Einzelbild herunterladen
 

toi

KaffeLer Abendzeitung

Dt« tat! ein Seuei ra »actrtcttai «rfd, toten n>ö<teetlttt fed)<atai «mb itocr eben»». Der Lbmmemen»«pr«Ik beträgt monatl, t-Lv Marl bet tretet Rufußun» in« Hau» Bestellungen werbe« ebene': een der VelthStrestelle ober. den Boren entcegnternomtnen. Trnderet, tterlap und Kebaltien<tlod.t6offrrabf 28/30. UI uneerlangt etngetanbte Beitrüge kann dte HebQltion ein« L erunlivertung oder Leivützr tu letnem »all« übernehmen iliüüzadlung de» 8e»ne*pelbe» oder SlnwrüU« wegen elwatpernitbt ornnnngSmähtaer UUietunfl ee*getd>loffeii.

Hessische Abendzeitung

3wfertten»pretfe Die 'iebeageinottete geil» kür etnhetmtsche Setchüft» 30 VTg, tot «M. württae «ureigen 36 Bk. ReNamezetie kür einheimische »eschäkt« ?6 Pf, für auswärtige Lefchäfte 1 Ml., einfache Beilage» werden mit 3 Mark oro Lausend berechnet, alle# 60»t, Teuerun a s.Zulchlag. BB ttebermitttunfl von Anzeigen auf ielevh- Weg« wirb für durch Hür» kehlet heroorgerufene Irrtümer tetnerlet Haftung übernommen. Jrür Die Lufnahtne nonLuzeige» an bemannten Tagen oder Plagen wirs keine Gewahr geleistet. Geschüktskiellet 'kölnische Str. 5.

Nummer 269.

Fernsprecher 951 und 952

Sonntag, 19. Oktober 1919.

Fernsprecher 951 und 952.

9. Jahrgang.

Set Miar-en-Zuschutz für Lebensmittel.

Ursache» und Folgen.

Die Untersuchung der Kricgsvorzänge.

.Der Ausschuß der .Nationalversammlung, »er die parlamentarische Untersuchung der kriegsvorgänge durch pi führ en Hai. unterbrei­tete dem Plenum der Nationalversammlung einen Bericht, aus dem sich bemerkenswerte Nichtlinien über die Ausgaben, dir stoffliche Gliederung der Arbeit und den Ar­beitsplan des U ntersuchun gSau sschuss es er­geben. Die Aufgaben des Ausschusses wer­den dahin gekennzeichnet, daß es nicht darauf onkommen kann, eine wissenschaftliche Unter­suchung aller Geschehnisse vor und während des Krieges herbeizuführen. Die HaupttLtigkeit und der Hauptzweck der Untersuchungen sollen sich aus die Stellung und Beantwortung ganz be­stimmter Fragen beschränken. Mittels dieser Fragen soll versucht werden, den ursäch­lichen Zusammenhang all der Dinge, die zum Krieg« und seinem Verlust geführt haben, mög­lichst erschöpfend darzustellen. Was die stoff­liche Gliederung der Arbeit angeht, so soll nach folgenden Punkten verfahren werden: zunächst Aufklärung der Vorgänge, die dm Juki 1914 als Folge des Mordes in Serajewo den Ausdeuch des Krieges veranlaßt haben. Zum zweiten sollen sämtliche Möglichkeiten aus ge­stört werden, die zu Fried ensbesp rechn n- gen mit den Gegmrn hätten führen können. Man wird dabei des weiteren zu untersuchen haben, warum solche Dköglichkeiten te'ls nicht zustande gekommen teils gescheitert sind. Ins­besondere kommen dafür folgende Behauptun­gen in Betracht: zunächst der angebliche eng­lische Friedenssühler Grws im Frühjahr 1917, sodann die verschiedenen Vermittlungsaktionen Wilsons, die angebft »r von Heifferi-ch behaup­tete Frkedensmöalschseit im FrsthiaHr 1957, die päpstliche Vermittlungsaktion und ihre Folgen cm Sommer 1917, die. Möglichkeit eines Sepa­ratfriedens mit Rußland unter dem Zaren und Kerenski. Weiter sollen untersucht werden die angebliche Mission des Schweizerischen Bot­schafters Sulza im Einveemelnnen mit Wilson im Frühjahr 1918. die FriedenSbesprechung des Grafen Törriug im Sommer 1918 und die Be- Handlung deS kaiserlichen Friedensangebots Sude 1916, der Friedensresolution des Reichs­tags 1917 und anderer etwa von einzelnen Ne- rierungsstellen ausgegangenen Anregungen dre­ier Art

