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Kasseler Neueste Nach

Kasseler Abendzeitung

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Hessische Abendzeitung i

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Zrmkreich hat den Züedevsvertrag ratWert.

Wiener ßnthSvungen.

Die österreichisch-ungarischen Archive.

Immer wieder tauchen neue Dosumente ans, aus denen man die Konflikte von 1914, die Kriegsursachen, auszuklären sich bemüht. Geoen- stber den bisherigen VerössenÄickmngen aus den Akten und Erinnerungen deutscher Staatsmän­ner aber sind die irr den WienekAStaatsarchiVen der echten Negierung aufgefundenen Beweise ge­radezu sensationell und sind geeignet, den ge- Mchtlichen Aufzeichnungen eine ganz neue Wendung zu geben. Ja. es sind ungeheuer wichtige und ernste Argumente geschaffen, mit denen Deutschlands Schuldlosigkeit nachgewiesen wird. Daraus folgt, daß der Ver­sailler Friedensvertrag, der Deutschland die alleinige Schuld am Kriege ausaebürdet hat, abgeändert werden muß. Die Beweise aus den Wiener Archiven sind von größter Tragweite. In der Ankündigung der Veröf- fentl-ichnng beißt eS mit Recht: die hier mitge- teilteu Ergebnisse anS den Original-Dokumen­ten muffen überall, bei Freimd und Feind, das größte Aussehen erregen und die Revision des Friedens vorbereiten. Das ist auch der einge­standene Zweck sowohl des Wiener Rvtbuches wie mtch der Arbeit von Dr. «kw6, und um die Hauptsache gleich vorweg zu nehmen: es ergibt sich aus beiden Dokumentensammlungen, aus zahlreichen bisher noch völlig unbekannt geblie­benen Tatsachen, daß es die Dinge vollständig auf den Kaps stellen hieß, wenn bisher von den Entente-Regierungen die Ansicht vertreten wurde, daß das Berliner Kabinett durch seine Haltung und feine Politik den Krieg un- Vermeidbar^genmcht rmd herbeigcführt habe. Zu diesem Schluß konrmt man nicktt aitf Grund von irgend welchen Vermutungen, sondern vielmehr auf Grund der in dem Buche zum erftenmale wortgetreu wiedergegebenen Doku- mente aus der Zeit vom Frühjahr 1914 bis zum Ausbruch der Weltkatastrophe

Die Wiedergabe der geschichtlichen Schrift­stücke wird aber dadurch erst zur völligen Bedeu­tung gebracht, daß nicht nur die Randbe- me rkungen und Korrekturen der zur Bearbeitung des Materials bestellten Staats­männer, sondern auch 'gewisse, außerordentlich wichtige Streichungen und Auslassun­gen verzeichnet werden. Aus der beinahe rm- ubersehbaren Fülle der Einzelheiten sei als eine der wichtigsten Tatsachen zum Beispiel hier d i e näher beleuchtet, daß die Entente und mit ihr die Welt von der falschen Voraussetzung und Behauptung ausging, der Krieg sei in dem be­rühmten, nie stattgefundenen Potsdamer Kronrat beschlossen worden. Tatsächlich fiel die verhängnisvolle Entscheidung in einem gemein­samen Ministerrat in Wien am 7. Juli! Die Beschlüsse aus eine tunlichst rasche Entschei­dung des Streitfalles mit Serbien wurden dort mit Einmütigkeit gefaßt, und sie wiesen der weiteren Entwickelung des österreichifch-ungari- schen Konfliktes den Weg. Ein zweiter, erst jetzt der völligen Klärung durch Dr. Gooß zugeführ­ter Punkt betrifft die Frage, ob und inwieweit die deutsche Regierung an dem. den Krieg un­vermeidlich machenden Mtimatum an Serbien beteiligt war. Wir erfahren darüber, daß der Text anr 19. Juli in Wien von dem Referenten Mr südslawische Fragen, von Musolin. abge­faßt und am 20. Juli abgesandt worden war. Die deutsche R e gieru ng Ivar über die Ab­fassung nicht unterrichtet und hat sie auch gar nicht herbei geführt, sie hat im Gegentei l auf Grund des ausdrücklichen Willens des Grafen Berchtold und des Wiener Kabi­netts erst am 22. Juli von dem Mtimatum er­fahren. Der Kurier mit dem Wortlaut war . am 21. Juki nachmittags in Berkin eingetrofsen und hatte sie dem Grafen Szöghentz überaeben. Dieser setzte sich sofort hin und ließ nach'Wien sagen, angesichts der vollkommen lohalen Hal­tung der Berliner Instanzen sei ihm die Ge­heimhaltung cnrßerordentkich peinlich Außerdem hatte Staatssekretär von Jagow ihm bereits angedeutet, daß man in Berlin darauf rechne, vor Belgrad, London und.Paris unterrichtet gu werden.

