Einzelbild herunterladen
 

Meter Neueste Nachrichten

Hessische Abendzeitung

Kasseler Abendzeitung

S. Jahrgangs

Dienstag, 2. September 1919.

Nummer 228

Fernsprecher toi mA SSL

Fernsprecher toi m* toi

Unsere Kriegsgefangenen kommen

Wenn sie wirklich auch nichts anderes erreichte,

auch

Heimkehr 30. November beendet.

Französischer Rückzug

wird

»n

stürm in Amerika die Wege dazu dar. Und

und seine Ersetzung durch General Faholle in Aussicht genommen sei.

Um den Friede«.

Amerika gegen den Friedensvertrag.

Mannheim, 1. September. (Privat-Tele- aramm.i Die der G«cealanzeiff«r mckdet, ist es Tatsache, baß die französische Besatwrvsbe- börde in der Psal, setzt angefangen ha», die Untersisitznna der Bewemmg rut Proftmnze- nm<i einer Rrpublif Pfalz fallen zu lqs> feit Die französische Behörde ist ins al« der geweckt'raen BoASbewegung in der Pfalz be-

Sir kommen von Herz« und find $* Herze« aeaanqeu! Wenn es mßc gekwumn < heute vor ffiitf Jahr« einen vJm^stoew Sieq w er- rttKtnt so sichre ab das M-Äüruf Gottes-

ßentsch-Sefterreich.

Der abgeLnderte FriedenSvertrag.

(Eigener Drahtbericht.)

Paris, 1. September.

Der Oberste Alliiertenrai beendete den Frie­densvertrag und das Begleitschreiben dazu. Beide Dokumente wurden im Lause des Sonn­abend der Druckerei übergeben, zchre Ueber- reichung an die österreichische Delegation wird vo-raussichtlich am Dienstag durch den Generalsekretär der Friedenskonferenz erfolgen. Man wird Deutsch-O elterreich eine Frist van fünf Tagen zur endgültigen Beantwortung bei Friedensvertrages lassen. Nimmt Deutsch- Oesterreich den Vertrag an. so wird seine Un- terzetkbmrna am 7. September rm Schlöffe von St. Germam erfolgen. Der Vertrag, enthalt noch keine Lösung über die ?,uteiLmg von Fiume.

PlSlzer Butsch mAmsen.

Die Aufwiegler verhaftet.

(Eigene Drabtmeldung.)

Ludwigshafen. 1. September.

Die Rädelsführer in Ludwigshafen wurde« verhaftet. Die ausführenden Angreifer waren französische Geheimagenten. Die öffentlichen GebSude sind setzt mit treuen deutschen Männern zum Schube besetzt worden. Die Arbeiterschaft hat am Sonnabend eine Versammlung abgehalten, die von zweitausend Männern besucht war. Fast sämtliche Arbeiter unp Angestellte der Fabriken halten die Arbeit niedergelegt. Die AnSrirfnng der Re- publik ist nicht erfolgt.

Protestkundgebungen.

Landaa. 1. September. (Privat » Tele­gramms Die Erregung in der Pfalz über die langsam durchqesickerten Vorfälle in Ludwigs­hafen ist ungeheuer gross. An vielen Orten fanden Protestkundgebungen der Ein­wohner statt. Die Franzose« halten in sämlÄchen Garnisonorten ihr Militär alarmbereit nd drohen mit Erklärung deS NÄaaerrrngSzuftandeS. Ansammlmmrn aus Btrasten «nd Abhalten von Bersammlnngen ist verboten. Die Bürgermeister der pfälzischen Städte warnen die Bevölkerung vor unüberleg­ten Kundgebungen. Die französische Militär­behörde hat den vfälzsschcu Aeitunge« streng »erboten. Mitteilungen über die Ludwigs­hafener Bmfälke za veröffentlichen. Bch Bn- Widerhandlung« wird mit Gefängnis gedroht.

(Privat-Telegramm.)

.Haag, 1 September.

Nach Brüsseler Meldung« soll »wisch« Belgien «nd England einerseits und zwisch« England nutz d« Bereinigt« Staate« ande­rerseits ein «ger Schutzverband gegen­über improvistrrt« deutschen Angrif­fen (h abgeschlossen worde« sein.

als dieses Wegebahnen zu einer allgemein« Verföhmrng und Verständigung, der Menschheit würde dadurch ei« sehr großer Dienst erwiesen. SesüngenenWmlehr beginnt DaS erste Tausend unterwegs.

(Privat-Telegramm.)

Amsterdam, L September.