Einen dritten Haupt teil der Arbeit soll die Aufklärung über kriegerische Maßnah­men entnehmen die völkerrechtlich verboten wa­ren oder doch unverhältnismäß g grausam oder hart waren. Dabei würde es sich nicht nur um Vorwürfe handeln, die das Ausland uns gegen­über wucht, sondern auch um Anklagen, die wir gegenüber den Feinden zu erhoben haben. Auf diesem weiten Gebiete werden namentl-ch folgende Fragen in Betracht kommen: Oie Ver­wendung giftiger Gase, der Abtransport von Zivilpersonen feindlicher Länder zur ZwaNas- «rbeit. die Wirkung der Blockade auf di« Er­nährung der Bevölkerung und ihre Sterblich­keit, die Behandlung der Kriegsgefangenen, die Stellung der deutschen politischen und militäri­schen Behörden zu den Voraängen in Arme­nien und vor allem die militäris-beu Zerstö- cungsmaßnahmen in Nordfrankreich. ' Zum vierten Hauptteil der Arbeit wird di« Aufklä­rung üb«r die wirtschaftlichen Kriegs- maßnahmen an der Front und im besetzten Ge­biet genommen, die völkerrechtswidrig waren oder deren Durchführung für die betroffene Be­völkerung mit unverhältnismötziger Härte ver­bunden war, ohne daß ein besonderer wirt­schaftlicher oder militärischer Nutzen dabei her­auskam. Auch hier wird sich die Untersuchung auf aIle kriegführenden Länder xu erstrecken haben.

Die Nationalversammlung hat weiter einen Arbeitsplan für diese Untersuchungen auf­gestellt. Danach soll das Arbeitsverfahren fol­gende Gliederungen annehmen: Zunächst die Arbeitsüberweisung, und zwar in der Art, daß entsprechend den vier oben bezeichneten Frage- gebieten auch vier Unterausschüsse gebildet wer­den. Die Rationalversammlung hat sich denn auch schlüssig gemach», diese vier Unterausschüsse in folgender Gestalt zu bilden: Einmal siur die Vorgeschichte des Krieges, sodann für die Frie­densmöglichkeiten. ferner für unzuWfsige mili­tärische Maßnahmen and zuletzt für unzulässige wrrtschaftliche Maßnahmen. Zum zweiten wird das Arbeitsverfahren die Voruntersuchung, zum dritten das Haupwer fahren und zum vier­ten die Abfassung des Berichtes in sich ein­schließen. Für Vornntersuchungs- und Haupt­verfahren können Beweise durch Zeugenverneh­mungen erhoben werden. Nach dem Antrag des Ausschusses, den die Nationalbersau.mlung in der Sitzung vom Donnerstag angenommen hat, soll die Regierung veranlasien, daß sämt­liche von den Untersuchungsausschüssen zu ver­nehmenden Beamten von der Pflicht zur Amts­verschwiegenheit entl mrden werden. Mit dieser Ordnung der Dinar kommt mar ein« her wich­

tigsten Angelegenheiten, die das politische In- teresie des ganzen deutschen Volkes in höch­stem Maße in Anspruch zu nehmen geeignet ist, in Fluß. Wir möchten aufrichtig wünschen, daß die von uns allen für erforderlich gehaltene Klärung in den Formen und mit den Ergeb­nissen sich vollzieht, die dem Wohle der Gesamt­heit unseres Volkes zuträglich sind.

Ae 2 bensmitter-ZchwierigMen Neuer Milliarden-Zuschuß vom Reich.

(Drivat-Telearamm.)

Berlin. 18. Oktober.

In der gestriaen öffentlichen Sitzung des Reickisrates unter Vorsitz deS Ministers Dr., David wurde mitgeteilt. daß im außerordentli­chen Etat zweiundeinhalb Milliarden Mark für den Ankauf ausländischer Lebens­mittel eingestellt sind. Di« deutsch« Kar­toffelernte hat die Erwartungen nicht er­füllt. Namentlich ist der Ausfall im Osten sehr stark gewesen. Infolgedessen hat sich die Rerchsregieruug genötigt gesehen mit dem Ausland« LicferungövertrS« abzuschlictzen. Es ist gelungen, Vereinbarungen mit Däne­mark und Polen über Kartoffeln zu treffen.

Amerikaner raten uns zur Arbeit.

