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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

3nfertion»OTetfe-,) Sinh«!urifche «ufträge: Die einspaltige Anzeigen. Zeil- 60 Psg. <etn. fchlletUch Teuerung«,usqlag). btt einspaltig« Reklame,eile M. 1.» Ieinschließlich Teuerung«. ,Uschlag), b) DiSwLrtige Aufträge: Die einspaltige BnzeigenzeUe 40 Pfg. und 50°/, Teuerungs- zuschlag, die einspaltige Neklamezeile M. 1.10 und 50«/ TeuerunaSzuschlag. Für bte Richtigkeit aller durch Fernsprecher aufgegebeneu Anzeigen, sowie für Ausna°»m«daten und Plätze keine »«währ. - «-sch üstSstelle: «Slnische Straße S. Telephon 9k. 961a. 953

Nummer 281.Fernsprecher 981 «nd W2. Sonntag, 2. November 1919.Fernsprecher 951 und 952. 9. Jahrgang.

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Versorgung mit Sarkoffelu unö Kohlen.

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freien UrteflS auch di« Oeffnung der

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tcn.jjHi VELW habe» Jtfte, jMgteJL

Zurückkehrerrde deutsche Truppe«.

Berlin, 1. November. (PttvattÄegramm)

wutstk frteiSt während der RäimmNgszett denisch, 3. Zwecks Untersuchung der Infam - menstötze zwischen deutsch«« und litauischen Truppe« tritt um 2. November eine gemischte Kounnissto« tu Resste«! zusammen.

scheu Truppen die Liuie Telschl-Scharcken er. reicht. Entgegen anders lautenden Meldungen erfahren die zuständigen Stellen, daß rund fünfzehn bis acht zehntausend Mann aus dem Wege «ach Deutschland sind.

Derrtsch-lttauifche Vereinbarung.

Kown», i November. Myear Drahtmel. btntflj zwischen den deutschen und litmri- chen Behörden ist eine Vereinbarung mit Wirkung vom 2. November über folgende

Dedkngnnaen für Bulgarien.

Basel, 1. November. (Eigen« DnchtderiM.) Me aus Pari» verlautet, soll Bulgarien btV deutenlde Mildenrngen in territorialer ttrtb wiirtfchaffl-iche- Hinsicht bei dem endgültigen FriödenSvMttag suyeieAt erhalten. ES soll BiÄgaricn zugsstanden worden sein, feto» KptegSentschSdMmg von zweieinhalb Mat. den iw Gold, auch in Rohstoffen oder tn der Ueberlafsung von Fabriken tinfc Bergwerken M wirschten. Infolge des Stande der du!- Mrifchen Daknta haben die AMerten hi« auf die Dauer eines Jahres vorgesehene freie Ein. fuhr Drer Erzeugnisse zu Dovzugstarifen efttt hakbeS Jahr hetäbgefetzt.

Volke gewesen. Es kam mm eine ungemein spannende SchMermrg des ehemaligen Kanz­lers über die Lage.im Parlament. Zum ersten- male habe sich tot Juni 1917 eine Majorität gefunden, die seine vorn ersten Tage des Krieges« <m befolgte Taktik mrtvertrrten hätte. Die Frie- denSresolution habe sich ganz in der Linie fei­ner eigenen Politik bewegt. Es löst eine tiefet Bewegung tot Saale ans. als der Stornier mit vor innerer Erregung zitternder Stimme auf das eigenartige BerhärümiS binwies. daß er

Gefahrdrohender Kohlenmangel.

Karlsruhe, t November. Wrivat-Telr- gramms Infolge mangelhafter Kohlenzufuhr mutzte das städtische Elektrizitätswerk Karlsruhe heute seine Stromerzeugungsnva- schtoen ftillegen. Dies hat zur Folge, daß der gesamte städtische Stratzenbahnbe- trieb Tag und Nacht vorläufig etnL.e- stellt bleibt. Ferner kamt an keine indu­striellen Werke mehr Kraftstrom geliefert werden, ausgenommen an die lebenswichtigen Abteilungen der NrchrungsmÄtecherstellurrg. Die Zeitungen werden mit Strom nur soweit beliefert, daß sie iNgkich einmal erscheinen kön­nen. Voraussichtlich wird abends nach zehn Uhr die Stromentmchme zu BeleuchtuugS» zwecken vollständig verboten werden. Ferner wurde dir Schließung der Kinos «nS> der übrigen P ergnstgungSNitten ungesagt.