Der erste Transport von tausend deutschen Kriegsgesang«« hat vorgestern Frank- reich verlassen. DaS ist die HSchsirahl. für di« die d«tsche Regierung Borbereitunqen zu treff« vermochte. Die Entente ist in der Lage, täglich dreitausend Mann afrnu Swen und kann die Transporte bis zu 6000 an« steigern, falls die deutsch« Behörden die «Stig« Vsenbahnwag« zur Verfügung zu fiel, l« vermöchten. Die Heimsendung der Kriegs, gefangen« aus Großbritannien här^t von dem Seetransport ab, den D«tschland nach dem Friedensvertrag zu stellen gezwungen ist. Sobald D«tschland genügeitd Schiffe zur Ver­fügung stell« kann, soll der Abtransport begin­nen. R«ter teilt mit, daß die britische Regie­rung befahl« hat, daß die d«tsch« KrivgSge- »««, dieinFrankreichin englischer Ge- i sich befinden, sofort heimztrsetw« find.

®U «en** Ketufi« *ad,rt<ttm erfd) einenwöchenUich fetbtatal anb «rx» ebeab«. «er ttbowHtomttyret« betrtgt mene«. JM Wart dU freitr gnNeüu», tnS Hau» erftenmgen »erbat N»«T|dt sm »er «HWtlüeC« ober Ha »etta eatgegengenommen. $radteret, erlag mt* tRebotttaa-. eglechttzoftaaie »/so. 8« unser!axfit eingefanbN Beiträge ttmn Me Siebetttoit «tat Betont»ertuefi aber SerodOr tn teinem Falle übernehmen tRüdjtatung »es Betagtgetbe« ober «nfsrätb» »egen ewctge*nt<bt erbnangteiäßiger etefenmg oaSgefdjtotTen.

Deutsch-Tirol italienisch.

Lugano, 1. September. (Eigene Drahimel- tmng.) Das Vorwort des fertiggestellt« end­gültigen Friedensvertrages mit Oesterreich be­sagt unter anderem, daß der Verband verschie­dene Forderungen Oesterreichs nicht habe an­nehmen können, daß er aber trotzdem nicht den Rui «Oesterreichs wünsche, und auS diesem Grunde dem Ausschuß für Entschädigun­gen Vollmachten zu geben habe, bei der Ausfüh- rung des Vertrages Milderungen je nach der finanziellen Kraft und wirt- schaftlichen Lage eintreten zu lass«. Uebrioens z e r st ö r t der Vertrag die letzte noch vorhandene Hoffnung iM 'wt Erhaltung

Die Ententepolitiker hab« sicherlich Et daran gedacht, daß sich in ihr« eig«en Länder« ein so großer Widerstand geg« d« Friedensvertrag bemerkbar mach« werde, wie das jetzt der Fall ist. Die Btättenneldun- gen ans England und Frankreich lass« erlen- nen, daß man sich in einer sehr schwer« Sorge befindet weg« der vom amerikanischen Senat eingenommen« Haltung. Den Wider­stand im eigen« Lande hofft man zwar besiegen zu fitenea und man drängt deshalb auch auf eine möglichst schnelle Ratifikation. Engländer und Franzos« schein« sich dahm geeinigt zu hab«, daß die beiderseitigen: Kam­mern die Gesetzesvorlagen Wer den Friedens- schdkß mit Deutschland verabschieden sollen, be­vor der amerikanische Senat die Situation völ­lig ßeörtbert haben könnte. An der Tat ist auch die Oppositio» in Amerika noch ständig im Wachs«, die neueften Nachricht« besag«, twrfi eine starke Mehrheit Mr die Ablehnung Vorhand« ist. Man aideitrt fieberhaft darauf hin, die Ablehnung des Vertrages noch vor der

Lebensmittelpreise.

Höhere Produktionskosten der Landwirtschaft.

