Einzelbild herunterladen
 

Meter Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

jxfernonep reife: Die -icbetigef Pallete Zeile rur embetmtfdx Äeichckfte 30 Pfg, für auf. rodrrttae Anzeigen 86 Pf. ReNamezeile für einheimische «Sef ijafte 75 $fw hh auOreftrttge Sefcbdfte I Ml . einfache Beilagen werden mit 5 Mart pro Lausens berechnet, atte» mti 5O^e TeuernnaS-Zirfchlag. Bei Uebermittlung von L'.zeigen auf teleph. Wege nrtro hir durch H-e- fehler hervorgerufeue Irrtümer keinerlei Haftung übernommen. Jur die Lufnahrne ooaLazeig« an oefttminten Lagen ober Stützen wird keine Gewüdr geletftet »efchLftO^eüe: Äölutfdbe Str. 6,

D!nm?nrr 227. Fernsprecher «1 und SSL Sonntag, 31. Tlngnst 1919. Fernsprecher SSI und SS». 9. Jahrgang.

Sie »aflekr $.««< « Tad.rid.tm erfcteinte K>6d,ratltd, fedtmal imb »war et-mb» Zn ebrnm«nnit#brete brtrtgt mmatl. 1.E0 Marl Sei freier ßafientmg tni (.an# »eftotlungen werben lebnjrtt VON bet (JefdiäfWpeUe ober den Zoten entgegengenomtnen. $ ruderet. XSertag unb Siebatiton: Setiacttboffirate 28/30, ;<üt mwerlangt ctngefanbtc Beiträge tarni die Kebattton eine tetantroortung ober ®ernähr m feinem /alleübernehmen. Rüdzabiungbell Betng«gelde4 OberLniprüäik»egen etwaiger ntdbt ort-mmgimiStgtr Eit'erung andgefdjioffen.

Vorbereitung der Sesmgenenheimtehr beginnt.

Wertpapier-Ksntrolle.

Weder Umtausch noch Abstempelung.

Die bealffickitigten MaßnLbmen gegen die Kapitalflucht Haden ein betrübendes Schicksal. Man weiß, daß seit vielen Monaten große Geldschiebungen gemacht werden, daß Kriegsgewinnler und andere Geldleuie bedeu­tende Summen an Wertpapieren und Banknoten ins Ausland geschmuggelt haben, wo dann aus­ländisches Geld dafür gekauft wurde. Durch die­ses unaufhörliche Angebot deutscher Wertpapiere M Anstande mußte die deutsche Valuta natürlich ständig sinken.' Man sah die Ge­fahr und es geschah nichts dagegen. Erst gang zuletzt entschloß sich die Regierung, die Wert- papiere zu kontrollieren, dadurch, daß Bank­noten und Wertpapiere abgestempelt bezw. umgctanscht werden sollten, und daß nur solche Papiere noch gültig sein sollten. Die­ser Plan des Reichssinanzministers ErzLerger bewirkte aber gerade das Gegenteil von dem, was er erhoffte. Die Geldabschiebungen ver­mehrten sich und die V a l u t a sank infolgedes­sen noch mehr. Dieser Zustand war un­haltbar.

Das Reichsfinanzministerium beschäftigte sich nochmals mit der Angelegenheit und kam zu fol­gendem Beschluß: »lieber die Durchführung des Gesetzes gegen die Kapitalflucht haben in den letzten Tagen Besprechungen mit einem großen Kreis von Sachverständigen stattgefunden. Rach dem Ergebnis dieser Beratungen beabsich­tigt der Reichsminifter der Finanzen nicht, den ll m t a u s ch des deutschen Papiergeldes vorzuschreiben. Eine A b st e m p e l u n a der Banknoten nsw. ist überhaupt nicht in Fraae gekommen."

Dazu schreibt der Berliner Lokalanzeiger: Das ist wohl das Stärkste, was jemals ein Minister an Selbstbloßstellung hat lei­sten muffen. Roch am 16. August hat Herr Erz­berger in der Nationalversammlung bei der Be­ratung des Gesetzes gegen die Kapitalflucht großchurig erklärt: „Alle gegen den Umtausch voraebrachten Bedenken können uns nicht davon abhÄten, milden stärk st en Mitteln vor- zugeben. Es ist ein sinanzielles und politisches Gebot, den Besitz für die Steuern restlos heran, zuzieben. Eine Schädigung des Wirtschafts­lebens wird nicht eintreten, Wohl aber eine sehr zu begrüßend» Steigerung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Zwischenscheine werden nicht ausgeaeben werden: wir wollen uns durch Kon­tingentierung der neuen Noten helfen. Per, fchleierungen durch Fälschung des Stem­pels sind so mit wie gänzlich ausgeschlos­sen, da der fifr den Zweck eigenskonstru- ierte Stempel nach der Meinung von Fach- lerrten nicht nachaemacht werden kann, wenig­stens nicht innmchalb zwei Monaten, die als Kbstenchrlunaszeit zunächist in Betracht kommen. Die Gesamtabsiempeftmg Wird sich über einen sehr lanaen Zeitraum, vermutlich über Jahre, erstrecken."

