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Kaff^ter Abendzeitung
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Nummer 243
Freitag, 19. September 1919.
Fernsprecher 951 mch 951
9. Zahr^rm.
Fernsprecher 951 und 952.
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Kampf um den Friedensvertrag
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Zer sinkende Kurs
neutwÄen MLrUe fommen die
und
Australien wird ratifizieren.
UnrrrLächmu« rotifiyertn mäfinu
Bullff. Er hatte gesagt, das ainerAauische PoA tofttt» den Vertrag ablehnen, toemt es mA den GkryeWeiten vertraut toßre. Er befllr- nwrtete weiter bezüglich Rußlands, daß di» Alliierten den Vorschlag Lenins, mit der Sow- ietregiermra Frieden zn schließen, annehmen sollten. Die Sowjetregternng WW die Kontrolle über die Eilsenbahnen bebakten und verlangt Aufhebung der Blockade. Wie scharf die Stimmung gegen Wftsou U, geht darmts hervor, daß sein Antrag auf Auszahlung der Kosten der amerikanischen Friedensdelegation, die sich auf 935 Millionen Franken bekartfett, im Reprü- sentcmtenhaufe ahgelchnt worden ist.
Besprechung im Finanzministerium Der bedroMche llurssturz hat da? Reichs-
Arbeiter-Betvegung.
Neue gefahrvolle Ausstände?
- (Privat-Telegramm.)
Frankfurt a. M„ 18. September.
Bei de« Höchster Farbwerken und anderen dortigen Betriebe« ist die Arbeiterschaft kn de« Ausstand getreten. — Die Berliner Metallarbeiter habe« «M der gr3Wn Firmen der Metallindustrie ei« Ultimatum auf VrwiMgnna Grer Fordermlgen gestellt: bei Mchtbewilltguna wird mit dem Streik gedroht.
Df eeReUr ««wfie« Mrt4ta rnqm>« wichmt»» Achtmal eeb «war a beete. Set ttbeoeaeattSvretl betrfiet mtmeti. 1 jo Mark bet tretet SufteOuee tai Hm,« StftdUmgtn «erde» SÄerjeit een bet ®ef<6ätt*Tletle ober de» t'eten entfleßengCToeneen. Sredetei, BerUa esb tRebatliofa -, kchlachthosgrabc 36/30. Kit unnetlanjt etiigefonbte Bettr6ge tcmi Me MedoMem etee x etc atro ortur.g ober Genäht te leüietn Rette uberaebmen. Sifldjobtun j bee Beeeg#getbe< ober anfprttbe wegen eiwatget nicht ordmwgswöbtger Lte°etu»g meSgeschlotsen.
allernächster Seit durch da- australische Parlament ratifiziert werden wird. Die Annahme deS französtsch-eugkisch-amerikairrschen Schutzbündnisses durch das gleiche Parlament kann ebenfalls als sicher angenommen werden.
Holland in Betracht in der S ch w e i z
Lstrrisstatnd am 9l September 4,02, rm 10.
4.2L am 1L 4,37, am 1L 4,52, war, beziffert« ffk sich am Samsürg bat 13. schon aus 4,72 und am Montag, den 15. sogar schon auf SM. Wir haben also die ungehetwr Tatsache M verzeichnen, daß inmerhÄlb der kamen Zeit turnt 9. bis 13 September der Kms dös Schweixer Franken ton 100% gesti egen und demgemäß der Kurz
Lebenrmittel-Kriff?.
Ladeuschlietzmq, und Pwnderung.
(Eigener Drahtbericht^
Berlin. 18. September.
Di« meisten Berliner Lebensmittelgeschäfte hatten gestern ihre Läden geschlos- sem weil sie gegen die Zwangswirtschaft und hie Konnmnmlisierunq protestieren wollte«. Ms tcher das Publikum Flugblätter verteilte, worin zu« Boykott derjenigen Geschäfte, die ihre
omertumbpreifc «e ftebeagefpolte« ge«e f6r et»tzet»Nche aeschsst» * »ft, Ute «M. toörttae «iqetgen H Bt ReQame*eUe tta ewhetmtsche Geschäfte 76 »f, f»t «.«wLffte Geschäfte 1 SKI, -t-lf-che «ettagea »erb« mit 5 Start pro Saaten» berechnet. «Oe« mtt so*. •Zeuenm<t*.3ur»tae, Set Uebenatttomg v« «neetgen amt teleph. Wege wird fte durch H«r» fehler heroor,erufeae Irrtümer tetuertetHafNoftüderuomiuen. Für bie Lufuahme oonsitttetgee <m bemannte« Kegen ober Plitz« e*rt> keine Sewitzr getetttet ®efdfrlft« fiele »ülntsche Str. ä.