Die ProdnktkonSkosken der Land­wirtschaft für Getreide «nd Fleisch hab« sich in den letzten Monat« bedeutend erhöht, di« Preise sind dageg« seit 1917 nicht er­höht worden. Die Preise für laNNmrtschast- siche Maschin« nnd Geräte. Mr Saatgut und Kunstdünger. Mr Biehfutter mtt Str« haben gewaltig angezoa«. die Löhne auf den Gütern und Baueruwirtschaftm sind «gewachsen uns werden durch Streiks immer mehr in die Höbt getrieben. ES hat sich deshalh als notwend-M berausaestellt. die Preise fiir Getreide und Vleh in näMer Zeit M erhöh«. Die PreiSsterge- runa wird sich in mäßigen Grenzen halt«, da eine z» starke Steigerung leicht schkunme polis tische Folg« zeitigen kann. ES muß aber anerkannt Werd«, daß eine Steigerung der Preise n»tw«dia kst. damit die Landwirte bi< Unkost« deck« könnm. Als Gegenwert so» verswcht werd«, die Rationen zu erhö­hen nnd die Ausmahlung herahzu- setzen. um besseres Brot zu liefern. Du Dinge liegen h«te so, daß die Großstäote fri­sches Fleisch fast gar nicht mehr erhalten, wett die Landwirte w tmt gegenwärtig« Prei­sen. nämlich den Preis« von 1917, nicht mehr tiefem können. Die Presse ftehrn in keinem Verhältnis »u d« Gestehungskosten des Viehs. BwangSmittel zur Ablieferung des MeheS last fett sich nicht anwenden, weil tatsächlich der Be­weis erbracht ist. daß die fetzigen Preise u n< rentabel sind und die Landwirte auf wetz tere Viehhaltung Verzicht« müff«, wenn mar ihnen nicht entgeg« kommt.

T5e Landwirte haben sich beredt -rftffrt " Buftmft wieder Meh « liefern, wenn die Preise gemäß den h-vduktionSkoft« er­höht werd«. Dies bat ibn« die Regie­rung zu gesagt. Die Regierung hat die einschlägig« Verhältnisse genau untersucht und ist zu dem Ergebnis gekomm«. daß eiste Preis. erbShemg notwendig ist. nm nicht unsere Vieh« Haltung für da» nächste Frühfahr 8u gefährden. ES muß nicht nur berücksichtigt werd«, daß die Produktionskosten für Gefteide «nd Vieh sich erhöht hab«, sondern auch, daß der Ertrag der Aecker infolge der Kwnstdimgnng «rrückgegen- aen ist. Ganz erheblich sind die Unkosten für die Ermittel tn der Landwirtschaft gestiegen Billigt man dem Landwirt eine Erhöhung der Presse zu. so wird man bm Gchlotchhan- del dadurch am besten bekämpfen können, der sonst üppiger als ie wachs« wird und den Großstadt« Fleisch auf Karten rm kommend« Winter ganz entzieh« wird. Die Preise für Brot »nd Fleisch find tm Auslands bedeutend höher als bei «ns. Aum Teil soll« die Preis, er Höhung« erst für da» Wfttschaftssabr 1990 ist Kraft treten, so für Kartoffeln «nt> Oelfrüchte.

Gewiß wird die Erhöhung der Preise für Brot und Flessch gemischte Gefühle auSlösen, sie ist aber eilte Folgeerscheinung der Zeit «nd läßt sich nicht umgeh«. Vor allem muß da bin adtteM werd«, Me Landwirte zu veranlass«, ihr« Dliehbesiattd auSzndohnen, so vor allem die Schweinehaltung, sonst steh« wir im Winter vor der schlimmst« Milch- nnd Flosschnvt. die im Frühjahr zur Katastrophe anwachs« würde.

Die PrekSerhöhung soll möglichst durch ReichSmßttel gedeckt werde». Me in Ans- sicht genommenen Preiserhöhung« werd« ganz minimal für den einzelnen fein, dadurch wird ihm tn erster Linie gute» Brot, vielleicht sogar vom 1. Oktober ab in erhöhter Ration, und eine ständige Wochen- ration Fletsch geboten. Läßt man die alt« Presse bestech«, so nutzt der Schleichhandel die ffonnrnftnr auS und der Mnderbomittelte kann Fleisch auf Kart« nicht mehr erhalten. Den» auch der Landwirt kann nicht aezwtm-wn wer­den. mtt Verlust ,« arbeiten. Ess« geringe Gr» höbung des Kalbfleisches ist bereits tn Kraft getreten und wrllrg hingenommen Worden, denn daS Anslandsfleisch ist noch teurer im Presse. Die Regierung ist bemüht, all« Tellen gerecht zu werd« «Nd verdient Unterstützung in den immer schwieriger werdend« Frage» der ErnShrmrgSpvkftss.

HavaS meldet, daß laut Beschluß des Rats der Alliiert« der große AbtranSportder deut- sch« Kriegsgesang«« am 20. September beginne. Es werden ie nach der Beschleuni­gung der Vorbereitungen wöchentlich etwa sechs Transporte nach Deutschland gehen. Ter Abtransport soll bis 30. November been­det sein, vorbehaltlich der Erledigung des Frie- d«svertrages in der französisch« Kammer.

Auch Frankenthal «nd Lands«.

