Nummer 242
Donnerstag, 18. September 1919
Fernsprecher 951 und 952.
9. Jahrgang.
Fernsprecher 951 und 952.
Kohlenförderung und VerkehrsMahme
Durch Franzosen derdrkngt.
sten Zuzuges
TU teffder S>««s!«Lachrtchre» erfdjcütcn»>6d)tnUte fedflmai uäS »war ab»ab«. Der ebemtentcntivret« beträgt mo»«ti. 1 JO Mark bei freier Zvftellmtz te* Haar. Bestellungen werde» jederzeit oett der VefchLstsstelle oder de» Bote» entgegengenommen. Drackerel, verrog »nd SiedaNion; Schlachthofstraße 28/90. Für unverlangt etngefandte «etträge l<mn die Reboftitm eine Verantwortung ober Sewähr in keinem Falle übernehmen. Rüttzadlang der «ezagsgeiber ober Ansprüche wegen etwaiger nicht ordnangSmSbiger Liesernng auSgefchlosten.
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durch stattfindenden dauernden RequMerung von Wohnungen und Zimmern. In Hetzer, Lud« wigshafen und Türkheinr-Bolanden haben die Franzosen die Stadtverwaltungen beauftragt, in vier Wochen etwa fünf« bis sechshundert Wohnungen zur Verfügung zu stellen. In Koblenz hat die alliierte Rheinlandkommisston das Gebäude des Oberpräsidenten ohne weiteres für ihre Zwecke in Besitz genommen, sodaß der Oberpräsident fetzt Wohnung sucht.
seren Verpflichtungen Nachkommen können, will Herr Loucheur nicht so grausam sein wie Cle- menceau oder Klotz, sondern er empfiehlt, Deutschland mit Rohmaterialien zu helfen. — Wenn man sich nicht im Ton seiner Rede täuscht, scheint Minister Loucheur wirklich auf ein künftiges Zusammenarbeiten mit Deutschland auf vernunftgemäßer Grundlage hinzuwirken. Immerhin seben wir auch in seinen Angaben eine ganz falsche Voraussetzung für die künftige deutsche Kraft. Auch er ist, wie alle seine Mi- nisterkollegen. von dem Gedanken erfüllt, daß Deutschland zu dauernder Sklavenarbeit verurteilt sei, damit Frankreich desto leichter blühen und gedeihen könne. K. F. D»r.
Unter der Fremdherrschaft.
Tiefstand des MarkkurseS.
(Privat-Telegramm.)
Landau, 17. September.
3*r deutsche Markkurs hat im Gebiet der achten Armee in der Rheinpfalz den gröfi- ten Tiefstand durch die soeben erfolgte Festsetzung auf 17 Centimes erfahren. Cs must als geradezu imerhört bezeichnet werden, daß die Besatzungsbehörde, die sich doch immer rühmt, den wirtschaftlichen Berhältniffen der Pfalz nach jeder Mästung hin Rechnung M tragen, eine solche Cntwertung des MarKnrses verfügte.
Laudan, 17. September. (Pritmt-Telegramm.) In der Rhetnpfalz und im Rheinland herrscht wachsende Erbitterung unter der Bevölkerung wegen des fortgesetzt französischer Familie,
Willkürliche Strafe.
Zweibrücken, 17. September. (Eigene Draht- melvung.) Der französische Mikitarverwalter hat der Stadt Zweibrücken eine Geldstrafe von 20000 Mark auserlegt, weil sich der Veramasser der Kranzniederlegung am BtSmarckdenk- malm Zweibrücken am eryen September nicht relwillig gemeldet hat.
Mhe in Sherschlesien.
Hörsina tritt niM zurück.
(Privat-Telegramm.)
Berlin. 17. September.
Don verschiedenen Seiten kommt das Gerücht von einem bevorstehenden Rücktritt deS Staatskommiffars H ö r s i n g. Wie von berufener Seite verlautet, entbehrt diese Meldung jeglicher Begründung. Die dem Staatssekre- tarirot Vorgesetzten Stellen sind, wie schon wie- decholt mitgeteilt worden ist, auch bei sorgfältigster Nachprüfung der Maßnahmen des Staatskommiffars Hörsing bisher stets zu der, Ueberzougnug gelangt, daß seine Tätigkeit für die ihm anvertrauten Sachen nur vorteilhaft war
Wiederaufnahme der Arbeit.
