Einzelbild herunterladen
 

Me^Nmste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

&t Raff ein Nmefte« »achrfcht« nschefn«, wöchmML sechsmal anb zwar abend«. Der tlbonnemmtLprelS betrügt movatl. 1.50 Mark bei freier Nlflellcmz inS Haar Deyelliwgea werden jiderreU een »er LefchäftSstelle «der »en Bote» «ntgegengenomme». T-raSerei, Verlag and Siedaktien. Schlachthofftratze 28/30. Für «mverlemgt eingefcmbte Beitrüge tarnt M» KedaMon eine Verantwortung oder Sewähr in keinem Fall« libernehmen. Rnckzahtung »e« DezngSgelde« oder Ansprüche wegen eiwaigernichrordnnngSmLblger Lieferung -««geschloffen.

Hesfische Abendzeitung

SasertioaSprets«; ®te stebengesvalt^e Zeile für etnheiurisch« Deschüst» 80 Pfg. für en«, ivürtige Anzeigen 35 Pf. p-eklarnrzeile für «inheiknische «eschüft« 75 Pf, für auswärtige Geschüfte 1 Mk, einfache Beilagen werden mit 5 Mark pro Laufend berechnet, alle« mit sof, TeuernngS-Züschlag. Bei llebermittlmig von Anzeige» auf teleptz. Wege wird für durch Her» Wer hervorgerufene Irrtümer keinerlei Hattnn, toentomneen. Für die Aufnahme vonAazesgea an beftimmten Lagen oder Pfützen wird keine Sewühr geleistet. »eschüftSstelle: Kölnische Str. 5.

Nummer 23S.

Fernsprecher 951 und 952.

Sonntag, 14. September 1919.

Fernsprecher 951 und 952.

9. Jahrgang.

Einberufung der Nationalversammlung.

Sringeahes Problem.

Rückkehr des Arbeitswillens?

In der letzten Zeit haben sich nicht mir Ar­beitgeber sondern auch Arbeitnehmer-Organifa- tionen mit der Fra ge beschäftigt, wie der Wille zur Arbeit wieder gehoben werden könne. Es hat sich dabei die erfreuliche Tatsache herausgestellt. daß die Arbeitslust zuzunehmen beginnt, wenn auch vorläufig noch langsam. Nicht nur in eiwlneit Betrieben, auch in Gewerkschaften haben sich die vernünftigen Arbeiter eingestanden, daß ans dem Wege der Arbeitsniederlegungen kein Vor­teil zu erreichen war. Man hat in weiten Krei­sen erkannt, daß nur dann, wenn die allgemeine Wirtschaftslage gebessert wird, auch die Arbei­terschaft einen Nutzen daraus ziehen kann. Man ist hier und da sogar geneigt, wieder die früher verworfene Methode der Akkordarbeit aufzunehmen. Bet der Firma Karl Zeiß in Jena, jener großen optischen Anstalt von Weltruf, deren Arbeiter von jeher eine Art von Vortrupp der deutschen Arbeiterschaft dar't elften, hat sich eine Mehrheit füi die Wiedereinführung der AAordarbeit ergeben, nachdem bei einer erst vor kurzer Zeit durchgeführten Abstimmung eine Mehrheit gegen die Akkordarbeit gestimmt hafte. Gleichzeitig hat der staatliche Schftchftmasaus- schuß in Braunschweig der Automobrlfabrik H. Büssing in Braunschweig die Berechtigung xn- rrkanntz ihren Betrieb so lange sKLznlegen, wir Me, Rentabilität des Unternehmens durch Ver­weigerung der ..zeitgemäßen Akkordarbeit" ge­fährdet wird. Die mehrheitssonakiskische Presse, insbesondere das führende Organ der Mehr- heftssoziakdsmokratie, der .Vorwärts", tritt seit einiger Zeit überaus energisch für den AKord- kohn ein.

