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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

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Hessische Abendzeitung

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Nummer 233.

Fernsprecher 951 und 952.

Sonntag, 7. September 1919.

Fernsprecher 951 und 952.

9. Jahrgang.

Deutsch-Vefimeich wird unterzeichnen.

Die Gefangenen

an- Japan.

Ver-

tmeamrng der mittranaane und vor allem zur ict de sch '.gnaSnti ititb nach Deutschland zurück- Sicherurta der Weltherrschaft Englandz gemacht gebracht werden. Für Personen, die im guten »ci. dem Frankreich Ul seiner tmiterbltoeu Auoü 1 Glauben «ü den betreffenden Beftiurmunaen

umlagern begonnen wird, ten in Frankreich werden

wobei mit den Fn^ Die Zivilinternier, sofort entlasse«.

Ausweisung aus dem Saarstaat.

Berlin. 6. September. (Privat-Telearamm.s Aus dem deutschen Saargebiet sind, nach den der Reichsregierung vorliegenden Berichten, bis 1. September über tausend Personm ans- gewiesen wordm.

drehung und Entstellung seines innersten We- ,'enS, nur ein schändliches Machtmittel mehr zur Knechtung der Mittelmächte und vor allem zur

IirMmnsschrmg der Entente.

Wird eine Derfaffunasänderung verlangt? lEtgene DrahtmeldungZ

Genf. 6. September.

Französische Blätter melden, daß die Alliier­ten die Forderung aufrecht erhalten, daß der Anschlußparagraph in der deutsche« Reichsoer­fassung gestrichen wird. Aus der Antwort, die auf die deutsche Note gegeben wird, entnehmen unterrichtete Kreise in Paris, daß ihr Inhalt nicht klar «nd zweifelsfrei gehalten wird.

gegen wird t>ie Herm-schaffung der in f r a n z ö. Äscher Hast befindlichen Kriegsgefangenen

erst nach Ratifizierung des Friedensvertrages zur Ausführung kommen.

ist, ist ein solcher, den jeder Amerikaner, auch wenn er am strengsten an dem erwähnten mächtnis Washingtons festhält und jedes Hin­eingezogenwerden in europäische Händel ver­pönt, sich ganz zu eigen machen kann

»ES muß ein Friede fein, der die Zustim­mung der ganzen Menschheit findet und nicht bloß den verschiedenen Fntereffen und unmittel-

tzeutsch-Sesieneichs Rot.

Die Nnterzeichnung des Vertrags.

(Eigene Drabtmeldung.l

Wien. 6. September.

Der Staatskanzler Dr. Renner ist gestern zurückgekehrt. Es fand die Einsetzung eineS Hauptausschusfes der Rafionalversammsung statt. Dr. Renner erstattete der Versammlung eingehenden Bericht «nd sagte znm Schluß, daß es notwendig sei, den Friedensvertrag «t unterzeichnen, da man keine andere .Wahl habe. Rach allgemeiner eingehender De- batte wurde der Beschluß gefaßt, der National- versammlung heute den Anttag zu unterbrei­ten. die Friedensdelegation z« ermächtigen, den Vertrag zu unterzeichnen. Eine spätere Meldung besagt: Der Hauptausschuß der Oesterreichischen Rafionalversamnttung hat sich gestern für die Unterzeichnung des Friedens von St. Germain ausgesprochen. Die Vollsitzung der National-Bersammlung findet am heuttge« Sonnabend statt. Eine Mehrheit ist für die Annahme gesichert.

Stufige Preise im Reiche.

Keine wesentlichen Veränderungen.

