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Meler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

3nfettte»6pr«tfe $t« itbengefpeitefe 3«tU htr ernhetmtsch« »«schäft« t» W#. Nir an«, watttgt Änjetgen S5 Pf SteHamejetle für «tnh«>misch« »dritte 7S Sf Nir auswärtig« Srschäft« 1 M!, etnfadje Beilagen werden mit 5 Mari pro laufens berechnet, alle« mit so,. TenerunaS.Zuschlng. «ei Uebermtttlung von Ln,eigen auf teleph. Wege rotes für durch Hör­fehler hernorgerufens Irrlumer keinerlei Haftung übernommen. Mr die Aufnahme sonLneeigen m wfiimnrten taaen oder 0lügen wird feine Teroüdr gelüftet. »eschüNsürle: kölnisch« Str. X

Nummer 225. Fernsprecher «1 UN» S». Freitag, 29. August 1919. Fernsprecher toi UN» 951. 9. Jahrgang.

St« Knfieler Sleuei e» Nachrichten erscheinen wdchentlich led.iroal uns $rooi ab««St. Der PbonnenientrpreiL betrügt meuatl 1 JO Marl bet freier .Msiellunz In« Hau« Belirllungen werden leberieit von der Lelchüstrftell« oder den toten entgegengenommen Truck er ei, Veriag und Iledailion Echiachthosslraüe «/SO. ?.UI unverlangt eingesandte Beitrüge kann die RedaMon eine B ernntwortung oder Seroühr in keinem ? alle übernehmen. Rüdjablungbe« Petng«peldes oder PnfprSche wegen etwaiger nicht ordnnng^näptger Lte erung ausgeschlossen.

Unsere Gesangenen.

In französischer Sklaverei.

Ein tückisckes Spill wird mit unseren armen DoSsgenossen getrieben, die in der Gcsangm- fdxtft der Feinde schmachten. Seit Monaten wird die deutsche Rcgierun-z hingehalten und auf ihre Proteste werden nur zvnische Antworten erteilt. Fetzt ist von englischer Seite das Ver­sprechen gegeßen worden, daß unsere Gefange­nen freigelassen werden sollten, imb zwar ihn den 30. Augu st schon beginnend. Alle zwei Tage, sollten zweitausend Gefangene nach Deutschland kommen. Diese erkreulichc Nachricht war sogar vor einigen Tagen durch eine feier­liche Aeußerung des ReichsprLsiv-mtm Ebert in Münchin bestätigt worden Welchen Jubel bat diese Kunde int gangen Lande bervorgerufen. Zwar handelte es sich nur etwa um den zehn­ten Teil der Gesamtzahl, um 80 000 Mann, aber es wäre doch ein Ansanq gewesen. Nnd nun? Der rn Paris tagende Alliiertenrat hat die englische Ansage rückgängig ge­macht. Alan fragt sich, wie so etwas möKich ist. Hat der englische Stab derGruppe Rhein"', der das Versprechen gegch-n hatte, ohne das Einverständnis der? Londoner Regierung gehan­delt? Wohl kaum, denn kurz vorher wurde von London aus mitgeteilt, England sei bereit, die deutschen Gefangenen nachhause zu schicken. Vielleicht nicht ans Nächstenliebe, sondern ans der geschäftlichen Erwägung heraus, daß Eng­land die laufenden Kosten der Unterhaltung sparen will, da auf eine voll entschädigende Rück­zahlung wohl doch nicht gerecht »t wird. Die Gründe sind hierbei aber Nebensache. Uns kommt es auf die Feststellung an, daß ein Ver­sprechen gegeben worden ist, das nun nicht gehalten wird.