Frankfurt a. M.. 18. Oktober. (Eigene Trahtmeldung.) Amerikanische Beso.tzungsoffi- ziere geben bekannt, daß die Lebensmittel, b!e aus den amerikanischen Armecbeständm der deutschen Bevölkerung zugewiesin wurden, aufgebraucht sind und aus Amerika nicht mrbr ergänzt werden können Die L> bns- m.ttelangeböte Amerckas fc.cn von de: deut­schen Verwaltung nicht angenommen Word n. Der einzige Wen für das deutsch« Volk, so heißt «s in der Bekanntmachung. Lebensmittel und Kohlen ohne di« uuaehenere Berten eriing zu erhalten, sei, di« nötigen Lebensmittel s 11 b ft ,u erzeugen oder durch fleißigcAr. beit Werte zu fiiMtffen, die den Stand der deut­schen Valuta im Ausland heben.

FrredensvrMWNr-dGZtterÄMd.

Verzögerung der Inkraftsetzung.

(Eigene Drahtmeldung.)

Basel. 18. Oktober.

Aus Paris wird berichtet: In diplomatischen Kreisen glaubt man, daß der Friedensvertrag nicht vor Ablauf von vierzehn Togen in Kraft tritt. Man radelt das Verhaften der Staatskanzleien, die noch gar nichts getan hät­ten. um alle Maßnahmen die beim Inkrafttre­ten zu treffen sind, vorznb ereilen. DerHe­rold" meldet aus Washington: Die O p- Position brachte eine Reihe neuer Anträge zum Friedensvertrag ein. die kommende Worte zur Beratung kommen. Die Opposition scheint entschlossen .zu passiver Obstruktion gegen die Erledigung des Friedeusvertragez im Senat.

setzt war. erklärte, sortfallen, sobald die Heizer und Maschinisten die Arbeit ht den lebensnot­wendigen Betrieben wieder aufnehmen. Zu gleicher Zeit wird dann die technische Nvthilfe zurückgezogen. Die Nothilfe hält gegenwärtig den Betrieb in den Elektrizitätswerken CHar - lotteuburg, Moabit und Lichten­berg aufrecht. Um auch ht Bitter feld, von wc aus der Strom nach Berlin abgesperrt wurde oie Elektrizitätslieferunq Wieder zu re­geln, sind gestern abend 230 Maust der Nothilfe nach dorr geschickt worden. Außerdem ist ein starkes ReickSwehrkommando zur Sicherung der Werke und Leitungen dorthin abgcgangen. Der Betrieb der großen Berliner Straßenbahn hat in den östlichen und südlichen Stadtteilen erheb- lich unter vem Strommangel zu leiden. Die städtisch en Arbeiter haben sich bereit erklärt, die Arbeit wieder auszunehmen ebenso wie die städtischen Bureauhilfsarbeiter ihre Tätigkeit heut« früh wieder beginnen. Fn einer Sitzung der Metallindustriellen wurden die bisherigen Lohnanssälle für di« streikenden Metallarbeiter auf 80 Millionen angegeben.

Kommunistische Agitation.

Berlin, 18. Oktober. (Privattelegramm.) Flugblätter der Kommunisten werden unter den Reicks- und Staatsbeamten verteilt, in denen die Beamten kategorisch aufgefordert werden, sick der Generalstreikbcwegung anzu- schkießen Die Flugblätter werdm selbst in den staatlichen GebLüdm zur Verteilung gebracht. Den Beamten wird im Falle der Weigerung mit Gvwaltmaßnahmeu gedroht.

Tie BerwdMrWen fm MMlnm.

Schäden infolge der Ostseesperre.

(Privat-Telearamm.)

Berlin. 18., Oktober.

Die Ostseeblockade macht sich nach den von den deutschen Ostseehäfen «inlautenden Nachrick tat außerordentlich störend und nachteilig be­merkbar. Auch die Küstenschiffahrt und die Fiscl;erei sind fast völlig lahmgelegt. Nur wringe Schiffe konnten die Ostsee ungehindert passieren. Ein während der Bekanntmachung der Ver­hängung der Ostseeblockade unterwegs befind­licher Schleppzug wurde, rote der Teleara- pheu-Union berichtet wird in dem Danzizer Hafen von den Engländern aufgebracht und nach Rewal geführt. Tie Notc der En­tente, in der die Schweiz mit den anderen Neistralen gebeten wird. sickderBlocladege- gen Sowjetrußland anzuschließen, ist -m Bun­deshause einfietroffen. Der Bundesrat hat aber bisher Stellung zu der Sache noch nicht genom­men. Da dir Schweiz keinerlei Beziehungen mit Svwjetrutzland unterhält tritt die Frage prak­tisch in den Hintergrund Tie italienische Botschaft in Madrid hat dem spanischen Aus­wärtigen Amt mitgeteilt, daß sich Italien an der neu au gedrohten Blockade gegen Deutsch­land nicht beteiligen werde.

