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Zortgesetzter Kamps um den Zriedeusverkmg
SertvagsS hinzuarbeiten.
K. F. D-r.
aber
die Sprache des sozialistischen »Avanti"' begannt für Italien Anspruch auf fVturne umzuschlagen.
Die Räumung ist im Gange.
Riga, 1 Oktober, (eigener Drahtbericht.) Die Räunnmg de» Baltikum« schreitet fort. Der Nest der noch dort befindlichen deutschen Truppen wird in allernächster Zeit nach Deutschland zurück transportiert.
Kundgebung für d*Annunzio.
Lugano, 1. Oktober. -Privat-Telegramm.) Nach Meldungen aus Mailand haben am Sonntag in ganz Oberitalien Massenkund. gedungen für Fiume und für Gabriele d'Annunzro stattgefunden. In Mailand dauer, ten die Kundgebungen den ganzen Sonntag über. Der Erzbischof hielt von den Stufen deS Mailander Domes eine patriotische Ansprache an die Volksmenge, die da- Recht Italiens aus Krume betonte. Auch aus Venedig mrd,T«rin liegen Meldungen von Volksknnb- gebüngen für Fiume vor. In Turin sah man viele Soldaten in dem Kunkzgebunaszuge. Auch
9er Friede««-Vertrag.
Wachsender Widerspruch in Amerika.
(Eigene Drahtmeldung.)
Paris, 1. Oktober.
In den Kreisen der amerikanische« Ftsse- denSdelegation ist man durch den plötzlick>en Abbruch der Dropagandareise deS Präsidenten Wilson schwer Pessimistisch bezüglich der Notifikation deS Friedensvertrages mit Deutschland durch den amerikanischen Senat. Man glaubt, dass durch die Erkrankung Wilsons die Sieaesaussichten der Opposition ganz be- deutend g e ft i e g e n sind. Clemeneeau soll in Paris zur Besprechung der neuen Lage gestern eine längere Unterredung mit dem amerikanischen Delegierten Polk gehabt haben.
Der Arbeitsplan der Nationalversammlung.
Der Aeltestenrat der Nationalversan'M. luna hielt heute eine Sitzung ab, um die Ge. schäftslage zu beraten. Es soll die Interpellation Heintze über die Valutafrage und ffr- bann die Interpellation der Demokraten über die Kleinwohnungsfrage zur Behänd, lung kommen. Weiterhin foll der Bericht des HmkptauSschusieS über die Zukunft der H e e • resbetriebe zr Erörterung gestellt werden. Wenn die Ergänzungen zum Haushaltsplan vollständ-ig eingegangen sind, sollen diese behandelt und der gesamte Haushaltsplan etwa bis zum 21. 10. fertigaestellt werden. Die Reichseinkommensteuer soll inzwischen zur ersten Lesung gebracht und bann in den Ausschüssen auch während der Pause, die am 21. 10. aus 3 oder 4 Wochen eintritt, weiter behandelt werden, lieber die Erledigung der Steuergesetze konnte ein Beschluß noch nicht gesasit werden. Wegen der ungünstigen Fahrwerbindung werden die Montage und Sonnabende nicht freigelaffen werden.
Demokraten unb Kabinett.
Berlin. 1. Oktober. (Privattelegramm.) Die Neubildung de» Kabinetts dürfte sich auch, nachdem die prinzipielle Einigima zwischen Zentrum. Demokraten und Sottaldrmo - kraten erfolgt ist, noch etwas verzögern, da der Reichskanzler Bauer ebenso wie der Reich». Präsident Ebert nach BreSla» gereist find und erst für DonnerStag in Berlin zurückerwartet irrrbeM. ~ «
tereS folgen werden. Dem widerspricht dl« nachstehende Meldung aus Riga.
Beschleunigung in Frankreich.