Dieser Umstand legt die weitere Frage nahe, welche Stellung der britische Ministerpräsident sitzt noch im Alliiertcnrat einnrmmt, nachdem er sich von seinem französischen Kollegen am Gän- gelband-e »ihren läßt. Der Fanatiker C l e m e n- ccau hat gegen Englands Absicht sofort Ein­spruch erhoben und hinzug.'füat, wenn England die deutschen Gefangenen los sein wolle, dann sollten sie an Frankreich ausgeliefert werden, wo sie noch Verwendung finden könnten Der Zu- sammerchang ist bannt klar. Frankreich will die billigen Arbeitskräfte ausnutzen, vor allem so lange, bis die Erntearbeiten erledigt sind. Rach einer heutigen Depesche bat Frankreich auch gegen Italiens und Amerikas Bereitwilligkeit zur Rückgabe der Gefangenen protestiert, weil die Absicht besteht, die Gefangenen für den Wie­deraufbau in Nordfrankrekch zur Verfügung zu halten. Also trotz der Ableugnungen scheint auch dieser verwersliche Plan noch zu bestehen. Stern völkerrechtswidrige Zwang ist nichts an­deres als brutale Sklavenhalterei. Mit welch gemeinen Mitteln die Franzosen Vorgehen, da­von hohen wir ja mancherlei Beispiele ht Brie­fen lesen können. Der erschütternde Hilferuf, den die vor einigen Tagen hier in Kassel <m- gekommenen kranken Kriegsgefangenen au-3 Frankreich übermittelt haben, wonach unsere Landsleute in Feindesland gegen die Heimat aufgehetzt werden und außerdem unter Tätlich­keiten leiden müssen, zeigt mtt schreiender Deut, kichkeit die grausame List der Feinde. Es ist, als ob sie die nach Freiheit Schmachtenden noch langsam folternd zur Verzweiflung treibnt wollten. Nachdem vor einigen Monaten die französischen Sagerftmtmanfbanten den Gefan­genen vorgelogen hatten, die deutsche Regierung verhindere die Hermsendimg, sagen sie ihnen fetzt, sie würden demnächst nachhause geschickt und sollten sich schon für die Reise vorbereiten. Zahlreiche Gefangene haben darmtfhin schon am ihre Angehörigen ht Deutschland geschrieben, daß diese keine Postsendungm mehr zu schicken bemühten. Statt die Freiheit zu brfoeitmen. werden sie mm weiter sestaebalten itrtb bleiben noch obendrein ohne Briese. Sin Kriegs, gefangener ans Frankreich hat bereits natfAmtfe geschrieben: .Ohne Postverbindung ht Gesan- genschaft, was das heißt, kann nur ein Kriegs- gefangener beurteilen.'

Wie verachtungswürdig stehen die Feinde da, wir offenbart sich doch wieder die niedere französische Gesinnung, und welch Kveifekbafte Rolle spielt dabei Enoland. Die enyKschc Re­gierung wäre für einen solchen Fall mächtig Äum ihren Willen durchguffetzm, wenn sie

wollte. Man kommt auf den Gedanken, daß England wieder einmal dvvpeltrs Sviel iretot. Alle Begriffe der Menschsickkeit werden auch im sogenannten Frieden mit Füßen getre­ten. Wo bleiben da die Grundlagen fiir den Völkerbund? Ilns will es scheinen, daß die Alliierten an einen wirklichen Völkerbund gar nicht denken. Inzwischen hat sich das Inter- nationale Komitee vom RotenKrettz (Genfl an den Obersten Alliiertenrat gewandt und die möglichst rasche Heimbefövderung der Kriegsgefangenen angeregt. Diese Vermittlung kommt zwar reichlich spät, doch kft st danDar zu begrüßen. Tas Rote Kreuz hebt hervor, daß bte Heimschaffung infolge der mangelnden!

Ave neue Ausstands-Bewegung.

Drohende Unruhen im Industriegebiet.

(Eigene Drahtmeldungen.)

E s s e n, 28. August. Angesichts der drohen- den Unruhen im Industriegebiet ist die sofortige Verstärkung des Polizeischutzes be­schlossen worden. Es wird eine militärisch or- gamfierte, straff disziplinierte Polizeitruppe geschaffen, wozu das Ministerium feine Ein- willrgung gab.

Ausstand in der Rheinpfalz.

Ludwigshafen, 28. August. (Privat-Tele- gramm.l In der Metallindustrie »er Rhein- p f a l z ist eine nette ernste Lohnbewegung auSgebrochen. Sie hat bisher sws Zweibrücken, Homburg rm» Kaiserslautern Überg-griffm. 45000 Mann der Belegschaft sind in den Ausstand getreten.

Der Landarbeiter-Ausstand.

Grmldenz, 28. August. Auf dem ehemaligen kaiserlichen Gut Cwiersen bei Kulm fee brach ein Streik der gesamten Arbeiterschaft ait3. Der

Grund dazu ist in der Verhaftung eines polni- schen Arbeiters zu suchen, die durch Angehörige des MgerbataillonS 37 vorgenommen wurde, Weil er den Sohn des Gutsverwalters mißhan­delt hatte. Die Streikenden drohen, jeden Ar- beitsivilligm tot zu schbuzen. Das Gut ist nunmehr militärisch besetzt worden.

Der Arbeitsminister fiir Akkordarbeit.

