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Kaffeler Abendzeitung

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Hesfische Abendzeitung

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Dienstag, S. September 1919

9. Jahrgang.

Fernsprecher 951 und 952.

Nummer 234

Fernsprecher toi und 952.

Sie deutsche Bote vor dem Miiertenrat.

Brennt Brannkohle.

Umftellmrg der Kohlenwirffchaft.

Aus fachkundiger Feder, von Geheimrat hölzermann in Potsdam. kommt der Dor. schlag, dem Kohlenmangel durch höheren Ver­brauch von Braunkohle abzuhelfen. Vor dem Kriege und im Kriege war unsere Industrie, waren wir abhängig von der Leistungsfähigkeit nuferer Steinkohlenbergwerke. Heute ist es fast noch ebenso. Aber kann es so bleiben? Nein! Wenn wir uns nicht unabhängiger von der «Steinkohle machen können und wollen, dann geht unsere Industrie dem Stiebt entgegen, dann werden wir langsam aber sicher von dem Wett, bewerb auf dem Weltmarkt aus geschloffen. Heute verfingen wir nicht mehr über die gleichen Kohlengebiote wie vor dem Kriege und im Kriege, wo uns eine Anzahl Gruben im besetz­ten Gebiet zur Verfügung stand. Heute befindet sich eine große Anzahl unserer Gruben im be­setzten Gebiet, andere Gruben befinden sich in einem gefährdeten Gebiet, z. B. Oberschlesien Dazu kommt, daß wir durch den Friedensver­trag gezwungen sind, ganz bedeutende Mengen Steinkohle fiir die Ausfuhr bereitznstellen. Wie sich der Ausfall an Steinkohle für nutz stellt, kann zur Zett nett Bestimmtheit nickt an­gegeben werden. Es kommt dabei auch aus rrniae Millionen Tonnen mehr oder weniger nicht an. Rechnen wir, daß durch die Abaabe deS Saargebiets, durch die Kümpfe in Ober­schlesien etwa ein Drittel unserer Kohlenför­derung lahmgelegt wird, so ist garnicht daran & denken, daß wir die verlangte Menge Steim­

ke für die Ausfuhr bereit stellen können, wenn in den uns bleibenden Kohlengebieten die Förderung infolge der Einführung des Achtstundentages, der Arbettsrmkust und der Streiks weiter znrückgeht, zumal die Qualität der geförderten Kohle nachgelassen hat. Sine Einschränkung des Verbrauchs an Steinkohle ist wohl möglich, aber sie ist nur mit Awangsmaßregeln durchzuführen. Zwang aber fft nicht sozial! Zwang ist nicht wirtschaftlich! Erst, dann, wenn sich die gesamte Technik dieses Gebietes bemächtigt, wenn das Sparen von Steinkohle in der Technik sportnräßig betrieben wird, wenn es gelingt, diesen Sport Volkstum- Ach zu machen, können irgend belangreiche Er­folge. dabei herauskommen. Der Weg ist lang, toieriy und erfordert die Aufwendung bedeu­tender technischer Mittel, sodaß letzten Endes Von einer ganz besonderen Wirtschaftlichkeit nicht gesprochen werden kann. Aber wir befinden uns in einer Zwangslage und müssen daher diesen Weg beschreiten. Wieviel Steinkohle, wieviel Brau nkohke förderten wir, wieviel ftn ganzen? Iw Jahre 19-18 wurden etwa 180 Millionen Steinkohle und 90 Millionen Tonnen Braunkohle gefördert. Diese Mengen von 270 Millionen Tonnen werden weiter hinreichen, wenn berücksichtigt wird, daß sowohl in der Auswertung der Wind- und Wasserkräfte und der Kohle durch die Entwicklung der Technik Fortschritte gemacht werden. Wieviel bettä-gt die Förderung eines Mannes an Steinkohle und an Braunkohle? Steinkohle fördert ein Mann etwa vier fünftel Tonnen oder 240 Ton- ven im Jahr. An Braunkohle ist die Förderung eines ManneS annähernd das fünffache d. h. 1 Tonnen pro Tag oder 1200 Tonnen im Jahr. Fort fallen an Steinkohle etwa 6075 Mil­lionen Tonnen infolge Verlust an Gebieten mch Minderung der LeifiungsMigkeft bei der Förderung; weitere 21 Millionen Tonnen, welche wir infolge der Friedensbedingungen für die Ansfuhr bereitstellen sollen. Mithin bleiben an Steinkohle fiir uns etwa zweifünftel oder 70 Millionen Tonnen. Ten Ausfall müs­sen wir zweifellos ersetzen. Holz, Torf, Holzkohle und Torfkohle können wohl etwas mehr herangezogen werden wie bisher, aber -rnr die bessere Auswertung der Moore könnte in ganz wenigen Gegenden einen nennenswer- ten Einfluß haben. Sonst bleibt nur als Ersatz Braunkohle. Selbst auf die Gefahr hin, daß wir vorübergehend Raubbau tteiben, daß nach der Berechnung die zur Zeit erschlossenen Braun, kodlenkager einige Jahre früher zu Ende gchen. Diese Gefahr aber ist unbedenklich.