Gens. 1. Oktober. (Eigene Drahtmeldung.) Elemenreau hatte eine Unterredung mit Bivi» ani und Barthou. dem Dorsitzenden und dem Berichterstatter der Friedenskonferenz. Man rechnet damit, baft die Annahme des Friedens- vertrageS durch die Kammer sehr schnell erfolgen wird und dasi die Ratifikation noch heute beschlossen wird. Alsdann erwartet man den Rücktritt Elemenreaus. Für den Fall. dasi Elemeneea« sich nicht dazu ent- schliessen sollte, hat die Opposition die Absicht, sofort eine Interpellation über die allgemeine Politik einzubringen.
Die Räumung des NalMums.
Die Drohnote der Alliierten.
(Privat-Telegramm.)
Berlin, 1. Oktober.
Die Antwort der deutschen ReichSregte' ntrar auf die neue Drohnote der Entente wird noch in dieser Woche n«h Versailles abgehen. Die Reichsregiemnq har mit dem deutschen Stab in Kurland unverzüglich drahtliche Ver' Handlungen ausgenommen um festzustellen, in welcher kürzesten Zeit dem Verlangen der Al- liierten entsprochen werden kann. Von Mitgliedern der Reichsregierung wird kein Hehl darüber gemacht, dasi auch die neue Note der En- rente nach Lage der Dttze restlos anaenom- men wird. — Die RcichSregieruna hat die Absicht, den Friedensausschuß der National- Versammlung über die Note der Entente in den nächsten Taigen zusammentreten zu lassen. Nach zuverlässigen Nachrichten von bet Ostgrenze sind leider keine Anzeichen vorhanden, dass die Truppen im Baltikum einem neuen Befehl der Reichsregierung ohne wei»
Stallens Flume-Schwierigkeiten.
Die Neigung zur Annektierung.
(Eigener Drahtbericht.)
(Senf. 1. Oktober.
Pariser Blätter melden: Die italienische Antwort auf die Forderungen der Alliierten nach Räumung Fiumes durch Gabriele dÄn- nunzio ist in Paris eingegangen. Sie lchnt die Forderung der Alliierten nicht ab, erwähnt aber die Unmöglichkeit, da» Verlangen der Alliierten gegen den übereinsttmmenderk Willen des ttalienschen Volke- durchzuführen.
Aussicht aus Ratifizierung.
Rotterdam, 1. Oktober. Der Rewvorker Korrespondent des Londoner »Dailh Telegraph* meldet feinem Blatte: Die meisten Behörden, die ich hier befragte, haben von Ansana an nicht daran gezweifelt, daß ttotz der Beredsamkeit und bei verzweifelten parlamentarischen Listen, zu denen die Gegner Wilsons ihre Zuflucht nehmen. der Vertrag mit dem Völkerbundzusatz schliesslich doch mit einer Mehrheit von 74 Stimmen, das heisst 10 Stimmen mehr, als die erforderliche Dreiviertel-Mehrbett. ratifiziert wird. Die letzte Abstimmuna im Senat ergab 56 Demokraten und 28 Republikaner zu Gunsten bet Ratifizierung des veränderten Frie- densverttager mit nur fünf oder sechs kleinen Porhehalten harnÄosen Charakters.
Nationalversammlung.
Das Tumultschäden-Gesetz.
(Telegraphischer Bericht.)
Berlin. 1. Oktober.