Die Warenpreise im offenen Handel und y» Schleichhandel haben in der letzten Zett in B e r. lin wesentliche Veränderungen nicht mehr er- ähren. Nach den vorliegenden Berichten scheint die Preisbewegung auch im Reich zu einem gewissen Stillstand augenblicklich gekommen M sein. Der Grund für die Unterbrechung oder xrs Ende des Preissturzes dürste in der Haupt, ache m der in den letzten Wochen einaetretenen fort en Entwertung der Mark im Ausland« zu nchen sein, durch die alle Einfuhren äußerst- »entlich verteuert wurden. Die Entwertung wor zum Teil natürlich wieder eine Folge der- ellostgkeft, mit der notwendige und überflümge Warm ernaetstdri worden sind. Aus Mag-

Berlin, 6. September. iPriivat-Telegramm ) Wie die Londoner Morgenpost aus Tokio meldet, hat Fapan die Heimsenduna aller deutsche« Kriegsgefangenen, beMnend am 15. Oktober, angeordnet. An Etlicher Ber­liner Stelle lag bisher eine Bcstätigung der Melduno der Morningpost noch nickt vor. Sie erscheint aber glaubhast.

ßvonseMer Kirchentag.

Gründung eines Bundes.

(Privat-Telegramm.)

Dresden. 6. September.

Das Ergebnis des ersten deutschen evange­lischen Kirchentages ist die große Einigkeit, die aus der Rot der 3eit heraus entstanden ist. Die Zusammensetzung der Tagung läßt die Teilnehmer erwarten, daß eine Förderung der nun zusammengeschlossenen deutschen evange­lischen Volkskirche statlfindet. Es wurde ge­stern beschlossen, einen Bund der evangelischen Landeskirchen zu gründen. ES wurde eine Kundgebung veranstaltet, durch die das beut tot Volk aufgefordert wird, au der Hebunq der sitt­lichen und religiösen Kräste mitzuarbeiten. Eine andere Kundgebuna erfolgte für die Kriegsge­fangenen und für die evangelischen Gemeinden -» bau abru tretend en Gebiet-«.

Kundgebungen der Pfalzer.

Ludwigshafen, 6. September. (Privat-Te- legramm.i Fn Frankenthal und in anderen pfälzischen Städten haben machtvolle öffentliche Volksversammlungen mit Genehmigung der ranzösischen Besatzungsbehörde unter der Ve- dlngmm stattgefunden, daß die Ruhe in keiner Weife gestört und die französische Regierung in keiner Weife angegriffen werde. Fn den Volks­versammlungen wurde d-e unlösliche Verbin­dung der Pfalz mit Deutschland aufs Reue bekräftigt und zugleich mkt Ensschließun- gen die Ausweisung des Landesverräters Dr. Haas aus der Pfalz verlangt.

Sie GefangenenHeimfehr.

Aus englische« und amerikanischen Lagern.

(Eigene Drahtmeldung.)

Berlin, 6. September.

Dar Zentralkomitee der deutschen Vereine vom Roten Kreuz. Abteilung für Flüchtlings- fürsorge. teilt mit: R-to Erkundigungen. welche die Schweizer Gesandtschast in Pari- beim ranzösischen Ministerium des Auswärtigen eingezogen hat. sollen die in englischer und ameri konischer Hast befindlichen Kriegs­gefangenen sofort heimgeschafft werde«. Da-

Steuerfragen.

Vorlesung im Bürgerbuud.

Die erste Borlesung im Zwischensemester der Staatsbürgerlichen Seminars dej Bürgerbundes nahm gestern abend mis einleitende« Worten Dr. Friedrichs im Hörsaai des LandeSmnfemns ihren Anfang und zwar las Regierungsrat Dr. Mo kl aus Düsseldorf der über Steuerfragen bereits au der KEnnv reden Hochschule gelesen, sich feit Jahren theo> retisch damit beschäftigt und bei der Düsseldov

badische« Bahnhof berrifst, io erhebt bezüglich der Einreise die schweizerische Regierung keine Einwendungen dagegen, daß deutscherseits die Einreise verweigert wird, wenn die deutschen Paßvorschristen akS nicht erfüllt erachtet wer­det. Bezüglich der Ausreise soll die deutsche Paßkontrolle sich auf die Feststellung beschrän­ken, ob di« Paßvorschriften erfüllt sind oder nicht. Die schweizerische Regierung erklärt sich ernverstanden mit der Handhabung der deut­schen Bedingungen betreffend Steuern und Ka­pitalflucht durch die Berutteu deS deutschen Zollamtes in Basel. Die ftaglichen Werte dür- ict besch'rMahmt und nach Deutschland zurück-

Beteiligung der Reichswehr.

