Kasseler Neueste Nachrichten
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9lttmmer 24L Fernsprecher 951 Mld 95S. Mittwoch, 17. September 1919. Fernsprecher Kl und 952. 9. ZahrgSNS.
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Vertretungen Deutschlands and Mens.
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deutet.
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onSrat Breitling unterstützt werden.
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Nachrichten . Abftilnng
gegen den Angeklagten üfefl.
10 Jahre
1
Das Siadtparkaurent.
t- äjtffe kommen können, bedarf keines Beweises.
der hn
d'Annunzios von dem Plane unterrichtet war. Der Plan ging van der DsrauSsetznng «ms. daß dir Verbündeten, vor eine vollendete Tatsache aestellt. nachgeben würden. Dieser Bericht des Avanti hat in französischen, englischen und ernte. rSanischen RegiernngSkreifen Aufsehen erregt.
Zuchthaus gegen die Angeklagten Kick, Völkel. Huber und Schnntftle. — Freispruch für den Angeklagten Petermaier.
düng sagte« die FrmNofen Hilfe sm. Bemer- kenswert ist, daß die Kriegsgefangenen durch- weg sich ihren Batriotisntus bewahrt ha- ben Kttb sehnsüchtig warten, bis ste am Wicder- ausba« Deutschlands mithelfen können.
Wußte die Regierung Bescheid?
Zürich, 16. September. (Privat-Telegramm.s Wie die Reue Züricher Zeitung von der italie. nischen Grenze erführt, meldet der Avanti: A»S verschiedenen Annchen gehe hervor, daß die italienische Regierung von dem Putsche d'AnnunÄosGv « tz t e und daß namentlich Nitti seit dem Monat Juli durch einen Freund
Berlin. 16. SchksrlSvr.
Wie wkr «S parlamentarischen Kreisen erfahren. soll der wkrderrusausnentretendrn R a- tioualversammlnna eine Anzahl weite, rer Vorlagen noch vor Weihnachten zugehm. Im RetchsfinarvmchntstachAm find die neuen
Gestern vormittag trafen "tne ersten deutschen Kriegsgefangenen aus den englischen Gefangenenlagern bei Arras in Mannheim ein. Im Ganzen waren es 953 Leute aus allen deutschen Freistaaten, meistens aber Bade, ner. Sie wurden direkt an das Barackenlager gefahren. Di« Heckugekehrten befischen sich in bester Stimmung. Ihr Aussehen ist gut. Ihre Kleidung ist zwar ganz, aber schlecht. Als Der. tret er der Stadt war der Bürgermeister und der Watzkommandaut erschienen. — In Koblen, rnd gestern die ersten Züge aus amerikan sch n Lagern, in denen sich 64000 Mann in Frankreich befinden, eingetroffen. Der nächste Abtransport von dem Sammellager Alle ist auf 17. September festgesetzt und der Rest wird am S. Oktober Alle verlassen. Die Leute, deren Wohnort im Rheinlands ist. bleibe« zunächst in Koblenz. — In dem Durchgangslager Hohen- asperg find in der Rächt gttnt Montag 850 MegSaefiMgene deutsche Offiziere «tugetroffen.
Die Meinung in Frankreich.
Paris, 16. September. (Eigene Dvahtmel- dnng.f Das Abenteuer d'Amrunzios beschäftigt die politischen Kreise Frankretchs sehr lebhaft. Es ist als ein Erfolg Ttttonis M buchen, wenn man den Zwischenfall von Fiume als innere Angelegenheit Italiens betrachtet. Sogar Kreise, die früher voMändia entgegengesetzter Meinung waren, fangen nun an. nachdenklicher sm werden und sich die Frage vorru- legen, ob die AnsWhrung des Londoner Friedens angesichts der Tatsache, daß Fiume unbedingt iwlierrisch sei. nicht zu dauernden Differenzen führen würde. Die franzö- stsche Presse, besonders der Italien freundliche . Matsch', fordert eine etwas entgegenkommen- dere Haltung für Ft alten, wenngleich die Presse die Tat d'Ammnzios als politisch unüberlegt und bedauerlich verurteilt, zumal dadurch für Italien Schwierigkeiten mit dem Alliiertenrat entstehen könnten.