Beweise aus den Wiener Archiven.

Deutschlands Schuldlosigkeit wird aufgeklärt.

Set Marklurs Beißt langsam

Notenankäufe durch fremde Banken.

(Privat-Telegramml

Basel, 23. September.

Die Erholung des Markkurses dauert m den neutralen Ländern fort I« freien Verkehr wurden in Zürich, Genf und Basel für die Mark 28 ViS 26 Centimes geboten. Der Grund M dem langsamen Steigen der Valtrta ist <mf bedeutende Aufkäufe deutscher Banknoten durch neutrale und amerikanische Ffmmrkers an den Börsen ^erückzrrsühren l

Finanz der Bundesstaaten

Eine Ministerkmrferentz.

(Privat-Telegramm.1

Ratiftriemng in Frankreich.

Abstimmung in der Kammer.

(Eigener Drabtbericht.s

Rotterdam, 23. September..

Ans Paris wird drahtlos gemeldet, daß die französische «bgeordnsetenkammer den Frie­densvertrag ratifiziert hat. Eine amtliche Nachricht siegt noch nicht vor. Wie die Lyoner ZeitungProgres" meldet, hat vor der entscheidenden Abstimmung über den Fne- densvertrag mit Deutschland in der französischen Kammer die sozialistische Kcrmmerfraktiou ihren Mitgliedern die Abstimmung freigegeben.

Die Aufklärung über die diplvmattschen Vor­gänge vor Kriegsausbntch macht weitere Fort­schritte. Wie »ü erwarten war, haben dre >en- sationellen Wiener Enthüllungen auch in den feindlichen Ländern großes Aussehen erregt rmd man wird damit rechnen dürfen, daß nun auch die alliierten Rcgierrmgen sich eingehend mit der Angelegenheit beschäftigen. Mit dem Ver­langen nach Auslieferung des Grafen Berchtold haben sie es ja sehr eilig gehabt. Wenn sie sich ebenso schnell mit den Wiener Gehemrakten befassen, dann wird ja wohl endlich eine andere Geistesrichtung jenseits der Grenzen sich geltend machen., zumal auch die Durcharbertung der deutschen Dokumente wesentliches Material ber- bringen wird, - das von der Schnldloiuztctt Deutschlands Zeugnis ablegen kann. Heute lie­gen folgende telegraphischen Meldungen T

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Bearbeitung der deutschen Akte«.

Berlin, 23. Sept (Privat-Telegramm.) Die Deutsche Allgemeine Zeitung erhält von zuständiger Stelle folgende Mitteilung: Die Veröffentlichung der den Ischen Doku­mente wird mtt aller Beschleuni gun g

betrieben. Die Bearbeitung der Dokumente er­folgt unter Benutzung des von Kautsky gesam­melten Materials. Die Herren Professor Schük- king und Graf Montoglas bearbeiten die Her­ausgabe der Akte«, die die Zeit zwischen dem Morde von Serajewo und dem Kriegsausbruch betreffen, 'während Professor Rtendelssohn-Bar- tholdy die Dokumente bearbeitet, die für die weitere Geschichte des Krieges wertvoll sind.

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Stellungnahme der Alliierten.