Wird Braunkohle benutzt und richtig ausgewertet, so sparen wir an SteinkMe. Letztere hat einen spezifisch höheren Brennwert. Kommen wir dazu, uns erst wieder darauf zu besinnen, daß die Grundbedingung für das dauernde Bestehen eines sozialen Staates die wirtschaftliche Auswertung der Arbeit und sei­ner Bodenschätze ist. so wird dauernd versucht werden, die Steinkcblcnförderung wieder zu heben. Wir werden uns nach und nach wieder zu der hochwertigen Steinkohle zurückfinden, neue Gruben erschließen und die Abbau-Ver« bältnisse der vorhandenen Gruben verbessern. Wir nrüssen auch damit rechnen, daß zur Zeit der Steinkohlenttansport unsere Verkehrsmittel mehr in Anspruch nimmt wie der Transport von Braunkohl«, befonders dann, wenn wir mr Beförderung von Braunkohlen mehr die Kleinbahnen und die Wasserwege heranziehen.

Völkerbund und Friedensvertmg.

Streit um den Sitz des Bundes.

Bern. 8. Tevtemb. (Eigene Trahta' ugs Die Zcntral-Agentur meldet ans Paris: In Paris spricht man nruerdrngS ve siner Verle­gung des Völkerhundes von G Das Ge­rückt wird damit begründet, daß die Schweiz sich sehr wenig beeile, in den Völkerbund ein.zu treten. Tatsache ist, daß unter den gegebenen Umständen die amerrkanischo Fxiedensdelega- tion Erkundigungen einzog, ob Wilson nicht <Te* neigt wäre, in eine Verlegung des Völkerbund- fitzes einzuwilligen. Es scheint jedoch, daß Wilson gegen die Wahl von Brüssel ist und bemüht ist, die Beibehaltung von Genf dirrck- zusetzen, und den Anschluß der Schweiz an die Nattonalitätenliga möglichst zu fördern. Er hab« auch in diesem Sinne ein Schreiben an den Schweiz er Bund esprästdeitten gerichtet.

Ächte Strafverfolgung des Kaisers.

Amsterdam, 8. September. (Eigener Draht, bericht.) Staatssekretär Lansina erklärte in einer Rede über die Verhandlungen der Frirdenskon. ferenz bezüglich der vorgesehenen gerichtlichen Abirrteilung des ehemaligen deutschen Kaisers: Die Kommission habe mit der Untersuchung

Also auch die Verkehrsmittelnot unterstützt die Umstellung der Kohle nwlltschaft auf Drann- kMc. Viele Braunkohlenwerke haben die Not­wendigkeit dieser Umstellung der KMenwirt- schäft bereits erkannt, aber in der Industrie ist noch nicht genügend Verständnis dafür vorhan­den. Daher ist es dringend notwendig, daß sich die Industrie mehr als bisher auf die Auswer­tung der Braunkohle an Stelle von Steinkohle ein (tritt Ob man sich auf die Verwertung von Rehbraunkohle oder Briketts einstellcn muß, daS wird eine lokale Frage sein. Das wird abhänoen von der Entfernung der Jndulsttie- wetzke von den Braunkohlenwerken und noch von anderen Gesichtspunkten, die M entwickeln außer halb des Rahmens dieser Abhaudlun« ist.

Sie tntente ist mrzufrieden.

Ist die deutsch« Rote unannehmbar?

(Privat-Telegrannn.)

Zürich, 8. September.