Das Mherbringen von Heer und Volk.

(Eigene Drahtmeldung.)

Berlin, 6. September.

ReichSwehrminister Noske erklärte dem Ver. steter der Vossischen Zeitung, es bestehe kein Anlaß, die Vereidigung der Truppen als be- scmders dringlich zu behandeln. Daß die Trup­pen ihre freiwillig übernommene Pflückt wie bisher treu und gewissenhaft erfüllen Mtd es auch weiterhin tun werde«, steht ganz sicher fest. Das bisher von den Truppe« abgelegte Gelöb­nis enthielt schon die ausdrückliche Verpflich- abie Nationalversammlung und die von ihr enett Gesetze zu schützen. Zu ihnen gehört an erster Melle die Verfassung. Es wird wohl kaum jemand annehmen, daß die von de« Trup. Pen geleistete Verpflichtung weniger ernst ge­nommen wird. Ich hakte es für ausgeschlossen daß eine größere Anzahl von militärischen Per orten glauben werden, de« Eid ablehnen zt müssen. Im Osten wird di« Vereidigung de. Truppe« allgemein erwartet. Des-Haft kann sie nur dazu beitragen, Heer und Slo» einander näher zu bringen

kommen gerechter Mann von fast quäkerhafter sittlicher Strenge. Wenn also er und eine große Zahl anderer bedeutender Senatoren aus mehr »der weniger gleichen Gründen den Friedens- »erstag und den damit zusammenhängenden Rölkerbundentwurf bekämpfen, so kann zweier­lei ahs sicher angenommen werden: daß der Friedensvertrag ihnen deshalb mißfällt, weil sie m der übermäßigen Knechtung Deutschlands, fist die Amerika für ewige Zeiten mitverant­wortlich wäre, eine schwere Gefahr, künftiger Ne-wicklungen sehen, die auch Amerika in ihren Strudel ziehen können. Es ist deshalb wie das Morgenrot der dämmernden besseren Erkennt­nis zu begrüßen, wen« in Amerika allen Eru- Les bie Absicht ausgesprochen wird, einen Son­derfrieden mit den Mittelmächten zu schlie­ßen. Wie sich, der Senat persönlich und ftaats- rechttich mit dem Präsidenten auseinandersetzen will, ist nicht unsere Sache. Ma« könnte fast glauben, daß dem Präsidenten Wilson als Men­schen diese Entwicklung der Tinge ebenso er­wünscht wie als Staatsmann peinlich sein müßte: denn er hat ja seinen früheren Aeuße- tungen nach Gerechtes und Gutes gewollt und nur den wahnsinnigen, von Rache und Angst diktierten Forderungen der Entente nachgeben müssen. Er hat ja auch ursprünglich einen ganz anderen Völkerbund gewünscht und entworfen, und auch hier ist anzunehmen, daß der Wider­stand der Senatoren sich keineswegs gegen den VöAerbundaedanken als solchen, sondern gegen den Weckselbalg eines Entwurfes richtet, wie ihn die Pariser Konferenz geboren hat. Der Völkerbundgedanke, wie er vom Prä­sidenten Wilson in seiner Friedensnote vom 18. Dezember 1916 und noch ausführlicher in sei­ner Ansprache an den Senat vom 22. Januar 1917 in seinen Grundzügen verkündet worden

Kn Sonderfrieden?

Erörterungen im amerikanischen Senat.

Heber den Meinungsaustausch in der Presse Amerikas und über die scharfe Aussprache im amerikanischen Senat wegen des Friedensver- ttages schreibt als Sachkundiger der Gesandte R. von Scheller-Steinwartz folgendermaßen: Die gange Menschheit und insbesondere Deursch- land erwarten mit Spannung, was die zustän­digen amerikanischen Stellen, vor allem der für die großen Linien der auswärttgen Politik maß­gebende Senat in der Friedensfrage, die zu-

der deutschen Gesetzgebung in KonMt gerate«, ist die Möglichkeit vorgesehen, die strittigen Werte bei einer Bankzweigstelle im Badischen Bcchnhof zu deponieren, wo sie bis zur endgül- ttgen Erledigung liegen bleiben. Ein« Zurück- bringung steuerpflichtiger Personen nach Deutschland ist unstatthaft. Zur Erleichterung der soforttgen Einreise des deutsche« Beamten­personals wird vorlätlfiae Bewilligung erteilt.