wie die Umkehr am besten erfolgen könne. DaS Anziehen der Preise geschieht automatisch Die Entwicklung in der bisherigen Richtung kann aber unmöglich weiter gehen. Die allgemeine Teuerung wird eine gefahrvolle Höhe erreichen, bis sie niemandem mehr Nutzen bringt. Der nächste Weg, der z» normalen Verhältnissen führen kann, ist die Verbilligung des Roh­materials, das, wenn sie nicht tot Fnkande zu erreichen ist, vom Auslande beschafft werden mutz. Dabei spielt aber immer wieder der schlechte MarKurs eine verhängnisvolle Rolle, der nur durch dir Vermehrung der Produktion auf einen besseren Stand gehoben werden kann. Wollen wir ta unserem Wirtschaftsleben die jetzt beginnende Besserung nicht tritt als vor­übergehende Erscheinung sehen, sondern sie auch festigen, so mutz die Grundlage im billigeren Rohmaterial und vermehrter Gütererzeugung gegeben feto. K. F. D-r.

Baltische rmd russische Fragen.

England unterstützt die Rordwest-Ruffen.

(Eigener Drahtbrricht.s

Riga, 1. November.

Es wird gemeldet, daß ein Vertrag zwi­schen England «nd der nordwestrufflsch en Re- giernng abgeschlossen worden sei. England verpflichtet sich Flugzeuge und TankS an General Fudenitsch zit Kofent. Wenn Fn- doEch Petersburg «innehme, werde der nord- westniWschen Regierung ein Vorschuß von einer Milliarde Rubel gewährt. Dagegen ver-

Betriebswerkstätten des DirekriouSbez-rlS Berlin hahen keine Mehrheit für die Wieder, eiuführun« deS AkkordarbeitSfysicms gebracht. Radikale Redner verstiegen sich zu der Au- drohuna einer allgemeinen Sabotaae. falls die Regierung das Prämien- und AÄordivScur Wieder einMren werde. .

Archive der Entente Voraussetzung ist. Alles, was ht diesem Untersuchungsaus­schuß diskutiert wird, wird bis dahin lückenhaft feto und bleiben. Zu den drei Fragen sagt er, daß er Wilson ernst «enr!u.non habe. Stberi er fühN Zeugnisse des Botschafters Bernstorfsj selbst cm» um darzuttm, daß Wilson ein zau­dernder Zug anhastete. DaS Friedensangebot der deutschen Regierung war ein Versuch, zu den feindlichen Völkern selbst vorzudringen und durch diese Völler zum Frieden zu kom­men. Die Friedensbedingungen hätten auS taktischen Gründen ntcht mitgeteilt wer­den können. Den U-Bootkrieg habe die. Oberste Heeresleitung (Hindenburg, Ludendorfs und Tirprtzs unbedingt verlangt und ihn als

breimat! die Möglichkeit bot, ferne Politik, gestutzt auf bte M^chett deS Parlaments, gegen, allen Kamps von anderer Seite her zu verfol-

Sie Betkehrr-kkMrSnkung.

Bersonrun« mit Kartoffel« und Sohle«.

(Privat-Trlegramm.1

Berlin. L November.

Die letzte Sitzung deS Reichskabinetts hat sich, wie verlautet, mit der Frage bet äußer­ste« Einschränkung deS Personenver- kehrs auf den Reichseisenbahnen be­schäftigt. Die Einschrüukuna sei ««bedingt er» forderlich Um zunächst einmal die Versorgung der Bevölkerung mit Sart»ffel« und HauSbrandkuhle« stchetMstellen. Man erwart-» tv-4 vabtogeb-u^ ^«fchlk^- p-H Kabinetts butt 18 in allernächster Zeit in Mrksamkeit treten werden.

bitten Staat anMerkennen. Autzerdern ver- pflichtet sich die nordwestruMche Regierung, nicht ht Sibirien einzugreifen. General Rieffcl erMrte einem Interviewer: Don Berlin müß­ten fofvet feste und bündige Erklärungen und entsprechend« Daten kommen. Wenn et sie nicht tot Guten «chatte, werde er Gewalt «iwenden (Es isi unUar. woraus sich diese Aeuß erung. ziehen Soll. Die Red.) Eit«« Telegram« auS HÄstngfors zufolge ist der franz ösifche Ge- «etkS Mangin dort angekommen, nm die Leitung der alliierten Mission « de« balti­sche» Prvvinzm zu übernehmen.

