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Kasseler Neueste Nachrichtei
Kasseler Abendzeitung
Hessische Abendzeitung
S. Jahrgang.
Sonnabend, 20. September 1915.
Fernsprecher Kl und 952.
-Lummer 244
Fernsprecher»1 und 952.
Maßnahmen -er Alliierten gegen Fiume
friedenstellende
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De.
Die
Rfrri
deuten Pctermaper wurde als unzulSssig klärt: er wurde wegen Hochverrats zu Fahren Festuna verurteilt.
Umuht« in BranMweia.
UekersSSe imt» Matrose« und Spartakisten,
Sie Sage der Gesalzenen.
Eie bedürfen der Liebe der Heimat-
(Telegraphische Meldung.)
Braunschweig, 10. September.
Lraunschwe-ger Reich-Zwrhrtnippen
GefcmgMenlaper die Kriegsgefangenen zu -Mittag reichlich Mersch und eine kräftige Suppe aus Hü lfenfrüchten erhielten. Ich habe wich länger mit den deutschen Köchen intiefBtiEtcit. Sie (Sagten mich, daß die Kriegsgesangenmr setzt eitgonÄich tätlich einmal Fleisch in mrs-reichendem Dftche erhielte«. Die Brot. rati»u! muß als genüssend bezentzret
werden fetzt wieder durch von auswärts zuge- wcne Spartakisten und Matrosen angegriffen. Bei den vorgestrigr.» Zusammenstöße« konnte die Ordnung ohne Blutvergießen wird« hrrge- strllt werden aber die Rulwstorer planen wei. tere und größere vcberfällc. da sie mit Was« f e n und Munition versehen sind. Die NeichSwehrtruppeu werden verstärkt.
3sferttmtfpr«tte Dt» Tteßaigefpaltete Zeit« für SXschäst» M Wg. Mr es*,
roärttae «metgen SS W. ««ttomtietU für UnWmtf^e »«schäft, 76 W. für nuiiaürtige D-schäfte 1 Mk., -»«fache Setlage« werbe« nttt 5 start pro ZattfenB h-rechn-k, ale* «ttt SOf, SeaenmgS-SnfcSlag. Sei ttebermitttung »»« Sngeige« auf Uteplf. Weg, «Nr» Mr durch Hör. fehler hetoorgerufene Irrtümer keinerlei Haftung fibeaioiuewn. Für die Aufnahme-»nAiqeigen an beftimmten lagen oder Plätzen wird kein-S-währ geleistet. »efchLfttzftell« NSlnische Ste. 5.
Ergebnis der Ernte.
Bericht eines Sachverständige«.
•er Dsrftgend« der Landwirtfchaf tsksmmer der Provtug TSraubenbnrg, v. d. Echulenburg-Sriin. «Hal, 8u8ert sich in einem Brief an den Der Xiner Lokalanzelger «der die ernt« wie folgte
Belagerung von Fiurne
Basel, 18. September. (Privattelegramm.) Der Korresporwent des „Secolo" schreibt, daß gestern abend im Palast Braschi ein Kriegsrat stattfand, der sich mit den letzten auS Fiume ein- getroffenen Nachrichten befaßte. In Rbbazzia fand zwischen den militärischen Behörden eine Zusammenkunft stuft, in der beschlösse« wurde, daß die Berbindung zu Lande abge- schnitte« und zu Waffe» di« Blockade verhängt «erde. ES Verfilmt somit in den näch- ste« Tagen die Belagerung von Fiume.
Sritische KobinettMsir.
Schwierigkeiten für Llohd Georae.
(Privat-Telegramm.)
Haag. 19. September.
In der neuesten Nummer des Londoner Blattes „John Bull" wird mitgeteilt, daß Llohd George bei der Rekonstruktion seiner Re- gierung aus SÄwieriHtziten stößt, und er den König bitten will, einen nenen Ministerpräsidenten zu ernennen. Er hält jetzt, ebenso wie Wilson. Agitationsreden. wobei er den Völkerbund befürwortet und der britischen Nation eine herrliche Zukunft in Aussicht stellt. Er wisse, daß die Böfterbundsatnrngen sehr kritisiert werden, aber cS habe noch niemand bessere Vorschläge gemacht. Geradezu abstoßend ist die Heuchcwi. mit der er von der „Gleichberechtigung aller Völker" und vom „Geiste wirklicher Kameradschaft« spricht. — Die Mißver- hältnisse Mische« England und Irland machen ihm neuerdings große Sorge. '
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Fiume und die ßuteitte.