Berlin, 28. August Der Reichsarbeitsmini- ster Schlicke hat einem Vertreter der National- zertung gegenüber erklärt, daß er^zwar den Ar- deitszwairg ablehne aber fiir die Wieder­einführung der Akkordarbeit eintrete. Er machte in dem Gespräch noch folgende ttef- sende Bemerkung: Auf dem Arbeitslosen- konaretz in Hamburg haben die Arbeitslosen beschlossen, sich nicht an dem Meder aufbau Frankreichs zu beteiligen Was diesen Beschluß angeht, so kann ich nur fragen, erklärte der Mi­nister.beteiligen sich denn die Linksradikalen bis jetzt an dem Wiederaufbau Deutschlands?'

Transportmittel bald beginnen müsse, wenn sie vor dem Winter vollendet sein solle. Es ist aber leider zu befürchten, daß jene teuflischen Männer, die denObersten Alliiertenrat' bilden mid über die Menschheit zu Gerichte sitzen, das Sorte Shrntj überhaupt nickst beachten werden. Wie lange noch soll dieses unmenschliche Trei­ben dauern? x. L d«t

SbrMiesien.

Beweise polnischer Umtriebe. (Privat-Telearamm.»

Franfturt a. M., 28. August.

. Don einem angesehenen ho ha , Beamten der Selbstverwaltung in Oberschl-sten erhMt bte FvauLfu ter Zeitung folgende Zuschrift: Die bor. der EnteittekommWon angestellt rn Er. mrrtelungen über die Vorgänge in Oberschte- sion lassen schon jetzt den dringenden Schluß zu, daß die Nationalpolen und zwar dir des Inlandes wie die deS Auslandes die bo Ische, w r stt sch e B kW egn n g angesacht haben, um müt deren Hilf« sich Oberschlesten zu vemächn- Sen. Dio Polen spielen also ein Doppelspiel, auch gegenüber Amerikanern und Engländern. Zur Zeit sind dir Arbeiter die Herein- a e f a I lenen, die sich entgegen ihrer eigenen Auffassung, für polnische Zwecke gol'rauchen las. fern. Morgen werden es die Amerikaner und Engländer fein, die den Untergang der Indu­strie, d. h. drS Kohlenbergbaus unter polnischer Herrschaft erleben werden. Oberschlesien würde verkommen unter einem Staat, der erst aufge­baut werden foll. Amerika itn6> England haben die Regelung der Ostftagm den Frir- densvrrttag mit Deutfchland alles ans die falsche Karte gefetzt. Die Regelung der Ostfrvgcn wi­derspricht auch den Wilsonschen Grundsätzen. Wilson hat immer noch die Möglichkeit sich :iner großen moralischen Mchsion zu euKedigrn, aber cs ergeht der allerletzte Warums. Die Po. len kennen die Entwicklung nnd kennen die schleckten Seiten des Friedensvertrages. Sie haben mit dieser Arbeitseinstellung u. mit diesem Aufruhr langsam vorbereitet, em hoher Ziel mit großem Einsatz gespielte Sie wissen daß sie nach der Besetzung drS Landes durch fremde Truppen ein solches Spiel nicht mehr spielen dürfen. Sie haben deshalb jetzt den Einsatz gewagt. Durch Zufälle aller Art ist der Aüfnchr zu frühzeitig und nicht überall gleich­zeitig losäcbrochen und daher «rkhMckt

Oberschlesien u. die Greneltaten, die angeblich dort von deutschen Behörden nnd Truppen ver­übt werden, verbreitet. Sv meldet die Agence Havas. daß die E-rh.chung in Blut erstickt werde. Das sind $ciWcn3nlbwng*n, die auf das ent» Mcdenste zurückg.'wiesen werden muffen. Blut fließt im Oberschlrtien nur zur Abwehr von Eingriffen der Aufständischen und ihrer Helfer von diesseits nnd jenseits der Grenze. Die deutsche 9i#gicnmg hat alsbald den Befehl ge­geben, hei den Maßnahmen zur lliverbrücfu ig des ÄufsLmdes mit Mäßigung zu verfahren und die Hinrichtungen einzustellen. Dieser Be­fehl ist eindringlich wiedewbolt worden. Er wird befolgt. Ehe nickst de Ruhe völlig wieder emkechrt und die Arbeit wieder ausgenommen ist, kamt an den Abbau des Aus.tahmezustaudes nickst gegangen werden. Die volnische Regie­rung würde sich ein Verdienst ftir den Frieden und das Wohl der oherschlesifchen Bevölkerung erwerben, wenn sie ihrerseits auf eine Beruhi­gung der öffentlichen Meinung hinwirkic

' Holland und Belgien.

