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Nummer 265. Fernsprecher 951 und 952. Mittwoch, 15. Oktober 1919. Fernsprecher 951 und SSL. 9. Jahrgang.
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Ser Znedensvertrag ist rechtsgültig geworden.
Sftfee und Riga-Front.
Die neue» Kämpft im Osten.
,SS ist der Fluch der bösen Tat .. .*. Tieft- Wort hat wohl selten so ernst« Bedeutung I gehabt und so grausam« Wahrheit gesprochen wie in der gegenwärtigen Zeit. Der aus Bosheit der Fernve uns ausgezwungene Krieg, ein riesenhaftes Spiel der Gewalten, Hai die Verdrängung des Rechtes zur Folge gehabt, unb mit dem einseitigen Friedensvertrag ist schtieß- lich auch alle Vernunft und Menschlichkeit unterdrückt worden. Es ist daher nur natürlich, daß der Vertrag, da er aus Unrecht ausgebaut ist. keine Autorität besitzt, daß selbst die Staaten, die ihn mit unterzeichnet haben, seine Artikel nicht beachten. Daß die deutsch« Regierung seine Bedingungen dem Zwang gehorchend, erfüllen muß, ist em Hftbot vorläufiger politischer Notwendigkeit, wobei di« Möglichkeit der Abänderung immer im Auge zu behalten ist. Wenn aber in den alliierten Ländern selbst so scharfe Kritik an deut Vertrag geübt wird, wie es in jenen Parlamenten, besonders jetzt wieder in Amerika, Frankreich und Italien, ge- schehen ist, dann frostet dieses widernatürliche Gebilde nur ein kümmerliches Dasein. Aus dem Mangel an Autorität und Gerechtigkeit sind auch die jüngsten Unruhen zu erklären, die im südlichen Europa an der Adria und im nördlichen Europa in den baltischen Provinzen entstanden sind. Die adriatische Frage verlauft im Sande, das heißt, Italien behält die — gegen den Willen der Alliierten — eroberten Gebiete, well das direkte Interesse der Westmächte verhältnismäßig gering ist. Die baltische Frage aber veranlaßt einen der Alliierten, England, tätlich einzugreifen, weil die dort gesponnenen britischen Fäden zu zerreiß«,!
WaS jetzt an der Düna-Front und um Riga herum vorgeht, hat zunächst rein innerstaatliche Bedeutung. Die westrussische Armee in Kurland unter Führung des Oberst Awalow-Bermondt bezweckt die Wiederaufrichtung Rußlands in großrussischem Sinne, zwar nicht mit dem alten panslawistischen Programm, da- ja von Natur aus vollständig unmöglich ist, aber doch im Sinne eines geordneten Staats- Wesens, das wieder nach nationalem Zusammenschluß strebt. Der Weg zu diesem Ziele muß zum Kampfe mit den jetzt herrschenden Bolschewisten führen. In den gegenwärtigen Kämpfen vor Riga sehen wir bereits das Aufeinanderprallen dieser westrussischen Armee mit den Bolschewisten. Di« Haltung der Letten, in deren Gebiet diese Kämpfe sich abfpielen, ist geteilt. Es gibt zahlreiche Letten, die auf der Seite der Bolschewisten kämpfen, aber die lettischen Bauern schließen sich den Bermondt- schen Bestrebungen an. weil sich einem wieder- hergestellten Großrutzland gegenüber di« volle Selbständigkeit der kleinen Randstaaten doch nicht bHaupten ließe. Ueber den Erfolg dieser qeu austretenden westrussischen Armee laßt sich nichts sagen, aber ihr Unternehmen ist keineswegs alö nebensächlich zu behandeln. Die Bedeutung der Lage haben auch die Alliierten bereits erkannt. Die Briten fürchten eine Durch- lreuzung ihrer Pläne, und die Franzosen sind wegen neuer Gefahren besorgt.