Die erste Sitzung der im 'Reichstaasgebäudt tagenden Nationalversammlung fand aeftern unter dem Vorsitz des Präsidenten Fehrenbach statt. Es erfolgte zunächst eine Reihe kleiner Anfragen, von denen die Frage des Abg. L ö b e (Soz.) zu erwähnen ist, ob die Regierung bat Vorgehen des Volksbundes in Sachen der Kriegsgefangenen billige. Darauf erwiderte Reichskommissar Studien. bie Regierung, verurteile das Vorgehen. Reichskanzler Bauer) habe niemals gefagt, daß wir kein Geld für bie Kriegsgefangenen hätten. Es sei erfreulich, dass sich der Heimtransport glatt abwickle. ES folgte bie erste Beratung des Gesetzentwurfes über die weitere vorläufige Regelung ches Reichshaushalts für ISIS. Der Notetat wurde in allen drei Lesungen ohne Aussprache erledigt und angenommen. — Bei der ersten Beratung deS Gefetzentwurss über die durch die inneren
Unruhen verursachten Schäden
nahm das Wort Abg. Heimann (So,): Jede Haftung lokaler Gemeinden für Schäden bei Unruhen müßte ausgeschlossen sein. DaS Reich allein ist zuständig. Rechtlich ist auch die Abwälzung eines Drittels bet Haftung auf bie Gemeinben unhaltbar. Die Zehntausend? von Feststellungsklagen würben auch Wegfällen, wenn die Gemeinben ausgeschaltet wurden. Ich beantrage Uebertoeifung an den Hauptausschuß. Abg. Astor (Zntr.): Das Gesetz ist notwendig. Wir können den Grundgedanken des Gesetz?» nicht billigen, bass die Revolutiousschäbrn auf gleicher Grundlage wie die Kriegsschäden behandelt werden sollen. Ich beantrage lieber- Weisung an eine besondere Kommission von 28 Mitgliedern. Abg. Bärwalb (Dem.): Da» Gesetz setzt geradezu eine Prämie auf die Plün. derungen. Vielleicht kann man die Veranstalter der Unruhen zu den Entschädigungen heran« ziehen. Ich beantrage Uebettoeifitng an eine Kommission von 21 Mitgliedern. Unterstaatssekretär Lew albt Die Unruhen werden in den meisten Fällen von Mitgliedern der G- metnben. nicht von Fremden erregt, also ist die Gemeinde verantwortlich. Gerade wenn die Schäden voll ersetzt werden würden, dann wäre das eine Prämie auf die Plünderungen. ES muss bedacht werden, dass Wir vielleicht noch nicht am Ende der Tumulte stehen: also ist eS unmöglich, dass das Reich die Schäden in ihrem ganzen Umfange ersetzt. Abg Warmuth (D. Rats.): Die Haftpflicht der Gemeinden kann nicht fiant ausgefchaltet werden, zumal bie Schäden nicht nur durch die Tumultuanten, sondern auch bei der Abwehr verursacht werden. — Das Hau» vertagt bie Wetterberatung auf Montag. Interpellation Heintze:* Valutafrage.
Drohung mit Militär und Blorkads.
Pari», 1. Oktober. (Eigene Drahtmeldung.) Der Rat der Alliierten hat auf Borschlag Fach» die Zwangsmassnahmen gegen Deutfch- laub, falls Deutfchlaub das Baltikum nicht räume, auf den 20. Oktober festgesetzt. Auch bie : militärischen Massnahmen gegen Deutschlanb würben am 20, Oktober beginnen. Das Lon - bmtct Blatt „Daily Telegraph" meldet: Tie 1 völlige Blockade gegen Deutschland tritt am 1. November wieder in Kratt, wenn Deutschland . bie Forderungen ber Alliierten nicht erfüllen । sollte. — Im Kammerausschuss sprach Minister Pichon am Montag: Die Nichterfüllung der Forderungen der Alliierten hinsichtlich der russischen Randftaaten durch Detitfchland gebe Mar. schall Joch die militärische Freiheit wieder. Mit dem Wiederbeginn ber Blockabe werden mich gewisse militärische Druckmittel gegen Deutschland ergriffen, lieber eine Be- setzung deutscher Gebiete in der neutralen Zone habe ber Rat ber Alliierten nicht verhandelt.
Petersburg rechnet ja schon damit, bass eine neue bewaffnete Revolution in Estland anS- brechen werde. Einen bauernden Frieden werben bie baltischen Provinzen auf diese Weise sicher nicht erhalten. Die beste Gewähr für wirklichen Frieden wäre die Anwesenheit der deutschen Truppen gewesen, die nicht nur durch ihren bewaffneten Schutz, sondern auch durch m« Ansiedelurrg als Sicherheit gedient hätten. Dass bieS nicht geschieht, ist ben Machenschaften ber Alliierten zuzuschreihen. die zum Schaden Anderer nur ihre Interessen verfolgen. Es ist erforderlich, daß wir uns jeden Dag der Tatsachen bewusst bleiben, daß die Gewaltpolitik der Entente die Wurzel alles UebelS ist. Das deutsche Volk muß die Regierung unaufhörlich in ihrer Pflicht bestärken, auf die Abänderung des Versailler Friedens-
Sie Landerversammlung.