3n den besetzten Gebieten.

Di« Eierte Rheinlandkommissto«.

(Privat-Telearamm.)

Koblenz. 6. September.

Das amerikanische Büro in Koblenz, wel­ches den Abtranspott der Truppen anS Deutschland regelte, wurde gestern geschloffen. Vom 31. Mürz bis gestern sandte das Büro über 11000 Offiziere und 225 000 Mann nach den Bereinigten Staaten zurück. TaS Büro teilte mit. daß für die Rheinlandbesatznng 7000 Mann amerikanische Truppen bestimmt find. DaS Oberpräsidium ist von der interalliierten Rheinlandkommission soeben in An­spruch genommen worden und muß geräumt werde«. Auch die Wohnung des Oberpräsiden­ten wird von der Kommission übernommen olS Wohnung für den Borsitzenden der Rhein- kandkommisston «nd zwar für den Hauptmann Tirard. de« Vertreter Frankreichs.

auch vor dem vernichteten Deutschland Schergen, und Schlepperdiensie leistet. Dazu mitzuhelfen, haben die Amerikaner keinen Grund, auch wenn sie die gegenwärtigen Fragen nicht vom Stand­punkt der Ehrlichkeit, der Gerechtigkeit und der Folgerichtigkeit, sonder« lediglich als kühle Re- alpolitiker betrachte«. Aus allen diesen Grün- den können wir Deutsche nur wünschen, daß die Vorgänge im Senat der Ausdruck oder die Veranlassung eines mächtigen Umschwunges der irregeleiteten öffentlichen Meimmg fein möch­ten: sie können dazu führen, daß wirklich ein Sonder friede geschlossen wird, und wenn nicht, daß jedenfalls der Gedanke einer Revision deS Schmachfriedens nie mehr erlöschen wird; sie können aber vor allem bewirken, daß der Völkerbundgedanke wieder in d e r Reinheit und Kraft zur Geltung kommt, wie et einzig fähig ist, eine neue, glücklichere Epoche in der Ge­schichte der Menschheit einzuleiten.

Haltung der rechtsstehenden Parteien.

Berlin. 6. September. (Eigene Drahtmcl- dung.f Die rechtsstehenden Parteien wollen, zuverlässigem Vernehmen nach, gegen die von der Reichsregierung auf das Ultimatum der Entente hin abgegebene Außerkrafterkläruna des Anschlußartikels der deutschen Verfassung in der ersten Sitzung der Nationalversammlung in Berlin Stellung nehmen. Auch in den Krei­sen der Demokraten wird die Nichtbefragung der parlamentarischen Führer vor der Entschei­dung der Reichsregierung getadelt.

Zeuischland md Schweiz.

Der deutsche Bahnhof in Basel.

(Eigen- Drahtmelduna.1

Bern, 6. September.

Der Schweizer Bundesrat hat, wie wir ver­nehmen. das Abkommen mit T-entschland. be­treffend die Bestimmungen der Wiedereröffnung des badischen Bahnhofs in Basel, bereits am Mittwoch ratifiziert. Die Ratifikation von der deutsche« Behörde wird ebenfalls für sofort er­wartet. Man hofft, den Betrieb auf dem blei­chen Bcchnhof bereits am Montag eröffnen z« können. Die Grundlagen der erfolgten Verstän­digung sind nunmehr folgende: Was die Paß - kontrolle durch die deutschen Beamten am

baren Zielen der im Kriege befindlichen Völker bient." ...Die Elemente eines solche« Frie­dens müssen Elemente sein, die das Ser trauen der amerikanischen Regierung finden und ihre Prinzipien befriedigen, Elemente, die sich mit dem politischen Treu und Glauben und mit den praktischen Ueberzeugungen vertragen, für die sich die Völker Amerikas feit jeder eingesetzt haben." Und vor allem fein Punkt 14, in der Dotfchaft vom 8. Januar 1918: .Es «ruß eine allgemeine Vereinigung der Nationen gebildet werden zum Zwecke gegenseitiger Garantielei­stung für die pofitische Unabhängigkeit und Un­verletzlichkeit der großen wie der kleinen Na­tionen." So sprach Wilson, ehe der böse Geist Tlemenceaus aus dem Völkerbund, unter Der-