'Wenn der Kamps gegen die Bolschewisten, die die Vernichtung aller monarchischen oder kapitalistischen Regierungen erftriften, eine Wiederherstellung geordneter Verhältnisse herbeiführen würde, so könnte das eigentlich den Westmächten doch recht sein. Aber der Grund für das Eingreifen der Engländer, die mit ihren Kriegsschiffen dieOstseeabsperren, hegt tiefer. Man hat gelesen, daß aus der Seite der westruMchen Armee auch deutsche Truppen beteiligt seien. ES kann sich, wie versichert wird, nur um eine klein« Schar von Uebergetre- tenen handeln, die nach den Erklärungen der deutschen Regierung nicht mehr als deutsche Soldaten zu betrachten sind, und die ihrer Zahl nach auch keine einflußreiche Macht darsftllen. Ein englisches Telegramm von heute sagt, daß eS 28000 Mann seien, aber solche Berichte sind, da sie von englischer Seite stammen, nicht zuverlässig. Die Alliierten haben grenzenloses Mißtrauen und unbegreiflich« Furcht gegenüber allem, was deutsch heißt. So befürchten sie auch dabei eine Annäherung zwischen Deutschland und Rußland. Sie find aus diesem Grund« sogar bereit, die gegen-bolschewistisch« Front zu schwächen, nur um diese Annäherung zu verhindern. Die Folge davon war, daß di« lettischen und estnischen Regierungen, di« noch von bolschewistisch gesinnten Leuten beherrscht werden, mit den russischen Bolschewisten Frieden schloffen nnd ihr« Truppen bei Olai die westrussische Freiwilligen-Armee Ber- mondlS angriffen. Das russische KorpS hat bis jetzt die Gegner zurückgeworsen und hält das keckste Ufer der Düna. AuS Eigensucht. um zu zeigen, daß auch dort ohne di« Briten nichts geschehen darf, hat nun die britische Regierung Mft Austtmmun.i des Allster^nrats bie Kriegsschiffe in Bewequrrz gesetzt. Alliierte Schiffe
blockieren die Ostsee und Marinekorps sind in Riga gelandet. Die Rote der Alliierten, worin den deutschen Schiffen die Fahrt in der Ostsee verboten wird und deutsche Schiffe, die in der Ostsee befindlich angetroffen werden, mit der Beschlagnahme bedroht werden, bedeutet die Wiedererrichtung des Kriegszustandes, Durch dieses wilWrliche Vorgehen werden unser? Küsienprovinzen, die auf den friedlichen Seeverkehr angewiesen sind, wieder schwer geschädigt. Man weiß noch nicht, was aus den Vorgängen im Baltikum werden wird. Aber das Eine scheint gewiß zu fein, daß, wenn die En- tente sich in den Kamps nicht einmischte, di« Ordnung eher hergeftellt würde. Groß« Torheit ist es aber, Deutschland gar mft jenen Kämpfen in Verbindung bringen zu wollen. Diese Verdächtigung ist nichts weiter als ein künstliches Schassen von Gründen, um neue Macht- mfttel gegen Deutschland in Anwendung bringen zu können. K. F. D-r.
FriedenJderttaguvdV'ölkerbMd.
Der Widerstand in Amerika.
(Eigener Drahtbericht.)
Haag, 14. Oktober.
Londoner Meldungen zufolge scheint der amerikanische Senat die Ratifikation des Fne- densvettrageS immer mehr in die Länge zu ziehen. Der Times-Korrespondent in Washington berichtet, man rechne dort sogar mit der Möglichkeit, daß der Senat die Ratifikation überhaupt verweigere. Die allgemeine Meinung geht dahin, daß die europäischen Länder den Völkerbund zunächst ohne die Vereinigten Staaten begründen müßte.:, da der Widerstand gegen ibn dort andauernd im Wachsen begriffen sei. - Lmft einem Te!-> gramnl des »Echo de Paris* aus Washington ertlärt man dort, daß. wenn die Zusatz- anträae und Vorbehalte vom Senat angenommen würden, eine der ersten Sandlungen des Präsidenten nach seiner Gesundung dar-n bestehen würde, feine Zustimmung zum Friedensvertrag zurückzuziehen.
Frankreichs Präsident ratifiziert.
Bern. 14. Oktober. (Eigene Drahtmeldung.s Das Amtsblatt der ftauzöfifchen Republik vor« öffentlich. das Gefetz. durch das der Präsident der Republik ermächtigt wird den Frie- den^on Versailles zu ratifizieren. Er wird jedoch die Rattfikation erst vorsehen. wenn die Abschriften deS Vertrages mit den Unterschriften deS Königs Georg und des Königs Emanuel in Paris einaetroffen sind. Diese beiden Dokumente werden jeden Augenblick erwartet. Nach ihrer Niederlegung wird das of- frzielle Protokoll darüber cmfgestellt werden.