Ans Paris wird gemeldet: I« Anwesen­heit des BaronS von LerSner hat Legationö- rat Sckmitt die deutsche Antwortnote auf das Ultimatum der Entente wegen des Ar- tikels 61 überreicht. Der Oberste Rat wird teilte nachmittag sich mit ihr befassen und bestimmen, was darauf zu geschehen habe, da die Note in­haltlich und der Form nach als unannehmbar bezeichnet wird. Londoner Blätter melden aus Paris vom Sonnabend dass der Rat der Alliierten zu, Prüfung der deutschen Antwort- note eine Unterkommission, bestehend aus k einem Vertreter Englands. Frankreichs. Italiens nnd Amerlkas einsetzte, die bis Diens­tag Bericht erstatten soll. Marsckall Fach reist Dienstag in das Besetzungsgebiet

Sie Gefarmenen-Seimledr.

Täglich sechstausend von den Engländer^.

(Eigene Drahtmeldunfi.1

Berlin. 8. September.

Als bisheriges Ergebnis der teuffch-enali- schen Konferenzen über die Gefangenenheim- senduna wird mitgeteilt, dass die englische Re­gierung mit eigenem Material voraussichtlich vis aus weiteres dreitausend Gefangene täglich in Köln übergebe» wird und wahrscheinlich auch mit eigenen Schiffen dreitausend Mann nach Rotterdam, unter Voraussetzung deS ®m» Verständnisses der holländischen Regierung.

6ine Klage gegen Selfferich.

Die Folge der Angriffe ans Erzberger.

(Privat-T clegrarmn.)

Berlin. 8. September.

Bore einigen Tagen wurde mttgeteilt. daß auf Veranlassung des Neichsfinanzministers Erzberaer das ReichZ'nstrzamt mit der Prü­fung der Frage beauftragt worden sei. welch« Grundlagen zn einer strafrechtlichen Verfolgung die von dem früheren Staatsminisier Helffe- rich fiepen Erzbtzrger erhoben Beschuldi- flttnpen bieten. DaS Reicks sustizamt hat jetzt die Brüfttna des Materials beendet nnd das Ergebnis seiner Untersuchuna dem Reichskanz­ler Bauer nntrrhreftet. Me die Bossiscke Zei­tung erfährt, hat dieser entschieden, daß immens deS Reichsministeriums Strafmrtrag steten Dr. Helfkerich «efttüt werd. Hierdurch erlriüat sich

der fttafrecktlichen Verantwortlichkeit begonnen, sei aber schliestlich einstimmig zu teilt Ergebnis gelangt, daß es nicht möglich sein würde, den Kaiser für den Ausbruch des Krieges straf­rechtlich zu verfolgen. Ve Komimsstop habe zwar anerkannt, vast der Kaiser ein moralisches Verbrechen gegen die Menschheit begangen habe, aber sich auch gleichzeitig genötigt gesehen, zu erklären, daß es Mn« positiven Gesetze gebe, durch die das Verhalten des Kaisers zu einem strafrechtlichen Verbrechen gestempelt würde.

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Deutsche Produkte für Amerika.

Renmark, 8. September. (Privattrlestwmm.) Der Präsident des Stalfftrnstes. Gary, forderte eine schnelle Ratifizierung deS Frie- denSverttages, damit die wnfangreiche Einfuhr der in Amerika benötigten deutschen Produkte ,in ter nächsten Zeit einsetzen könne.

e

Kanada ratifiziert.

Paris, 8 September. (PftvattelesvanM.) Der kanadische Senat hat den Versailler Frie- denZvertrag am Sonnabend ratifiziert.

auch ein neues Schreiben HclffcttchS an den Reichspräsidenten Ebert, in welchem sich Helfft. rich na chder Angelegenheit erftmdigt hat.,

Sesteneich unteneidmet.

Garantien fiir die Zukunft?

(Eigener Drabtbericht.s

Genf, a September.

Das französische Blatt .Homme Libre" schreibt zum Friedensvertrag mit Oesterreich: Die Alliierten dürfen auch für später einen Anschluß Oesterreichs an Deutschland nicht, zu- geben. Oesterreichs Verpflichtungen an die Entente werden mutmaßlich in SO Jahren kaum abgetragen sein, mich dann nicht früher, wenn die Alliierten große Milde und Nachsicht übten.

e

Auf dem Wege zur Unterzeichnung.