Drohende Flottenkundgebung.
(Eigene Drahtmeldung.)
Lugano. 19. September.
Nach einer Besprechung der alliierte« Kommandanten in Abbazzia verließen alle K r i eg s- schifse der Alliierten den Hafen und richtete« ihre Geschütze <ntf die Stadt. Man erwartet, daß den Aufständischen ein Ultimatum gestellt wird, Fiume in vierundzwanzig Stunden zu verlassen, anvenffnlls mit allen Mit. tetit gegen die Meuterer eingeschritten wird.
Streikdrohung in München.
München. 19. September. (Telegraphische Meldung.) Hier fordern seit gestern Flugblätter zum Demonstratwnsstrerk gegen den Gei- selmordprczeß für kommenden Montag auf.
beurteilen kann, kein
___..._____ Beziehung sich über W Gefangenen in' Hänvrn nuferer bisherigen weMck-n Gegner M beunrrchiggn. Die Leute Sehen gesund und ggtt ernährt auS. Am letzte« Somwdsnd kramte ist feststellen, daß tet einem
weaen.
Die Kartoffelernte verfprmh, auSgv. ■ricfttet zu werden, leider sind die Aussichten nicht unbeträchtlich gesunken, denn die Trockenheit der letzten Zeit hat in weiten Landfirecken, namentlich in solchen mit leichtem Boden, das Kraut vorzeitig absterben lassen, wodurch die Kartoffeln die noch in vollem Wachstum begrifi fen waren, sich nicht so entwickeln konnten, wie erst angenommen werden durste. Namentlich trifft dies bei den Mtbestellten Feldern zu. Immerhin glaube ich, daß im Durchschnitt mit einem zufriedenstellenden Ertrage gerechnet werden kann. Das ist von großer Wich» tigkett, weil uns jetzt wette Gebiete des Ostens, Gebiete, in denen der Großgrundbesitz vorherrscht, und die deshalb für die Ernährung der Großstädte und Industriezentren von der aller- größten Bedeutung waren, infolge des unglücklichen Friedens verloren gegangen find. Bor. ausfichklich werden trotzdem Stockungen in der Belieferung der Bevölkerung mit Kartoffeln inftckae der verminderten LeistungssMakeit der Eisenbahnen nicht zu vermeiden sein. Das wer. den jedoch nur vorübergehende Erscheinungen sein. Im allgemeinen kann man die B e r sor. gung mtt Brotgetreide und Kartoffeln a# gesichert ansehen.
Set Münchener Geiselmord.
Der Urieilsspruch.
(Privat-Telegramm.)
München. 19. September.
Das Urteil im Münchener Geisrimordprozeß wurde gestern nachmittag verkündet. ES wurde« verurteilt wegen je zwei« Verbrechen deS MordeS: Fritz Seidl und Schickel- hofer je zweimal zum Tode. Fern« die Angeklagten Wiedl, Kürzer. Fehm« und Josef Seidl zum Tode. Die Angrilagte« Hessel- mann. Gfell. Kick. Hannes. Scrber, Riethmair zu je 15 Fahre« Zuchthaus. — Frei gesprochen wurden die Angeklagte« Bölkl und Schnitiele. — Das Verfahren gegen den Stu-
Dtt MTCter »weflei Ka<eti»te «Mdra »Mjeatthfi sechsmal exb «war a bexb*. Sei «beextetexiepteU beträgt »scMtt. 1 JO «art bei freier Seltenemg titf Hon«, eeftatomge« »erb-» jebergetl ean bei »-schüftsft-I, eb«t de» tote» eetgegengenomewu »ruderet, 8 er lag wxb Rebattient ELIachth-Mnch« «cho. Für eroertaegt etogefanbie Eetträg« kann Me Rebatttee et»e BeroHtwertung oder Bewähr t» lebtet« gatte ütenteBmai. Stidgabtueg de» 8arngsg-!d-s ober Ansprüche wegen -twatger nlchtordntmgsmLtziger Lieferung-ntsgeschlotten.