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Feindliche Aufsicht über Deutschland.
Bern. 14. Oktober. (Eigene Drahtmeldung.s Ter Oberste Rat hat eine Komm'sflon beauf- tragt, die Maßregeln zu prüfen, die nötig find, um die durch den Bertraa von Versailles vorgesehene Räumung deS den Polen zuge- sprochenen Gebietes und die Einrichtung D a n- zigS als Freistaat unter der Oberhoheit des Völkerbundes zu ermöglichen. Ferner wurde
Munition. Endlich wmde ein französischer Ober« von der Menge mit Steinen beworfen, als er die Streikenden beruhtgen wollte. Dies veranlaßte die folgenschwere Schießerei. Das französische Kriegsgericht wird eine »«zahl der Ausrührer demnächst aburteile«.
D/e Plünderungen im Saargevtet.
®t Ingbert. 14. Oktober. (Eigener Draht- bericht.^ Der Umfang der Plünderungen rm Saargebiet läßt sich erst jetzt ganz überfchen. Zn St. Ingberr wurden 12 G e s ch ä f t e m der Kaiser- und Ludwigstraße ausgeraubt, in Saarbrücken mehr als 50 Geschäfte. Außerdem wurden zahlreiche Läden in den preußischen Nachbarorten Sulzbach, Friedruhsihal und Neurrkirchen ausgeplüudert. Der Gesamtschaden der Plünderungen und Demolierungen wird auf acht bis zehn Miüwnen Mark beziffert. Etwa ein Drittel der geraubten Waren ist Wieder herbeigefchafjt. In den Gesängnis- fen sehen über 120 bisher verhaftete Plünderer ihrer Aburteilung entgegen. — Der über das Saargebiet verhängte Belagerungszustand wurde gestern aufgehoben. Die Arbeiter nahmen fast vollzählig die Arbeitwiederau f. Nach den bisherigen Feststellungen haben die Unruhen im Saargebiet mindestens sün- zebn Tote gefordert.
Sie Verwicklungen im Baltikum.
Heber getretene deutsche Truppen fPrivat-Telegramm.)
Haag, 14. Oktober.
Die London« ,,Times- melden aus Mitau: Die westpreutzische Regierung gibt offiziell den Ucberriti von SS 800 Manu (?) deutschen Truppen in die westrufsische Armee bekannt. — Der Korrespondent des Londoner „Daily Expreß" hatte in Mitau eine Unterredung mit dem Graft« von der Goltz. Dieser erklärte, er sei von der oeu scheu Regierung abberufen worden. Deutsche Truppen aber würden bleiben. Die in den baltischen Ländern bleibenden Truppen feier nicht länger als Trufiche zu betrachten und hätten mit der deutschen Regierung nichts zu tun. Die würden niemals nach Deutschland zurückkehren. Sie seien Rus. sen und nicht Deutsche. In Deutschland fei für sie keine Arbeit, keine Nahrung vorhanden. Für die Offiziere gebe es in dem flehten Heere, zu dem uns die Entente gezwungen hat, keine Stellen. Dir Leute müßten herumvagabondie- ren oder nach Amerika auswandern. Aber das könnten sie nickt. Deshalb bleiben sie in den baltischen Ländern. Sie wollen dort Land, Wohnung und A rb e i t haben. Ihre Wünsche find keinesweaS politisckier Art nnd haben mit der Wiederherstellung der deutschen Monarchie N'ckts zu tun. — Aus Mitau wird weiter berichtet, daß leittsche Truppen an den Gefangenen, darunter auch an ti6ergetretenen Deutschen, grausame Martern begehen — Aus Riga wird gemeldet, daß dortige deutsche amtliche Bemrftragte verhaftet worden find. Auch der deutsche Beauftragte in Libau mit feinem Personal ist von den Letten verhaftet worden. Die deutsche Reichseegierung hat bei der lettischen Regierung Protest eingelegt.
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Marschall Fach ermächtigt, die deutsche Regierung davon zu unterrichten, daß der Verkauf von lkriegSluftschifftnaterial an S ch w e - den nickiia sei. da er den Bestimmungen des Friedensvertrages widerspreche.
