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Kasseler Nemsie Nachrichten

Hessische Abendzeitung

Kaiffeler Abendzeitung

9. Iahraa«-.

Sonnabend, 30. August 1919

Fernsprecher 151 und 95X.

Nummer 226

Fernsprecher 951 und 951

Belgien und Frankreich ratifizieren

Wetter begünffigt Vie

I

htng findet am 1. September statt.

Le

Fm besetzten Geßstt

Mast.

Oesterreich «ad die Tscheche«,

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Auch Belgien ratifiziert.

Brüssel, 29. Augrest. (Telegraphische Mel­dung.) Der belgische Senat ratifizierte gestern einstimmig den Friedensver- trag mit Deutschland.

a* enn et« fteeei.e» liadtridrte« erf*em<* »ogentu* ftd)«wial «mt gn>«r ab»«»«, r« ttbotmetnemft>Td» betragt irenetl IM Marl bei ftetet 8«ften«ng In« vau« »efleCunflen werbe» ebnjrtt eee ber ®<1d)6toneHe ober de» Bote» entflegengenommen. Trn-ierei, Verla« und Ketcttion Ccklachttzotstrabe 58/30.1 Süt mwerlangt etngcfanbte Bellrage tarnt bte Siebaltton eine i «an ln> Ortung ober Sewühr in letnem ,~ele übernehmen. Küdyttjlung be« ve-ngsgetbe« ober Nnsprüche wegen etwaigernickt arbmenp«mütziger Lieferung anDgefchlotsen.

JnsertlonspreN»; Die '.ebengetpatute Zeile Är einheimische «».chLst» 10 Pf-, Mr ««- wärtige Stryetgen 15 Pf. Reklame,eUe für «tnhe'mische »eschatte 76 W, Nir answürNge »ekchäfie 1 SU., einfache Beilagen werden mtt 3 Mart pro laufen» berechnet, alle» mit «f. renerunar-Ztttchlag. Bei UibcrmitUung von Anzeigen auf ieleph. Wege wird für bnrck »et. fehler heroorgerufen- Irrtümer feinerleiHaMmg übernommen Kür die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen ober Blitzen wirb tetne »ernähr geleistet, »efchäftlstelle: Kölnische Stt. x

Verbestertk«gsa«trage in Amerika.

Haag, 29. August (Drahtbericht.) Ans Washington wird gemeldet, daß sich der vom Senatsaussckfltß für Answärtiges neu angenom­mene Verbeffrnmgsantrag bezüglich des F r t e- denSvertrageS mtt Deutschland im gan­zen auf 29 Abänderungen erstreckt, denen zufolge die Beteiligung Amerikas an der Rege­lung internationaler Fragen, d>e Europa be­treffen, abgelehnt wird.

Telegraph tmb Telephon frei.

Wiesbaden. 29. August. (Privat . Tefe- gramrn.) Bon letzt «b ist auch bet Tele­graphen. und Telephonverkehr zwi- scheu dem besetzten und unbesetzten Deutsch» taub von bet französischen Besatzungshebördr ireigegeben asterbings unter dem Vorbe- halt einet Kontrolle und nur sowett die 8t» rien dies erlauben. Die Telen.c-mme btaw- eben nicht mehr ber Zensur vorgelegt »u werden.

Reue Ausammenstüste im (Drabkbericht.) Straßburg. Wie dieLiberty berichtet

Arbeitermangel.

Kattowitz 29. August. (Drahtbericht.) Auf den oberschlesischen Grub-.u macht sich, wie die Telegr.-Union erfährt, eine neue Folge deS Aufstandes bemerkbar, da viele arbeitet, die an den Unruhen beteiligt waren, nachPo- sten geflüchtet sind. Dadurch ist ein großer Mangel an Arbeitskräften eingetreten. Bei­spielsweise mußte auf ber Fürstengrube in Mrkonthal auf die Wiederaufnahme ber Koh­lenförderung verzichtet werden.

29. August, kommt es im

mrszufordern, jede Kundgebung zugunsten der Bereinigung mit Deutschland zu verbieten. Die amerikanischen, englischen und italienischen Bertreter lehnten dieses Verlangen ab.

lang Kohlen in- ber normalen sie vor dem Kriege üblich war. an Umtausch gegen JnSmstrieerzengnisse liefern.