D« vo-n der deutschen Regierung nach Frankreich entsandte Major Drandt berichtet über feine Eindrücke, die er in de« englischen tn* eirvigcu MneMfihen. Lagern getooiötB« Hat rintsn Vertreter s gegenüber:
„Es Wogt, soweit i Gr'.md vor st, «rate
auch mit dem Ergebnis der Getreideernte, wie aus dem Gesagten hervorgcht, zufrieden sein können, so sind wir deswegen doch noch nicht aller Sorgen ledig, denn einmal hat sich die Ernteinfolge der anormalen Witterungsverhält- nifle um etwa drei Wochen verspätet und dann fehlte zuerst der durch die Frühdruschprämie in den Vorjahren gegebene Anreiz, den Aus- drusch zu beschleunigen, von der durch die unliebsamen Ereignisse auf dem Hafermarkte entstandenen Verzögerung des Ausdrusches von- Brotgetreide ganz zu schweigen. Die Folge tft, daß wir jetzt außerordentlich geringe Bestände an Brotgetreide haben, eine vorübergehende Knappheftz für die VolL.rittrhruna unter Umständen zeitweise in einigen Bezirken recht
Broterzeugung in erster Linie in Bewacht kommt, zeigte fast durchgängig einen gute, Stand, war an den meiste« Orten bet Bergung der Ernte vom Wetter begünstigt und scheint fast überall gut zu lohne«, sodaß Qua» tität und Qualität -efr«digen. — Die Som° merhalmfrucht, von der für die Seo* erzengung nur die Gerste von' Mchtigkeit ist, schien einige Zett infolge ungünstiger Witte, rungsverhaltnisse während des Sommers sich nicht recht entwickeln zu wollen, holte daun abs» das Versäumte nach und lieferte schließlich noch eilte wenn auch nicht glätMnde, s» doch zu«
stern m*r Ruhe. Desto ärger ging es in den WinkelgUssen der Außenbezirke zu. Nachts erfolgte eine bisher nnaufgeklärte Explosion von Handgranaten in einem Freudenhaus und tötete fünf Personen. Angesehene slawische Bürger winden mitsamt ihren Familie« in einem Theatergebäude interniert und brutalsten lästigungerr auSgesetzt. Die slawffchen @htf
Provinz LberWesien.
Verfrühte Nachrichten.
(Eigene Drahtmeldung.)
Berlin, IS. September.
Berliner Blätter toflten mit. daß die Selbständigkert Oberschlefiens und b« Bildung eines oberschlcfischen Lendesrats beschlossen sei. Dazu geht der Deutsche« Ta»es- zeitun« folgende Mitteilung z«: Die M den gestrigen Abendblättern mitgetettte Rachmcht über Oherschlesien ist auf Veranlassung des Reichsfinanzministers Erzberger durch die Presseabtciluna der Reichskanzlei vervrettet worden. Die Nachricht wird aber sowechl von dem Ministerpräsidenten Hirsch als auch von dem Minister Hönisch für völlig falsch bezeichnet. Beide Wittifter widersetzen sich mess Schärfste dagegen und erklären, daß der Reichs, kruamnurttster Erzbcrgcr damÄ dir Absicht:«
der preußischen LanÄesregierttng unheilvoll durchkreuze. Erzberger sei von der preußischen Rsgiemng nicht beauftragt worden, diese, den Tatsachen widersprechende Mitteilung M -machen-
sind diese schwere« Beschuldigungen natürlich sehr peinlich, und ste haben, nach dem alche- währten Verfahren, Dullitts Aeußerungen einfach durch das Renter-Telegraphen-Burcau als Lüge bezeichnen lasse«. William Dullitt läßt aber nicht locker. Er bringt weitere Beweise ans TageMcht und erMrt, daß, als die Alliierten Ende vorigen Fahres nttt Rußland oerhcrndelten, der russische Diktator Lenin einen Waffenstillstand vovgeschla^n habe. Der Amerikaner Dberft House und der Brittsch-Afti- kaner General Smuts feine damit einverstanden gewesen, aber Llohd George nicht, weil er de« Widerstand der allbrittsche« Nortbcliffe-Prefle qefurchtet habe. Nun hat aber Llohd George im britischen Unterbause gesagt, die russische goto» iet-?tegierung habe niemals einen FriedenSvor- schlag gemacht. Hiergegen erklärt Dullitt, damtt hÄe Llohd George die öffentliche Meinung bewußt irregeführt. Solche Aeuße- ntngcn müssen wir zu unfereu Men legen und
-sie richtig benutzen!