Haushalt des Finanzministeriums.
(Telegraphische Meldung.)
Berlin. 1. Oktober.
In der gestrigen Sitzung wurde die Haus- haltSberatung beim Finanzministerium fortgesetzt. Landwirtschaftsmrinister Braun verteidigte feine Verordnung Über den Abschluss von Tarifverträgen mtt den Landarbeitern. Sie sei zur -Sicherung der Ernt« notwendig gewesen. Der erstrebte Erfolg fei eingetreten. Die Beunruhigung. bie bie Verordnung in ländlichen Freifen hervor gerufen, sei von einer gewissen Proteste künstlich erregt worden. Dir Verordnung werbe aufgehoben werden, sobald keine Gefahr mehr für unsere Ernte bestehe. —
JieblllttscheN Provinzen
Irrungen und Wirrnisse.
DaS neue Ultimatum, das bet Müertenrat an Deutschland gerichtet hat. worin abermals eine unerhörte Bedrohung enthalten ist. hat in allen Kreisen berechtigte Empörung hervorge- rufen. Die Feinde beabsichtigen in der Tat, die Zurückziehung der deutschenTruppe« aus den russischen Ostseeprovinzen dadurch zu erzwingen, daß sie bi« Lieferung von Nahrungsmitteln und Rohstoffen fper. r e n und die kaum begonnene Heimsendung der Gefangenen unterbrechen wollen. Französische Zeitungen fordern sogar bie Besetzung des Ruhrkohlengebietes. Diese Drohungen bringen ims wieder rocht deutlich zum Bewußtsein — »irr heilsamen Lehre für unverbesserliche 93er» brüderungS-Schwämler — in welch einer jämmerlichen Untertanenstellung sich das deutsche Volk den Alliierten gegenüber befindet. Dis Befehlshaber ber Entente gebieten, Deutschland gehorcht. Was anders wird bie Regierung tun? Sie wird wie Üblich gegest die Vergewaltigung deutscher Selbftänbigfeit protestieren und — den Wunsch der Entente .restlos" erfüllen. Das Fühlen unb Denken jedes Deutschen mutz sich gegen diese fürchterliche Knechtschaft aufbäumen. Im Innern des Staates haben wir uns angeblich die denkbar freieste Verfassung gegeben, und nach aussen sind wir eins der unfreiesten Völker der Erde. Die unerträglichen Folgen des schändlichen FriedenSverttages werden sich noch mehr bemerkbar machen, wenn erst die Entenlekom- missionon, bie Deutschland überwachen sollen, in unseren amtlichen Stellen als Anssichlsor- gane sitzen. Die fremde Konttoll« der Finanzen, der Eisenbahn, Schiffahrt, Telegraphie, der Post des Militärs ver Großindustrie und des Außenhandels, wird dem einstmals so stolzen deutschen Volke noch manche Nackenschläge versetzen.