Angesichts der für den Winter drohenden Kohlennot befaßte sich der ..Vorwärts" mit dem Problem der Arbeitsstsigerunq und Wrieb über den Mordlohn folgendes: .Darüber herrscht allgemein Klarheit, daß die prekäre Situation, die Deutschland jetzt durchlebt, nur durch gesteigerte Arbeitsleistung behoben werden kann. Seit den Tagen der Revolution ist eine Unzahl goldener Worte der Wahnrng zum Pflichtgefühl gegenüber der Arbeiterschaft ver­breitet worden, der Erfolg ist ausgeblieben. Unser Volk ist krarck, fo krank, daß die Ratschläge des Arztes allein nicht mehr für die Heilung genügen. Es bedarf des kühnenEingriffs, am den Gesundungsprozeß zu forcieren! Die Revolution in Deutschland hat wie in Ruß­land und Ungarn durch den Niederhruch auch der Autorität in der Produktionsleistung viele unselige Hemmungen ausgelöst. So sehr wir es am An sang begrüßt haben, daß die Akkord­arbeit beseitigt worden war weil in einem Staate mit gesundem Pflichtgefühl aller Volks­schichten es keines äußeren Zwangsmittels zur Arbeit bedarf, so groß ist die Enttäuschung darüber, daß die Pflicht zu nützlicher Arbeit für das Volksganze nicht überall geübt wird. Heute erkennen gerade in der Arbeiterschaft recht erhebliche Teile die Rotwendigkeit, die B«° Kghluug nur nach der Anwesenheit im Betriebe Fn reformieren und an ihre Stelle die Bezah- ung der wirklichen Arbeitsleistung zu setzen. Der Umstand, daß Arbeitsunlustigs den gleichen Lobn erhalten wie Arbeitslnstige"wirft lahmend auf die guten Elemente in der Arbei­terschaft. Sie ftagcn sich mit Recht, warum sie für ihre Treue und Gewissenhaftigkeit aenau so bezahlt werden wie die Arbeitsünlustigsn für mangelhafte Leistungen. In Ungarn und in Rußland hat man sich gezwunaen gesehen, einen Anreiz für die Erhöhung der Arbeitsleistung zu schäften, und man hat in beiden Ländern nur den Ausweg gefunden, die Wirklich geleistete Ar­beit statt der Arbeitszeit zu bezahlen! Man ist MM Akkord, Tmb zum Prämienlohn- fvstem über«gangen und hat damit einen sehr Künftigen Erfolg gehabt Jetzt stehen wir in Deutschland, namentlich durch die Gefahren an- ««egt, die infolge der trostlosen Vergeud img in den EisenbahnweEäften in unserem Trans­portwesen aufgetaucht sind, vor der Notwendig­keit, gleiche Maßnahmen zu ergreifen!"

Es scheint, als ob diese Einsicht sich weiter verbreitet. Innerhalb vieler Arbeitsstätten wird >ie Steigerung der Produktion wie­der angeregt. Man hat Wohl am eigenen Leide rekiihlt, daß der Rückgang der Leistungen der Hauptgrund für den Verfall des Verlebrswe- «us war, der im Zusammenhänge mit dem kokomotiv- und Wagenmangel wieder der Vater >er Kohlennot ist, die das ganze deutsche Er­werbsleben mit dem Gespenst der Atdeitslosig- ftit, mit Hunger, Kälte, Verarmw z und dauern­der Ausschaltunq vom Weltverkehr bedroht, veuftchland ist verarmt, der "wch vorhandene si eich tum besteht zum größte^ Test rn Papier. toi bei weiterem Rückgang der Produktion völ- wertlos zu werden droht. Wenn die deitt- iche V a l u t a, die seit Wochen tnef einem ftost- pfen Tiefstände verharrt, sich muh nicht wieder -rbt, so hat das fein« Ursache vor allem darin, »atz für die uns gelieferten ausländ ischcu Waren xjckt aenua deutsche Güt« ms üie«Uletjdr .

mtsgeführt werden können und vorläufig noch mft ungünstigem Kredit gehaudekt werden muß. D« deutsche Geldwert kann sich erst daun wie- der bessern, wenn wir das Ausland nicht mit Geld bezahlen, sondern Waren Kesern, die wir zu entsprechenden Preisen berechnen müssen. Erst danach tritt Wied« eine höhere Be­wertung unseres Geldes und brnnit eine Stei­gerung des Kurses ein. Die Folge davon ist dann endlich eine Verbilligung der vom Auslände kommenden Lebensmittel. Die­sen Zeitpunkt so schnell wie möglich zu errrei-- chen, liegt im Interesse weitest« Kreise.