Genf, 28. September. (Eigener Drahkbe- richt) Clenrenceaus ZeittmgHomme Store", derTemps",Echo de Paris" undJournal" schreiben übereinstimmend, daß die Alliierten auf Grund der Veröffenüichung der Wiener Akten zum Kriegsausbruch die Auslieferung und Aburteilung des Grafen Berchtold an erster Stelle verlangen werden. Die Londoner Times" kündigen gestern in Pariser Telegram­men das Verlangen der Alliierten an M AnSh Sndigung der österreichischen Gelfeim­dokumente aus den Wiener Archiven.

Unter dem Vorsitz des preußischen Frnanz- ministers Dr Südekum sind hier gestern die Fimrnzminister der Länder Preußen, Bayern, Württemberg, Sachsen, Heffen und Baden zu einer streng vertraulichen Besprechung zn- scrmmengctreten. Die Beratungen werden zwei Tage in Anspruch nehmen und dienen einer Aussprache über die Finanzlage der einzelnen Bundesstaaten. Der Besprechung wohnt auch der preußische Minister für öffentliche Arbeiten her.

des Umzuges der deutschen Delegation nach Pa­ris in der Umgebung des Marsfeldeszwer Ge­bäude gemietet worden seien, um die Mttgtteder der Delegation unterzubringen. .Pettt Journal erfährt aus anderer Quelle, daß der Umzug sch»n am 1. Oktober üattttnden werde.

um schleunigste Behandlung bitten lassen, m Berlin fragte Sir Goschen, der engsische Bot­schafter, immer und immer nach dem Bescheid, und da er im Berliner Auswärtigen Amt m 'teter Wiederholung die Auskunft erhielt, daß reine Auskunft erteilt werden könne, da man aus Wien nichts gehört habe, gewann man ht London den Eindruck, daß das Berliner Kabi­nett den Vorschlag zum Schertern zu bringen uche. Diese Behauptung ist immer wieder auf­getaucht, und hat während des Weltkrieges eine verhängnisvolle Rolle gespielt. Das öster­reichische Rotbuch aus der ersten Zeit des Krie­ges unterschlägt außerdem auch die dringlichen Vorstellungen Berlins, die eindeutig d-chtn gin­gen, den Greyschen Vorschlag anzunehmen-! Schon aus diesen kurzen Mitteilungen ersieht man die ganM Bedeutung der neuesten Wiener DerSssentlichungen. Die Theorie von der Schuld deS Berliner Kabinetts am Kriege ist hinfällig! Die Staatsmänner der Entente könne. über dieses sensationelle Material nicht zur Tages­ordnung übergehen, sie werden im Gegenteil z« ihm Stellung nehmen müssen. Tie jetzige Wie­ner Regierung versorgt mtt der Veröffentlichung den Plan, zur wahrhatten DöServersöhnung beiMttagen und die Notwendigkeit einer Re­vision des Friedens $u betonen. Es besteht die dringend' Hofstnmg, daß die öffentliche Mei­nung der WE sich der hier gebotenen neuen Tatsachen bemächtigt und sie im Interesse der Heraufführung des wahren Friedens nützt.

Hebung des Welthandels.

Beratungen m Amerika.

> fPrivat-Telegrrmm.i

Berlin. 23. September.

Der Rationalzeitung wird aus Rewyork ge­drahtet: Führende Köpfe des amerikanischen Wirtschastskebens vertreten dir Ansicht,» das; es nicht mehr länger angeht, Europa seiner Fi­nanz- rmd Balnta-Misere zu überlas- sen, sondern daß sofort etwas geschehen müsse, um den normalen WÄthandel wieder herzustcl- len, wenn sich nicht die üble Wirkung der euro­päischen Verhältnisse «ich in Amerika gellend machen soll. Die von tonen für den 29. Sep­tember nach Atlantic Cith einberufene inter­nationale Handelskonferenz, an der Vertreter Englands, Frankreichs, Italiens und Belgiens im anttlichen Auftrage teilnehmen werden, wird über die M ederherstellrmg des regulären Welthaiwels beraten.