Breslau. 17. September. (Eigener Draht- bericht.i Reichskommiffar Hörsing weilte gestern in Waldenburg, um durch Verhandlungen mit den Vertrauensleuten der Arbeiterschaft den Ausbruch des Generalstreiks zu verhüten. Neber das Ergebnis der Verhandlungen kann mitgeteilt werden, daß die Arbciters.laft ruhig ist und die Arbeit in vollem Nmsanm wieder mftmchm. Die Arbeiterschaft fiat gleichzeitig den Widerstand gegen den Eintritt in die Einwohnerwehr aufgegeben.
Südlich eine SeSenmg.
Kohlenförderung «nd Verkehr nehmen zu.
(Eigene Drabtmeldung.s
Berlin. 17. September.
®fc Zunahme der Kohlenförderung in Oberschlesien hält an. sodaß es den Eisenbahnen möglich ist, wieder größere Reserven an- znlegen. Damit zeigt sich auch die Aussicht auf eine Verbesserung des Eisenbahnverkehrs. Reue Zugeinschränkungen sind jedenfalls nicht zu erwarten, wenn der jetzige Zustand anhält. Mehrere Schnellzüge, die zur Zett der Kohlennot eingestellt waren, sind bereits wieder eingeführt worden, so z. B. auf der Strecke Halle - Nordheim -Kassel- Köln. Es wird auch versichert, daß die Reparaturwerkstätten letzt schneller arbeiten. Das alles sind Lichtblicke in trüber Zeit.
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Gibt Frankreich Lokomotive« zurück?
Berkin, 17. September. (Privattelegramm.) Die Pariser Zeitung „Mattn" teilt mit. die französische Regierung habe beschlossen, von den 9000 gelieferten deutschen Lokomotiven 1700 zu- rückzugeben, weil die schlechte französische Kohle nicht dafür zu verwenden fei und weil die Lokomotiven für die französischen Geleise zu schwer seien. Dazu schreibt die amtliche „Deutsche Allgemeine Zeitung", daß Deutschland nicht nur 2000 Lokomotiven abgeliefert hat sondern die voll verlawgte Zahl von 5000. Daß E Teil dieser Maschinen für den leichten französischen Unterbau zu schwer sei, wurde in der französischen Presse wiederholt besprochen. Von eener Rückgabe dieser Maschinen ist aber niemals die Rede gewesen Soweit das Blatt unterrichtet ist. ist auch bisher an keiner dar amtlichen Dienststellen von einer jetzt beabsichtigten Rückgabe etwas bekannt. Ob Frankreich die Absicht einer solchen Rückgabe hat. läßt sich zur Zeit noch nicht feststellen
Sevtschlavds Lasten.
Erörterung ht der französischen Kammer.
Es sind erst wenige Tage her, seit wir durch die phantastischen Zahlen des französischen Fi- nanzministers Klotz, der mit seinem Aus- sauäungsplan dos darniederliegende Deutsch- kano vollends zu vernichten drohte, verblüfft wurden. Eine Rechnung von über vierhundert Milliarden Franken hat er uns aufgestellt. Hier tat Lande wird wohl niemand den Mann ernst genommen haben. Man wunderte sich, nur, in welcher wirren Geistesverfassung in Frankreich Regierung und Volk sein müssen, wenn sie sich ans solche Werse blauen Dunst vormachen taffen. Auch im neutralen Auslande hat man sich geäußert, daß die ftanzösischen Ansprüche alle Grenzen der Vernunft übersteigen und daß Frankreichs gehässige Politik wirflich n ich t ge- klgnet fei, ein künftiges Zusammenarbeiten zu erleichtern. Aber es gibt doch noch einen Mann m der ftanzösischen Regierung, der trotz der fiegesberauschten Pariser Luft die Dinge nüchtern ansieht. Der Minister Loucheur, der bei den Verhandlungen mit Deutschland über die Ausführung des Friedensvertrags eine wichtige Stellung bekleidet hatte, äußerte sich am Sonnabend in der ftanzösischen Kammer ausführlich über die deutschen Verpflichtungen. Er ist weit entfernt von den unsinnigen Forderungen des Frnanzministers 'und sucht festzustellen, was Dautichtand leisten kann. Wenngleich er sich bemüht, auf dem Boden der Wirklichkeit zu bleiben, betrachtet er die deutsche Leistungsfähigkeit »och mtt zu viel rosiger Hoffnung.