Die Nnttmtt der Mente.

Keine Verfassungsänderung. (Vripat-Telearamm.)

Bersin. 1^. September.

Ist d« deirftchen Rot« vom 5. September, di« die Beziehungen Deurfchkatchs zu der öfter» «tchsichen RepuÄik betriftt, hatte die Reqre- rmrg erklärt, daß tatsächlich kein Artikel her Persassung mit dem Friedensvertrag ist Widerspruch stehen kann, weil in .d« Verfassung em and «er Artikel steht, der be­sagt. daß keine ihr« Bestimmungen dem Frie­densvertrag Eintrag tun kann. Darauf hat der Alliiarrenrat jetzt geantwortet, daß infolge diesersinnreichen Kunstgriffe" die deutsche Derfaffuna offenbar so geändert werden könnte, daß ihr Wortlaut jeder bei Bestimmungen deS FrfttzensvertraMs widerspreche. Es wird dann vromfch gesagt, daß auf dieselbe Art auch in der Berfalliüng z B. die Äeuftche Heeresmacht auf Misti anen Tnrppen festgesetzt werden könnte, wobei die dwtfchr Rcgkernna doch zu «Mren in der Lage wäre, daß de- FriisdenS- vertrag nicht durch die Verfassung berührt wer­den könne. Es heißt dann in der Eutantenode weiter: Niemand wird glauben, daß die Ur- heb« der deutschen Verfaffung Hei der An- mchme des Artikels RI und bei dkr FeMellnug des Wortlauts des Artikels 112 nicht wußten, daß diese Bestimmungen in sich selbst mit den wenige Wochen vorher von Deutschland feier­lich übernommenen VerpfkichtungM unver­einbar waren. Dieser Zustand darf nicht läng« dauern. Die derrftche Re-gierung «- kennt am und erklärt, daß. wenn die Verfassung ftnb der Vertrag in Widerfttruch sieben, die Verfassung sticht vorgehen kann. Im Hinblick auf tiefe Anerkenmmg erwarten die alli­ierten nttb assoziierten Machte von dsr dent- schest Negienmg, daß sie ohne weiteren Verena die Aus le gi« na. di? sie in ihr« Antwort vom 5. September 1919 den alliierten und asso­ziierten Mächten wftaeteift hat. in einer di­plomatischen Urkunde, d«en Wortlmrt bi« bsiaefüqt wird, niederlegt, sowie daß diese Urkunde unverzüglich von einem bevoll­mächtigten Vertreter der deutschen Rerierung in Gegenwart von Vertretern der alliierten und assoziierten Hauptmächte in Versailles unter­zeichnet und innerhalb von 14 Tagen nach dem Inkrafttreten des Friedenävsrtm«s bon den znftändigen gesetzgebenden Gewalten Deuftchlands gebilligt werden muß.

Die erwähnte Anlage der Note lautet: D« Unterzeichnete gehörig Bevollmächtigte und tut Namen der deutschen Regiermra Handelnde erkennt au und «klärt, daß alle Vorschrif­ten d« deutschen Dmfassnng vom 11. Au«,st 1919, die mit den Bestimmnng-n des in Ver­sailles am 28. Juni 1919 «nterieichueten Frie­densvertrages in Widerspruch steben. un- giltig sind. Die deufthr Regierung «klärt und erkennt an, daß demzufolge de» Absaß 2 des Artikels 61 der erwähnten Verfassung ««- giltig ist und daß namentlich eine Zulassung Sskrreichischer Vertret« zum Reichsrat nur stattftnden kann, wenn gemäß Artikel 80 des Friedensmrtrages der Bölkerlumd ein« enftpre- (benber. Aeudenma der internationalen Lage Oesterreichs zngesttmmt haben wird. Die ge- aeuwärftge Erklärung soll innerhalb vi«z^hn Tagen nach dem Inkrafttreten des FriedenS- sertrages von den zuständigen deutschen gesetz­gebenden Gewalten gebi'Mgt werden.