der Oberste Rat bestossen hab«, der gegrnwär. tigen ungarischen Regierung zu gestatten, ein« Gendarmerie aufzustellen. Darin erblickt nran die Gekwigcheit. die gegstwärtig- Regierung auzuerkennen. Aus diesem Gnmde fteht man in hiesigen Kreisen auch den Nachrichten einer Kombination Wetterle oder Perenyi mit gemischten Gefühlen gegenüber.
Der Vertrag für Bulgarien.
Berlin. 18. Sepientt«. sPrivat-Telegramm s Ter Oberste Rat der Alliierten hat vorgestern de« Wortlaut des Friedens Vertrages für Bulgarien endgültig angenommen. Die Uebergabe des Vertrages wird wahrscheinlich am Freitag stattfinden. Was die West grenz« Bulgariens anbetrifft, so ist Thrazien Griechenland zu- geteilt worden. Bulgarien erhält aber die Zusicherung eines freien Hafens am Arg. Meer.
Wird M' Regierung anerkannt?
Mir«. 18. September. (Pridat-Telee ammss
Grose» Gewicht lest man hier auf eine Mel-
Lksteneichs AMltchfrsge.
Die Forderung der «listrten bewilligt, sistiae«« Deahtmekdung.>
BerKu. 18. September.
Me zu erwarte« war, hat der Ausschuß ffrr au-smärttxe AnLÄegenheiten dem Bertange« des AMierwn!n»»s nachaegeben. Das Protokoll, wsri« der Artikel 61 der deMschen Derftrssims .-M nnaSltig erklärt werden soll, wird als' « a - terreichnet «* die RationalvmfmnMung
Set Friedenr-Verftass
Kämpfe im amerikanischen Senat.
(PriVat«Telegramm.s
Rkvr Schrecken in Angarn l
Sonderbar« Zustände.
lPrivat-Telearamm.)
Wien. 18. September.
Wie die Wiener Korrespondenz Erpreß meldet, hat der italienische Abgeordnete Morgari an di« soz ialdemokrcttisch.en Kcnmnerftartionen Jtaktens, Frankreichs. Englands und Belgiens eta Telegramm gerichtet, in b*m es heißt: In Ungarn herrscht ein Tchreckensregiment. 50000 ungarische Bstrger seien verhaftet. Vielfach würden sic in den Gefängnissen gelyncht. Hunderte würden Äglich erschossen oder anfgehängt. Aus der Donau werden täglich Leichen Ermordeter geborg«. Es sei dringend notwendig, daß die Regierung Friedrich ebenso gestürzt werde, wie di« Regierang des Erzherzogs Fosef gestürzt worden fei Das ungarische Proletariat verlang« «rach der brscherKchen Hilfe des Proletariats in den EnteutcLändern.
die Mach jetzt nur sDnfstchef Pfennig wert. ES «sch immer wieder daraus hingen»!esan werden daß jede wettere Entwertung der Mach neue Steigerung der Preise für alle eingeftihrtest »der vom WMmarkt beettMrßten Preise be- deufet. In der Besprechung wsrrdcn 6ee Pa- dttosorgsn chng^end erörtert. Es wurde in der Hauptsache betont, daß eine der wichttgsten VodcwLsetzlmse« für Me Hemuarna deS Wn-
8in Rmny-Birschlss.
Internationales Zahlungsmittel.
lPriVat-Telegramm.)
Paris. 18. Gchtember.
Im Matt« schlägt Professor Brunhild vom Kolleg« de Francaise zum Zwecke der Neu» ordnuna der Valuta vor. anstelle der Schatzscheine, mit denen Deutschland die Bezahlung der Wiedergutmachung und Schäden vornehmen will und die von der interalliierten Kommission wie Wechselbestände ausgenommen würden, i« allen Ländern ein internationales Geld im Werte vo« tausend Gold- franke« auszugeben. Die Warenkäuse würden dann mit diese« Noten bezahlt «erden, und Deuffchland könnte dann seine Schatzscheine tat diese« Noten wieder zurückkanfen.