Die Kriegsftimmuna wächst.

IPrivat-Telegramml

Hao«. 28. August.

Die Spannung mnfdrn <'i,,'an» und Bel­gien nimmt Wndlich an Schärfe zu und der Kriegsausbruch fcheint bevorzu­stehen Die belgifchen Abgeordneten der in Paris weilenden Kommission zur «ende, runa deS Vertrages von 1039 haben mftgetelli, paß sie bereits die A b r e i f e naft Brüssel be­schlossen haben. Der Bericht des h o l l S n d i - ch en Gesandten in London hat die Lag- mrr noch verschlimmert. Er beschuldigt Bel- gien bet fortdauernden Verletzung der hol- ländkfchen Rechte ans dir Schelde. Holland hat als Antwort o»f die Forderungen Belgiens er- klärt, daß es leben Versuch bet Belgier, irgend einen Punkt holländischen Gebietes W besetzen. alS KtiegSnrfache betrachten würde.

Sie deutsche Valuta.

Die MarkwShrmvz bessert fick.

Wrivat-Telearamm.) «Zürich. 28. August.

Gefangene polnische Soldaten.

Katwwitz, 28. August. (Drcchwericbt.) Die Bew.st.fe fiir die Teilnahrne polnischer regulärer Tawven an den oberscklesstcheu Putschen meh­ren sich Tag für Tag. Del einet bet zerspreng, ttn povrrfchen Banden wurden allein vom 6. JrHartterieregitnent bet Halle rscheN Armee 60 Soldaten gefangeaneiuRnmat. D.st ibretn D-chst gaben sie an. daß fie ihre tnifttä- «scheu. Ausweispapiere noch vor dem Abmarsch aus Sosnovice bei den dortige« Militär schen Behörden abgeben mußte«. Sir wurden mtt Lastautos bis an die deutsche Grenze aebvacht, und dort mtt Instruktionen versehen, tote fie die versteckte« Wassenlager auffinde« könnte«

e

Abwehr deutsch-feindlicher Lügen.

Berlin, 28. August. sTokcgraphtsche Mel­dung.) Di: deutsche Regierung Hal fol­genden Fnnksptnck,An Mr' ausgrgebea: Aus deutschfrindkichen Quelle« werden fortge­setzt falsche Meldungen über inte Zostüdc m

Inftstae der amtliche« deutsche« Erklärung daß kein Umtausch und keine Abpem- belang deutscher Banknoten erfolgte, ist ein sptnngbastet Anstieg bet brutschen Markva­luta »u verzeichnen. Die Angebote bcntfifer Banknote« an den Börsen haben wichgelaffen. Die Nachfrage hat st» wieder gesteigert. Da. bet» ist di« betrtfAe Valuta von 24 auf übet 30 gestiegen.

Sie »efangenenlrage.

Italiener befürworten Freilassung.

sPrivat-Telrgraurm.)

Lugano. 28. August.

Die sozialistifche Zeitung«oenh* macht lebheste Propaganda dafür, baß die noch to Italien befinbliwen ?50 000 deutschen und »fter reichifcheu Kriegsgefangenen baldigst freigelaf- fen werben, . b«e Humanität dies nach Ab- fchlntz bet rvcmbfeüflfciten fordere und Italien selbst kein Intkteffe daran habe, diese Unglück, ftcheu aus feinen knappen Beständen zu etnöhreu.

Sozialisten und Arbeitszwang.

Ans Dresden wird zur Kohlenkrife berichte«, Angesichts der drohenden Kohrenkarastrophe tritt die mehrheitSfozialisiifchr Dresdner Volkszeftung dafür ein. daß die Er, werbslosen zwangstoeifr zur Ar heil in den Bergwerken augebalten werden, und zwar solle dieser Arbeitszwang von den Arbitern selbst oogannstert werden.

Eine Erklärung.

Kohlenförderung und Ttansportsrage.