. »

Der deutsche Standpunkt.

B«lin, 13 Septemb«. (PrtoattÄegramm.) Dir Deutsche Allgemeine Zeitung schreibt W her Antwort der Entente ans die deutsche Note: Was biet verlangt wird, ist nichts anderes als waS dir deutsche Regierung bereits in ihr« am 5. September übergebenen Antwortnote auf das Ultimatum erklärt hat. EineAenderung he« Verfassung kommt attzo nicht in Frage. ES hätte erwartet «erden kSunen, daß .'ich die Entente mit bet etwatriRgex ErKärrnra beeuüg e. Wenn sie es für richtig hält, chr Verlangen, wonach diese ErSSrnng iKMch» rv »«de-choä-st iWd von den Uktzetz-.

gebenden Körperschaften $m billige« ist, in «ne verletzende Form M kleiden und dwnisierende Bemerkungen daran zu knüpfen, fx> erklärt sich dies wohl dadurch, daß die Ententepresse die deutsche Antwort entstellt wiedergegeben und dadurch den falschen Eindruck erweckt hat, als ob man in Deutschland das Mkrmatnm mit Hohn ausgenommen hätte. Ein Zugeständnis ist es immerhin, daß die BEMguug durch die gesetzgebenden Körperschaften erst imwrhalb vierzehn Tagen nach Inkrafttreten des Frie- denSvertrages erfolgen soll.

Das Parlament.

Berlin. 13. September. kPrivat-Telegramm.1 Von rechtsstehend« Sette ist ein neue? Ersuchen an Präsident Fehrenbach ab gegangen, die Na­tionalversammlung z»rr Besprechung b« neuen Note der Entente unv«zügl!ch eia» zubernfen. Wie eine halbamtliche Mitteilung besagt, ist die Einberufung des Parla­ments in der kommenden Woche vorgesehen.

Weiter« Sinken der Mark.

Mangel an Vertrauen.

lPrivat-Telearamm.)

Basel, 13. Septemb«.

Die Mark-Bakuta geht von Tag za Tag wei­ter zurück. D« nachgerade Besorgnis erregen­de Tiefttand ist vor allem zurückzufsihren ans die ßortaesetzt« Kapitalv«schiebrtngen nach dem Ausland, ans Neb«sch«lvuna Deutsch­lands, auf das Darntederlieae« b« Produktion und das Sinken im Vertrauen des Auslandes auf die denftche Bolkswirftchaft. An bet Zürl» ch« und Bern« Börse ist d-e Mark mtf 19. die österreichische Krone auf 61/« gesunken

Sn den beMen Sebietrn.

Güterverkehr üb« be« Rhein.

kSigene Drahtmeldung.s

Karksnche, 13. Septemb«.

Der Güterverkehr üb« dir Rheinbrücken bet Germersheim und Marau ist wieder aufgenormnen. Die Ilmkettung ber Güt« über Ludwigshafen, Mannheim ist damit in Wegfall oekommen. Da auch die Rheiubrücken bei Worms Wied« dem Privatverkehr Lb«geb«n wrnden. lärrft d« gesmnre Güterverkehr zwi­schen besetztem und unbesetztem Gebiet Wied« ükwr dir vor der Besetzung vorgeschriebenen Wege. AuSgesthlossen bleibt noch d« Weg durch das Elsaß ffiber dir Rhein brücken zwi­schen Elsaß rmd Baden.