Lugano. 16. September. (Eigene Drahtmel- dung.i General Bodoglio erließ einen Aufruf, worin er die in F i u m e befindlichen Soldaten airffordert. innerhalb, fünf Tagen zu ihren Tnrppenkörpern nach Italien Mrückzukehren, widrigenfalls ste als Deserteure angesehen würden. Zahlreiche Soldaten der Brigade Adria leisteten dem Befchl sofort Folge. Di« amerikanischen Besatzmrgs truppen haben Fiume verlassen, dagegen find die französischen zurückgeblieben. Die italienische Regierung hat die Veröffentlichung aller Nachrichten auS Fiume verboten. Die bereits aufgehobene Zeitnngszensur wurde deshalb wieder eingesührt. Der Eorriere dela Serra stellt fest, daß die Rede des Minisierpräfidenten Riiti, der den Vorfall verurteilte, keinesfalls die Zustimmung des Landes gefunden Hube.
Ankunft der Seksnsenen.
Aus englischen und amerikanischen Lager«.
(Privat-Telegramm.)
papieren gelungen, wieder in der T erscheinen. Wie und ob er -um treter befördert worden ssk. konnte «Scht ftstge^llt werden.
Sem Gesetzesvorlagen.
Der deutsche ReichShanshakt.
(Privat-Telegrarmn.l
sucht. Namentlich wird ferner miftetsilt, daß vir Angaben Neuendorfs äußerst vorsichtig behandelt werden müssen, da dieser mehrfach Vorstrafen erhalten hat, unter anderem wegen Ur»
Das Wirtschaftsleben der Völler ist heutzutage fa innig miteinander verwoben, daß Verarmung des einen Volkes «nd Unterbinidung seiner Produktion ihren t'nvermekdfichen Rück- schlaq über die ganze Welt fühlbar machen mutz und daß also auch di« siegreiche Partei, die derartige Lasten mit Rücksicht auf augenblickliche« Gewinn dem besiegten Volke «rserlegt, aus die Dauer hiervon mtr ernsten Schaden erfahren muß. Die Zrckmrft wird denn auch bald lehren, was dieser Friedensvertrag in dieser Hinsicht für das Wirtschaftsleben der Menschheit be-
Jas Privateigentum.
Die Verknechtung der Besiegten.
Die alte Anschmrung, daß der Krieg nicht ein Kampf ist zwischen Volk und Volk oder zwischen Mensch und Mensch, sondern zwischen Staat und Staat — eine Anschauung, die durch die Völkerrecht Anrissen schäft begeistert ausgenommen und als leitender Gedanke zur Hn-
x. Jf- - . * A Z . O 1 s - tu-
VCuCt>rt(nT uw OCR MtgCnf.
BerfatAes, 16. September. (Telcgravchifche Mekduna.s Der deutsche Vertreter Major Drandt hatte endlich Gelegenheit. eine Anzahl Gefangenlager in Frankreich zu besichtigen. Er berichtet darüber, daß die Lage der Gefangenen nicht mehr so schlimm fei wie früher. Sie feien
LruWkMd mid Nasse«.
Mrtfchaftliche Vertreter ernannt.
(Privat-Telearammö
Berlin, 16. September.
Obgleich der formale FrftdenSzustand zwischen Deutscissand und Italien noch nicht besteht. machen die Beratungen zahlreicher schwebender Angelegenheiten, die zwischen den beiden Staaten verhandelt werden, sowie auch die Frage der wirtschaftlichen Beziehungen, bereits fetzt schon eine dauernde Vertretung zur Notwendigkeit. Deutscherseits wird, wie wir erfahren, fetzt der Generalkonsul von Herff sich nach Rom begeben. Bei der Füh- runa der Geschäfte wird er durch den Legati-
Am» erfkeumaSe stammte schon vor Deokun der Setzung das Licht auf. Auf den Tribünen wgren hn Gegensatz zu den letzten Versammlun-- $en nur Wenige Leute sichtbar. Die Sitzung eLbst begann mit der Verpflichtung des mHelü des au ftdenen Stadtverordneten Gellert
1. Oberst Reinhardt hat bei den Truppen keine monarchistische Propaganda betrieben. L Die Ang-chen Renendorss über die angeblichen Aeußerrmgen des Obersten Reinhardt sind nach Form und Inhalt unwahr. Besonders Hut Rrin- hardt niemals durch öffeutfiche RÄnn das An-
Jas Abenteuer von Fiume
Aufforderung zur Rückkehr.