Jahr« e, tote

nicht ntbgSItrg feien. Das glauben Die Summe, die im Berlaufe von

Verhandlungen ohne Deutsche.

Breslau 29. August. (Eigener Drahtbe. riebt.) Die Polenfübrer aus verschiede­nen Otten des Industtiebezirks haben zusam­men mit Polen aller Bevölkenrngsschichten mit der Ententekommission verbandelt, lieber die Besprechungen. die nur zwischen d n Versammlunasreilnehmern stattfanden, ist rrichts bekannt geworden. Deutsche Tett- nehmer werben von der Kommisston ausdrück­lich nicht zugelassen, webet die die Kom- misston begleitenben Offiziere noch Oberbürger­meister Michel und der Abgeordnete ber Na­tionalversammlung für Gleiwitz. Becker.

gut. die Quantität entspricht im allgemeinen nicht den Wünschen der Landwirte. Nach Fut- termitteln hielt die starke Nachfrage an. Die Aussichten aus die Weinernte gewinnen durch die sommerliche Hitze In ma-'-tten <^e- aenden beginnen frühe Sorten zu reifen. Die Preise zeigen noch ferne Derändsrwng. Dom Ausland kommen große Lieferungen nament­lich von Spanien. Der Stand ber Tabak» Pflanzen ist sehr verschieden. Die warme Wit­terung ersetzt wieder die Nachteile der kühlen Nächte. Die Zinaretteniitdustrie wird bereits ' Mtte September mit neuen Rohtabaken be­liefert. Viehmarkt. Infolge der Ernte­zeit war dec Besuch der Märkte schwach uirtb demzufolge der Handel flau. In Berlin no­tierte man für Häute zuletzt folgende

Preiffei Ochsenhäute 8.70 9.00 Mark KNh- baute 10001050 Mark, bayerische Ochsen- hättte 10,1510 65 Mark. Kalbsfelle 15,15 Mark per Pfund Frischgewicht. Die nächste Vishzäh-

schaft. Das garte Wetter begünstigt die

Ernte. Die Onalttät des zweiten Goäfes ist

Set Friedensbrrttag.

Ratifizierung in Frankreich.

(Telegraphische Melkung.)

Gens. 29. August.

Die franzSsische ZeitungHumanitS" meldet, das? der Friedensvertrag mit Deutsch­land von einer Dreiviertelmehrheit in der Kammer und einstimmig im Senat ra­tifiziert worden ist.

Sie deutschen HeetMter.

Mrd Auslieferung nicht verlangt?

Wie aus Pa 's gemeldet wird, besteht im Obersten Allriertenrat im allgemeinen keine Neignng mehr, um die Auslieferung

Sbetschiesten.

Deutsche nach Polen verschleppt.

(Privat-Telegramm.)

Berlin, 29. August.

Nach den der Reichsregierung nunmehr zu- gegangenen zuverlSsstgen Meldungen aus Oberschlesten sind insgesamt 243 ReichSange hörige aus Oberschlesten über die Grenze ver­schleppt worden. Die Anfrage an die polnische Regierung bat biS-ktr feine Be­antwortung gefunden.

Paris, 29. August. (Privattelegramm.) Aus Tardieus Vorschlag beschloß die Konferenz, dax die ber Volksabstimmung zu nnrerstellende Zone den ganzen Verwaltungsbezirk Mmchurg (Steiermark) umfassen soll. Die T^ckecho- Slowakei wird Oesterreich fünfzehn Jahre

Elsaß fortgesetzt zu Zusammenstößen zwischen sranzöstschen Soldaten und Einwoh­nern. bst deutsch sprechen. Sie werden von den Soldaten mißhandelt, so daß der Kommandant von Kolmar stch genötigt sah die strengsten Strafen anzudrohen, wenn der­artige Bprfälle Ück> wiederholen sollten.

Frankreich hindert Bereinigung.

Paris, 29. August. (Privattelegramm.) Frankreich setzt seine Bersuckn f*»rt, die Ver­einigung Deutsch-Oesterreichs mt Deutsch, land durch Vertragsklauseln zu verhin. Vern. In der vorgestrigen Sitzung des Ober­sten Ratet eröffnete Tardien die Debatte mit dem Vorschläge, die österrr-chische Regierung fei*

Setttfdi'ßefterreid).

Hauptausschuß der Nationalversammlung.

(Etgener Drahtbrricht.)

Men. 29. August.