Er beschäftigt sich mit dem Problem der Wiedergutmachung und dann mit der y rage des wirtschaftlichen Wiederauf- b au es ^Frankreichs Wenn die Werte, die Frankreich von Deuftchland verlange, traumhaft hoch erschienen, so müsse man bedenken, daß sich Eh der Wert der Waren seit 1914 verdreifacht fjä&e. Wolle man von Deutschland, so sagte er, achtzehn Milliarden Goldmark alten Wertes während zwanzig Jahren verlangen, so fei das unmöglich, aber wenn man die Summe nach dem neuen Wert berechne, dann fei es doch möglich. Wenn das gegenwärtige Deutschland, bas rn seiner Industrie ins Schwanken geraten fti, sich wieder erholt haben werde, dann werde es wieder schöpferisch, arbeitsam und orgmri- sammskvästrg sein. Er glaubt, daß es sich nach Eluer Zeit von fünf bis sechs Jahren herans- gearbeitet haben werde. Diese Ansicht begrün- bet er damit, daß von 1875 dis 1910 die Bevöl- .Deutschlands sich um 52 Prozent ver- nwhrt, die Sterblichkett aber um 38 Prozent ver- Mftchert habe. Don 1891 bis 1911, also im Zeitraum von zwanzig Jahren, sei der deutsche Außenhandel von drei Milliarden auf neun
J^fLeseTt- Die Zahl der deutschen Alberter habe sich in fünfundzwanzig Jährest von 820000 auf über zwei Millionen gesteigert, der minderjährigen Arbeiter aber ver- doppelt Aufdem Gebiete der Landwirtschaft sei dre deutsche Anstrengimq geradezu bewunderungswürdig gewesen. Aus diese:. Betrach- ttr^en heraus glaubt er, daß die Entwicklung auch später, wenn Deutschland sich wieder er- W habe, so Wetter gehen werde. Er vergißt Ezz-daß wir von jetzt ab nicht mehr aus her« ^lben Grundlage wie früher arbeften können. Denn nachdem durch den Friedensvertrag große ,^c miserer Erze, Kohlen, Vieh, Landgebiete nnb unsere Handelsflotte geraubt worden sind »aaegen die bei uns zu ernährende Bevölkerung llbwere"außerdem uns KWere wirtschaftliche Hindernisse in den Weg bklA rv-erden, ist die Wiedergenesung Teutsch- Es mch damit feine LefttungsfähiKtt außerordentlich gehemmt.
^-MiEer Loucheur betont, daß Deutschland alle aus Frankreich weggeführten Gegen- ^."^,E.»urückerstatten muß. Diese Zu- rückmsta»rnghat begonnen, und er erklärt, daß , ^"^N^bkegrerung in loyalster Werse mit- ■ 9®Tt owse Gegenstände wiederzuftnden und zu- !
es übernommen, durch "Selbsthilfe etwaiger Ausschreitungen in der Preisbildung vorzubeugen. Fische sind nämlich immer noch knapp was in erster Linie auf die mangelhatte Kvh- leNlieferung znrückzuführen ist. Tagelang, selbst wochenlang Kegen die Dampfer in dem Gceste- münder Fischereihafen, um auf Kohlen für eine neue Fangreise zu warten. Dadurch wird dir ErgiemAxtt her Fischerei natürlich beeinträch- ganz abgesehen davon, daß unnütze Koster für Dersicheruna und Unterhaltung der Schifte entstehen, die wieder den Frschpreis beeinflussen. Roch ein Umstand außer dem Kohlenmangei ist es, der ein-, störungslose LdtSübung bet Fischerei wie im Frieden verhindert, nämlich die 1-inengefahr. Hunderte von Minensperren und Tausende und Wertausende v«r Mi>
' Sie Hochseefischerei.
Fischfänge nach dem Kriege.
Der nachstehend» Bericht gibt eine SchNdernng de- Lage tm «chiffahrtsge» werde »nd von» jehigsn Fstchereibetrieb.