In derselben Rede hat der Minister auch mit eiaenarkiger Logik gesagt, die von der ReichSfinanzverwalching beabiichtigien Maß­nahmen „könnten" keinen Valutasturz her- beifübren, weil sie darauf gerichtet seien, die deittfchen Werte zu steigern. Daß er hierin irrte, haben die Tatsachen gezeigt. Der Lokal- anzeiger schreibt weiter: Daß die von ibm be- «Vstchftaten Maßnahmen auch sonst nichts tau­gen. hat sich anS den Besprechungen mit Sach­verständigen ersehen. Natürlich wird diese Mftmeoe Herrn Erzberger nicht veranlassen, das Amt auftugebrn. dem er nicht gewachsen ist. Es wäre aber zu wünschen, daß er in Zukunft we- nigstens Sachverständige hört, bevor er öffentlich über Dinge spricht, von denen er of­fenbar nichts versteht, und Maßnahmen ankün- btof. di- dann nickst cn?Sgeführt werden, deren Ankündigung aber schon genügt, uns unendlichen Schaden zu bringen. Millionen und aber M i ll i o n e n sind durch den Erzbergerschen Di- lettanftsunts verloren worden, er muß vor gebaut werden, daß sich dergleichen wicht Mederbolt

Auch viele andere Blätter, die die persön­lichen Angriffe gegen Erzberger nicht mitge­macht haben, weit sie der Regierung kein« Schwierigkeiten machen wollten, üben scharfe Kritik an diesen schädlichen Finanz experrmente.t. So saat dar Hamburger Jremdenblatt: Es ist bedauerlich, daß amtliche Bekanntmachungen Aneerlen enthaften, die mit den Tatsachen im Widerfftruch stehen. Ist eS schon nicht zu ent- ßbu'digen. wenn der Reichssinanzminister. der, nacktde-n seine Ankündigung einen so gewaltigen Sturz 'E Valuta verursachte, anstatt dem Rate von Sachverständigen zu foloen. die schon vor­der ihre S* mme lmgeoen erhoben hatten, die­sem Umstande nicht Rechnimg trägt, so kann die Art der Richtiastellunq der Regierung nicket scharf aaratet verurteilt werden. Mr haben tmS Nicht an der Hetze gegen Erzbevaer beteiligt, obgleich wir uns nicht verhchlm konnten, daß ein Manu, der in seiner Person derartig starke Lmrrifisflächen b'etet. nicht ene jn einer so ex-

M WenniiiiHeMn in Der M

Blutige Zusammenstöße.

Mannheim, 30. August. (Eigener Drahibericht.) Tic LostrennungSbesteebungen aus der lin­ken Rheiuseite haben eine so bösartige Form angenommen, daß die Hochverräter in der vor­letzten Rächt in Ludwigshafen in das Hauptpostamt eindrangen. Die treuen Beamten, die tapfer Widerstand leisteten, wurden sSLieß- lich überwältigt, da die Angreifer, Anhän­ger des berüchtigten Dr. HaaS, u n t e r st ü tz t durch französische Soldaten, mit Waffen vergingen. Der Dorsteher des Haupt­postamts und ein Unterbeamter wurden bei dem Kampfe getötet. Die Franzosen haben das Gebäride Ersetzt. Durch Plakate wurde die pfälzisr Republik proklamiert. Fran­zösische Age. n sollen die Urheber des lieber falleS auf das Hauptpostamt sein.

FranzSsische Umtriebe.

Ludwigshafen, 30 August. (Privat- tetecr-Tnrrn.) lieber die Urheber des Putschver­suches der vorvergangenen Nacht lauten die An­gaben r.sdi widerspreck-end. Bon einer Seite wird behauptet, daß eS ausschließlich Franzosen in Zivil gewesen seien, andere sagen, pfälzisckie Sonderbündler und Franzosen seien gemeinsam vorgrgangen. Rach der Renen Badischen Lan­deszeitung war Dr. Haas ans Landau in Lud­wigshafen anwesend. Außer dem Haupt- postgebäude besetzten die Franzosen auch die übrigen staatlichen und st ä v i i s «h e n Gebäude. Die Arbeiterschaft gedachte gestern

abend, als Gegendemonstration, in den Generalstreik einzutreten.