LudwigShaf«. i. September. (Eigene Drcchtmeldung.l Fn den letzt« Tag« hab« die Sandauer Kochverräter auch inFranken- thal «nd Landau Pussche versucht. In Frankenthal kam eS in der Rackst zum Freitag zu Unruh« »wisch« Mitglieder der Frei« Pfalz «nd ihr« Gegnern. ES mtstanden Zu­sammenstöße und Täüichkviten, wobei mehrere Person« verletzt wurden. Der Versuch, Plakate mA der Proklamation der Pfalzre- publtk annrschlag«, mißglückte.

failler Vertrag Gültigkeit bekommt, oder ob et schon ht Kürze erledigt sein wird. Für uns selber könnte die Ablehnung nur von Vorteil fein, mehr als eine Besttmmun« würde dann ihre Aenderung erfahren. Die Entscheidung wird in den allernächsten Tag« schon fallen müssen. Ms dahin sst eS auch gut, sich nicht einem besonder« OpttmlSmuS hinguged«. Wir hab« in letzter Zeit schon so viele Enttänschun- g« erlebt, gercch' wLhr«d der Friedeusver- bant-ümgen gelangten aus bett EntentÄänbern die wöxrsprechenÄst« Nachrichten zu uns. Wir haben tzemeakS vor groß« Hoffnung« gewarnt, und die Ereigussfe bab« gezeigt, daß wir recht bebiekt«. Auch jetzt ist größte Aurückbaltung gebo.en. Rur das eine ist sicher: der Vertrag bleibt nicht bostchon. Wer kurz «feer lang w' " man zu VerhandluU-r« Wer seine Revisi einbaden müssen, vielleicht bereitet die £M»-

auNspricht und MerdieS t*n Brenner «IS die natürliche Grenze Naliens bezeichnet.

8m deiüfcke SMenH.

Vertrag Belgi« England - Amerika.

3wf«mow*prctf* »U ttetengefpattet» 8«IU fta ete)eüa«<6« flWWU M «g. M* e* »artUe Staytgea U 9t 9UHanw»ett« ffa «iafrtmtf* »es-HLN» » 9t, fta eetotattge Stftbäfl« 1 Mk , ttnfa»« BiHagen werbe» mtt s«: tm» XanfMb berechne:, «1U» mtt 6*1, TeneTun#«,3ufd)tog. »et Ueb«rmtttlung sm Tnietge* auf telvtz «tag» etrb fta tarn» Pta. fehler »eroorgerufot« 3rtt#atw kelnerletHaftung übernommen.fifftr H« Aufnahme eea»netg* an befthmnt«n ragen ober Blähen wirb tetne «ernähr fielet tat. »eschttfrotall«: NLlnNch« Str. 5.

Vertrag Frankrelch-Belgle«.

Haag. 1. September. (Pttvat-T elegramms Es verlautet, daß zwischen Frankreich und Belgien dn Sonderabkommen vereinbart wor­den ist und zwar auf einer ähnlichen Grund­lage tvie das ftanzösisch-eftglssch-amerikanische Abkommen, Frankreich soll sich angebftch im Falle eines Angriffes auf Belgien verpflichten!, militärische Hilfe z« leisten.

Mert anh Sode.

Reis- durch VüddeussiVand. (Telegraphische Mekdung.) Darmstadt. 1. September.

Nachdem der Reichspräswent Ebert und der Wehrm-inister Roske in Münch«. Stttttgart mtb Karlsruhe aetoef« sind, besuchten sie auch Darmstadt. Sie wurden vom hessisch« Mini­sterpräsidenten Ulrich begrüßt, der i« seiner Ansprache darauf hinwies. daß Hess« schwer ,u leiden habe, da nahezu ein Drfttel d«S Lan­des feindlich besetzt ist. Die Gefahr, von den eigenen BolkSoenossen mit Abtrennung bedroht zu werd«, müsse bekämpft werden. PrWdent Ebert wandte sich geg« die Losftennungs- Bestrebuna« und bebanerte sehr d?e fünafftn Unruh« in der Malz. Er sagte: .Wer auf die -rorsplittemng d-s Reiche» fpekukirrt. der fve- kuliert falsch. Wohl könnm auf kurze vorüLer- gffhmde Beit Teile deS Reiches abgesprmgt wer»«, aber das .ssnsammengshörig- keitsgefühl be8 denssch« Volkes wird wieder wachs«, wenn das deutsche Volk fein Gelbstbewußtfein «rrSiffinbet* Mn! fier RoSke sprach über die zukünftige Frie­dens stärk« des Heeres. Me Reduzierung solle tm Einvernehmen mit den Allnetten in der Haupssmfte erstem wmmend« Früh fahr voraenomm« werden, um den rm Winter etwa neu anfflackemd« Unrubrn wirksam entgeffffn- tret« z« können. Entlassme ResibSwchrfoldg- ten werde man in Zukunft «ach MSglichk-A den Holzbeschaffungrarbeiten mftorm, um mrhr Hekznmterial für dm Mnter bereit-

Sine Ansprüche Sinhenbweo.