ben müt 80 Pfennigen bszaihtlt, kostete am 9. September 402 Mark, am 10. 4.32, am 11. 4^7, VM 12. 4-®, am 13. 4,72 ttnS» am 15. gar 5.00 MaÄ. GcgclrMer dem FricLemsweiste ist damit der FoanLou haute auf mohr als 600% gestiegen, b-mgenE ist auch die ME in der Schweig xe fallen, die in. den ketz-ten Tagen nur mehr 15 bis 16 Pfennige gaift. — Noch twstLoser Kegen die Dinge in Holland. Der Kurs- stand Mr hsllSiÄrsche GuKdett, der im Frieden t70 ME galt, betrug am 9. Ssv-tamber 8P2, «m 10. Septomibrr 8,92, am M. Septencher 9,17, am 12. Schttemder 3,W. am 13. Seytemder VP2 und am 15. SeptsmLwr ga-r 10P0 Mark. Wir stehen hier vor der eiryigarttgM Tatsache, 'M wiederum im-neobakb sechs Dagon her kburs >n HttLwd sich zu 200% und sogar von einem
Mgm WffurM t* Errichtung sestör Zoll» grenzen tat Westen ist, durch die eS allein ermöglicht wich, die jetzt mchezu schranken, lof« Einfuhr wieder z« zügeln. DaS deutsche Boll selbst ist in der dadurch »ÄtMchrfiim, daß nm» MerMfstg« Warqn. inte <MS dem AuSLande kommen, nicht mehr kaust. Es muß aufS uachdrücklichfte betont werden, daß auf die Dimer auch die LSuLer, die die Besetzuwg im Westen anSüben, ein In- tereffe daran haben, di« WicherhersteAuftg fester dMtscher Zollavenzen zu evmSgAchen, wenn sie sich in Deutschland einen zahLungssiihigen Schuldner für feine DschflichtunHen erjhaltrn wollen. Reben der Errichtung der Zoklyuenz« bnm nur angespannte und planmäßige Arbeit, mff der sich eine Steigerung her Ausfuhr astsbauen muß. uns Helsen.. UüheitS- wAle, Ordnung und ziewemußte wirtschaftliche Reqeftmg sind aber auch Ne Voraussetzung
Wider Gvwvrten fft der MarwnS i« den fetzte« Tage noch mehr gestoNen. Das leichte Steigen vor c6»i Mei Wochen hat fetbet teilten Nutzen gekracht, tat Gsgerüsi^ der Kurs ist danach noch tiefer geMepr aks «r jemaG vorher war. FoSgenbe AuMllichg möge das ver- stnubildlichen: Ms die wichEigften und für di« Deurtsilung des MarAes aiuSschlasgeSenden
uzch die der Enkwertmtg der Mark entgegenwir- keu können. Deshalb muß immer wiredrrstoA werden: iröe Bewegung des MarMrses isttffcht eine AngelegenHeft, die ffetae Fachkreise mwrht, sondern sie ist ein WarnuwgSs^sinak für sämtliche Deutsche«.
Pari?. 18, September. (Mgene Drahttnel- trnnfl.) In den der FchedenAvnferenz nahestehenden Kreise« glaubt man amrehmen zu kSn.
stens 600 ME für das inländische, wenn später zu einer achtzigprozentiMi Ausmahlung segrife fen wird. Der Roggenmehlpreis, mnaeschlagen auf den Brotpreis, würde für die stmftöpftge Familie eine WnHenausgabe von 40 Mark bedeuten. Schmidt untersucht ebenso, wie der Flrischpreis sich stellen würde. Er macht etzt für eine fünfköpfige Fmuilie 8 Mark die Woche ans. wahrend der AuAlandspreis, der ja 5 Mark pro Pfund beträgt, zu einer Wochen- auAgübe von 21 Mark bei derselben Menge führen müßte. Kartoffeln werden tat Herbst vcchrscheinKch bis zu 15 Pßg. pro Pfund aus- chlagen. Das bedeutet für die genannte Fa- nÄe eiae Ausgche von 5.25 Maik pro Woche bei sieben Pfund Kartoffeln. Die vom Ausland inHefiihrten S'.rrttrffcfn erreichen aber einen
Preis bis zu 40 Mark pro Zentner. Nimmt mau einen Durchschnittspreis von 36 Mark an, so würde die Preissteigerung sich hier bis auf 12,25 Mark erhöhen. Zucker uhält nach der etzigen Rattouierung jeder eineinhalb Pfund v-ro Monat. Das ergibt für die Familie eine WochemmSgah« von 1,05 Mark. AuSkandstzucker «wer steigt gr-Zcnwärftig bis ans 8 Mark pro „ PftmL, fodcch sich hier die Ausgaben für b« * Woche cttf K Mark erhöhen. Am bedenklichsten wäre es mit der Milchliesernng Gegen- würkra kostet ent Stier Milch etwa 80 Pfg. Mmnft man cm, daß der Wnfföpftgon Familie emeinhaD Liter MAch zur Verfügung'stehen, o würde dies röte Wochenausgabe von 8J0
Köslin kam e8 z« Plünderungen von Lehensmittel, und Belleivungsgeschüften. Das MMtär zerstreute die Menge und nahm einige Verhaftungen vor. Die Bevölkerung sandte ernt Abordnung an den Landrat, um eine Besserung der Lebensmittelversorqtntg zu veranlassen. Bedauerlich ist, daß der Schaden ziemlich groß ist. Die Polizei war machtlos, und die Garukso« griff nur zögernd ein, da sie zu schwach war.