3« Oe« $t»rt«rungeti äbev den «»»leu. mangel uub bi« «ngen -cewbcn Iran«. >ort6«iretn6cu«n «ehaln wie au« »re. Hn folgen»« «rflärenbeu ZRtti«itnnn«ei Aus Bergarbeiterkreisen wird in jüngster Zeit in der Presse die Ansicht vertreten, enc Steigerung der Kohlenförderung habe deshalb lernen Zweck, weil der Abiransport der Kohlen rnfolpe des Mangels an Transportmitteln nicht b©t sich gehen könne. Es wird behauptet, daß die geforderten Kohlen wegen der Nichtgestcl- ürng von Wagen auf Halde gestürzt werden mufscn, und daß große Mengen auf den Halden lagern. Die Auffassung, daß ftgendwelche taube von Belang auf dm Zecken liegen, ist I«doch vollkommen irrig. Im Ruhrrevier la. gcrten am 1. Juli 433000 Tonnen auf den HaL- ben, davon waren 124 000 Tonnen Kohle. ?4?000 Tonnen Aoks und 3000 Sonnen Bri­ketts. Der Kohlenbestand stellt lediglich daS Er- gebn-.s eines halben Fördrrtages da, und bildet die allemottvendigste R-wrve Mr dre Gruben selbst.

Wie gering diese «rgenblicklichcn Bestände den früheren gegenüber find, geht daraus her­vor, daß noch Ende Februar 1918 im Ruhr» rcvret 3.% Millionen Tonnen auf beit Halden gelegen baben Ja Oberlcklcffm be­trug der KohlmbestMid Ende Juli d. I. 556000 Tonnen gegen 260000 Tonnen Ende Juni. Er ist im IM gegen den Vormonat hauptsächlich wegm des EisenbahnerstreikS ange- wachsen, der auf Wochen hinaus dm Abttans- Port oberschlesischer Kobt- ai-f das Emvfiud- Ochste gehemmt ha«, ein Beweis dafür, daß auch behn schlechten Funkttonierm der Babu nicht der WageumiaugÄ, fondem der Streik der Eisenbahner Schild an diesem Anstand ist. Auch im Oberschlesischen betrugen die LagerbestSud« irt dm Vorfahren 1% Millionen Tonnen und mehr Diese Zahlen beweise«, daß die Frage der Logeniug der Vorräte in der Kohlenkrtsk untergeordnete Rolle spielt. Damit erweist sich auch die Auffoffung der Bergarbeiter eine er­höhte Kohlmfördemng wäre angefichS bei TrauKportsckwierigke!ttn nicht unbedingt not wendig, als durchaus irrig, und eS kann in di» fern Zuslanunenhang nicht scharf gerug betont werden, daß ein weiterer Rückgang der Förderung von katastrophalen Wirkuw gen für daS deutsche WirtschrftSlebm beglektef sein würde.

Ein drflonifofiotisDlon.

Mufruf zum ArbeitSftiencn.

Die Fraktion der Deutschm Vo-lkSpartti n der Nativo nalverfaimmlung erlaßt an dok deutsche Volk einen Ausruf zum Arbeitsfriede« ht dem W wertvolle Idee der Uebertoiu düng deS KlassenkampseS durch di» orgonksieett ArbeitSa-emeinschaft verkündet wird 3« dem Aufrufe heißt eS:

Die freien Orgarnstrttonm der Kopf - um Handarbeiterfchaft haben eine Arbeit» arhtfdxvft für daS gesmrtte Gebiet von I» rte und Gewerbe eefMfcet In aletche Wesse wirb sich Handel. Said- und Verführ nmgStoefen und Landwirtschaft zusammen iichließcm. Diese 'tut freier Vereinbarung ent ftanbneen Vertrau enSgemeinfchafte, sind die Ankündigung drS neuen hauten Fris »enS- nnd Rechtszustandes. In dem Bewußt fein, damit dm Forderungen einer neue« Ach gerecht zu werben, stellt sich bte Deutsche VoW Partei in dm Dienst dieser Idee der ArbesiSg« nwürfchaft. Die Abhängigkeit sowohl d«S Uw ttrnchmers wie des Atbetters von de» gemei« kamen Nationalm und wirtschaftkichm Grund hMngungm nötigt M einer gemeinsamen Re gcLmg ihrer Zusammenarbeit zur Schasstmz em«S vertragsmäßigen Rechts-Gardes in alle» ArbeitSdedtngungen. Die Deutsche VoASPartt weicher sich deskxÄb gegen die Bestrebung« durch rm meck-anisch.'» Rätesysttm eine Dttwth der Handarbeiter einzusetzen. Nicht durch Wa^p, len, die immer durch d» Aoitation verwirr werde«, sondern durch ba» Vertrauen ihrer ot ganisiewen eBrußsgenossen werben »ie Sachver stä^digm urtb VcttvausnSmLnner in die Zen hx verbände und die aus ihnen zu bildender A kdri!sasmeinscdaften entsandt. Das ist eh neuer Weg fiir die AuSlese von F ü h re r n. De, Sachvevstätdige gelangt zur Führung.