Aus der ArdetteBeÄegMg.

Note Streikabsichten in Berlin.

Berlin. 1. November. (Pridat-Telegramm.) Der Rote Vollzugsrat fordert die FunltionLre der großberlrner Fabriken und Betriebe auf, neue Abstimmungen über die Prolümtie- runa des Generalstrells in Berlin als Shmpa- rbtestteil für bte feiernden Metallarbeiter in den ersten Tage« tamotenber Woche vorzunchme«.

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Abstinnmmg gegen Akkordarbeit.

DerN«. 1 Novenrber. (Prkvat-Telognmtm.) Die Avstirrrmung ber Eiseubahner to den

Die amerikanische Delegation.

Washington, 1. November. (Eigene Drahi- meldung.) Es versautet hatt-amalich, daß die Regierung beschlossen habe, bte KorHerenzdÄe- gaftvn aus PaviS MrückzuberuftU. Die nioch z« erledigenden Geschäfte, die hauptsächlich das Adri erprob kern Tittonis betreffen Pollen 6t WaMngto« beendet werden.

Sie Mrung in Maß-Lothringen.

Französische militärische Verstärkung.

(Privat-Teleatamm.l

Straßburg, 1. November.

Die Unzufriedenheit unter der elsässischen Ärbefterschaft hat nicht «achgekafsin. Die Teuerung führte in mehreren lothringischen Fabrikstäten zu feindseligen Kundgebungen. Am Montag wurde in Arbeiterversammlungen in Metz und in Diedenhofen in Reso- htfremen die sofortige Abschaffung des Mlitür- regimeS gefordert. Fn Elsaß und in Lothrin­gen wurde tonerhalb von zwei Wochen die fran­zösische Garnison um zehntausend Ttamt verstärkt. Die Brückenhesatzungen am Rhein sind eheüfalls verstärkt worden.

Wird Clemeneea» dersbhnlichf

Straßburg, L November. (Privattelegramm.i Die Sttatzburger bürgerlichen Zeitungen berich­ten, daß dis Rede Tlemenceaus am 4. November in Straßburg seine letzte politische Rede sein werde. Man sei tot Elsaß auf ihren Inhalt außerordentlich gespannt. We Zeitun­gen wollen wissen, daß Clemencea» Deutsch­land gegenüber einen mehr versöhn- l ich en Tau anschlagen werde.

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Roch fein Friedenrzustand.

Berschisbung der Inkraftsetzung des Vertrages. (Eigener Docchtberrcht.)

Genf, L November.

Die Humanitö meldet: Di« Inkraftsetzung des Friedens mit Deutschland soll bis zur An­nahme des Fni^edenSverttages im amEkani- schsn Senat verschoben weiden. Das ist auf tfifett vinsttomtigen Bsschluß aller MRsrte-1 Mächte zurüchuGhren. Di« Ferien des Obersten Rates fällen während der Wahlen ftr Frankreich und Italien angesetzt werden. W« PrvKamaÄion deS endgMigen Friedens wurde auf den 11. November bestimm!. Die ProWamatton des Vollzugsausschusses würde sich aber bis Ende November htoziohen.

Snterfuchmgsausfchuß

Die Bentehuurng von Bechmann-Hollwegs. (Eigener Drahtbericht.)

Berlin. 1. NÄveMber.