bie darüber zu uns dringe«, nur unvollkommen und können fein Bild geben von der eigentlichen Stellung der führenden Geister und den Aus- sichten der Angelegenheit. Rur soviel aber ist klar, daß eine ganz gewaltige Opposition sich geltend macht gegen die glatte Annahme der in Paris beschlossenen und vom Präsidenten Wilson gutgeheißenen Friedensbedingungen, zu denen auch die Satzung des .Völkerbundes" ge- hört, wie sie in sechsundzwanzig Artikeln am 14. Februar 1919 von der Pariser Konferenz be­schlossen worden ist. Es scheint, daß inSbeson- »ere Senator L o d g e die Seele des Widerstan­des ist, und das ist umso bemerkenswerter, als fieser geistig bedeutende und außerordentlich einflußreiche Staatsmann von jeher gerade in rer auswärtigen Politik Amerikas unter fünf Präsidenten eine größere Rolle gespielt hat, als die kommenden urü> gehenden Staatssekretäre.

Senator Lodge ist kein Deutschfeind: er haßt alle Richtamerikaner gleichmäßig; sein politischer Grundsatz rft die absolute Selbstän­digkeit Amerikas und die Betätigung des von Washington als heiliges Erbe hinterlassenen Gebots, sich vollkommen frei zu halten von aller Verquickung mit den verschlungenen Fragen der europäischen Politik. Er ist aber auch em voll-

wir durch Steuern die Mittel auf, die Deutsch land braucht?" Aus der Einführung in di, Steuerpolitik anderer Länder und Preußent und der Behandlung der Steuertechnik feien mn nachstehende Ausführungen herausgeschält! Wenn auch eine Finanzreform an Haupt uni Gliedern jetzt schon vorzunehmen, verfehlt ist weil wir noch nicht wissen, was unsere Feinw von uns verlangen. beim Jnnengebrmlck muß es Ausgabe einer geschickten Finanzpolitik fein, die aufgebrachten Betrüge der allgemein« Volkswirtschaft wieder nutzbar zu machen fo steht das eine fest, daß ein jeder Deutsch« bis zum Aeußersten seiner Kraft angespannt werde« muß. um de« Staatsbedarf decke« Diese Anspannung hat aber dort ihre Grenze wo der Unternehmungsgeist voWandi/ unterdrückt wird.

Eine völlige Sozialisierung allez Eigentums mittel ist für die Gegenwart mindestens undurchführbar. Die Ueber. zeugung mutz zum Durchbruch kommen, daß es dem Arbeitnehmer schlecht geht, wenn eg dem Arbeitgeber schlecht geht. Soll die Hauptlast der Steuern nur den Arbeitgeber treffen, dann kann er sich im Wettbewerb mit a, de­ren Nationen nicht so ewkstttte«, wie es wünschenswert ist, und die Löhne gehchr zurück. Das mutz in den Vordergrund treten: Wie er­halten wir uns unter möglichster Anspannung der wohlhabenden Schichten der Bevölkerung wettbewerbsfähig auf dem Weltmärkte? Un­durchführbar ist and), die Mittel durch eine einzige Einkommenstener auszübrim gen, ebensowenig wie durch eine alleinige Vermögens st euer. Srflanae wir Menschen so sind, w i e wir sind, und die Wirtflchaftsarten verschieden, wird sich nicht umgehen lassen, daß die Steuern vielgestaltig sind. Em wetteres Problem ist die Besteuerung nach der Lei- stungssähigkcit. Soweit wie möglich tft nicht nur bei der Einkommensteuer die persönliche Leifiungssähigkeit zu berücksichtigen, vor allem die Größe der Familie. Wie er schon eingangs an gekündigt, hielt sich der Vorlesende von politt- schen MeinungsSußerungen fern. Von größerer Bedeutung wird wohl die Schlußvorlesttng ar 12. September fein. H.