Die Völkerbund-KomS d e

Basel. 18 Oktober. (Eigener Draprbe richt.) Di« Baseler Nationalzeitung meldet aus Lon­don: Für die nächste Tagung des Völkerbundes liegen bereits von englischer Seite definitive Anträge vor. Einer tautet dahin, daß alle dem Bunde angehörenden Nationen den T i - fei ..Kriegsminister" abznsckaffen haben. Man spricht auch von einem französi­schen Antrag, einen besonderen Völker- bund-Orden zu schaffen, der für besondere humanitäre Verdienste verliehen werden soll.

Berliner Arbeiterbewegung.

Teilweise Wiederaufnahme der Arbeit.

(Privat-Telcgramm.)

Berlin. 18. Oktober.

Die tat ReichSarbcitsministerimn festgesetzte Berhandlungsgrundlage ist sowohl vom Verband der Meiallindustriellen als auch vom Metallarbeiterverband innerhalb der ge­stellten Frist angenommen worden. Das Schiedsgericht, das im beiderseitigen Einver­ständnis di« endgültige Regelung »er Frage vorzunehmen hat. wird noch apt Sonnabend .'heute) im Reicbsarbeitsministeri' m zwrnmen- gesetzt. Findel eine Einigung reiset ftar so ent­scheidet das Schiedsgericht für beide Parteien endgültig. Im Laufe der letzten 24 Stunden ist der S treff abg«flaut. Di« Verordnung des Oberkommandos Noske. die auf Grund des Be­lagerungszustandes die Stillegung leben s- wicktiger Betriebe durch Streiks verbietet, sdll. wie der R eichSwehrmiuister einer Kommission, die ans Vertretern der Fünfzehnerkon.mipsion und der K«wrrksib<iftS*oniwMi« nrif*irmetto>

Weiterer Druck der Alliierten.

Genf 18 Oktober. (Eigene Drahtmeldung.) Im französischen Kammer ausschuß für AuSwa-r- OgeZ sprach Pickou am Donnerstag über die Battikumnoke der Alliierten an Deutsch­land. Pichon stellte fest, daß Deutschland auch den neuen Forderungen bisher Nicht nachgekom- men sei und daß die Alliierten die w eite - ren Maßnahmen gegen Deutsch­land sich Vorbehalten müßten.

*

Abtransport der de« scheu Truppen.

Berlin. 18. Oktober. (Privattelegramm) Der Abtransport der deitzschen Truppen aus dem Baltikum gehtnach den einlaufenden Nach­richten wegen der Wßeu BerkehrSschroie- rigleiten nur ngfam vor sich Es ist nicht beabsichtigt, Vie zunsickkehrenden Truppen in Ostpreußen einzuquartieren. Sie sollen viel mehr in das Innere Deutschlands befördert Und dann verteilt werden.

9

Fortsetzung der Kampfe.

Rotterdam. 18. Oktober. (Eigene Drcchr- meldung.) TieTimes" melden: In Riga find Truppendetachements der alliierten Schiffe eingetroffen. Di« Deutschen und Russen sind auS den Vorstädten Rigas zurückgetrisbev Daily Mail" meldet. Kronstadt liege feit vier Tagen unter dem Geschütz feuer der Alliier­ten. Einer Meldung aus Helfingsors zufolge soll Kronstadt gesalleu fein. Die Be­satzung habe kapituliert. Die Meldung spricht ttrawn. datz Jud. aitsch fr Petersburg einrückte.

Ratlonalversammlmkg.

Woskes Kampf gegen die Streichetzer.

(Telegraphischer Bericht.)

Berlin. 18. Oktober.