Des deutschen Reiches früherer Kanzler, von Bethmanu-Hollweg, der Führer der deutschen Politik während zwei Dritteln des Krieges steht vor den Schranken des parlamentarischen UirtersuchungSgerichttS! Auf dem gleichen Mann, dessen Worte Millionen «nd Abermillio. neu im Iw- und AuSlande Jahr« hindurch hör- ttn, haften jetzt die Blicke der ganzen Welt. Ex soll nun. nachdem er die ungeheuerlichste Verantwortung aus sich nehmen mußte, die je em Staatsmann zu tragen hatte, Rechenschaft über feine Amtsführung geben! Mit Bethmanm- tollweg fteht die ganze Reichsleittmg der riegsjahre vor Gericht! ... Außer ihm waren gestern alle diejenigen Persönlichreiten zugegen, die unter Bcthmanns Kanzlerschaft in leitender amtlicher Stelle tätig waren: Man sieht da den einst schier allmächtigen Kcchinettschef des Kaisers, Herrn von Wahnschasfe, sodann den ehemaligen StaatssekreWr des Aeußeren, Zimmermann, ferner den ehemaligen Vizekanzler Dr. Helfferich. Auch verschie- bene andere einst ragende Persönlichkeiten aus den obersten Reichsbehörden sind zur Stelle. Bei diesen Männern hat auch der in düsterem Zivil erschienene frühere Staatssekretär der Marine, Herr von Eapelle, Platz genom­men. Hinter diese« Plätzen ist ein weiterer Tisch ausgestellt, der für bte Vertrete- fremder Missionen Vorbehalten ist. Mr di« Presse ist xteSnitl, dank den ener,xschen Protrsten in bet BeffenMchkrit, vortrefflich gesorgt. Fünfzehn Tische mit je sechs Plätzen sind für die zuge­lassenen Pressevertreter reserviert. Eine, an der östlichen Stirnsette des Saales sich entlang ziehende Rampe trennt die Zuhörer vom eigent­lichen VerhandlungSraum. Unter vielen Lorg- nette-Hewaffneten Damen, die nur Schaube, gierde und Sensationslust hierhin getrieben hach sieht man auch manche ehedem bekannte «nd Mrende Persönlichkeit.

Der Vorsitzende, Mg. Warm«1H, wendet sich dann zu Herrn von Veihmann. Nur drei Kernfragen müsse er behandeln: Erstens aus welchen Gründen dar Friedensangebot vom 19. Dezember 1916 erfolgt sei, trotzdem ein Feie- densschritt WilsonS in der Schwebe war; zweitens: aus wekchen Gründen Wilson bte FriedenSbediugungen weder öffentlich noch verttaulich mitgeteilt worden sind: drittens: aus welchen Gründen die politische ReichSlei- tung die FAedensaktion nicht weitergeführt hat. weshalb sie vielmehr zum U-Bootkrieg Wer-,

Nachdem von Bethmann vor dem Dor- sitzenden, dem deukschnationalen Abgeordneten' Warmuth, den Eid abgelegt hatte, liest er mit sorgfältiger Betonung sein Manuskript ab. Un­ter größter Spannung entrollt er zwei Stunden lang ein umfassendes Bild von der politischen > Lage der damaligen Zeit. Dabei betonte er mitt Recht, daß für di« Gewinnung eines einwand-

Weitere Teuerung.

Preiserhöhung trotz besserer Wirtschaftslage.

Es besieht ein scheinbarer Widerspruch in unserem Wirtschaftsleben. MnMerreden und Handelsberichte, besonders auch bte Werbe­schriften der Leipziger und der Frankfurter iütefje erklären, daß der Wiederbeginn eines Aufstieges in Gewerbe und Indu­strie wahrnehmbar fei. Es werden neue Auf­träge erteilt, nicht nur vom Inland, sondern ebenso vom Auslände kommen wieder Bestel- limtgen, die für die näMten Monate Beschäfti- ngeben. Dor einigen Tagen berichtete auch orstand des Hessischen Bankvereins A.-G., Kassel, to seiner Aufsichtsratssttzun^ daß die Nachfrage nach Krediten seitens Handel und Industrie sich bereits sehr bemerkbar gemacht habe. Will man für diese Angaben eine Bestä­tigung haben, so braucht man nur daraus KU achten, daß die Ausstände allgemein to den letzten Wochen nachgelassen haben. Eine Be­lebung der AvbeiMusi ist also wieder etogette» tat, nachdem ungefähr alle 'Industriezweige ein­mal vom Streiksieber geschüttelt worden sind. Doch ist kein Anlaß zum Frohlocken vorhanden, als ob alle Gefahr überstmtden sei. Es können noch kräftige Rückschläge kommen, wenn nicht mit Besonnenheit und Planmäßigkeit mit den vorläufig noch schwachen Kräften hausgehalten wird. Vorsicht ist einerseits bei der Kalkulation der Unkosten und andererfettS bei der Speku­lation im Materialien-Einkauf geboten. Es scheint ja gegenwärtig kein Risiko zu sein, wenn ein Unternehmen soviel wie möglich Ma­terialien auf Lager legt, weil es mit einem toei« .er-n Anziehen be P eise cch.:-t, ab r babti ist auch zu bedenken, daß durch Spekulations­käufe die Preise mit hochgetrieben werden. Selbe Teuerung erschwert dem Handel bas Ge­schäft und fällt dem Verbraucher schließlich zur Last. Die allgemeine Lage entwickelt sich jetzt so, daß trotz der wirtschaftlichen Besserung eine Steigerung der Preise erfolgt. Das ist, wie gesagt, nur ein scheinbarer Widerspruch, denn bte Preissteigerung ist ein« Folge der großen Nachfrage, die zugleich die Grundlage für bte wirtschaftliche Besserung bildet.