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Der Friedensvertrag ist rechtsgültig.
Zürich. 14. Oktober. (Eigener Drahtbericht.) Der „Züricher Anzeiger" meldet aus Paris: Ter Rat der Alliierten hat nach einer Havas- meldung am Sonntag die Rechtsgültigkeit d«S Friedensvertrap-s und das Ende des Kriegszustandes ausgesprochen.
Unter der Fremdherrschaft.
Angriffe der Streikenden auf die Franzosen.
(Privat-Telearamm.l
Kaiserslautern. 14. Oktober.
Zn den hier stattgefundenen Unruhen wird noch nachträglich bekannt, daß die streikenden Arbeiter tätliche Angriffe gegen ftanzö- sische Cffiyere und Soldaten unternommen haben. Ein« Rotte griff zwei französische Of-
Die Alliierten beschieße« Kronstadt.
Rotterdam, 14. Oktober. (Eigene Drahttnel- dtMg.) Die Londoner »Daily Mail" meldet: Kronstadt ist am Freitag und Sonnabend wieder von den Schiffsgeschüyen der Alliierten beschossen worden. Englische Flieger über Nordrußlano haben ftstgestellt, daß sich südlich von Petersburg eine große bolschewistische Armee konzentriert, die Petersburg gegen die an die Bahn Pleskau-Pekersburg heranrückende Nordwestarmee verteidigen soll.
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Das Vorgehen deS Alliiertenrats.
Rotterdam, 14. Oktober. (Eigene Draht« Meldung.) Die „Times" melden: Der Rat der Alliierten erörterte Maßnahmen zur Internier :ng sämtlicher in Deutschland befindlicher Bolschewiki-Russen, deren Zahl muh Angaben tu deuischen Zeitungen noch meh. als dreitausend betragen soll. Di« „Daily Diail" meldet auS Paris: Die neutralen Staaten find d'.lrch ene Rote der Alliierten ersucht worden, ihre noch bestehenden diplomatischen konsularischen Vertretungen in Sowiet-Rußland aufzubebeu.
fiziere an. schlug sie nieder, sodaß sie Berlet- zungen davon trugen. Ferner wurde ein französischer Kavallerist schwer mißhandelt. Am Marktplatz wurde während bei Aufruhrs ein« französische Feldküche am?•griffen. Die Fahrer wurden mißhandelt. Ferner bemächtigten sich
Rückzug der Bolschewisten.
Kotzenhagen, 14. O»ob«. Keahi,
mekdung.) An ber russisch«» Nordwestfront haben die Doischewicki die Stahl Vmckmrg ge, räumt. Auch ihre Stellungen W Ple^kau erscheinen SMsrch bedroht.
di« Streikend«« franzö"scher Gewehre «Sl-t
die Kinderhorte
J
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Wärmehallen
-.---»richten. Er stellte dabei dieselben Ford« rmtgen aus, die in den letzten Wintern von Hey" Kasseler Neuesten Nachrichten wiederholt vertreten worden sind: Freundliche Ausstattung der Wärmehallen mit Gelegenheft zu Spielen und KaffeeauSschank, sowie Oefftmng der Volksbibliotheken schon am Nachmittag. Wir haben im Winter mit einer großen Zahl Arbeitsloser zu rechnen, die den Schankstätteu .serngehalten werden müssen. Bürgermeistel Brunner erinnerte an den mäßigen Besuch der Wärmehallen in den letzten Wintern, jagte aber rasches Entgegenkommen zu. Die Haupt« suche ist, daß das Wohnungsamt für Raums sorgt, die dann so ausgestattet werden, daß bei) Besucher auch Gefallen dann findet. Am Freitag wftd sich die Kohlenkommission endgftttg mit der Angelegenheit befassen. Es sind Wärme- Hallen, für Frauen und Kinder und solche nur für Manner vorgesehen. Während Hauschildt besondere UnterkunftSoeschaffung für Kinder im schulpflichtigen Alter forderte, nahm sich ein Antrag der weiblichen Stadtverordneten aller Fraktionen der kleinen Kinder an. Fräulein von Kaestner fand warmherzige Worte für
Aadtparlammt.