Don der Wasserkante wird uns geschrieben: Auch im Vinnenlande ist man über die einschneidende Bedeutung des Friedensvertrages für unsere blühende Seeschiffahrt wohl unterrichtet, aber so recht handgreiflich tritt sie zunächst nur den Bewohnern der Hafenstädte entgegen, in denen ein großer Teil der Bevölkerung unmittelbar — als Schiffsbesatzungen, Schauerleute, Werftarbeiter usw. — von dem Schiffsverkehr lebt und unmittelbar eine große Anzahl gewerblicher Betriebe und HandelSge- . schäfte durch die Schiffahrt und die schiffahrttreibende Bevölkerung in Nahrung gesetzt wird. Den zu allernächst Betroffenen, den Schiffsbe- ■ saHungen, sind vom Reich jo Versprechungen, denen fteilich die Taten noch folgen sollen, gemacht ’ worden, und die großen Schiffahrtsgesellschaften, wie der Rorddeuftche Lloyd und andere, versuchen, ihren Bordangestellten durch Eimich- - tting von unentgeltlichen kaufmännischen Kursen und dergleichen den Uebergang in andere Berufe zu ermöglichen oder wenigstens zu erleichtern. Nur schlimm, daß auch andere Berufe überfüllt sind, und so gibt es in den Hafen-' (tobten eine ganze Anzahl Familien, denen die Zukunft noch recht ungeioiß ist. Jüngeren, unverheirateten Seeleuten aller Grade ist die Abwanderung in ausländische Handelsflotten noch möglich, und mit einem amerikanischen Lebens- mitteldampser sind zum Beispiel vor einiger Zeit fünfzig Mann — Maschinen- und Deckper- lonal — nach drüben gegangen, um unter dem Sternenbanner anzumustern. Der Zweig-unserer Seeschiffahrt, der, soweit es der Kohlen- mmigel zulaßt, voll in Betrieb ist und die deuftche Flagge auch außerhalb der Nord- imt Ostseefahrt wieder zeigt, ist die
Hochsee-Fischerei.
die von einigen Nordseehäfen aus betrieben wird. Während des Krieges war sie stark eingeschränkt, da die feindliche Blockade ihr nur einen engen Spielraum ließ und ihr nicht gestattete, weiter als Helgoland und List zu gehen, auch in diesem verhältnismäßig dicht unter dem Schutz der deuftchen Küste und der deutschen Flotte liegenden Gebiet war sie nicht ganz sicher, sodaß im Oktober 1915 in wenigen Tagen über dreißig Dampfer und im November 1917 nochmals mit einem Schlage acht Fischdampfer von englischen Seestreitkräften überrascht und teils versenkt, teils nach England aufgebracht wurden. Daneben gab es auch Verluste durch eigene oder seinliche Minen, und es gehörte der ganze Wagemut deuftcher Reeder und deuftcher Seeleute dazu, den Kriegsgefahren zu trotzen. Im übrigen war nur ein Teil der Fischdampferflotte in ihrem eigentlichen Beruf tätig, da sehr viele, und zwar die neuesten und größten Schiffe, von der Marine als Vorpostenboote und Mnensucher in Anspruch genommen wurden. Daß es in diesem Dienst nicht ohne Verluste abging, ist selbstverständlich, und unsere Fische- reiflotte hat sich deshalb während des Krieg-- nicht vermehrt, und dazu tritt jetzt noch die im Friedensverirag vorgesehene Ablieseruna eines Viertels der Tonnage unserer Fischerei, fghrzeuge. Die Zwangswirtschaft, bei während des Krieges fast alle Lebensrnittel und Rohstoffe unterworfen worden sind, hat sich auch mrs die Fänge unserer Fischdanchfer erstreckt. Nicht wie im Frieden war der Reeder berechtigt, über die Fänge seiner Schiffe nach Belieben zu verfügen, sondern mußte sie an eine KriegSgesellschaft abliefern, die die Fänge nach den Anweisungen deS Kriegs ernährungsamteS auf das Binnenland verteilte, wobei hauptsächlich die Großstädte und die Jndustrieb-zirke berücksichtigt winden. Da Fisch ferne Ware ist wie Getrekde und Zucker, sondern die mannigfachsten Unterschiede m Sorten und Qualitäten aufweist, war diese Zwangswirtschaft mit erheblichen Mängeln behaftet, und man hat sie deshalb vor einiger Zett aufgehoben. An. statt der Behörde« hat