Der HauptauSschutz der Ratttmatverfamm- lnng ist für den 6. September einberufen worden. Man folgert daraus, daß bet StaatS- kangler in ®t Germain spätestens Sonntag abeno im Besitze be< Friedensverttages ist.

PoineareeS Eindrücke.

Straßburg, 29. August. (Privat . Tele- aramm.) Präsident P o i n c a r 6 erklärte einem Mitarbeiter ber Pariser Zeitung ,Ex- celficr4' Über seine Reiseeindrücke in Elsaß-Lothringen: Frankreich habe nieht gewollt, baß bte Rechte Elfaß-Lothringens einer Volksabstimmung unterworfen würben. In dieser grundsätzlichen Frage habe eS nicht nachgeben können. Die Zuneigung ber Bevöl­kerung zu Frankreich habe stch Überall in der er» greisendsten Form gezeigt (f) In demslben Sinne bemerkte Generakkommisiar Millerand über das Ergebnis ber Präsidentenreise. die BolkSabstimmnng werd« 'm ber Weise wie setzt einfach fortgesetzt.

Amerikanische Besatzung unterwegs.

Koblenz. 29. August. (Privat-Telegramm) In AnSssihnma der Frievensbedma'N'gen sind 5000 amerikanische Soldaten ans den Bereinigten Staaten abgefahren, nm sich über Koblenz nach Oberschlesien zu begeben. Ihre Ankunft im bek-tzten ffleMet wird in drei Wochen erfolgen Es sind das fünfte und fsinfriost- Infanterieregiment zum Wa^tdiegst in Oberschlesien bestimmt. Borläufig werden sie in Koblenz bleiben und einen Teil der Rheingamisonen bilden.

deutsche Heere hin. Sie kommen mtt dem Vor­schlag einer gemeinsamen holländisch-belgischeu Militärkonventton zur Verteidigung Limburgs. Es ist klar, was damit beabsichtigt ist: Holland begäbt sich eines Teiles seiner Staatshoheit m diesem Gebiete. Es wird ferner in eine An Bündnis mit Belgien gegen Deutschland hmeingezogen, das selbstverständlich von Paris aus gelertet würde. Denn nicht umsonst hat bie Pariser Presse die Zweckmäßigkeit des belgischen Planes so hell beleuchtet. Holland läßt sich in­dessen nicht beirren. Die Regierung hat es grundsätzlich abgelehnt, sich auf Diskussionen über die militärischen Interessen Belgiens ein­zulassen. Inzwischen haben die Belgier mit militärischer Besetzung gedroht, woraus Holland erklärt, daß es die Besetzung irgend emes hol­ländischen Punktes als Kriegsgrund bettachte.

Kompromißvorschlag Über Fiume.

Amsterdam, 28. August. (Drahttneldung.) Aus halbamtlicher englischer Quelle verlautet, daß Italien geneigt Ist, in der Fiumefrage einen Kompromißvorschlag anzunehmen. Danach soll die Stadt Fiume an Italien fallen, ber Freihafen Fiume und Port Baroß sol­len auf 99 Jahre vom Völkerbund verwal­tet werden. Dieser Plan muß noch von Wil­son vorher gebilligt werden.

*

Beschleunigung der Ratifiizierrrng.

Zürich, 29. Augustt (Privattelegramm,) Wie die Neue Züricher Zeitung atts Amerika er­fährt, steht bk Tatsache der Ratifikation des Friedensverttages so gut wie fest Der Senat wird nur sein Votum mit bedeutenden Klau­seln versehen. Der .Reuen Korrespondenz' wird aus Newvork gemeldet: Die National Oeoanic League, deren Präsident Tast ist, und zu deren hervorragendsten Mitgliedern Richter. Professoren, Bankier-, Fabrikanten usw. zählen, sprach sich mit 519 gegen 160 Stimmen zugun­sten der sofortigen und vorbehaltlosen Ra­tifizierung des Friedensverttages aus.

Belgien rmd Holland.

Kriegdrohende Spannung.

