Kohle«.

(Privattelegramm)

Mannheim, 13. November.