Eine große Sorge ist MerdingS dem Ver­braucher durch diese Teuerung auferlegt, besonders infolge des raschen Emporfchnellens der Preise. Wir wollen heute einmal ein Bei­spiel auS einem gewerblichen Gebiet anWhren. DieVereinigung deutscher MöbeliUdustrieller' hat kürzlich an daS Kriegswucheramt in Dres­den ein Gutachten erstattet, in dem sie sich über die voraussichtliche künftige Gestattung der Möbelpreise äußert. Danach ist an eine Ver­billigung der Preise in der Holzindustrie vor- läufig nicht zu denken. Alle Anzeichen sprechen tot Gegenteil dafür, daß aus absehbare Zett hinaus Möbel noch teurer werden als jetzt. Tas wird einmal mit den sich stets erhöhenden Arbeitslöhnen begründet, dann mit dem Steigen bei Holzpreise. Zum Beispiel werden für Eichenholz, das im Frühjahr 150 Mark der Kubikmeter kostete, jetzt 850 Mark und für ausgesuchte Ware tausend Mark gezahlt. DaS Gutachten be.rtritt die Ansicht, daß die Holzpreise sicher noch weiter steigen werden, weil die HaupterzeugungSgebiets Ostpreußen, Danzig, Thorn, Bromberg durch de« Friedens­vertrug ganz oder teilweise verloren gehen kön­nen und Elfaß-Lothrmgen. gleichfalls eine HÄh- quelle, bestimmt verloren geht. Die Eifel, auS der Deutschland früher so viel gutes Holz be­zog; bleibt besetzt, also für den deutschen Markt verschlossen. Ein weiteres großes Gebiet, das «ns Holz lieferte, Oesterreich, ist auch nicht mehr frei, da namenüich die Tschecho^Slowokei auS- Mtt. Dazu kommt noch, daß voraussichtlich große Bestände an Holz an die Feinde abge- liefert werden müssen. Der preußische FtSkus hat bereits erklärt, daß er alle Anregungen we­gen Einführung von Richtpreisen für Holz ab- schlägig bescheiden und auf dem verteuernden System der Auktionen bestehen müsse. Zeigt schon das grundlegende Material der Holz- tttbu'ffrte derart schlechte Aussichten, so kmnmt Wetter eine Verteuerung von Leim, Lack, Mar­mor, Glas, Metall, Polsterung usw. hinzu.

Angesichts solcher erschreckenden Feststellun­gen muß man sich doch fragen, wie wett dir Teuerung noch gehen kann. Me in der Holz­industrie, so liegen bte Verhättnffse auf den meisten anderen industriellen und gewerblichen Gebieten. Alle gemeinsam haben sie mit erhöh­ten Löhnen, verkürzter Arbeitszeit, Verteuerung des Rohmaterials, Vermehrung ber GeschäftS- itotoften, wie Steuern, Kohlen, Licht. Fuhttverk nfw., zn rechnen. Wie lang« wird aber ber Verbraucher mtt seinen Geldmitteln der Auff- wärtsdewegung folgen können? ES ist eine : schwierige Aufgabe für die DolkAvirtschaftter, besonders aber für die führenden Männer in Industrie und Geweih«, von diesem steilen Pfade einen sicheren Abstieg z« finden. Hier wäre Geleyenhett gegeben, daß auch die- 'ttttgen, die anfangs durch Forderungen zu der

vebergewicht ber «Nitä-rfchrm Leitung ja gewollt! MS er daS sagt, schlägt et die 'LärrM attt Ättcrl vor - Gr-