Vorwaud zur Truppenvermehrung.

Genf, 13. Septewber. kPrivattelegramm.) Die Information meldet aus Paris: Die fran­zösische« Behörden in d« Malz haben beim Obersten Rat Protest «hoben, daß von Agen­ten d« deutschen Reqi«ung (?) von der Grenze ins besetzte Gebiet hinein bolschewistische Pro- vaganva v«breit<t »erbe and Mgleich eine Verstärkung des gesamten Grenz­schutzes gefordert wird. Marschall Foch ist am Freitag aus der DesatzangSzone nach Paris zurückgekchrt. D« Marschall nahm am Frei, tag früh an ixt Sitzana des AllftertenratS teil.

9

Räumung des Feldbergs.

Frankfurt, 13. September. (Privatkeke- gramm.) D« Fekdberg im Tamms und das ganze Feldb«g-Mafsiv sind gestern von den Franzosen geräumt worden. Die svanzSsische Postenkette wurde soweit znrückver- legfk. daß dte TlMristen freie Bahn Wied« haben und d« Berg «ngchind«t besircht werden kann.

Die Volksabstimmung im Oste«.

Rotterdam, 13. September. (Eigene Drccht- uwkdung.) Durch einen netten Beschluß des Alliierten-Rates wird Amerika tmb Eng­land das Mandat für Vie VolksabsSmnnmg bt den deatschen Ostgebiete« übertragen.

Französische AnnexionsgelSste.

Frankfurt a. M.. 13. Septemb«. (Privat- telegramm.) Wie Vie preußische llebernahme - gelle für die deutschen Flüchtsiage mitteift, et schie« am Doaaerötaq eht aaS dem Fürsten­tum Birkenfeld ausgewtesen« Einwohn« bei ihr. der auf ehtet von der ftmmösischen ve- satznngSbehSrbe aaSgestellten AaswotSkioste den Stempelaufdruck hatteRepublik FransUse" mrb JBbhnsbb Stetarielh.* -

BermögmsMwachs.

Die Kriegsabgabe-Bestimmungen.

riebe:- die »«ifgenrritze Frage bet Krieg» ab«obe front NermiigensztrivofhO schreib» «st« bet StetterfachverftSndige, Herr flttti ffentset, Kassel, folgende Einzelheile«, Aus hem Von der Narionalversammlung be, schlossenen Gesetz über die Kriegsabgabe vom D«möHenszuwachz sei folgendes mitgetrilt: Die wichtigste Aenderung gegenüber dem Ent­wurf ist die Festsetzung des Stichtages ans den 30. Juni 1919. Ferner hat der Tarif eine nicht unbeträchtliche Verschärfung erfahren, so­daß jed« üb« 172000 Mark hinan »gehende Vormögenszliwachs weggestenert wird. MS abgabepft-ichtiger Vermögenszuwachs gilt toi allgemeinen d« Unterschied zwischen dem bei der Wehrbeitrog-s-Veranlagung festgestelltet» und dem nach dem Stande vom 30. Juni 1919 (nach den Vorschriften des Besitzstenergesetzes) zu berechnenden Vermögen Für Gewerbe­treibende ist hi«bei folgendes von Dedeip» tung: Für Betriebe, bei denen regelmäßige läbrkiche Abschlüsse flaftfinden, konnte bet Der- mSgenSfefkstellung ber Dermögensstand am Schluffe des letzten Mrtschasts- oder Rech­nungsjahres zu Grtmde gelegt Werden (§ 28 Absatz 2 des Besitzsteu«gesetzes.) Diese Besftm- muuq ftndet keine Anwendung mehr, dem Ab- MbepflichtigM sieht es aber frei (<in Stelle des nach dem Stande vom 30. Juni 1919 durch Zwischenbilanz bescmderZ festzustellenden V«- mögenSstandes) den Abschluß des Wirtschaft^ oder Rechmmtgsjahtes zu Grunds zu legen, das in der Zett zwischen dem 31. März 1919 un s dem 29. Fübruar 1920 endigt.