Vorbereitung der Oöerbürgermeisterwahl. Bet, sumdlungen mit den Bergarbeitern. Wärmst mllen urrd Kinderhorte. Städt. Wirtschaftsamtl
Kassel. 14. Oktober.
Zu*Deginn der gestrigen Dtadwerordnerenvev sammlung machte Geheimrat Tr. Har nies nähere Mitteilungen über die vom Magiltt« gewährte Beurlaubung des Oberbürgermeisters Koch auf die Dauer von sechs Wochen und l nj ausdrücklichen Verzicht des jetzigen ReichsmiM sters auf Gehaltszahlung aus der Stadtkaffs Die Vorbereitungen zur Neuwahl eines Siadtz oberhauptes werden durch biefe Beurlaubung nicht berührt. Es wird jetzt ein aus zwölf Mit gliedern (neun Stadtverordneten und drei uns besoldeten Magistratsmitgliedern) bestehend«! Ausschuß gebildet. In vierzehn Tagen findej die Neuwahl der unbesoldeten $iaf gistra'tSmitglieder statt. Dann griff Stadtverordneter Wiegenstein (Soz.) eins Bemerkung in der letzten Versammlung auf und legte dar, »aß die Bergarbeiter keine Schuld ast dem Kohlemna.tgel tragen. Sie sind sich de- Ernstes der Lage voll bewußt. Von ArbeitS- unlust kann leine Rede sein. Die Hauptursache der ungenügenden Produktion ist schlechte Bch schaffenhett des Betriebsmaterials. Bei einest späteren Gelegenheit teilte Stadw. Hau^ sch ildi "mit, daß das Gewerkschaftskartell mit den Bergarbeitern des Bezirks verhandelt, um Sonderschichten einzulegen, durch dte eS ermöglicht werden soll, die Stadt Kassel bessest mft Braunkohlen zu versorgen. Die überraschend eingetretene Kälte führte zu einer Anregung Hanschildts, so rasch als möglich
m Betteuhanftn und im Westen, denen es ast geeigneten Räumen fehlt. öürgernteiffer Brunner bat, getrost in die Zukunft zu blik- ten; es werde sich schon Hilse schaffen .affen. Daraufhin gab Frau Ganslandt zu bedenken, wie schwierig es ist, wenn ein Kinderhort einmal ausgelöst ist, die Kinder wieder zusammen zu bekommen. Furchtbar traurig fei es, daß den Kinderhorten nicht mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird, gerade jetzt, wo viele Familien in engem Raum gepfercht sind. Da uÄs- fen die kleinen Kinder tagsüber gut unterge» bracht fein. Unter allen Umständen muh daftist gesorgt werden, daß die Kinderhorte nicht zurückgehen, fondern erweitert und ausgedehnt werden. Bis das Soziale Amt kommt, auf daß der Bürgermeister vertröstet hatte, kann schon viel Schaden angerichtet fein. Die Nachbewil- ligung von EtatWberschreitungen gab schließlich noch Häring (Soz.) Veranlassung zu einen, antrag, in eine Prüfung darüber einjirtretcn, ob es nicht ratsam sei, die Materialien für all«! Zweige der städtischen Verwaltung im Großbezug zu beschaffen, um sparsamer wirtschaftest zu können, und weiter machte er nach dem Vov- bild von Hannover den Vorschlag, ein
städtisches WirtschaftSamt
ni schaffen, das alle gewerblichen Betrieb« $» sammenfatzt, die Vorarbeiten für di« Kommst- nalisieruug der Straßenbahn Mrt und den Vertrauensleuten der Arbeiter in® Angestellten Gelegenheit gibt, sich in der MW arbeit an der Verwaltung zu betätigen und sie besser für die betriebe zu interessieren, als et jevt der Fall ist. Kurz: dieses Amt soll eine Ze», tralisierung aller städtischer Unternehmen sei«. Stadw. Kreis (Fr. b. Vereinigtrng) war da- für nicht zu haben. Vor lauter neuen Aemterst und Kommissionen komme man nicht dazu, ! yc!»-:u ik«x kommen sollte. DaS Ganze ist schon mehr Ueber oraanisation. Er hielt das ntdr für gut Wozu haben wir denn unsere Dieng stellen? Schließlich wurde der Magiftr^ der Prüfirng deS Anttages beauttraat W