Wien, a September. (Eigene Drahtmel- dunaff Staatskanzler Renner befindet sich ans dem Wege nach St. Germain zur Unter» zeichnuna des Friedensvertrages.

Phrasen der Weltredalntion.

Die Mehrhettssozialisten zweifeln.

(Eigene Drahtmeldung.)

Karlsruhe, 8. September.

Auf dem badisch'n spzialdemorvatifchen Plw- teitag, der von etwa dreihundert Driegirtten besucht war, führte der Vertteter des Berliner Parteivorstandes. Abgeordneter Wels, aus, daß die MehrheitSfoziäldemvkratie nicht an di« sagenhaft« Weltrevolution Bauten könne, lieber die Länder, die die Rätediktatur einführten, schwinge die Entente unbarmherzig die Hunger- peitsche. In der Diskussion betonte der badi­sche Minister des Inneren, Remmel«, datz di« Arbeiterräte jetzt in Bälden keine Exi- stenzherechttgung mehr hätten. Sie seien nur Agttattousstelwn der Unabhängigen, wofür Staatsmittel nicht mehr hergegebeu werden dürsten. Gefährlicher als die Reaktion in ge­wissen Truppenteilen sei der Bolschewismus in der Bauernschaft, der sich auch in Baden, vornehmlich in MitteWaden. da und dort zeige.

Flotteuvermehruug der Alliierten.

Basel, 8. September. (Privattriegramm.) Englische Blätter berichten aus Sidnev (Auflra- ffenl: Ter Ol'eickommandierende der Flotte hat beschlossen, die australisch« Flotte in den nächsten vier Jahren um 8 Schlachtkreuzer und andere Kriegsschiffe zu vermehren. Das Floktenstwognrmm wird eine jährliche Ausgabe von 5 Millionen Pstrnd Sterling erfordern. Fraukirekch mtd England werten ihr Flottenprogramm für di« nächsten Jahre in .liebereinftitramtnfi bringen, doch wird Frank­reich nur den dritten Teil ter Neubauten Eng­land? Herstellen und dementsprechend rüsten.

Sie Kämpfe in Rußland.

Bolschewistische Massenmorde.

(Privattelegramm.)

Men, 8. September.

AuS Kssew wird gemeldet: Roch den jetzt veröffentlichten Feststellungen haben die Bol- sthewrften vor ter Rämmmg Kiews noch fiter lechshnndert Todesurreile Geiseln und politischen Gefangenen vollzosen.

Fürstentum Birkenfeld.

FrauzSsisckZ Umtriebe.

Sn bem tHeTeenonwlen d»h«»>gen FSrfientmn 'Slrftnfel» fit Meter e«g« Mtbn ein frexgb- NM!er Putsch verübt worben mit »em Zweck »e« LSnvchenin f»«n,»fische 6eto«lt ja dringen. Fürstentum Birkenfeld, das Nicht W siimf-igti-rusend Einwohner hat, «egt am Huns­rück und am oberen st aus der Rahe. Es wird von den preußischen RegfenmgStezirken Trier und Koblenz begrenzt. Das Gebiet gehörte in tent Jahren 180114 zu dem französischen Saa, departement, kam tennt zn Preußen und wurde im Jahre 1817 dem Groß Herzog von Oldenburg zugesprochen. So war es bis setzt eine olden- burgtsche Enklave weitab vom Hauptlande Oldenburg. Dielez Fürstentum Birkenfeld bat sich Vor einigen Tagen selbständig gemacht, ab;.- die Reichsvesienmg