Belgien wird übermütig. ES hat im Kriege an den Rockschößen der großen Brüder gehan­gen und dünst sich nun in Gemeinschaft mit den Andern als Sieger. Jetzt wagt es. unter­stützt durch Frankreich, dreiste Uebergriffe gegen Holland. Den Zankapfel bilden die Provinz Holländisch-Limburg, sowie die hol­ländische Scheldemündung und die Maas. Durch das Flämische Preßburean in Uttecht ist ein Schreiben bekannt geworden, das der belgische Minister des Aenßern, Hymans, unterschrieben und an die belgischen Ge­he im-Agenten in Holländisch-Limburg ge­dichtet hat. Darin wurde gesagt: .Im Augen- blick müssen all« belgischen Agenten in Hollün- disch-Limburg nach Möglichkeit versuchen, die Rückkehr dieser Provinzen zmn Mut­terland vorzubereiten. * Die Agenten werden dann angewiesen. die geheimen Parteigänger der belgischen Sache und solche, die es werden können, zu ermutigen, nachdrücklich den Unter­schied zwischen .Holländern unb Limburgern^ zu betonen, ferner den Eindruck zu erwecken, daß aus einen günstigen Verlaus der Verhand­lungen über die Regelung der Schelde- und Maasfrage und den Widerruf deS belgisch-Hol- ländischen Teiwertrages von 1839 zu rechnen sei. Zum Schluß wird davor gewarnt, zuviel Pro- pagcntda zu treiben. Man solle den Limburgern zu verstehen geben, daß sie eine selb st an- bige Provinz bleiben und Religionsfreiheit genießen würden.

Die holländische Regierung hat daraufhin trat Aufllärutvg über dieses Schriftstück ersucht. Inzwischen haben die Verhandlungen zwischen Holland und Belgien, die unter Mit­wirkung der Großmächte stattfinden. die Be­ziehungen Mischen Belgien und Holland zu­nächst mehr getrübt als geklärt. Die Belgier diskutieren Forderungen, die nach dem ur­sprünglichen Beschlich des Obersten Rates nicht als Verhandlungsgegenstand zugelassen werden sollten. So zum Beispiel die politische und po­lizeiliche Vorherrschaft Belgiens rm Sckeldege- biet, ferner die ^gemeinsamen Verteidigungs­maßregeln für Limburg" und ähnliche Ein- griffe in die holländische Souve­ränität. Es ist kein Zweifel, daß Holland, soweit es ohne Schmälernng seiner Ehre und seiner Lebensinteressen Konzessionen machen kann, bereit ist, sie zu machen Im übrigen aber wird es Holland, wenn es nötig ist, auf eine Krise anlommen lassen, wie gestern telegra­phisch gemeldet wurde. ES ist geradezu unglaub­lich, [-treibt dazu der Berichterstatter des Ber­liner Tageblatts, daß unter den Augen des Völ­kerbundes imd gegen den Willen der Limburger und des größeren Teils des belgischen Volkes dnttb eine beftitrante französisch-bel­gische Cligue versucht werden kann, eine Irredenta auch im europäischen Westen aus dem Boden zu zaudern

Hollan'dsch Nienws-Bureau meldet aus Pa­ris: Der holländische Delegierte Marees Gin- deren hat den holländischen Standpunkt in der belgischen Frage auseinandergesetzt. Die Pa­riser Blätter sagen, daß sein Ton von dem per­sönlichen Ton der belgischen Delegierten sehr verschieden ist. Marees erfSärte sich bereit, einen Gel-anlenaustausch einzuleiten über die Verbesserung der Verbindung und Ver­waltung gewisser Wasserwege Die belgische Lösung für den Kanal Gen t-T erneuten und die Lösimg der Scheldefrage hat er abge­lehnt Er hat weiter erklärt, die Frage be­züglich der militärischen Sicherheit Belgiens nicht tnirfen zu wollen. Unter diesen Umstän­den siebt es stark danach ans. als od die bel­gische imb holländische Auffassung nicht mit­einander in Einklang gebracht werden tonne. Dennoch will die Kommission versuchen, eine Lösung zu finden, durch bk beide Parteien be» fried'at werden