den hat, vermögen Außenstehende garnfcht zu erkennen. Mm möge die Dtaye betrachten, wie man will: Die ausfck't^ggsbeichen Ursachen für diche troMosen Zustände liegen zunächst SrmmA darin, daß wir für MMaTden an Waren einfichrrn. während wir teitw uemreuswer« ten Gegenwerte Erführen, g««t zweiten darin, daß bei «nS immer noch nicht genügend prodn- tftert wird. BE>e Motive stehest nun fteilich In engster WochsiesbeziShunp M Äna-stder. Auch das WrrtschMch beMmdSerte DM könnte es «us die Dotter nicht berimagat., daß ss mehr Mredit beansprucht, es Bürgschaften zu bieten hat, und daß eS auf d-ft Dauer: nicht am« stöbt, immer gewMigere Mengen cinMsühren und damit die VrrsrjstSd-ung nngecheueMch an« wachsen M kaffen, ohwe auf ter anderen Seite VKvos zur Herulmmg oder Abtragung dieses Schwld-nfochs M tun. Di« Negkeruna Sann vnd darf diesen erschreckend ernsten Zustäuoen Eft länger mehr xuscheu. Sie muß aus dem Redon jwt Handel n^onmten, sie muß der deutschen DoWswirtschaft wieder eine vernstnf- ttge Grm-chlage sichern, und fei eS E Mittekn den Slmttssutovität. West« das nicht bald mch sticht durchgreifend genug geschieht, dann versinkt «Nes, was Wr nÄMam uns noch bis Haut; bewährt Haden, im EhaoS zusammen.
Em LichSffck ta dfefer Trübsal bietet sich vnS setzt vielleicht dadurch, daß unser Met« fchaftsleben einest kleinen Anlauf zur Besserung immmt. Mr gestern tekegraphlisch gemeldet wurde, nimmt die Kohlenfördernng erffoeMchenweffr zu, so daß zunächst für dir Eisenbahn est gesorgt wird, die ihre knav- Pen Bestände wieder auffüll-m können. Der Wrtznverkehr ist damit ffir absehbave Zeit sicher gestellt und röte Katastrophe tat TranZport- toefen glücklicherweise verhütet. Da auch bt< Werkstätten wieder schuellir arbeiten, scheint etae drohende Gefahr beseittzp M fein. Zu wünschen und zu hoffen ist, daß diese Besserung ans die Industrie wirkt und demPlkssg« "tanzt einen Etafluß auf das Ausland ansWt. Wenn ein Steige» der-Valuta auch nickst sofort bemerkbar w-rd, so St es doch zu erwarten, so- taLd AHMüssc für die Ausfuhr deutscher Waren getätigt werden können.
Haag, 18. September.
Wie aus Washington gemeldet wird, ntamtt die Erörterung des Friedest-tvertragS tat; Senat erregte Formen an. Gegenstand des I Streftes bildet die Aeußernng des ehemaligen
d'Anmmzio als Sittetot.
Italiens Ftw«-Abenteuer.
(Gigene Drahtmekdung.i
Lugano. 18. September.