Ä

Protest der deutschen Regierung.

Ludwigshafen, 30. August. (Privai- telegramm.) Der Regierungspräsident der Rheinpfalz hat an die Neichsrcgicrung in einem Telegramm die Vorgänge in Ludwigshafen geschildert und darum crsucht, Maßnah- menzuergre ifen, damit der Devölkenmg der Pfalz besserer Schutz zuteil werde. Man erwartet, daß die deutsche Neichsregie- rung wegen der Zwischenfälle Protest ein- legen und nut der französischen Regierung in B c r h a n d l u u g c । eintreten wird.

Stellung ahme schwierig.

Berlin, 30. August. (Privattelegraunn.) Ueber den Putsch in Ludwigsh tfen verlautet an zuständiger Stelle: Bereits seit Wochen wur­den die Behörden auf das T rech en der Haas und Genossen hingewiesen. Die Stellung, nähme der Regierung zu den Vorgängen ist äußerst erschwert dadurch, daß ihre Macht in dem besetzten Gebiet sehr gering ist. Zudem läßt sich, bevor konkrete Nachrick-ten vorliegen, besonders über die angebliche Beteiligung fran­zösischer Soldaten r.n dem Putsch ein Einschluß natürlich nicht fassen. Es ist jedoch ;u erwar­ten, daß der französischen Regierung eine mis die pfälzische Angelegenheit bezügliche Note überreicht laerden wird. — Man befürchtet Ähn­liche Vorgänge in Spover und Landau

ponierten und verantwortungsvollen Stelle stehen darf. An die Stelle eines Mannes, des­sen ErKärung nach amerikanischer Aeußerung geradezu katastrophal auf das deutsche Wirt­schaftsleben gewirkt hat. wäre besser ein Fach­mann zu setzen, der sich der Wirkungen seiner Maßnahmen bewußt ist und dem das Aus­land — die Meinung des Auslandes kann und darf uns gerade in Finanzfragen nicht gleichgül- trg sein — wie auch das deutsche Volk Ver­trauen entge.wnbringen kann. Daß das Ver- trmten zu Erzberger erschüttert ist, bedarf wohl. keines besonderen Beweises mehr.

Gefsngenen-Heimkchr.

Vorbereitung zur Heims'--dimg beginnt!

tTelegraphisck>e Meldung.)

Versailles, 30. August.

müht sein, die Freilassung noch mehr zu beschleunigen. Das dennche Volk kann diese Bemühungen um die Freilassuno seiner Brüder amt besten 'dadurch rtnterftützen dast^es in wahrer Erkenntnis seiner irr eigen.' en In- rereffen an dem baldigen Wiedroaukba' der deutsckzen PvodukHon tätig mitarbeitet und da­durch dem Derftschen Reiche die Möglichkeit zur Erfüllung seiner Verpflichtungen gibt.

e

Ein deutsche Rote.

Paris, 30. August (Eigene Drahtmeldung.) Baron von Lersner hat am Donnerstag nach­mittag der Friedenskonferenz eine lange Note über die Gefangenen überreicht. Drei technische Beiräte sind nach Berlin abgereist. Am Nach­mittag fand im Trianonfchlotz eine Konferenz über die Transportfrage statt, an der die englischen technischen Beiräte teilnahmen.

Sie große Kohlennot.

Holzbeschaffung aus den Wälder«.

Die große Kohlennot des Minters macht einen verftürften Holzeinschlag um mindesten» ein Drittel erforderlich. Der Mindestbedarf an Holz beläuft sich, wie wir an zuständiger Stelle erfahren auf zweiundfünfzia Mil^io» neu Fe stmeter gegen nemmnddreißig fronen im letzten Friedensjahr. Um diesen der. stärtten Einschlag zu erreichen, soll allen Be­teiligten, den staatlichen, gemeindlichen und pri­vaten Forsten, ein Mindesteinschlag auferlegt werden. Für eine solche Maßnahme des Reichs- wirttchaftsamtes bedarf eS aber einer gesetz­lichen Grundlage. Daher wird das Reichswirt, schaftsministerium demnächst der Nationalver- sammlung eine Vorlage unterbreiten, in der um eine entsprechende Ermächtigung ersucht wird. Die Vorlage soll sich zunächst aus zwei Jahre er­strecken. Man hofft nach Ablauf dieser Frist auf bessere wirtschaftliche Verhältnisse. Im übrigen ist angeordnet worden, daß die Ein­schläge möglichst in der Räbe der Städte erfolgen sollen, um Verkehrsmittel zu sparen.