mkssar hat Kassel nur 9000 Tonnen Dohlen zu- gestanden. Darin find alle Arten und für alle Zwecke eitthcckftn. und wenn wir — was angeregt war — eigene Kohlengruben kauften — mehr wie 9000 Tonnen bekämen wir doch nichts Deshalb: Wir müssen in diesem Witrter, der uns mehr Einschränkungen auferlegt alS in allen Kriegswiutern zusammen, sehr, schr sparsam ein! Aus alle Fälle find wir in KassÄ, was schon kürzlich an dieser Stelle zum Ausdruck gekommen ist, für die nächste Zeit mit Holz vollkommen gedeckt, und mit Schiff und Eisenbahn kommen noch 50000 Raummeter Holz aus dem Reinhards» und Bramwald, sowie ans der Söhre. Direktor Schade vom Koblenamt gab auch seinerseits die ErtWrrmg ab, daß die Stadt Kassel das Hotz im Interesse der Bevölkerung Mm Selbstkostenpreise adgeben wird. Der Rest der AuSiprache brachte unter anderem eine Anregung des Stadtverordneten Wittrock, die Betriebe zusammeuzulegen. Das Ganze endete, tote bereits erwähnt, mit der BSvilkignny t*8
lichkeit dieses Krieges ziemlich einfach gelost Worden. Denn als persönliche Feinde haben die Bürger der kriegführenden Staaten mit ihrer ganzen Person und ihrem Eigentum einander gegenüber gestanden, als solche haben sie gekämpft und gelitten für Erhaltung und Ätzkunst ihres Landes. Ast es. ein Wunder, daß in den Klauseln des FriedenSvertrages der Widerklang dieser Entwicklung in aller Deutlichkeit zu hören ist? Schon der Anfang klingt gänzlich anders als in früheren Friedensverträgen. Fand man in diesen immer, wie heftig oder lange der Krieg auch gedauert haben mochte, die feierliche Versicherung, daß von jetzt an für alle Zeit nicht nur Friede, sondern auch Freundschaft zwischen den Völkern herrschen solle — eine Versicherung, die noch im Vertrüge von Brest-Litowsk wiederholt wurde —, so hört man jetzt nichts anderes als die kalte Erklärung, .»daß der Krieg beendigt urtb die offiziellen Beziehungen zwischen den alliierten und assoziierten Möchten und Deutschland wieder hergestellt werden sollen*. Zu tief fitzt der Haß, der p er. fönliche Haß von Mensch zu Mensch, im Herzen der WKer, als daß das Wort Freundschaft aus der Feder, die den Friedensvertrag entwarf, fließen konnte. Auch die vorläufige AussMeßung des deutsche» Volkes aus dem Völkerbund ist die Offenbarung desselben Geistes von Rache und Mißtrauen.