Aus allen diesen Vorkommnissen, die von bcr britischen Telegraphenzensur noch stark ver- iuscht werden, ist schon genügerrd zu erkennen, -vie der Alliiertenrar gearbeitet hat und was it unter dem Begriff „Frieden^ und ^DLkker- buitb" versteht. Die GerechtigKett ist bei den Be- latunaen »wllkmnme« ausgesthalre: oewefen.
lästigungen auSgesetzt. Die slawffchen Einwohner wurden von d'Annnnzios Soldaten gezwungen, die italienische Trikolore zu traten und ein Hoch auf das ittrlienffche Fiume m-sgUbringen.
und es aalt nur die Anwendung rücksichtsloser Gewalt und Hinterlist. Was man von solchen Männern weiterhin zu erwarten hat, kann man danach ermessen. Selbst amerikamsche Blätter geben zu, daß Bullttts Enthüllmrgen dem Friedensvertrag einen schrecklichen Schlag versetzt und den DöNerbund schon im Keime zersprengt haben. Uebrigens sagte Oberst House dieser Tage in Paris, bis jetzt sei für die Organisation des Völkerbundes sozusagen nichts getan worden. — Um uns noch völlige Klarheit über den Geist der Gegner zu geben, sei eine Aeutzerung Wilsons, die er vor einigen Tagen im SenatSansschuß getan hat, mitgeteilt. Wnf eine Anfrage des Senators Cumber, ,ob Amerika doch in den Krieg gegangen wäre, auch wenn die Deuffchen keinerlei Kriegs^hand- lnngen gegen Amerikaner begangen hätten"', antwortete Wilson: „J aw o h l, ich denke das." Daraus geht klar hervor, daß Amerika von Anfang an auffeiten der Alliierten kämpfte. Wir Deittsche sollten uns also nicht so viel im eigenen Lager herumstreiten und «nS nicht selbst die Schmld aufladen sondern dorthin blicken, wo die wircklich Schuldigen sind, ins Lager der Feinde! K. F. D-r.
auKgsWgelte Dokument, das in 440 Paraara. ghen die Wnstigen Beziehungen zwischen Deutschland und den alltterten Mächten ordne« oll. nirgends rechte Anerkennung. Besonders 'rttffch wird eS m Frankreich und Amerika be- Kochtet. De» Franzosen ist es anscheinend noch nicht genug der Demütigung. Die regierenden Männer «ttt dem haßerfüllten Clemeneeau cm der Spitze fürchten sich, solange das deutsche Volk noch frei atmen tarnt, und versuchen den kranken Volkskörper noch hier und da anzu- -apfen, ehe ste sich auf die vertraglich festgelegten Dostimmungen verpflichten. In Amerika Hst man ivegen Schantung-Angelegenheit unzufrieden. Man blickt mit Kriegsgelüsten nach dem heimlichen Feinde jenseits des SMen Ozeans, nach Japan, und grollt de« brttischeu Vetter, weil er dem Japaner einem Lohn versprach und sich noch allerlei andere Unlanter- -'etten. Geheimverträge und versteckte AnneNiv- Menf Hut zu Schulden kommen lassen. Die Un- zufrzedenHett treibt nun auch die Amerikaner eazu, mit Enthüllungen an die Oeffent- lichkeit zu treten und hinter die Kulissen der Friedenskonferenz zu leuchten.
Daß bei den Friedensberatungen in Versailles viele unsaubere Dinge mttfpielten, ist ja jedem Deutschen bekannt, und die EnthWun- aen, die der Senator Bullilt im amerikanischen SenatSansschuß machte, zeigen uns nichts Neues, ©ie sind aber eine fetjr wertvolle Bestätigung von gegnerischer Seite aus dem Munde eines Mannes, der dabei gewesen ist. Bullitt war Mitglied der amerikanischen Frie- densabordnung. Man hörte von ihm zum wsiemnal während der Friedensverhandlungen, »l§ er gegen das Beraten des MnserratS hinter serschlossenen Türen und gegen die Verhand- kungSmethoden überhaupt Protestierte und aus tret Abordnung austrat. Er erklärt auch jetzt oieder, daß die vierzehn Punkte Wilsons auf der Konferenz überhaupt keine Rolle gespielt haben. Lloyd George und Cle- menreau haben Wilson gar nicht zu Worte kom- nen lassen und Wilson hat sich mtt triefet Nichtachtung seiner Vorschläge zuftieden gegeben. Selbst Staatssekretär Lansing. Wilsons rechte Hand, habe im Mai dieses Jahres in Paris rsagt, das amerikanische Volk würde den riedensvertrag ablehnen, wenn es wüßte, was der Vertrag bedeutet. Lansing habe sich auch damals gegen die Annahme eines armenischen Mandats durch die Vereinigten Staaten ausgefprochen, ebenso gegen das in seiner jetzigen Form nutzlose Völlkerbundsstatut und gegen die Schmttung-Regelung. Das »Selbst« bestimmungsr echt'der Völker". daSvorher als Erundsatz für Gebietsveränderungen ausgestellt wurde, ferner die Forderung .Freiheit der ®eere“, die den Amerikanern sehr wich- tifl ist, sei aus der Konferenz niemals zur Beltuftg gekommen-
Sie ®ef6aseeies=6eimlelr.