Graf Berchtold befand sich zu diesem Zett- punst in Ischl beim Kaiser, und in seiner Ab­wesenheit erging an Szögvenv noch einmal er­neute Weisung »um Stillschweigen. Es kenn- zeichnet die Haltung d«S Grafen Berchtold, daß er am 21. Juli mittags an» Ischl nach Wien telegraphiert, Kokser Franz Josef habe soeben das Ultimatum genehmigt. daS inzwischen hin­ter dem Rücken deS Monarchen längst ahgeschickt worden war! Eine noch dunklere Angelegenheit fallt ht die ÄlerwichtiWe Frage der Weltkrise: das Schicksal der englischen Bermitt- lungSvorschlageS vom 29. Juli. DaS jetzt veröffentlichte Aktenmaterial ergibt die erstaun­liche Tatsache, daß Graf Berchtold einen dem 74jährigen Grafen Szöghenh unterlaufe­nen Jrrttnn benutzte, nm diesen, wie jetzt fest, steht. .ruß-deutlich ernst gemeinten Konferenz, vorlcksig-z Sir Edsnard Grevs ausweichend zu behandeln. Gretz hatte durch Lichnvwsky

Sie deutsche Gesandtschaft.

Unterzeichnung der Rote.

z (Privat-Telegramm.!

Versailles. 23. September.

Freiherr von LerSner «nterzeichnete im Triatom-Palast-Hotel da« nrtt de« eSüetten und assoziierte« Regierungen vereinbarte Proto, toll betreffend Artikel 61 der deutschen Reichs- Verfassung. Freihchr von LerSner hat gestern eine neue Rote über die rheinische Re- publik überreicht. Die deutsche Delegation wird am 16. Oktober das frühere deutsche Bot- schastspalaiS rn Paris beziehen.

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Der Lmzrrg nach Paris.

Paris, 23. September. (Eigener Trahtbe- richt.) Eine BekannttnachungZagt, daß infolge

Auskkchte «saß Lothringer.

Forderung von dentsch-fprechenden Beamten.

(Eigene Drahtmeldung.1

Straßburg, 23. September.

Nachdem dir estäDschttotoringffcheu Eisen- bahner ihre Forderungen auf Emsenumg aller nicht derrtsih^prechenden Angestellten dwsch- gesicht haben, stellen dir eKäGstomr Postbe- amten ähnliche Forderungen. Ste verlangen, daß sämtliche Stellen ht Elsaß-Lochnngen ms zmn L Otkober durch Eksaß-Lothrttrger bese^ werden. Da feit neun Monaten dem Personal keine Genugtuung geworden sei. wird der 1»Ok- tober atS äusierstes Datum der Genugtuung festgesetzt. Im Falle einer Dernmgerung wird der Generalstrair erklärt werde».

Das heutige Rußland.

Trümmerhaufen und gelähmtes Leben. x

Sin g»l«a«ntNchor «mtarbeitet »er Berlin«« Morgenpost, ter in neutralem Auftrag, in Rügland weilte und soeben züriickgekehrt ist, macht folgend« interessanten «n0f«hrungenr Wer heute Rußland besucht, fle^t einen Trümmerhaufen vor sich, vom neue« Leben, das aus dem Ruinen sprießest sollte, ist wenig! zu hemerfen. Dre Fabriken stehen zum aller-1 größten Teil, die Prodnkttvität der Arbeit ist erschreckend gesunken, die seltsamste Folge der Diktatur des Proletariats ist aber eigentlich das Verschwinden, Abbröckeln, die Vernichtung- des städtischen Proletariats, der städtischen^ Arbeiterklasse, die doch eigentlich die Herrschaft: ausMen soll und die in Wirklichkeit teuntj mehr beftqht. * Boi näherer Bettachtung mutzte' das aber die logische Folge der Politik der Sowjetregierung sein. Anfangs führte das Gerede von den ausgebeuteten und tnrrftab-teri Arbeitern zu fesselloser Willkür und Begehr­lichkeit der Massett bei immer gerirtger werdender Arbeitsleistung; die: technischen Beamten mit den Unternehmern wurden als Drohnen bezeichnet und ermordet: ober vertrieben und das Fab-rikinventar vo«, den wild getoordenen Leuten an den MeM-: bietenden verschleudert. Es dauerte lange, ehe es der Sowjettcgierung gelang, diesem von ihr selbst provozierten Unfug W steuern, aber allzu viel Schaven war bereits angerichtet,: viele Fabriken blieben vernichtet. Infolge der » ,;i