Vor allen: aber spricht die Tatsache, daß in jeder Hinsicht das persönliche Vermö- gen der deutschen Bürger neben dem des deutschen Staates zu einem Gegenstand des Anspruches seitens der Sieger gemacht wird, eine deutliche Sprache. Man muß weit zurückgehen in die Geschichte, um eine so systematisch durchgeführte Erfassung des Privawermögens zu finden, als nach diesem allerjüngsten Friedens- Vertrag diese mit dem Vermögen der deutschen Bürger stattfinden soll. Zuerst können alle Besitzungen der deutschen Privatleute, Beremigwn- «en und Gesellschaften ohne Unterschied — denn der Vertrag spricht von .allen Gütern, Rechten und Interessen^ —, die sich bei Ausbruch des Krieges in den feindlichen Ländern befanden oder sich dorr noch jetzt befinden, darunter auch die durch den Friedensvertrag abgetretenen Gebiete in Europa, sowie die deutschen Kolonien, liquidiert werden. Dies alles betrifft zunächst das deutsche Vermögen, das sich im feindlichen Ausland befindet. Darauf beschränft sich aber der Fricdensvertrag nicht. Für jetzt und die kommenden Jahre nimmt er dem deutschen Volke vielmehr auch einen wichftgen Teil feiner Produktionsmittel und Produkte — alles zum Zwecke der Tilgung der enormen Kriegsschuld. In erster Linie werden hiervon betroffen alle Handelsschiffe Wer 1600 Tonnen, die halbe Tonnage der Schiffe zwischen 1000 und 1600 Tonnnen und ein Viertel der Tonnage der Fischdampfer und übrigen Fischer- schiffe, mit andern Worten der größte Teil der Handelsflotte, und überdies ein großer Teil der Flußschiffe auf der Elbe, Oder, Donau. Rhein und Mosel In zweiter Linie eine große Zahl Pferde, Kühe «nd andere Tiere, baju Ma- schinen aller Art, große Mengen an Rohstoffen, Steinen, Ziegeln, Holz, Glas, Kalk, Zement. In dritter Linie ein großer Teil der „ Jahresproduktion an Steinkohlen und Benzol. Endlich bedeutende Mengen an Farbstoffe« «nd pharmazeutischen Prodtztten. Der deutsche Staat soll dies alles ftefern, aber dies ist nichts an» deres als eine Form. Denn in WirkKchkett wird dies alles den Privatergentümern und Prodwen- ten genommen, die es an den Staat abxukiefern haben sollen. Wie Wer soll der deutsche Staat an alles dies geraten? Er kann hierzu nur im Wege der Rotenteiqnung gelangen, in einem Umfange, wie eine solche noch niemals in der Welt statt aesuuden hat. Welche Vergütung aber kann er den rechtmäßigeit Bchitzern vteten? Keine andere als eine StaatSschuk- »enentschädigung, da alte frttee anderen Hilfsquellen erschöpft find.
Ueberschaut man dir oft gekünstelten und der- wickelten Kvnstrrckkiomen, ftn die l»es alles ge- Wllt Ät, dann bleibt nichts afs die wxfte T-ft- Pude übrig, daß die alliierten und assoziierten. Machte zwecks Erhaltung der Deutschland aus- ' erlegten KriegsentschSdigung einen großen Teil des deiitschen PrLxckvermSgeus an sich ziehen, wobei ste es dem deutschen Staate überlassen, auf welche Weife er die Besitzer davon aus den gemeinsamen Einkünften entschädigen wird.
Auswärtigen Amt zugeteilt war.
Der Fall Rrinhardt.
Amtliche Ermittlungen.
(Eigener Drabtbrricht.s
Bersin, 16. September.
Die Augelegscheit Les Obersten Reinhardt, dre durch die Ausführungen deS früheren Mnristerpräsidenten Scheidemann in Kassel und des Reichswehrminiisters R o s k e in Dresden erhöhte Bedeutung erhcckten hat, ist zum Gegenstand amtlicher Ermittlungen ge
rn noch
Der MßilLener @eifelmoti>.
Anträge des StzmtSaxwaüS. (Telegraphische Meldurw-i München, 16 .September.
_ Fn dem Münchener Geiselmordprozeß. dessen Zeugenvernehmung beendet ist. erfolgten gestern Rede und Gegenrede von Siaatsanwalt rmd Verteidiger. Der Staatsanwalt beantragte folgende Straft«: Die Todesstrafe gegen dft AngeNagten Franz Seidl. ^Hannes Widl. Schicklhofer, Fofef Seidl, Hes- famann. Loemer. Pürzel. Frehmar, Hannes und Riethmeier, — 15 Jahre Zuchthaus
Stadtverordneten Korn (Sog.)
_. , , _ _ _ . , . den MMstietMtzMstgWstsMWMWWM »»f dft baVÄge tr_ ehr i« gehobene ebne veffernng des HanShaktS des R«chs durch tretet Gehedurat Dr. Harnier. Letzterer teilt- Stimmung. Für Ergm-zun« von toderilei»Leota«e-fictibe Emuahmru - sicher gestellt werden, t «och «M, daß toit, tote bisher, acht M^zeord.