Was geht nun in den baltischen Provinzen vor? Die deutschen Truppen, die in jenen Gebieten, namentlich in Kurland, gegen das Vordringen des Bolschewismus auf ber Wacht standen, wofür ihnen von den li- twai schon unb lettischen Regierungen das Ansiedelungsrecht versprochen worden war, sollen abberufen werden. Der Alliiertenrat befiehlt das, weil er das Wachsen des deutschen Einflusses dort befürchtet. Und die baltischen Regierungen, die früher, als sie die deutsche Hilfe noch brauchten, Versprechungen gemacht hatten, leugnen einfach und betrügen die deutschen Soldaten um ihren verdienten Lohn. Desha lb wollten die Truppen nicht ab z iehen, weil sie ihr Recht verlangten. Ihr Oberbefehlshaber General v. d. Goltz, ber mit seiner U oberzengung aus ber Seite ber Truppen staub, aber unter bent Drucke ber Gewalt dem Regierung sbefehl folgte, das Gebiet zu räumen, ist nun auch auf das Verlangen der Alliierten von der Neichsregi<""'ng nach Berlin zurück- berufen worden. -Se.t Truppen wird die Löhnung und die Versorgung gesperrt, wenn sie sich noch länger weigern, das Gebiet zu verlassen. Die Räumung ist bereits im Gang«, ©o toitb also, wie es von Paris aus vorge- fchrieben wird, bi« Räumung bis zum 1. November vollzogen und unser Kriegsmaterial an bie Alliierten ausgeliefert werben. Inzwischen f ist bie lettisch« Regierung mit ber bolschewistischen Regierung von Rußland, bie ein Friedensangebot gemacht hat. in Verhandlungen eingetreten. Dabei wird daraus hmgeziett, wie aus einem gestrigen Telegramm hervvr- gehi. bie deutsch-baltische Armee, bie ben Bolschewismus bekämpft, zu v e r n i ch t en. ES Wird von den Bolschewisten offen zum Airs- rtchr auf gefordert. Setzen sich unsere Truppen nicht zur Wehr, so sinb sie verloren Wenden sie sich aber in ihrer Notlage gegen die Ausrührer, bann tont men wir mit ber Entente in Schwierigkeiten. Dieser vom Allfiertenrat her- • beigefiihrte Zustand ist im höchsten Grckde un- würdig.
Die Letten selbst Werden aber in ihrem Irrwahn schliesslich bie Geprellten sein. Auf ber einen Sette Wird ber Frieben mtt ben Bolschewisten nur solange bauern, wie es triefe für erforderlich halten. Der russisch« Oberbefehlshaber Trotzki, ebenso der Präsident Lenin, haben sich geäußert, ein Muterfeldzug sei für bie Bolschewisten nicht mehr möglich. Aber m»ch ben Bestrebungen jener Führer und ben Erfahrungen mit ihnen wird es sich um einen Waffenstillstand handeln, der nur heute bie Räteregienmg vor ber innere: Niederlage retten soll. Die Abmachungen können aber jederzeit gebrochen werben. Wenn S ben Führern nützlich erscheinen mag. Sie haben ja selbst erklärt, daß ber Bolschewismus nie einen festen Frieden mit einer Bo«geoifie-Re- aientng schließen könne. @8 wächst sogar bie Vermutung, btfü die BoFchewtsten eine schnellere Ausbreitung ihr« Ideen ist scheinbaren FriedenSzustande mt;er ben Letten unb Esten erraffen. DaS estnische Maxrmalistenblatt jt
Simgung betreffs Sbmchlefien.
Selbständige kommunale Verwaltung.
(Privat-Telegramm.)
Berlin. 1. Oktober.
Im Abgeordneteuhause fand gestern eine Besprechung der schlesischen Abgeordneten mtt der hreußischen Staatsregierung und der Reichsregierung über die oberschlesische Frage statt. Man kam dahin überein, daß Oberschlr- sien eine selbständige Provinz werden soll. Wenn das Gesetz über die Errichtung der Provinz von der Preußischen Landesvcrsamm- luna angenommen worden ist, wird der neue Oberpräsident sein Amt antteten. Die selbständige kommunale Verwaltung soll am 1. April 1920 beginnen. Reichsminister des Aeußern. Müller, gab dann noch seiner Freude über b:e Einigung Ausdruck und über bie Tatsache, bass ber Streit über Oberschlesien nunmehr ruhen werbe. Ministerpräsident Hirsch gab die Zusicherung, daß in dem zu teilenden Gebiet eine Verttetung m die deutsch« Nationalversammlung und preußische Landesverfammluns entsandt werden soll. Zum Schluß wies Mini, ftrrinäflbent Hirsch darauf hin. baß in ber Be- hanbluna ber oberschlesischen Fraae zwischen ber Reichsregierung und der preußischen Landesregierung niemals irgend Welche Meinungsverschiedenheiten bestanden hätten.
Meter Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung
Hrsfische Abendzeitung.
Donnerstag, 2. Oktober 1919
Nummer 254
9. Jahrgang
Fernsprecher 951 unb 952.
Fernsprecher 951 und 952.
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