Der «Qe Geist.

Bei der Knud geb«« g . welche die Ju­gend von Hannover an dem fünft« Jah­restage der Schlacht bei Tannenberg vor! der Villa Hmdenbura am Freitag veranstaltete, -erwiderte Hf«de»b«rg auf Vie en ihn ge­

müht, die Zusammenstöße in Slkdwigshafen- Reffen M könrwn. Er wieS ass bie Erfolge der einem Mißverständnis ,«zuschrei' *n. Sfi, «n-, Reichswehr tn Oberschlefie« tritt «nd irttärte. terrtotet« Kress« verlautet, daß Ne Abb»«chaß Nßnftige Pntfchö. ttw st- auch > f- rufnug des ON fommmrdk-sm-dm. »»«.tret« mögen, mft Energie «nd SchÄcke nife satztmasanm» d =Ä6 <'- SertnA- gg^tz».iderae^chlag«« werde»

Rakisttation durch Frankreich und Euglaud durchzusetzen. Wie Ne Dinge sich noch gestal­ten werd«, läßt sich tm Augenblick noch nicht sagen, sollte es tatsächlich in Amerika zu einer Slblehnrmg korum«, so Würde natürlich die Situation ehre völlig veränderte werden, mit der auch Frankreich und England rechn« müß­ten, selbst wenn der Derttag bei ihn« ratifiziert toürire. Amerika wäre in dem Falle gezwun­gen. mit Deutschland in neue Verhandlungen zu tret«, von welchen sich sicherlich Ne Heid« Wrstmächre nicht ausschließe» formt«. Das be­deutete natürlich gleichzeitig die NuMttgkeits- rrklänmg deS bisherig« Vertrages.

Was den amerikanisch« Senat zu seiner Op» posttionSstellung bewog« hat, ist aus den amerikanisch« Nachrich:« nicht gang deutlich zu ersehen. Die. Schanturrgsrage scheint eine Hauptrolle dabei zu spielen, auch der Versailler BMerbund wird tm Lande als wibesriedigend bezeichnet. Aus bloßer Shmpathie für das ge- schlagene Deutschland ist die Opposition keines­wegs erwachs«, wenn man auch d:e wirtschaft­lichen Bestimmung« alS durchmts ungerecht be­zeichnet hat. Die Geheimdipkomatie, die auf der Frieden Skoufermz ihre größt« Tri­umphe «feiert hat, und der auch Wilson gar teilt« Widerstand entgegensetzte, scheint die wahre Ursache für die Mißstimmung in Amerika zu sein. Man ist verschmchft darüber, daß Entz- kand und Frankreich über Amerika hinweg mrt ander« Staat« wiederum Geheimverttäge ein» gegangen hoch«, ohne daß der amerikanische Präsident etwas getan hat, das zu verhindern. Ws Grund svr Ne UnMsried«hett in Ame­rika werd« mich die hoch« Kost« der amers- fauisch« FrvedensdeleaMon hetrachtet, die trotz des M»ßm Aufwandes nichts erreicht habe. Wilson erklärte am letzt« Freitag im Senat, di« Kost« belief« sich bis zum Januar kom­mend« FahroS auf über sechs Million« Dollars.

Der Widerstand geg« d« Vertrag beweist am besten feilte Unzulänglichkeit und die Rot- wendigkeit einer baldigen Revision. Die Erk«ntnis, daß Neser Friede nicht von Dauer sein kann, hat sich nach und nach in allen Ländern durchgerung«: in Italien, wo der Vertrag inzwischen schon ratifiziert Word« ist, hab« die Sozialisten gefchlossen dageg« ge­stimmt, auch die «gftfche Arbeiterpartei und vi« französischen Sozialdemokrat« hab« wie- derhvlt zum Ausdruck gebracht, daß sie über dos Fried«swerk höchst uub^riedigt sind. Mau hat in Versailles versäumt, auf die wahre Stim­mung der Völker zu acht« und eine allgemeine VerstLndigmm und Versöhnung zu bringen, wie man es von Abschluß des WaffenstMstonN's und während des Krieges immer in die Welt hin- ausoeruf« hatte, und wie es ein allgemeines BeidürstriS der Völker erheischt. Schon aus bie. fern Grunde allein erfordert der Vertrag eine baldige Revision.

Von Amerika hängt ez ab vb der Der»