Agitation der Kommunisten.
(Privat-Telegramm.)
Mannheim, 19. September.
Die hier eingettoffenen Kriegsgesangenen verließen gestern wieder Mannheim. Ein Zug mit sechshundert Mann Ong nach Norden. Die übrigen Seimgekehrten reiften einzeln nachhause. Während ihres kurzen Aufenthaltes in Mannheim sind die Leute von den Kommunisten in der zudringlichsten Weise bearbeitet worden. Diese Bemühungen können aber im allgemeinen als erfolglos gelten.
UsbenkichMo der Sott.
Artikel 61 der Verfassung ungültig.
(Privat-Telearamm.)
Berlin. 19. September.
Wie die Deuffche Allgemeine Zeitung von zuständiger Stelle erfährt, ist die Antwort» n o t e der Reichsregierung an den Verband, betreffend Artikel 61 der ReichSverfassung. gestern abend durch den Führer der deutschen Delegation, Freiherr« von SerSner. in Paris übergebe« worden. Die Veröfftntlichuna der Antwortnote wird heute erfolgen.
Ser Friedens-Vertrag.
Enthüllungen im amerikanische« Senat.
Der in den Versailler Verhandlmmen so Mmmerkich Mißhandelte Friedeusengel kann keine Ruhe finden. Verstümmelt und kaum le- benssiähia, wankt er zwischen den Völker« einher, ohne irgendwo Gegenliebe zu finden. In Deuffchlond, ja, da wäre er gerne gesehen, Wenn nicht die Feinde ihr Zerstörungswerk hier noch fortsetzten. Wer ste wollen noch keinen Friede«. We wollen nur Macht und materiellen Gewinn und sich bereichern auf Kosten der Besiegte«, die für sie arbeite« sollen. In dieser Sucht nach Vorteilen kennen sie keine Grenzen,
werben. In einem englischen Lager haben dio Küche« dineft unverbrauchte Neberschüsse an, in DerttschSand so begehren Arft kein wie Reis und ME sem!ocht. Die Kantinen sowohk in den ftWizösifchm wie in den «»Kischen L-x
" ' aföaenwin irr.. ,r Vor-wÄtuny beut»
. sicher Gefamigener. Sie werben hnrreichend be- k : liefert. Je «oft Bedürfnis Wunen von den I Krlegsgefimyenen bei den Kantinen Befiellun, gen genmcht werden, denen «och Mvgftchftsi enffproche« witzd.
Nicht ß» gut ist es ttm die se elitzche Der-- «nG^sr DcheStzsekarrgems besirift,
Anarchie in der Stadt.
Lugano, 19. September. (Eigener Drahtbericht.) Die Agenze Centtake meldet aus Fiume: In der Stadt herrscht völlige Anarchie. Die Jagd auf die Jugoslawen hat begonnen. Die flawischen Bürger von Fiume wurden eingesperrt und mißhandelt. Die Mannschaft dÄnnunzioS besteht größtenteils aus der Brigade Calabrias. In den Fiumer Blättern wurde eine Proklamation veröffentlicht
unangenehme Folgen haben kann, nmnentiicö da die Eisenbahn in den nächsten Monaten durch die Beförderung von Kohlen und Hackfrüchten (Kartoffeln und Zuckerrüben) so in Anspruch genommen fein wird, daß ihre jetzige geringe Lei
der Aufforderung, auszuhalten. Am Nachmittag besetzte d'Annunzio das Grobentck-Plate.au bei Fiume und traf Anordnungen zur Herstellung von Schützengräben und anderen Fridbefesti- attngen gegen einen etwaigen jugoslawischen Angriff. An Zentrum von Fiume herrschte ge-