Die Bestimmungen des Entwurfes Aber bi» Abzugsfähigkeit von Erbanfällen, K» pftglaieszahftrngen ans Versicherungen, erhalte­nen Geschenken, Kapitalabfindungen bei Kör- perveAetzrmgen «sw. sind im allgemeinen un­verändert in das Gesetz übernommen worden. Wischtig fft. daß die noch geschuldete Kriegsab­gabe vom Mehreinkommen für das Rrchnungs- jahr 1918 und die (noch zu veranlagende) Krtegsabgabe vom Mehreinkommen für das Rochnrmgsjahr 1919 vom Endvermögen abge­zogen wird, ebenso die für das RechmfngSjahr 1918 od« frühere Jahre etwa noch geschuldete Staat-, Gemeftr'de-. Kirchen-, Umsatz- und Bs. fiWen« und die für das Rechnungsjahr 1919 zu entrÄhtendeu, mtf das Einkommen enftallen. den Staats-, Gemeinde-, Kirchen- und Gewev bestErn. Jed« Abgabepflichtige, dessen Endvermöaen fein Anfangsvermöge« um mindestens 6000 Mark überfteiK, hat eine StenererMrung abzugeben, ebenso jed«, d« vom Steueramt hierzn besonders aufgefördert wird. Hierüber werden «st nach besondere Be­stimmungen durch den Reichsrat erlassen Die Kriegsghgabe ist zur Hälfte binnen drei Monaten, zu einem Viertel binnen sechs Mona­ten und mtt dem letzten Mertel binnen neu» Monaten nach Zuftellnng des Kriegsabgabehe- slbeides zu entrichten. In Fällen besondevkl Härte kann Stun-dnna bis zu 20 Jahren ge­währt werden. Sie muß bewilligt »erben, wenn zu besorgen ist, daß ohne sie die Einskel- ftmg od« wesenMche Einschränkung eines Be­triebes erfolgen würde.

Bei unrichtiger ob« uuvofkständig« Angabe in den Erklärimgen tritt Geldstrafe vom ettrsachen bis zum Muftachen Betrage der orfährdeten Abgabe ein. daneben kann auf Ge­fängnis und Verkrst der bürg«richen Ehren­rechte erkannt werden. Auf den 30. Juni 1919 werden neue Steuerkurse und Steu«roerte fest gestellt. Die Abgabe wird nur «hoben, wenn das Endvevmögen 10000 Mark Übersteigt. Ab gabevflichtig ist nur der dm Betrag von 500k Mark überffeiaen-de Vermögens zuwachS. Dtt Kriegsabgabe beträgt nach dem Tarif bei einen, abgabepftichten VermSaenSzuwachS von 1000( Mark 1000 Mark, von 20 0000 Mark 2500 Mark von 30000 Mark 4500 Mark, von 40000 Mari 7500 Mark, von 50000 Mark 10500 Mark, von 100000 Mark 30500 Mark, von 150000 Matt 55500 Mark, von 200000 Mark 83 000 Mark, von 250000 Mark 113000 Mark, von 300000 Mark 148000 Mark, von 350000 Mark 18800« Mark, von 375000 Mark 2(8000 Mark, vo» 400000 Mark 233000 Mark, von 500000 Mari 333000 Mark, von 1000000 Mark 8.33000 Mark, von 10000000 Mark 9833000 Mark. Ob die nach dem Stande vom 51 Dezember 1918 auf gestellten Vermögensverzeichnisse noch eiugefw dert werden, ist fragftch.

®oltsb«nb für Gerechtigkeit

Erne neue Grütckumg.

ttnt« dem Namen »Deutscher VokkS« h««d für Gerecktigkeit" ist ht Breme« bau ein« größeren Attgabt Männ« nnd Franen ein Verein gegründet worden, d« es sich zm Aufgabe gemacht hat. den Kampf zu führen «eaen jedes ttnredit. das äent bat&Dtn BdCti