------ ----- . ...---- .. ________________ Sienervorlage« berew» N Vorbereitung. ES vor «Sem jetzt aut ernährt und in Aussicht soll jedenfalls jsir den nächsten RechShanShalt auf dft 6ttlix«e 8r ^reh>r i« gehobener eckte vejschung deS HanShaktS des R«chS durch
Holz statt Kohle«.
Die Maßnahmen der Stadt Kassel. Ei« Zwei-Millionen-Kredit für Holz.
lVon rmferm Mttarbeiter.)
Kassel. 16. September.
Dft Kasseler Stadtverordnete»^ bewilligtet gestern abend dem Magistrat einen Kredit voi zwei Millionen Mark für den Ankcw von Brennholz. Der Stadtverordrret Schäfer, der a$S Berichterstatter fungierte stellte fest, was Wohl niemand mehr bezweifelt- Dft Aussichten der KohlenverforMng in diesem Winter sind trostlos! Dft versprochene Mengt von wenigstens zwanftg Zentner Küchen» brand rmtß schon jetzt herabgesetzt werden Dor der Hand können nur zehn Zentner geLefert werden. Für die Z i n: m e r b e h e i z n n g wird Wohl keine Kohle zur Versüß AMg gestellt werden können. Dasselbe gilt für die gewerblichen Betriebe, für Bureaus und für- Läden. Im Laufe der Debatte wurde auch an geschnitten, was man oftmals in der Bürgerschaft hört: Kassel lftgt inmitten eines Braun, kohlenbezivks, warum ziehe« Wrr diese Kohle nicht mehr heran? Die Antwort auf diese Frage ist einfach: Die hessische Braunkohle ist wie jede andere lkohle rationiert und muß nach auswärts! abgeMrt werden. Die aus ihr gefertigten Briketts dienen unter anderem den Kalibergwerken und den Zuckerfahrkken und auch -en Bäckereien in Frankfurt. Es gilt nun, Ersatz für die Kohle zu schaffen. Torf kommt nicht in Betracht, weil die Eisenbahn dieses Brennmaterial nicht aus größere Erttsernunaen befördert. So find wir auf Holz angewiesen.
Don unserem großen Hotzka^ger aus dem Icchre 1917/18 haben wir noch 60 000 Zentner. Dazu gekauft wurden 160000 Zentner. Dieser Bestand Würde aber nur genügen, um jedem Hmrshaft fünf Zentner zuzuteiken. Deshalb Müssen wir von dem Anerdieten des Staats Ge- brrmch machen und Hotz von den Oberförste-- reien beziehen, denen ein größerer Holzeinschlag zur Pflicht gemacht worden ist. Dieses Hotz wird allerdings erst int Februar oder gar im März zur Verteilung kommen, aber wir müssen damit rechne«, daß wir auch in den nächsten Jahren noch mtt derselben Misere zu kämpfen haben. Es soll mm darauf geachtet werden, daß das Holz möglichst billig abgegeben WÄÄ. Auf alle Fälle ist M beachten, daß es sich bei der Holzversorgung um ein städtisches Zu- fchußgefchäft handelt. Verdient wird von der Skadtverwalttrng dabei nichts. .
Ausführungen des Stadtverordneftn Herbold ist zu entnehmen, daß bisher erst 2600 Haushaltungen mit Kohlen versorgt sind. Im letzte« Jahre Ware« es schon 25000, im Jahre vorher bereits 30000. Tie Kohlenkommission hat allerdings beschlossen, daß alle Haushaltungen bis zum 1. November wenigstens einigermaßen mit Brennstoff versorgt sein sollen. Sehr richtig brachte Stadtverordneter Mütze zum Ausdruck, daß eine Anzahl Familien bereits vollbeliefert sind, während andere noch gar nichts erhalten haben.
Der Debatte wrr zu entnehmen, daß dft Verforgungmit Leuchtgas unter allen Umständen arrfrecht erhalten werden soll, wenn auch das Gaswerk, das niemals über drei Tage hinaus Kohlenvorrat besitzt, schon jetzt Holz ver-