Bürgerkriege und Trtmsportschwierigkeite« ! geriet nmt die Zufuhr von Rohstoffen urch Heizmaterial ins Stocken, immer mehr Prv- duktionSzentten mußten geschlossen werden. >Mid die Arbeiter, die sowieso schon das Pr- beiten verlern^ hatten und lieber DersauMt» lungm abhielten, verschwanden gänzlich attS den Reihen der Produzenten und keßen sich auf die anfangs sehr reichlich bemesse-u Ar- 'beitslofeiMntersÄtznna einttagen. Sie wur­den in den luxuriösen Wohnunge» der vertriebenen Itnb enteigneten^ Bourgeoste untergebracht und den verschiedenen Partei­organisationen eingereiht. Aber dieses toyk» sche Leben roan^ nicht von langer Dauer für sie, sie begannen, sich in den rie«e« Wohnungen ungemüHkch M Mhken. In den weichen Möbeln sammelten sich 8e>- givnen von Ungeziefer an. die Heizvorrichttm- geu verdarben, die Wohnungen verkamen, und da auch die Tram!b«hnen $u stocken begannen, Ho mußtest sie sttttdmlanct laufen, ehe sie M ihren gewohnten Versammlungsorten gelangen konnten. Vielen zu ihrer Ehre muß es gesagt werden war es tief zuwider, kostbar« KUktuiw^rke, seidene Möbel und Gobeksts sinnlos und zwecklos >zn verderben, manch« fürchteten sich auch vor einem neuen Umschwung 7md meinten, daß sie, die am wenigsten Schul» digm. am teuersten würdest bezahlen müssen. Den Hauptgrirnd zur Zernrürhung der Ar­beiterschaft bildete aber die immer mehr an* wachsende Teuerung und der Mangel an Le­bensmitteln. Die Produkte, die auf Karten zur VerteMmig lamm, genügten bald nicht mchr» um Lest zehnten Teil des Bedarfes zu decken. Der Arbetter war auf den Schiets handel angewiesen, und da daM kein Lohn «std keine ArbettWosewmterstützimg ausreichte, so wurde er selbst, sobald sich die Gelegenheit bot, » Schleichhändler. Ferner fab sich die Dowjettegierung dag« vevaulaßt, da Faul­heit und Demoralisation inaner weiter um sich gvkffen.

bebt Arbettszwanq einMfühven, Niemand hatte mehr, unter Andrvhustg Sstt schweren Strafen, das Recht, sich einer auf der A chettsbönfe an getragenen Arbeit M «stt- ztthsn, und um die Produktivität wieder M steigere wurden ganz esttgegeu den Wnji- pton der Regierung die früher verpänten Akkordrshn« «ingelführt und Fach­leute sttt hohe Bezahlung augestellt und ntit diikziplinarffcher Machtvollkommenheit aaSye- K Ader'dtesss McSehr z«m Taylsrsvstem.

vtz aller Phrasen und MnhKnyemänttL ein WteLerauffehen der aven bürgerDchen Methoden Ledeute-t, sinn zm spät, um wesent-

stumer^hr «f 1x5 Ö *. vernichte sich mit der Bcmernschosst oder suchte Unterkunft in btt ausgedehnten Sowjekbürottatte. Ferner ftenett dte choangsauShebungest in die vote Armee, daS BSder, von Ar^^ataitownr ustd toten Garden, die Anwerbungen nt ditz GeffoSoschast der außerordentlichen Konmrrssion, produzier rüde Lrbeiterhroletariat schmdtz immer mehr Msimmnen^so itttz eS heut: chgenllvch rar noch dem Ricmrrn Usch