erkennt diese Selbständigkeit nicht an,

lote auS untenstehendem Telegramm hervorgebt. ES first» nSmlich auch Bestrebungen dort im Gange, dir von den Franzosen geschürt, wer* den mit dem Zweck, das Länldcken ganz vom Reiche losznreißen. Die Berichte Über den!! iüngsten Putsch zeigen, daß dabei die frantzö- sische Mkitächchörde di« treibende Kraft war. Die Bevölkerung wehrt sich zwar gegen ftanzösi- sche Machenschaften, will aber auch nicht mehr zu Oldenbittg gehören. Wer jemals von Bad KreuMach über Münster am Stein und Kirn hinauf ins otere Nahetal ins Birken­felds sche gekommen ist. dem wird, wenn tefr Besuch nicht gar zu slücktig wm^ nicht.eutzz gangen feint daß sich die Bewohner des, rings von rbftupreußischem Gebiet nlmschlossen>en Ländchens etwas ans ihre besondere Lage zu- gute taten. Natürlich ist das emsig crwerbslä- ttge Völkchen dieser okdenterraischen Enklave um kein Haar anders geartet, ajls di«Preußen^ rings umher. Sie sind alle Rheinländer, ater mit dem leisen Anklang an die pfälzisch- süddeutsche Are, wie man sie a,>ch tm Saarbrük-. ker Revier, der jetzigen .Saardfalz', verspürt. Don bet Nahe, hie hier durch ein romantisches, manchmal sogar Wildes Tal strömt, zieht sich das Fürstentum bis bmauf auf di-e Hochkämene des HnnsMck. wo biÄvilen in tiefem Winten Immer noch Wölfe verspürt werden und hurttg« Flüßchen durch reizende TAchen .hinab zur Nahe eilen. Zu ihnen zählt die "Idar, vom Jdarwald kommend. An ihr lieg» Idar, die weAtierühntte /

Stadt bet Achatschkekferei.

und an Drsr Mündung Otersiein. Sterwgt, von Ruinen der Alten nnd der Neuen Bnrg, ebenfalls mit großartiger Achat - Juduftne. Beide DMtte hab-en die engjflen genrcinfckaftft'- chen Interessen,, haben anck eine Gemeinschaft^ liche GriveNtehalle, ht der die großartigen Sri* stungen der «inheiwifchen Steinfchleiftre'en zum mufeenarttgen Ausdruck kommen. ES gibt wohl keinen größeren Badeort Mfteköuroas, iw dem sich in der Saison nicht Verfttufsbuden oder Löten mit Obersteiger und Jdarer Stein, schleifersien befinden. Das ganze Jdartri zwi, fiten beiden Orten ist ^tz dieser Industrie, die sich alter nicht aus Achat beschränkt. Es werden vielmehr HaWedekfleine fast aller Art geschlift fen Vor dem Kriege wurde im Jdartal und im Nahöka! guck die Dronunttfchloiferei ebra»' rittet wote? auch Rovdiamanten aus Deutsche Südweflufrika geschliffen wurden. Stammten die hier bsardaiteten Achate nrsprsinglick aus dem Hunsrück, so nnchte später auf mtSländi- fches Strimnoterial zurückaegriffen werden. BwsMantfite Achaten spielten dabei eine «roße Rolle. Neben der Sttinschneiterei Wb Schied ferei bestehen Gvaviernnstattm für Kameen nnd Wappen. Achatbohrerei, ferner eine <tzm» bedeutend« Uhrketttn-Jnduffrie. sowie Bifon-- ttzri»ErzevMna, immer in Verbindung rrttt Halbchrifwmverwendnnq. Wie das ganze NatetzÄ von lkreugnack auswärts, so ist auch di« Birkenfekdifche Trifft recke von Kirn bis Türkis- Mühle zu den schönsten Gegenden Derttschtands zu rechnen. Die Stadt Otersiein ist riftt watee* Juwel einer deutschen GebirgSstadt. Jht MAttedtld nckt den Burgen ans den Hecken Me, laptetwönten ist «ine der entzückendsten hm ganzen Rheinland. Di« Hauptstadt Birkenfeld lftgt etwas adsotts von brr Rhrin-Nahe-Bebn; bft-r wftd acker di« ^grosse PMftk' des Sänd- chens gsmach-t, denn hier befand sich bisher dir oLtenbnngifche Verwalttmq, d-e unter einem Re- aiernngspräsidenten stand. Hier tagt m'ck der Larckesvorstand, nnd hier werten di« Würfri über die künftigen Geschicke des .Mirstmtuins' fallen. Einen Kilometer von der Stadt Dw, kettfrid entfernt steht die alte Burg Birkenfeld, di« dem Ländchen den Namen Mb. einst die R-> stdenz ter Herzöge von Pfaft-Birkenfrid. Daß Birkenftckder Rrnder besonders geschätzt werden, tvttch «an außerhalb des RbetnlandeS kaum. Das Ländchen hat eine brütende Viehzucht. ES *>* tiänet fatKK feine stürmische Zeiten mehr