bestraft werden. Auch werden die. die zull Streik aufwiegeln, mit gröpter schleunigung hinter Schloß und Riegel gesetzt werden Ich werde Leben und Gesundheit w vieler Tausender zu schützen wissen. Gewalt­taten sind von der Regierung l^diMch av§c- wehrt worden. (Beifall. Lärm bei den U S.). Daran wind die Regierung unter allen U'.nstan- ben festhalten. Jeder Versuch, eines Tages einen Umsturz in Ihrem Sinne (zu den U. »S.) zu machen, wird entschieden« Gegners:st finden. Das Koalitionsreckt der Arbeiter wird von uns nicht angeta-stet, aber in Berlin han­delt es sich darum, daß versucht wird, Hundert- taufende von Arbeitern in den ©tret! ?tt treiben, die weder Streik- noch ArbertS- losenimterstütnmg zu erwarten haben. Zu leiden darunter haben die Arbeiter und atmen ^«ufeft Don diesem Druck befreit zu werden danach lechzen viele, und Wir werden lk-nen helfen. Ich habe dem Berliner Magistrat befohlen, Large zu tragen, daß die Betriebe in Gang gebracht werden. Der von mir geleitete Apparat der Notbilfe verspricht solche Lefftnngen, daß der Berliner DevöVeruug schwere Schäden m ihrer Eriftenz erspart bleiben dürsten. (Leb­hafter Beifall. Lärm bei den U S.). Ans euwu Zwischennrs deS Unabhänaigen Geher erM^ Noske: Nachdem Herr Gever v-nn Bürgermeistrr 100000 Marl erpreßt batte, schwand er. sobald die ^rpp«l s^iruckwL (Lärm bei den U S.). -^^h weifrven weise sehr erregten JuSetnanderfetzttM^ schließt dieser Teil brr Fu^racke. - Mm Re'be von Titeln bes Haushalts werd »hue erhebliche Debatte aogeiiommen. M>g. Kn- n e r t lU. S.) begründet den Antrag Aon« und Gen. (U. S.) auf Soqial'sierum?

wesens. Minifker K ock: Di« Materie kaunnm bin cf) langsame Entwicklung gebe fleR werden Die Vorsorge gegen Tuberkulose und artbe« Krankheiten liegt schon in den H-aEn des Staates Di« Uebernahme der Apordeken ans Pribarbesitz M tat K ommunalisi enrngSaesetz d» rertS vorgesehen. ES folgt der Haushalt bei ReichsarbeitSiurnisternnns. Nächste Sttzmv Sonnabend. Fortsetzung.

Preußens Landesversammlung, Beratung über Gestüte und Domäne«.

(Telegraphischer Bericht.)

Serftit. 18. Oktober.

Bei der HauKhaktSberarung über Gesiüfr wurden in der gestrigen Sitzung auch die l®teibe«ettxea bcfcnxfeea. Suf etae Bc-

Aus den Anfragen, die vor Eintritt ht dst Tagesordnung der gestrigen Sitzung erledig wurden, ist hervorzuheden: Ans eine Frage dez Abg. Frau Pfült (Sr>z.) wird erklärt, daß eine vom bayerischen Landtag qenosftve Ba stmrmung, wonach Lehrerin's en mit ihres Verheiratung aus dem Schuld« n-st auszuschei. bei: haben, der Vcrfasiunq widerspricht. Zm Abstellung des Holzwuchers soll bei Holwerkaus und ber Holzaukaul organisier werden. Die Ernennung eines besonderen Kam. miffars werde erwogen. Es folgt di« Fort setzung der zweiten Beratung des Haushalts des Reichsmini st eriumS des In< n e r it. Abg. Frau Zieh (U. S.): Di« Redt des Ministers Koch war eine scharfe Kampf ansage gegen uns. Der IUgendwohlfahrtsi pflege der Regierung bringen wir das größh Mißtrauen entgegen. Es soll eine Verein, barung bestehen. Unabhängige im Staatsdienf nicht zu verwenden Minister Noske behauptete es gäbe nur noch zw etandzwanzig Schutzhäftz linge. Ich behaupte, das ist ein« Unwahrl>ett. Di« Berzweistung treibt die Schutzhäftlrngi zum Hungerstreik. Die mAitärische Polizei, tnchpe widerspricht dem FriedenSvertrag. Abg. Dr Mumm (Deutscknatft) kommt auf die . Anfrage ber Frau Abg. PsM zurück wegen der MllenserTärung der Erzieher bei der Teil­nahme am Religionsunterricht. Der Religions- unterridrt ist ein ordentlicher Gegenstand des Unterrichts. Eine ausdrückliche Erklärung der Erzieher kann nur dann verlangt rogsben. wenn die Teilnahme am ReKgionSunterrM nicht et- wünlcht ist. Minister Koch: Wir wünschen, daß ber klare Wille der Eltern fest- gestellt wird. Arbeiterräte, d« sick an die Stelle der Regierung setzen wollen, müssen ver sckwi ud en. Meine Rede war ferne Kampfes an sage gegen die Arbeiter. Mini­ster Noske: In den Berliner Kranken- Häusern kann heute nicht operiert w«. den, weil brr Genoffen der Frau Zieh bie Kraft- werke lahmlegen. Ich hoffe, die Kraftwerk« in Gang zu bringen, auch das Bitterfelder. Wer weiter den Versuch macht, lebenswichtige B» triebe zu stören, wird mit

Gefängnis bis zu einem Jahr