Eine verfehlte Maßnahme?

Hierzu wird folgendes mitgeteilt: Für die Versorgung der gesamten Bevölkerung Deutsch­lands können zweiundfünfzig Millionen Kubik­meter Holz, die geschlagen werden sollen, abso­lut keine Rolle spielen. Aufden Kopfder Bevölkerung macht daS nicht einmal einen Raummeter aus. Aber ganz abgesehen davon, wird es für die Reichssohlenstelle ganz unmög­lich sein, diesen Mehrscklag in die Großstädte, die doch in erster Linie in Bett acht kommen, zu befördern. Die Einführung des Sechs- stui'.dentages bei der Eisenbahn hat eine ganz außerordentliche Verzögerung in der Beförde- nmg von ^Gütern im Gefolge gehabt. Die Gü- terbahnhöft sind durchweg verstopft In der gegenwärttgen Zett werden sämtliche verfüg­baren Lokomotiven und Eisenbahnwaagons für die Beförderung der Ernte gebraucht. Erst wenn die gesamte Ernte an Ort und Stelle ist, kann daran gedacht werden, die Eisenbahn m:ch für die Beförderung des zit schlagenden Holzes zu benutzen. Darüber kann es aber S P ä tw in. ter werden, sodaß die ganze Maßnahme an imb für sich vollständig ihren Wert ver­liert. Ferner ist xu berücksichtigen, daß e8 nickst allein damit getan ist, daß der Staat Holz fällen läßt, das Holz muß auch zerklei- * nert werden, da es sonst für die Zwecke der Bürgerschaft unbrauchbar ist. Wie bei einer kürzlich stattgeftindenen Konferenz bei der Reichsökstelle m Berlin mitgeteilt wurde, ist es ganz ausgeschlossen, daß Bettiebsstoft wie Ben­zol usw. für die Jnbettiebsetzuno von Säge- werken ufw. vor dem Reichswirtschaftsamt zu- aesaot werden kann. Diese Betriebsstoffe feien für wichtigere Dingo reservierst. Wenn also da-

Der Oberste Alliiettenrat hat infolge des entrüsteten EipfdruckS nerfn die brutale Zurück. Haltung der Gefangenen endlich fol-endeu Be­schluß gefaßt: Um so rascb wie möglich die durch den Krieg verursachten Lrid-n zu ftndern, ha ben die assoziierten und nSiierien Möchte bo - schlacken, den Zeitpunkt de? Jnftafttmtens deSFriedenS vor träges mit Deutschland, soweit er ben Rücktransport der deutschen Kriegsgefangenen betrifft, vorzudatie­ren. Die Vorbereitungen zum Mk - transport werden sofort beginnen und zwar durch eine interalliierte Kornuttsfion. der ein bischer Bertteter an-e^liechert we-^-en sock sobald der Vertrag in Kraft getreten. Die alliierten und affv'.iierten Mä 'te weisen aber ausdrücklich barmtf hin, daß diese wohlwollende Halttma. von der die detftfchen Soldaten so große Vorteile haben (?), nur von Da"er sein wird, wenn die deutsche Regierung und das deutsche Volk alle ihnen obliegenden Verpflich­tungen vertragsgemäß erfüllen."

Lediglich der erste Sedritt.

So sehr .Tfretftot die Pariser Nachricht ist, muß man doch vorkäufta noch Geduld haben, den der Beschluß des Alliiertennats ist lediglich der erste Schritt. Von urständi«er Stell- wird erklärt: Die KriegSqefangem t werden nicht sofort entlassen werbt.i. DaS arbt «t» der weniger erfreulichen Bestimmung des Oberste« Rates hervor daß der deutsche Vertreter an den Verhandlungen der Dor- bsrsitunaskommission erst teilnch'nei' soll. Wenn der Friedensvertrag in Kraft getre­ten ist. Aber b:e Tatfache, daß diese toter» alliierte Kommission, denen Etnsetzung die deutsche Delegation immer Wieder auf das dviuälichste gefordert hatte, jetzt endlich zn» tamimentritt und sofort mit den Vorbeneitt-naeu deö NücktnanSporieS beginnt, g-bt uns die Hoft- nuwg, daß die Vorbereitungen so schnell grsör- bert wenden, daß bie Entlassung unmittelbar nach Jnkrafttneten des FriedenSverttages be­ginnen wird. Unsere Delegation in Verfalles 'oird auch weiter Kräften bo-

.tzeimsendnng aus asten Staaken.