Dir Lage in Fiume hat sich nicht geändert. VAmtunzko arbeitet Wetter als Diktator. Er kietz nnmneHr auch den General Pettoka verhaften. weil dieser den Stamärsch des Generals Robiland ans Istrien $n svät g-ufeldet hat. Verhaftet wurde ferner der Admiral Bassanova, der nrtt zwei Kreusseru in Fiume statras, um ine Ausfahrt der Schiffe zu erzwingen. feAn- mtnzio richtete einen Bries an den König «nd Verfaßte ente Proklamation an das iEenifche Heer. Die Brigade Regina soll sich vollständig dem Kommtando dAnnunzios unterstellt haben. Die Pariser Rachrichten bcstättgen den Beschluß eines italfenffch-englffch-ftrruzSflichen Abkommens, wonach die Stadt Fttrme a-rebenenfallS unter rtakfenrfche Berwattuna kommen soll. Die Zwischenfälle in Ftame wurden auch in der gestrigen Kammersitzung besprochen.
ReLebeusmittelfrage
Verteuert oder verbilligt der freie Handeli
Hebet die an« Stets« 1-tterrsflerenn 9>age, 06 dtr Zn-angöwietfchast für £e »etrtmittel anfgehabs» werden soll ode« »t»t, üntzert sich der Reich-Wirtschaft» «totster Schmidt in ansführticher Weife ReichswirtschcrstsMinister Schmidt erklärt daß der freie Handel die Ware nickt verbillig« wie man früher gesagt habe, sondern im Gegen teil verteuere. Dafür führt er folgende Beispiele an: Wir haben in diesetn Jahre ein« ziomltch günstige Obsternte. Obst ist in der Bewirtschaftung frei. Die Folge ist. -atz t ein Pfund Aepsel oder Birnen im Kleinandel nur tzu unerhörten Preisen zu laufen ist »ort Jahre aber war in Berlin ein von 35 bis 50 Pfg. festgesetzt. Für ier ist der Preis von 70 Pta- das Stück dus 40 Mark gestiegen. Sehr interessant hat dci ersuch, die Fifchbewirtschastung frei rgeben, gewirkt. Bei den Aulti onen stiegen dir •reife für Schellfische, die vor Freigabe 50 bis ,j Pfg. das Pfund betragen hatten, auf 1,60 Mark und darüber. Schollen stiegen von 32 bis 90 Pfg. auf einen Preis bis 2,74 Mark He ringe gingen bis aus 2L0 Mark das Stück hin auf, gegen einen Preis vor der Freigabe von 1 Mark. Die Zustände gerade auf dem Fisch markt würden unter der freien Bewirtschaftung so unerträglich fein, daß. selbst ein erheblicher Teil der Interessenten das Unmögliche dieser Preistreiberei einfdfen würde. Die Folgeu machen sich zunächst wieder in einigen örtlichen Unruhen bemerkbar, die verständlich sind» aber politisch doch unerwünscht bleiben. Bei dieser schr zweifelhaften Erfolgen der freien Bewirt
fertig, den Smubpiuckt veröÄM vver bei
kurzem in einer Unterredung mit einer land - wirtschaftlichen Jnteresfentengruppe zum Aus.
druck kaut» daß solche Marklkrawalle nur die erwünschte Ermäßigung in der Preisfordermts herbefführen würden. Es muß davon abgesehen werden, die sehr bedenMchen Folgen, die bi Freigabe der Lederwirtschaft im Gefol^ Hatz hier zu erörtern, da in der Regel die größt >
Aufmerksamkeit dem Lebeusmittelmarkt
zugewcmdt wird. Gäbe man die' Bewtrtschasi a-öllig frei, so würden sich sehr bald Zn-
Herausstellen, über deren Wirkung bie.
&igeit, die heute die Aufhebung fordern, leb» t überrascht wären Die Freigabe der Be wirtschaftuna mutz natürlich auch die Aufhe bung der Rationierung und der Preisbindung zur Folge haben. Eine Verteilung der Waren kann nicht erfolgen, wenn sich die Ware nicht ta den Händen der Verwaltung befindet. Nur unter denselben Voraussetzungen kann auch der Höchstpreis gehalten werden. Die freie Bewirtschaftung bedeutet 'zugleich Anlehnung an den Weltmarktpreis mit den Ausschlägen, die durch den schlechten Stand unserer Valuta der- ursacht werden. Die Bevölkerung erhält gegen. wSrtig pro Woche ein Brot tat Gewicht von viereinhalb Pfund zum Preise von 1,40 Mark Für fünf Personen bedeutet das eine Wochen- ausAabe ta der Familie von Mark. Schmid untersucht nun, welcher Preis
bei Freigabe in der Preisbildung
erreicht werden würde. Er kommt darauf, daß , der Brotpreis für eine Familie 15,75 Mark betragen würde. Das ausländische Mehl kostet