der freie Handel
I^-.kst selten. Für acht Milliarden Franken Werte sind bereits zurückgeliefert worben und außerdem fast eine halbe Million Ton- «n industrielles Material wiedergefnnden wor- dem Die deutschen Fabriken fallen für die Wiederherstellung der verwüsteten ftanzösischen Fa- brcken arbeiten nnd viel Material liefern. Besondere Genmftunng macht es len Franzosen, daß tont ihnen von der Handelsflotte so- tnel Tonnage geben müssen, wie sie vor dem Kriege hrtten. Auch die Kohlenlieferung ttdt ihnen Anlaß zur Freude. In den ersten fünf Jahren muß Deuftchland j« zwanzig Mil- sionen Tonnen und in den darauffolgenden fünf Jähren je acht Millionen Tonnen liefern, außerdem noch die jährlichen sieben Millionen Tonnen, die Frankreich vor dem Kriege von Deutsch- tand bezog. Aks Gekdentschädigirng muß
Da die Geaenmaßnahmen im Fiumer Zwi- fchenfall völlig erfolglos st-rd. soll der Rückftitt des Kabiuetts Ritti bevorstehen. Nach bem Mailänder Blatt „Seedo* wächst die Freischar d'AnnMlzioS lawinerchaft an.
_ _ Ihre Zahl beträgt bereits 20000 Mann. Man e n unü» her da» rechnet *at iuternatiomrien VerMckluLaen.
Kasseler NeUste Nachrichtm
Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung
Französische Schule.
Saarbrücken, 17. September. (Privattele- (tramen.) Unter dem Ehrenschutze des Generals Andlauer wird am 1. Oktober in den Räumen der Saarbrücker Oberrealschnle eine mittlere Lchranstalt für Kinder ftcmzösifcher FamMen eröffnet. Das Lehrpersonal besteht nur aus Franzosen. Später wird die Schule auch Ein- hettuffchen in rein französische Fächern zn- ffänglich gemacht werden.
Tritt frjlewt mrSck?
Noch eine Anstandsfrist.
(Privat-Telegramm.)
Berlin. 17. September.
Bon hervorragender parlamentarischer Seite erhielt das „Freie 23ort" die Versicherung, das Kabinett sei sich darüber einig, daß der Rücktritt Erzbergers zu erfolgen habe. Es könne ihm nur noch eine kurze «nstandSfri« einqe- räumt werden, itm den Rücktritt nicht mit den Ereignissen der jüngsten Zeit in unmittelbaren Zusammenhang zn bringen.
Sie Gefangenen-Srimsihr.
Weitere tägliche Vermehrung.
Rotterdam, 17. September.
Die Londoner „Times" melden: England hat die Erhöhung der Zahl der beimzUbekgr- bernben deuftchen Kriegsgefangenen auf täglich 6000 Mann vom kommenden Montag an ange- ordnet. Von nächster Woche an wird ein Teil der Kriegsgefangenen über hoMndifche und deuftche Häsen nach Deuftchland geleitet.
Regier«ngr°Berwgunge«.
Die Zwaugswirftchast besteht weiter.
(Privat-Telegramm.)
Berlin, 17. September.
Wie wir erfahren, kommt für die nächsten Monate eine weitere Teflanfhebung der Zwangswirftchast nnb der Bezugsfcheinpflicht ht Deuftchland nicht in Frage. Aus zuverlässiger Quelle verlautet, daß die Wiederzulaffung deS freien Handels, solange der Tiefstand der deuftchen Valuta anhält, ausgeschlossen ist.
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Zahlungen an Arberterräte.
Berlin, 17. September. (Eigene Drahtmeldung., Me wir erfahren, ist eine Verfügung des Ministers des Innern und des Finanzmini- sters bevorstehend, wonach Zahlungen an kom- munisttsche Arbeiterräte aus öffentlichen Mit- tebn nur dann noch zu leisten sein werden, wenn entsprechend« Beschlüsse der Gemeindevertretungen hierzu vorliegeu.
Raffens Fmme-Abenteuer.
Internationale Berwickkungenf (Eigener Drahtbrricht.)
Lugano, 17. Septeucher.