Mailand, 30. August. (Eigener Drahtbe- ridrt) Wie der Corriere desto Sera ans Paris berichtet, hat der Oberste Rat der ALiierten aus Antrag Italiens beschlossen, daß die Rücksendung der Krieg-Sgefangenen durch alle Staaten sofort beginnen soll Der Beschluß des Nates wurde namentlich btttth die Mittei­lung Italiens veranlaßt daß Italien als erste Mackst die Gekaneenen heimsenden werde, ohne die Ratifikation des Friedensvertrages durch die anderen Großmächte abzuwarten.

drwsgung der Sommnnifltn.

Eine neue Erhebung bevorstehend.

(Eigene Drahtmeldung.)

Berlin. 30. August.

Der begonnene Endkampf der Entente ge­gen die russische Räterepublik ruft die deut- scheu Kommunisten enfcfieinenb nochmals »u einer «rohen Handlung auf ben Plan, um ben Zusammenbruch des Kommunismus in Rußland zu verhindern. Soweit der Regierung zuverlässtge Nachrichten vorliegen. wird in allen kommunistischen Kreisen des Reiches mit Hochdruck auf eine neue kommunistische Erhebung für eine deutsche Räterepu­blik im Anschluß an bie russische Räterepublik hingcarbefttt. Auch sollen auf dem Wasserwege sehr umfangreiche Wafsenttansporte zwischen deutschen unp russischen Häsen unterwegs sein.

e

Agitation in München.

München. 30. August (Privat-Telegramm) Die Kommunisten verbreiten auch hier in Mas­sen Flugblätter, die die Arbeiterschaft mtffotbent, den Kampf der russischen Proleta- i rregiemng gegen den Kapitalismus der "ntnttt durch eine große Aktion der süddeut­schen Kommunisten zu unterstütze«- I« *><« letzten Tagen wurden in München und anderen batzrisch. Stödten d«e Anzahl Russen verhaftet.

Holz selbst gefällt ist, so wird es nicht möglich fern, die Zerkleinerung vorzunehmen, da der Handbetrieb für diese Zwecke absolut nickst aus­reichend ist. DaS Holz wird also den Winter über im Wald herumli-gen vnd wird in erster Linie für die „Sei b'stversorger* der Städte eine Rolle spielen

e

Die Lage in Kassel.

In Kassel steft.n die sllr die Brennftoff- Versorgung der Bevölkerung Verantwortlichen Stellen auf dem sehr berechtigten Standpunkt, daß alle die Anregungen der letzten Zett, dr den Wrkd zu gchen und Holz zu stillen, bei» spätet sind. Das Holz steht im Saft vor dem Frühling könnte eS nicht dem Konsum zuge» führt werden und daun haben wir hoffentlich das Schwerste überwunden. Die Stadt Kassel steht aber dennoch in Verhandlungen mtt der Forsibehörde. Wir haben hier «och Vor» räte von unserem großen Holzlager, die aller­dings erheblich zusammengeschmotzzn sind, habe« aber noch namhafte Holzankäuse getL- trgt. Ferner ist festzustellen, daß auch der pri­vate Hotzhaudel «och große Holzmengen auf Lager hat. Durch die Angstkäufe von Städten, die früher niemals mit Holzbezug gerechnet ha­ben, ziehen die Preise allerÄngs bettächtlich an. Die ausreichende Versorgung der Bevölkerung mitBrenuholz wird in Raf­fel jedenfalls nicht aus dem Auge gelöffelt.

•

Anzulüngllchkeit der Wasserwege.

Daß man mit einer etwaigen Vermehrung der Kohlenzuteilung nicht rechnen kann, geht auch aus dem Mangel cm Transportmitteln her. vor. Abgesehen von der Eisenbahnnot genügen auch die Wasserwege nicht mehr. Wie aus Essen berichtet wird, sind tre Betriebsmittel namentlich der nordwestderttichen Wasser­straßen zurzeit hiS zur Grenze ihrer Lei» stungSfähigkeit ausgenützt. Während zum Bei. spiel im April 1918 der Umschlag der Kanal- tetben achettStäglich 3000 Tonnen betrug, kann