Diese Lösung ist aber nicht gefunden wor­den, statt dessen sind die Verhandlungen auf einem toten Punkt angelangt. Die Prüfung ber Dinge ist, wie die Frankfurter Zeitung schreibt, *n üngunsten Belgiens ausgefallen. Durch die Revision des VerttagS von 1839 sollte die Staatshoheit Hollands über bk Scheldemün» düng bestätigt werden, wie ber Verttag nn Ganzen die Grundlage deS belgisch-holländischen Völkerreck'tSverhältnisses bildet. Die Belgier verlangen hauptsächlich die Aufhebung deS hol- ländischen HoheitsrechtrS über die Scheidemün- bung aus militärischem Interesse. Aus Gründen der Sicherheit hatten sie auch die zwi­schen Belgien und Deutschland vorspringetwe Landgunge Holländisch-Limburg (Mrastrayt) gesintert. Holland ließ sich zu einer Revision des alten Verttages herbei unter der Bedin­gung, daß keinerlei Gebletsabttetungen in Frage kämen. Da auch die Enttntt sich auf die­sen Standpunkt stellte nicht einstimmig, mußte Belgien nachgeben. Tie Forderung auf Limburg siel also. Die Belgier stellen nun Limburg als eine gefährliche Einfallspfvrte für

Frankreich« Anbrüche.

Hebet dreihundert Milliarden.

Der Abgeordnete deS Seine-DepartelmmitS, Louis Dubois, hat einen Bericht über t* fi­nanziellen Klauseln des Friedensverttages ge­macht Nach feinen Berechnungen würde sich die Höhe bet Schäden, die Deutschland wieder gutmachen soll, wie folg: stellen: Schä­digung von Personen 74 Milliarden Franks, Güterfchäden 126 Milliarden Franks, zusam­men 200 Milliarden, wozu noch 145 Milliarde« Kriegsmtsgaben zu rechnen sei««. Das find 343 Milliarden Franks DndotS macht noch einige Vorbehalte und erklärte, daß diese Oe»

bensmittel Herbstgemüse bleibt von jeder Zwangsbewirtschaftung frei. Die amerikani­sche Weizenernte soll enorm ausfallen und den Bedarf ber ganzen Welt sichern. Auslän­dische Schokolade kommt tn vielfach sehr minderwertiger Zufammensetzung in den Han­del. Holzmarkt Die Säge- und Hobck- toerfe sind gut beschäftigt, ebenso die Wagenfa­briken. Möbel werden weit mehr verlmtyi. als die Hersteller erzeugen. Am Rundholzmarkt trat weiter rege Nachfrage zutage, mit welcher hohe Bewertung Hand in Hand ging. Hem­mend wirkt der Wagenmangel. An den Bahn­höfen lagern große Mengen von Papierholz noch aus den Jahren 1913/14, welche zu ver­derben beginnen. Baufach. Der Mangel an Bamnatertaikien (Ziegck, Zement. Kalk) hält weiter an, wozu sich noch eine mangelhafte B Lieferung von Eifen gesellt, weshakb der Banmarkt eine Belebung n;<trt ersah-»m kann

Wirtschaft«-Nmldschlm.

Rach dem Stande vom 28. August.

Geldmarkt. An der Börse kam e- in­folge der finanziellen unb wirtschafttichen Lage zu keinem regelmäßigen Geschäft. Äie Um­sätze blieben vereinzelt. Krtegsanleihe notierte bis 80,25 und darunter. Eine Reichs» anleihe-Aktiengesellschast wird mit 1. Septem­ber in Funktion treten und die Ktrrsregulte < nma der detriseben Anleihen an ber Börse übernehmen. Produktenmarkt. Durch bie Stteiks in Oberschlesien ist die Kohlen- Produktion weiter zurückgogangm. Die Mittekdeutschen Braunkohlenwerke bestMossen weitere Preiserhöhung. Am Met al st- und Eisemnarkt ist eine Besserung nicht ein» getreten Die Lieferung ist ungenügend. Ware nm arkt In Stuttgart soll die Garn» börse wieder regelmäßig stattfinden. In eng­lischen Strickgarnen liegt ein stackes Angebot vor. Die Lage an allen Tuchindustrieplätzen hat stch verschlimmert. Die Amerikaner versu­chen enorme Mengen Schreibmaschinen -n Deutschland abzusetzen. Mit der der Lederwaren fchn'llton sti

die Höhe Rohgummivorräke sind wie. der genügend vorhanden. Man rechnet mit bal­diger Aufhebung der Zwangswirtschaift. Di: Papierfabriken sind infolge Kdyl«n- urtb Transp»rtmittel-Ma"ae^ nicht in Lage, genügend Zeitungspapier zu Kesern. Me Leipziger Herb st -Mustermesse fin-- det vom 31. 8. bis 6. 9. statt. 8500 Firmen ha­ben bis beute ih-e 9,A^iTtgunp ana>-tt?l!det, darunter viele ausländische. Landwirt»